Our desire is it, especially in the families that
Daily joint prayer
With the consideration of the word of God.
We invite you to the word of God family.
Here also a word of God calendar with impulses to the daily gospel. (currently only in German)
– Unser VATER im Himmel – Mt 6,9
„VATER unser im Himmel!“
Katechese: Am Anfang des Gebets des Herrn richtet Jesus unseren Blick auf den Himmlischen VATER. Unser Gebet sollte kein Geschwätz sein (vgl. Mt 6,7). Wie ein kleines Kind darf ich bei meinen Bemühungen immer wieder auf den VATER schauen, bis Er aufsteht und mir hilft.
Überlegung: Die kleine hl. Therese verbrachte ihren Alltag in ständiger Anbetung ihres über alles geliebten Himmelpapas. Während der Arbeit wiederholte sie ständig: „VATER unser im Himmel!“ und verspürte das unendliche Glück, Kind dieses großen VATERS sein zu dürfen. – Könnte auch ich öfters an meinen VATER im Himmel denken? – Lege ich vertrauensvoll das Neue Jahr in Seine väterlichen Hände?
Gebet: VATER unser, Du bist wirklich da! Ich glaube an Deine liebende Gegenwart. Ich glaube, dass Du mich liebst und mich nie alleine lässt. Mit allen Engeln und Heiligen bete ich Dich in tiefster Ehrfurcht an. Amen.
– Wo finde ich den VATER? – Mt 6,6
„Geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem VATER, der im Verborgenen ist. Dein VATER, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“
Katechese: Jesus lehrt uns, wo wir den VATER finden: im Verborgenen, in der Stille unseres Herzens. Dazu brauchen wir keine langen Pilgerwege zurücklegen. Wie Jesus dürfen wir uns immer wieder an einen stillen Ort zurückziehen, wo wir mit dem VATER ganz allein sind.
Überlegung: „Eine schwatzhafte Seele ist leer in ihrem Inneren. Sie besitzt keine grundlegenden Tugenden, und sie besitzt keine Vertrautheit mit Gott.“ (Jesus zur hl. Sr. Faustina) – Wie kann ich zur Stille gelangen, um die leise Stimme des VATERS besser zu vernehmen? Könnte ich mir vielleicht eine Gebetsecke in der Wohnung einrichten, wo ich während des Tages öfter Kraft tanken kann?
Gebet: VATER im Himmel, nur in Umkehr und Ruhe liegt meine Rettung, nur Stille und Vertrauen verleihen mir Kraft (vgl. Jes 30,15). Hilf mir, jeden Tag Zeit für die Zwiesprache mit Dir zu finden. Amen.
– Im Haus des VATERS – Lk 2,49
Jesus sagte zu Maria und Josef: „Warum habt ihr Mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was Meinem Vater gehört?“
Katechese: Bei ihrer jährlichen Fußwallfahrt nach Jerusalem verlieren Josef und Maria das Jesuskind. Drei Tage suchen sie es voller Angst und finden es schließlich im Tempel. Auf ihren Vorwurf hin verwies es sie auf Seine Pflicht, im Haus Seines VATERS zu sein.
Überlegung: Niklaus Wolff sagte über das Haus des VATERS – die Kirche: „Wenn der Mensch täglich eine Summe Geldes, so klein sie auch wäre, in der Kirche holen könnte, er wäre keinen einzigen Tag zu träge, es zu holen. Ist aber der geistliche Schatz des hl. Messopfers nicht mehr als Geld!“ – Könnte nicht auch ich ab und zu meinen VATER in der Kirche besuchen?
Gebet: VATER, Dein Haus ist mitten unter uns, wo Du uns mit Deiner Liebe beschenken willst. Lass mich im Stress des Alltags immer wieder innehalten und in Deinem Haus auftanken. Amen.
– Den Tag mit dem VATER beginnen – Mk 1,35
„In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand Jesus auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.“
Katechese: Jesus suchte oft das Gespräch mit Seinem VATER. Wir können uns vorstellen, wie Er morgens leise das Haus verließ, in der Dämmerung auf einen Berg hinaufstieg, wo Er mit dem VATER alleine war. Beim VATER suchte Er Antwort vor wichtigen Entscheidungen.
Überlegung: Der Teufel steht – bildlich gesprochen – eine Stunde vor uns auf, damit wir den Tag nicht mit Gott beginnen, sondern belastet mit all unseren Sorgen. So wie der Tag beginnt, so verläuft er dann oftmals, mühselig und leidvoll. – Könnte ich nicht zehn Minuten früher aufstehen, um all meine Sorgen gleich dem Himmlischen VATER zu übergeben? – Danke ich Ihm für jeden neuen Tag?
Gebet: VATER unser im Himmel! Hilf mir, jeden neuen Tag mit Dir zu beginnen. Alle Sorgen und allen Kummer will ich auf Dich werfen, denn dann kümmerst Du Dich selbst um mich (vgl. 1 Petr 5,7). Amen.
– Nachtwache mit dem VATER – Lk 6,12
„In diesen Tagen ging Jesus auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott.“
Katechese: Die Erholung des Körpers ist uns wichtig. Jesus dagegen, selbst nach einem anstrengenden Tag, gefüllt mit dem Ansturm der Menschenmenge, suchte die Erholung Seiner Seele in liebender Zwiesprache mit dem VATER. Sicher hat Er Ihm alles erzählt, was er erlebte: Alle Freude und auch alles Leid. Wie viel Segen hat Er wohl in dieser Nacht erfleht?
Überlegung: Es ist eine seltsame menschliche Eigenart, dass man bis tief in die Nacht Feste feiern kann, sich auf einer Party vergnügt oder lange vor dem Fernseher sitzt. Aber eine Nacht mit dem VATER zu verbringen, scheint für viele unvorstellbar. – Könnte ich nicht wie Jesus abends das kindliche Gespräch mit dem Himmlischen VATER suchen?
Gebet: VATER unser! Einmal dürfen wir die Ewigkeit bei Dir verbringen und das Glück Deiner Gegenwart erleben! Hilf uns, schon hier auf Erden Dein Antlitz zu suchen. Amen.
– Dank dem VATER – Lk 10,21
„In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, VATER, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, VATER, so hat es dir gefallen.“
Katechese: Jesus pries den Himmlischen VATER, als Seine Jünger nach ihrer ersten Mission zurückkehrten und von den Wundern erzählten, die sie erlebt hatten. Die Jünger Jesu waren einfache, ungelehrte Menschen, aber durch ihren kindlichen Glauben an Jesu Wort erfuhren sie die Macht Gottes.
Überlegung: Schon im Alten Testament zählte es zum Lobpreis Gottes, wenn die Väter ihren Kindern die Wundertaten Gottes erzählten. Durch diese Zeugnisse finden andere Menschen zu Gott. – Habe ich Mut, anderen Menschen zu erzählen, wie Gott mir geholfen hat?
Gebet: Himmlischer VATER, wir danken Dir für alles Wunderbare, was Du in Jesu Namen unter uns wirkst. Lass uns immer dankbar Zeugnis dafür ablegen vor den Menschen. Amen.
– Ständiges Gebet zum VATER – Lk 18,7-8
„Sollte Gott Seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu Ihm (dem VATER) schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern zögern? Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen.“
Katechese: Jesus erzählt das Gleichnis von einer Witwe, die solange beim Richter auf ihr Recht pochte, bis dieser aufstand und half. Damit ermuntert Er uns, mit großem Vertrauen unaufhörlich zum VATER zu rufen.
Überlegung: Der VATER erhört uns immer, aber anders und besser als wir es uns ausdenken können. Wir dürfen im Gebet nur nicht nachlassen. Die hl. Monika hatte zwei Söhne. Den guten Sohn kennt heute kaum jemand; Augustinus dagegen, für den sie 20 Jahre zu Gott flehte, ist noch nach 1600 Jahren bekannt durch seine tiefen Schriften.
Gebet: Himmlischer VATER, wir sind oft ungeduldig und wollen sofort die Erhörung unserer Bitten. Lass uns mit mehr Ausdauer und Eifer anklopfen, voller Vertrauen, dass Du alles zum Guten wendest. Amen.
– Geführt vom VATER – Mt 16,17
„Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern Mein VATER im Himmel.“
Katechese: Viele Juden sahen vor zweitausend Jahren in Jesus nur einen besonderen Menschen, der mit Wunderkräften ausgestattet war. Petrus dagegen erkannte Jesus als Sohn Gottes und bekannte: „Du bist der Messias!“ Diese Erkenntnis entsprang nicht seiner eigenen Weisheit. Gott VATER selbst schenkte ihm dieses Licht. So dürfen wir sagen: Alles Gute, was wir denken und erkennen, stammt vom Himmlischen VATER.
Überlegung: Der Mensch ist wie eine Antenne. Er empfängt gute Gedanken von Gott, aber auch schlechte Impulse vom Satan. Kontrolliere ich wachsam meine Gedanken, um mich nur vom VATER leiten zu lassen? Bin ich wachsam im Gebrauch des Internets und der modernen Medien, um sie nur zum Guten zu nützen?
Gebet: Himmlischer VATER, es ist oft schwer, das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Schenk uns immer Dein Licht und Deine Kraft. Amen.
– Geist des VATERS – Lk 11,13
„Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird der VATER im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die Ihn bitten.“
Katechese: Jesus erinnert uns daran, worum wir den Himmlischen VATER bitten sollen: Es soll uns nicht zuerst um Nahrung und Kleidung gehen, sondern um Seinen Geist, den Geist der Liebe. Dann wird uns der VATER alles andere dazu geben, was wir brauchen.
Überlegung: König Salomon durfte zu Beginn seiner Regierungszeit Gott eine Bitte aussprechen. Er bat nicht um Reichtum und Sieg über seine Feinde, sondern um ein weises Herz (vgl. 2 Chr 1,10). – Um was bitte ich den VATER in meinen täglichen Gebeten? Bin ich noch sehr materialistisch eingestellt? – Bitte ich täglich um die Gaben des Hl. Geistes?
Gebet: Himmlischer VATER, Du bist gut! Erfüll uns mit Deinem Hl. Geist, den Geist der Weisheit, der Liebe und der Kraft. Amen.
– Der VATER lässt uns nicht allein – Joh 16,32
„Die Stunde kommt, und sie ist schon da, in der ihr versprengt werdet, jeder in sein Haus, und Mich werdet ihr allein lassen. Aber ich bin nicht allein, denn der VATER ist bei Mir.“
Katechese: Auch Jesus erlebte Augenblicke tiefster Verlassenheit, in denen Seine besten Freunde Ihn verließen und er wie ein Verbrecher geächtet und verurteilt wurde. Aber selbst in der Zeit der größten Einsamkeit wusste Jesus sich geborgen in der liebenden Gegenwart Seines VATERS.
Überlegung: Untreue eines Freundes, Ausgrenzung im Berufsleben, Einsamkeit im Alter: Der Himmlische VATER ist immer da. In guten Tagen oft übersehen, wartet er, ohne deswegen beleidigt zu sein, gerade in den schweren Lebensmomenten auf mich, um mich zu trösten und mir Halt zu geben.
Gebet: VATER, wenn die ganze Welt mich verlässt, so bleibst Du doch an meiner Seite. Ganz weit öffne ich Dir meine Herzenstüre: Tritt ein mit Deiner Liebe, Deinem Trost und Deinem Segen. Amen.
– VATER, Herr der Engel – Mt 26,53
„Glaubst du nicht, Mein VATER würde Mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schicken, wenn ich Ihn darum bitte?“
Katechese: Jesus setzte nicht auf Gewaltanwendung. Als die römischen Soldaten Ihn gefangen nahmen und Petrus Ihn mit dem Schwert verteidigen wollte, gebot Jesus ihm mit obigen Worten Einhalt. Jesus fand dazu die Kraft im Gebet zum VATER, der Ihm dann einen Engel sandte, um Ihn in der Todesangst zu stärken. (vgl. Lk 22,43)
Überlegung: Wie oft sind auch wir versucht, mit Gewalt unsere Rechte durchzusetzen. Doch wenn wir auf den VATER im Himmel schauen, dann lernen wir eine andere Kraftquelle kennen. Der VATER schenkt uns die Kraft, treu in der Liebe auszuharren. – Bitte ich Ihn, dass er mir Seine heiligen Engel zur Hilfe senden möge?
Gebet: VATER, Du bist der Herr der himmlischen Heerscharen! Sende uns immer Deine mächtigen heiligen Engel zu Hilfe. Amen.
– Rückkehr zum VATER – Lk 23,46
„Jesus rief laut: VATER, in Deine Hände lege ich Meinen Geist. Nach diesen Worten hauchte er den Geist aus.“
Katechese: Jesus bestand siegreich die größten Torturen. Trotz allem Hass von Seiten der Menschen siegte in Seinem Leben die Liebe, sogar zu Seinen Feinden und Mördern: „VATER, vergib ihnen!“ (Lk 23,34) Jesus verharrte in der Liebe bis zum letzten Augenblick, wo er dann Seinen Geist in die Liebe des VATERS legte. Im Reich des VATERS sind herrliche Wohnungen für all diese vorbereitet, die so lieben, wie Jesus geliebt hat.
Überlegung: Die Todesstunde ist der schwerste Augenblick in jedem Menschenleben. Doch der Tod ist nicht das Ende. Er ist ein Hinübergehen zum VATER. Gerade dann dürfen wir voll Vertrauen auf den Himmlischen VATER blicken, allen von Herzen vergeben und Sein Erbarmen anrufen. – Bete ich um eine gute Sterbestunde?
Gebet: VATER, schon jetzt vertrau ich Dir meine Sterbestunde an. Bewahre mich vor einem unvorhergesehenen, plötzlichen Tod und hilf mir, allen von Herzen zu vergeben. Amen.
– Der VATER schenkt uns Seinen Geist – Lk 24,49
„Ich werde die Gabe, die Mein VATER verheißen hat, zu euch herabsenden. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet.“
Katechese: Diese Worte sagte Jesus, bevor Er zu Seinem VATER in den Himmel zurückkehrte. Auch nach der Himmelfahrt Jesu lässt uns der VATER nicht allein. Durch Jesus sendet Er uns den Hl. Geist. Es liegt an unserer freien Entscheidung, ob wir Ihn aufnehmen wollen oder nicht.
Überlegung: In besonderer Weise empfange ich die Gaben des Heiligen Geistes, wenn ich den Himmlischen VATER im Namen Jesu demütig darum bitte. – Bitte ich den VATER um das Licht und die Kraft des Heiligen Geistes sowie um Seine Gaben: Rat, Stärke, Weisheit, Wissenschaft, Verstand, Gottesfurcht und Gotteshingabe?
Gebet: Himmlischer VATER, im Namen Jesu bitten wir Dich: Gieße Deinen Geist in unsere Herzen ein! Entflamme uns mit Deiner Göttlichen Liebe! Amen.
– Wer ist unser VATER? – Mt 23,9
„Ihr sollt niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer VATER, der im Himmel.“
Katechese: Aus Ehrfurcht vor dem Gottesnamen „Jahwe“ war es den Juden strengstens verboten, diesen Namen auszusprechen. Jesus lehrt uns die Ehrfurcht bereits vor dem Namen „VATER“. Nur Einem gebührt wirklich im vollen Sinn des Wortes dieser Name: unserem VATER im Himmel.
Überlegung: Kein Mensch kann die Rolle des vollkommenen VATERS ausfüllen. Er zeugt zwar das Leben, entstellt aber oft durch Fehler und Schwächen das Bild des Himmlischen VATERS. – Ist es mir möglich, den Himmlischen VATER von meinem irdischen VATER zu unterscheiden?
Gebet: VATER unser im Himmel! Du bist wirklich mein VATER. Du hast mich auf Dich hin geschaffen und unruhig ist mein Herz bis es ruht in Dir! Amen.
– Gott VATER liebt uns von Anfang an – Jer 1,5
„Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.“
Katechese: Die Hl. Schrift schenkt uns eindrucksvolle Bilder der Liebe des VATERS. Da Gottes innerstes Wesen LIEBE ist (1 Joh 4,16), liebt er uns von Anfang an. Die obigen Worte ergingen an den Propheten Jeremia. Er hatte ein sehr schweres Leben, wusste sich aber vom VATER geliebt seit Ewigkeit.
Überlegung: Nicht alle Menschen kommen auf die Welt wie es Gott in Seiner Liebe gewollt hat. Aber jeder darf wissen: Ich bin vom VATER gewollt seit Ewigkeit, bin Sein geliebtes Kind. Auch für mein Leben hat Gott einen wunderbaren Plan, der mich erfüllt und glücklich macht.
Gebet: VATER im Himmel! Du hast mich wunderbar und einmalig gestaltet. Kein Auge auf Erden, kein Fingerabdruck gleicht dem Meinen. Danke, dass Du mich seit Ewigkeit liebst. Amen.
– Gott liebt uns mehr als ein Vater – Hos 11,2-4
„Ich war es, der Efraim gehen lehrte, ich nahm ihn auf meine Arme. … Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich, mit den Ketten der Liebe. Ich war da für sie wie die Eltern, die den Säugling an ihre Wangen heben. Ich neigte mich ihm zu und gab ihm zu essen.“
Katechese: Der Himmlische VATER kümmerte sich voll Liebe um Sein Volk. Er hörte ihr Weinen, befreite sie aus der Sklaverei in Ägypten und versorgte sie in der Wüste mit Nahrung. Er begleitete sie Tag und Nacht im Zeichen einer Wolken- und Feuersäule und schenkte ihnen Geborgenheit und Schutz.
Überlegung: In vielen lebt das falsche Gottesbild, dass sie die Liebe des VATERS durch gute Leistung erkaufen müssen. Andernfalls erwarte sie Verachtung oder Strafe. Andere meinen, Gott hat die Welt erschaffen, aber hat keine Zeit für mich. Doch Gott ist anders als jeder irdische VATER! – Danke ich Ihm für Seine Liebe, die Er mir umsonst schenkt?
Gebet: VATER, Du sorgst für mich. Du liebst mich. Du hast immer Zeit für mich. In allen Gefahren bin ich in Deinen Armen geborgen. Amen.
– Gott liebt uns mehr als eine Mutter – Jes 49,15-16
„Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: Ich vergesse dich nicht. Sieh her: Ich habe dich eingezeichnet in Meine Hände.“
Katechese: Die VATERHÄNDE sind Ausdruck unendlicher Liebe, Zärtlichkeit und Geborgenheit. Gerade in den schwersten Augenblicken des Lebens, in Verlassenheit und Krankheit, ist Er da und hält uns in Seinem liebenden Arm.
Überlegung: Ungewollte Schwangerschaft, Druck von Mitmenschen, Störfaktor im Berufsleben, Einschränkung des Vergnügens usw. können Gründe dafür sein, dass eine Mutter ihr eigenes Kind nie richtig angenommen und geliebt hat oder sogar abtreiben wollte. Das Kind kann ein Leben lang unter Mangel an Liebe und Zuneigung der Mutter leiden. Gott VATER kann uns auch von diesen Verletzungen heilen. Er liebt uns mehr als jede Mutter.
Gebet: Guter VATER, Dir bringe ich die Verwundungen und Verletzungen meines Lebens. Nimm Du mich in Deine Arme und heile mich! Amen.
– Gott liebt uns mehr als ein Bräutigam – Jes 62,5
„Wie der junge Mann sich mit der Jungfrau vermählt, so vermählt sich mit dir dein Erbauer. Wie der Bräutigam sich freut über die Braut, so freut sich dein Gott über dich.“
Katechese: Ein wunderschönes Bild für die Liebe Gottes ist die Liebe des Bräutigams für seine Braut. Mit vielen Geschenken umwirbt uns der VATER: Nicht nur eine Rose, sondern die ganze Schöpfung zeugt von Seiner Liebe zu uns.
Überlegung: Manche fürchten, den Ansprüchen des Geliebten nicht gerecht zu werden und haben Angst, verlassen zu werden. Der VATER jedoch liebt uns, wie wir sind, mit all unseren Grenzen, Fehlern und Eigenarten. – Wie kann ich Seine Liebe erwidern? Habe ich IHM schon gesagt, dass ich IHN auch liebe?
Gebet: Guter VATER, wie schön ist es, Dir ganz zu gehören. Du liebst mich so, wie ich bin. Ich danke Dir und liebe Dich mit meinem ganzen Herzen. Amen.
– Er siegt über Treulosigkeiten – Ez 16,60-63
„Ich will Meines Bundes gedenken, den ich mit dir in deiner Jugend geschlossen habe, und will einen ewigen Bund mit dir eingehen. … Dann sollst du dich erinnern, sollst dich schämen und vor Scham nicht mehr wagen, den Mund zu öffnen, weil ich dir alles vergebe, was du getan hast.“
Katechese: Der VATER ist anders als wir Menschen. Seine Liebe kennt keine Grenzen. Trotz der entsetzlichen Untreue der Menschen kehrt Er uns nicht Seinen Rücken zu, hasst uns nicht und bietet immer wieder Seine Hand zur Versöhnung an.
Überlegung: „Gott hat mir vergeben, doch die Menschen werden mir nicht vergeben!“ sagte ein Verbrecher vor seiner Hinrichtung. Gottes Liebe siegt über die schlimmsten Treulosigkeiten. Wären unsere Sünden auch so zahlreich wie der Sand am Meer, sie werden uns vergeben, wenn wir reumütig zum VATER umkehren.
Gebet: VATER im Himmel! Nicht alle Heiligen haben gut begonnen. Aber alle haben ihr Leben gut beendet. Danke, dass Du uns immer wieder die Chance des Neuanfangs schenkst! Amen.
– Gott gibt selbst das Liebste hin – Joh 3,16-17
„Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er Seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“
Katechese: Der Himmlische VATER schaut aus einer anderen Perspektive auf uns. Er sieht nicht nur 70, 80 Jahre unseres Lebens, sondern die ganze Ewigkeit. Es liegt Ihm so viel daran, uns ewig glücklich zu machen, dass er sogar Seinen Sohn – Jesus – gesandt hat, damit er uns den richtigen Weg in den Himmel zeige.
Überlegung: Wie schmerzlich ist es, wenn der Arzt ein Bein amputieren muss, um das Leben zu retten. So muss unser VATER auch manchmal etwas Schweres von uns verlangen, damit wir die Ewigkeit nicht verlieren. – Bin ich bereit, voller Vertrauen alles aus Seiner Hand anzunehmen?
Gebet: VATER im Himmel, wie schwer fällt es uns, Dir gänzlich zu vertrauen. Nimm alles Misstrauen und alle Zweifel von uns! Amen.
– Der Widersacher Gottes – Joh 8,38.44
„Ich sage, was ich beim VATER gesehen habe, und ihr tut, was ihr von eurem Vater gehört habt. – Ihr habt den Teufel zum Vater… Er war ein Mörder von Anfang an… Er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.“
Katechese: Jesus erklärt Seinen Zuhörern, dass nicht alles vom Himmlischen VATER herkommt. Der VATER ist Leben, Wahrheit und Liebe. Alles Gute kommt von Ihm. Vom Gegenspieler Gottes, dem Satan, dagegen kommen Tod, Lüge und Hass.
Überlegung: Die Existenz des Teufels wird vielerorts geleugnet. Somit finden die Menschen keine Antwort mehr auf das „Warum“ gegenüber Leid und Bosheit. Irrtümlicherweise klagen sie Gott an und machen IHN verantwortlich für alles Böse. Dahinter steht der Teufel selbst, der Vater der Lüge.
Gebet: Jesus, Du zeigst uns den VATER. Bewahre uns vor Täuschung und Betrug des Teufels! Hilf uns, dem Himmlischen VATER zu vertrauen, auch wenn wir nicht alles verstehen können! Amen.
– Ein strafender Gott? – Offb 16,1
„Ich hörte, wie eine laute Stimme aus dem Tempel den sieben Engeln zurief: Geht und gießt die sieben Schalen mit dem Zorn Gottes über die Erde!“
Katechese: Im letzten Buch der Bibel, der Geheimen Offenbarung, hören wir von den Schalen des Zornes Gottes, den die Engel auf die Erde gießen. Es handelt sich aber nicht um die Willkür Gottes, der Lust hat, die Menschen zu quälen. Auch hier ist es die Liebe des VATERS, der den Menschen für die Ewigkeit retten will. Er will, dass alle umkehren von ihren verkehrten Wegen und ewig glücklich werden im Himmel.
Überlegung: „Schreibe, dass ich durch Gewissensbisse zu ihnen spreche. Durch Misserfolge, damit sie zur Besinnung kommen. Durch Leiden, durch Gewitter und Blitz und durch die Stimme der Kirche.“ (Jesus zur hl. Sr. Faustina) Wenn jemand aber nicht hören will, dann überlässt Gott den Sünder sich selbst. Das ist dann gleichsam seine Selbstzerstörung. – Höre ich auf die Stimme Gottes und mache eine gute Gewissenserforschung?
Gebet: VATER, lass uns erkennen, dass Du uns ständig zur Umkehr rufst. Hilf uns, von den schlechten Wegen abzulassen und auf Dich zu hören! Amen.
– Das Datum vom Weltende – Mk 13,32-35
„Jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der VATER. Seht euch also vor, und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. … Seid also wachsam!“
Katechese: Das Ende der Welt kennt in Seiner Allwissenheit nur der VATER. Das persönliche Ende der Welt ist für jeden Menschen seine Sterbestunde. Wir sollen immer dazu bereit und gut vorbereitet sein.
Überlegung: Erwarteter Polsprung, Klimaveränderung, Vorhersagen vom Weltende durch Zeugen Jehovas: Lass dich nicht verwirren! Die Zukunft liegt allein in Gottes Hand. – Wärest du jedoch gut vorbereitet, wenn dich der VATER heute in die Ewige Heimat rufen würde?
Gebet: VATER, ein Tag ist vor Dir wie 1000 Jahre. Wir sind nur wie das Gras, das blüht und verblüht. Aber Du schaffst eine neue, wunderbare Erde, auf der wir einst ewig leben dürfen. Wir danken Dir dafür. Amen.
– Die Gerechtigkeit des VATERS – Mt 25,34
„Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von Meinem VATER gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.“
Katechese: Nach dem Weltuntergang kommt das Weltgericht. Dann werden alle Menschen von Gott gerichtet werden entsprechend ihren Taten. Jesus erinnert uns daran, dass das Kriterium für den Eintritt in den Himmel die gelebte, barmherzige Liebe ist. Für die bösen Menschen wird es keinen Eintritt in den Himmel geben. Auf sie wartet die ewige Verdammnis.
Überlegung: Die Slogans „Alle kommen in den Himmel“ oder „Die Hölle ist leer!“ stimmen nicht mit dem Evangelium überein. Zu Lebzeiten haben wir die Möglichkeit, die Erlösung aus der Hand des VATERS anzunehmen. Wir können sie aber auch abweisen und in unserer Bosheit verharren. – Nehme ich Jesus als meinen Erlöser an?
Gebet: Herr, Du wirst einst kommen zu richten die Lebenden und die Toten. Sei uns dann ein milder Richter und nimm uns auf in Dein Reich. Amen.
– Jesus offenbart den VATER – Lk 10,22
„Mir ist von Meinem VATER alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der VATER, und niemand weiß, wer der VATER ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.“
Katechese: Viele Juden wollten es nicht glauben, als Jesus sagte: „Noch ehe Abraham wurde, bin ich.“ (Joh 8,58). Denn mit diesen Worten offenbarte er Seine Gottheit. Schon vor Seiner Geburt in Bethlehem existierte Er als Gott seit Ewigkeit. Er ist zu uns auf die Erde gekommen, um uns vom Himmlischen VATER zu erzählen und uns den Weg zu IHM zu zeigen.
Überlegung: Die Juden sahen Jesus als einen besonderen Menschen, der mit besonderen Kräften ausgestattet war. Nur wenige von ihnen erkannten Seine Gottheit und glaubten an Ihn und an Seine Worte über den VATER. – Glaube ich fest an Jesus und Seine Botschaft?
Gebet: VATER, da die Welt mit all ihrer Weisheit Dich nicht erkannte, hast du beschlossen, alle die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten (1 Kor 1,21). Schenk uns einen kindlichen Glauben an Dich! Amen.
– Allerheiligste Dreifaltigkeit – Joh 14,8-9
„Philippus sagte zu Jesus: Herr, zeig uns den VATER; das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast Mich nicht erkannt, Philippus? Wer Mich gesehen hat, hat den VATER gesehen.“
Katechese: In diesen Worten verweist Jesus auf das große Geheimnis der Dreifaltigkeit Gottes. Obwohl drei Personen – VATER, SOHN, HL. GEIST – sind sie doch ein einziger Gott. Wer Jesus sieht, sieht gleichzeitig den VATER und den Hl. Geist – nämlich Seine Liebe, Güte und Barmherzigkeit.
Überlegung: Das tiefe Geheimnis der Dreifaltigkeit lässt sich nur bildhaft erklären: sei es mit einem Kleeblatt: Eine Pflanze mit drei Blättern; sei es mit dem Wasser: Es besitzt eine einzige chemische Formel H2O, existiert aber in drei Seinsweisen: Wasser – Eis – Dampf. – Mache ich mit Glauben und Ehrfurcht das Kreuzzeichen?
Gebet: O großer Gott – Du bist eins in Deiner Liebe und neigst Dich uns zu in Deinem Sohn und Geist. Lehre uns, Dich in der WAHRHEIT und im GEIST anzubeten! Amen.
– Einheit Gottes – Joh 17,21
„Alle sollen eins sein: Wie Du, VATER, in Mir bist und ich in Dir bin, sollen auch sie in Uns sein, damit die Welt glaubt, dass Du Mich gesandt hast.“
Katechese: Jesus betet um die Einheit Seiner Jünger. Sie sollen eins sein, wie der VATER und der Sohn eins sind. Das innerste Wesen Gottes ist Liebe. Sie ist so gewaltig groß, dass aus der Liebe des Vaters und des Sohnes die Person des Hl. Geistes hervorgeht.
Überlegung: Ein vergleichbares Bild für die Einheit in Gott ist die Familie. Aus der gemeinsamen Liebe der Eheleute entsteht das Kind. Die Einheit in der Liebe ist eine große Kraftquelle. An dieser Einheit Gottes dürfen wir Christen teilhaben und die Kraft der Liebe Gottes schöpfen.
– Wie trage ich zur Einheit bei, sei es in der Familie, Pfarrgemeinde oder in der zerrissenen Christenheit?
Gebet: VATER im Himmel, wie Du eins bist mit dem Sohn und dem Hl. Geist, so lass auch uns Christen eins sein in Dir, damit die Welt Jesus erkennt, den Du gesandt hast. Amen.
– Gott, der Gute Hirte – Joh 10,14-15
„Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen Mich, wie Mich der VATER kennt und ich den VATER kenne; und ich gebe Mein Leben hin für die Schafe.“
Katechese: Jesus nennt sich selbst den Guten Hirten und offenbart auch hier Seine Gottheit. Dieses Bild war den Juden bekannt aus den Psalmen und beschreibt die liebende, sorgende und schützende Gegenwart des VATERS.
Überlegung: Im Bild des Guten Hirten zeigt sich das wahre Gesicht des VATERS: Er wartet nicht auf den Fehltritt eines Schäfleins, um es zu schlagen, zu bestrafen oder zu töten. Nein, voll väterlicher Sorge geht Er jedem irrenden Menschen nach, ruft nach ihm und sucht ihn. Wenn das Schäflein umkehrt, nimmt er es voller Freude auf Seine Arme. – Höre ich Seine liebevolle Stimme? Flüchte ich mich wieder in Seine Arme?
Gebet: VATER, Du bist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Du stillst mein Verlangen und leitest mich auf rechten Pfaden. Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn Du bist bei mir (Ps 23). Amen.
– Der Barmherzige VATER – Lk 15,20
„Der VATER sah seinen Sohn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.“
Katechese: Das Gleichnis vom verlorenen Sohn erzählte Jesus den selbstgerechten Pharisäern, die daran Anstoß nahmen, dass Jesus voll Liebe öffentliche Sünder annahm und ihnen ihre Sünden vergab. Er zeigt uns somit das Bild der Barmherzigkeit des VATERS. Es gibt keine Schuld, die noch so groß wäre, dass sie nicht Vergebung fände bei Gott, wenn der Mensch reumütig zum VATER zurückkehrt.
Überlegung: Manche Menschen erwarten die Seelenschau, wodurch die Menschen das Elend ihrer Sünden erkennen. Gleichzeitig sollten wir aber um das Vertrauen in die Barmherzigkeit Gottes beten, damit wir bei der Erkenntnis unseres Elends – spätestens in der Todesstunde – nicht verzweifeln. – Bitte ich Gott täglich um Sein Erbarmen?
Gebet: Barmherziger VATER! Du füllst den Abgrund meines Elends auf mit Deiner unendlichen Barmherzigkeit. Lass mich Deine Barmherzigkeit in Ewigkeit lobpreisen. Amen.
– Der VATER als Winzer – Joh 15,1-2
„Ich bin der wahre Weinstock, und Mein VATER ist der Winzer. Jede Rebe an Mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.“
Katechese: Jesus nützt Gleichnisse aus dem Alltagsleben. Die Welt ist der große Weinberg des VATERS, wir aber sind die Rebzweige, die mit Jesus verbunden, gute Früchte der barmherzigen Liebe hervorbringen sollen. Durch das Wort Jesu reinigt uns der VATER, damit wir immer mehr verwandelt werden in Seine Göttliche Liebe.
Überlegung: Kleine Kinder freuen sich nicht immer, wenn sie von der Mama gewaschen werden. Auch uns fällt es schwer, wenn der VATER unser Leben reinigen will. Nehme ich Seine Mahnungen gerne an – sei es durch das Wort Jesu, sei es durch die Kritik guter Menschen? – Nütze ich gerne die Gelegenheit zur hl. Beichte, um meine Seele von Jesus rein waschen zu lassen?
Gebet: VATER, reinige uns durch Dein Wort, damit wir Früchte guter Taten bringen zu Deiner Ehre! Amen.
– Frieden und Sendung – Joh 20,21
„Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie Mich der VATER gesandt hat, so sende ich euch.“
Katechese: Diese Worte sagte Jesus Seinen Jüngern nach der Auferstehung. Er schenkt uns Seinen Frieden, den Er vom VATER bringt, den wir in der Welt nicht finden können, weder in anderen Religionen noch esoterischen Praktiken. Dieser Friede ist das Geschenk der Erlösung, das uns der VATER in Jesus anbietet. Wir sind gesandt, allen diese frohe Botschaft weiterzugeben.
Überlegung: „Wir erlösen uns selbst durch eine Christuskraft, die in jedem Menschen ist! Nach 80 Millionen Wiedergeburten wird es uns gelingen!“ – soweit das Angebot der Esoterik. – Ist es nicht besser, den Menschen von der Erlösung des VATERS im wahren Herrn Jesus Christus zu erzählen? Er schenkt uns schon jetzt den Frieden und einst die Freude der Auferstehung!
Gebet: VATER, Du sendest uns, um anderen Deinen Frieden und Deine Freude zu bringen. Lass uns jede Gelegenheit dazu nützen! Amen.
– Lobpreis Jesu als Bitte – Mt 14,19-20
„Jesus nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten und alle aßen und wurden satt.“
Katechese: So wie Jesus uns beten lehrt, so beginnt auch Er selbst Sein Gebet mit dem Lobpreis. Er bittet nicht um ein Wunder, sondern dankt dem VATER bereits im Voraus für Seine Hilfe. Danach sättigt er 5000 Männer mit ihren Frauen und Kindern.
Überlegung: Womit beginne ich mein Gebet? Danke ich zuerst dem Himmlischen VATER, oder ist mein Gebet ein einziges langes Bitten ohne tiefen Glauben an Seine Hilfe? – Danke ich Ihm auch beim Tischgebet für das tägliche Brot und Seine väterliche Vorsehung?
Gebet: Himmlischer VATER, Du schenkst uns das Brot vom Himmel. Du sättigst uns und sorgst täglich um uns. Wir danken Dir dafür. Amen.
– Danksagung Jesu – Joh 11,41.43
„Jesus erhob Seine Augen und sprach: VATER, ich danke Dir, dass Du mich erhört hast. Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!“
Katechese: Bevor Jesus den toten Lazarus auferweckte, dankte er dem VATER für die Erhörung Seines Gebetes. Danach rief er den Verstorbenen aus dem Grab. Die Auferweckung Lazarus verherrlicht den VATER, der in Jesus uns allen neues Leben schenken will.
Überlegung: In der hl. Taufe schenkt Jesus auch uns das neue Leben als Kinder Gottes. Zuvor waren wir ausgeschlossen vom ewigen Leben, dem Tode verfallen. – Danke ich Gott täglich für die Taufgnade? – Bete ich für diese, die Gott noch nicht kennen, um das Licht des Glaubens an den einen, wahren Gott?
Gebet: Himmlischer Vater, wir danken Dir für das neue Leben in Jesus. Hilf uns, dass unser Leben Deinen Namen verherrliche! Amen.
– Dank Marias – Lk 1,46-49
„Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit Seiner Magd hat er geschaut. … Denn der Allmächtige hat Großes an mir getan, und Sein NAME ist heilig.“
Katechese: Gott hat Maria auserkoren, dem Messias das Leben zu schenken ohne Zutun eines Mannes rein durch das Wirken des Hl. Geistes. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Nach damaliger jüdischer Sitte drohte ihr jedoch die Steinigung, da die Juden dieses Geheimnis nicht kannten. Doch furchtlos lobt Maria den Herrn und dankt Ihm bereits für Sein mächtiges Wirken in der Zukunft.
Überlegung: Jedes Kind ist ein einmaliges Geschenk Gottes. Es gibt für eine Frau keine schönere Aufgabe, als einem Menschen das Leben zu schenken. Doch oft stößt sie dabei auf Ablehnung und Unverständnis. – Helfe ich ihr durch meinen Beistand und mein Gebet, damit sie Gott für ihr Baby dankt und auf Seine Vorsehung vertraut?
Gebet: Allmächtiger Gott, Du hast Großes an Maria getan. Wir danken Dir für Maria, die seit Anfang an Deinen Sohn voller Zuversicht und Dankbarkeit angenommen und geliebt hat. Amen.
– Dank Zacharias’ für die Erlösung – Lk 1,68
„Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat Sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen; er hat uns einen starken Retter erweckt im Hause Seines Knechtes David.“
Katechese: Zacharias wusste als Priester des Volkes Israel um die große Schuld des Volkes und dass die damals üblichen Tieropfer diese Schuld nicht tilgen konnten. Nun erfuhr er voller Freude vom Kommen des Messias, des Erlösers, der diese Schuld hinweg nimmt. Sein Dank an den Himmlischen Vater fand Widerhall in seinem Lobpreis des „Benediktus“.
Überlegung: Wir brauchen uns nicht selbst erlösen. Jesus, der Retter ist da und ich darf Ihm meine Schuld abgeben durch mein reuevolles Bekenntnis, am besten in der hl. Beichte. Danke ich dem VATER täglich für die Gnade der Erlösung, dass Er mich in Jesus der Macht Satans und der Sünde entreißt?
Gebet: VATER, mit großer Blindheit sündigen wir täglich und nehmen die Erlösung als selbstverständlich an. Schenke uns ein dankbares und reuevolles Herz. Amen.
– Dank Simeons für das Heil – Lk 2,29-32
„Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“
Katechese: Jahrtausende wartete das Volk Israel sehnsüchtig auf den Messias. Jahrtausende sehnten sich die Verstorbenen im Scheol (= Vorhimmel / Totenreich) auf ihre Aufnahme in den Himmel. Voller Freude und Dankbarkeit erkennt der greise Simeon, dass in Jesus das Ewige Heil gekommen ist. Nun kann er ruhig sterben, denn Jesus öffnet den Verstorbenen das verschlossene Paradies.
Überlegung: Nur wenige Menschen denken an ihren Tod. In ihrem Unglauben verdrängen sie diesen Gedanken durch verschiedene Ablenkungen. Sollten wir nicht auch wie Simeon dem VATER danken für das Heil, das uns Jesus bringt, und sehnsüchtig das Kommen Jesu erwarten?
Gebet: VATER, Du hast uns den Heiland gesandt, der wirklich Heil in unser Land bringt. Wir danken Dir für unsere Hoffnung auf das Ewige Leben. Amen.
– Besiegung Goliats durch Lobpreis – 1 Sam 17,45-46
„David antwortete dem Philister Goliat: Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im NAMEN des Herrn der Heere, … den du verhöhnt hast. Heute wird dich der Herr mir ausliefern. … Alle Welt soll erkennen, dass Israel einen Gott hat.“
Katechese: Die Macht des Lobpreises zeigte sich bereits im Leben Davids. Der kriegerische Stamm der Philister bedrohte die Israeliten, die aus Angst vor ihnen fast vergingen. Doch der junge Hirtenbub David vertraute auf das mächtige Eingreifen des Lebendigen Gottes: Er lobte und pries den NAMEN Gottes und besiegte mit seinem großen Gottvertrauen den Riesen Goliat.
Überlegung: Viele Psalmen, die David verfasst hat, zeugen von einem Leben voll inbrünstigem Lobpreis und tiefem Gottvertrauen. In ihnen dankt er dem VATER für alle Wundertaten, die Er in der Mitte des Volkes vollbrachte. – Könnte ich einen Psalm in der Bibel aufschlagen und mit diesen Worten den Himmlischen Vater loben und preisen?
Gebet: Herr, Du erlöst mich von allem Unheil und rettest mich am Tag der Not. Darum danke ich Dir und lobe Deinen Namen (vgl. Sir 51,12). Amen.
– Siebentägiger Lobpreis bei Jericho – Jos 6,2-5
„Sieh her, ich gebe Jericho …in deine Gewalt. Ihr sollt mit allen Kriegern um die Stadt herumziehen und sie einmal umkreisen. Das sollst du sechs Tage lang tun. ... Am siebten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt herumziehen, und die Priester sollen die Hörner blasen. … Darauf wird die Mauer der Stadt in sich zusammenstürzen.“
Katechese: Josua setzte nicht auf seine Kriegskünste, sondern auf das Eingreifen Gottes. Voll Glauben an Gottes Verheißung umzog er mit den Menschen die Stadt Jericho. Sieben Tage lang priesen und lobten sie dabei Gott für den kommenden Sieg, der dann auch tatsächlich eintrat.
Überlegung: Könnte ich Gott loben mit Instrumenten, Gesang und Prozessionen? Könnte ich mit einer Novene (= neun Tage) Gott danken, dass er mein Anliegen so erhört, wie er weiß, dass es gut für mich ist?
Gebet: Herr, auch wir wollen in allen Lebenslagen betend und flehend unsere Bitten mit Dank vor Dich bringen (vgl. Phil 4,6). Amen.
– Lobpreis im Gefängnis – Apg 16,24-26
Der Gefängniswärter warf Paulus und Silas „in das innere Gefängnis und schloss zur Sicherheit ihre Füße in den Block. Um Mitternacht beteten Paulus und Silas und sangen Loblieder; und die Gefangenen hörten ihnen zu. Plötzlich begann ein gewaltiges Erdbeben, so dass die Grundmauern des Gefängnisses wankten. Mit einem Schlag sprangen die Türen auf, und allen fielen die Fesseln ab.“
Katechese: Wegen ihres Glaubens an Jesus Christus wurden Petrus und Silas ins Gefängnis geworfen. Doch anstatt entmutigt zu sein, priesen sie den Herrn mit ihren Lobliedern sogar im Gefängnis.
Überlegung: Aus der Todeszelle im KZ – Auschwitz drangen nicht die gewohnten Verzweiflungsschreie und Flüche, als der hl. Maximilian Kolbe dort verhungerte. Einstimmend in seine Loblieder fanden alle Todeskandidaten Trost. – Wie reagiere ich, wenn ich für meinen Glauben leiden muss oder dafür verspottet werde? Lobe ich Gott auch im Leid?
Gebet: Herr, oft jammern und klagen wir bei Schicksalsschlägen und im Leid. Schenk uns dann im Lobpreis Trost und Kraft! Amen.
– Lobpreis der Heiligen im Himmel – Offb 15,2-4
„Die Sieger… sangen: Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr, Gott und Herrscher über die ganze Schöpfung. … Wer wird Deinen Namen nicht preisen? Denn Du allein bist heilig: Alle Völker kommen und beten Dich an.“
Katechese: In der Geheimen Offenbarung des hl. Johannes dürfen wir einen kleinen Blick in den Himmel werfen. Alle, die mit Jesus gelebt und in Ihm und für Seinen Namen gestorben sind, erleben eine unwahrscheinlich große Freude im Himmel. Sie sehen Gott in Seiner Herrlichkeit und loben ihn ohne Ende.
Überlegung: Ein traumhaftes Musikstück lässt die Menschen in heftiges Applaudieren ausbrechen. Dies ist ein winziges Bild für das, was uns im Himmel erwartet, wenn wir Gottes Antlitz sehen und im Lobpreis jubeln. – Freu ich mich darauf einst Gott schauen zu dürfen?
Gebet: Herr, Du bist groß und wunderbar. Schenke auch uns die Gnade, dass wir Dich einst ewig im Himmel preisen dürfen! Amen.
– Anbetung der Engel – Jes 6,1-3
„Ich sah den Herrn. Er saß auf einem hohen und erhabenen Thron. … Serafim standen über ihm. … Sie riefen einander zu: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere. Von Seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt.“
Katechese: Dem Propheten Jesaja war das Glück beschieden, dass er dem Lobpreis der heiligen Engel im Himmel hören durfte. Ihr Lobpreis geht bereits über in tiefste Anbetung. Die Anbetung erschließt uns das Innerste der Herrlichkeit Gottes. Es ist das unaussprechliche Glück des Einsseins mit dem über alles geliebten Gott, der selbst die Liebe ist.
Überlegung: Wir beten den Lobpreis bei jeder hl. Messe: „Heilig, heilig, heilig, Gott aller Mächte und Gewalten! Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit!“ – Die tägliche Anbetung schenkt unserem Leben einen neuen, tiefen Sinn. Könnte ich gemeinsam mit meinem Schutzengel Gott anbeten?
Gebet: O Gott, Du bist dreimal heilig! Mit allen Engelchören stimmen wir ein in den Lobpreis Deiner Herrlichkeit: Heilig, Heilig, Heilig! Amen.
– Die Engel loben Gott allein – Tob 12,6
Der Engel Rafael sagte: „Preist Gott, und lobt Ihn! Gebt Ihm die Ehre, und bezeugt vor allen Menschen, was er für euch getan hat. Es ist gut, Gott zu preisen und Seinen NAMEN zu verherrlichen und voll Ehrfurcht Seine Taten zu verkünden. Hört nie auf, Ihn zu preisen.“
Katechese: Der Erzengel Rafael wurde von Gott gesandt, um den jungen Tobias auf seiner gefährlichen Reise zu begleiten. Er bewahrte ihn vor Unglück, heilte seine Braut von dämonischer Umsessenheit und seinen Vater von Blindheit. Als die Familie ihm dafür danken wollte, lehnte er dies strikt ab. Er ermahnte sie jedoch, Gott als den Urheber alles Guten zu loben und Zeugnis davon abzulegen.
Überlegung: Unsere Engel schauen stets das Antlitz Gottes (vgl. Mt 18,10). Sie sind ständig im Lobpreis Gottes versunken, erkennen im Lichte Gottes aber sofort unsere Not und eilen uns zu Hilfe. – Stimme ich gerne mit ein in den unablässigen Lobpreis Gottes der heiligen Engel? – Gebe ich vor anderen Zeugnis von der Hilfe meines Schutzengels?
Gebet: VATER, Herr der Himmlischen Heerscharen. Wir danken Dir für den heiligen Schutzengel. Mit ihm wollen wir Dich loben und preisen. Amen.
– Unsinnige Prahlerei – Jes 10,15
„Prahlt denn die Axt gegenüber dem, der mit ihr hackt, oder brüstet die Säge sich vor dem, der mit ihr sägt? Das wäre, wie wenn der Stock den Mann schwingt, der ihn hochhebt, oder wie wenn der Knüppel den hochhebt, der nicht aus Holz ist.“
Katechese: Wir Menschen sind sehr kurzsichtig. Wir sehen die wunderbare Wirkung, vergessen aber Gott, der uns das Wollen und Vollbringen schenkt (vgl. Phil 2,13). Ohne Gott können wir wirklich nichts Gutes tun (vgl. Joh 15,5). Aber alles können wir in Jesus, der uns stets die Kraft für das Gute gibt (vgl. Phil 4,13). So gebührt alle Ehre nur dem Herrn.
Überlegung: Die kleine hl. Therese sah sich selbst als „Besen“ Gottes. „Wenn Er ihn benötigt, nimmt er ihn aus der Ecke und vollbringt große Taten. Wenn die Arbeit vollbracht ist, wird der Besen von Gott wieder in die Ecke gestellt.“ – Bin ich bereit Gott als Werkzeug zur Verfügung zu stehen?
Gebet: Herr, lass uns dieses nie vergessen: Wenn nicht Du das Haus baust, müht sich jeder umsonst, der daran baut. Wenn nicht Du die Stadt bewachst, wacht der Wächter umsonst (vgl. Ps 127,1). Amen.
– Ehre sei Gott in der Höhe – Lk 2,13-14
„Plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen Seiner Gnade.“
Katechese: Die Engel, die den Hirten von Bethlehem die Geburt des Messias verkündeten, lobten Gott für dieses große Ereignis: Für den Beginn des Sieges der Liebe Gottes über den Hass in der Welt. Zugleich zeigen sie, wie wir den wahren Frieden finden können: Alle, die Gott die Ehre geben und nicht mehr um die eigene Ehre streiten, werden den tiefen Frieden Gottes erfahren.
Überlegung: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden den Menschen auf Erden!“ beten oder singen wir bei jeder Sonntagsmesse. – Ehre ich Gott durch mein Leben oder kämpfe ich noch um meine eigene Anerkennung und werde sofort traurig oder ärgerlich, wenn ich von anderen nicht gelobt oder bemerkt werde? – Danke ich Gott für alles?
Gebet: VATER, nicht uns bring zu Ehren, sondern Deinen Heiligen NAMEN (vgl. Ps 115,1). Uns aber schenke Deinen tiefen Frieden! Amen.
– Gotteslob für alles Gute – Mt 5,16
„So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“
Katechese: In der Bergpredigt ruft uns Jesus auf, die Augen auf den VATER zu richten, der alles Gute bewirkt. Jesus selbst wirkte in der Kraft des VATERS viele Wunder: Er heilte Kranke, trieb Dämonen aus, weckte Tote auf. Dafür lobten die Juden aber nicht Jesus, sondern den VATER im Himmel, der Ihm als Mensch eine solche Vollmacht verliehen hat (vgl. Mt 9,8).
Überlegung: Auch die Heiligen sahen sich nur als Werkzeuge der Liebe Gottes an. Sie zeigten immer wieder auf Gott, dem allein das Lob gebührt. – Verlange ich noch nach dem „Weihrauch“ des menschlichen Lobes für mich oder gebe ich das Lob der Menschen an Gott weiter? – Bin ich mir bewusst, dass Gott alles Gute in mir bewirkt?
Gebet: VATER, Du bist immer noch am Werk und wir dürfen Deine Werkzeuge sein. Gib uns den Mut und die Kraft Dir alle Ehre abzugeben, die wir erhalten! Amen.
– Ehrsucht verhindert Glauben – Joh 5,44
„Wie könnt ihr zum Glauben kommen, wenn ihr eure Ehre voneinander empfangt, nicht aber die Ehre sucht, die von dem einen Gott kommt?“
Katechese: Viele angesehene Juden wagten es aus Menschenfurcht nicht, sich zu den Jüngern Jesu zu zählen. Die Ehre in den Augen der Menschen war ihnen wichtiger als die Ehre, Kinder Gottes zu werden. Nikodemus, einer von der hohen Priesterklasse, suchte Jesus nur heimlich in der Nacht auf, damit niemand es merke. Demütige Menschen, die sich nicht um das Gerede der Menschen kümmerten, folgten Jesus nach.
Überlegung: Die Moslems legen ihren Gebetsteppich aus, um Allah zu loben, egal was die Menschen von ihnen denken. – Wage ich mich im Beisein anderer Menschen Gott zu danken, zum Beispiel beim Tischgebet im Gasthaus? – Bekenne ich mich zu Jesus in der Öffentlichkeit?
Gebet: VATER, oft verleugnen wir aus Menschenfurcht den Glauben an Dich und machen faule Kompromisse. Stärke unseren Glauben, damit wir immer bereit sind, Dich zu loben, auch wenn wir dafür verspottet werden. Amen.
– Gotteslob wider den Mainstream – Lk 6,26
„Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.“
Katechese: Jesus erinnert in den Seligpreisungen daran, dass für uns Christen andere Werte wichtig sind, nämlich die Verherrlichung Gottes und das Leben nach Seinen Geboten. Es gab aber immer wieder Propheten, die den Menschen nach dem Mund redeten und ihnen schmeichelten, nur um ihre Gunst zu gewinnen. Jesus dagegen verkündete den Menschen mutig die unbequeme Wahrheit.
Überlegung: Die Welt lobt die ihren, aber nicht Gott. Die anderen werden ausgegrenzt, geächtet, getötet. – Suche ich zuerst die Verherrlichung Gottes, indem ich mutig zu meinen christlichen Überzeugungen stehe oder suche ich noch faule Kompromisse? – Sage ich immer mutig die Wahrheit und vermeide jegliche Notlüge?
Gebet: VATER, schütze mich davor, den Menschen zu schmeicheln, nur um ihre Gunst zu gewinnen. Gib mir Kraft, für Deinen Namen auch Schweres zu ertragen und Dich so durch mein Leben zu lobpreisen! Amen.
– Dankbarkeit für Hilfe – Lk 17,15-16
Einer von den Aussätzigen „kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte Ihm. Dieser Mann war aus Samarien.“
Katechese: Zu Jesus kamen zehn Aussätzige und flehten um ihre Heilung. Nur einer von ihnen, dazu ein Samariter, von einem Volksstamm, der von den Juden verachtet wurde, kehrte zurück, um Gott für die Gesundheit zu danken und in Ihm Gott anzubeten.
Überlegung: „Die Not lehrt beten“, sagt ein Sprichwort. Sobald die Not an die Tür klopft, wird der ganze Himmel bestürmt. Wenn Gott uns in Seiner Huld beschenkt, wer denkt dann noch ans Danken? Der hl. Vinzenz Pallotti machte sich zur Gewohnheit Gott ebenso lange zu danken, wie er Ihn um Gnaden gebeten hat. – Danke ich dem VATER innig für jede Gnade: Für meine Familie, Arbeit, Gesundheit usw.?
Gebet: Herr, Du erhörst immer jedes Gebet, wenn auch oft anders als ich es erwartet habe. Voll Ehrfurcht werfe ich mich vor Dir nieder und danke Dir für all Deine Hilfe! Amen.
– Löchriger Geldbeutel – Mt 6,2
„Wenn du Almosen gibst, lass es nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus lädt uns ein, durch Almosengeben Schätze für den Himmel zu sammeln. Doch wenn das Motiv unseres Gebens nicht die Ehre Gottes allein ist, sondern wir von den Menschen Lob dafür erwarten, dann haben wir mit dem Lob unseren Lohn bereits erhalten.
Überlegung: Jedes menschliche Lob, das wir für unsere guten Taten erwarten, reißt ein Loch in den „Geldbeutel“, mit dem wir Verdienste für den Himmel sammeln. – Ist mir bewusst, dass empfangene Ehre von Menschen bewirkt, dass man mit leeren Händen vor Gott erscheint? Sollte ich als Verwalter der Güter Gottes auf Erden meine Liebespflicht nicht in Bescheidenheit und Demut erfüllen?
Gebet: Vater im Himmel hilf uns, unser Almosen so zu geben, dass die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut. Denn Du siehst und vergiltst das Verborgene, das wir aus Liebe zu Dir und zu Deiner Ehre tun. Amen.
– Fasten zur Ehre des Vaters – Mt 6,16
„Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus selbst fastete 40 Tage und 40 Nächte, aber nicht um sich bei den Menschen wichtig zu machen, sondern um Kraft für Seine Mission zu schöpfen. Nach der Fastenzeit kehrte Er mit der Kraft des Hl. Geistes erfüllt aus der Wüste zurück und verherrlichte den Vater in allem, bis zu Seinem Tod am Kreuz.
Überlegung: Viele Heilige suchten Gott durch Fasten und Beten. – Was ist mein Fastenmotiv? Will ich von den Menschen bemerkt und bewundert werden? Faste ich nur um der Figur willen? Oder faste ich allein zur Ehre Gottes, um Gott damit zu verherrlichen und geistige Kraft zu schöpfen? Danke ich Gott dafür, wenn ich fasten kann?
Gebet: VATER im Himmel, schenke mir den Geist des wahren Fastens im Verborgenen, allein zu Deinem Ruhm und Deiner Ehre! Amen.
– Gebet zur Ehre des Vaters – Mt 6,5
„Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus spricht hier diese Menschen an, die in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete verrichten, um von den Menschen dafür bewundert zu werden. Doch ihr Herz ist weit weg von Gott. Noch verwerflicher wird das Gebet, wenn jemand in Selbstgerechtigkeit sich selbst vor Gott lobt, den Nächsten aber verurteilt. Jesus warnt eindringlich vor dieser verlogenen Haltung der Heuchelei.
Überlegung: Wie sieht mein Gebet aus? Ist meine Teilnahme an der Eucharistiefeier wirklich Danksagung an Gott oder nur aus Tradition, um Menschen zu gefallen? Habe ich zuhause eine Gebetsecke, wo ich täglich im Verborgenen mit Gott innige Zwiesprache halte und Ihn lobe und preise? Verwandle ich jegliche Kritik in ein Stoßgebet?
Gebet: Himmlischer VATER, lass den Schall meiner Gebete nicht nur bis zur Zimmerwand dringen, sondern lass es wie Weihrauch zu Dir aufsteigen allein zu Deiner Ehre! Amen.
– Nur im Kreuz ist unser Ruhm – Gal 6,14
„Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.“
Katechese: Paulus könnte sich seiner besonderen Herkunft, Privilegien und Ausbildung rühmen. Doch er weiß: All das ist nichts in den Augen des Herrn. Unser Ruhm ist der Erlösertod Jesu am Kreuz: „Durch Seine Wunden sind wir geheilt.“ (1 Petr 2,24) Jesus hat den Lösepreis für unsere Sünden bezahlt und uns losgekauft aus der Sklaverei des Satans. Der Segen Gottes wird uns zuteil in der Taufe.
Überlegung: Habe ich Jesus schon einmal für Sein Leiden und Sterben am Kreuz gedankt? Küsse ich mit Ergriffenheit und Dankbarkeit das Bildnis des Gekreuzigten? Hat das Kreuz Jesu einen Ehrenplatz in meiner Wohnung?
Gebet: Vater, wir preisen Dich für das Erlöserleiden Deines Sohnes. Hilf uns, in der Welt als Deine Kinder zu leben und stets dem Kreuz Jesu treu zu sein. Amen.
– Tut alles zur Ehre Gottes – 1 Kor 6,20; 10,31
„Ihr gehört nicht euch selbst; denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib! Ob ihr also esst oder trinkt oder etwas anderes tut: Tut alles zur Verherrlichung Gottes!“
Katechese: Seit der Taufe ist unser Leib Wohnung des Hl. Geistes. Unsere Seele soll sich von Ihm erfüllen lassen, von Seiner Göttlichen Liebe. Diese Liebe soll unser Leben steuern und nicht schlechte Triebe, Leidenschaften und böse Begierden. Dann gilt, was der hl. Irenäus sagte: Die Ehre Gottes ist der lebendige Mensch.
Überlegung: Wenn wir vor dem Sarg eines Verstorbenen stehen, dann wird offenbar, ob dieses Leben eine Verherrlichung Gottes dargestellt hat oder nicht. Kardinal Meisner sagte einmal, man soll so leben, dass die Menschen bei der Beerdigung merken, dass der Verstorbene eine Lücke hinterlässt. – Bitte ich Jesus um die Gnade, dass mein Leib wirklich Werkzeug Seiner Liebe und Seiner Ehre ist?
Gebet: Herr, Du rufst uns zu Maßhalten und Ordnung in all unserm Tun, um so den VATER zu verherrlichen. Schenk uns Selbstbeherrschung und Liebe! Amen.
– Lästerung des Namens Gottes – Röm 2,24
„In der Schrift steht: Euretwegen wird unter den Heiden der Name Gottes gelästert.“
Katechese: Der hl. Paulus ermahnt die ersten Christen zu einem authentischen Christenleben. Wenn das Licht Christi durch unser Leben andere Menschen erfasst, dann wird somit der Name Gottes verherrlicht. Wenn jedoch Menschen Anstoß nehmen an Skandalgeschichten mancher Christen, dann bewirkt ihr Leben die Lästerung des Namens Gottes unter den Menschen.
Überlegung: Die ersten 300 Jahre wurden die Christen grausam verfolgt. Doch dank ihrem lebendigen Glaubenszeugnis wurde das Christentum nicht vernichtet, sondern schließlich zur Staatsreligion im römischen Reich. – Wie kann ich die Lauheit im Glaubensleben überwinden und so zur Verherrlichung Gottes beitragen? – Zeugt mein Familien- und Berufsleben davon, dass ich Jesus Christus kenne und Ihn liebe?
Gebet: Herr, schon zu viele haben Dir den Rücken zugekehrt, weil wir Christen ein schlechtes Beispiel gegeben haben. Schenke uns Reue und Umkehr! Amen.
– Lobpreis durch Treue – Joh 12,27-28
„Jetzt ist Meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette Mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche Deinen Namen!“
Katechese: Jesus bittet den VATER nicht um Rettung vor dem bevorstehenden Leiden und Sterben. Denn er wusste darum, dass der Satan als Beherrscher der Welt nur durch sein geduldig ertragenes Leiden besiegt werden konnte. Er bittet deshalb den VATER um den Sieg der Liebe Gottes über den Hass des Satans. Überall wo die Liebe siegt, siegt Gott und wird somit verherrlicht.
Überlegung: Die Verherrlichung Gottes geschieht nicht nur in den guten Tagen des Lebens, sondern besonders dann, wenn unsere Liebe auf die Probe gestellt wird, sowohl in Gesundheit wie in Krankheit. – Bitten wir den Herrn, dass wir Ihn verherrlichen durch unsere Treue in der Liebe bis zum Tod? – Bitte ich Gott um Vergebung für jede Lieblosigkeit?
Gebet: Herr, oft ist es nicht leicht, Christ zu sein. Hilf allen Leidenden, dass sie Dir die Treue halten und so Dich verherrlichen! Amen.
– Lobpreis durch Nachfolge Christi – Joh 15,8
„Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und Meine Jünger werdet.“
Katechese: Jesus vergleicht sich selbst mit einem Weinstock, den Vater mit dem Winzer. Wir sind Rebzweige an diesem Weinstock. Die Früchte, auf die der Vater als „Winzer“ wartet sind die „Trauben“ der Liebe. Es geht aber nicht um irgendeine Liebe. Als Jünger Jesu sollen wir so lieben, wie Er geliebt hat. Diese Liebe schließt niemanden aus. Sie zeigt sich im Vergeben und Segnen auch den schlimmsten Feinden gegenüber.
Überlegung: Wir verwechseln die Liebe oft mit Egoismus und beschränken sie auf unsere Familie und Freunde. Doch damit zeichnen sich die Christen nicht aus. – Könnte ich heute jemandem, der mir unsympathisch ist, ein Zeichen der Liebe Jesu schenken durch einen Gruß oder ein Lächeln? – Bitte ich Jesus um Kraft dazu?
Gebet: VATER, lass mich ein Werkzeug Deiner Liebe werden, dass ich Liebe bringe, wo Hass ist! Gib mir immer Deine Kraft dazu! Amen.
– Lobpreis durch gelebte Liebe – Apg 4,32
„Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam.“
Katechese: Das Erkennungsmerkmal der ersten Christen war ihre Liebe zueinander. Sie ahmten Jesus in der Ausübung des Liebesgebots so sehr nach, dass sie von den Menschen „Christen" (Apg 11,26) genannt wurden. Sie verkauften alles, was sie besaßen und teilten es so untereinander auf, dass niemand Not zu leiden brauchte.
Überlegung: Echte Liebe muss wehtun! pflegte die hl. Teresa von Kalkutta zu sagen. Ein Kind nahm dies ernst, verzichtete wochenlang auf Zucker und brachte diese Tüte Zucker den Hungernden. – Mit welcher Liebestat kann ich zur Verherrlichung des Namens Gottes beitragen? – Gibt es in meiner Nähe jemanden, der Not leidet und meine Hilfe bräuchte, vielleicht durch ein aufmunterndes Wort?
Gebet: Der Name des Herrn sei gepriesen von nun an bis in Ewigkeit. Vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang sei der Name des Herrn gelobt! (vgl. Ps 113) Amen.
– Lobpreis durch Einmütigkeit – Apg 2,46
„Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Einfalt des Herzens.“
Katechese: Wahre Liebe untereinander zeigt sich in der Einheit. Um diese Einheit Seiner Jünger hat Jesus bereits früher zum VATER gebetet. Denn sie legt Zeugnis ab für das Wirken Gottes, verherrlicht so den VATER und bewegt andere dazu, an die Liebe Jesu zu glauben. Diese Einheit kennzeichnete die ersten Christen.
Überlegung: Die Einheit in der Liebe verlangt Verzicht auf Parteilichkeit und Unterordnung unter eine Leitung. Jesus hat als Garanten für die Einheit den Petrus und somit Seine Stellvertreter eingesetzt. – Höre ich auf die Stimme des Papstes? Bete ich um Licht und Kraft für ihn? – Wen sollte ich schon längst um Verzeihung bitten?
Gebet: VATER, wir Christen verhalten uns oft wie kleine Kinder, die furchtbar miteinander streiten. Schenke uns Liebe und Einheit! Amen.
– Lobpreis durch Gaben – 1 Petr 4,10-11
„Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat. Wer redet, der rede mit den Worten, die Gott ihm gibt; wer dient, der diene aus der Kraft, die Gott verleiht. So wird in allem Gott verherrlicht durch Jesus Christus.“
Katechese: In der Kirche – dem Ort der Gegenwart des Hl. Geistes – hat Gott jedem verschiedene Gaben geschenkt. Mit diesen Gaben ergänzen die Christen sich gegenseitig im Aufbau des Reiches der Liebe Gottes auf Erden: Zu Seiner Verherrlichung säen die einen aus, andere begießen die Saat, wieder andere ernten die Früchte der Liebe.
Überlegung: Die hl. Bernadette bedankte sich bei Gott in ihrem Testament für die Gabe ihrer Dummheit und Schwäche. Doch gerade diese ihre Demut erlaubte es Gott, in Fülle durch sie zu wirken. – Nütze ich meine Gaben zur Ehre des Herrn? Danke ich Gott für meine Gaben?
Gebet: Herr, lass uns nicht nur nach großen Gnadengaben verlangen, sondern gerade in den einfachen und schlichten Gaben Deine Liebe in die Welt hineintragen und Dich dadurch verherrlichen! Amen.
– Hat mein Leben einen Sinn? – Mt 6,10
„Dein Reich komme!“
Katechese: In dieser VATER-Unser-Bitte zeigt uns Jesus den tiefen Sinn unseres Lebens: Das endgültige Kommen des Reiches Gottes, das wir auch schlicht und einfach Himmel oder Paradies nennen. Jesus erteilt damit eine Absage jeglichem Denken an eine Reinkarnation und einer Selbstauflösung im Nirwana. So wie er selbst von den Toten auferstanden ist, so wird er auch uns von den Toten erwecken. Sein Reich beginnt schon mit Seiner Gegenwart auf Erden. Er selbst hat den Keim des Gottesreiches in der Kirche gelassen, in Seinem Wort und Sakrament.
Überlegung: Der hl. Pfarrer von Ars sagte dazu schlicht: „Es gibt viele Christen, die nicht einmal wissen, wofür sie auf Erden sind: ‚Warum, mein Gott, hast Du mich in diese Welt gesetzt?’ – ‚Um dich zu erlösen.’ – ‚Und warum willst Du mich erlösen?’ – ‚Weil ich dich liebe.’“
Gebet: Vater im Himmel, die Heiligen haben sich nach Deinem Reich gesehnt. So rufen wir mit ihnen: Maranatha! Komm bald, o Herr! Amen.
– Der Himmel ist offen! – Apg 7,55-56
Stephanus, „erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.“
Katechese: Der Himmel ist offen! Es geht hier nicht um einen wolkenlosen Tag, an dem die Sonne scheint. Stefanus durfte einen Blick in das verborgene Reich Gottes werfen, das durch die Erbsünde der ersten Menschen – d.h. ihren Ungehorsam der Ordnung Gottes gegenüber – verschlossen war. Doch Jesus, unser Erlöser, hat uns den Himmel, das Reich des Vaters, wieder geöffnet.
Überlegung: Der Himmel ist offen für alle, die an Jesus glauben, sich taufen lassen und in guten und in schlechten Tagen in der Liebe Jesu ausharren. – Bitte ich Jesus darum, dass er meinen Glauben stärke?
Gebet: Jesus, danke, dass Du uns den Himmel wieder geöffnet hast. Richte meinen Sinn mehr auf das Himmlische als auf das Irdische! (Kol 3,2) Amen.
– Der Himmel ist unvorstellbar schön – 1 Kor 2,9
„Wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben.“
Katechese: Diese Worte stammen vom hl. Paulus, der bereits zu Lebzeiten in den dritten Himmel entrückt wurde (vgl. 2 Kor 12,2-3). Der Glaube an die Ewigkeit beflügelte ihn, trotz aller Gefahren und Leiden, den Menschen diese frohe Botschaft Jesu weiterzugeben. Alle Leiden erachtete er für nichts im Vergleich mit dieser Herrlichkeit, die im Himmel auf ihn wartet. Sie wird allen zuteil, die Gott lieben.
Überlegung: Der hl. Pfarrer von Ars sagte: „Die Erde ist wie eine Brücke, um über das Wasser zu gelangen. Sie dient nur dazu, unsere Füße zu tragen.“
– Ist mir bewusst, dass die Erde nur eine Durchgangsstation ist? – Halte ich immer wieder inne und denke an das kommende, wunderbare Reich des VATERS, an den Himmel?
Gebet: In den Himmel will ich kommen. Fest hab ich’s mir vorgenommen: Mag’ es kosten was es will, für den Himmel ist mir nichts zuviel! Amen.
– Lass dich nicht verwirren! – Joh 14,1-2
„Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?“
Katechese: Jesus warnt uns vor Verwirrung und Unglauben. Die Menschenseele ist unsterblich. Der Tod ist nicht das Ende. Er ist Beginn des neuen, ewigen, glücklichen Lebens im Reich des Himmlischen Vaters.
Überlegung: Die Verwirrung ist heute voll im Gange: Die einen glauben an die Reinkarnation und kehren zu heidnischen oder esoterischen Selbsterlösungspraktiken zurück. Andere meinen, mit dem Tod sei alles aus und verdrängen den Gedanken an ihren Tod bis ins hohe Alter. – Glaube ich Jesus und Seinem Wort? – Vertiefe ich meinen christlichen Glauben durch gute Vorträge und Schriften?
Gebet: VATER, stärke unseren Glauben und bewahre das einst christliche Europa davor, wieder ins Heidentum zurückzufallen! Amen.
– Unsere Heimat ist im Himmel – Phil 3,20-21
„Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dorther erwarten wir Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt Seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann.“
Katechese: Die ersten Christen glaubten daran, dass sie nur Fremde und Pilger auf Erden sind. So verkauften sie Hab und Gut, lebten in christlicher Gemeinschaft und warteten täglich auf das Kommen Jesu.
Überlegung: „Wir sind die Welt – wir sind ihre Kinder!“ ist der Text eines bekannten Schlagers. Durch den Wohlstand haben viele den Blick auf den Himmel verloren und leben als richtige Weltmenschen. Andere bekriegen sich gegenseitig um die Güter dieser Welt. – Ist mir bewusst, dass meine Heimat im Himmel ist? Könnte ich zu einem Wallfahrtsort pilgern, um mir bewusst zu machen, dass ich als Pilger unterwegs in die Ewige Heimat bin?
Gebet: Herr, hilf uns, dass die Sorgen des Alltags uns nicht verwirren und Dein Kommen uns nicht plötzlich überrascht! (vgl. Lk 21,34) Amen.
– Geburtsstunde für den Himmel – Joh 14,3
„Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu Mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.“
Katechese: Mit diesem Wort verspricht Jesus, uns in der Sterbestunde in das Reich des Himmlischen Vaters heimzuholen. Es steht uns Menschen nicht frei, diese Stunde selbst herbeizuführen. Wir sollen geduldig auf das Kommen Jesu warten und jederzeit dazu bereit sein.
Überlegung: Die Gedenktage der Heiligen fallen auf ihren Sterbetag. Denn wir feiern ihre Geburtstunde für den Himmel. Der hl. Cyprian meint dazu: „Wie verkehrt und ungereimt ist es, wenn wir beten, der Wille Gottes möge geschehen, dann aber nicht sogleich dem Gebot Seines Willens folgen, wenn er uns aus dieser Welt herausruft und wegholt.“
Gebet: Jesus, schon jetzt freue ich mich, wenn Du kommst, um mich ins Reich des VATERS heimzuholen. Nimm von mir alle Angst und schenke mir eine tiefe Sehnsucht nach Dir und Deinem Reich! Amen.
– Unser VATER im Himmel – Mt 6,9
„VATER unser im Himmel!“
Katechese: Am Anfang des Gebets des Herrn richtet Jesus unseren Blick auf den Himmlischen VATER. Unser Gebet sollte kein Geschwätz sein (vgl. Mt 6,7). Wie ein kleines Kind darf ich bei meinen Bemühungen immer wieder auf den VATER schauen, bis Er aufsteht und mir hilft.
Überlegung: Die kleine hl. Therese verbrachte ihren Alltag in ständiger Anbetung ihres über alles geliebten Himmelpapas. Während der Arbeit wiederholte sie ständig: „VATER unser im Himmel!“ und verspürte das unendliche Glück, Kind dieses großen VATERS sein zu dürfen. – Könnte auch ich öfters an meinen VATER im Himmel denken? – Lege ich vertrauensvoll das Neue Jahr in Seine väterlichen Hände?
Gebet: VATER unser, Du bist wirklich da! Ich glaube an Deine liebende Gegenwart. Ich glaube, dass Du mich liebst und mich nie alleine lässt. Mit allen Engeln und Heiligen bete ich Dich in tiefster Ehrfurcht an. Amen.
– Wo finde ich den VATER? – Mt 6,6
„Geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem VATER, der im Verborgenen ist. Dein VATER, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“
Katechese: Jesus lehrt uns, wo wir den VATER finden: im Verborgenen, in der Stille unseres Herzens. Dazu brauchen wir keine langen Pilgerwege zurücklegen. Wie Jesus dürfen wir uns immer wieder an einen stillen Ort zurückziehen, wo wir mit dem VATER ganz allein sind.
Überlegung: „Eine schwatzhafte Seele ist leer in ihrem Inneren. Sie besitzt keine grundlegenden Tugenden, und sie besitzt keine Vertrautheit mit Gott.“ (Jesus zur hl. Sr. Faustina) – Wie kann ich zur Stille gelangen, um die leise Stimme des VATERS besser zu vernehmen? Könnte ich mir vielleicht eine Gebetsecke in der Wohnung einrichten, wo ich während des Tages öfter Kraft tanken kann?
Gebet: VATER im Himmel, nur in Umkehr und Ruhe liegt meine Rettung, nur Stille und Vertrauen verleihen mir Kraft (vgl. Jes 30,15). Hilf mir, jeden Tag Zeit für die Zwiesprache mit Dir zu finden. Amen.
– Im Haus des VATERS – Lk 2,49
Jesus sagte zu Maria und Josef: „Warum habt ihr Mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was Meinem Vater gehört?“
Katechese: Bei ihrer jährlichen Fußwallfahrt nach Jerusalem verlieren Josef und Maria das Jesuskind. Drei Tage suchen sie es voller Angst und finden es schließlich im Tempel. Auf ihren Vorwurf hin verwies es sie auf Seine Pflicht, im Haus Seines VATERS zu sein.
Überlegung: Niklaus Wolff sagte über das Haus des VATERS – die Kirche: „Wenn der Mensch täglich eine Summe Geldes, so klein sie auch wäre, in der Kirche holen könnte, er wäre keinen einzigen Tag zu träge, es zu holen. Ist aber der geistliche Schatz des hl. Messopfers nicht mehr als Geld!“ – Könnte nicht auch ich ab und zu meinen VATER in der Kirche besuchen?
Gebet: VATER, Dein Haus ist mitten unter uns, wo Du uns mit Deiner Liebe beschenken willst. Lass mich im Stress des Alltags immer wieder innehalten und in Deinem Haus auftanken. Amen.
– Den Tag mit dem VATER beginnen – Mk 1,35
„In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand Jesus auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.“
Katechese: Jesus suchte oft das Gespräch mit Seinem VATER. Wir können uns vorstellen, wie Er morgens leise das Haus verließ, in der Dämmerung auf einen Berg hinaufstieg, wo Er mit dem VATER alleine war. Beim VATER suchte Er Antwort vor wichtigen Entscheidungen.
Überlegung: Der Teufel steht – bildlich gesprochen – eine Stunde vor uns auf, damit wir den Tag nicht mit Gott beginnen, sondern belastet mit all unseren Sorgen. So wie der Tag beginnt, so verläuft er dann oftmals, mühselig und leidvoll. – Könnte ich nicht zehn Minuten früher aufstehen, um all meine Sorgen gleich dem Himmlischen VATER zu übergeben? – Danke ich Ihm für jeden neuen Tag?
Gebet: VATER unser im Himmel! Hilf mir, jeden neuen Tag mit Dir zu beginnen. Alle Sorgen und allen Kummer will ich auf Dich werfen, denn dann kümmerst Du Dich selbst um mich (vgl. 1 Petr 5,7). Amen.
– Nachtwache mit dem VATER – Lk 6,12
„In diesen Tagen ging Jesus auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott.“
Katechese: Die Erholung des Körpers ist uns wichtig. Jesus dagegen, selbst nach einem anstrengenden Tag, gefüllt mit dem Ansturm der Menschenmenge, suchte die Erholung Seiner Seele in liebender Zwiesprache mit dem VATER. Sicher hat Er Ihm alles erzählt, was er erlebte: Alle Freude und auch alles Leid. Wie viel Segen hat Er wohl in dieser Nacht erfleht?
Überlegung: Es ist eine seltsame menschliche Eigenart, dass man bis tief in die Nacht Feste feiern kann, sich auf einer Party vergnügt oder lange vor dem Fernseher sitzt. Aber eine Nacht mit dem VATER zu verbringen, scheint für viele unvorstellbar. – Könnte ich nicht wie Jesus abends das kindliche Gespräch mit dem Himmlischen VATER suchen?
Gebet: VATER unser! Einmal dürfen wir die Ewigkeit bei Dir verbringen und das Glück Deiner Gegenwart erleben! Hilf uns, schon hier auf Erden Dein Antlitz zu suchen. Amen.
– Dank dem VATER – Lk 10,21
„In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, VATER, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, VATER, so hat es dir gefallen.“
Katechese: Jesus pries den Himmlischen VATER, als Seine Jünger nach ihrer ersten Mission zurückkehrten und von den Wundern erzählten, die sie erlebt hatten. Die Jünger Jesu waren einfache, ungelehrte Menschen, aber durch ihren kindlichen Glauben an Jesu Wort erfuhren sie die Macht Gottes.
Überlegung: Schon im Alten Testament zählte es zum Lobpreis Gottes, wenn die Väter ihren Kindern die Wundertaten Gottes erzählten. Durch diese Zeugnisse finden andere Menschen zu Gott. – Habe ich Mut, anderen Menschen zu erzählen, wie Gott mir geholfen hat?
Gebet: Himmlischer VATER, wir danken Dir für alles Wunderbare, was Du in Jesu Namen unter uns wirkst. Lass uns immer dankbar Zeugnis dafür ablegen vor den Menschen. Amen.
– Ständiges Gebet zum VATER – Lk 18,7-8
„Sollte Gott Seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu Ihm (dem VATER) schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern zögern? Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen.“
Katechese: Jesus erzählt das Gleichnis von einer Witwe, die solange beim Richter auf ihr Recht pochte, bis dieser aufstand und half. Damit ermuntert Er uns, mit großem Vertrauen unaufhörlich zum VATER zu rufen.
Überlegung: Der VATER erhört uns immer, aber anders und besser als wir es uns ausdenken können. Wir dürfen im Gebet nur nicht nachlassen. Die hl. Monika hatte zwei Söhne. Den guten Sohn kennt heute kaum jemand; Augustinus dagegen, für den sie 20 Jahre zu Gott flehte, ist noch nach 1600 Jahren bekannt durch seine tiefen Schriften.
Gebet: Himmlischer VATER, wir sind oft ungeduldig und wollen sofort die Erhörung unserer Bitten. Lass uns mit mehr Ausdauer und Eifer anklopfen, voller Vertrauen, dass Du alles zum Guten wendest. Amen.
– Geführt vom VATER – Mt 16,17
„Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern Mein VATER im Himmel.“
Katechese: Viele Juden sahen vor zweitausend Jahren in Jesus nur einen besonderen Menschen, der mit Wunderkräften ausgestattet war. Petrus dagegen erkannte Jesus als Sohn Gottes und bekannte: „Du bist der Messias!“ Diese Erkenntnis entsprang nicht seiner eigenen Weisheit. Gott VATER selbst schenkte ihm dieses Licht. So dürfen wir sagen: Alles Gute, was wir denken und erkennen, stammt vom Himmlischen VATER.
Überlegung: Der Mensch ist wie eine Antenne. Er empfängt gute Gedanken von Gott, aber auch schlechte Impulse vom Satan. Kontrolliere ich wachsam meine Gedanken, um mich nur vom VATER leiten zu lassen? Bin ich wachsam im Gebrauch des Internets und der modernen Medien, um sie nur zum Guten zu nützen?
Gebet: Himmlischer VATER, es ist oft schwer, das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Schenk uns immer Dein Licht und Deine Kraft. Amen.
– Geist des VATERS – Lk 11,13
„Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird der VATER im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die Ihn bitten.“
Katechese: Jesus erinnert uns daran, worum wir den Himmlischen VATER bitten sollen: Es soll uns nicht zuerst um Nahrung und Kleidung gehen, sondern um Seinen Geist, den Geist der Liebe. Dann wird uns der VATER alles andere dazu geben, was wir brauchen.
Überlegung: König Salomon durfte zu Beginn seiner Regierungszeit Gott eine Bitte aussprechen. Er bat nicht um Reichtum und Sieg über seine Feinde, sondern um ein weises Herz (vgl. 2 Chr 1,10). – Um was bitte ich den VATER in meinen täglichen Gebeten? Bin ich noch sehr materialistisch eingestellt? – Bitte ich täglich um die Gaben des Hl. Geistes?
Gebet: Himmlischer VATER, Du bist gut! Erfüll uns mit Deinem Hl. Geist, den Geist der Weisheit, der Liebe und der Kraft. Amen.
– Der VATER lässt uns nicht allein – Joh 16,32
„Die Stunde kommt, und sie ist schon da, in der ihr versprengt werdet, jeder in sein Haus, und Mich werdet ihr allein lassen. Aber ich bin nicht allein, denn der VATER ist bei Mir.“
Katechese: Auch Jesus erlebte Augenblicke tiefster Verlassenheit, in denen Seine besten Freunde Ihn verließen und er wie ein Verbrecher geächtet und verurteilt wurde. Aber selbst in der Zeit der größten Einsamkeit wusste Jesus sich geborgen in der liebenden Gegenwart Seines VATERS.
Überlegung: Untreue eines Freundes, Ausgrenzung im Berufsleben, Einsamkeit im Alter: Der Himmlische VATER ist immer da. In guten Tagen oft übersehen, wartet er, ohne deswegen beleidigt zu sein, gerade in den schweren Lebensmomenten auf mich, um mich zu trösten und mir Halt zu geben.
Gebet: VATER, wenn die ganze Welt mich verlässt, so bleibst Du doch an meiner Seite. Ganz weit öffne ich Dir meine Herzenstüre: Tritt ein mit Deiner Liebe, Deinem Trost und Deinem Segen. Amen.
– VATER, Herr der Engel – Mt 26,53
„Glaubst du nicht, Mein VATER würde Mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schicken, wenn ich Ihn darum bitte?“
Katechese: Jesus setzte nicht auf Gewaltanwendung. Als die römischen Soldaten Ihn gefangen nahmen und Petrus Ihn mit dem Schwert verteidigen wollte, gebot Jesus ihm mit obigen Worten Einhalt. Jesus fand dazu die Kraft im Gebet zum VATER, der Ihm dann einen Engel sandte, um Ihn in der Todesangst zu stärken. (vgl. Lk 22,43)
Überlegung: Wie oft sind auch wir versucht, mit Gewalt unsere Rechte durchzusetzen. Doch wenn wir auf den VATER im Himmel schauen, dann lernen wir eine andere Kraftquelle kennen. Der VATER schenkt uns die Kraft, treu in der Liebe auszuharren. – Bitte ich Ihn, dass er mir Seine heiligen Engel zur Hilfe senden möge?
Gebet: VATER, Du bist der Herr der himmlischen Heerscharen! Sende uns immer Deine mächtigen heiligen Engel zu Hilfe. Amen.
– Rückkehr zum VATER – Lk 23,46
„Jesus rief laut: VATER, in Deine Hände lege ich Meinen Geist. Nach diesen Worten hauchte er den Geist aus.“
Katechese: Jesus bestand siegreich die größten Torturen. Trotz allem Hass von Seiten der Menschen siegte in Seinem Leben die Liebe, sogar zu Seinen Feinden und Mördern: „VATER, vergib ihnen!“ (Lk 23,34) Jesus verharrte in der Liebe bis zum letzten Augenblick, wo er dann Seinen Geist in die Liebe des VATERS legte. Im Reich des VATERS sind herrliche Wohnungen für all diese vorbereitet, die so lieben, wie Jesus geliebt hat.
Überlegung: Die Todesstunde ist der schwerste Augenblick in jedem Menschenleben. Doch der Tod ist nicht das Ende. Er ist ein Hinübergehen zum VATER. Gerade dann dürfen wir voll Vertrauen auf den Himmlischen VATER blicken, allen von Herzen vergeben und Sein Erbarmen anrufen. – Bete ich um eine gute Sterbestunde?
Gebet: VATER, schon jetzt vertrau ich Dir meine Sterbestunde an. Bewahre mich vor einem unvorhergesehenen, plötzlichen Tod und hilf mir, allen von Herzen zu vergeben. Amen.
– Der VATER schenkt uns Seinen Geist – Lk 24,49
„Ich werde die Gabe, die Mein VATER verheißen hat, zu euch herabsenden. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet.“
Katechese: Diese Worte sagte Jesus, bevor Er zu Seinem VATER in den Himmel zurückkehrte. Auch nach der Himmelfahrt Jesu lässt uns der VATER nicht allein. Durch Jesus sendet Er uns den Hl. Geist. Es liegt an unserer freien Entscheidung, ob wir Ihn aufnehmen wollen oder nicht.
Überlegung: In besonderer Weise empfange ich die Gaben des Heiligen Geistes, wenn ich den Himmlischen VATER im Namen Jesu demütig darum bitte. – Bitte ich den VATER um das Licht und die Kraft des Heiligen Geistes sowie um Seine Gaben: Rat, Stärke, Weisheit, Wissenschaft, Verstand, Gottesfurcht und Gotteshingabe?
Gebet: Himmlischer VATER, im Namen Jesu bitten wir Dich: Gieße Deinen Geist in unsere Herzen ein! Entflamme uns mit Deiner Göttlichen Liebe! Amen.
– Wer ist unser VATER? – Mt 23,9
„Ihr sollt niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer VATER, der im Himmel.“
Katechese: Aus Ehrfurcht vor dem Gottesnamen „Jahwe“ war es den Juden strengstens verboten, diesen Namen auszusprechen. Jesus lehrt uns die Ehrfurcht bereits vor dem Namen „VATER“. Nur Einem gebührt wirklich im vollen Sinn des Wortes dieser Name: unserem VATER im Himmel.
Überlegung: Kein Mensch kann die Rolle des vollkommenen VATERS ausfüllen. Er zeugt zwar das Leben, entstellt aber oft durch Fehler und Schwächen das Bild des Himmlischen VATERS. – Ist es mir möglich, den Himmlischen VATER von meinem irdischen VATER zu unterscheiden?
Gebet: VATER unser im Himmel! Du bist wirklich mein VATER. Du hast mich auf Dich hin geschaffen und unruhig ist mein Herz bis es ruht in Dir! Amen.
– Gott VATER liebt uns von Anfang an – Jer 1,5
„Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.“
Katechese: Die Hl. Schrift schenkt uns eindrucksvolle Bilder der Liebe des VATERS. Da Gottes innerstes Wesen LIEBE ist (1 Joh 4,16), liebt er uns von Anfang an. Die obigen Worte ergingen an den Propheten Jeremia. Er hatte ein sehr schweres Leben, wusste sich aber vom VATER geliebt seit Ewigkeit.
Überlegung: Nicht alle Menschen kommen auf die Welt wie es Gott in Seiner Liebe gewollt hat. Aber jeder darf wissen: Ich bin vom VATER gewollt seit Ewigkeit, bin Sein geliebtes Kind. Auch für mein Leben hat Gott einen wunderbaren Plan, der mich erfüllt und glücklich macht.
Gebet: VATER im Himmel! Du hast mich wunderbar und einmalig gestaltet. Kein Auge auf Erden, kein Fingerabdruck gleicht dem Meinen. Danke, dass Du mich seit Ewigkeit liebst. Amen.
– Gott liebt uns mehr als ein Vater – Hos 11,2-4
„Ich war es, der Efraim gehen lehrte, ich nahm ihn auf meine Arme. … Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich, mit den Ketten der Liebe. Ich war da für sie wie die Eltern, die den Säugling an ihre Wangen heben. Ich neigte mich ihm zu und gab ihm zu essen.“
Katechese: Der Himmlische VATER kümmerte sich voll Liebe um Sein Volk. Er hörte ihr Weinen, befreite sie aus der Sklaverei in Ägypten und versorgte sie in der Wüste mit Nahrung. Er begleitete sie Tag und Nacht im Zeichen einer Wolken- und Feuersäule und schenkte ihnen Geborgenheit und Schutz.
Überlegung: In vielen lebt das falsche Gottesbild, dass sie die Liebe des VATERS durch gute Leistung erkaufen müssen. Andernfalls erwarte sie Verachtung oder Strafe. Andere meinen, Gott hat die Welt erschaffen, aber hat keine Zeit für mich. Doch Gott ist anders als jeder irdische VATER! – Danke ich Ihm für Seine Liebe, die Er mir umsonst schenkt?
Gebet: VATER, Du sorgst für mich. Du liebst mich. Du hast immer Zeit für mich. In allen Gefahren bin ich in Deinen Armen geborgen. Amen.
– Gott liebt uns mehr als eine Mutter – Jes 49,15-16
„Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: Ich vergesse dich nicht. Sieh her: Ich habe dich eingezeichnet in Meine Hände.“
Katechese: Die VATERHÄNDE sind Ausdruck unendlicher Liebe, Zärtlichkeit und Geborgenheit. Gerade in den schwersten Augenblicken des Lebens, in Verlassenheit und Krankheit, ist Er da und hält uns in Seinem liebenden Arm.
Überlegung: Ungewollte Schwangerschaft, Druck von Mitmenschen, Störfaktor im Berufsleben, Einschränkung des Vergnügens usw. können Gründe dafür sein, dass eine Mutter ihr eigenes Kind nie richtig angenommen und geliebt hat oder sogar abtreiben wollte. Das Kind kann ein Leben lang unter Mangel an Liebe und Zuneigung der Mutter leiden. Gott VATER kann uns auch von diesen Verletzungen heilen. Er liebt uns mehr als jede Mutter.
Gebet: Guter VATER, Dir bringe ich die Verwundungen und Verletzungen meines Lebens. Nimm Du mich in Deine Arme und heile mich! Amen.
– Gott liebt uns mehr als ein Bräutigam – Jes 62,5
„Wie der junge Mann sich mit der Jungfrau vermählt, so vermählt sich mit dir dein Erbauer. Wie der Bräutigam sich freut über die Braut, so freut sich dein Gott über dich.“
Katechese: Ein wunderschönes Bild für die Liebe Gottes ist die Liebe des Bräutigams für seine Braut. Mit vielen Geschenken umwirbt uns der VATER: Nicht nur eine Rose, sondern die ganze Schöpfung zeugt von Seiner Liebe zu uns.
Überlegung: Manche fürchten, den Ansprüchen des Geliebten nicht gerecht zu werden und haben Angst, verlassen zu werden. Der VATER jedoch liebt uns, wie wir sind, mit all unseren Grenzen, Fehlern und Eigenarten. – Wie kann ich Seine Liebe erwidern? Habe ich IHM schon gesagt, dass ich IHN auch liebe?
Gebet: Guter VATER, wie schön ist es, Dir ganz zu gehören. Du liebst mich so, wie ich bin. Ich danke Dir und liebe Dich mit meinem ganzen Herzen. Amen.
– Er siegt über Treulosigkeiten – Ez 16,60-63
„Ich will Meines Bundes gedenken, den ich mit dir in deiner Jugend geschlossen habe, und will einen ewigen Bund mit dir eingehen. … Dann sollst du dich erinnern, sollst dich schämen und vor Scham nicht mehr wagen, den Mund zu öffnen, weil ich dir alles vergebe, was du getan hast.“
Katechese: Der VATER ist anders als wir Menschen. Seine Liebe kennt keine Grenzen. Trotz der entsetzlichen Untreue der Menschen kehrt Er uns nicht Seinen Rücken zu, hasst uns nicht und bietet immer wieder Seine Hand zur Versöhnung an.
Überlegung: „Gott hat mir vergeben, doch die Menschen werden mir nicht vergeben!“ sagte ein Verbrecher vor seiner Hinrichtung. Gottes Liebe siegt über die schlimmsten Treulosigkeiten. Wären unsere Sünden auch so zahlreich wie der Sand am Meer, sie werden uns vergeben, wenn wir reumütig zum VATER umkehren.
Gebet: VATER im Himmel! Nicht alle Heiligen haben gut begonnen. Aber alle haben ihr Leben gut beendet. Danke, dass Du uns immer wieder die Chance des Neuanfangs schenkst! Amen.
– Gott gibt selbst das Liebste hin – Joh 3,16-17
„Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er Seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“
Katechese: Der Himmlische VATER schaut aus einer anderen Perspektive auf uns. Er sieht nicht nur 70, 80 Jahre unseres Lebens, sondern die ganze Ewigkeit. Es liegt Ihm so viel daran, uns ewig glücklich zu machen, dass er sogar Seinen Sohn – Jesus – gesandt hat, damit er uns den richtigen Weg in den Himmel zeige.
Überlegung: Wie schmerzlich ist es, wenn der Arzt ein Bein amputieren muss, um das Leben zu retten. So muss unser VATER auch manchmal etwas Schweres von uns verlangen, damit wir die Ewigkeit nicht verlieren. – Bin ich bereit, voller Vertrauen alles aus Seiner Hand anzunehmen?
Gebet: VATER im Himmel, wie schwer fällt es uns, Dir gänzlich zu vertrauen. Nimm alles Misstrauen und alle Zweifel von uns! Amen.
– Der Widersacher Gottes – Joh 8,38.44
„Ich sage, was ich beim VATER gesehen habe, und ihr tut, was ihr von eurem Vater gehört habt. – Ihr habt den Teufel zum Vater… Er war ein Mörder von Anfang an… Er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.“
Katechese: Jesus erklärt Seinen Zuhörern, dass nicht alles vom Himmlischen VATER herkommt. Der VATER ist Leben, Wahrheit und Liebe. Alles Gute kommt von Ihm. Vom Gegenspieler Gottes, dem Satan, dagegen kommen Tod, Lüge und Hass.
Überlegung: Die Existenz des Teufels wird vielerorts geleugnet. Somit finden die Menschen keine Antwort mehr auf das „Warum“ gegenüber Leid und Bosheit. Irrtümlicherweise klagen sie Gott an und machen IHN verantwortlich für alles Böse. Dahinter steht der Teufel selbst, der Vater der Lüge.
Gebet: Jesus, Du zeigst uns den VATER. Bewahre uns vor Täuschung und Betrug des Teufels! Hilf uns, dem Himmlischen VATER zu vertrauen, auch wenn wir nicht alles verstehen können! Amen.
– Ein strafender Gott? – Offb 16,1
„Ich hörte, wie eine laute Stimme aus dem Tempel den sieben Engeln zurief: Geht und gießt die sieben Schalen mit dem Zorn Gottes über die Erde!“
Katechese: Im letzten Buch der Bibel, der Geheimen Offenbarung, hören wir von den Schalen des Zornes Gottes, den die Engel auf die Erde gießen. Es handelt sich aber nicht um die Willkür Gottes, der Lust hat, die Menschen zu quälen. Auch hier ist es die Liebe des VATERS, der den Menschen für die Ewigkeit retten will. Er will, dass alle umkehren von ihren verkehrten Wegen und ewig glücklich werden im Himmel.
Überlegung: „Schreibe, dass ich durch Gewissensbisse zu ihnen spreche. Durch Misserfolge, damit sie zur Besinnung kommen. Durch Leiden, durch Gewitter und Blitz und durch die Stimme der Kirche.“ (Jesus zur hl. Sr. Faustina) Wenn jemand aber nicht hören will, dann überlässt Gott den Sünder sich selbst. Das ist dann gleichsam seine Selbstzerstörung. – Höre ich auf die Stimme Gottes und mache eine gute Gewissenserforschung?
Gebet: VATER, lass uns erkennen, dass Du uns ständig zur Umkehr rufst. Hilf uns, von den schlechten Wegen abzulassen und auf Dich zu hören! Amen.
– Das Datum vom Weltende – Mk 13,32-35
„Jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der VATER. Seht euch also vor, und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. … Seid also wachsam!“
Katechese: Das Ende der Welt kennt in Seiner Allwissenheit nur der VATER. Das persönliche Ende der Welt ist für jeden Menschen seine Sterbestunde. Wir sollen immer dazu bereit und gut vorbereitet sein.
Überlegung: Erwarteter Polsprung, Klimaveränderung, Vorhersagen vom Weltende durch Zeugen Jehovas: Lass dich nicht verwirren! Die Zukunft liegt allein in Gottes Hand. – Wärest du jedoch gut vorbereitet, wenn dich der VATER heute in die Ewige Heimat rufen würde?
Gebet: VATER, ein Tag ist vor Dir wie 1000 Jahre. Wir sind nur wie das Gras, das blüht und verblüht. Aber Du schaffst eine neue, wunderbare Erde, auf der wir einst ewig leben dürfen. Wir danken Dir dafür. Amen.
– Die Gerechtigkeit des VATERS – Mt 25,34
„Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von Meinem VATER gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.“
Katechese: Nach dem Weltuntergang kommt das Weltgericht. Dann werden alle Menschen von Gott gerichtet werden entsprechend ihren Taten. Jesus erinnert uns daran, dass das Kriterium für den Eintritt in den Himmel die gelebte, barmherzige Liebe ist. Für die bösen Menschen wird es keinen Eintritt in den Himmel geben. Auf sie wartet die ewige Verdammnis.
Überlegung: Die Slogans „Alle kommen in den Himmel“ oder „Die Hölle ist leer!“ stimmen nicht mit dem Evangelium überein. Zu Lebzeiten haben wir die Möglichkeit, die Erlösung aus der Hand des VATERS anzunehmen. Wir können sie aber auch abweisen und in unserer Bosheit verharren. – Nehme ich Jesus als meinen Erlöser an?
Gebet: Herr, Du wirst einst kommen zu richten die Lebenden und die Toten. Sei uns dann ein milder Richter und nimm uns auf in Dein Reich. Amen.
– Jesus offenbart den VATER – Lk 10,22
„Mir ist von Meinem VATER alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der VATER, und niemand weiß, wer der VATER ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.“
Katechese: Viele Juden wollten es nicht glauben, als Jesus sagte: „Noch ehe Abraham wurde, bin ich.“ (Joh 8,58). Denn mit diesen Worten offenbarte er Seine Gottheit. Schon vor Seiner Geburt in Bethlehem existierte Er als Gott seit Ewigkeit. Er ist zu uns auf die Erde gekommen, um uns vom Himmlischen VATER zu erzählen und uns den Weg zu IHM zu zeigen.
Überlegung: Die Juden sahen Jesus als einen besonderen Menschen, der mit besonderen Kräften ausgestattet war. Nur wenige von ihnen erkannten Seine Gottheit und glaubten an Ihn und an Seine Worte über den VATER. – Glaube ich fest an Jesus und Seine Botschaft?
Gebet: VATER, da die Welt mit all ihrer Weisheit Dich nicht erkannte, hast du beschlossen, alle die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten (1 Kor 1,21). Schenk uns einen kindlichen Glauben an Dich! Amen.
– Allerheiligste Dreifaltigkeit – Joh 14,8-9
„Philippus sagte zu Jesus: Herr, zeig uns den VATER; das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast Mich nicht erkannt, Philippus? Wer Mich gesehen hat, hat den VATER gesehen.“
Katechese: In diesen Worten verweist Jesus auf das große Geheimnis der Dreifaltigkeit Gottes. Obwohl drei Personen – VATER, SOHN, HL. GEIST – sind sie doch ein einziger Gott. Wer Jesus sieht, sieht gleichzeitig den VATER und den Hl. Geist – nämlich Seine Liebe, Güte und Barmherzigkeit.
Überlegung: Das tiefe Geheimnis der Dreifaltigkeit lässt sich nur bildhaft erklären: sei es mit einem Kleeblatt: Eine Pflanze mit drei Blättern; sei es mit dem Wasser: Es besitzt eine einzige chemische Formel H2O, existiert aber in drei Seinsweisen: Wasser – Eis – Dampf. – Mache ich mit Glauben und Ehrfurcht das Kreuzzeichen?
Gebet: O großer Gott – Du bist eins in Deiner Liebe und neigst Dich uns zu in Deinem Sohn und Geist. Lehre uns, Dich in der WAHRHEIT und im GEIST anzubeten! Amen.
– Einheit Gottes – Joh 17,21
„Alle sollen eins sein: Wie Du, VATER, in Mir bist und ich in Dir bin, sollen auch sie in Uns sein, damit die Welt glaubt, dass Du Mich gesandt hast.“
Katechese: Jesus betet um die Einheit Seiner Jünger. Sie sollen eins sein, wie der VATER und der Sohn eins sind. Das innerste Wesen Gottes ist Liebe. Sie ist so gewaltig groß, dass aus der Liebe des Vaters und des Sohnes die Person des Hl. Geistes hervorgeht.
Überlegung: Ein vergleichbares Bild für die Einheit in Gott ist die Familie. Aus der gemeinsamen Liebe der Eheleute entsteht das Kind. Die Einheit in der Liebe ist eine große Kraftquelle. An dieser Einheit Gottes dürfen wir Christen teilhaben und die Kraft der Liebe Gottes schöpfen.
– Wie trage ich zur Einheit bei, sei es in der Familie, Pfarrgemeinde oder in der zerrissenen Christenheit?
Gebet: VATER im Himmel, wie Du eins bist mit dem Sohn und dem Hl. Geist, so lass auch uns Christen eins sein in Dir, damit die Welt Jesus erkennt, den Du gesandt hast. Amen.
– Gott, der Gute Hirte – Joh 10,14-15
„Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen Mich, wie Mich der VATER kennt und ich den VATER kenne; und ich gebe Mein Leben hin für die Schafe.“
Katechese: Jesus nennt sich selbst den Guten Hirten und offenbart auch hier Seine Gottheit. Dieses Bild war den Juden bekannt aus den Psalmen und beschreibt die liebende, sorgende und schützende Gegenwart des VATERS.
Überlegung: Im Bild des Guten Hirten zeigt sich das wahre Gesicht des VATERS: Er wartet nicht auf den Fehltritt eines Schäfleins, um es zu schlagen, zu bestrafen oder zu töten. Nein, voll väterlicher Sorge geht Er jedem irrenden Menschen nach, ruft nach ihm und sucht ihn. Wenn das Schäflein umkehrt, nimmt er es voller Freude auf Seine Arme. – Höre ich Seine liebevolle Stimme? Flüchte ich mich wieder in Seine Arme?
Gebet: VATER, Du bist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Du stillst mein Verlangen und leitest mich auf rechten Pfaden. Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn Du bist bei mir (Ps 23). Amen.
– Der Barmherzige VATER – Lk 15,20
„Der VATER sah seinen Sohn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.“
Katechese: Das Gleichnis vom verlorenen Sohn erzählte Jesus den selbstgerechten Pharisäern, die daran Anstoß nahmen, dass Jesus voll Liebe öffentliche Sünder annahm und ihnen ihre Sünden vergab. Er zeigt uns somit das Bild der Barmherzigkeit des VATERS. Es gibt keine Schuld, die noch so groß wäre, dass sie nicht Vergebung fände bei Gott, wenn der Mensch reumütig zum VATER zurückkehrt.
Überlegung: Manche Menschen erwarten die Seelenschau, wodurch die Menschen das Elend ihrer Sünden erkennen. Gleichzeitig sollten wir aber um das Vertrauen in die Barmherzigkeit Gottes beten, damit wir bei der Erkenntnis unseres Elends – spätestens in der Todesstunde – nicht verzweifeln. – Bitte ich Gott täglich um Sein Erbarmen?
Gebet: Barmherziger VATER! Du füllst den Abgrund meines Elends auf mit Deiner unendlichen Barmherzigkeit. Lass mich Deine Barmherzigkeit in Ewigkeit lobpreisen. Amen.
– Der VATER als Winzer – Joh 15,1-2
„Ich bin der wahre Weinstock, und Mein VATER ist der Winzer. Jede Rebe an Mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.“
Katechese: Jesus nützt Gleichnisse aus dem Alltagsleben. Die Welt ist der große Weinberg des VATERS, wir aber sind die Rebzweige, die mit Jesus verbunden, gute Früchte der barmherzigen Liebe hervorbringen sollen. Durch das Wort Jesu reinigt uns der VATER, damit wir immer mehr verwandelt werden in Seine Göttliche Liebe.
Überlegung: Kleine Kinder freuen sich nicht immer, wenn sie von der Mama gewaschen werden. Auch uns fällt es schwer, wenn der VATER unser Leben reinigen will. Nehme ich Seine Mahnungen gerne an – sei es durch das Wort Jesu, sei es durch die Kritik guter Menschen? – Nütze ich gerne die Gelegenheit zur hl. Beichte, um meine Seele von Jesus rein waschen zu lassen?
Gebet: VATER, reinige uns durch Dein Wort, damit wir Früchte guter Taten bringen zu Deiner Ehre! Amen.
– Frieden und Sendung – Joh 20,21
„Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie Mich der VATER gesandt hat, so sende ich euch.“
Katechese: Diese Worte sagte Jesus Seinen Jüngern nach der Auferstehung. Er schenkt uns Seinen Frieden, den Er vom VATER bringt, den wir in der Welt nicht finden können, weder in anderen Religionen noch esoterischen Praktiken. Dieser Friede ist das Geschenk der Erlösung, das uns der VATER in Jesus anbietet. Wir sind gesandt, allen diese frohe Botschaft weiterzugeben.
Überlegung: „Wir erlösen uns selbst durch eine Christuskraft, die in jedem Menschen ist! Nach 80 Millionen Wiedergeburten wird es uns gelingen!“ – soweit das Angebot der Esoterik. – Ist es nicht besser, den Menschen von der Erlösung des VATERS im wahren Herrn Jesus Christus zu erzählen? Er schenkt uns schon jetzt den Frieden und einst die Freude der Auferstehung!
Gebet: VATER, Du sendest uns, um anderen Deinen Frieden und Deine Freude zu bringen. Lass uns jede Gelegenheit dazu nützen! Amen.
– Lobpreis Jesu als Bitte – Mt 14,19-20
„Jesus nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten und alle aßen und wurden satt.“
Katechese: So wie Jesus uns beten lehrt, so beginnt auch Er selbst Sein Gebet mit dem Lobpreis. Er bittet nicht um ein Wunder, sondern dankt dem VATER bereits im Voraus für Seine Hilfe. Danach sättigt er 5000 Männer mit ihren Frauen und Kindern.
Überlegung: Womit beginne ich mein Gebet? Danke ich zuerst dem Himmlischen VATER, oder ist mein Gebet ein einziges langes Bitten ohne tiefen Glauben an Seine Hilfe? – Danke ich Ihm auch beim Tischgebet für das tägliche Brot und Seine väterliche Vorsehung?
Gebet: Himmlischer VATER, Du schenkst uns das Brot vom Himmel. Du sättigst uns und sorgst täglich um uns. Wir danken Dir dafür. Amen.
– Danksagung Jesu – Joh 11,41.43
„Jesus erhob Seine Augen und sprach: VATER, ich danke Dir, dass Du mich erhört hast. Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!“
Katechese: Bevor Jesus den toten Lazarus auferweckte, dankte er dem VATER für die Erhörung Seines Gebetes. Danach rief er den Verstorbenen aus dem Grab. Die Auferweckung Lazarus verherrlicht den VATER, der in Jesus uns allen neues Leben schenken will.
Überlegung: In der hl. Taufe schenkt Jesus auch uns das neue Leben als Kinder Gottes. Zuvor waren wir ausgeschlossen vom ewigen Leben, dem Tode verfallen. – Danke ich Gott täglich für die Taufgnade? – Bete ich für diese, die Gott noch nicht kennen, um das Licht des Glaubens an den einen, wahren Gott?
Gebet: Himmlischer Vater, wir danken Dir für das neue Leben in Jesus. Hilf uns, dass unser Leben Deinen Namen verherrliche! Amen.
– Dank Marias – Lk 1,46-49
„Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit Seiner Magd hat er geschaut. … Denn der Allmächtige hat Großes an mir getan, und Sein NAME ist heilig.“
Katechese: Gott hat Maria auserkoren, dem Messias das Leben zu schenken ohne Zutun eines Mannes rein durch das Wirken des Hl. Geistes. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Nach damaliger jüdischer Sitte drohte ihr jedoch die Steinigung, da die Juden dieses Geheimnis nicht kannten. Doch furchtlos lobt Maria den Herrn und dankt Ihm bereits für Sein mächtiges Wirken in der Zukunft.
Überlegung: Jedes Kind ist ein einmaliges Geschenk Gottes. Es gibt für eine Frau keine schönere Aufgabe, als einem Menschen das Leben zu schenken. Doch oft stößt sie dabei auf Ablehnung und Unverständnis. – Helfe ich ihr durch meinen Beistand und mein Gebet, damit sie Gott für ihr Baby dankt und auf Seine Vorsehung vertraut?
Gebet: Allmächtiger Gott, Du hast Großes an Maria getan. Wir danken Dir für Maria, die seit Anfang an Deinen Sohn voller Zuversicht und Dankbarkeit angenommen und geliebt hat. Amen.
– Dank Zacharias’ für die Erlösung – Lk 1,68
„Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat Sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen; er hat uns einen starken Retter erweckt im Hause Seines Knechtes David.“
Katechese: Zacharias wusste als Priester des Volkes Israel um die große Schuld des Volkes und dass die damals üblichen Tieropfer diese Schuld nicht tilgen konnten. Nun erfuhr er voller Freude vom Kommen des Messias, des Erlösers, der diese Schuld hinweg nimmt. Sein Dank an den Himmlischen Vater fand Widerhall in seinem Lobpreis des „Benediktus“.
Überlegung: Wir brauchen uns nicht selbst erlösen. Jesus, der Retter ist da und ich darf Ihm meine Schuld abgeben durch mein reuevolles Bekenntnis, am besten in der hl. Beichte. Danke ich dem VATER täglich für die Gnade der Erlösung, dass Er mich in Jesus der Macht Satans und der Sünde entreißt?
Gebet: VATER, mit großer Blindheit sündigen wir täglich und nehmen die Erlösung als selbstverständlich an. Schenke uns ein dankbares und reuevolles Herz. Amen.
– Dank Simeons für das Heil – Lk 2,29-32
„Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“
Katechese: Jahrtausende wartete das Volk Israel sehnsüchtig auf den Messias. Jahrtausende sehnten sich die Verstorbenen im Scheol (= Vorhimmel / Totenreich) auf ihre Aufnahme in den Himmel. Voller Freude und Dankbarkeit erkennt der greise Simeon, dass in Jesus das Ewige Heil gekommen ist. Nun kann er ruhig sterben, denn Jesus öffnet den Verstorbenen das verschlossene Paradies.
Überlegung: Nur wenige Menschen denken an ihren Tod. In ihrem Unglauben verdrängen sie diesen Gedanken durch verschiedene Ablenkungen. Sollten wir nicht auch wie Simeon dem VATER danken für das Heil, das uns Jesus bringt, und sehnsüchtig das Kommen Jesu erwarten?
Gebet: VATER, Du hast uns den Heiland gesandt, der wirklich Heil in unser Land bringt. Wir danken Dir für unsere Hoffnung auf das Ewige Leben. Amen.
– Besiegung Goliats durch Lobpreis – 1 Sam 17,45-46
„David antwortete dem Philister Goliat: Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im NAMEN des Herrn der Heere, … den du verhöhnt hast. Heute wird dich der Herr mir ausliefern. … Alle Welt soll erkennen, dass Israel einen Gott hat.“
Katechese: Die Macht des Lobpreises zeigte sich bereits im Leben Davids. Der kriegerische Stamm der Philister bedrohte die Israeliten, die aus Angst vor ihnen fast vergingen. Doch der junge Hirtenbub David vertraute auf das mächtige Eingreifen des Lebendigen Gottes: Er lobte und pries den NAMEN Gottes und besiegte mit seinem großen Gottvertrauen den Riesen Goliat.
Überlegung: Viele Psalmen, die David verfasst hat, zeugen von einem Leben voll inbrünstigem Lobpreis und tiefem Gottvertrauen. In ihnen dankt er dem VATER für alle Wundertaten, die Er in der Mitte des Volkes vollbrachte. – Könnte ich einen Psalm in der Bibel aufschlagen und mit diesen Worten den Himmlischen Vater loben und preisen?
Gebet: Herr, Du erlöst mich von allem Unheil und rettest mich am Tag der Not. Darum danke ich Dir und lobe Deinen Namen (vgl. Sir 51,12). Amen.
– Siebentägiger Lobpreis bei Jericho – Jos 6,2-5
„Sieh her, ich gebe Jericho …in deine Gewalt. Ihr sollt mit allen Kriegern um die Stadt herumziehen und sie einmal umkreisen. Das sollst du sechs Tage lang tun. ... Am siebten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt herumziehen, und die Priester sollen die Hörner blasen. … Darauf wird die Mauer der Stadt in sich zusammenstürzen.“
Katechese: Josua setzte nicht auf seine Kriegskünste, sondern auf das Eingreifen Gottes. Voll Glauben an Gottes Verheißung umzog er mit den Menschen die Stadt Jericho. Sieben Tage lang priesen und lobten sie dabei Gott für den kommenden Sieg, der dann auch tatsächlich eintrat.
Überlegung: Könnte ich Gott loben mit Instrumenten, Gesang und Prozessionen? Könnte ich mit einer Novene (= neun Tage) Gott danken, dass er mein Anliegen so erhört, wie er weiß, dass es gut für mich ist?
Gebet: Herr, auch wir wollen in allen Lebenslagen betend und flehend unsere Bitten mit Dank vor Dich bringen (vgl. Phil 4,6). Amen.
– Lobpreis im Gefängnis – Apg 16,24-26
Der Gefängniswärter warf Paulus und Silas „in das innere Gefängnis und schloss zur Sicherheit ihre Füße in den Block. Um Mitternacht beteten Paulus und Silas und sangen Loblieder; und die Gefangenen hörten ihnen zu. Plötzlich begann ein gewaltiges Erdbeben, so dass die Grundmauern des Gefängnisses wankten. Mit einem Schlag sprangen die Türen auf, und allen fielen die Fesseln ab.“
Katechese: Wegen ihres Glaubens an Jesus Christus wurden Petrus und Silas ins Gefängnis geworfen. Doch anstatt entmutigt zu sein, priesen sie den Herrn mit ihren Lobliedern sogar im Gefängnis.
Überlegung: Aus der Todeszelle im KZ – Auschwitz drangen nicht die gewohnten Verzweiflungsschreie und Flüche, als der hl. Maximilian Kolbe dort verhungerte. Einstimmend in seine Loblieder fanden alle Todeskandidaten Trost. – Wie reagiere ich, wenn ich für meinen Glauben leiden muss oder dafür verspottet werde? Lobe ich Gott auch im Leid?
Gebet: Herr, oft jammern und klagen wir bei Schicksalsschlägen und im Leid. Schenk uns dann im Lobpreis Trost und Kraft! Amen.
– Lobpreis der Heiligen im Himmel – Offb 15,2-4
„Die Sieger… sangen: Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr, Gott und Herrscher über die ganze Schöpfung. … Wer wird Deinen Namen nicht preisen? Denn Du allein bist heilig: Alle Völker kommen und beten Dich an.“
Katechese: In der Geheimen Offenbarung des hl. Johannes dürfen wir einen kleinen Blick in den Himmel werfen. Alle, die mit Jesus gelebt und in Ihm und für Seinen Namen gestorben sind, erleben eine unwahrscheinlich große Freude im Himmel. Sie sehen Gott in Seiner Herrlichkeit und loben ihn ohne Ende.
Überlegung: Ein traumhaftes Musikstück lässt die Menschen in heftiges Applaudieren ausbrechen. Dies ist ein winziges Bild für das, was uns im Himmel erwartet, wenn wir Gottes Antlitz sehen und im Lobpreis jubeln. – Freu ich mich darauf einst Gott schauen zu dürfen?
Gebet: Herr, Du bist groß und wunderbar. Schenke auch uns die Gnade, dass wir Dich einst ewig im Himmel preisen dürfen! Amen.
– Anbetung der Engel – Jes 6,1-3
„Ich sah den Herrn. Er saß auf einem hohen und erhabenen Thron. … Serafim standen über ihm. … Sie riefen einander zu: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere. Von Seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt.“
Katechese: Dem Propheten Jesaja war das Glück beschieden, dass er dem Lobpreis der heiligen Engel im Himmel hören durfte. Ihr Lobpreis geht bereits über in tiefste Anbetung. Die Anbetung erschließt uns das Innerste der Herrlichkeit Gottes. Es ist das unaussprechliche Glück des Einsseins mit dem über alles geliebten Gott, der selbst die Liebe ist.
Überlegung: Wir beten den Lobpreis bei jeder hl. Messe: „Heilig, heilig, heilig, Gott aller Mächte und Gewalten! Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit!“ – Die tägliche Anbetung schenkt unserem Leben einen neuen, tiefen Sinn. Könnte ich gemeinsam mit meinem Schutzengel Gott anbeten?
Gebet: O Gott, Du bist dreimal heilig! Mit allen Engelchören stimmen wir ein in den Lobpreis Deiner Herrlichkeit: Heilig, Heilig, Heilig! Amen.
– Die Engel loben Gott allein – Tob 12,6
Der Engel Rafael sagte: „Preist Gott, und lobt Ihn! Gebt Ihm die Ehre, und bezeugt vor allen Menschen, was er für euch getan hat. Es ist gut, Gott zu preisen und Seinen NAMEN zu verherrlichen und voll Ehrfurcht Seine Taten zu verkünden. Hört nie auf, Ihn zu preisen.“
Katechese: Der Erzengel Rafael wurde von Gott gesandt, um den jungen Tobias auf seiner gefährlichen Reise zu begleiten. Er bewahrte ihn vor Unglück, heilte seine Braut von dämonischer Umsessenheit und seinen Vater von Blindheit. Als die Familie ihm dafür danken wollte, lehnte er dies strikt ab. Er ermahnte sie jedoch, Gott als den Urheber alles Guten zu loben und Zeugnis davon abzulegen.
Überlegung: Unsere Engel schauen stets das Antlitz Gottes (vgl. Mt 18,10). Sie sind ständig im Lobpreis Gottes versunken, erkennen im Lichte Gottes aber sofort unsere Not und eilen uns zu Hilfe. – Stimme ich gerne mit ein in den unablässigen Lobpreis Gottes der heiligen Engel? – Gebe ich vor anderen Zeugnis von der Hilfe meines Schutzengels?
Gebet: VATER, Herr der Himmlischen Heerscharen. Wir danken Dir für den heiligen Schutzengel. Mit ihm wollen wir Dich loben und preisen. Amen.
– Unsinnige Prahlerei – Jes 10,15
„Prahlt denn die Axt gegenüber dem, der mit ihr hackt, oder brüstet die Säge sich vor dem, der mit ihr sägt? Das wäre, wie wenn der Stock den Mann schwingt, der ihn hochhebt, oder wie wenn der Knüppel den hochhebt, der nicht aus Holz ist.“
Katechese: Wir Menschen sind sehr kurzsichtig. Wir sehen die wunderbare Wirkung, vergessen aber Gott, der uns das Wollen und Vollbringen schenkt (vgl. Phil 2,13). Ohne Gott können wir wirklich nichts Gutes tun (vgl. Joh 15,5). Aber alles können wir in Jesus, der uns stets die Kraft für das Gute gibt (vgl. Phil 4,13). So gebührt alle Ehre nur dem Herrn.
Überlegung: Die kleine hl. Therese sah sich selbst als „Besen“ Gottes. „Wenn Er ihn benötigt, nimmt er ihn aus der Ecke und vollbringt große Taten. Wenn die Arbeit vollbracht ist, wird der Besen von Gott wieder in die Ecke gestellt.“ – Bin ich bereit Gott als Werkzeug zur Verfügung zu stehen?
Gebet: Herr, lass uns dieses nie vergessen: Wenn nicht Du das Haus baust, müht sich jeder umsonst, der daran baut. Wenn nicht Du die Stadt bewachst, wacht der Wächter umsonst (vgl. Ps 127,1). Amen.
– Ehre sei Gott in der Höhe – Lk 2,13-14
„Plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen Seiner Gnade.“
Katechese: Die Engel, die den Hirten von Bethlehem die Geburt des Messias verkündeten, lobten Gott für dieses große Ereignis: Für den Beginn des Sieges der Liebe Gottes über den Hass in der Welt. Zugleich zeigen sie, wie wir den wahren Frieden finden können: Alle, die Gott die Ehre geben und nicht mehr um die eigene Ehre streiten, werden den tiefen Frieden Gottes erfahren.
Überlegung: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden den Menschen auf Erden!“ beten oder singen wir bei jeder Sonntagsmesse. – Ehre ich Gott durch mein Leben oder kämpfe ich noch um meine eigene Anerkennung und werde sofort traurig oder ärgerlich, wenn ich von anderen nicht gelobt oder bemerkt werde? – Danke ich Gott für alles?
Gebet: VATER, nicht uns bring zu Ehren, sondern Deinen Heiligen NAMEN (vgl. Ps 115,1). Uns aber schenke Deinen tiefen Frieden! Amen.
– Gotteslob für alles Gute – Mt 5,16
„So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“
Katechese: In der Bergpredigt ruft uns Jesus auf, die Augen auf den VATER zu richten, der alles Gute bewirkt. Jesus selbst wirkte in der Kraft des VATERS viele Wunder: Er heilte Kranke, trieb Dämonen aus, weckte Tote auf. Dafür lobten die Juden aber nicht Jesus, sondern den VATER im Himmel, der Ihm als Mensch eine solche Vollmacht verliehen hat (vgl. Mt 9,8).
Überlegung: Auch die Heiligen sahen sich nur als Werkzeuge der Liebe Gottes an. Sie zeigten immer wieder auf Gott, dem allein das Lob gebührt. – Verlange ich noch nach dem „Weihrauch“ des menschlichen Lobes für mich oder gebe ich das Lob der Menschen an Gott weiter? – Bin ich mir bewusst, dass Gott alles Gute in mir bewirkt?
Gebet: VATER, Du bist immer noch am Werk und wir dürfen Deine Werkzeuge sein. Gib uns den Mut und die Kraft Dir alle Ehre abzugeben, die wir erhalten! Amen.
– Ehrsucht verhindert Glauben – Joh 5,44
„Wie könnt ihr zum Glauben kommen, wenn ihr eure Ehre voneinander empfangt, nicht aber die Ehre sucht, die von dem einen Gott kommt?“
Katechese: Viele angesehene Juden wagten es aus Menschenfurcht nicht, sich zu den Jüngern Jesu zu zählen. Die Ehre in den Augen der Menschen war ihnen wichtiger als die Ehre, Kinder Gottes zu werden. Nikodemus, einer von der hohen Priesterklasse, suchte Jesus nur heimlich in der Nacht auf, damit niemand es merke. Demütige Menschen, die sich nicht um das Gerede der Menschen kümmerten, folgten Jesus nach.
Überlegung: Die Moslems legen ihren Gebetsteppich aus, um Allah zu loben, egal was die Menschen von ihnen denken. – Wage ich mich im Beisein anderer Menschen Gott zu danken, zum Beispiel beim Tischgebet im Gasthaus? – Bekenne ich mich zu Jesus in der Öffentlichkeit?
Gebet: VATER, oft verleugnen wir aus Menschenfurcht den Glauben an Dich und machen faule Kompromisse. Stärke unseren Glauben, damit wir immer bereit sind, Dich zu loben, auch wenn wir dafür verspottet werden. Amen.
– Gotteslob wider den Mainstream – Lk 6,26
„Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.“
Katechese: Jesus erinnert in den Seligpreisungen daran, dass für uns Christen andere Werte wichtig sind, nämlich die Verherrlichung Gottes und das Leben nach Seinen Geboten. Es gab aber immer wieder Propheten, die den Menschen nach dem Mund redeten und ihnen schmeichelten, nur um ihre Gunst zu gewinnen. Jesus dagegen verkündete den Menschen mutig die unbequeme Wahrheit.
Überlegung: Die Welt lobt die ihren, aber nicht Gott. Die anderen werden ausgegrenzt, geächtet, getötet. – Suche ich zuerst die Verherrlichung Gottes, indem ich mutig zu meinen christlichen Überzeugungen stehe oder suche ich noch faule Kompromisse? – Sage ich immer mutig die Wahrheit und vermeide jegliche Notlüge?
Gebet: VATER, schütze mich davor, den Menschen zu schmeicheln, nur um ihre Gunst zu gewinnen. Gib mir Kraft, für Deinen Namen auch Schweres zu ertragen und Dich so durch mein Leben zu lobpreisen! Amen.
– Dankbarkeit für Hilfe – Lk 17,15-16
Einer von den Aussätzigen „kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte Ihm. Dieser Mann war aus Samarien.“
Katechese: Zu Jesus kamen zehn Aussätzige und flehten um ihre Heilung. Nur einer von ihnen, dazu ein Samariter, von einem Volksstamm, der von den Juden verachtet wurde, kehrte zurück, um Gott für die Gesundheit zu danken und in Ihm Gott anzubeten.
Überlegung: „Die Not lehrt beten“, sagt ein Sprichwort. Sobald die Not an die Tür klopft, wird der ganze Himmel bestürmt. Wenn Gott uns in Seiner Huld beschenkt, wer denkt dann noch ans Danken? Der hl. Vinzenz Pallotti machte sich zur Gewohnheit Gott ebenso lange zu danken, wie er Ihn um Gnaden gebeten hat. – Danke ich dem VATER innig für jede Gnade: Für meine Familie, Arbeit, Gesundheit usw.?
Gebet: Herr, Du erhörst immer jedes Gebet, wenn auch oft anders als ich es erwartet habe. Voll Ehrfurcht werfe ich mich vor Dir nieder und danke Dir für all Deine Hilfe! Amen.
– Löchriger Geldbeutel – Mt 6,2
„Wenn du Almosen gibst, lass es nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus lädt uns ein, durch Almosengeben Schätze für den Himmel zu sammeln. Doch wenn das Motiv unseres Gebens nicht die Ehre Gottes allein ist, sondern wir von den Menschen Lob dafür erwarten, dann haben wir mit dem Lob unseren Lohn bereits erhalten.
Überlegung: Jedes menschliche Lob, das wir für unsere guten Taten erwarten, reißt ein Loch in den „Geldbeutel“, mit dem wir Verdienste für den Himmel sammeln. – Ist mir bewusst, dass empfangene Ehre von Menschen bewirkt, dass man mit leeren Händen vor Gott erscheint? Sollte ich als Verwalter der Güter Gottes auf Erden meine Liebespflicht nicht in Bescheidenheit und Demut erfüllen?
Gebet: Vater im Himmel hilf uns, unser Almosen so zu geben, dass die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut. Denn Du siehst und vergiltst das Verborgene, das wir aus Liebe zu Dir und zu Deiner Ehre tun. Amen.
– Fasten zur Ehre des Vaters – Mt 6,16
„Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus selbst fastete 40 Tage und 40 Nächte, aber nicht um sich bei den Menschen wichtig zu machen, sondern um Kraft für Seine Mission zu schöpfen. Nach der Fastenzeit kehrte Er mit der Kraft des Hl. Geistes erfüllt aus der Wüste zurück und verherrlichte den Vater in allem, bis zu Seinem Tod am Kreuz.
Überlegung: Viele Heilige suchten Gott durch Fasten und Beten. – Was ist mein Fastenmotiv? Will ich von den Menschen bemerkt und bewundert werden? Faste ich nur um der Figur willen? Oder faste ich allein zur Ehre Gottes, um Gott damit zu verherrlichen und geistige Kraft zu schöpfen? Danke ich Gott dafür, wenn ich fasten kann?
Gebet: VATER im Himmel, schenke mir den Geist des wahren Fastens im Verborgenen, allein zu Deinem Ruhm und Deiner Ehre! Amen.
– Gebet zur Ehre des Vaters – Mt 6,5
„Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus spricht hier diese Menschen an, die in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete verrichten, um von den Menschen dafür bewundert zu werden. Doch ihr Herz ist weit weg von Gott. Noch verwerflicher wird das Gebet, wenn jemand in Selbstgerechtigkeit sich selbst vor Gott lobt, den Nächsten aber verurteilt. Jesus warnt eindringlich vor dieser verlogenen Haltung der Heuchelei.
Überlegung: Wie sieht mein Gebet aus? Ist meine Teilnahme an der Eucharistiefeier wirklich Danksagung an Gott oder nur aus Tradition, um Menschen zu gefallen? Habe ich zuhause eine Gebetsecke, wo ich täglich im Verborgenen mit Gott innige Zwiesprache halte und Ihn lobe und preise? Verwandle ich jegliche Kritik in ein Stoßgebet?
Gebet: Himmlischer VATER, lass den Schall meiner Gebete nicht nur bis zur Zimmerwand dringen, sondern lass es wie Weihrauch zu Dir aufsteigen allein zu Deiner Ehre! Amen.
– Nur im Kreuz ist unser Ruhm – Gal 6,14
„Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.“
Katechese: Paulus könnte sich seiner besonderen Herkunft, Privilegien und Ausbildung rühmen. Doch er weiß: All das ist nichts in den Augen des Herrn. Unser Ruhm ist der Erlösertod Jesu am Kreuz: „Durch Seine Wunden sind wir geheilt.“ (1 Petr 2,24) Jesus hat den Lösepreis für unsere Sünden bezahlt und uns losgekauft aus der Sklaverei des Satans. Der Segen Gottes wird uns zuteil in der Taufe.
Überlegung: Habe ich Jesus schon einmal für Sein Leiden und Sterben am Kreuz gedankt? Küsse ich mit Ergriffenheit und Dankbarkeit das Bildnis des Gekreuzigten? Hat das Kreuz Jesu einen Ehrenplatz in meiner Wohnung?
Gebet: Vater, wir preisen Dich für das Erlöserleiden Deines Sohnes. Hilf uns, in der Welt als Deine Kinder zu leben und stets dem Kreuz Jesu treu zu sein. Amen.
– Tut alles zur Ehre Gottes – 1 Kor 6,20; 10,31
„Ihr gehört nicht euch selbst; denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib! Ob ihr also esst oder trinkt oder etwas anderes tut: Tut alles zur Verherrlichung Gottes!“
Katechese: Seit der Taufe ist unser Leib Wohnung des Hl. Geistes. Unsere Seele soll sich von Ihm erfüllen lassen, von Seiner Göttlichen Liebe. Diese Liebe soll unser Leben steuern und nicht schlechte Triebe, Leidenschaften und böse Begierden. Dann gilt, was der hl. Irenäus sagte: Die Ehre Gottes ist der lebendige Mensch.
Überlegung: Wenn wir vor dem Sarg eines Verstorbenen stehen, dann wird offenbar, ob dieses Leben eine Verherrlichung Gottes dargestellt hat oder nicht. Kardinal Meisner sagte einmal, man soll so leben, dass die Menschen bei der Beerdigung merken, dass der Verstorbene eine Lücke hinterlässt. – Bitte ich Jesus um die Gnade, dass mein Leib wirklich Werkzeug Seiner Liebe und Seiner Ehre ist?
Gebet: Herr, Du rufst uns zu Maßhalten und Ordnung in all unserm Tun, um so den VATER zu verherrlichen. Schenk uns Selbstbeherrschung und Liebe! Amen.
– Lästerung des Namens Gottes – Röm 2,24
„In der Schrift steht: Euretwegen wird unter den Heiden der Name Gottes gelästert.“
Katechese: Der hl. Paulus ermahnt die ersten Christen zu einem authentischen Christenleben. Wenn das Licht Christi durch unser Leben andere Menschen erfasst, dann wird somit der Name Gottes verherrlicht. Wenn jedoch Menschen Anstoß nehmen an Skandalgeschichten mancher Christen, dann bewirkt ihr Leben die Lästerung des Namens Gottes unter den Menschen.
Überlegung: Die ersten 300 Jahre wurden die Christen grausam verfolgt. Doch dank ihrem lebendigen Glaubenszeugnis wurde das Christentum nicht vernichtet, sondern schließlich zur Staatsreligion im römischen Reich. – Wie kann ich die Lauheit im Glaubensleben überwinden und so zur Verherrlichung Gottes beitragen? – Zeugt mein Familien- und Berufsleben davon, dass ich Jesus Christus kenne und Ihn liebe?
Gebet: Herr, schon zu viele haben Dir den Rücken zugekehrt, weil wir Christen ein schlechtes Beispiel gegeben haben. Schenke uns Reue und Umkehr! Amen.
– Lobpreis durch Treue – Joh 12,27-28
„Jetzt ist Meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette Mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche Deinen Namen!“
Katechese: Jesus bittet den VATER nicht um Rettung vor dem bevorstehenden Leiden und Sterben. Denn er wusste darum, dass der Satan als Beherrscher der Welt nur durch sein geduldig ertragenes Leiden besiegt werden konnte. Er bittet deshalb den VATER um den Sieg der Liebe Gottes über den Hass des Satans. Überall wo die Liebe siegt, siegt Gott und wird somit verherrlicht.
Überlegung: Die Verherrlichung Gottes geschieht nicht nur in den guten Tagen des Lebens, sondern besonders dann, wenn unsere Liebe auf die Probe gestellt wird, sowohl in Gesundheit wie in Krankheit. – Bitten wir den Herrn, dass wir Ihn verherrlichen durch unsere Treue in der Liebe bis zum Tod? – Bitte ich Gott um Vergebung für jede Lieblosigkeit?
Gebet: Herr, oft ist es nicht leicht, Christ zu sein. Hilf allen Leidenden, dass sie Dir die Treue halten und so Dich verherrlichen! Amen.
– Lobpreis durch Nachfolge Christi – Joh 15,8
„Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und Meine Jünger werdet.“
Katechese: Jesus vergleicht sich selbst mit einem Weinstock, den Vater mit dem Winzer. Wir sind Rebzweige an diesem Weinstock. Die Früchte, auf die der Vater als „Winzer“ wartet sind die „Trauben“ der Liebe. Es geht aber nicht um irgendeine Liebe. Als Jünger Jesu sollen wir so lieben, wie Er geliebt hat. Diese Liebe schließt niemanden aus. Sie zeigt sich im Vergeben und Segnen auch den schlimmsten Feinden gegenüber.
Überlegung: Wir verwechseln die Liebe oft mit Egoismus und beschränken sie auf unsere Familie und Freunde. Doch damit zeichnen sich die Christen nicht aus. – Könnte ich heute jemandem, der mir unsympathisch ist, ein Zeichen der Liebe Jesu schenken durch einen Gruß oder ein Lächeln? – Bitte ich Jesus um Kraft dazu?
Gebet: VATER, lass mich ein Werkzeug Deiner Liebe werden, dass ich Liebe bringe, wo Hass ist! Gib mir immer Deine Kraft dazu! Amen.
– Lobpreis durch gelebte Liebe – Apg 4,32
„Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam.“
Katechese: Das Erkennungsmerkmal der ersten Christen war ihre Liebe zueinander. Sie ahmten Jesus in der Ausübung des Liebesgebots so sehr nach, dass sie von den Menschen „Christen" (Apg 11,26) genannt wurden. Sie verkauften alles, was sie besaßen und teilten es so untereinander auf, dass niemand Not zu leiden brauchte.
Überlegung: Echte Liebe muss wehtun! pflegte die hl. Teresa von Kalkutta zu sagen. Ein Kind nahm dies ernst, verzichtete wochenlang auf Zucker und brachte diese Tüte Zucker den Hungernden. – Mit welcher Liebestat kann ich zur Verherrlichung des Namens Gottes beitragen? – Gibt es in meiner Nähe jemanden, der Not leidet und meine Hilfe bräuchte, vielleicht durch ein aufmunterndes Wort?
Gebet: Der Name des Herrn sei gepriesen von nun an bis in Ewigkeit. Vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang sei der Name des Herrn gelobt! (vgl. Ps 113) Amen.
– Lobpreis durch Einmütigkeit – Apg 2,46
„Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Einfalt des Herzens.“
Katechese: Wahre Liebe untereinander zeigt sich in der Einheit. Um diese Einheit Seiner Jünger hat Jesus bereits früher zum VATER gebetet. Denn sie legt Zeugnis ab für das Wirken Gottes, verherrlicht so den VATER und bewegt andere dazu, an die Liebe Jesu zu glauben. Diese Einheit kennzeichnete die ersten Christen.
Überlegung: Die Einheit in der Liebe verlangt Verzicht auf Parteilichkeit und Unterordnung unter eine Leitung. Jesus hat als Garanten für die Einheit den Petrus und somit Seine Stellvertreter eingesetzt. – Höre ich auf die Stimme des Papstes? Bete ich um Licht und Kraft für ihn? – Wen sollte ich schon längst um Verzeihung bitten?
Gebet: VATER, wir Christen verhalten uns oft wie kleine Kinder, die furchtbar miteinander streiten. Schenke uns Liebe und Einheit! Amen.
– Lobpreis durch Gaben – 1 Petr 4,10-11
„Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat. Wer redet, der rede mit den Worten, die Gott ihm gibt; wer dient, der diene aus der Kraft, die Gott verleiht. So wird in allem Gott verherrlicht durch Jesus Christus.“
Katechese: In der Kirche – dem Ort der Gegenwart des Hl. Geistes – hat Gott jedem verschiedene Gaben geschenkt. Mit diesen Gaben ergänzen die Christen sich gegenseitig im Aufbau des Reiches der Liebe Gottes auf Erden: Zu Seiner Verherrlichung säen die einen aus, andere begießen die Saat, wieder andere ernten die Früchte der Liebe.
Überlegung: Die hl. Bernadette bedankte sich bei Gott in ihrem Testament für die Gabe ihrer Dummheit und Schwäche. Doch gerade diese ihre Demut erlaubte es Gott, in Fülle durch sie zu wirken. – Nütze ich meine Gaben zur Ehre des Herrn? Danke ich Gott für meine Gaben?
Gebet: Herr, lass uns nicht nur nach großen Gnadengaben verlangen, sondern gerade in den einfachen und schlichten Gaben Deine Liebe in die Welt hineintragen und Dich dadurch verherrlichen! Amen.
– Hat mein Leben einen Sinn? – Mt 6,10
„Dein Reich komme!“
Katechese: In dieser VATER-Unser-Bitte zeigt uns Jesus den tiefen Sinn unseres Lebens: Das endgültige Kommen des Reiches Gottes, das wir auch schlicht und einfach Himmel oder Paradies nennen. Jesus erteilt damit eine Absage jeglichem Denken an eine Reinkarnation und einer Selbstauflösung im Nirwana. So wie er selbst von den Toten auferstanden ist, so wird er auch uns von den Toten erwecken. Sein Reich beginnt schon mit Seiner Gegenwart auf Erden. Er selbst hat den Keim des Gottesreiches in der Kirche gelassen, in Seinem Wort und Sakrament.
Überlegung: Der hl. Pfarrer von Ars sagte dazu schlicht: „Es gibt viele Christen, die nicht einmal wissen, wofür sie auf Erden sind: ‚Warum, mein Gott, hast Du mich in diese Welt gesetzt?’ – ‚Um dich zu erlösen.’ – ‚Und warum willst Du mich erlösen?’ – ‚Weil ich dich liebe.’“
Gebet: Vater im Himmel, die Heiligen haben sich nach Deinem Reich gesehnt. So rufen wir mit ihnen: Maranatha! Komm bald, o Herr! Amen.
– Der Himmel ist offen! – Apg 7,55-56
Stephanus, „erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.“
Katechese: Der Himmel ist offen! Es geht hier nicht um einen wolkenlosen Tag, an dem die Sonne scheint. Stefanus durfte einen Blick in das verborgene Reich Gottes werfen, das durch die Erbsünde der ersten Menschen – d.h. ihren Ungehorsam der Ordnung Gottes gegenüber – verschlossen war. Doch Jesus, unser Erlöser, hat uns den Himmel, das Reich des Vaters, wieder geöffnet.
Überlegung: Der Himmel ist offen für alle, die an Jesus glauben, sich taufen lassen und in guten und in schlechten Tagen in der Liebe Jesu ausharren. – Bitte ich Jesus darum, dass er meinen Glauben stärke?
Gebet: Jesus, danke, dass Du uns den Himmel wieder geöffnet hast. Richte meinen Sinn mehr auf das Himmlische als auf das Irdische! (Kol 3,2) Amen.
– Der Himmel ist unvorstellbar schön – 1 Kor 2,9
„Wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben.“
Katechese: Diese Worte stammen vom hl. Paulus, der bereits zu Lebzeiten in den dritten Himmel entrückt wurde (vgl. 2 Kor 12,2-3). Der Glaube an die Ewigkeit beflügelte ihn, trotz aller Gefahren und Leiden, den Menschen diese frohe Botschaft Jesu weiterzugeben. Alle Leiden erachtete er für nichts im Vergleich mit dieser Herrlichkeit, die im Himmel auf ihn wartet. Sie wird allen zuteil, die Gott lieben.
Überlegung: Der hl. Pfarrer von Ars sagte: „Die Erde ist wie eine Brücke, um über das Wasser zu gelangen. Sie dient nur dazu, unsere Füße zu tragen.“
– Ist mir bewusst, dass die Erde nur eine Durchgangsstation ist? – Halte ich immer wieder inne und denke an das kommende, wunderbare Reich des VATERS, an den Himmel?
Gebet: In den Himmel will ich kommen. Fest hab ich’s mir vorgenommen: Mag’ es kosten was es will, für den Himmel ist mir nichts zuviel! Amen.
– Lass dich nicht verwirren! – Joh 14,1-2
„Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?“
Katechese: Jesus warnt uns vor Verwirrung und Unglauben. Die Menschenseele ist unsterblich. Der Tod ist nicht das Ende. Er ist Beginn des neuen, ewigen, glücklichen Lebens im Reich des Himmlischen Vaters.
Überlegung: Die Verwirrung ist heute voll im Gange: Die einen glauben an die Reinkarnation und kehren zu heidnischen oder esoterischen Selbsterlösungspraktiken zurück. Andere meinen, mit dem Tod sei alles aus und verdrängen den Gedanken an ihren Tod bis ins hohe Alter. – Glaube ich Jesus und Seinem Wort? – Vertiefe ich meinen christlichen Glauben durch gute Vorträge und Schriften?
Gebet: VATER, stärke unseren Glauben und bewahre das einst christliche Europa davor, wieder ins Heidentum zurückzufallen! Amen.
– Unsere Heimat ist im Himmel – Phil 3,20-21
„Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dorther erwarten wir Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt Seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann.“
Katechese: Die ersten Christen glaubten daran, dass sie nur Fremde und Pilger auf Erden sind. So verkauften sie Hab und Gut, lebten in christlicher Gemeinschaft und warteten täglich auf das Kommen Jesu.
Überlegung: „Wir sind die Welt – wir sind ihre Kinder!“ ist der Text eines bekannten Schlagers. Durch den Wohlstand haben viele den Blick auf den Himmel verloren und leben als richtige Weltmenschen. Andere bekriegen sich gegenseitig um die Güter dieser Welt. – Ist mir bewusst, dass meine Heimat im Himmel ist? Könnte ich zu einem Wallfahrtsort pilgern, um mir bewusst zu machen, dass ich als Pilger unterwegs in die Ewige Heimat bin?
Gebet: Herr, hilf uns, dass die Sorgen des Alltags uns nicht verwirren und Dein Kommen uns nicht plötzlich überrascht! (vgl. Lk 21,34) Amen.
– Geburtsstunde für den Himmel – Joh 14,3
„Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu Mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.“
Katechese: Mit diesem Wort verspricht Jesus, uns in der Sterbestunde in das Reich des Himmlischen Vaters heimzuholen. Es steht uns Menschen nicht frei, diese Stunde selbst herbeizuführen. Wir sollen geduldig auf das Kommen Jesu warten und jederzeit dazu bereit sein.
Überlegung: Die Gedenktage der Heiligen fallen auf ihren Sterbetag. Denn wir feiern ihre Geburtstunde für den Himmel. Der hl. Cyprian meint dazu: „Wie verkehrt und ungereimt ist es, wenn wir beten, der Wille Gottes möge geschehen, dann aber nicht sogleich dem Gebot Seines Willens folgen, wenn er uns aus dieser Welt herausruft und wegholt.“
Gebet: Jesus, schon jetzt freue ich mich, wenn Du kommst, um mich ins Reich des VATERS heimzuholen. Nimm von mir alle Angst und schenke mir eine tiefe Sehnsucht nach Dir und Deinem Reich! Amen.
– Das Friedensreich – Offb 20,4-6
„Ich sah die Seelen aller, die enthauptet worden waren, weil sie an dem Zeugnis Jesu und am Wort Gottes festgehalten hatten. … Sie gelangten zum Leben und zur Herrschaft mit Christus für tausend Jahre. ... Das ist die erste Auferstehung. Selig und heilig, wer an der ersten Auferstehung teilhat.“
Katechese: Schon jetzt sind unsere Verstorbenen, die mit Christus gelebt haben, in der Herrlichkeit des Himmels, wenn auch noch ohne ihren verklärten Körper. Es ist das 1000-jährige Friedensreich. Die Zahl 1000 ist dabei symbolisch zu verstehen. Es beendet sich am Letzten Tag, wenn Jesus als Weltenrichter wiederkommt.
Überlegung: Jesus versprach dem guten Schächer, der seine Sünden bereute, dass er noch am selben Tag mit Ihm im Paradies sein wird (vgl. Lk 23,43). – Bitte ich die Heiligen im Himmel um ihre Fürsprache bei Gott? Bete ich für die Verstorbenen, die noch im Fegefeuer leiden müssen?
Gebet: Herr, viele Heilige sind schon jetzt bei Dir in Deinem Reich. Lass auch uns einst zu ihrer Zahl gehören und Dich mit ihnen ewig anbeten und lobpreisen! Amen.
– Unser VATER im Himmel – Mt 6,9
„VATER unser im Himmel!“
Katechese: Am Anfang des Gebets des Herrn richtet Jesus unseren Blick auf den Himmlischen VATER. Unser Gebet sollte kein Geschwätz sein (vgl. Mt 6,7). Wie ein kleines Kind darf ich bei meinen Bemühungen immer wieder auf den VATER schauen, bis Er aufsteht und mir hilft.
Überlegung: Die kleine hl. Therese verbrachte ihren Alltag in ständiger Anbetung ihres über alles geliebten Himmelpapas. Während der Arbeit wiederholte sie ständig: „VATER unser im Himmel!“ und verspürte das unendliche Glück, Kind dieses großen VATERS sein zu dürfen. – Könnte auch ich öfters an meinen VATER im Himmel denken? – Lege ich vertrauensvoll das Neue Jahr in Seine väterlichen Hände?
Gebet: VATER unser, Du bist wirklich da! Ich glaube an Deine liebende Gegenwart. Ich glaube, dass Du mich liebst und mich nie alleine lässt. Mit allen Engeln und Heiligen bete ich Dich in tiefster Ehrfurcht an. Amen.
– Wo finde ich den VATER? – Mt 6,6
„Geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem VATER, der im Verborgenen ist. Dein VATER, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“
Katechese: Jesus lehrt uns, wo wir den VATER finden: im Verborgenen, in der Stille unseres Herzens. Dazu brauchen wir keine langen Pilgerwege zurücklegen. Wie Jesus dürfen wir uns immer wieder an einen stillen Ort zurückziehen, wo wir mit dem VATER ganz allein sind.
Überlegung: „Eine schwatzhafte Seele ist leer in ihrem Inneren. Sie besitzt keine grundlegenden Tugenden, und sie besitzt keine Vertrautheit mit Gott.“ (Jesus zur hl. Sr. Faustina) – Wie kann ich zur Stille gelangen, um die leise Stimme des VATERS besser zu vernehmen? Könnte ich mir vielleicht eine Gebetsecke in der Wohnung einrichten, wo ich während des Tages öfter Kraft tanken kann?
Gebet: VATER im Himmel, nur in Umkehr und Ruhe liegt meine Rettung, nur Stille und Vertrauen verleihen mir Kraft (vgl. Jes 30,15). Hilf mir, jeden Tag Zeit für die Zwiesprache mit Dir zu finden. Amen.
– Im Haus des VATERS – Lk 2,49
Jesus sagte zu Maria und Josef: „Warum habt ihr Mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was Meinem Vater gehört?“
Katechese: Bei ihrer jährlichen Fußwallfahrt nach Jerusalem verlieren Josef und Maria das Jesuskind. Drei Tage suchen sie es voller Angst und finden es schließlich im Tempel. Auf ihren Vorwurf hin verwies es sie auf Seine Pflicht, im Haus Seines VATERS zu sein.
Überlegung: Niklaus Wolff sagte über das Haus des VATERS – die Kirche: „Wenn der Mensch täglich eine Summe Geldes, so klein sie auch wäre, in der Kirche holen könnte, er wäre keinen einzigen Tag zu träge, es zu holen. Ist aber der geistliche Schatz des hl. Messopfers nicht mehr als Geld!“ – Könnte nicht auch ich ab und zu meinen VATER in der Kirche besuchen?
Gebet: VATER, Dein Haus ist mitten unter uns, wo Du uns mit Deiner Liebe beschenken willst. Lass mich im Stress des Alltags immer wieder innehalten und in Deinem Haus auftanken. Amen.
– Den Tag mit dem VATER beginnen – Mk 1,35
„In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand Jesus auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.“
Katechese: Jesus suchte oft das Gespräch mit Seinem VATER. Wir können uns vorstellen, wie Er morgens leise das Haus verließ, in der Dämmerung auf einen Berg hinaufstieg, wo Er mit dem VATER alleine war. Beim VATER suchte Er Antwort vor wichtigen Entscheidungen.
Überlegung: Der Teufel steht – bildlich gesprochen – eine Stunde vor uns auf, damit wir den Tag nicht mit Gott beginnen, sondern belastet mit all unseren Sorgen. So wie der Tag beginnt, so verläuft er dann oftmals, mühselig und leidvoll. – Könnte ich nicht zehn Minuten früher aufstehen, um all meine Sorgen gleich dem Himmlischen VATER zu übergeben? – Danke ich Ihm für jeden neuen Tag?
Gebet: VATER unser im Himmel! Hilf mir, jeden neuen Tag mit Dir zu beginnen. Alle Sorgen und allen Kummer will ich auf Dich werfen, denn dann kümmerst Du Dich selbst um mich (vgl. 1 Petr 5,7). Amen.
– Nachtwache mit dem VATER – Lk 6,12
„In diesen Tagen ging Jesus auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott.“
Katechese: Die Erholung des Körpers ist uns wichtig. Jesus dagegen, selbst nach einem anstrengenden Tag, gefüllt mit dem Ansturm der Menschenmenge, suchte die Erholung Seiner Seele in liebender Zwiesprache mit dem VATER. Sicher hat Er Ihm alles erzählt, was er erlebte: Alle Freude und auch alles Leid. Wie viel Segen hat Er wohl in dieser Nacht erfleht?
Überlegung: Es ist eine seltsame menschliche Eigenart, dass man bis tief in die Nacht Feste feiern kann, sich auf einer Party vergnügt oder lange vor dem Fernseher sitzt. Aber eine Nacht mit dem VATER zu verbringen, scheint für viele unvorstellbar. – Könnte ich nicht wie Jesus abends das kindliche Gespräch mit dem Himmlischen VATER suchen?
Gebet: VATER unser! Einmal dürfen wir die Ewigkeit bei Dir verbringen und das Glück Deiner Gegenwart erleben! Hilf uns, schon hier auf Erden Dein Antlitz zu suchen. Amen.
– Dank dem VATER – Lk 10,21
„In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, VATER, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, VATER, so hat es dir gefallen.“
Katechese: Jesus pries den Himmlischen VATER, als Seine Jünger nach ihrer ersten Mission zurückkehrten und von den Wundern erzählten, die sie erlebt hatten. Die Jünger Jesu waren einfache, ungelehrte Menschen, aber durch ihren kindlichen Glauben an Jesu Wort erfuhren sie die Macht Gottes.
Überlegung: Schon im Alten Testament zählte es zum Lobpreis Gottes, wenn die Väter ihren Kindern die Wundertaten Gottes erzählten. Durch diese Zeugnisse finden andere Menschen zu Gott. – Habe ich Mut, anderen Menschen zu erzählen, wie Gott mir geholfen hat?
Gebet: Himmlischer VATER, wir danken Dir für alles Wunderbare, was Du in Jesu Namen unter uns wirkst. Lass uns immer dankbar Zeugnis dafür ablegen vor den Menschen. Amen.
– Ständiges Gebet zum VATER – Lk 18,7-8
„Sollte Gott Seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu Ihm (dem VATER) schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern zögern? Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen.“
Katechese: Jesus erzählt das Gleichnis von einer Witwe, die solange beim Richter auf ihr Recht pochte, bis dieser aufstand und half. Damit ermuntert Er uns, mit großem Vertrauen unaufhörlich zum VATER zu rufen.
Überlegung: Der VATER erhört uns immer, aber anders und besser als wir es uns ausdenken können. Wir dürfen im Gebet nur nicht nachlassen. Die hl. Monika hatte zwei Söhne. Den guten Sohn kennt heute kaum jemand; Augustinus dagegen, für den sie 20 Jahre zu Gott flehte, ist noch nach 1600 Jahren bekannt durch seine tiefen Schriften.
Gebet: Himmlischer VATER, wir sind oft ungeduldig und wollen sofort die Erhörung unserer Bitten. Lass uns mit mehr Ausdauer und Eifer anklopfen, voller Vertrauen, dass Du alles zum Guten wendest. Amen.
– Geführt vom VATER – Mt 16,17
„Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern Mein VATER im Himmel.“
Katechese: Viele Juden sahen vor zweitausend Jahren in Jesus nur einen besonderen Menschen, der mit Wunderkräften ausgestattet war. Petrus dagegen erkannte Jesus als Sohn Gottes und bekannte: „Du bist der Messias!“ Diese Erkenntnis entsprang nicht seiner eigenen Weisheit. Gott VATER selbst schenkte ihm dieses Licht. So dürfen wir sagen: Alles Gute, was wir denken und erkennen, stammt vom Himmlischen VATER.
Überlegung: Der Mensch ist wie eine Antenne. Er empfängt gute Gedanken von Gott, aber auch schlechte Impulse vom Satan. Kontrolliere ich wachsam meine Gedanken, um mich nur vom VATER leiten zu lassen? Bin ich wachsam im Gebrauch des Internets und der modernen Medien, um sie nur zum Guten zu nützen?
Gebet: Himmlischer VATER, es ist oft schwer, das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Schenk uns immer Dein Licht und Deine Kraft. Amen.
– Geist des VATERS – Lk 11,13
„Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird der VATER im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die Ihn bitten.“
Katechese: Jesus erinnert uns daran, worum wir den Himmlischen VATER bitten sollen: Es soll uns nicht zuerst um Nahrung und Kleidung gehen, sondern um Seinen Geist, den Geist der Liebe. Dann wird uns der VATER alles andere dazu geben, was wir brauchen.
Überlegung: König Salomon durfte zu Beginn seiner Regierungszeit Gott eine Bitte aussprechen. Er bat nicht um Reichtum und Sieg über seine Feinde, sondern um ein weises Herz (vgl. 2 Chr 1,10). – Um was bitte ich den VATER in meinen täglichen Gebeten? Bin ich noch sehr materialistisch eingestellt? – Bitte ich täglich um die Gaben des Hl. Geistes?
Gebet: Himmlischer VATER, Du bist gut! Erfüll uns mit Deinem Hl. Geist, den Geist der Weisheit, der Liebe und der Kraft. Amen.
– Der VATER lässt uns nicht allein – Joh 16,32
„Die Stunde kommt, und sie ist schon da, in der ihr versprengt werdet, jeder in sein Haus, und Mich werdet ihr allein lassen. Aber ich bin nicht allein, denn der VATER ist bei Mir.“
Katechese: Auch Jesus erlebte Augenblicke tiefster Verlassenheit, in denen Seine besten Freunde Ihn verließen und er wie ein Verbrecher geächtet und verurteilt wurde. Aber selbst in der Zeit der größten Einsamkeit wusste Jesus sich geborgen in der liebenden Gegenwart Seines VATERS.
Überlegung: Untreue eines Freundes, Ausgrenzung im Berufsleben, Einsamkeit im Alter: Der Himmlische VATER ist immer da. In guten Tagen oft übersehen, wartet er, ohne deswegen beleidigt zu sein, gerade in den schweren Lebensmomenten auf mich, um mich zu trösten und mir Halt zu geben.
Gebet: VATER, wenn die ganze Welt mich verlässt, so bleibst Du doch an meiner Seite. Ganz weit öffne ich Dir meine Herzenstüre: Tritt ein mit Deiner Liebe, Deinem Trost und Deinem Segen. Amen.
– VATER, Herr der Engel – Mt 26,53
„Glaubst du nicht, Mein VATER würde Mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schicken, wenn ich Ihn darum bitte?“
Katechese: Jesus setzte nicht auf Gewaltanwendung. Als die römischen Soldaten Ihn gefangen nahmen und Petrus Ihn mit dem Schwert verteidigen wollte, gebot Jesus ihm mit obigen Worten Einhalt. Jesus fand dazu die Kraft im Gebet zum VATER, der Ihm dann einen Engel sandte, um Ihn in der Todesangst zu stärken. (vgl. Lk 22,43)
Überlegung: Wie oft sind auch wir versucht, mit Gewalt unsere Rechte durchzusetzen. Doch wenn wir auf den VATER im Himmel schauen, dann lernen wir eine andere Kraftquelle kennen. Der VATER schenkt uns die Kraft, treu in der Liebe auszuharren. – Bitte ich Ihn, dass er mir Seine heiligen Engel zur Hilfe senden möge?
Gebet: VATER, Du bist der Herr der himmlischen Heerscharen! Sende uns immer Deine mächtigen heiligen Engel zu Hilfe. Amen.
– Rückkehr zum VATER – Lk 23,46
„Jesus rief laut: VATER, in Deine Hände lege ich Meinen Geist. Nach diesen Worten hauchte er den Geist aus.“
Katechese: Jesus bestand siegreich die größten Torturen. Trotz allem Hass von Seiten der Menschen siegte in Seinem Leben die Liebe, sogar zu Seinen Feinden und Mördern: „VATER, vergib ihnen!“ (Lk 23,34) Jesus verharrte in der Liebe bis zum letzten Augenblick, wo er dann Seinen Geist in die Liebe des VATERS legte. Im Reich des VATERS sind herrliche Wohnungen für all diese vorbereitet, die so lieben, wie Jesus geliebt hat.
Überlegung: Die Todesstunde ist der schwerste Augenblick in jedem Menschenleben. Doch der Tod ist nicht das Ende. Er ist ein Hinübergehen zum VATER. Gerade dann dürfen wir voll Vertrauen auf den Himmlischen VATER blicken, allen von Herzen vergeben und Sein Erbarmen anrufen. – Bete ich um eine gute Sterbestunde?
Gebet: VATER, schon jetzt vertrau ich Dir meine Sterbestunde an. Bewahre mich vor einem unvorhergesehenen, plötzlichen Tod und hilf mir, allen von Herzen zu vergeben. Amen.
– Der VATER schenkt uns Seinen Geist – Lk 24,49
„Ich werde die Gabe, die Mein VATER verheißen hat, zu euch herabsenden. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet.“
Katechese: Diese Worte sagte Jesus, bevor Er zu Seinem VATER in den Himmel zurückkehrte. Auch nach der Himmelfahrt Jesu lässt uns der VATER nicht allein. Durch Jesus sendet Er uns den Hl. Geist. Es liegt an unserer freien Entscheidung, ob wir Ihn aufnehmen wollen oder nicht.
Überlegung: In besonderer Weise empfange ich die Gaben des Heiligen Geistes, wenn ich den Himmlischen VATER im Namen Jesu demütig darum bitte. – Bitte ich den VATER um das Licht und die Kraft des Heiligen Geistes sowie um Seine Gaben: Rat, Stärke, Weisheit, Wissenschaft, Verstand, Gottesfurcht und Gotteshingabe?
Gebet: Himmlischer VATER, im Namen Jesu bitten wir Dich: Gieße Deinen Geist in unsere Herzen ein! Entflamme uns mit Deiner Göttlichen Liebe! Amen.
– Wer ist unser VATER? – Mt 23,9
„Ihr sollt niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer VATER, der im Himmel.“
Katechese: Aus Ehrfurcht vor dem Gottesnamen „Jahwe“ war es den Juden strengstens verboten, diesen Namen auszusprechen. Jesus lehrt uns die Ehrfurcht bereits vor dem Namen „VATER“. Nur Einem gebührt wirklich im vollen Sinn des Wortes dieser Name: unserem VATER im Himmel.
Überlegung: Kein Mensch kann die Rolle des vollkommenen VATERS ausfüllen. Er zeugt zwar das Leben, entstellt aber oft durch Fehler und Schwächen das Bild des Himmlischen VATERS. – Ist es mir möglich, den Himmlischen VATER von meinem irdischen VATER zu unterscheiden?
Gebet: VATER unser im Himmel! Du bist wirklich mein VATER. Du hast mich auf Dich hin geschaffen und unruhig ist mein Herz bis es ruht in Dir! Amen.
– Gott VATER liebt uns von Anfang an – Jer 1,5
„Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.“
Katechese: Die Hl. Schrift schenkt uns eindrucksvolle Bilder der Liebe des VATERS. Da Gottes innerstes Wesen LIEBE ist (1 Joh 4,16), liebt er uns von Anfang an. Die obigen Worte ergingen an den Propheten Jeremia. Er hatte ein sehr schweres Leben, wusste sich aber vom VATER geliebt seit Ewigkeit.
Überlegung: Nicht alle Menschen kommen auf die Welt wie es Gott in Seiner Liebe gewollt hat. Aber jeder darf wissen: Ich bin vom VATER gewollt seit Ewigkeit, bin Sein geliebtes Kind. Auch für mein Leben hat Gott einen wunderbaren Plan, der mich erfüllt und glücklich macht.
Gebet: VATER im Himmel! Du hast mich wunderbar und einmalig gestaltet. Kein Auge auf Erden, kein Fingerabdruck gleicht dem Meinen. Danke, dass Du mich seit Ewigkeit liebst. Amen.
– Gott liebt uns mehr als ein Vater – Hos 11,2-4
„Ich war es, der Efraim gehen lehrte, ich nahm ihn auf meine Arme. … Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich, mit den Ketten der Liebe. Ich war da für sie wie die Eltern, die den Säugling an ihre Wangen heben. Ich neigte mich ihm zu und gab ihm zu essen.“
Katechese: Der Himmlische VATER kümmerte sich voll Liebe um Sein Volk. Er hörte ihr Weinen, befreite sie aus der Sklaverei in Ägypten und versorgte sie in der Wüste mit Nahrung. Er begleitete sie Tag und Nacht im Zeichen einer Wolken- und Feuersäule und schenkte ihnen Geborgenheit und Schutz.
Überlegung: In vielen lebt das falsche Gottesbild, dass sie die Liebe des VATERS durch gute Leistung erkaufen müssen. Andernfalls erwarte sie Verachtung oder Strafe. Andere meinen, Gott hat die Welt erschaffen, aber hat keine Zeit für mich. Doch Gott ist anders als jeder irdische VATER! – Danke ich Ihm für Seine Liebe, die Er mir umsonst schenkt?
Gebet: VATER, Du sorgst für mich. Du liebst mich. Du hast immer Zeit für mich. In allen Gefahren bin ich in Deinen Armen geborgen. Amen.
– Gott liebt uns mehr als eine Mutter – Jes 49,15-16
„Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: Ich vergesse dich nicht. Sieh her: Ich habe dich eingezeichnet in Meine Hände.“
Katechese: Die VATERHÄNDE sind Ausdruck unendlicher Liebe, Zärtlichkeit und Geborgenheit. Gerade in den schwersten Augenblicken des Lebens, in Verlassenheit und Krankheit, ist Er da und hält uns in Seinem liebenden Arm.
Überlegung: Ungewollte Schwangerschaft, Druck von Mitmenschen, Störfaktor im Berufsleben, Einschränkung des Vergnügens usw. können Gründe dafür sein, dass eine Mutter ihr eigenes Kind nie richtig angenommen und geliebt hat oder sogar abtreiben wollte. Das Kind kann ein Leben lang unter Mangel an Liebe und Zuneigung der Mutter leiden. Gott VATER kann uns auch von diesen Verletzungen heilen. Er liebt uns mehr als jede Mutter.
Gebet: Guter VATER, Dir bringe ich die Verwundungen und Verletzungen meines Lebens. Nimm Du mich in Deine Arme und heile mich! Amen.
– Gott liebt uns mehr als ein Bräutigam – Jes 62,5
„Wie der junge Mann sich mit der Jungfrau vermählt, so vermählt sich mit dir dein Erbauer. Wie der Bräutigam sich freut über die Braut, so freut sich dein Gott über dich.“
Katechese: Ein wunderschönes Bild für die Liebe Gottes ist die Liebe des Bräutigams für seine Braut. Mit vielen Geschenken umwirbt uns der VATER: Nicht nur eine Rose, sondern die ganze Schöpfung zeugt von Seiner Liebe zu uns.
Überlegung: Manche fürchten, den Ansprüchen des Geliebten nicht gerecht zu werden und haben Angst, verlassen zu werden. Der VATER jedoch liebt uns, wie wir sind, mit all unseren Grenzen, Fehlern und Eigenarten. – Wie kann ich Seine Liebe erwidern? Habe ich IHM schon gesagt, dass ich IHN auch liebe?
Gebet: Guter VATER, wie schön ist es, Dir ganz zu gehören. Du liebst mich so, wie ich bin. Ich danke Dir und liebe Dich mit meinem ganzen Herzen. Amen.
– Er siegt über Treulosigkeiten – Ez 16,60-63
„Ich will Meines Bundes gedenken, den ich mit dir in deiner Jugend geschlossen habe, und will einen ewigen Bund mit dir eingehen. … Dann sollst du dich erinnern, sollst dich schämen und vor Scham nicht mehr wagen, den Mund zu öffnen, weil ich dir alles vergebe, was du getan hast.“
Katechese: Der VATER ist anders als wir Menschen. Seine Liebe kennt keine Grenzen. Trotz der entsetzlichen Untreue der Menschen kehrt Er uns nicht Seinen Rücken zu, hasst uns nicht und bietet immer wieder Seine Hand zur Versöhnung an.
Überlegung: „Gott hat mir vergeben, doch die Menschen werden mir nicht vergeben!“ sagte ein Verbrecher vor seiner Hinrichtung. Gottes Liebe siegt über die schlimmsten Treulosigkeiten. Wären unsere Sünden auch so zahlreich wie der Sand am Meer, sie werden uns vergeben, wenn wir reumütig zum VATER umkehren.
Gebet: VATER im Himmel! Nicht alle Heiligen haben gut begonnen. Aber alle haben ihr Leben gut beendet. Danke, dass Du uns immer wieder die Chance des Neuanfangs schenkst! Amen.
– Gott gibt selbst das Liebste hin – Joh 3,16-17
„Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er Seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“
Katechese: Der Himmlische VATER schaut aus einer anderen Perspektive auf uns. Er sieht nicht nur 70, 80 Jahre unseres Lebens, sondern die ganze Ewigkeit. Es liegt Ihm so viel daran, uns ewig glücklich zu machen, dass er sogar Seinen Sohn – Jesus – gesandt hat, damit er uns den richtigen Weg in den Himmel zeige.
Überlegung: Wie schmerzlich ist es, wenn der Arzt ein Bein amputieren muss, um das Leben zu retten. So muss unser VATER auch manchmal etwas Schweres von uns verlangen, damit wir die Ewigkeit nicht verlieren. – Bin ich bereit, voller Vertrauen alles aus Seiner Hand anzunehmen?
Gebet: VATER im Himmel, wie schwer fällt es uns, Dir gänzlich zu vertrauen. Nimm alles Misstrauen und alle Zweifel von uns! Amen.
– Der Widersacher Gottes – Joh 8,38.44
„Ich sage, was ich beim VATER gesehen habe, und ihr tut, was ihr von eurem Vater gehört habt. – Ihr habt den Teufel zum Vater… Er war ein Mörder von Anfang an… Er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.“
Katechese: Jesus erklärt Seinen Zuhörern, dass nicht alles vom Himmlischen VATER herkommt. Der VATER ist Leben, Wahrheit und Liebe. Alles Gute kommt von Ihm. Vom Gegenspieler Gottes, dem Satan, dagegen kommen Tod, Lüge und Hass.
Überlegung: Die Existenz des Teufels wird vielerorts geleugnet. Somit finden die Menschen keine Antwort mehr auf das „Warum“ gegenüber Leid und Bosheit. Irrtümlicherweise klagen sie Gott an und machen IHN verantwortlich für alles Böse. Dahinter steht der Teufel selbst, der Vater der Lüge.
Gebet: Jesus, Du zeigst uns den VATER. Bewahre uns vor Täuschung und Betrug des Teufels! Hilf uns, dem Himmlischen VATER zu vertrauen, auch wenn wir nicht alles verstehen können! Amen.
– Ein strafender Gott? – Offb 16,1
„Ich hörte, wie eine laute Stimme aus dem Tempel den sieben Engeln zurief: Geht und gießt die sieben Schalen mit dem Zorn Gottes über die Erde!“
Katechese: Im letzten Buch der Bibel, der Geheimen Offenbarung, hören wir von den Schalen des Zornes Gottes, den die Engel auf die Erde gießen. Es handelt sich aber nicht um die Willkür Gottes, der Lust hat, die Menschen zu quälen. Auch hier ist es die Liebe des VATERS, der den Menschen für die Ewigkeit retten will. Er will, dass alle umkehren von ihren verkehrten Wegen und ewig glücklich werden im Himmel.
Überlegung: „Schreibe, dass ich durch Gewissensbisse zu ihnen spreche. Durch Misserfolge, damit sie zur Besinnung kommen. Durch Leiden, durch Gewitter und Blitz und durch die Stimme der Kirche.“ (Jesus zur hl. Sr. Faustina) Wenn jemand aber nicht hören will, dann überlässt Gott den Sünder sich selbst. Das ist dann gleichsam seine Selbstzerstörung. – Höre ich auf die Stimme Gottes und mache eine gute Gewissenserforschung?
Gebet: VATER, lass uns erkennen, dass Du uns ständig zur Umkehr rufst. Hilf uns, von den schlechten Wegen abzulassen und auf Dich zu hören! Amen.
– Das Datum vom Weltende – Mk 13,32-35
„Jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der VATER. Seht euch also vor, und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. … Seid also wachsam!“
Katechese: Das Ende der Welt kennt in Seiner Allwissenheit nur der VATER. Das persönliche Ende der Welt ist für jeden Menschen seine Sterbestunde. Wir sollen immer dazu bereit und gut vorbereitet sein.
Überlegung: Erwarteter Polsprung, Klimaveränderung, Vorhersagen vom Weltende durch Zeugen Jehovas: Lass dich nicht verwirren! Die Zukunft liegt allein in Gottes Hand. – Wärest du jedoch gut vorbereitet, wenn dich der VATER heute in die Ewige Heimat rufen würde?
Gebet: VATER, ein Tag ist vor Dir wie 1000 Jahre. Wir sind nur wie das Gras, das blüht und verblüht. Aber Du schaffst eine neue, wunderbare Erde, auf der wir einst ewig leben dürfen. Wir danken Dir dafür. Amen.
– Die Gerechtigkeit des VATERS – Mt 25,34
„Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von Meinem VATER gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.“
Katechese: Nach dem Weltuntergang kommt das Weltgericht. Dann werden alle Menschen von Gott gerichtet werden entsprechend ihren Taten. Jesus erinnert uns daran, dass das Kriterium für den Eintritt in den Himmel die gelebte, barmherzige Liebe ist. Für die bösen Menschen wird es keinen Eintritt in den Himmel geben. Auf sie wartet die ewige Verdammnis.
Überlegung: Die Slogans „Alle kommen in den Himmel“ oder „Die Hölle ist leer!“ stimmen nicht mit dem Evangelium überein. Zu Lebzeiten haben wir die Möglichkeit, die Erlösung aus der Hand des VATERS anzunehmen. Wir können sie aber auch abweisen und in unserer Bosheit verharren. – Nehme ich Jesus als meinen Erlöser an?
Gebet: Herr, Du wirst einst kommen zu richten die Lebenden und die Toten. Sei uns dann ein milder Richter und nimm uns auf in Dein Reich. Amen.
– Jesus offenbart den VATER – Lk 10,22
„Mir ist von Meinem VATER alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der VATER, und niemand weiß, wer der VATER ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.“
Katechese: Viele Juden wollten es nicht glauben, als Jesus sagte: „Noch ehe Abraham wurde, bin ich.“ (Joh 8,58). Denn mit diesen Worten offenbarte er Seine Gottheit. Schon vor Seiner Geburt in Bethlehem existierte Er als Gott seit Ewigkeit. Er ist zu uns auf die Erde gekommen, um uns vom Himmlischen VATER zu erzählen und uns den Weg zu IHM zu zeigen.
Überlegung: Die Juden sahen Jesus als einen besonderen Menschen, der mit besonderen Kräften ausgestattet war. Nur wenige von ihnen erkannten Seine Gottheit und glaubten an Ihn und an Seine Worte über den VATER. – Glaube ich fest an Jesus und Seine Botschaft?
Gebet: VATER, da die Welt mit all ihrer Weisheit Dich nicht erkannte, hast du beschlossen, alle die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten (1 Kor 1,21). Schenk uns einen kindlichen Glauben an Dich! Amen.
– Allerheiligste Dreifaltigkeit – Joh 14,8-9
„Philippus sagte zu Jesus: Herr, zeig uns den VATER; das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast Mich nicht erkannt, Philippus? Wer Mich gesehen hat, hat den VATER gesehen.“
Katechese: In diesen Worten verweist Jesus auf das große Geheimnis der Dreifaltigkeit Gottes. Obwohl drei Personen – VATER, SOHN, HL. GEIST – sind sie doch ein einziger Gott. Wer Jesus sieht, sieht gleichzeitig den VATER und den Hl. Geist – nämlich Seine Liebe, Güte und Barmherzigkeit.
Überlegung: Das tiefe Geheimnis der Dreifaltigkeit lässt sich nur bildhaft erklären: sei es mit einem Kleeblatt: Eine Pflanze mit drei Blättern; sei es mit dem Wasser: Es besitzt eine einzige chemische Formel H2O, existiert aber in drei Seinsweisen: Wasser – Eis – Dampf. – Mache ich mit Glauben und Ehrfurcht das Kreuzzeichen?
Gebet: O großer Gott – Du bist eins in Deiner Liebe und neigst Dich uns zu in Deinem Sohn und Geist. Lehre uns, Dich in der WAHRHEIT und im GEIST anzubeten! Amen.
– Einheit Gottes – Joh 17,21
„Alle sollen eins sein: Wie Du, VATER, in Mir bist und ich in Dir bin, sollen auch sie in Uns sein, damit die Welt glaubt, dass Du Mich gesandt hast.“
Katechese: Jesus betet um die Einheit Seiner Jünger. Sie sollen eins sein, wie der VATER und der Sohn eins sind. Das innerste Wesen Gottes ist Liebe. Sie ist so gewaltig groß, dass aus der Liebe des Vaters und des Sohnes die Person des Hl. Geistes hervorgeht.
Überlegung: Ein vergleichbares Bild für die Einheit in Gott ist die Familie. Aus der gemeinsamen Liebe der Eheleute entsteht das Kind. Die Einheit in der Liebe ist eine große Kraftquelle. An dieser Einheit Gottes dürfen wir Christen teilhaben und die Kraft der Liebe Gottes schöpfen.
– Wie trage ich zur Einheit bei, sei es in der Familie, Pfarrgemeinde oder in der zerrissenen Christenheit?
Gebet: VATER im Himmel, wie Du eins bist mit dem Sohn und dem Hl. Geist, so lass auch uns Christen eins sein in Dir, damit die Welt Jesus erkennt, den Du gesandt hast. Amen.
– Gott, der Gute Hirte – Joh 10,14-15
„Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen Mich, wie Mich der VATER kennt und ich den VATER kenne; und ich gebe Mein Leben hin für die Schafe.“
Katechese: Jesus nennt sich selbst den Guten Hirten und offenbart auch hier Seine Gottheit. Dieses Bild war den Juden bekannt aus den Psalmen und beschreibt die liebende, sorgende und schützende Gegenwart des VATERS.
Überlegung: Im Bild des Guten Hirten zeigt sich das wahre Gesicht des VATERS: Er wartet nicht auf den Fehltritt eines Schäfleins, um es zu schlagen, zu bestrafen oder zu töten. Nein, voll väterlicher Sorge geht Er jedem irrenden Menschen nach, ruft nach ihm und sucht ihn. Wenn das Schäflein umkehrt, nimmt er es voller Freude auf Seine Arme. – Höre ich Seine liebevolle Stimme? Flüchte ich mich wieder in Seine Arme?
Gebet: VATER, Du bist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Du stillst mein Verlangen und leitest mich auf rechten Pfaden. Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn Du bist bei mir (Ps 23). Amen.
– Der Barmherzige VATER – Lk 15,20
„Der VATER sah seinen Sohn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.“
Katechese: Das Gleichnis vom verlorenen Sohn erzählte Jesus den selbstgerechten Pharisäern, die daran Anstoß nahmen, dass Jesus voll Liebe öffentliche Sünder annahm und ihnen ihre Sünden vergab. Er zeigt uns somit das Bild der Barmherzigkeit des VATERS. Es gibt keine Schuld, die noch so groß wäre, dass sie nicht Vergebung fände bei Gott, wenn der Mensch reumütig zum VATER zurückkehrt.
Überlegung: Manche Menschen erwarten die Seelenschau, wodurch die Menschen das Elend ihrer Sünden erkennen. Gleichzeitig sollten wir aber um das Vertrauen in die Barmherzigkeit Gottes beten, damit wir bei der Erkenntnis unseres Elends – spätestens in der Todesstunde – nicht verzweifeln. – Bitte ich Gott täglich um Sein Erbarmen?
Gebet: Barmherziger VATER! Du füllst den Abgrund meines Elends auf mit Deiner unendlichen Barmherzigkeit. Lass mich Deine Barmherzigkeit in Ewigkeit lobpreisen. Amen.
– Der VATER als Winzer – Joh 15,1-2
„Ich bin der wahre Weinstock, und Mein VATER ist der Winzer. Jede Rebe an Mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.“
Katechese: Jesus nützt Gleichnisse aus dem Alltagsleben. Die Welt ist der große Weinberg des VATERS, wir aber sind die Rebzweige, die mit Jesus verbunden, gute Früchte der barmherzigen Liebe hervorbringen sollen. Durch das Wort Jesu reinigt uns der VATER, damit wir immer mehr verwandelt werden in Seine Göttliche Liebe.
Überlegung: Kleine Kinder freuen sich nicht immer, wenn sie von der Mama gewaschen werden. Auch uns fällt es schwer, wenn der VATER unser Leben reinigen will. Nehme ich Seine Mahnungen gerne an – sei es durch das Wort Jesu, sei es durch die Kritik guter Menschen? – Nütze ich gerne die Gelegenheit zur hl. Beichte, um meine Seele von Jesus rein waschen zu lassen?
Gebet: VATER, reinige uns durch Dein Wort, damit wir Früchte guter Taten bringen zu Deiner Ehre! Amen.
– Frieden und Sendung – Joh 20,21
„Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie Mich der VATER gesandt hat, so sende ich euch.“
Katechese: Diese Worte sagte Jesus Seinen Jüngern nach der Auferstehung. Er schenkt uns Seinen Frieden, den Er vom VATER bringt, den wir in der Welt nicht finden können, weder in anderen Religionen noch esoterischen Praktiken. Dieser Friede ist das Geschenk der Erlösung, das uns der VATER in Jesus anbietet. Wir sind gesandt, allen diese frohe Botschaft weiterzugeben.
Überlegung: „Wir erlösen uns selbst durch eine Christuskraft, die in jedem Menschen ist! Nach 80 Millionen Wiedergeburten wird es uns gelingen!“ – soweit das Angebot der Esoterik. – Ist es nicht besser, den Menschen von der Erlösung des VATERS im wahren Herrn Jesus Christus zu erzählen? Er schenkt uns schon jetzt den Frieden und einst die Freude der Auferstehung!
Gebet: VATER, Du sendest uns, um anderen Deinen Frieden und Deine Freude zu bringen. Lass uns jede Gelegenheit dazu nützen! Amen.
– Lobpreis Jesu als Bitte – Mt 14,19-20
„Jesus nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten und alle aßen und wurden satt.“
Katechese: So wie Jesus uns beten lehrt, so beginnt auch Er selbst Sein Gebet mit dem Lobpreis. Er bittet nicht um ein Wunder, sondern dankt dem VATER bereits im Voraus für Seine Hilfe. Danach sättigt er 5000 Männer mit ihren Frauen und Kindern.
Überlegung: Womit beginne ich mein Gebet? Danke ich zuerst dem Himmlischen VATER, oder ist mein Gebet ein einziges langes Bitten ohne tiefen Glauben an Seine Hilfe? – Danke ich Ihm auch beim Tischgebet für das tägliche Brot und Seine väterliche Vorsehung?
Gebet: Himmlischer VATER, Du schenkst uns das Brot vom Himmel. Du sättigst uns und sorgst täglich um uns. Wir danken Dir dafür. Amen.
– Danksagung Jesu – Joh 11,41.43
„Jesus erhob Seine Augen und sprach: VATER, ich danke Dir, dass Du mich erhört hast. Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!“
Katechese: Bevor Jesus den toten Lazarus auferweckte, dankte er dem VATER für die Erhörung Seines Gebetes. Danach rief er den Verstorbenen aus dem Grab. Die Auferweckung Lazarus verherrlicht den VATER, der in Jesus uns allen neues Leben schenken will.
Überlegung: In der hl. Taufe schenkt Jesus auch uns das neue Leben als Kinder Gottes. Zuvor waren wir ausgeschlossen vom ewigen Leben, dem Tode verfallen. – Danke ich Gott täglich für die Taufgnade? – Bete ich für diese, die Gott noch nicht kennen, um das Licht des Glaubens an den einen, wahren Gott?
Gebet: Himmlischer Vater, wir danken Dir für das neue Leben in Jesus. Hilf uns, dass unser Leben Deinen Namen verherrliche! Amen.
– Dank Marias – Lk 1,46-49
„Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit Seiner Magd hat er geschaut. … Denn der Allmächtige hat Großes an mir getan, und Sein NAME ist heilig.“
Katechese: Gott hat Maria auserkoren, dem Messias das Leben zu schenken ohne Zutun eines Mannes rein durch das Wirken des Hl. Geistes. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Nach damaliger jüdischer Sitte drohte ihr jedoch die Steinigung, da die Juden dieses Geheimnis nicht kannten. Doch furchtlos lobt Maria den Herrn und dankt Ihm bereits für Sein mächtiges Wirken in der Zukunft.
Überlegung: Jedes Kind ist ein einmaliges Geschenk Gottes. Es gibt für eine Frau keine schönere Aufgabe, als einem Menschen das Leben zu schenken. Doch oft stößt sie dabei auf Ablehnung und Unverständnis. – Helfe ich ihr durch meinen Beistand und mein Gebet, damit sie Gott für ihr Baby dankt und auf Seine Vorsehung vertraut?
Gebet: Allmächtiger Gott, Du hast Großes an Maria getan. Wir danken Dir für Maria, die seit Anfang an Deinen Sohn voller Zuversicht und Dankbarkeit angenommen und geliebt hat. Amen.
– Dank Zacharias’ für die Erlösung – Lk 1,68
„Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat Sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen; er hat uns einen starken Retter erweckt im Hause Seines Knechtes David.“
Katechese: Zacharias wusste als Priester des Volkes Israel um die große Schuld des Volkes und dass die damals üblichen Tieropfer diese Schuld nicht tilgen konnten. Nun erfuhr er voller Freude vom Kommen des Messias, des Erlösers, der diese Schuld hinweg nimmt. Sein Dank an den Himmlischen Vater fand Widerhall in seinem Lobpreis des „Benediktus“.
Überlegung: Wir brauchen uns nicht selbst erlösen. Jesus, der Retter ist da und ich darf Ihm meine Schuld abgeben durch mein reuevolles Bekenntnis, am besten in der hl. Beichte. Danke ich dem VATER täglich für die Gnade der Erlösung, dass Er mich in Jesus der Macht Satans und der Sünde entreißt?
Gebet: VATER, mit großer Blindheit sündigen wir täglich und nehmen die Erlösung als selbstverständlich an. Schenke uns ein dankbares und reuevolles Herz. Amen.
– Dank Simeons für das Heil – Lk 2,29-32
„Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“
Katechese: Jahrtausende wartete das Volk Israel sehnsüchtig auf den Messias. Jahrtausende sehnten sich die Verstorbenen im Scheol (= Vorhimmel / Totenreich) auf ihre Aufnahme in den Himmel. Voller Freude und Dankbarkeit erkennt der greise Simeon, dass in Jesus das Ewige Heil gekommen ist. Nun kann er ruhig sterben, denn Jesus öffnet den Verstorbenen das verschlossene Paradies.
Überlegung: Nur wenige Menschen denken an ihren Tod. In ihrem Unglauben verdrängen sie diesen Gedanken durch verschiedene Ablenkungen. Sollten wir nicht auch wie Simeon dem VATER danken für das Heil, das uns Jesus bringt, und sehnsüchtig das Kommen Jesu erwarten?
Gebet: VATER, Du hast uns den Heiland gesandt, der wirklich Heil in unser Land bringt. Wir danken Dir für unsere Hoffnung auf das Ewige Leben. Amen.
– Besiegung Goliats durch Lobpreis – 1 Sam 17,45-46
„David antwortete dem Philister Goliat: Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im NAMEN des Herrn der Heere, … den du verhöhnt hast. Heute wird dich der Herr mir ausliefern. … Alle Welt soll erkennen, dass Israel einen Gott hat.“
Katechese: Die Macht des Lobpreises zeigte sich bereits im Leben Davids. Der kriegerische Stamm der Philister bedrohte die Israeliten, die aus Angst vor ihnen fast vergingen. Doch der junge Hirtenbub David vertraute auf das mächtige Eingreifen des Lebendigen Gottes: Er lobte und pries den NAMEN Gottes und besiegte mit seinem großen Gottvertrauen den Riesen Goliat.
Überlegung: Viele Psalmen, die David verfasst hat, zeugen von einem Leben voll inbrünstigem Lobpreis und tiefem Gottvertrauen. In ihnen dankt er dem VATER für alle Wundertaten, die Er in der Mitte des Volkes vollbrachte. – Könnte ich einen Psalm in der Bibel aufschlagen und mit diesen Worten den Himmlischen Vater loben und preisen?
Gebet: Herr, Du erlöst mich von allem Unheil und rettest mich am Tag der Not. Darum danke ich Dir und lobe Deinen Namen (vgl. Sir 51,12). Amen.
– Siebentägiger Lobpreis bei Jericho – Jos 6,2-5
„Sieh her, ich gebe Jericho …in deine Gewalt. Ihr sollt mit allen Kriegern um die Stadt herumziehen und sie einmal umkreisen. Das sollst du sechs Tage lang tun. ... Am siebten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt herumziehen, und die Priester sollen die Hörner blasen. … Darauf wird die Mauer der Stadt in sich zusammenstürzen.“
Katechese: Josua setzte nicht auf seine Kriegskünste, sondern auf das Eingreifen Gottes. Voll Glauben an Gottes Verheißung umzog er mit den Menschen die Stadt Jericho. Sieben Tage lang priesen und lobten sie dabei Gott für den kommenden Sieg, der dann auch tatsächlich eintrat.
Überlegung: Könnte ich Gott loben mit Instrumenten, Gesang und Prozessionen? Könnte ich mit einer Novene (= neun Tage) Gott danken, dass er mein Anliegen so erhört, wie er weiß, dass es gut für mich ist?
Gebet: Herr, auch wir wollen in allen Lebenslagen betend und flehend unsere Bitten mit Dank vor Dich bringen (vgl. Phil 4,6). Amen.
– Lobpreis im Gefängnis – Apg 16,24-26
Der Gefängniswärter warf Paulus und Silas „in das innere Gefängnis und schloss zur Sicherheit ihre Füße in den Block. Um Mitternacht beteten Paulus und Silas und sangen Loblieder; und die Gefangenen hörten ihnen zu. Plötzlich begann ein gewaltiges Erdbeben, so dass die Grundmauern des Gefängnisses wankten. Mit einem Schlag sprangen die Türen auf, und allen fielen die Fesseln ab.“
Katechese: Wegen ihres Glaubens an Jesus Christus wurden Petrus und Silas ins Gefängnis geworfen. Doch anstatt entmutigt zu sein, priesen sie den Herrn mit ihren Lobliedern sogar im Gefängnis.
Überlegung: Aus der Todeszelle im KZ – Auschwitz drangen nicht die gewohnten Verzweiflungsschreie und Flüche, als der hl. Maximilian Kolbe dort verhungerte. Einstimmend in seine Loblieder fanden alle Todeskandidaten Trost. – Wie reagiere ich, wenn ich für meinen Glauben leiden muss oder dafür verspottet werde? Lobe ich Gott auch im Leid?
Gebet: Herr, oft jammern und klagen wir bei Schicksalsschlägen und im Leid. Schenk uns dann im Lobpreis Trost und Kraft! Amen.
– Lobpreis der Heiligen im Himmel – Offb 15,2-4
„Die Sieger… sangen: Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr, Gott und Herrscher über die ganze Schöpfung. … Wer wird Deinen Namen nicht preisen? Denn Du allein bist heilig: Alle Völker kommen und beten Dich an.“
Katechese: In der Geheimen Offenbarung des hl. Johannes dürfen wir einen kleinen Blick in den Himmel werfen. Alle, die mit Jesus gelebt und in Ihm und für Seinen Namen gestorben sind, erleben eine unwahrscheinlich große Freude im Himmel. Sie sehen Gott in Seiner Herrlichkeit und loben ihn ohne Ende.
Überlegung: Ein traumhaftes Musikstück lässt die Menschen in heftiges Applaudieren ausbrechen. Dies ist ein winziges Bild für das, was uns im Himmel erwartet, wenn wir Gottes Antlitz sehen und im Lobpreis jubeln. – Freu ich mich darauf einst Gott schauen zu dürfen?
Gebet: Herr, Du bist groß und wunderbar. Schenke auch uns die Gnade, dass wir Dich einst ewig im Himmel preisen dürfen! Amen.
– Anbetung der Engel – Jes 6,1-3
„Ich sah den Herrn. Er saß auf einem hohen und erhabenen Thron. … Serafim standen über ihm. … Sie riefen einander zu: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere. Von Seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt.“
Katechese: Dem Propheten Jesaja war das Glück beschieden, dass er dem Lobpreis der heiligen Engel im Himmel hören durfte. Ihr Lobpreis geht bereits über in tiefste Anbetung. Die Anbetung erschließt uns das Innerste der Herrlichkeit Gottes. Es ist das unaussprechliche Glück des Einsseins mit dem über alles geliebten Gott, der selbst die Liebe ist.
Überlegung: Wir beten den Lobpreis bei jeder hl. Messe: „Heilig, heilig, heilig, Gott aller Mächte und Gewalten! Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit!“ – Die tägliche Anbetung schenkt unserem Leben einen neuen, tiefen Sinn. Könnte ich gemeinsam mit meinem Schutzengel Gott anbeten?
Gebet: O Gott, Du bist dreimal heilig! Mit allen Engelchören stimmen wir ein in den Lobpreis Deiner Herrlichkeit: Heilig, Heilig, Heilig! Amen.
– Die Engel loben Gott allein – Tob 12,6
Der Engel Rafael sagte: „Preist Gott, und lobt Ihn! Gebt Ihm die Ehre, und bezeugt vor allen Menschen, was er für euch getan hat. Es ist gut, Gott zu preisen und Seinen NAMEN zu verherrlichen und voll Ehrfurcht Seine Taten zu verkünden. Hört nie auf, Ihn zu preisen.“
Katechese: Der Erzengel Rafael wurde von Gott gesandt, um den jungen Tobias auf seiner gefährlichen Reise zu begleiten. Er bewahrte ihn vor Unglück, heilte seine Braut von dämonischer Umsessenheit und seinen Vater von Blindheit. Als die Familie ihm dafür danken wollte, lehnte er dies strikt ab. Er ermahnte sie jedoch, Gott als den Urheber alles Guten zu loben und Zeugnis davon abzulegen.
Überlegung: Unsere Engel schauen stets das Antlitz Gottes (vgl. Mt 18,10). Sie sind ständig im Lobpreis Gottes versunken, erkennen im Lichte Gottes aber sofort unsere Not und eilen uns zu Hilfe. – Stimme ich gerne mit ein in den unablässigen Lobpreis Gottes der heiligen Engel? – Gebe ich vor anderen Zeugnis von der Hilfe meines Schutzengels?
Gebet: VATER, Herr der Himmlischen Heerscharen. Wir danken Dir für den heiligen Schutzengel. Mit ihm wollen wir Dich loben und preisen. Amen.
– Unsinnige Prahlerei – Jes 10,15
„Prahlt denn die Axt gegenüber dem, der mit ihr hackt, oder brüstet die Säge sich vor dem, der mit ihr sägt? Das wäre, wie wenn der Stock den Mann schwingt, der ihn hochhebt, oder wie wenn der Knüppel den hochhebt, der nicht aus Holz ist.“
Katechese: Wir Menschen sind sehr kurzsichtig. Wir sehen die wunderbare Wirkung, vergessen aber Gott, der uns das Wollen und Vollbringen schenkt (vgl. Phil 2,13). Ohne Gott können wir wirklich nichts Gutes tun (vgl. Joh 15,5). Aber alles können wir in Jesus, der uns stets die Kraft für das Gute gibt (vgl. Phil 4,13). So gebührt alle Ehre nur dem Herrn.
Überlegung: Die kleine hl. Therese sah sich selbst als „Besen“ Gottes. „Wenn Er ihn benötigt, nimmt er ihn aus der Ecke und vollbringt große Taten. Wenn die Arbeit vollbracht ist, wird der Besen von Gott wieder in die Ecke gestellt.“ – Bin ich bereit Gott als Werkzeug zur Verfügung zu stehen?
Gebet: Herr, lass uns dieses nie vergessen: Wenn nicht Du das Haus baust, müht sich jeder umsonst, der daran baut. Wenn nicht Du die Stadt bewachst, wacht der Wächter umsonst (vgl. Ps 127,1). Amen.
– Ehre sei Gott in der Höhe – Lk 2,13-14
„Plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen Seiner Gnade.“
Katechese: Die Engel, die den Hirten von Bethlehem die Geburt des Messias verkündeten, lobten Gott für dieses große Ereignis: Für den Beginn des Sieges der Liebe Gottes über den Hass in der Welt. Zugleich zeigen sie, wie wir den wahren Frieden finden können: Alle, die Gott die Ehre geben und nicht mehr um die eigene Ehre streiten, werden den tiefen Frieden Gottes erfahren.
Überlegung: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden den Menschen auf Erden!“ beten oder singen wir bei jeder Sonntagsmesse. – Ehre ich Gott durch mein Leben oder kämpfe ich noch um meine eigene Anerkennung und werde sofort traurig oder ärgerlich, wenn ich von anderen nicht gelobt oder bemerkt werde? – Danke ich Gott für alles?
Gebet: VATER, nicht uns bring zu Ehren, sondern Deinen Heiligen NAMEN (vgl. Ps 115,1). Uns aber schenke Deinen tiefen Frieden! Amen.
– Gotteslob für alles Gute – Mt 5,16
„So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“
Katechese: In der Bergpredigt ruft uns Jesus auf, die Augen auf den VATER zu richten, der alles Gute bewirkt. Jesus selbst wirkte in der Kraft des VATERS viele Wunder: Er heilte Kranke, trieb Dämonen aus, weckte Tote auf. Dafür lobten die Juden aber nicht Jesus, sondern den VATER im Himmel, der Ihm als Mensch eine solche Vollmacht verliehen hat (vgl. Mt 9,8).
Überlegung: Auch die Heiligen sahen sich nur als Werkzeuge der Liebe Gottes an. Sie zeigten immer wieder auf Gott, dem allein das Lob gebührt. – Verlange ich noch nach dem „Weihrauch“ des menschlichen Lobes für mich oder gebe ich das Lob der Menschen an Gott weiter? – Bin ich mir bewusst, dass Gott alles Gute in mir bewirkt?
Gebet: VATER, Du bist immer noch am Werk und wir dürfen Deine Werkzeuge sein. Gib uns den Mut und die Kraft Dir alle Ehre abzugeben, die wir erhalten! Amen.
– Ehrsucht verhindert Glauben – Joh 5,44
„Wie könnt ihr zum Glauben kommen, wenn ihr eure Ehre voneinander empfangt, nicht aber die Ehre sucht, die von dem einen Gott kommt?“
Katechese: Viele angesehene Juden wagten es aus Menschenfurcht nicht, sich zu den Jüngern Jesu zu zählen. Die Ehre in den Augen der Menschen war ihnen wichtiger als die Ehre, Kinder Gottes zu werden. Nikodemus, einer von der hohen Priesterklasse, suchte Jesus nur heimlich in der Nacht auf, damit niemand es merke. Demütige Menschen, die sich nicht um das Gerede der Menschen kümmerten, folgten Jesus nach.
Überlegung: Die Moslems legen ihren Gebetsteppich aus, um Allah zu loben, egal was die Menschen von ihnen denken. – Wage ich mich im Beisein anderer Menschen Gott zu danken, zum Beispiel beim Tischgebet im Gasthaus? – Bekenne ich mich zu Jesus in der Öffentlichkeit?
Gebet: VATER, oft verleugnen wir aus Menschenfurcht den Glauben an Dich und machen faule Kompromisse. Stärke unseren Glauben, damit wir immer bereit sind, Dich zu loben, auch wenn wir dafür verspottet werden. Amen.
– Gotteslob wider den Mainstream – Lk 6,26
„Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.“
Katechese: Jesus erinnert in den Seligpreisungen daran, dass für uns Christen andere Werte wichtig sind, nämlich die Verherrlichung Gottes und das Leben nach Seinen Geboten. Es gab aber immer wieder Propheten, die den Menschen nach dem Mund redeten und ihnen schmeichelten, nur um ihre Gunst zu gewinnen. Jesus dagegen verkündete den Menschen mutig die unbequeme Wahrheit.
Überlegung: Die Welt lobt die ihren, aber nicht Gott. Die anderen werden ausgegrenzt, geächtet, getötet. – Suche ich zuerst die Verherrlichung Gottes, indem ich mutig zu meinen christlichen Überzeugungen stehe oder suche ich noch faule Kompromisse? – Sage ich immer mutig die Wahrheit und vermeide jegliche Notlüge?
Gebet: VATER, schütze mich davor, den Menschen zu schmeicheln, nur um ihre Gunst zu gewinnen. Gib mir Kraft, für Deinen Namen auch Schweres zu ertragen und Dich so durch mein Leben zu lobpreisen! Amen.
– Dankbarkeit für Hilfe – Lk 17,15-16
Einer von den Aussätzigen „kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte Ihm. Dieser Mann war aus Samarien.“
Katechese: Zu Jesus kamen zehn Aussätzige und flehten um ihre Heilung. Nur einer von ihnen, dazu ein Samariter, von einem Volksstamm, der von den Juden verachtet wurde, kehrte zurück, um Gott für die Gesundheit zu danken und in Ihm Gott anzubeten.
Überlegung: „Die Not lehrt beten“, sagt ein Sprichwort. Sobald die Not an die Tür klopft, wird der ganze Himmel bestürmt. Wenn Gott uns in Seiner Huld beschenkt, wer denkt dann noch ans Danken? Der hl. Vinzenz Pallotti machte sich zur Gewohnheit Gott ebenso lange zu danken, wie er Ihn um Gnaden gebeten hat. – Danke ich dem VATER innig für jede Gnade: Für meine Familie, Arbeit, Gesundheit usw.?
Gebet: Herr, Du erhörst immer jedes Gebet, wenn auch oft anders als ich es erwartet habe. Voll Ehrfurcht werfe ich mich vor Dir nieder und danke Dir für all Deine Hilfe! Amen.
– Löchriger Geldbeutel – Mt 6,2
„Wenn du Almosen gibst, lass es nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus lädt uns ein, durch Almosengeben Schätze für den Himmel zu sammeln. Doch wenn das Motiv unseres Gebens nicht die Ehre Gottes allein ist, sondern wir von den Menschen Lob dafür erwarten, dann haben wir mit dem Lob unseren Lohn bereits erhalten.
Überlegung: Jedes menschliche Lob, das wir für unsere guten Taten erwarten, reißt ein Loch in den „Geldbeutel“, mit dem wir Verdienste für den Himmel sammeln. – Ist mir bewusst, dass empfangene Ehre von Menschen bewirkt, dass man mit leeren Händen vor Gott erscheint? Sollte ich als Verwalter der Güter Gottes auf Erden meine Liebespflicht nicht in Bescheidenheit und Demut erfüllen?
Gebet: Vater im Himmel hilf uns, unser Almosen so zu geben, dass die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut. Denn Du siehst und vergiltst das Verborgene, das wir aus Liebe zu Dir und zu Deiner Ehre tun. Amen.
– Fasten zur Ehre des Vaters – Mt 6,16
„Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus selbst fastete 40 Tage und 40 Nächte, aber nicht um sich bei den Menschen wichtig zu machen, sondern um Kraft für Seine Mission zu schöpfen. Nach der Fastenzeit kehrte Er mit der Kraft des Hl. Geistes erfüllt aus der Wüste zurück und verherrlichte den Vater in allem, bis zu Seinem Tod am Kreuz.
Überlegung: Viele Heilige suchten Gott durch Fasten und Beten. – Was ist mein Fastenmotiv? Will ich von den Menschen bemerkt und bewundert werden? Faste ich nur um der Figur willen? Oder faste ich allein zur Ehre Gottes, um Gott damit zu verherrlichen und geistige Kraft zu schöpfen? Danke ich Gott dafür, wenn ich fasten kann?
Gebet: VATER im Himmel, schenke mir den Geist des wahren Fastens im Verborgenen, allein zu Deinem Ruhm und Deiner Ehre! Amen.
– Gebet zur Ehre des Vaters – Mt 6,5
„Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus spricht hier diese Menschen an, die in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete verrichten, um von den Menschen dafür bewundert zu werden. Doch ihr Herz ist weit weg von Gott. Noch verwerflicher wird das Gebet, wenn jemand in Selbstgerechtigkeit sich selbst vor Gott lobt, den Nächsten aber verurteilt. Jesus warnt eindringlich vor dieser verlogenen Haltung der Heuchelei.
Überlegung: Wie sieht mein Gebet aus? Ist meine Teilnahme an der Eucharistiefeier wirklich Danksagung an Gott oder nur aus Tradition, um Menschen zu gefallen? Habe ich zuhause eine Gebetsecke, wo ich täglich im Verborgenen mit Gott innige Zwiesprache halte und Ihn lobe und preise? Verwandle ich jegliche Kritik in ein Stoßgebet?
Gebet: Himmlischer VATER, lass den Schall meiner Gebete nicht nur bis zur Zimmerwand dringen, sondern lass es wie Weihrauch zu Dir aufsteigen allein zu Deiner Ehre! Amen.
– Nur im Kreuz ist unser Ruhm – Gal 6,14
„Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.“
Katechese: Paulus könnte sich seiner besonderen Herkunft, Privilegien und Ausbildung rühmen. Doch er weiß: All das ist nichts in den Augen des Herrn. Unser Ruhm ist der Erlösertod Jesu am Kreuz: „Durch Seine Wunden sind wir geheilt.“ (1 Petr 2,24) Jesus hat den Lösepreis für unsere Sünden bezahlt und uns losgekauft aus der Sklaverei des Satans. Der Segen Gottes wird uns zuteil in der Taufe.
Überlegung: Habe ich Jesus schon einmal für Sein Leiden und Sterben am Kreuz gedankt? Küsse ich mit Ergriffenheit und Dankbarkeit das Bildnis des Gekreuzigten? Hat das Kreuz Jesu einen Ehrenplatz in meiner Wohnung?
Gebet: Vater, wir preisen Dich für das Erlöserleiden Deines Sohnes. Hilf uns, in der Welt als Deine Kinder zu leben und stets dem Kreuz Jesu treu zu sein. Amen.
– Tut alles zur Ehre Gottes – 1 Kor 6,20; 10,31
„Ihr gehört nicht euch selbst; denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib! Ob ihr also esst oder trinkt oder etwas anderes tut: Tut alles zur Verherrlichung Gottes!“
Katechese: Seit der Taufe ist unser Leib Wohnung des Hl. Geistes. Unsere Seele soll sich von Ihm erfüllen lassen, von Seiner Göttlichen Liebe. Diese Liebe soll unser Leben steuern und nicht schlechte Triebe, Leidenschaften und böse Begierden. Dann gilt, was der hl. Irenäus sagte: Die Ehre Gottes ist der lebendige Mensch.
Überlegung: Wenn wir vor dem Sarg eines Verstorbenen stehen, dann wird offenbar, ob dieses Leben eine Verherrlichung Gottes dargestellt hat oder nicht. Kardinal Meisner sagte einmal, man soll so leben, dass die Menschen bei der Beerdigung merken, dass der Verstorbene eine Lücke hinterlässt. – Bitte ich Jesus um die Gnade, dass mein Leib wirklich Werkzeug Seiner Liebe und Seiner Ehre ist?
Gebet: Herr, Du rufst uns zu Maßhalten und Ordnung in all unserm Tun, um so den VATER zu verherrlichen. Schenk uns Selbstbeherrschung und Liebe! Amen.
– Lästerung des Namens Gottes – Röm 2,24
„In der Schrift steht: Euretwegen wird unter den Heiden der Name Gottes gelästert.“
Katechese: Der hl. Paulus ermahnt die ersten Christen zu einem authentischen Christenleben. Wenn das Licht Christi durch unser Leben andere Menschen erfasst, dann wird somit der Name Gottes verherrlicht. Wenn jedoch Menschen Anstoß nehmen an Skandalgeschichten mancher Christen, dann bewirkt ihr Leben die Lästerung des Namens Gottes unter den Menschen.
Überlegung: Die ersten 300 Jahre wurden die Christen grausam verfolgt. Doch dank ihrem lebendigen Glaubenszeugnis wurde das Christentum nicht vernichtet, sondern schließlich zur Staatsreligion im römischen Reich. – Wie kann ich die Lauheit im Glaubensleben überwinden und so zur Verherrlichung Gottes beitragen? – Zeugt mein Familien- und Berufsleben davon, dass ich Jesus Christus kenne und Ihn liebe?
Gebet: Herr, schon zu viele haben Dir den Rücken zugekehrt, weil wir Christen ein schlechtes Beispiel gegeben haben. Schenke uns Reue und Umkehr! Amen.
– Lobpreis durch Treue – Joh 12,27-28
„Jetzt ist Meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette Mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche Deinen Namen!“
Katechese: Jesus bittet den VATER nicht um Rettung vor dem bevorstehenden Leiden und Sterben. Denn er wusste darum, dass der Satan als Beherrscher der Welt nur durch sein geduldig ertragenes Leiden besiegt werden konnte. Er bittet deshalb den VATER um den Sieg der Liebe Gottes über den Hass des Satans. Überall wo die Liebe siegt, siegt Gott und wird somit verherrlicht.
Überlegung: Die Verherrlichung Gottes geschieht nicht nur in den guten Tagen des Lebens, sondern besonders dann, wenn unsere Liebe auf die Probe gestellt wird, sowohl in Gesundheit wie in Krankheit. – Bitten wir den Herrn, dass wir Ihn verherrlichen durch unsere Treue in der Liebe bis zum Tod? – Bitte ich Gott um Vergebung für jede Lieblosigkeit?
Gebet: Herr, oft ist es nicht leicht, Christ zu sein. Hilf allen Leidenden, dass sie Dir die Treue halten und so Dich verherrlichen! Amen.
– Lobpreis durch Nachfolge Christi – Joh 15,8
„Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und Meine Jünger werdet.“
Katechese: Jesus vergleicht sich selbst mit einem Weinstock, den Vater mit dem Winzer. Wir sind Rebzweige an diesem Weinstock. Die Früchte, auf die der Vater als „Winzer“ wartet sind die „Trauben“ der Liebe. Es geht aber nicht um irgendeine Liebe. Als Jünger Jesu sollen wir so lieben, wie Er geliebt hat. Diese Liebe schließt niemanden aus. Sie zeigt sich im Vergeben und Segnen auch den schlimmsten Feinden gegenüber.
Überlegung: Wir verwechseln die Liebe oft mit Egoismus und beschränken sie auf unsere Familie und Freunde. Doch damit zeichnen sich die Christen nicht aus. – Könnte ich heute jemandem, der mir unsympathisch ist, ein Zeichen der Liebe Jesu schenken durch einen Gruß oder ein Lächeln? – Bitte ich Jesus um Kraft dazu?
Gebet: VATER, lass mich ein Werkzeug Deiner Liebe werden, dass ich Liebe bringe, wo Hass ist! Gib mir immer Deine Kraft dazu! Amen.
– Lobpreis durch gelebte Liebe – Apg 4,32
„Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam.“
Katechese: Das Erkennungsmerkmal der ersten Christen war ihre Liebe zueinander. Sie ahmten Jesus in der Ausübung des Liebesgebots so sehr nach, dass sie von den Menschen „Christen" (Apg 11,26) genannt wurden. Sie verkauften alles, was sie besaßen und teilten es so untereinander auf, dass niemand Not zu leiden brauchte.
Überlegung: Echte Liebe muss wehtun! pflegte die hl. Teresa von Kalkutta zu sagen. Ein Kind nahm dies ernst, verzichtete wochenlang auf Zucker und brachte diese Tüte Zucker den Hungernden. – Mit welcher Liebestat kann ich zur Verherrlichung des Namens Gottes beitragen? – Gibt es in meiner Nähe jemanden, der Not leidet und meine Hilfe bräuchte, vielleicht durch ein aufmunterndes Wort?
Gebet: Der Name des Herrn sei gepriesen von nun an bis in Ewigkeit. Vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang sei der Name des Herrn gelobt! (vgl. Ps 113) Amen.
– Lobpreis durch Einmütigkeit – Apg 2,46
„Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Einfalt des Herzens.“
Katechese: Wahre Liebe untereinander zeigt sich in der Einheit. Um diese Einheit Seiner Jünger hat Jesus bereits früher zum VATER gebetet. Denn sie legt Zeugnis ab für das Wirken Gottes, verherrlicht so den VATER und bewegt andere dazu, an die Liebe Jesu zu glauben. Diese Einheit kennzeichnete die ersten Christen.
Überlegung: Die Einheit in der Liebe verlangt Verzicht auf Parteilichkeit und Unterordnung unter eine Leitung. Jesus hat als Garanten für die Einheit den Petrus und somit Seine Stellvertreter eingesetzt. – Höre ich auf die Stimme des Papstes? Bete ich um Licht und Kraft für ihn? – Wen sollte ich schon längst um Verzeihung bitten?
Gebet: VATER, wir Christen verhalten uns oft wie kleine Kinder, die furchtbar miteinander streiten. Schenke uns Liebe und Einheit! Amen.
– Lobpreis durch Gaben – 1 Petr 4,10-11
„Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat. Wer redet, der rede mit den Worten, die Gott ihm gibt; wer dient, der diene aus der Kraft, die Gott verleiht. So wird in allem Gott verherrlicht durch Jesus Christus.“
Katechese: In der Kirche – dem Ort der Gegenwart des Hl. Geistes – hat Gott jedem verschiedene Gaben geschenkt. Mit diesen Gaben ergänzen die Christen sich gegenseitig im Aufbau des Reiches der Liebe Gottes auf Erden: Zu Seiner Verherrlichung säen die einen aus, andere begießen die Saat, wieder andere ernten die Früchte der Liebe.
Überlegung: Die hl. Bernadette bedankte sich bei Gott in ihrem Testament für die Gabe ihrer Dummheit und Schwäche. Doch gerade diese ihre Demut erlaubte es Gott, in Fülle durch sie zu wirken. – Nütze ich meine Gaben zur Ehre des Herrn? Danke ich Gott für meine Gaben?
Gebet: Herr, lass uns nicht nur nach großen Gnadengaben verlangen, sondern gerade in den einfachen und schlichten Gaben Deine Liebe in die Welt hineintragen und Dich dadurch verherrlichen! Amen.
– Hat mein Leben einen Sinn? – Mt 6,10
„Dein Reich komme!“
Katechese: In dieser VATER-Unser-Bitte zeigt uns Jesus den tiefen Sinn unseres Lebens: Das endgültige Kommen des Reiches Gottes, das wir auch schlicht und einfach Himmel oder Paradies nennen. Jesus erteilt damit eine Absage jeglichem Denken an eine Reinkarnation und einer Selbstauflösung im Nirwana. So wie er selbst von den Toten auferstanden ist, so wird er auch uns von den Toten erwecken. Sein Reich beginnt schon mit Seiner Gegenwart auf Erden. Er selbst hat den Keim des Gottesreiches in der Kirche gelassen, in Seinem Wort und Sakrament.
Überlegung: Der hl. Pfarrer von Ars sagte dazu schlicht: „Es gibt viele Christen, die nicht einmal wissen, wofür sie auf Erden sind: ‚Warum, mein Gott, hast Du mich in diese Welt gesetzt?’ – ‚Um dich zu erlösen.’ – ‚Und warum willst Du mich erlösen?’ – ‚Weil ich dich liebe.’“
Gebet: Vater im Himmel, die Heiligen haben sich nach Deinem Reich gesehnt. So rufen wir mit ihnen: Maranatha! Komm bald, o Herr! Amen.
– Der Himmel ist offen! – Apg 7,55-56
Stephanus, „erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.“
Katechese: Der Himmel ist offen! Es geht hier nicht um einen wolkenlosen Tag, an dem die Sonne scheint. Stefanus durfte einen Blick in das verborgene Reich Gottes werfen, das durch die Erbsünde der ersten Menschen – d.h. ihren Ungehorsam der Ordnung Gottes gegenüber – verschlossen war. Doch Jesus, unser Erlöser, hat uns den Himmel, das Reich des Vaters, wieder geöffnet.
Überlegung: Der Himmel ist offen für alle, die an Jesus glauben, sich taufen lassen und in guten und in schlechten Tagen in der Liebe Jesu ausharren. – Bitte ich Jesus darum, dass er meinen Glauben stärke?
Gebet: Jesus, danke, dass Du uns den Himmel wieder geöffnet hast. Richte meinen Sinn mehr auf das Himmlische als auf das Irdische! (Kol 3,2) Amen.
– Der Himmel ist unvorstellbar schön – 1 Kor 2,9
„Wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben.“
Katechese: Diese Worte stammen vom hl. Paulus, der bereits zu Lebzeiten in den dritten Himmel entrückt wurde (vgl. 2 Kor 12,2-3). Der Glaube an die Ewigkeit beflügelte ihn, trotz aller Gefahren und Leiden, den Menschen diese frohe Botschaft Jesu weiterzugeben. Alle Leiden erachtete er für nichts im Vergleich mit dieser Herrlichkeit, die im Himmel auf ihn wartet. Sie wird allen zuteil, die Gott lieben.
Überlegung: Der hl. Pfarrer von Ars sagte: „Die Erde ist wie eine Brücke, um über das Wasser zu gelangen. Sie dient nur dazu, unsere Füße zu tragen.“
– Ist mir bewusst, dass die Erde nur eine Durchgangsstation ist? – Halte ich immer wieder inne und denke an das kommende, wunderbare Reich des VATERS, an den Himmel?
Gebet: In den Himmel will ich kommen. Fest hab ich’s mir vorgenommen: Mag’ es kosten was es will, für den Himmel ist mir nichts zuviel! Amen.
– Lass dich nicht verwirren! – Joh 14,1-2
„Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?“
Katechese: Jesus warnt uns vor Verwirrung und Unglauben. Die Menschenseele ist unsterblich. Der Tod ist nicht das Ende. Er ist Beginn des neuen, ewigen, glücklichen Lebens im Reich des Himmlischen Vaters.
Überlegung: Die Verwirrung ist heute voll im Gange: Die einen glauben an die Reinkarnation und kehren zu heidnischen oder esoterischen Selbsterlösungspraktiken zurück. Andere meinen, mit dem Tod sei alles aus und verdrängen den Gedanken an ihren Tod bis ins hohe Alter. – Glaube ich Jesus und Seinem Wort? – Vertiefe ich meinen christlichen Glauben durch gute Vorträge und Schriften?
Gebet: VATER, stärke unseren Glauben und bewahre das einst christliche Europa davor, wieder ins Heidentum zurückzufallen! Amen.
– Unsere Heimat ist im Himmel – Phil 3,20-21
„Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dorther erwarten wir Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt Seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann.“
Katechese: Die ersten Christen glaubten daran, dass sie nur Fremde und Pilger auf Erden sind. So verkauften sie Hab und Gut, lebten in christlicher Gemeinschaft und warteten täglich auf das Kommen Jesu.
Überlegung: „Wir sind die Welt – wir sind ihre Kinder!“ ist der Text eines bekannten Schlagers. Durch den Wohlstand haben viele den Blick auf den Himmel verloren und leben als richtige Weltmenschen. Andere bekriegen sich gegenseitig um die Güter dieser Welt. – Ist mir bewusst, dass meine Heimat im Himmel ist? Könnte ich zu einem Wallfahrtsort pilgern, um mir bewusst zu machen, dass ich als Pilger unterwegs in die Ewige Heimat bin?
Gebet: Herr, hilf uns, dass die Sorgen des Alltags uns nicht verwirren und Dein Kommen uns nicht plötzlich überrascht! (vgl. Lk 21,34) Amen.
– Geburtsstunde für den Himmel – Joh 14,3
„Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu Mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.“
Katechese: Mit diesem Wort verspricht Jesus, uns in der Sterbestunde in das Reich des Himmlischen Vaters heimzuholen. Es steht uns Menschen nicht frei, diese Stunde selbst herbeizuführen. Wir sollen geduldig auf das Kommen Jesu warten und jederzeit dazu bereit sein.
Überlegung: Die Gedenktage der Heiligen fallen auf ihren Sterbetag. Denn wir feiern ihre Geburtstunde für den Himmel. Der hl. Cyprian meint dazu: „Wie verkehrt und ungereimt ist es, wenn wir beten, der Wille Gottes möge geschehen, dann aber nicht sogleich dem Gebot Seines Willens folgen, wenn er uns aus dieser Welt herausruft und wegholt.“
Gebet: Jesus, schon jetzt freue ich mich, wenn Du kommst, um mich ins Reich des VATERS heimzuholen. Nimm von mir alle Angst und schenke mir eine tiefe Sehnsucht nach Dir und Deinem Reich! Amen.
– Das Friedensreich – Offb 20,4-6
„Ich sah die Seelen aller, die enthauptet worden waren, weil sie an dem Zeugnis Jesu und am Wort Gottes festgehalten hatten. … Sie gelangten zum Leben und zur Herrschaft mit Christus für tausend Jahre. ... Das ist die erste Auferstehung. Selig und heilig, wer an der ersten Auferstehung teilhat.“
Katechese: Schon jetzt sind unsere Verstorbenen, die mit Christus gelebt haben, in der Herrlichkeit des Himmels, wenn auch noch ohne ihren verklärten Körper. Es ist das 1000-jährige Friedensreich. Die Zahl 1000 ist dabei symbolisch zu verstehen. Es beendet sich am Letzten Tag, wenn Jesus als Weltenrichter wiederkommt.
Überlegung: Jesus versprach dem guten Schächer, der seine Sünden bereute, dass er noch am selben Tag mit Ihm im Paradies sein wird (vgl. Lk 23,43). – Bitte ich die Heiligen im Himmel um ihre Fürsprache bei Gott? Bete ich für die Verstorbenen, die noch im Fegefeuer leiden müssen?
Gebet: Herr, viele Heilige sind schon jetzt bei Dir in Deinem Reich. Lass auch uns einst zu ihrer Zahl gehören und Dich mit ihnen ewig anbeten und lobpreisen! Amen.
– Das Wiederkommen Jesu – Apg 1,9-11
„Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr Ihn habt zum Himmel hingehen sehen.“
Katechese: Bei der Himmelfahrt Jesu verkündeten die Engel den Jüngern, dass Jesus wiederkommen wird. Bei Seinem ersten Kommen kam Jesus verborgen, in der Gestalt eines kleinen Kindes. Er kam, bildlich gesprochen, wie ein König, der sich als Bettler verkleidete, um die Menschen kennenzulernen und ihnen mitzuteilen, was sie tun müssten, um in Sein wunderbares Reich zu kommen. Doch nur die Demütigen erkannten ihn. Bei Seinem letzten Kommen zeigt sich Jesus in der Macht Seiner Gottheit, um allen zu vergelten, wie es ihre Taten verdienen.
Überlegung: Nach Seiner Himmelfahrt weilt Jesus unter uns, diesmal verborgen unter der Gestalt der hl. Hostie im Tabernakel in der Kirche. Nur die Demütigen finden ihn dort. Denn den Stolzen ist Gott fern, „den Demütigen aber schenkt er Seine Gnade.“ (1 Petr 5,5)
Gebet: Jesus, lass uns stets bereit sein für Dein Kommen und Dir mit brennenden Lampen entgegengehen! Amen.
– Unser VATER im Himmel – Mt 6,9
„VATER unser im Himmel!“
Katechese: Am Anfang des Gebets des Herrn richtet Jesus unseren Blick auf den Himmlischen VATER. Unser Gebet sollte kein Geschwätz sein (vgl. Mt 6,7). Wie ein kleines Kind darf ich bei meinen Bemühungen immer wieder auf den VATER schauen, bis Er aufsteht und mir hilft.
Überlegung: Die kleine hl. Therese verbrachte ihren Alltag in ständiger Anbetung ihres über alles geliebten Himmelpapas. Während der Arbeit wiederholte sie ständig: „VATER unser im Himmel!“ und verspürte das unendliche Glück, Kind dieses großen VATERS sein zu dürfen. – Könnte auch ich öfters an meinen VATER im Himmel denken? – Lege ich vertrauensvoll das Neue Jahr in Seine väterlichen Hände?
Gebet: VATER unser, Du bist wirklich da! Ich glaube an Deine liebende Gegenwart. Ich glaube, dass Du mich liebst und mich nie alleine lässt. Mit allen Engeln und Heiligen bete ich Dich in tiefster Ehrfurcht an. Amen.
– Wo finde ich den VATER? – Mt 6,6
„Geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem VATER, der im Verborgenen ist. Dein VATER, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“
Katechese: Jesus lehrt uns, wo wir den VATER finden: im Verborgenen, in der Stille unseres Herzens. Dazu brauchen wir keine langen Pilgerwege zurücklegen. Wie Jesus dürfen wir uns immer wieder an einen stillen Ort zurückziehen, wo wir mit dem VATER ganz allein sind.
Überlegung: „Eine schwatzhafte Seele ist leer in ihrem Inneren. Sie besitzt keine grundlegenden Tugenden, und sie besitzt keine Vertrautheit mit Gott.“ (Jesus zur hl. Sr. Faustina) – Wie kann ich zur Stille gelangen, um die leise Stimme des VATERS besser zu vernehmen? Könnte ich mir vielleicht eine Gebetsecke in der Wohnung einrichten, wo ich während des Tages öfter Kraft tanken kann?
Gebet: VATER im Himmel, nur in Umkehr und Ruhe liegt meine Rettung, nur Stille und Vertrauen verleihen mir Kraft (vgl. Jes 30,15). Hilf mir, jeden Tag Zeit für die Zwiesprache mit Dir zu finden. Amen.
– Im Haus des VATERS – Lk 2,49
Jesus sagte zu Maria und Josef: „Warum habt ihr Mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was Meinem Vater gehört?“
Katechese: Bei ihrer jährlichen Fußwallfahrt nach Jerusalem verlieren Josef und Maria das Jesuskind. Drei Tage suchen sie es voller Angst und finden es schließlich im Tempel. Auf ihren Vorwurf hin verwies es sie auf Seine Pflicht, im Haus Seines VATERS zu sein.
Überlegung: Niklaus Wolff sagte über das Haus des VATERS – die Kirche: „Wenn der Mensch täglich eine Summe Geldes, so klein sie auch wäre, in der Kirche holen könnte, er wäre keinen einzigen Tag zu träge, es zu holen. Ist aber der geistliche Schatz des hl. Messopfers nicht mehr als Geld!“ – Könnte nicht auch ich ab und zu meinen VATER in der Kirche besuchen?
Gebet: VATER, Dein Haus ist mitten unter uns, wo Du uns mit Deiner Liebe beschenken willst. Lass mich im Stress des Alltags immer wieder innehalten und in Deinem Haus auftanken. Amen.
– Den Tag mit dem VATER beginnen – Mk 1,35
„In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand Jesus auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.“
Katechese: Jesus suchte oft das Gespräch mit Seinem VATER. Wir können uns vorstellen, wie Er morgens leise das Haus verließ, in der Dämmerung auf einen Berg hinaufstieg, wo Er mit dem VATER alleine war. Beim VATER suchte Er Antwort vor wichtigen Entscheidungen.
Überlegung: Der Teufel steht – bildlich gesprochen – eine Stunde vor uns auf, damit wir den Tag nicht mit Gott beginnen, sondern belastet mit all unseren Sorgen. So wie der Tag beginnt, so verläuft er dann oftmals, mühselig und leidvoll. – Könnte ich nicht zehn Minuten früher aufstehen, um all meine Sorgen gleich dem Himmlischen VATER zu übergeben? – Danke ich Ihm für jeden neuen Tag?
Gebet: VATER unser im Himmel! Hilf mir, jeden neuen Tag mit Dir zu beginnen. Alle Sorgen und allen Kummer will ich auf Dich werfen, denn dann kümmerst Du Dich selbst um mich (vgl. 1 Petr 5,7). Amen.
– Nachtwache mit dem VATER – Lk 6,12
„In diesen Tagen ging Jesus auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott.“
Katechese: Die Erholung des Körpers ist uns wichtig. Jesus dagegen, selbst nach einem anstrengenden Tag, gefüllt mit dem Ansturm der Menschenmenge, suchte die Erholung Seiner Seele in liebender Zwiesprache mit dem VATER. Sicher hat Er Ihm alles erzählt, was er erlebte: Alle Freude und auch alles Leid. Wie viel Segen hat Er wohl in dieser Nacht erfleht?
Überlegung: Es ist eine seltsame menschliche Eigenart, dass man bis tief in die Nacht Feste feiern kann, sich auf einer Party vergnügt oder lange vor dem Fernseher sitzt. Aber eine Nacht mit dem VATER zu verbringen, scheint für viele unvorstellbar. – Könnte ich nicht wie Jesus abends das kindliche Gespräch mit dem Himmlischen VATER suchen?
Gebet: VATER unser! Einmal dürfen wir die Ewigkeit bei Dir verbringen und das Glück Deiner Gegenwart erleben! Hilf uns, schon hier auf Erden Dein Antlitz zu suchen. Amen.
– Dank dem VATER – Lk 10,21
„In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, VATER, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, VATER, so hat es dir gefallen.“
Katechese: Jesus pries den Himmlischen VATER, als Seine Jünger nach ihrer ersten Mission zurückkehrten und von den Wundern erzählten, die sie erlebt hatten. Die Jünger Jesu waren einfache, ungelehrte Menschen, aber durch ihren kindlichen Glauben an Jesu Wort erfuhren sie die Macht Gottes.
Überlegung: Schon im Alten Testament zählte es zum Lobpreis Gottes, wenn die Väter ihren Kindern die Wundertaten Gottes erzählten. Durch diese Zeugnisse finden andere Menschen zu Gott. – Habe ich Mut, anderen Menschen zu erzählen, wie Gott mir geholfen hat?
Gebet: Himmlischer VATER, wir danken Dir für alles Wunderbare, was Du in Jesu Namen unter uns wirkst. Lass uns immer dankbar Zeugnis dafür ablegen vor den Menschen. Amen.
– Ständiges Gebet zum VATER – Lk 18,7-8
„Sollte Gott Seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu Ihm (dem VATER) schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern zögern? Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen.“
Katechese: Jesus erzählt das Gleichnis von einer Witwe, die solange beim Richter auf ihr Recht pochte, bis dieser aufstand und half. Damit ermuntert Er uns, mit großem Vertrauen unaufhörlich zum VATER zu rufen.
Überlegung: Der VATER erhört uns immer, aber anders und besser als wir es uns ausdenken können. Wir dürfen im Gebet nur nicht nachlassen. Die hl. Monika hatte zwei Söhne. Den guten Sohn kennt heute kaum jemand; Augustinus dagegen, für den sie 20 Jahre zu Gott flehte, ist noch nach 1600 Jahren bekannt durch seine tiefen Schriften.
Gebet: Himmlischer VATER, wir sind oft ungeduldig und wollen sofort die Erhörung unserer Bitten. Lass uns mit mehr Ausdauer und Eifer anklopfen, voller Vertrauen, dass Du alles zum Guten wendest. Amen.
– Geführt vom VATER – Mt 16,17
„Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern Mein VATER im Himmel.“
Katechese: Viele Juden sahen vor zweitausend Jahren in Jesus nur einen besonderen Menschen, der mit Wunderkräften ausgestattet war. Petrus dagegen erkannte Jesus als Sohn Gottes und bekannte: „Du bist der Messias!“ Diese Erkenntnis entsprang nicht seiner eigenen Weisheit. Gott VATER selbst schenkte ihm dieses Licht. So dürfen wir sagen: Alles Gute, was wir denken und erkennen, stammt vom Himmlischen VATER.
Überlegung: Der Mensch ist wie eine Antenne. Er empfängt gute Gedanken von Gott, aber auch schlechte Impulse vom Satan. Kontrolliere ich wachsam meine Gedanken, um mich nur vom VATER leiten zu lassen? Bin ich wachsam im Gebrauch des Internets und der modernen Medien, um sie nur zum Guten zu nützen?
Gebet: Himmlischer VATER, es ist oft schwer, das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Schenk uns immer Dein Licht und Deine Kraft. Amen.
– Geist des VATERS – Lk 11,13
„Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird der VATER im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die Ihn bitten.“
Katechese: Jesus erinnert uns daran, worum wir den Himmlischen VATER bitten sollen: Es soll uns nicht zuerst um Nahrung und Kleidung gehen, sondern um Seinen Geist, den Geist der Liebe. Dann wird uns der VATER alles andere dazu geben, was wir brauchen.
Überlegung: König Salomon durfte zu Beginn seiner Regierungszeit Gott eine Bitte aussprechen. Er bat nicht um Reichtum und Sieg über seine Feinde, sondern um ein weises Herz (vgl. 2 Chr 1,10). – Um was bitte ich den VATER in meinen täglichen Gebeten? Bin ich noch sehr materialistisch eingestellt? – Bitte ich täglich um die Gaben des Hl. Geistes?
Gebet: Himmlischer VATER, Du bist gut! Erfüll uns mit Deinem Hl. Geist, den Geist der Weisheit, der Liebe und der Kraft. Amen.
– Der VATER lässt uns nicht allein – Joh 16,32
„Die Stunde kommt, und sie ist schon da, in der ihr versprengt werdet, jeder in sein Haus, und Mich werdet ihr allein lassen. Aber ich bin nicht allein, denn der VATER ist bei Mir.“
Katechese: Auch Jesus erlebte Augenblicke tiefster Verlassenheit, in denen Seine besten Freunde Ihn verließen und er wie ein Verbrecher geächtet und verurteilt wurde. Aber selbst in der Zeit der größten Einsamkeit wusste Jesus sich geborgen in der liebenden Gegenwart Seines VATERS.
Überlegung: Untreue eines Freundes, Ausgrenzung im Berufsleben, Einsamkeit im Alter: Der Himmlische VATER ist immer da. In guten Tagen oft übersehen, wartet er, ohne deswegen beleidigt zu sein, gerade in den schweren Lebensmomenten auf mich, um mich zu trösten und mir Halt zu geben.
Gebet: VATER, wenn die ganze Welt mich verlässt, so bleibst Du doch an meiner Seite. Ganz weit öffne ich Dir meine Herzenstüre: Tritt ein mit Deiner Liebe, Deinem Trost und Deinem Segen. Amen.
– VATER, Herr der Engel – Mt 26,53
„Glaubst du nicht, Mein VATER würde Mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schicken, wenn ich Ihn darum bitte?“
Katechese: Jesus setzte nicht auf Gewaltanwendung. Als die römischen Soldaten Ihn gefangen nahmen und Petrus Ihn mit dem Schwert verteidigen wollte, gebot Jesus ihm mit obigen Worten Einhalt. Jesus fand dazu die Kraft im Gebet zum VATER, der Ihm dann einen Engel sandte, um Ihn in der Todesangst zu stärken. (vgl. Lk 22,43)
Überlegung: Wie oft sind auch wir versucht, mit Gewalt unsere Rechte durchzusetzen. Doch wenn wir auf den VATER im Himmel schauen, dann lernen wir eine andere Kraftquelle kennen. Der VATER schenkt uns die Kraft, treu in der Liebe auszuharren. – Bitte ich Ihn, dass er mir Seine heiligen Engel zur Hilfe senden möge?
Gebet: VATER, Du bist der Herr der himmlischen Heerscharen! Sende uns immer Deine mächtigen heiligen Engel zu Hilfe. Amen.
– Rückkehr zum VATER – Lk 23,46
„Jesus rief laut: VATER, in Deine Hände lege ich Meinen Geist. Nach diesen Worten hauchte er den Geist aus.“
Katechese: Jesus bestand siegreich die größten Torturen. Trotz allem Hass von Seiten der Menschen siegte in Seinem Leben die Liebe, sogar zu Seinen Feinden und Mördern: „VATER, vergib ihnen!“ (Lk 23,34) Jesus verharrte in der Liebe bis zum letzten Augenblick, wo er dann Seinen Geist in die Liebe des VATERS legte. Im Reich des VATERS sind herrliche Wohnungen für all diese vorbereitet, die so lieben, wie Jesus geliebt hat.
Überlegung: Die Todesstunde ist der schwerste Augenblick in jedem Menschenleben. Doch der Tod ist nicht das Ende. Er ist ein Hinübergehen zum VATER. Gerade dann dürfen wir voll Vertrauen auf den Himmlischen VATER blicken, allen von Herzen vergeben und Sein Erbarmen anrufen. – Bete ich um eine gute Sterbestunde?
Gebet: VATER, schon jetzt vertrau ich Dir meine Sterbestunde an. Bewahre mich vor einem unvorhergesehenen, plötzlichen Tod und hilf mir, allen von Herzen zu vergeben. Amen.
– Der VATER schenkt uns Seinen Geist – Lk 24,49
„Ich werde die Gabe, die Mein VATER verheißen hat, zu euch herabsenden. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet.“
Katechese: Diese Worte sagte Jesus, bevor Er zu Seinem VATER in den Himmel zurückkehrte. Auch nach der Himmelfahrt Jesu lässt uns der VATER nicht allein. Durch Jesus sendet Er uns den Hl. Geist. Es liegt an unserer freien Entscheidung, ob wir Ihn aufnehmen wollen oder nicht.
Überlegung: In besonderer Weise empfange ich die Gaben des Heiligen Geistes, wenn ich den Himmlischen VATER im Namen Jesu demütig darum bitte. – Bitte ich den VATER um das Licht und die Kraft des Heiligen Geistes sowie um Seine Gaben: Rat, Stärke, Weisheit, Wissenschaft, Verstand, Gottesfurcht und Gotteshingabe?
Gebet: Himmlischer VATER, im Namen Jesu bitten wir Dich: Gieße Deinen Geist in unsere Herzen ein! Entflamme uns mit Deiner Göttlichen Liebe! Amen.
– Wer ist unser VATER? – Mt 23,9
„Ihr sollt niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer VATER, der im Himmel.“
Katechese: Aus Ehrfurcht vor dem Gottesnamen „Jahwe“ war es den Juden strengstens verboten, diesen Namen auszusprechen. Jesus lehrt uns die Ehrfurcht bereits vor dem Namen „VATER“. Nur Einem gebührt wirklich im vollen Sinn des Wortes dieser Name: unserem VATER im Himmel.
Überlegung: Kein Mensch kann die Rolle des vollkommenen VATERS ausfüllen. Er zeugt zwar das Leben, entstellt aber oft durch Fehler und Schwächen das Bild des Himmlischen VATERS. – Ist es mir möglich, den Himmlischen VATER von meinem irdischen VATER zu unterscheiden?
Gebet: VATER unser im Himmel! Du bist wirklich mein VATER. Du hast mich auf Dich hin geschaffen und unruhig ist mein Herz bis es ruht in Dir! Amen.
– Gott VATER liebt uns von Anfang an – Jer 1,5
„Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.“
Katechese: Die Hl. Schrift schenkt uns eindrucksvolle Bilder der Liebe des VATERS. Da Gottes innerstes Wesen LIEBE ist (1 Joh 4,16), liebt er uns von Anfang an. Die obigen Worte ergingen an den Propheten Jeremia. Er hatte ein sehr schweres Leben, wusste sich aber vom VATER geliebt seit Ewigkeit.
Überlegung: Nicht alle Menschen kommen auf die Welt wie es Gott in Seiner Liebe gewollt hat. Aber jeder darf wissen: Ich bin vom VATER gewollt seit Ewigkeit, bin Sein geliebtes Kind. Auch für mein Leben hat Gott einen wunderbaren Plan, der mich erfüllt und glücklich macht.
Gebet: VATER im Himmel! Du hast mich wunderbar und einmalig gestaltet. Kein Auge auf Erden, kein Fingerabdruck gleicht dem Meinen. Danke, dass Du mich seit Ewigkeit liebst. Amen.
– Gott liebt uns mehr als ein Vater – Hos 11,2-4
„Ich war es, der Efraim gehen lehrte, ich nahm ihn auf meine Arme. … Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich, mit den Ketten der Liebe. Ich war da für sie wie die Eltern, die den Säugling an ihre Wangen heben. Ich neigte mich ihm zu und gab ihm zu essen.“
Katechese: Der Himmlische VATER kümmerte sich voll Liebe um Sein Volk. Er hörte ihr Weinen, befreite sie aus der Sklaverei in Ägypten und versorgte sie in der Wüste mit Nahrung. Er begleitete sie Tag und Nacht im Zeichen einer Wolken- und Feuersäule und schenkte ihnen Geborgenheit und Schutz.
Überlegung: In vielen lebt das falsche Gottesbild, dass sie die Liebe des VATERS durch gute Leistung erkaufen müssen. Andernfalls erwarte sie Verachtung oder Strafe. Andere meinen, Gott hat die Welt erschaffen, aber hat keine Zeit für mich. Doch Gott ist anders als jeder irdische VATER! – Danke ich Ihm für Seine Liebe, die Er mir umsonst schenkt?
Gebet: VATER, Du sorgst für mich. Du liebst mich. Du hast immer Zeit für mich. In allen Gefahren bin ich in Deinen Armen geborgen. Amen.
– Gott liebt uns mehr als eine Mutter – Jes 49,15-16
„Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: Ich vergesse dich nicht. Sieh her: Ich habe dich eingezeichnet in Meine Hände.“
Katechese: Die VATERHÄNDE sind Ausdruck unendlicher Liebe, Zärtlichkeit und Geborgenheit. Gerade in den schwersten Augenblicken des Lebens, in Verlassenheit und Krankheit, ist Er da und hält uns in Seinem liebenden Arm.
Überlegung: Ungewollte Schwangerschaft, Druck von Mitmenschen, Störfaktor im Berufsleben, Einschränkung des Vergnügens usw. können Gründe dafür sein, dass eine Mutter ihr eigenes Kind nie richtig angenommen und geliebt hat oder sogar abtreiben wollte. Das Kind kann ein Leben lang unter Mangel an Liebe und Zuneigung der Mutter leiden. Gott VATER kann uns auch von diesen Verletzungen heilen. Er liebt uns mehr als jede Mutter.
Gebet: Guter VATER, Dir bringe ich die Verwundungen und Verletzungen meines Lebens. Nimm Du mich in Deine Arme und heile mich! Amen.
– Gott liebt uns mehr als ein Bräutigam – Jes 62,5
„Wie der junge Mann sich mit der Jungfrau vermählt, so vermählt sich mit dir dein Erbauer. Wie der Bräutigam sich freut über die Braut, so freut sich dein Gott über dich.“
Katechese: Ein wunderschönes Bild für die Liebe Gottes ist die Liebe des Bräutigams für seine Braut. Mit vielen Geschenken umwirbt uns der VATER: Nicht nur eine Rose, sondern die ganze Schöpfung zeugt von Seiner Liebe zu uns.
Überlegung: Manche fürchten, den Ansprüchen des Geliebten nicht gerecht zu werden und haben Angst, verlassen zu werden. Der VATER jedoch liebt uns, wie wir sind, mit all unseren Grenzen, Fehlern und Eigenarten. – Wie kann ich Seine Liebe erwidern? Habe ich IHM schon gesagt, dass ich IHN auch liebe?
Gebet: Guter VATER, wie schön ist es, Dir ganz zu gehören. Du liebst mich so, wie ich bin. Ich danke Dir und liebe Dich mit meinem ganzen Herzen. Amen.
– Er siegt über Treulosigkeiten – Ez 16,60-63
„Ich will Meines Bundes gedenken, den ich mit dir in deiner Jugend geschlossen habe, und will einen ewigen Bund mit dir eingehen. … Dann sollst du dich erinnern, sollst dich schämen und vor Scham nicht mehr wagen, den Mund zu öffnen, weil ich dir alles vergebe, was du getan hast.“
Katechese: Der VATER ist anders als wir Menschen. Seine Liebe kennt keine Grenzen. Trotz der entsetzlichen Untreue der Menschen kehrt Er uns nicht Seinen Rücken zu, hasst uns nicht und bietet immer wieder Seine Hand zur Versöhnung an.
Überlegung: „Gott hat mir vergeben, doch die Menschen werden mir nicht vergeben!“ sagte ein Verbrecher vor seiner Hinrichtung. Gottes Liebe siegt über die schlimmsten Treulosigkeiten. Wären unsere Sünden auch so zahlreich wie der Sand am Meer, sie werden uns vergeben, wenn wir reumütig zum VATER umkehren.
Gebet: VATER im Himmel! Nicht alle Heiligen haben gut begonnen. Aber alle haben ihr Leben gut beendet. Danke, dass Du uns immer wieder die Chance des Neuanfangs schenkst! Amen.
– Gott gibt selbst das Liebste hin – Joh 3,16-17
„Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er Seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“
Katechese: Der Himmlische VATER schaut aus einer anderen Perspektive auf uns. Er sieht nicht nur 70, 80 Jahre unseres Lebens, sondern die ganze Ewigkeit. Es liegt Ihm so viel daran, uns ewig glücklich zu machen, dass er sogar Seinen Sohn – Jesus – gesandt hat, damit er uns den richtigen Weg in den Himmel zeige.
Überlegung: Wie schmerzlich ist es, wenn der Arzt ein Bein amputieren muss, um das Leben zu retten. So muss unser VATER auch manchmal etwas Schweres von uns verlangen, damit wir die Ewigkeit nicht verlieren. – Bin ich bereit, voller Vertrauen alles aus Seiner Hand anzunehmen?
Gebet: VATER im Himmel, wie schwer fällt es uns, Dir gänzlich zu vertrauen. Nimm alles Misstrauen und alle Zweifel von uns! Amen.
– Der Widersacher Gottes – Joh 8,38.44
„Ich sage, was ich beim VATER gesehen habe, und ihr tut, was ihr von eurem Vater gehört habt. – Ihr habt den Teufel zum Vater… Er war ein Mörder von Anfang an… Er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.“
Katechese: Jesus erklärt Seinen Zuhörern, dass nicht alles vom Himmlischen VATER herkommt. Der VATER ist Leben, Wahrheit und Liebe. Alles Gute kommt von Ihm. Vom Gegenspieler Gottes, dem Satan, dagegen kommen Tod, Lüge und Hass.
Überlegung: Die Existenz des Teufels wird vielerorts geleugnet. Somit finden die Menschen keine Antwort mehr auf das „Warum“ gegenüber Leid und Bosheit. Irrtümlicherweise klagen sie Gott an und machen IHN verantwortlich für alles Böse. Dahinter steht der Teufel selbst, der Vater der Lüge.
Gebet: Jesus, Du zeigst uns den VATER. Bewahre uns vor Täuschung und Betrug des Teufels! Hilf uns, dem Himmlischen VATER zu vertrauen, auch wenn wir nicht alles verstehen können! Amen.
– Ein strafender Gott? – Offb 16,1
„Ich hörte, wie eine laute Stimme aus dem Tempel den sieben Engeln zurief: Geht und gießt die sieben Schalen mit dem Zorn Gottes über die Erde!“
Katechese: Im letzten Buch der Bibel, der Geheimen Offenbarung, hören wir von den Schalen des Zornes Gottes, den die Engel auf die Erde gießen. Es handelt sich aber nicht um die Willkür Gottes, der Lust hat, die Menschen zu quälen. Auch hier ist es die Liebe des VATERS, der den Menschen für die Ewigkeit retten will. Er will, dass alle umkehren von ihren verkehrten Wegen und ewig glücklich werden im Himmel.
Überlegung: „Schreibe, dass ich durch Gewissensbisse zu ihnen spreche. Durch Misserfolge, damit sie zur Besinnung kommen. Durch Leiden, durch Gewitter und Blitz und durch die Stimme der Kirche.“ (Jesus zur hl. Sr. Faustina) Wenn jemand aber nicht hören will, dann überlässt Gott den Sünder sich selbst. Das ist dann gleichsam seine Selbstzerstörung. – Höre ich auf die Stimme Gottes und mache eine gute Gewissenserforschung?
Gebet: VATER, lass uns erkennen, dass Du uns ständig zur Umkehr rufst. Hilf uns, von den schlechten Wegen abzulassen und auf Dich zu hören! Amen.
– Das Datum vom Weltende – Mk 13,32-35
„Jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der VATER. Seht euch also vor, und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. … Seid also wachsam!“
Katechese: Das Ende der Welt kennt in Seiner Allwissenheit nur der VATER. Das persönliche Ende der Welt ist für jeden Menschen seine Sterbestunde. Wir sollen immer dazu bereit und gut vorbereitet sein.
Überlegung: Erwarteter Polsprung, Klimaveränderung, Vorhersagen vom Weltende durch Zeugen Jehovas: Lass dich nicht verwirren! Die Zukunft liegt allein in Gottes Hand. – Wärest du jedoch gut vorbereitet, wenn dich der VATER heute in die Ewige Heimat rufen würde?
Gebet: VATER, ein Tag ist vor Dir wie 1000 Jahre. Wir sind nur wie das Gras, das blüht und verblüht. Aber Du schaffst eine neue, wunderbare Erde, auf der wir einst ewig leben dürfen. Wir danken Dir dafür. Amen.
– Die Gerechtigkeit des VATERS – Mt 25,34
„Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von Meinem VATER gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.“
Katechese: Nach dem Weltuntergang kommt das Weltgericht. Dann werden alle Menschen von Gott gerichtet werden entsprechend ihren Taten. Jesus erinnert uns daran, dass das Kriterium für den Eintritt in den Himmel die gelebte, barmherzige Liebe ist. Für die bösen Menschen wird es keinen Eintritt in den Himmel geben. Auf sie wartet die ewige Verdammnis.
Überlegung: Die Slogans „Alle kommen in den Himmel“ oder „Die Hölle ist leer!“ stimmen nicht mit dem Evangelium überein. Zu Lebzeiten haben wir die Möglichkeit, die Erlösung aus der Hand des VATERS anzunehmen. Wir können sie aber auch abweisen und in unserer Bosheit verharren. – Nehme ich Jesus als meinen Erlöser an?
Gebet: Herr, Du wirst einst kommen zu richten die Lebenden und die Toten. Sei uns dann ein milder Richter und nimm uns auf in Dein Reich. Amen.
– Jesus offenbart den VATER – Lk 10,22
„Mir ist von Meinem VATER alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der VATER, und niemand weiß, wer der VATER ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.“
Katechese: Viele Juden wollten es nicht glauben, als Jesus sagte: „Noch ehe Abraham wurde, bin ich.“ (Joh 8,58). Denn mit diesen Worten offenbarte er Seine Gottheit. Schon vor Seiner Geburt in Bethlehem existierte Er als Gott seit Ewigkeit. Er ist zu uns auf die Erde gekommen, um uns vom Himmlischen VATER zu erzählen und uns den Weg zu IHM zu zeigen.
Überlegung: Die Juden sahen Jesus als einen besonderen Menschen, der mit besonderen Kräften ausgestattet war. Nur wenige von ihnen erkannten Seine Gottheit und glaubten an Ihn und an Seine Worte über den VATER. – Glaube ich fest an Jesus und Seine Botschaft?
Gebet: VATER, da die Welt mit all ihrer Weisheit Dich nicht erkannte, hast du beschlossen, alle die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten (1 Kor 1,21). Schenk uns einen kindlichen Glauben an Dich! Amen.
– Allerheiligste Dreifaltigkeit – Joh 14,8-9
„Philippus sagte zu Jesus: Herr, zeig uns den VATER; das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast Mich nicht erkannt, Philippus? Wer Mich gesehen hat, hat den VATER gesehen.“
Katechese: In diesen Worten verweist Jesus auf das große Geheimnis der Dreifaltigkeit Gottes. Obwohl drei Personen – VATER, SOHN, HL. GEIST – sind sie doch ein einziger Gott. Wer Jesus sieht, sieht gleichzeitig den VATER und den Hl. Geist – nämlich Seine Liebe, Güte und Barmherzigkeit.
Überlegung: Das tiefe Geheimnis der Dreifaltigkeit lässt sich nur bildhaft erklären: sei es mit einem Kleeblatt: Eine Pflanze mit drei Blättern; sei es mit dem Wasser: Es besitzt eine einzige chemische Formel H2O, existiert aber in drei Seinsweisen: Wasser – Eis – Dampf. – Mache ich mit Glauben und Ehrfurcht das Kreuzzeichen?
Gebet: O großer Gott – Du bist eins in Deiner Liebe und neigst Dich uns zu in Deinem Sohn und Geist. Lehre uns, Dich in der WAHRHEIT und im GEIST anzubeten! Amen.
– Einheit Gottes – Joh 17,21
„Alle sollen eins sein: Wie Du, VATER, in Mir bist und ich in Dir bin, sollen auch sie in Uns sein, damit die Welt glaubt, dass Du Mich gesandt hast.“
Katechese: Jesus betet um die Einheit Seiner Jünger. Sie sollen eins sein, wie der VATER und der Sohn eins sind. Das innerste Wesen Gottes ist Liebe. Sie ist so gewaltig groß, dass aus der Liebe des Vaters und des Sohnes die Person des Hl. Geistes hervorgeht.
Überlegung: Ein vergleichbares Bild für die Einheit in Gott ist die Familie. Aus der gemeinsamen Liebe der Eheleute entsteht das Kind. Die Einheit in der Liebe ist eine große Kraftquelle. An dieser Einheit Gottes dürfen wir Christen teilhaben und die Kraft der Liebe Gottes schöpfen.
– Wie trage ich zur Einheit bei, sei es in der Familie, Pfarrgemeinde oder in der zerrissenen Christenheit?
Gebet: VATER im Himmel, wie Du eins bist mit dem Sohn und dem Hl. Geist, so lass auch uns Christen eins sein in Dir, damit die Welt Jesus erkennt, den Du gesandt hast. Amen.
– Gott, der Gute Hirte – Joh 10,14-15
„Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen Mich, wie Mich der VATER kennt und ich den VATER kenne; und ich gebe Mein Leben hin für die Schafe.“
Katechese: Jesus nennt sich selbst den Guten Hirten und offenbart auch hier Seine Gottheit. Dieses Bild war den Juden bekannt aus den Psalmen und beschreibt die liebende, sorgende und schützende Gegenwart des VATERS.
Überlegung: Im Bild des Guten Hirten zeigt sich das wahre Gesicht des VATERS: Er wartet nicht auf den Fehltritt eines Schäfleins, um es zu schlagen, zu bestrafen oder zu töten. Nein, voll väterlicher Sorge geht Er jedem irrenden Menschen nach, ruft nach ihm und sucht ihn. Wenn das Schäflein umkehrt, nimmt er es voller Freude auf Seine Arme. – Höre ich Seine liebevolle Stimme? Flüchte ich mich wieder in Seine Arme?
Gebet: VATER, Du bist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Du stillst mein Verlangen und leitest mich auf rechten Pfaden. Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn Du bist bei mir (Ps 23). Amen.
– Der Barmherzige VATER – Lk 15,20
„Der VATER sah seinen Sohn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.“
Katechese: Das Gleichnis vom verlorenen Sohn erzählte Jesus den selbstgerechten Pharisäern, die daran Anstoß nahmen, dass Jesus voll Liebe öffentliche Sünder annahm und ihnen ihre Sünden vergab. Er zeigt uns somit das Bild der Barmherzigkeit des VATERS. Es gibt keine Schuld, die noch so groß wäre, dass sie nicht Vergebung fände bei Gott, wenn der Mensch reumütig zum VATER zurückkehrt.
Überlegung: Manche Menschen erwarten die Seelenschau, wodurch die Menschen das Elend ihrer Sünden erkennen. Gleichzeitig sollten wir aber um das Vertrauen in die Barmherzigkeit Gottes beten, damit wir bei der Erkenntnis unseres Elends – spätestens in der Todesstunde – nicht verzweifeln. – Bitte ich Gott täglich um Sein Erbarmen?
Gebet: Barmherziger VATER! Du füllst den Abgrund meines Elends auf mit Deiner unendlichen Barmherzigkeit. Lass mich Deine Barmherzigkeit in Ewigkeit lobpreisen. Amen.
– Der VATER als Winzer – Joh 15,1-2
„Ich bin der wahre Weinstock, und Mein VATER ist der Winzer. Jede Rebe an Mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.“
Katechese: Jesus nützt Gleichnisse aus dem Alltagsleben. Die Welt ist der große Weinberg des VATERS, wir aber sind die Rebzweige, die mit Jesus verbunden, gute Früchte der barmherzigen Liebe hervorbringen sollen. Durch das Wort Jesu reinigt uns der VATER, damit wir immer mehr verwandelt werden in Seine Göttliche Liebe.
Überlegung: Kleine Kinder freuen sich nicht immer, wenn sie von der Mama gewaschen werden. Auch uns fällt es schwer, wenn der VATER unser Leben reinigen will. Nehme ich Seine Mahnungen gerne an – sei es durch das Wort Jesu, sei es durch die Kritik guter Menschen? – Nütze ich gerne die Gelegenheit zur hl. Beichte, um meine Seele von Jesus rein waschen zu lassen?
Gebet: VATER, reinige uns durch Dein Wort, damit wir Früchte guter Taten bringen zu Deiner Ehre! Amen.
– Frieden und Sendung – Joh 20,21
„Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie Mich der VATER gesandt hat, so sende ich euch.“
Katechese: Diese Worte sagte Jesus Seinen Jüngern nach der Auferstehung. Er schenkt uns Seinen Frieden, den Er vom VATER bringt, den wir in der Welt nicht finden können, weder in anderen Religionen noch esoterischen Praktiken. Dieser Friede ist das Geschenk der Erlösung, das uns der VATER in Jesus anbietet. Wir sind gesandt, allen diese frohe Botschaft weiterzugeben.
Überlegung: „Wir erlösen uns selbst durch eine Christuskraft, die in jedem Menschen ist! Nach 80 Millionen Wiedergeburten wird es uns gelingen!“ – soweit das Angebot der Esoterik. – Ist es nicht besser, den Menschen von der Erlösung des VATERS im wahren Herrn Jesus Christus zu erzählen? Er schenkt uns schon jetzt den Frieden und einst die Freude der Auferstehung!
Gebet: VATER, Du sendest uns, um anderen Deinen Frieden und Deine Freude zu bringen. Lass uns jede Gelegenheit dazu nützen! Amen.
– Lobpreis Jesu als Bitte – Mt 14,19-20
„Jesus nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten und alle aßen und wurden satt.“
Katechese: So wie Jesus uns beten lehrt, so beginnt auch Er selbst Sein Gebet mit dem Lobpreis. Er bittet nicht um ein Wunder, sondern dankt dem VATER bereits im Voraus für Seine Hilfe. Danach sättigt er 5000 Männer mit ihren Frauen und Kindern.
Überlegung: Womit beginne ich mein Gebet? Danke ich zuerst dem Himmlischen VATER, oder ist mein Gebet ein einziges langes Bitten ohne tiefen Glauben an Seine Hilfe? – Danke ich Ihm auch beim Tischgebet für das tägliche Brot und Seine väterliche Vorsehung?
Gebet: Himmlischer VATER, Du schenkst uns das Brot vom Himmel. Du sättigst uns und sorgst täglich um uns. Wir danken Dir dafür. Amen.
– Danksagung Jesu – Joh 11,41.43
„Jesus erhob Seine Augen und sprach: VATER, ich danke Dir, dass Du mich erhört hast. Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!“
Katechese: Bevor Jesus den toten Lazarus auferweckte, dankte er dem VATER für die Erhörung Seines Gebetes. Danach rief er den Verstorbenen aus dem Grab. Die Auferweckung Lazarus verherrlicht den VATER, der in Jesus uns allen neues Leben schenken will.
Überlegung: In der hl. Taufe schenkt Jesus auch uns das neue Leben als Kinder Gottes. Zuvor waren wir ausgeschlossen vom ewigen Leben, dem Tode verfallen. – Danke ich Gott täglich für die Taufgnade? – Bete ich für diese, die Gott noch nicht kennen, um das Licht des Glaubens an den einen, wahren Gott?
Gebet: Himmlischer Vater, wir danken Dir für das neue Leben in Jesus. Hilf uns, dass unser Leben Deinen Namen verherrliche! Amen.
– Dank Marias – Lk 1,46-49
„Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit Seiner Magd hat er geschaut. … Denn der Allmächtige hat Großes an mir getan, und Sein NAME ist heilig.“
Katechese: Gott hat Maria auserkoren, dem Messias das Leben zu schenken ohne Zutun eines Mannes rein durch das Wirken des Hl. Geistes. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Nach damaliger jüdischer Sitte drohte ihr jedoch die Steinigung, da die Juden dieses Geheimnis nicht kannten. Doch furchtlos lobt Maria den Herrn und dankt Ihm bereits für Sein mächtiges Wirken in der Zukunft.
Überlegung: Jedes Kind ist ein einmaliges Geschenk Gottes. Es gibt für eine Frau keine schönere Aufgabe, als einem Menschen das Leben zu schenken. Doch oft stößt sie dabei auf Ablehnung und Unverständnis. – Helfe ich ihr durch meinen Beistand und mein Gebet, damit sie Gott für ihr Baby dankt und auf Seine Vorsehung vertraut?
Gebet: Allmächtiger Gott, Du hast Großes an Maria getan. Wir danken Dir für Maria, die seit Anfang an Deinen Sohn voller Zuversicht und Dankbarkeit angenommen und geliebt hat. Amen.
– Dank Zacharias’ für die Erlösung – Lk 1,68
„Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat Sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen; er hat uns einen starken Retter erweckt im Hause Seines Knechtes David.“
Katechese: Zacharias wusste als Priester des Volkes Israel um die große Schuld des Volkes und dass die damals üblichen Tieropfer diese Schuld nicht tilgen konnten. Nun erfuhr er voller Freude vom Kommen des Messias, des Erlösers, der diese Schuld hinweg nimmt. Sein Dank an den Himmlischen Vater fand Widerhall in seinem Lobpreis des „Benediktus“.
Überlegung: Wir brauchen uns nicht selbst erlösen. Jesus, der Retter ist da und ich darf Ihm meine Schuld abgeben durch mein reuevolles Bekenntnis, am besten in der hl. Beichte. Danke ich dem VATER täglich für die Gnade der Erlösung, dass Er mich in Jesus der Macht Satans und der Sünde entreißt?
Gebet: VATER, mit großer Blindheit sündigen wir täglich und nehmen die Erlösung als selbstverständlich an. Schenke uns ein dankbares und reuevolles Herz. Amen.
– Dank Simeons für das Heil – Lk 2,29-32
„Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“
Katechese: Jahrtausende wartete das Volk Israel sehnsüchtig auf den Messias. Jahrtausende sehnten sich die Verstorbenen im Scheol (= Vorhimmel / Totenreich) auf ihre Aufnahme in den Himmel. Voller Freude und Dankbarkeit erkennt der greise Simeon, dass in Jesus das Ewige Heil gekommen ist. Nun kann er ruhig sterben, denn Jesus öffnet den Verstorbenen das verschlossene Paradies.
Überlegung: Nur wenige Menschen denken an ihren Tod. In ihrem Unglauben verdrängen sie diesen Gedanken durch verschiedene Ablenkungen. Sollten wir nicht auch wie Simeon dem VATER danken für das Heil, das uns Jesus bringt, und sehnsüchtig das Kommen Jesu erwarten?
Gebet: VATER, Du hast uns den Heiland gesandt, der wirklich Heil in unser Land bringt. Wir danken Dir für unsere Hoffnung auf das Ewige Leben. Amen.
– Besiegung Goliats durch Lobpreis – 1 Sam 17,45-46
„David antwortete dem Philister Goliat: Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im NAMEN des Herrn der Heere, … den du verhöhnt hast. Heute wird dich der Herr mir ausliefern. … Alle Welt soll erkennen, dass Israel einen Gott hat.“
Katechese: Die Macht des Lobpreises zeigte sich bereits im Leben Davids. Der kriegerische Stamm der Philister bedrohte die Israeliten, die aus Angst vor ihnen fast vergingen. Doch der junge Hirtenbub David vertraute auf das mächtige Eingreifen des Lebendigen Gottes: Er lobte und pries den NAMEN Gottes und besiegte mit seinem großen Gottvertrauen den Riesen Goliat.
Überlegung: Viele Psalmen, die David verfasst hat, zeugen von einem Leben voll inbrünstigem Lobpreis und tiefem Gottvertrauen. In ihnen dankt er dem VATER für alle Wundertaten, die Er in der Mitte des Volkes vollbrachte. – Könnte ich einen Psalm in der Bibel aufschlagen und mit diesen Worten den Himmlischen Vater loben und preisen?
Gebet: Herr, Du erlöst mich von allem Unheil und rettest mich am Tag der Not. Darum danke ich Dir und lobe Deinen Namen (vgl. Sir 51,12). Amen.
– Siebentägiger Lobpreis bei Jericho – Jos 6,2-5
„Sieh her, ich gebe Jericho …in deine Gewalt. Ihr sollt mit allen Kriegern um die Stadt herumziehen und sie einmal umkreisen. Das sollst du sechs Tage lang tun. ... Am siebten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt herumziehen, und die Priester sollen die Hörner blasen. … Darauf wird die Mauer der Stadt in sich zusammenstürzen.“
Katechese: Josua setzte nicht auf seine Kriegskünste, sondern auf das Eingreifen Gottes. Voll Glauben an Gottes Verheißung umzog er mit den Menschen die Stadt Jericho. Sieben Tage lang priesen und lobten sie dabei Gott für den kommenden Sieg, der dann auch tatsächlich eintrat.
Überlegung: Könnte ich Gott loben mit Instrumenten, Gesang und Prozessionen? Könnte ich mit einer Novene (= neun Tage) Gott danken, dass er mein Anliegen so erhört, wie er weiß, dass es gut für mich ist?
Gebet: Herr, auch wir wollen in allen Lebenslagen betend und flehend unsere Bitten mit Dank vor Dich bringen (vgl. Phil 4,6). Amen.
– Lobpreis im Gefängnis – Apg 16,24-26
Der Gefängniswärter warf Paulus und Silas „in das innere Gefängnis und schloss zur Sicherheit ihre Füße in den Block. Um Mitternacht beteten Paulus und Silas und sangen Loblieder; und die Gefangenen hörten ihnen zu. Plötzlich begann ein gewaltiges Erdbeben, so dass die Grundmauern des Gefängnisses wankten. Mit einem Schlag sprangen die Türen auf, und allen fielen die Fesseln ab.“
Katechese: Wegen ihres Glaubens an Jesus Christus wurden Petrus und Silas ins Gefängnis geworfen. Doch anstatt entmutigt zu sein, priesen sie den Herrn mit ihren Lobliedern sogar im Gefängnis.
Überlegung: Aus der Todeszelle im KZ – Auschwitz drangen nicht die gewohnten Verzweiflungsschreie und Flüche, als der hl. Maximilian Kolbe dort verhungerte. Einstimmend in seine Loblieder fanden alle Todeskandidaten Trost. – Wie reagiere ich, wenn ich für meinen Glauben leiden muss oder dafür verspottet werde? Lobe ich Gott auch im Leid?
Gebet: Herr, oft jammern und klagen wir bei Schicksalsschlägen und im Leid. Schenk uns dann im Lobpreis Trost und Kraft! Amen.
– Lobpreis der Heiligen im Himmel – Offb 15,2-4
„Die Sieger… sangen: Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr, Gott und Herrscher über die ganze Schöpfung. … Wer wird Deinen Namen nicht preisen? Denn Du allein bist heilig: Alle Völker kommen und beten Dich an.“
Katechese: In der Geheimen Offenbarung des hl. Johannes dürfen wir einen kleinen Blick in den Himmel werfen. Alle, die mit Jesus gelebt und in Ihm und für Seinen Namen gestorben sind, erleben eine unwahrscheinlich große Freude im Himmel. Sie sehen Gott in Seiner Herrlichkeit und loben ihn ohne Ende.
Überlegung: Ein traumhaftes Musikstück lässt die Menschen in heftiges Applaudieren ausbrechen. Dies ist ein winziges Bild für das, was uns im Himmel erwartet, wenn wir Gottes Antlitz sehen und im Lobpreis jubeln. – Freu ich mich darauf einst Gott schauen zu dürfen?
Gebet: Herr, Du bist groß und wunderbar. Schenke auch uns die Gnade, dass wir Dich einst ewig im Himmel preisen dürfen! Amen.
– Anbetung der Engel – Jes 6,1-3
„Ich sah den Herrn. Er saß auf einem hohen und erhabenen Thron. … Serafim standen über ihm. … Sie riefen einander zu: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere. Von Seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt.“
Katechese: Dem Propheten Jesaja war das Glück beschieden, dass er dem Lobpreis der heiligen Engel im Himmel hören durfte. Ihr Lobpreis geht bereits über in tiefste Anbetung. Die Anbetung erschließt uns das Innerste der Herrlichkeit Gottes. Es ist das unaussprechliche Glück des Einsseins mit dem über alles geliebten Gott, der selbst die Liebe ist.
Überlegung: Wir beten den Lobpreis bei jeder hl. Messe: „Heilig, heilig, heilig, Gott aller Mächte und Gewalten! Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit!“ – Die tägliche Anbetung schenkt unserem Leben einen neuen, tiefen Sinn. Könnte ich gemeinsam mit meinem Schutzengel Gott anbeten?
Gebet: O Gott, Du bist dreimal heilig! Mit allen Engelchören stimmen wir ein in den Lobpreis Deiner Herrlichkeit: Heilig, Heilig, Heilig! Amen.
– Die Engel loben Gott allein – Tob 12,6
Der Engel Rafael sagte: „Preist Gott, und lobt Ihn! Gebt Ihm die Ehre, und bezeugt vor allen Menschen, was er für euch getan hat. Es ist gut, Gott zu preisen und Seinen NAMEN zu verherrlichen und voll Ehrfurcht Seine Taten zu verkünden. Hört nie auf, Ihn zu preisen.“
Katechese: Der Erzengel Rafael wurde von Gott gesandt, um den jungen Tobias auf seiner gefährlichen Reise zu begleiten. Er bewahrte ihn vor Unglück, heilte seine Braut von dämonischer Umsessenheit und seinen Vater von Blindheit. Als die Familie ihm dafür danken wollte, lehnte er dies strikt ab. Er ermahnte sie jedoch, Gott als den Urheber alles Guten zu loben und Zeugnis davon abzulegen.
Überlegung: Unsere Engel schauen stets das Antlitz Gottes (vgl. Mt 18,10). Sie sind ständig im Lobpreis Gottes versunken, erkennen im Lichte Gottes aber sofort unsere Not und eilen uns zu Hilfe. – Stimme ich gerne mit ein in den unablässigen Lobpreis Gottes der heiligen Engel? – Gebe ich vor anderen Zeugnis von der Hilfe meines Schutzengels?
Gebet: VATER, Herr der Himmlischen Heerscharen. Wir danken Dir für den heiligen Schutzengel. Mit ihm wollen wir Dich loben und preisen. Amen.
– Unsinnige Prahlerei – Jes 10,15
„Prahlt denn die Axt gegenüber dem, der mit ihr hackt, oder brüstet die Säge sich vor dem, der mit ihr sägt? Das wäre, wie wenn der Stock den Mann schwingt, der ihn hochhebt, oder wie wenn der Knüppel den hochhebt, der nicht aus Holz ist.“
Katechese: Wir Menschen sind sehr kurzsichtig. Wir sehen die wunderbare Wirkung, vergessen aber Gott, der uns das Wollen und Vollbringen schenkt (vgl. Phil 2,13). Ohne Gott können wir wirklich nichts Gutes tun (vgl. Joh 15,5). Aber alles können wir in Jesus, der uns stets die Kraft für das Gute gibt (vgl. Phil 4,13). So gebührt alle Ehre nur dem Herrn.
Überlegung: Die kleine hl. Therese sah sich selbst als „Besen“ Gottes. „Wenn Er ihn benötigt, nimmt er ihn aus der Ecke und vollbringt große Taten. Wenn die Arbeit vollbracht ist, wird der Besen von Gott wieder in die Ecke gestellt.“ – Bin ich bereit Gott als Werkzeug zur Verfügung zu stehen?
Gebet: Herr, lass uns dieses nie vergessen: Wenn nicht Du das Haus baust, müht sich jeder umsonst, der daran baut. Wenn nicht Du die Stadt bewachst, wacht der Wächter umsonst (vgl. Ps 127,1). Amen.
– Ehre sei Gott in der Höhe – Lk 2,13-14
„Plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen Seiner Gnade.“
Katechese: Die Engel, die den Hirten von Bethlehem die Geburt des Messias verkündeten, lobten Gott für dieses große Ereignis: Für den Beginn des Sieges der Liebe Gottes über den Hass in der Welt. Zugleich zeigen sie, wie wir den wahren Frieden finden können: Alle, die Gott die Ehre geben und nicht mehr um die eigene Ehre streiten, werden den tiefen Frieden Gottes erfahren.
Überlegung: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden den Menschen auf Erden!“ beten oder singen wir bei jeder Sonntagsmesse. – Ehre ich Gott durch mein Leben oder kämpfe ich noch um meine eigene Anerkennung und werde sofort traurig oder ärgerlich, wenn ich von anderen nicht gelobt oder bemerkt werde? – Danke ich Gott für alles?
Gebet: VATER, nicht uns bring zu Ehren, sondern Deinen Heiligen NAMEN (vgl. Ps 115,1). Uns aber schenke Deinen tiefen Frieden! Amen.
– Gotteslob für alles Gute – Mt 5,16
„So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“
Katechese: In der Bergpredigt ruft uns Jesus auf, die Augen auf den VATER zu richten, der alles Gute bewirkt. Jesus selbst wirkte in der Kraft des VATERS viele Wunder: Er heilte Kranke, trieb Dämonen aus, weckte Tote auf. Dafür lobten die Juden aber nicht Jesus, sondern den VATER im Himmel, der Ihm als Mensch eine solche Vollmacht verliehen hat (vgl. Mt 9,8).
Überlegung: Auch die Heiligen sahen sich nur als Werkzeuge der Liebe Gottes an. Sie zeigten immer wieder auf Gott, dem allein das Lob gebührt. – Verlange ich noch nach dem „Weihrauch“ des menschlichen Lobes für mich oder gebe ich das Lob der Menschen an Gott weiter? – Bin ich mir bewusst, dass Gott alles Gute in mir bewirkt?
Gebet: VATER, Du bist immer noch am Werk und wir dürfen Deine Werkzeuge sein. Gib uns den Mut und die Kraft Dir alle Ehre abzugeben, die wir erhalten! Amen.
– Ehrsucht verhindert Glauben – Joh 5,44
„Wie könnt ihr zum Glauben kommen, wenn ihr eure Ehre voneinander empfangt, nicht aber die Ehre sucht, die von dem einen Gott kommt?“
Katechese: Viele angesehene Juden wagten es aus Menschenfurcht nicht, sich zu den Jüngern Jesu zu zählen. Die Ehre in den Augen der Menschen war ihnen wichtiger als die Ehre, Kinder Gottes zu werden. Nikodemus, einer von der hohen Priesterklasse, suchte Jesus nur heimlich in der Nacht auf, damit niemand es merke. Demütige Menschen, die sich nicht um das Gerede der Menschen kümmerten, folgten Jesus nach.
Überlegung: Die Moslems legen ihren Gebetsteppich aus, um Allah zu loben, egal was die Menschen von ihnen denken. – Wage ich mich im Beisein anderer Menschen Gott zu danken, zum Beispiel beim Tischgebet im Gasthaus? – Bekenne ich mich zu Jesus in der Öffentlichkeit?
Gebet: VATER, oft verleugnen wir aus Menschenfurcht den Glauben an Dich und machen faule Kompromisse. Stärke unseren Glauben, damit wir immer bereit sind, Dich zu loben, auch wenn wir dafür verspottet werden. Amen.
– Gotteslob wider den Mainstream – Lk 6,26
„Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.“
Katechese: Jesus erinnert in den Seligpreisungen daran, dass für uns Christen andere Werte wichtig sind, nämlich die Verherrlichung Gottes und das Leben nach Seinen Geboten. Es gab aber immer wieder Propheten, die den Menschen nach dem Mund redeten und ihnen schmeichelten, nur um ihre Gunst zu gewinnen. Jesus dagegen verkündete den Menschen mutig die unbequeme Wahrheit.
Überlegung: Die Welt lobt die ihren, aber nicht Gott. Die anderen werden ausgegrenzt, geächtet, getötet. – Suche ich zuerst die Verherrlichung Gottes, indem ich mutig zu meinen christlichen Überzeugungen stehe oder suche ich noch faule Kompromisse? – Sage ich immer mutig die Wahrheit und vermeide jegliche Notlüge?
Gebet: VATER, schütze mich davor, den Menschen zu schmeicheln, nur um ihre Gunst zu gewinnen. Gib mir Kraft, für Deinen Namen auch Schweres zu ertragen und Dich so durch mein Leben zu lobpreisen! Amen.
– Dankbarkeit für Hilfe – Lk 17,15-16
Einer von den Aussätzigen „kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte Ihm. Dieser Mann war aus Samarien.“
Katechese: Zu Jesus kamen zehn Aussätzige und flehten um ihre Heilung. Nur einer von ihnen, dazu ein Samariter, von einem Volksstamm, der von den Juden verachtet wurde, kehrte zurück, um Gott für die Gesundheit zu danken und in Ihm Gott anzubeten.
Überlegung: „Die Not lehrt beten“, sagt ein Sprichwort. Sobald die Not an die Tür klopft, wird der ganze Himmel bestürmt. Wenn Gott uns in Seiner Huld beschenkt, wer denkt dann noch ans Danken? Der hl. Vinzenz Pallotti machte sich zur Gewohnheit Gott ebenso lange zu danken, wie er Ihn um Gnaden gebeten hat. – Danke ich dem VATER innig für jede Gnade: Für meine Familie, Arbeit, Gesundheit usw.?
Gebet: Herr, Du erhörst immer jedes Gebet, wenn auch oft anders als ich es erwartet habe. Voll Ehrfurcht werfe ich mich vor Dir nieder und danke Dir für all Deine Hilfe! Amen.
– Löchriger Geldbeutel – Mt 6,2
„Wenn du Almosen gibst, lass es nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus lädt uns ein, durch Almosengeben Schätze für den Himmel zu sammeln. Doch wenn das Motiv unseres Gebens nicht die Ehre Gottes allein ist, sondern wir von den Menschen Lob dafür erwarten, dann haben wir mit dem Lob unseren Lohn bereits erhalten.
Überlegung: Jedes menschliche Lob, das wir für unsere guten Taten erwarten, reißt ein Loch in den „Geldbeutel“, mit dem wir Verdienste für den Himmel sammeln. – Ist mir bewusst, dass empfangene Ehre von Menschen bewirkt, dass man mit leeren Händen vor Gott erscheint? Sollte ich als Verwalter der Güter Gottes auf Erden meine Liebespflicht nicht in Bescheidenheit und Demut erfüllen?
Gebet: Vater im Himmel hilf uns, unser Almosen so zu geben, dass die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut. Denn Du siehst und vergiltst das Verborgene, das wir aus Liebe zu Dir und zu Deiner Ehre tun. Amen.
– Fasten zur Ehre des Vaters – Mt 6,16
„Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus selbst fastete 40 Tage und 40 Nächte, aber nicht um sich bei den Menschen wichtig zu machen, sondern um Kraft für Seine Mission zu schöpfen. Nach der Fastenzeit kehrte Er mit der Kraft des Hl. Geistes erfüllt aus der Wüste zurück und verherrlichte den Vater in allem, bis zu Seinem Tod am Kreuz.
Überlegung: Viele Heilige suchten Gott durch Fasten und Beten. – Was ist mein Fastenmotiv? Will ich von den Menschen bemerkt und bewundert werden? Faste ich nur um der Figur willen? Oder faste ich allein zur Ehre Gottes, um Gott damit zu verherrlichen und geistige Kraft zu schöpfen? Danke ich Gott dafür, wenn ich fasten kann?
Gebet: VATER im Himmel, schenke mir den Geist des wahren Fastens im Verborgenen, allein zu Deinem Ruhm und Deiner Ehre! Amen.
– Gebet zur Ehre des Vaters – Mt 6,5
„Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus spricht hier diese Menschen an, die in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete verrichten, um von den Menschen dafür bewundert zu werden. Doch ihr Herz ist weit weg von Gott. Noch verwerflicher wird das Gebet, wenn jemand in Selbstgerechtigkeit sich selbst vor Gott lobt, den Nächsten aber verurteilt. Jesus warnt eindringlich vor dieser verlogenen Haltung der Heuchelei.
Überlegung: Wie sieht mein Gebet aus? Ist meine Teilnahme an der Eucharistiefeier wirklich Danksagung an Gott oder nur aus Tradition, um Menschen zu gefallen? Habe ich zuhause eine Gebetsecke, wo ich täglich im Verborgenen mit Gott innige Zwiesprache halte und Ihn lobe und preise? Verwandle ich jegliche Kritik in ein Stoßgebet?
Gebet: Himmlischer VATER, lass den Schall meiner Gebete nicht nur bis zur Zimmerwand dringen, sondern lass es wie Weihrauch zu Dir aufsteigen allein zu Deiner Ehre! Amen.
– Nur im Kreuz ist unser Ruhm – Gal 6,14
„Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.“
Katechese: Paulus könnte sich seiner besonderen Herkunft, Privilegien und Ausbildung rühmen. Doch er weiß: All das ist nichts in den Augen des Herrn. Unser Ruhm ist der Erlösertod Jesu am Kreuz: „Durch Seine Wunden sind wir geheilt.“ (1 Petr 2,24) Jesus hat den Lösepreis für unsere Sünden bezahlt und uns losgekauft aus der Sklaverei des Satans. Der Segen Gottes wird uns zuteil in der Taufe.
Überlegung: Habe ich Jesus schon einmal für Sein Leiden und Sterben am Kreuz gedankt? Küsse ich mit Ergriffenheit und Dankbarkeit das Bildnis des Gekreuzigten? Hat das Kreuz Jesu einen Ehrenplatz in meiner Wohnung?
Gebet: Vater, wir preisen Dich für das Erlöserleiden Deines Sohnes. Hilf uns, in der Welt als Deine Kinder zu leben und stets dem Kreuz Jesu treu zu sein. Amen.
– Tut alles zur Ehre Gottes – 1 Kor 6,20; 10,31
„Ihr gehört nicht euch selbst; denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib! Ob ihr also esst oder trinkt oder etwas anderes tut: Tut alles zur Verherrlichung Gottes!“
Katechese: Seit der Taufe ist unser Leib Wohnung des Hl. Geistes. Unsere Seele soll sich von Ihm erfüllen lassen, von Seiner Göttlichen Liebe. Diese Liebe soll unser Leben steuern und nicht schlechte Triebe, Leidenschaften und böse Begierden. Dann gilt, was der hl. Irenäus sagte: Die Ehre Gottes ist der lebendige Mensch.
Überlegung: Wenn wir vor dem Sarg eines Verstorbenen stehen, dann wird offenbar, ob dieses Leben eine Verherrlichung Gottes dargestellt hat oder nicht. Kardinal Meisner sagte einmal, man soll so leben, dass die Menschen bei der Beerdigung merken, dass der Verstorbene eine Lücke hinterlässt. – Bitte ich Jesus um die Gnade, dass mein Leib wirklich Werkzeug Seiner Liebe und Seiner Ehre ist?
Gebet: Herr, Du rufst uns zu Maßhalten und Ordnung in all unserm Tun, um so den VATER zu verherrlichen. Schenk uns Selbstbeherrschung und Liebe! Amen.
– Lästerung des Namens Gottes – Röm 2,24
„In der Schrift steht: Euretwegen wird unter den Heiden der Name Gottes gelästert.“
Katechese: Der hl. Paulus ermahnt die ersten Christen zu einem authentischen Christenleben. Wenn das Licht Christi durch unser Leben andere Menschen erfasst, dann wird somit der Name Gottes verherrlicht. Wenn jedoch Menschen Anstoß nehmen an Skandalgeschichten mancher Christen, dann bewirkt ihr Leben die Lästerung des Namens Gottes unter den Menschen.
Überlegung: Die ersten 300 Jahre wurden die Christen grausam verfolgt. Doch dank ihrem lebendigen Glaubenszeugnis wurde das Christentum nicht vernichtet, sondern schließlich zur Staatsreligion im römischen Reich. – Wie kann ich die Lauheit im Glaubensleben überwinden und so zur Verherrlichung Gottes beitragen? – Zeugt mein Familien- und Berufsleben davon, dass ich Jesus Christus kenne und Ihn liebe?
Gebet: Herr, schon zu viele haben Dir den Rücken zugekehrt, weil wir Christen ein schlechtes Beispiel gegeben haben. Schenke uns Reue und Umkehr! Amen.
– Lobpreis durch Treue – Joh 12,27-28
„Jetzt ist Meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette Mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche Deinen Namen!“
Katechese: Jesus bittet den VATER nicht um Rettung vor dem bevorstehenden Leiden und Sterben. Denn er wusste darum, dass der Satan als Beherrscher der Welt nur durch sein geduldig ertragenes Leiden besiegt werden konnte. Er bittet deshalb den VATER um den Sieg der Liebe Gottes über den Hass des Satans. Überall wo die Liebe siegt, siegt Gott und wird somit verherrlicht.
Überlegung: Die Verherrlichung Gottes geschieht nicht nur in den guten Tagen des Lebens, sondern besonders dann, wenn unsere Liebe auf die Probe gestellt wird, sowohl in Gesundheit wie in Krankheit. – Bitten wir den Herrn, dass wir Ihn verherrlichen durch unsere Treue in der Liebe bis zum Tod? – Bitte ich Gott um Vergebung für jede Lieblosigkeit?
Gebet: Herr, oft ist es nicht leicht, Christ zu sein. Hilf allen Leidenden, dass sie Dir die Treue halten und so Dich verherrlichen! Amen.
– Lobpreis durch Nachfolge Christi – Joh 15,8
„Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und Meine Jünger werdet.“
Katechese: Jesus vergleicht sich selbst mit einem Weinstock, den Vater mit dem Winzer. Wir sind Rebzweige an diesem Weinstock. Die Früchte, auf die der Vater als „Winzer“ wartet sind die „Trauben“ der Liebe. Es geht aber nicht um irgendeine Liebe. Als Jünger Jesu sollen wir so lieben, wie Er geliebt hat. Diese Liebe schließt niemanden aus. Sie zeigt sich im Vergeben und Segnen auch den schlimmsten Feinden gegenüber.
Überlegung: Wir verwechseln die Liebe oft mit Egoismus und beschränken sie auf unsere Familie und Freunde. Doch damit zeichnen sich die Christen nicht aus. – Könnte ich heute jemandem, der mir unsympathisch ist, ein Zeichen der Liebe Jesu schenken durch einen Gruß oder ein Lächeln? – Bitte ich Jesus um Kraft dazu?
Gebet: VATER, lass mich ein Werkzeug Deiner Liebe werden, dass ich Liebe bringe, wo Hass ist! Gib mir immer Deine Kraft dazu! Amen.
– Lobpreis durch gelebte Liebe – Apg 4,32
„Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam.“
Katechese: Das Erkennungsmerkmal der ersten Christen war ihre Liebe zueinander. Sie ahmten Jesus in der Ausübung des Liebesgebots so sehr nach, dass sie von den Menschen „Christen" (Apg 11,26) genannt wurden. Sie verkauften alles, was sie besaßen und teilten es so untereinander auf, dass niemand Not zu leiden brauchte.
Überlegung: Echte Liebe muss wehtun! pflegte die hl. Teresa von Kalkutta zu sagen. Ein Kind nahm dies ernst, verzichtete wochenlang auf Zucker und brachte diese Tüte Zucker den Hungernden. – Mit welcher Liebestat kann ich zur Verherrlichung des Namens Gottes beitragen? – Gibt es in meiner Nähe jemanden, der Not leidet und meine Hilfe bräuchte, vielleicht durch ein aufmunterndes Wort?
Gebet: Der Name des Herrn sei gepriesen von nun an bis in Ewigkeit. Vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang sei der Name des Herrn gelobt! (vgl. Ps 113) Amen.
– Lobpreis durch Einmütigkeit – Apg 2,46
„Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Einfalt des Herzens.“
Katechese: Wahre Liebe untereinander zeigt sich in der Einheit. Um diese Einheit Seiner Jünger hat Jesus bereits früher zum VATER gebetet. Denn sie legt Zeugnis ab für das Wirken Gottes, verherrlicht so den VATER und bewegt andere dazu, an die Liebe Jesu zu glauben. Diese Einheit kennzeichnete die ersten Christen.
Überlegung: Die Einheit in der Liebe verlangt Verzicht auf Parteilichkeit und Unterordnung unter eine Leitung. Jesus hat als Garanten für die Einheit den Petrus und somit Seine Stellvertreter eingesetzt. – Höre ich auf die Stimme des Papstes? Bete ich um Licht und Kraft für ihn? – Wen sollte ich schon längst um Verzeihung bitten?
Gebet: VATER, wir Christen verhalten uns oft wie kleine Kinder, die furchtbar miteinander streiten. Schenke uns Liebe und Einheit! Amen.
– Lobpreis durch Gaben – 1 Petr 4,10-11
„Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat. Wer redet, der rede mit den Worten, die Gott ihm gibt; wer dient, der diene aus der Kraft, die Gott verleiht. So wird in allem Gott verherrlicht durch Jesus Christus.“
Katechese: In der Kirche – dem Ort der Gegenwart des Hl. Geistes – hat Gott jedem verschiedene Gaben geschenkt. Mit diesen Gaben ergänzen die Christen sich gegenseitig im Aufbau des Reiches der Liebe Gottes auf Erden: Zu Seiner Verherrlichung säen die einen aus, andere begießen die Saat, wieder andere ernten die Früchte der Liebe.
Überlegung: Die hl. Bernadette bedankte sich bei Gott in ihrem Testament für die Gabe ihrer Dummheit und Schwäche. Doch gerade diese ihre Demut erlaubte es Gott, in Fülle durch sie zu wirken. – Nütze ich meine Gaben zur Ehre des Herrn? Danke ich Gott für meine Gaben?
Gebet: Herr, lass uns nicht nur nach großen Gnadengaben verlangen, sondern gerade in den einfachen und schlichten Gaben Deine Liebe in die Welt hineintragen und Dich dadurch verherrlichen! Amen.
– Hat mein Leben einen Sinn? – Mt 6,10
„Dein Reich komme!“
Katechese: In dieser VATER-Unser-Bitte zeigt uns Jesus den tiefen Sinn unseres Lebens: Das endgültige Kommen des Reiches Gottes, das wir auch schlicht und einfach Himmel oder Paradies nennen. Jesus erteilt damit eine Absage jeglichem Denken an eine Reinkarnation und einer Selbstauflösung im Nirwana. So wie er selbst von den Toten auferstanden ist, so wird er auch uns von den Toten erwecken. Sein Reich beginnt schon mit Seiner Gegenwart auf Erden. Er selbst hat den Keim des Gottesreiches in der Kirche gelassen, in Seinem Wort und Sakrament.
Überlegung: Der hl. Pfarrer von Ars sagte dazu schlicht: „Es gibt viele Christen, die nicht einmal wissen, wofür sie auf Erden sind: ‚Warum, mein Gott, hast Du mich in diese Welt gesetzt?’ – ‚Um dich zu erlösen.’ – ‚Und warum willst Du mich erlösen?’ – ‚Weil ich dich liebe.’“
Gebet: Vater im Himmel, die Heiligen haben sich nach Deinem Reich gesehnt. So rufen wir mit ihnen: Maranatha! Komm bald, o Herr! Amen.
– Der Himmel ist offen! – Apg 7,55-56
Stephanus, „erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.“
Katechese: Der Himmel ist offen! Es geht hier nicht um einen wolkenlosen Tag, an dem die Sonne scheint. Stefanus durfte einen Blick in das verborgene Reich Gottes werfen, das durch die Erbsünde der ersten Menschen – d.h. ihren Ungehorsam der Ordnung Gottes gegenüber – verschlossen war. Doch Jesus, unser Erlöser, hat uns den Himmel, das Reich des Vaters, wieder geöffnet.
Überlegung: Der Himmel ist offen für alle, die an Jesus glauben, sich taufen lassen und in guten und in schlechten Tagen in der Liebe Jesu ausharren. – Bitte ich Jesus darum, dass er meinen Glauben stärke?
Gebet: Jesus, danke, dass Du uns den Himmel wieder geöffnet hast. Richte meinen Sinn mehr auf das Himmlische als auf das Irdische! (Kol 3,2) Amen.
– Der Himmel ist unvorstellbar schön – 1 Kor 2,9
„Wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben.“
Katechese: Diese Worte stammen vom hl. Paulus, der bereits zu Lebzeiten in den dritten Himmel entrückt wurde (vgl. 2 Kor 12,2-3). Der Glaube an die Ewigkeit beflügelte ihn, trotz aller Gefahren und Leiden, den Menschen diese frohe Botschaft Jesu weiterzugeben. Alle Leiden erachtete er für nichts im Vergleich mit dieser Herrlichkeit, die im Himmel auf ihn wartet. Sie wird allen zuteil, die Gott lieben.
Überlegung: Der hl. Pfarrer von Ars sagte: „Die Erde ist wie eine Brücke, um über das Wasser zu gelangen. Sie dient nur dazu, unsere Füße zu tragen.“
– Ist mir bewusst, dass die Erde nur eine Durchgangsstation ist? – Halte ich immer wieder inne und denke an das kommende, wunderbare Reich des VATERS, an den Himmel?
Gebet: In den Himmel will ich kommen. Fest hab ich’s mir vorgenommen: Mag’ es kosten was es will, für den Himmel ist mir nichts zuviel! Amen.
– Lass dich nicht verwirren! – Joh 14,1-2
„Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?“
Katechese: Jesus warnt uns vor Verwirrung und Unglauben. Die Menschenseele ist unsterblich. Der Tod ist nicht das Ende. Er ist Beginn des neuen, ewigen, glücklichen Lebens im Reich des Himmlischen Vaters.
Überlegung: Die Verwirrung ist heute voll im Gange: Die einen glauben an die Reinkarnation und kehren zu heidnischen oder esoterischen Selbsterlösungspraktiken zurück. Andere meinen, mit dem Tod sei alles aus und verdrängen den Gedanken an ihren Tod bis ins hohe Alter. – Glaube ich Jesus und Seinem Wort? – Vertiefe ich meinen christlichen Glauben durch gute Vorträge und Schriften?
Gebet: VATER, stärke unseren Glauben und bewahre das einst christliche Europa davor, wieder ins Heidentum zurückzufallen! Amen.
– Unsere Heimat ist im Himmel – Phil 3,20-21
„Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dorther erwarten wir Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt Seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann.“
Katechese: Die ersten Christen glaubten daran, dass sie nur Fremde und Pilger auf Erden sind. So verkauften sie Hab und Gut, lebten in christlicher Gemeinschaft und warteten täglich auf das Kommen Jesu.
Überlegung: „Wir sind die Welt – wir sind ihre Kinder!“ ist der Text eines bekannten Schlagers. Durch den Wohlstand haben viele den Blick auf den Himmel verloren und leben als richtige Weltmenschen. Andere bekriegen sich gegenseitig um die Güter dieser Welt. – Ist mir bewusst, dass meine Heimat im Himmel ist? Könnte ich zu einem Wallfahrtsort pilgern, um mir bewusst zu machen, dass ich als Pilger unterwegs in die Ewige Heimat bin?
Gebet: Herr, hilf uns, dass die Sorgen des Alltags uns nicht verwirren und Dein Kommen uns nicht plötzlich überrascht! (vgl. Lk 21,34) Amen.
– Geburtsstunde für den Himmel – Joh 14,3
„Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu Mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.“
Katechese: Mit diesem Wort verspricht Jesus, uns in der Sterbestunde in das Reich des Himmlischen Vaters heimzuholen. Es steht uns Menschen nicht frei, diese Stunde selbst herbeizuführen. Wir sollen geduldig auf das Kommen Jesu warten und jederzeit dazu bereit sein.
Überlegung: Die Gedenktage der Heiligen fallen auf ihren Sterbetag. Denn wir feiern ihre Geburtstunde für den Himmel. Der hl. Cyprian meint dazu: „Wie verkehrt und ungereimt ist es, wenn wir beten, der Wille Gottes möge geschehen, dann aber nicht sogleich dem Gebot Seines Willens folgen, wenn er uns aus dieser Welt herausruft und wegholt.“
Gebet: Jesus, schon jetzt freue ich mich, wenn Du kommst, um mich ins Reich des VATERS heimzuholen. Nimm von mir alle Angst und schenke mir eine tiefe Sehnsucht nach Dir und Deinem Reich! Amen.
– Das Friedensreich – Offb 20,4-6
„Ich sah die Seelen aller, die enthauptet worden waren, weil sie an dem Zeugnis Jesu und am Wort Gottes festgehalten hatten. … Sie gelangten zum Leben und zur Herrschaft mit Christus für tausend Jahre. ... Das ist die erste Auferstehung. Selig und heilig, wer an der ersten Auferstehung teilhat.“
Katechese: Schon jetzt sind unsere Verstorbenen, die mit Christus gelebt haben, in der Herrlichkeit des Himmels, wenn auch noch ohne ihren verklärten Körper. Es ist das 1000-jährige Friedensreich. Die Zahl 1000 ist dabei symbolisch zu verstehen. Es beendet sich am Letzten Tag, wenn Jesus als Weltenrichter wiederkommt.
Überlegung: Jesus versprach dem guten Schächer, der seine Sünden bereute, dass er noch am selben Tag mit Ihm im Paradies sein wird (vgl. Lk 23,43). – Bitte ich die Heiligen im Himmel um ihre Fürsprache bei Gott? Bete ich für die Verstorbenen, die noch im Fegefeuer leiden müssen?
Gebet: Herr, viele Heilige sind schon jetzt bei Dir in Deinem Reich. Lass auch uns einst zu ihrer Zahl gehören und Dich mit ihnen ewig anbeten und lobpreisen! Amen.
– Das Wiederkommen Jesu – Apg 1,9-11
„Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr Ihn habt zum Himmel hingehen sehen.“
Katechese: Bei der Himmelfahrt Jesu verkündeten die Engel den Jüngern, dass Jesus wiederkommen wird. Bei Seinem ersten Kommen kam Jesus verborgen, in der Gestalt eines kleinen Kindes. Er kam, bildlich gesprochen, wie ein König, der sich als Bettler verkleidete, um die Menschen kennenzulernen und ihnen mitzuteilen, was sie tun müssten, um in Sein wunderbares Reich zu kommen. Doch nur die Demütigen erkannten ihn. Bei Seinem letzten Kommen zeigt sich Jesus in der Macht Seiner Gottheit, um allen zu vergelten, wie es ihre Taten verdienen.
Überlegung: Nach Seiner Himmelfahrt weilt Jesus unter uns, diesmal verborgen unter der Gestalt der hl. Hostie im Tabernakel in der Kirche. Nur die Demütigen finden ihn dort. Denn den Stolzen ist Gott fern, „den Demütigen aber schenkt er Seine Gnade.“ (1 Petr 5,5)
Gebet: Jesus, lass uns stets bereit sein für Dein Kommen und Dir mit brennenden Lampen entgegengehen! Amen.
– Das Zeichen des Menschensohnes – Mt 24,29-30
„Das Zeichen des Menschensohnes wird am Himmel erscheinen; dann werden alle Völker der Erde jammern und klagen, und sie werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen.“
Katechese: Das Zeichen des Menschensohnes ist das Kreuz. Es ist das Zeichen der Christen und erinnert uns an die Erlösung in Jesus Christus.
Überlegung: Jesus sagte der hl. Sr. Faustina: „Noch bevor ich als gerechter Richter kommen werde, komme ich als König der Barmherzigkeit. Bevor der Tag der Gerechtigkeit anbricht, wird den Menschen folgendes Zeichen am Himmel gegeben werden: Alles Licht am Himmel erlischt und große Finsternis wird auf der ganzen Erde sein. Dann erscheint das Zeichen des Kreuzes am Himmel, und es sind Öffnungen, wo die durchbohrten Hände und Füße des Erlösers waren, und durch diese Öffnungen werden große Lichter fluten, die eine Zeitlang die Erde beleuchten. Es wird kurz und am Jüngsten Tag geschehen.“
Gebet: Jesus, Dein Kreuz lädt uns ein, die Erlösungsgnade anzunehmen. Lass uns dieses Siegeszeichen gläubig und dankbar verehren! Amen.
– Unser VATER im Himmel – Mt 6,9
„VATER unser im Himmel!“
Katechese: Am Anfang des Gebets des Herrn richtet Jesus unseren Blick auf den Himmlischen VATER. Unser Gebet sollte kein Geschwätz sein (vgl. Mt 6,7). Wie ein kleines Kind darf ich bei meinen Bemühungen immer wieder auf den VATER schauen, bis Er aufsteht und mir hilft.
Überlegung: Die kleine hl. Therese verbrachte ihren Alltag in ständiger Anbetung ihres über alles geliebten Himmelpapas. Während der Arbeit wiederholte sie ständig: „VATER unser im Himmel!“ und verspürte das unendliche Glück, Kind dieses großen VATERS sein zu dürfen. – Könnte auch ich öfters an meinen VATER im Himmel denken? – Lege ich vertrauensvoll das Neue Jahr in Seine väterlichen Hände?
Gebet: VATER unser, Du bist wirklich da! Ich glaube an Deine liebende Gegenwart. Ich glaube, dass Du mich liebst und mich nie alleine lässt. Mit allen Engeln und Heiligen bete ich Dich in tiefster Ehrfurcht an. Amen.
– Wo finde ich den VATER? – Mt 6,6
„Geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem VATER, der im Verborgenen ist. Dein VATER, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“
Katechese: Jesus lehrt uns, wo wir den VATER finden: im Verborgenen, in der Stille unseres Herzens. Dazu brauchen wir keine langen Pilgerwege zurücklegen. Wie Jesus dürfen wir uns immer wieder an einen stillen Ort zurückziehen, wo wir mit dem VATER ganz allein sind.
Überlegung: „Eine schwatzhafte Seele ist leer in ihrem Inneren. Sie besitzt keine grundlegenden Tugenden, und sie besitzt keine Vertrautheit mit Gott.“ (Jesus zur hl. Sr. Faustina) – Wie kann ich zur Stille gelangen, um die leise Stimme des VATERS besser zu vernehmen? Könnte ich mir vielleicht eine Gebetsecke in der Wohnung einrichten, wo ich während des Tages öfter Kraft tanken kann?
Gebet: VATER im Himmel, nur in Umkehr und Ruhe liegt meine Rettung, nur Stille und Vertrauen verleihen mir Kraft (vgl. Jes 30,15). Hilf mir, jeden Tag Zeit für die Zwiesprache mit Dir zu finden. Amen.
– Im Haus des VATERS – Lk 2,49
Jesus sagte zu Maria und Josef: „Warum habt ihr Mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was Meinem Vater gehört?“
Katechese: Bei ihrer jährlichen Fußwallfahrt nach Jerusalem verlieren Josef und Maria das Jesuskind. Drei Tage suchen sie es voller Angst und finden es schließlich im Tempel. Auf ihren Vorwurf hin verwies es sie auf Seine Pflicht, im Haus Seines VATERS zu sein.
Überlegung: Niklaus Wolff sagte über das Haus des VATERS – die Kirche: „Wenn der Mensch täglich eine Summe Geldes, so klein sie auch wäre, in der Kirche holen könnte, er wäre keinen einzigen Tag zu träge, es zu holen. Ist aber der geistliche Schatz des hl. Messopfers nicht mehr als Geld!“ – Könnte nicht auch ich ab und zu meinen VATER in der Kirche besuchen?
Gebet: VATER, Dein Haus ist mitten unter uns, wo Du uns mit Deiner Liebe beschenken willst. Lass mich im Stress des Alltags immer wieder innehalten und in Deinem Haus auftanken. Amen.
– Den Tag mit dem VATER beginnen – Mk 1,35
„In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand Jesus auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.“
Katechese: Jesus suchte oft das Gespräch mit Seinem VATER. Wir können uns vorstellen, wie Er morgens leise das Haus verließ, in der Dämmerung auf einen Berg hinaufstieg, wo Er mit dem VATER alleine war. Beim VATER suchte Er Antwort vor wichtigen Entscheidungen.
Überlegung: Der Teufel steht – bildlich gesprochen – eine Stunde vor uns auf, damit wir den Tag nicht mit Gott beginnen, sondern belastet mit all unseren Sorgen. So wie der Tag beginnt, so verläuft er dann oftmals, mühselig und leidvoll. – Könnte ich nicht zehn Minuten früher aufstehen, um all meine Sorgen gleich dem Himmlischen VATER zu übergeben? – Danke ich Ihm für jeden neuen Tag?
Gebet: VATER unser im Himmel! Hilf mir, jeden neuen Tag mit Dir zu beginnen. Alle Sorgen und allen Kummer will ich auf Dich werfen, denn dann kümmerst Du Dich selbst um mich (vgl. 1 Petr 5,7). Amen.
– Nachtwache mit dem VATER – Lk 6,12
„In diesen Tagen ging Jesus auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott.“
Katechese: Die Erholung des Körpers ist uns wichtig. Jesus dagegen, selbst nach einem anstrengenden Tag, gefüllt mit dem Ansturm der Menschenmenge, suchte die Erholung Seiner Seele in liebender Zwiesprache mit dem VATER. Sicher hat Er Ihm alles erzählt, was er erlebte: Alle Freude und auch alles Leid. Wie viel Segen hat Er wohl in dieser Nacht erfleht?
Überlegung: Es ist eine seltsame menschliche Eigenart, dass man bis tief in die Nacht Feste feiern kann, sich auf einer Party vergnügt oder lange vor dem Fernseher sitzt. Aber eine Nacht mit dem VATER zu verbringen, scheint für viele unvorstellbar. – Könnte ich nicht wie Jesus abends das kindliche Gespräch mit dem Himmlischen VATER suchen?
Gebet: VATER unser! Einmal dürfen wir die Ewigkeit bei Dir verbringen und das Glück Deiner Gegenwart erleben! Hilf uns, schon hier auf Erden Dein Antlitz zu suchen. Amen.
– Dank dem VATER – Lk 10,21
„In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, VATER, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, VATER, so hat es dir gefallen.“
Katechese: Jesus pries den Himmlischen VATER, als Seine Jünger nach ihrer ersten Mission zurückkehrten und von den Wundern erzählten, die sie erlebt hatten. Die Jünger Jesu waren einfache, ungelehrte Menschen, aber durch ihren kindlichen Glauben an Jesu Wort erfuhren sie die Macht Gottes.
Überlegung: Schon im Alten Testament zählte es zum Lobpreis Gottes, wenn die Väter ihren Kindern die Wundertaten Gottes erzählten. Durch diese Zeugnisse finden andere Menschen zu Gott. – Habe ich Mut, anderen Menschen zu erzählen, wie Gott mir geholfen hat?
Gebet: Himmlischer VATER, wir danken Dir für alles Wunderbare, was Du in Jesu Namen unter uns wirkst. Lass uns immer dankbar Zeugnis dafür ablegen vor den Menschen. Amen.
– Ständiges Gebet zum VATER – Lk 18,7-8
„Sollte Gott Seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu Ihm (dem VATER) schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern zögern? Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen.“
Katechese: Jesus erzählt das Gleichnis von einer Witwe, die solange beim Richter auf ihr Recht pochte, bis dieser aufstand und half. Damit ermuntert Er uns, mit großem Vertrauen unaufhörlich zum VATER zu rufen.
Überlegung: Der VATER erhört uns immer, aber anders und besser als wir es uns ausdenken können. Wir dürfen im Gebet nur nicht nachlassen. Die hl. Monika hatte zwei Söhne. Den guten Sohn kennt heute kaum jemand; Augustinus dagegen, für den sie 20 Jahre zu Gott flehte, ist noch nach 1600 Jahren bekannt durch seine tiefen Schriften.
Gebet: Himmlischer VATER, wir sind oft ungeduldig und wollen sofort die Erhörung unserer Bitten. Lass uns mit mehr Ausdauer und Eifer anklopfen, voller Vertrauen, dass Du alles zum Guten wendest. Amen.
– Geführt vom VATER – Mt 16,17
„Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern Mein VATER im Himmel.“
Katechese: Viele Juden sahen vor zweitausend Jahren in Jesus nur einen besonderen Menschen, der mit Wunderkräften ausgestattet war. Petrus dagegen erkannte Jesus als Sohn Gottes und bekannte: „Du bist der Messias!“ Diese Erkenntnis entsprang nicht seiner eigenen Weisheit. Gott VATER selbst schenkte ihm dieses Licht. So dürfen wir sagen: Alles Gute, was wir denken und erkennen, stammt vom Himmlischen VATER.
Überlegung: Der Mensch ist wie eine Antenne. Er empfängt gute Gedanken von Gott, aber auch schlechte Impulse vom Satan. Kontrolliere ich wachsam meine Gedanken, um mich nur vom VATER leiten zu lassen? Bin ich wachsam im Gebrauch des Internets und der modernen Medien, um sie nur zum Guten zu nützen?
Gebet: Himmlischer VATER, es ist oft schwer, das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Schenk uns immer Dein Licht und Deine Kraft. Amen.
– Geist des VATERS – Lk 11,13
„Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird der VATER im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die Ihn bitten.“
Katechese: Jesus erinnert uns daran, worum wir den Himmlischen VATER bitten sollen: Es soll uns nicht zuerst um Nahrung und Kleidung gehen, sondern um Seinen Geist, den Geist der Liebe. Dann wird uns der VATER alles andere dazu geben, was wir brauchen.
Überlegung: König Salomon durfte zu Beginn seiner Regierungszeit Gott eine Bitte aussprechen. Er bat nicht um Reichtum und Sieg über seine Feinde, sondern um ein weises Herz (vgl. 2 Chr 1,10). – Um was bitte ich den VATER in meinen täglichen Gebeten? Bin ich noch sehr materialistisch eingestellt? – Bitte ich täglich um die Gaben des Hl. Geistes?
Gebet: Himmlischer VATER, Du bist gut! Erfüll uns mit Deinem Hl. Geist, den Geist der Weisheit, der Liebe und der Kraft. Amen.
– Der VATER lässt uns nicht allein – Joh 16,32
„Die Stunde kommt, und sie ist schon da, in der ihr versprengt werdet, jeder in sein Haus, und Mich werdet ihr allein lassen. Aber ich bin nicht allein, denn der VATER ist bei Mir.“
Katechese: Auch Jesus erlebte Augenblicke tiefster Verlassenheit, in denen Seine besten Freunde Ihn verließen und er wie ein Verbrecher geächtet und verurteilt wurde. Aber selbst in der Zeit der größten Einsamkeit wusste Jesus sich geborgen in der liebenden Gegenwart Seines VATERS.
Überlegung: Untreue eines Freundes, Ausgrenzung im Berufsleben, Einsamkeit im Alter: Der Himmlische VATER ist immer da. In guten Tagen oft übersehen, wartet er, ohne deswegen beleidigt zu sein, gerade in den schweren Lebensmomenten auf mich, um mich zu trösten und mir Halt zu geben.
Gebet: VATER, wenn die ganze Welt mich verlässt, so bleibst Du doch an meiner Seite. Ganz weit öffne ich Dir meine Herzenstüre: Tritt ein mit Deiner Liebe, Deinem Trost und Deinem Segen. Amen.
– VATER, Herr der Engel – Mt 26,53
„Glaubst du nicht, Mein VATER würde Mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schicken, wenn ich Ihn darum bitte?“
Katechese: Jesus setzte nicht auf Gewaltanwendung. Als die römischen Soldaten Ihn gefangen nahmen und Petrus Ihn mit dem Schwert verteidigen wollte, gebot Jesus ihm mit obigen Worten Einhalt. Jesus fand dazu die Kraft im Gebet zum VATER, der Ihm dann einen Engel sandte, um Ihn in der Todesangst zu stärken. (vgl. Lk 22,43)
Überlegung: Wie oft sind auch wir versucht, mit Gewalt unsere Rechte durchzusetzen. Doch wenn wir auf den VATER im Himmel schauen, dann lernen wir eine andere Kraftquelle kennen. Der VATER schenkt uns die Kraft, treu in der Liebe auszuharren. – Bitte ich Ihn, dass er mir Seine heiligen Engel zur Hilfe senden möge?
Gebet: VATER, Du bist der Herr der himmlischen Heerscharen! Sende uns immer Deine mächtigen heiligen Engel zu Hilfe. Amen.
– Rückkehr zum VATER – Lk 23,46
„Jesus rief laut: VATER, in Deine Hände lege ich Meinen Geist. Nach diesen Worten hauchte er den Geist aus.“
Katechese: Jesus bestand siegreich die größten Torturen. Trotz allem Hass von Seiten der Menschen siegte in Seinem Leben die Liebe, sogar zu Seinen Feinden und Mördern: „VATER, vergib ihnen!“ (Lk 23,34) Jesus verharrte in der Liebe bis zum letzten Augenblick, wo er dann Seinen Geist in die Liebe des VATERS legte. Im Reich des VATERS sind herrliche Wohnungen für all diese vorbereitet, die so lieben, wie Jesus geliebt hat.
Überlegung: Die Todesstunde ist der schwerste Augenblick in jedem Menschenleben. Doch der Tod ist nicht das Ende. Er ist ein Hinübergehen zum VATER. Gerade dann dürfen wir voll Vertrauen auf den Himmlischen VATER blicken, allen von Herzen vergeben und Sein Erbarmen anrufen. – Bete ich um eine gute Sterbestunde?
Gebet: VATER, schon jetzt vertrau ich Dir meine Sterbestunde an. Bewahre mich vor einem unvorhergesehenen, plötzlichen Tod und hilf mir, allen von Herzen zu vergeben. Amen.
– Der VATER schenkt uns Seinen Geist – Lk 24,49
„Ich werde die Gabe, die Mein VATER verheißen hat, zu euch herabsenden. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet.“
Katechese: Diese Worte sagte Jesus, bevor Er zu Seinem VATER in den Himmel zurückkehrte. Auch nach der Himmelfahrt Jesu lässt uns der VATER nicht allein. Durch Jesus sendet Er uns den Hl. Geist. Es liegt an unserer freien Entscheidung, ob wir Ihn aufnehmen wollen oder nicht.
Überlegung: In besonderer Weise empfange ich die Gaben des Heiligen Geistes, wenn ich den Himmlischen VATER im Namen Jesu demütig darum bitte. – Bitte ich den VATER um das Licht und die Kraft des Heiligen Geistes sowie um Seine Gaben: Rat, Stärke, Weisheit, Wissenschaft, Verstand, Gottesfurcht und Gotteshingabe?
Gebet: Himmlischer VATER, im Namen Jesu bitten wir Dich: Gieße Deinen Geist in unsere Herzen ein! Entflamme uns mit Deiner Göttlichen Liebe! Amen.
– Wer ist unser VATER? – Mt 23,9
„Ihr sollt niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer VATER, der im Himmel.“
Katechese: Aus Ehrfurcht vor dem Gottesnamen „Jahwe“ war es den Juden strengstens verboten, diesen Namen auszusprechen. Jesus lehrt uns die Ehrfurcht bereits vor dem Namen „VATER“. Nur Einem gebührt wirklich im vollen Sinn des Wortes dieser Name: unserem VATER im Himmel.
Überlegung: Kein Mensch kann die Rolle des vollkommenen VATERS ausfüllen. Er zeugt zwar das Leben, entstellt aber oft durch Fehler und Schwächen das Bild des Himmlischen VATERS. – Ist es mir möglich, den Himmlischen VATER von meinem irdischen VATER zu unterscheiden?
Gebet: VATER unser im Himmel! Du bist wirklich mein VATER. Du hast mich auf Dich hin geschaffen und unruhig ist mein Herz bis es ruht in Dir! Amen.
– Gott VATER liebt uns von Anfang an – Jer 1,5
„Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.“
Katechese: Die Hl. Schrift schenkt uns eindrucksvolle Bilder der Liebe des VATERS. Da Gottes innerstes Wesen LIEBE ist (1 Joh 4,16), liebt er uns von Anfang an. Die obigen Worte ergingen an den Propheten Jeremia. Er hatte ein sehr schweres Leben, wusste sich aber vom VATER geliebt seit Ewigkeit.
Überlegung: Nicht alle Menschen kommen auf die Welt wie es Gott in Seiner Liebe gewollt hat. Aber jeder darf wissen: Ich bin vom VATER gewollt seit Ewigkeit, bin Sein geliebtes Kind. Auch für mein Leben hat Gott einen wunderbaren Plan, der mich erfüllt und glücklich macht.
Gebet: VATER im Himmel! Du hast mich wunderbar und einmalig gestaltet. Kein Auge auf Erden, kein Fingerabdruck gleicht dem Meinen. Danke, dass Du mich seit Ewigkeit liebst. Amen.
– Gott liebt uns mehr als ein Vater – Hos 11,2-4
„Ich war es, der Efraim gehen lehrte, ich nahm ihn auf meine Arme. … Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich, mit den Ketten der Liebe. Ich war da für sie wie die Eltern, die den Säugling an ihre Wangen heben. Ich neigte mich ihm zu und gab ihm zu essen.“
Katechese: Der Himmlische VATER kümmerte sich voll Liebe um Sein Volk. Er hörte ihr Weinen, befreite sie aus der Sklaverei in Ägypten und versorgte sie in der Wüste mit Nahrung. Er begleitete sie Tag und Nacht im Zeichen einer Wolken- und Feuersäule und schenkte ihnen Geborgenheit und Schutz.
Überlegung: In vielen lebt das falsche Gottesbild, dass sie die Liebe des VATERS durch gute Leistung erkaufen müssen. Andernfalls erwarte sie Verachtung oder Strafe. Andere meinen, Gott hat die Welt erschaffen, aber hat keine Zeit für mich. Doch Gott ist anders als jeder irdische VATER! – Danke ich Ihm für Seine Liebe, die Er mir umsonst schenkt?
Gebet: VATER, Du sorgst für mich. Du liebst mich. Du hast immer Zeit für mich. In allen Gefahren bin ich in Deinen Armen geborgen. Amen.
– Gott liebt uns mehr als eine Mutter – Jes 49,15-16
„Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: Ich vergesse dich nicht. Sieh her: Ich habe dich eingezeichnet in Meine Hände.“
Katechese: Die VATERHÄNDE sind Ausdruck unendlicher Liebe, Zärtlichkeit und Geborgenheit. Gerade in den schwersten Augenblicken des Lebens, in Verlassenheit und Krankheit, ist Er da und hält uns in Seinem liebenden Arm.
Überlegung: Ungewollte Schwangerschaft, Druck von Mitmenschen, Störfaktor im Berufsleben, Einschränkung des Vergnügens usw. können Gründe dafür sein, dass eine Mutter ihr eigenes Kind nie richtig angenommen und geliebt hat oder sogar abtreiben wollte. Das Kind kann ein Leben lang unter Mangel an Liebe und Zuneigung der Mutter leiden. Gott VATER kann uns auch von diesen Verletzungen heilen. Er liebt uns mehr als jede Mutter.
Gebet: Guter VATER, Dir bringe ich die Verwundungen und Verletzungen meines Lebens. Nimm Du mich in Deine Arme und heile mich! Amen.
– Gott liebt uns mehr als ein Bräutigam – Jes 62,5
„Wie der junge Mann sich mit der Jungfrau vermählt, so vermählt sich mit dir dein Erbauer. Wie der Bräutigam sich freut über die Braut, so freut sich dein Gott über dich.“
Katechese: Ein wunderschönes Bild für die Liebe Gottes ist die Liebe des Bräutigams für seine Braut. Mit vielen Geschenken umwirbt uns der VATER: Nicht nur eine Rose, sondern die ganze Schöpfung zeugt von Seiner Liebe zu uns.
Überlegung: Manche fürchten, den Ansprüchen des Geliebten nicht gerecht zu werden und haben Angst, verlassen zu werden. Der VATER jedoch liebt uns, wie wir sind, mit all unseren Grenzen, Fehlern und Eigenarten. – Wie kann ich Seine Liebe erwidern? Habe ich IHM schon gesagt, dass ich IHN auch liebe?
Gebet: Guter VATER, wie schön ist es, Dir ganz zu gehören. Du liebst mich so, wie ich bin. Ich danke Dir und liebe Dich mit meinem ganzen Herzen. Amen.
– Er siegt über Treulosigkeiten – Ez 16,60-63
„Ich will Meines Bundes gedenken, den ich mit dir in deiner Jugend geschlossen habe, und will einen ewigen Bund mit dir eingehen. … Dann sollst du dich erinnern, sollst dich schämen und vor Scham nicht mehr wagen, den Mund zu öffnen, weil ich dir alles vergebe, was du getan hast.“
Katechese: Der VATER ist anders als wir Menschen. Seine Liebe kennt keine Grenzen. Trotz der entsetzlichen Untreue der Menschen kehrt Er uns nicht Seinen Rücken zu, hasst uns nicht und bietet immer wieder Seine Hand zur Versöhnung an.
Überlegung: „Gott hat mir vergeben, doch die Menschen werden mir nicht vergeben!“ sagte ein Verbrecher vor seiner Hinrichtung. Gottes Liebe siegt über die schlimmsten Treulosigkeiten. Wären unsere Sünden auch so zahlreich wie der Sand am Meer, sie werden uns vergeben, wenn wir reumütig zum VATER umkehren.
Gebet: VATER im Himmel! Nicht alle Heiligen haben gut begonnen. Aber alle haben ihr Leben gut beendet. Danke, dass Du uns immer wieder die Chance des Neuanfangs schenkst! Amen.
– Gott gibt selbst das Liebste hin – Joh 3,16-17
„Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er Seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“
Katechese: Der Himmlische VATER schaut aus einer anderen Perspektive auf uns. Er sieht nicht nur 70, 80 Jahre unseres Lebens, sondern die ganze Ewigkeit. Es liegt Ihm so viel daran, uns ewig glücklich zu machen, dass er sogar Seinen Sohn – Jesus – gesandt hat, damit er uns den richtigen Weg in den Himmel zeige.
Überlegung: Wie schmerzlich ist es, wenn der Arzt ein Bein amputieren muss, um das Leben zu retten. So muss unser VATER auch manchmal etwas Schweres von uns verlangen, damit wir die Ewigkeit nicht verlieren. – Bin ich bereit, voller Vertrauen alles aus Seiner Hand anzunehmen?
Gebet: VATER im Himmel, wie schwer fällt es uns, Dir gänzlich zu vertrauen. Nimm alles Misstrauen und alle Zweifel von uns! Amen.
– Der Widersacher Gottes – Joh 8,38.44
„Ich sage, was ich beim VATER gesehen habe, und ihr tut, was ihr von eurem Vater gehört habt. – Ihr habt den Teufel zum Vater… Er war ein Mörder von Anfang an… Er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.“
Katechese: Jesus erklärt Seinen Zuhörern, dass nicht alles vom Himmlischen VATER herkommt. Der VATER ist Leben, Wahrheit und Liebe. Alles Gute kommt von Ihm. Vom Gegenspieler Gottes, dem Satan, dagegen kommen Tod, Lüge und Hass.
Überlegung: Die Existenz des Teufels wird vielerorts geleugnet. Somit finden die Menschen keine Antwort mehr auf das „Warum“ gegenüber Leid und Bosheit. Irrtümlicherweise klagen sie Gott an und machen IHN verantwortlich für alles Böse. Dahinter steht der Teufel selbst, der Vater der Lüge.
Gebet: Jesus, Du zeigst uns den VATER. Bewahre uns vor Täuschung und Betrug des Teufels! Hilf uns, dem Himmlischen VATER zu vertrauen, auch wenn wir nicht alles verstehen können! Amen.
– Ein strafender Gott? – Offb 16,1
„Ich hörte, wie eine laute Stimme aus dem Tempel den sieben Engeln zurief: Geht und gießt die sieben Schalen mit dem Zorn Gottes über die Erde!“
Katechese: Im letzten Buch der Bibel, der Geheimen Offenbarung, hören wir von den Schalen des Zornes Gottes, den die Engel auf die Erde gießen. Es handelt sich aber nicht um die Willkür Gottes, der Lust hat, die Menschen zu quälen. Auch hier ist es die Liebe des VATERS, der den Menschen für die Ewigkeit retten will. Er will, dass alle umkehren von ihren verkehrten Wegen und ewig glücklich werden im Himmel.
Überlegung: „Schreibe, dass ich durch Gewissensbisse zu ihnen spreche. Durch Misserfolge, damit sie zur Besinnung kommen. Durch Leiden, durch Gewitter und Blitz und durch die Stimme der Kirche.“ (Jesus zur hl. Sr. Faustina) Wenn jemand aber nicht hören will, dann überlässt Gott den Sünder sich selbst. Das ist dann gleichsam seine Selbstzerstörung. – Höre ich auf die Stimme Gottes und mache eine gute Gewissenserforschung?
Gebet: VATER, lass uns erkennen, dass Du uns ständig zur Umkehr rufst. Hilf uns, von den schlechten Wegen abzulassen und auf Dich zu hören! Amen.
– Das Datum vom Weltende – Mk 13,32-35
„Jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der VATER. Seht euch also vor, und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. … Seid also wachsam!“
Katechese: Das Ende der Welt kennt in Seiner Allwissenheit nur der VATER. Das persönliche Ende der Welt ist für jeden Menschen seine Sterbestunde. Wir sollen immer dazu bereit und gut vorbereitet sein.
Überlegung: Erwarteter Polsprung, Klimaveränderung, Vorhersagen vom Weltende durch Zeugen Jehovas: Lass dich nicht verwirren! Die Zukunft liegt allein in Gottes Hand. – Wärest du jedoch gut vorbereitet, wenn dich der VATER heute in die Ewige Heimat rufen würde?
Gebet: VATER, ein Tag ist vor Dir wie 1000 Jahre. Wir sind nur wie das Gras, das blüht und verblüht. Aber Du schaffst eine neue, wunderbare Erde, auf der wir einst ewig leben dürfen. Wir danken Dir dafür. Amen.
– Die Gerechtigkeit des VATERS – Mt 25,34
„Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von Meinem VATER gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.“
Katechese: Nach dem Weltuntergang kommt das Weltgericht. Dann werden alle Menschen von Gott gerichtet werden entsprechend ihren Taten. Jesus erinnert uns daran, dass das Kriterium für den Eintritt in den Himmel die gelebte, barmherzige Liebe ist. Für die bösen Menschen wird es keinen Eintritt in den Himmel geben. Auf sie wartet die ewige Verdammnis.
Überlegung: Die Slogans „Alle kommen in den Himmel“ oder „Die Hölle ist leer!“ stimmen nicht mit dem Evangelium überein. Zu Lebzeiten haben wir die Möglichkeit, die Erlösung aus der Hand des VATERS anzunehmen. Wir können sie aber auch abweisen und in unserer Bosheit verharren. – Nehme ich Jesus als meinen Erlöser an?
Gebet: Herr, Du wirst einst kommen zu richten die Lebenden und die Toten. Sei uns dann ein milder Richter und nimm uns auf in Dein Reich. Amen.
– Jesus offenbart den VATER – Lk 10,22
„Mir ist von Meinem VATER alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der VATER, und niemand weiß, wer der VATER ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.“
Katechese: Viele Juden wollten es nicht glauben, als Jesus sagte: „Noch ehe Abraham wurde, bin ich.“ (Joh 8,58). Denn mit diesen Worten offenbarte er Seine Gottheit. Schon vor Seiner Geburt in Bethlehem existierte Er als Gott seit Ewigkeit. Er ist zu uns auf die Erde gekommen, um uns vom Himmlischen VATER zu erzählen und uns den Weg zu IHM zu zeigen.
Überlegung: Die Juden sahen Jesus als einen besonderen Menschen, der mit besonderen Kräften ausgestattet war. Nur wenige von ihnen erkannten Seine Gottheit und glaubten an Ihn und an Seine Worte über den VATER. – Glaube ich fest an Jesus und Seine Botschaft?
Gebet: VATER, da die Welt mit all ihrer Weisheit Dich nicht erkannte, hast du beschlossen, alle die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten (1 Kor 1,21). Schenk uns einen kindlichen Glauben an Dich! Amen.
– Allerheiligste Dreifaltigkeit – Joh 14,8-9
„Philippus sagte zu Jesus: Herr, zeig uns den VATER; das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast Mich nicht erkannt, Philippus? Wer Mich gesehen hat, hat den VATER gesehen.“
Katechese: In diesen Worten verweist Jesus auf das große Geheimnis der Dreifaltigkeit Gottes. Obwohl drei Personen – VATER, SOHN, HL. GEIST – sind sie doch ein einziger Gott. Wer Jesus sieht, sieht gleichzeitig den VATER und den Hl. Geist – nämlich Seine Liebe, Güte und Barmherzigkeit.
Überlegung: Das tiefe Geheimnis der Dreifaltigkeit lässt sich nur bildhaft erklären: sei es mit einem Kleeblatt: Eine Pflanze mit drei Blättern; sei es mit dem Wasser: Es besitzt eine einzige chemische Formel H2O, existiert aber in drei Seinsweisen: Wasser – Eis – Dampf. – Mache ich mit Glauben und Ehrfurcht das Kreuzzeichen?
Gebet: O großer Gott – Du bist eins in Deiner Liebe und neigst Dich uns zu in Deinem Sohn und Geist. Lehre uns, Dich in der WAHRHEIT und im GEIST anzubeten! Amen.
– Einheit Gottes – Joh 17,21
„Alle sollen eins sein: Wie Du, VATER, in Mir bist und ich in Dir bin, sollen auch sie in Uns sein, damit die Welt glaubt, dass Du Mich gesandt hast.“
Katechese: Jesus betet um die Einheit Seiner Jünger. Sie sollen eins sein, wie der VATER und der Sohn eins sind. Das innerste Wesen Gottes ist Liebe. Sie ist so gewaltig groß, dass aus der Liebe des Vaters und des Sohnes die Person des Hl. Geistes hervorgeht.
Überlegung: Ein vergleichbares Bild für die Einheit in Gott ist die Familie. Aus der gemeinsamen Liebe der Eheleute entsteht das Kind. Die Einheit in der Liebe ist eine große Kraftquelle. An dieser Einheit Gottes dürfen wir Christen teilhaben und die Kraft der Liebe Gottes schöpfen.
– Wie trage ich zur Einheit bei, sei es in der Familie, Pfarrgemeinde oder in der zerrissenen Christenheit?
Gebet: VATER im Himmel, wie Du eins bist mit dem Sohn und dem Hl. Geist, so lass auch uns Christen eins sein in Dir, damit die Welt Jesus erkennt, den Du gesandt hast. Amen.
– Gott, der Gute Hirte – Joh 10,14-15
„Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen Mich, wie Mich der VATER kennt und ich den VATER kenne; und ich gebe Mein Leben hin für die Schafe.“
Katechese: Jesus nennt sich selbst den Guten Hirten und offenbart auch hier Seine Gottheit. Dieses Bild war den Juden bekannt aus den Psalmen und beschreibt die liebende, sorgende und schützende Gegenwart des VATERS.
Überlegung: Im Bild des Guten Hirten zeigt sich das wahre Gesicht des VATERS: Er wartet nicht auf den Fehltritt eines Schäfleins, um es zu schlagen, zu bestrafen oder zu töten. Nein, voll väterlicher Sorge geht Er jedem irrenden Menschen nach, ruft nach ihm und sucht ihn. Wenn das Schäflein umkehrt, nimmt er es voller Freude auf Seine Arme. – Höre ich Seine liebevolle Stimme? Flüchte ich mich wieder in Seine Arme?
Gebet: VATER, Du bist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Du stillst mein Verlangen und leitest mich auf rechten Pfaden. Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn Du bist bei mir (Ps 23). Amen.
– Der Barmherzige VATER – Lk 15,20
„Der VATER sah seinen Sohn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.“
Katechese: Das Gleichnis vom verlorenen Sohn erzählte Jesus den selbstgerechten Pharisäern, die daran Anstoß nahmen, dass Jesus voll Liebe öffentliche Sünder annahm und ihnen ihre Sünden vergab. Er zeigt uns somit das Bild der Barmherzigkeit des VATERS. Es gibt keine Schuld, die noch so groß wäre, dass sie nicht Vergebung fände bei Gott, wenn der Mensch reumütig zum VATER zurückkehrt.
Überlegung: Manche Menschen erwarten die Seelenschau, wodurch die Menschen das Elend ihrer Sünden erkennen. Gleichzeitig sollten wir aber um das Vertrauen in die Barmherzigkeit Gottes beten, damit wir bei der Erkenntnis unseres Elends – spätestens in der Todesstunde – nicht verzweifeln. – Bitte ich Gott täglich um Sein Erbarmen?
Gebet: Barmherziger VATER! Du füllst den Abgrund meines Elends auf mit Deiner unendlichen Barmherzigkeit. Lass mich Deine Barmherzigkeit in Ewigkeit lobpreisen. Amen.
– Der VATER als Winzer – Joh 15,1-2
„Ich bin der wahre Weinstock, und Mein VATER ist der Winzer. Jede Rebe an Mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.“
Katechese: Jesus nützt Gleichnisse aus dem Alltagsleben. Die Welt ist der große Weinberg des VATERS, wir aber sind die Rebzweige, die mit Jesus verbunden, gute Früchte der barmherzigen Liebe hervorbringen sollen. Durch das Wort Jesu reinigt uns der VATER, damit wir immer mehr verwandelt werden in Seine Göttliche Liebe.
Überlegung: Kleine Kinder freuen sich nicht immer, wenn sie von der Mama gewaschen werden. Auch uns fällt es schwer, wenn der VATER unser Leben reinigen will. Nehme ich Seine Mahnungen gerne an – sei es durch das Wort Jesu, sei es durch die Kritik guter Menschen? – Nütze ich gerne die Gelegenheit zur hl. Beichte, um meine Seele von Jesus rein waschen zu lassen?
Gebet: VATER, reinige uns durch Dein Wort, damit wir Früchte guter Taten bringen zu Deiner Ehre! Amen.
– Frieden und Sendung – Joh 20,21
„Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie Mich der VATER gesandt hat, so sende ich euch.“
Katechese: Diese Worte sagte Jesus Seinen Jüngern nach der Auferstehung. Er schenkt uns Seinen Frieden, den Er vom VATER bringt, den wir in der Welt nicht finden können, weder in anderen Religionen noch esoterischen Praktiken. Dieser Friede ist das Geschenk der Erlösung, das uns der VATER in Jesus anbietet. Wir sind gesandt, allen diese frohe Botschaft weiterzugeben.
Überlegung: „Wir erlösen uns selbst durch eine Christuskraft, die in jedem Menschen ist! Nach 80 Millionen Wiedergeburten wird es uns gelingen!“ – soweit das Angebot der Esoterik. – Ist es nicht besser, den Menschen von der Erlösung des VATERS im wahren Herrn Jesus Christus zu erzählen? Er schenkt uns schon jetzt den Frieden und einst die Freude der Auferstehung!
Gebet: VATER, Du sendest uns, um anderen Deinen Frieden und Deine Freude zu bringen. Lass uns jede Gelegenheit dazu nützen! Amen.
– Lobpreis Jesu als Bitte – Mt 14,19-20
„Jesus nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten und alle aßen und wurden satt.“
Katechese: So wie Jesus uns beten lehrt, so beginnt auch Er selbst Sein Gebet mit dem Lobpreis. Er bittet nicht um ein Wunder, sondern dankt dem VATER bereits im Voraus für Seine Hilfe. Danach sättigt er 5000 Männer mit ihren Frauen und Kindern.
Überlegung: Womit beginne ich mein Gebet? Danke ich zuerst dem Himmlischen VATER, oder ist mein Gebet ein einziges langes Bitten ohne tiefen Glauben an Seine Hilfe? – Danke ich Ihm auch beim Tischgebet für das tägliche Brot und Seine väterliche Vorsehung?
Gebet: Himmlischer VATER, Du schenkst uns das Brot vom Himmel. Du sättigst uns und sorgst täglich um uns. Wir danken Dir dafür. Amen.
– Danksagung Jesu – Joh 11,41.43
„Jesus erhob Seine Augen und sprach: VATER, ich danke Dir, dass Du mich erhört hast. Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!“
Katechese: Bevor Jesus den toten Lazarus auferweckte, dankte er dem VATER für die Erhörung Seines Gebetes. Danach rief er den Verstorbenen aus dem Grab. Die Auferweckung Lazarus verherrlicht den VATER, der in Jesus uns allen neues Leben schenken will.
Überlegung: In der hl. Taufe schenkt Jesus auch uns das neue Leben als Kinder Gottes. Zuvor waren wir ausgeschlossen vom ewigen Leben, dem Tode verfallen. – Danke ich Gott täglich für die Taufgnade? – Bete ich für diese, die Gott noch nicht kennen, um das Licht des Glaubens an den einen, wahren Gott?
Gebet: Himmlischer Vater, wir danken Dir für das neue Leben in Jesus. Hilf uns, dass unser Leben Deinen Namen verherrliche! Amen.
– Dank Marias – Lk 1,46-49
„Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit Seiner Magd hat er geschaut. … Denn der Allmächtige hat Großes an mir getan, und Sein NAME ist heilig.“
Katechese: Gott hat Maria auserkoren, dem Messias das Leben zu schenken ohne Zutun eines Mannes rein durch das Wirken des Hl. Geistes. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Nach damaliger jüdischer Sitte drohte ihr jedoch die Steinigung, da die Juden dieses Geheimnis nicht kannten. Doch furchtlos lobt Maria den Herrn und dankt Ihm bereits für Sein mächtiges Wirken in der Zukunft.
Überlegung: Jedes Kind ist ein einmaliges Geschenk Gottes. Es gibt für eine Frau keine schönere Aufgabe, als einem Menschen das Leben zu schenken. Doch oft stößt sie dabei auf Ablehnung und Unverständnis. – Helfe ich ihr durch meinen Beistand und mein Gebet, damit sie Gott für ihr Baby dankt und auf Seine Vorsehung vertraut?
Gebet: Allmächtiger Gott, Du hast Großes an Maria getan. Wir danken Dir für Maria, die seit Anfang an Deinen Sohn voller Zuversicht und Dankbarkeit angenommen und geliebt hat. Amen.
– Dank Zacharias’ für die Erlösung – Lk 1,68
„Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat Sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen; er hat uns einen starken Retter erweckt im Hause Seines Knechtes David.“
Katechese: Zacharias wusste als Priester des Volkes Israel um die große Schuld des Volkes und dass die damals üblichen Tieropfer diese Schuld nicht tilgen konnten. Nun erfuhr er voller Freude vom Kommen des Messias, des Erlösers, der diese Schuld hinweg nimmt. Sein Dank an den Himmlischen Vater fand Widerhall in seinem Lobpreis des „Benediktus“.
Überlegung: Wir brauchen uns nicht selbst erlösen. Jesus, der Retter ist da und ich darf Ihm meine Schuld abgeben durch mein reuevolles Bekenntnis, am besten in der hl. Beichte. Danke ich dem VATER täglich für die Gnade der Erlösung, dass Er mich in Jesus der Macht Satans und der Sünde entreißt?
Gebet: VATER, mit großer Blindheit sündigen wir täglich und nehmen die Erlösung als selbstverständlich an. Schenke uns ein dankbares und reuevolles Herz. Amen.
– Dank Simeons für das Heil – Lk 2,29-32
„Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“
Katechese: Jahrtausende wartete das Volk Israel sehnsüchtig auf den Messias. Jahrtausende sehnten sich die Verstorbenen im Scheol (= Vorhimmel / Totenreich) auf ihre Aufnahme in den Himmel. Voller Freude und Dankbarkeit erkennt der greise Simeon, dass in Jesus das Ewige Heil gekommen ist. Nun kann er ruhig sterben, denn Jesus öffnet den Verstorbenen das verschlossene Paradies.
Überlegung: Nur wenige Menschen denken an ihren Tod. In ihrem Unglauben verdrängen sie diesen Gedanken durch verschiedene Ablenkungen. Sollten wir nicht auch wie Simeon dem VATER danken für das Heil, das uns Jesus bringt, und sehnsüchtig das Kommen Jesu erwarten?
Gebet: VATER, Du hast uns den Heiland gesandt, der wirklich Heil in unser Land bringt. Wir danken Dir für unsere Hoffnung auf das Ewige Leben. Amen.
– Besiegung Goliats durch Lobpreis – 1 Sam 17,45-46
„David antwortete dem Philister Goliat: Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im NAMEN des Herrn der Heere, … den du verhöhnt hast. Heute wird dich der Herr mir ausliefern. … Alle Welt soll erkennen, dass Israel einen Gott hat.“
Katechese: Die Macht des Lobpreises zeigte sich bereits im Leben Davids. Der kriegerische Stamm der Philister bedrohte die Israeliten, die aus Angst vor ihnen fast vergingen. Doch der junge Hirtenbub David vertraute auf das mächtige Eingreifen des Lebendigen Gottes: Er lobte und pries den NAMEN Gottes und besiegte mit seinem großen Gottvertrauen den Riesen Goliat.
Überlegung: Viele Psalmen, die David verfasst hat, zeugen von einem Leben voll inbrünstigem Lobpreis und tiefem Gottvertrauen. In ihnen dankt er dem VATER für alle Wundertaten, die Er in der Mitte des Volkes vollbrachte. – Könnte ich einen Psalm in der Bibel aufschlagen und mit diesen Worten den Himmlischen Vater loben und preisen?
Gebet: Herr, Du erlöst mich von allem Unheil und rettest mich am Tag der Not. Darum danke ich Dir und lobe Deinen Namen (vgl. Sir 51,12). Amen.
– Siebentägiger Lobpreis bei Jericho – Jos 6,2-5
„Sieh her, ich gebe Jericho …in deine Gewalt. Ihr sollt mit allen Kriegern um die Stadt herumziehen und sie einmal umkreisen. Das sollst du sechs Tage lang tun. ... Am siebten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt herumziehen, und die Priester sollen die Hörner blasen. … Darauf wird die Mauer der Stadt in sich zusammenstürzen.“
Katechese: Josua setzte nicht auf seine Kriegskünste, sondern auf das Eingreifen Gottes. Voll Glauben an Gottes Verheißung umzog er mit den Menschen die Stadt Jericho. Sieben Tage lang priesen und lobten sie dabei Gott für den kommenden Sieg, der dann auch tatsächlich eintrat.
Überlegung: Könnte ich Gott loben mit Instrumenten, Gesang und Prozessionen? Könnte ich mit einer Novene (= neun Tage) Gott danken, dass er mein Anliegen so erhört, wie er weiß, dass es gut für mich ist?
Gebet: Herr, auch wir wollen in allen Lebenslagen betend und flehend unsere Bitten mit Dank vor Dich bringen (vgl. Phil 4,6). Amen.
– Lobpreis im Gefängnis – Apg 16,24-26
Der Gefängniswärter warf Paulus und Silas „in das innere Gefängnis und schloss zur Sicherheit ihre Füße in den Block. Um Mitternacht beteten Paulus und Silas und sangen Loblieder; und die Gefangenen hörten ihnen zu. Plötzlich begann ein gewaltiges Erdbeben, so dass die Grundmauern des Gefängnisses wankten. Mit einem Schlag sprangen die Türen auf, und allen fielen die Fesseln ab.“
Katechese: Wegen ihres Glaubens an Jesus Christus wurden Petrus und Silas ins Gefängnis geworfen. Doch anstatt entmutigt zu sein, priesen sie den Herrn mit ihren Lobliedern sogar im Gefängnis.
Überlegung: Aus der Todeszelle im KZ – Auschwitz drangen nicht die gewohnten Verzweiflungsschreie und Flüche, als der hl. Maximilian Kolbe dort verhungerte. Einstimmend in seine Loblieder fanden alle Todeskandidaten Trost. – Wie reagiere ich, wenn ich für meinen Glauben leiden muss oder dafür verspottet werde? Lobe ich Gott auch im Leid?
Gebet: Herr, oft jammern und klagen wir bei Schicksalsschlägen und im Leid. Schenk uns dann im Lobpreis Trost und Kraft! Amen.
– Lobpreis der Heiligen im Himmel – Offb 15,2-4
„Die Sieger… sangen: Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr, Gott und Herrscher über die ganze Schöpfung. … Wer wird Deinen Namen nicht preisen? Denn Du allein bist heilig: Alle Völker kommen und beten Dich an.“
Katechese: In der Geheimen Offenbarung des hl. Johannes dürfen wir einen kleinen Blick in den Himmel werfen. Alle, die mit Jesus gelebt und in Ihm und für Seinen Namen gestorben sind, erleben eine unwahrscheinlich große Freude im Himmel. Sie sehen Gott in Seiner Herrlichkeit und loben ihn ohne Ende.
Überlegung: Ein traumhaftes Musikstück lässt die Menschen in heftiges Applaudieren ausbrechen. Dies ist ein winziges Bild für das, was uns im Himmel erwartet, wenn wir Gottes Antlitz sehen und im Lobpreis jubeln. – Freu ich mich darauf einst Gott schauen zu dürfen?
Gebet: Herr, Du bist groß und wunderbar. Schenke auch uns die Gnade, dass wir Dich einst ewig im Himmel preisen dürfen! Amen.
– Anbetung der Engel – Jes 6,1-3
„Ich sah den Herrn. Er saß auf einem hohen und erhabenen Thron. … Serafim standen über ihm. … Sie riefen einander zu: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere. Von Seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt.“
Katechese: Dem Propheten Jesaja war das Glück beschieden, dass er dem Lobpreis der heiligen Engel im Himmel hören durfte. Ihr Lobpreis geht bereits über in tiefste Anbetung. Die Anbetung erschließt uns das Innerste der Herrlichkeit Gottes. Es ist das unaussprechliche Glück des Einsseins mit dem über alles geliebten Gott, der selbst die Liebe ist.
Überlegung: Wir beten den Lobpreis bei jeder hl. Messe: „Heilig, heilig, heilig, Gott aller Mächte und Gewalten! Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit!“ – Die tägliche Anbetung schenkt unserem Leben einen neuen, tiefen Sinn. Könnte ich gemeinsam mit meinem Schutzengel Gott anbeten?
Gebet: O Gott, Du bist dreimal heilig! Mit allen Engelchören stimmen wir ein in den Lobpreis Deiner Herrlichkeit: Heilig, Heilig, Heilig! Amen.
– Die Engel loben Gott allein – Tob 12,6
Der Engel Rafael sagte: „Preist Gott, und lobt Ihn! Gebt Ihm die Ehre, und bezeugt vor allen Menschen, was er für euch getan hat. Es ist gut, Gott zu preisen und Seinen NAMEN zu verherrlichen und voll Ehrfurcht Seine Taten zu verkünden. Hört nie auf, Ihn zu preisen.“
Katechese: Der Erzengel Rafael wurde von Gott gesandt, um den jungen Tobias auf seiner gefährlichen Reise zu begleiten. Er bewahrte ihn vor Unglück, heilte seine Braut von dämonischer Umsessenheit und seinen Vater von Blindheit. Als die Familie ihm dafür danken wollte, lehnte er dies strikt ab. Er ermahnte sie jedoch, Gott als den Urheber alles Guten zu loben und Zeugnis davon abzulegen.
Überlegung: Unsere Engel schauen stets das Antlitz Gottes (vgl. Mt 18,10). Sie sind ständig im Lobpreis Gottes versunken, erkennen im Lichte Gottes aber sofort unsere Not und eilen uns zu Hilfe. – Stimme ich gerne mit ein in den unablässigen Lobpreis Gottes der heiligen Engel? – Gebe ich vor anderen Zeugnis von der Hilfe meines Schutzengels?
Gebet: VATER, Herr der Himmlischen Heerscharen. Wir danken Dir für den heiligen Schutzengel. Mit ihm wollen wir Dich loben und preisen. Amen.
– Unsinnige Prahlerei – Jes 10,15
„Prahlt denn die Axt gegenüber dem, der mit ihr hackt, oder brüstet die Säge sich vor dem, der mit ihr sägt? Das wäre, wie wenn der Stock den Mann schwingt, der ihn hochhebt, oder wie wenn der Knüppel den hochhebt, der nicht aus Holz ist.“
Katechese: Wir Menschen sind sehr kurzsichtig. Wir sehen die wunderbare Wirkung, vergessen aber Gott, der uns das Wollen und Vollbringen schenkt (vgl. Phil 2,13). Ohne Gott können wir wirklich nichts Gutes tun (vgl. Joh 15,5). Aber alles können wir in Jesus, der uns stets die Kraft für das Gute gibt (vgl. Phil 4,13). So gebührt alle Ehre nur dem Herrn.
Überlegung: Die kleine hl. Therese sah sich selbst als „Besen“ Gottes. „Wenn Er ihn benötigt, nimmt er ihn aus der Ecke und vollbringt große Taten. Wenn die Arbeit vollbracht ist, wird der Besen von Gott wieder in die Ecke gestellt.“ – Bin ich bereit Gott als Werkzeug zur Verfügung zu stehen?
Gebet: Herr, lass uns dieses nie vergessen: Wenn nicht Du das Haus baust, müht sich jeder umsonst, der daran baut. Wenn nicht Du die Stadt bewachst, wacht der Wächter umsonst (vgl. Ps 127,1). Amen.
– Ehre sei Gott in der Höhe – Lk 2,13-14
„Plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen Seiner Gnade.“
Katechese: Die Engel, die den Hirten von Bethlehem die Geburt des Messias verkündeten, lobten Gott für dieses große Ereignis: Für den Beginn des Sieges der Liebe Gottes über den Hass in der Welt. Zugleich zeigen sie, wie wir den wahren Frieden finden können: Alle, die Gott die Ehre geben und nicht mehr um die eigene Ehre streiten, werden den tiefen Frieden Gottes erfahren.
Überlegung: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden den Menschen auf Erden!“ beten oder singen wir bei jeder Sonntagsmesse. – Ehre ich Gott durch mein Leben oder kämpfe ich noch um meine eigene Anerkennung und werde sofort traurig oder ärgerlich, wenn ich von anderen nicht gelobt oder bemerkt werde? – Danke ich Gott für alles?
Gebet: VATER, nicht uns bring zu Ehren, sondern Deinen Heiligen NAMEN (vgl. Ps 115,1). Uns aber schenke Deinen tiefen Frieden! Amen.
– Gotteslob für alles Gute – Mt 5,16
„So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“
Katechese: In der Bergpredigt ruft uns Jesus auf, die Augen auf den VATER zu richten, der alles Gute bewirkt. Jesus selbst wirkte in der Kraft des VATERS viele Wunder: Er heilte Kranke, trieb Dämonen aus, weckte Tote auf. Dafür lobten die Juden aber nicht Jesus, sondern den VATER im Himmel, der Ihm als Mensch eine solche Vollmacht verliehen hat (vgl. Mt 9,8).
Überlegung: Auch die Heiligen sahen sich nur als Werkzeuge der Liebe Gottes an. Sie zeigten immer wieder auf Gott, dem allein das Lob gebührt. – Verlange ich noch nach dem „Weihrauch“ des menschlichen Lobes für mich oder gebe ich das Lob der Menschen an Gott weiter? – Bin ich mir bewusst, dass Gott alles Gute in mir bewirkt?
Gebet: VATER, Du bist immer noch am Werk und wir dürfen Deine Werkzeuge sein. Gib uns den Mut und die Kraft Dir alle Ehre abzugeben, die wir erhalten! Amen.
– Ehrsucht verhindert Glauben – Joh 5,44
„Wie könnt ihr zum Glauben kommen, wenn ihr eure Ehre voneinander empfangt, nicht aber die Ehre sucht, die von dem einen Gott kommt?“
Katechese: Viele angesehene Juden wagten es aus Menschenfurcht nicht, sich zu den Jüngern Jesu zu zählen. Die Ehre in den Augen der Menschen war ihnen wichtiger als die Ehre, Kinder Gottes zu werden. Nikodemus, einer von der hohen Priesterklasse, suchte Jesus nur heimlich in der Nacht auf, damit niemand es merke. Demütige Menschen, die sich nicht um das Gerede der Menschen kümmerten, folgten Jesus nach.
Überlegung: Die Moslems legen ihren Gebetsteppich aus, um Allah zu loben, egal was die Menschen von ihnen denken. – Wage ich mich im Beisein anderer Menschen Gott zu danken, zum Beispiel beim Tischgebet im Gasthaus? – Bekenne ich mich zu Jesus in der Öffentlichkeit?
Gebet: VATER, oft verleugnen wir aus Menschenfurcht den Glauben an Dich und machen faule Kompromisse. Stärke unseren Glauben, damit wir immer bereit sind, Dich zu loben, auch wenn wir dafür verspottet werden. Amen.
– Gotteslob wider den Mainstream – Lk 6,26
„Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.“
Katechese: Jesus erinnert in den Seligpreisungen daran, dass für uns Christen andere Werte wichtig sind, nämlich die Verherrlichung Gottes und das Leben nach Seinen Geboten. Es gab aber immer wieder Propheten, die den Menschen nach dem Mund redeten und ihnen schmeichelten, nur um ihre Gunst zu gewinnen. Jesus dagegen verkündete den Menschen mutig die unbequeme Wahrheit.
Überlegung: Die Welt lobt die ihren, aber nicht Gott. Die anderen werden ausgegrenzt, geächtet, getötet. – Suche ich zuerst die Verherrlichung Gottes, indem ich mutig zu meinen christlichen Überzeugungen stehe oder suche ich noch faule Kompromisse? – Sage ich immer mutig die Wahrheit und vermeide jegliche Notlüge?
Gebet: VATER, schütze mich davor, den Menschen zu schmeicheln, nur um ihre Gunst zu gewinnen. Gib mir Kraft, für Deinen Namen auch Schweres zu ertragen und Dich so durch mein Leben zu lobpreisen! Amen.
– Dankbarkeit für Hilfe – Lk 17,15-16
Einer von den Aussätzigen „kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte Ihm. Dieser Mann war aus Samarien.“
Katechese: Zu Jesus kamen zehn Aussätzige und flehten um ihre Heilung. Nur einer von ihnen, dazu ein Samariter, von einem Volksstamm, der von den Juden verachtet wurde, kehrte zurück, um Gott für die Gesundheit zu danken und in Ihm Gott anzubeten.
Überlegung: „Die Not lehrt beten“, sagt ein Sprichwort. Sobald die Not an die Tür klopft, wird der ganze Himmel bestürmt. Wenn Gott uns in Seiner Huld beschenkt, wer denkt dann noch ans Danken? Der hl. Vinzenz Pallotti machte sich zur Gewohnheit Gott ebenso lange zu danken, wie er Ihn um Gnaden gebeten hat. – Danke ich dem VATER innig für jede Gnade: Für meine Familie, Arbeit, Gesundheit usw.?
Gebet: Herr, Du erhörst immer jedes Gebet, wenn auch oft anders als ich es erwartet habe. Voll Ehrfurcht werfe ich mich vor Dir nieder und danke Dir für all Deine Hilfe! Amen.
– Löchriger Geldbeutel – Mt 6,2
„Wenn du Almosen gibst, lass es nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus lädt uns ein, durch Almosengeben Schätze für den Himmel zu sammeln. Doch wenn das Motiv unseres Gebens nicht die Ehre Gottes allein ist, sondern wir von den Menschen Lob dafür erwarten, dann haben wir mit dem Lob unseren Lohn bereits erhalten.
Überlegung: Jedes menschliche Lob, das wir für unsere guten Taten erwarten, reißt ein Loch in den „Geldbeutel“, mit dem wir Verdienste für den Himmel sammeln. – Ist mir bewusst, dass empfangene Ehre von Menschen bewirkt, dass man mit leeren Händen vor Gott erscheint? Sollte ich als Verwalter der Güter Gottes auf Erden meine Liebespflicht nicht in Bescheidenheit und Demut erfüllen?
Gebet: Vater im Himmel hilf uns, unser Almosen so zu geben, dass die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut. Denn Du siehst und vergiltst das Verborgene, das wir aus Liebe zu Dir und zu Deiner Ehre tun. Amen.
– Fasten zur Ehre des Vaters – Mt 6,16
„Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus selbst fastete 40 Tage und 40 Nächte, aber nicht um sich bei den Menschen wichtig zu machen, sondern um Kraft für Seine Mission zu schöpfen. Nach der Fastenzeit kehrte Er mit der Kraft des Hl. Geistes erfüllt aus der Wüste zurück und verherrlichte den Vater in allem, bis zu Seinem Tod am Kreuz.
Überlegung: Viele Heilige suchten Gott durch Fasten und Beten. – Was ist mein Fastenmotiv? Will ich von den Menschen bemerkt und bewundert werden? Faste ich nur um der Figur willen? Oder faste ich allein zur Ehre Gottes, um Gott damit zu verherrlichen und geistige Kraft zu schöpfen? Danke ich Gott dafür, wenn ich fasten kann?
Gebet: VATER im Himmel, schenke mir den Geist des wahren Fastens im Verborgenen, allein zu Deinem Ruhm und Deiner Ehre! Amen.
– Gebet zur Ehre des Vaters – Mt 6,5
„Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus spricht hier diese Menschen an, die in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete verrichten, um von den Menschen dafür bewundert zu werden. Doch ihr Herz ist weit weg von Gott. Noch verwerflicher wird das Gebet, wenn jemand in Selbstgerechtigkeit sich selbst vor Gott lobt, den Nächsten aber verurteilt. Jesus warnt eindringlich vor dieser verlogenen Haltung der Heuchelei.
Überlegung: Wie sieht mein Gebet aus? Ist meine Teilnahme an der Eucharistiefeier wirklich Danksagung an Gott oder nur aus Tradition, um Menschen zu gefallen? Habe ich zuhause eine Gebetsecke, wo ich täglich im Verborgenen mit Gott innige Zwiesprache halte und Ihn lobe und preise? Verwandle ich jegliche Kritik in ein Stoßgebet?
Gebet: Himmlischer VATER, lass den Schall meiner Gebete nicht nur bis zur Zimmerwand dringen, sondern lass es wie Weihrauch zu Dir aufsteigen allein zu Deiner Ehre! Amen.
– Nur im Kreuz ist unser Ruhm – Gal 6,14
„Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.“
Katechese: Paulus könnte sich seiner besonderen Herkunft, Privilegien und Ausbildung rühmen. Doch er weiß: All das ist nichts in den Augen des Herrn. Unser Ruhm ist der Erlösertod Jesu am Kreuz: „Durch Seine Wunden sind wir geheilt.“ (1 Petr 2,24) Jesus hat den Lösepreis für unsere Sünden bezahlt und uns losgekauft aus der Sklaverei des Satans. Der Segen Gottes wird uns zuteil in der Taufe.
Überlegung: Habe ich Jesus schon einmal für Sein Leiden und Sterben am Kreuz gedankt? Küsse ich mit Ergriffenheit und Dankbarkeit das Bildnis des Gekreuzigten? Hat das Kreuz Jesu einen Ehrenplatz in meiner Wohnung?
Gebet: Vater, wir preisen Dich für das Erlöserleiden Deines Sohnes. Hilf uns, in der Welt als Deine Kinder zu leben und stets dem Kreuz Jesu treu zu sein. Amen.
– Tut alles zur Ehre Gottes – 1 Kor 6,20; 10,31
„Ihr gehört nicht euch selbst; denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib! Ob ihr also esst oder trinkt oder etwas anderes tut: Tut alles zur Verherrlichung Gottes!“
Katechese: Seit der Taufe ist unser Leib Wohnung des Hl. Geistes. Unsere Seele soll sich von Ihm erfüllen lassen, von Seiner Göttlichen Liebe. Diese Liebe soll unser Leben steuern und nicht schlechte Triebe, Leidenschaften und böse Begierden. Dann gilt, was der hl. Irenäus sagte: Die Ehre Gottes ist der lebendige Mensch.
Überlegung: Wenn wir vor dem Sarg eines Verstorbenen stehen, dann wird offenbar, ob dieses Leben eine Verherrlichung Gottes dargestellt hat oder nicht. Kardinal Meisner sagte einmal, man soll so leben, dass die Menschen bei der Beerdigung merken, dass der Verstorbene eine Lücke hinterlässt. – Bitte ich Jesus um die Gnade, dass mein Leib wirklich Werkzeug Seiner Liebe und Seiner Ehre ist?
Gebet: Herr, Du rufst uns zu Maßhalten und Ordnung in all unserm Tun, um so den VATER zu verherrlichen. Schenk uns Selbstbeherrschung und Liebe! Amen.
– Lästerung des Namens Gottes – Röm 2,24
„In der Schrift steht: Euretwegen wird unter den Heiden der Name Gottes gelästert.“
Katechese: Der hl. Paulus ermahnt die ersten Christen zu einem authentischen Christenleben. Wenn das Licht Christi durch unser Leben andere Menschen erfasst, dann wird somit der Name Gottes verherrlicht. Wenn jedoch Menschen Anstoß nehmen an Skandalgeschichten mancher Christen, dann bewirkt ihr Leben die Lästerung des Namens Gottes unter den Menschen.
Überlegung: Die ersten 300 Jahre wurden die Christen grausam verfolgt. Doch dank ihrem lebendigen Glaubenszeugnis wurde das Christentum nicht vernichtet, sondern schließlich zur Staatsreligion im römischen Reich. – Wie kann ich die Lauheit im Glaubensleben überwinden und so zur Verherrlichung Gottes beitragen? – Zeugt mein Familien- und Berufsleben davon, dass ich Jesus Christus kenne und Ihn liebe?
Gebet: Herr, schon zu viele haben Dir den Rücken zugekehrt, weil wir Christen ein schlechtes Beispiel gegeben haben. Schenke uns Reue und Umkehr! Amen.
– Lobpreis durch Treue – Joh 12,27-28
„Jetzt ist Meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette Mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche Deinen Namen!“
Katechese: Jesus bittet den VATER nicht um Rettung vor dem bevorstehenden Leiden und Sterben. Denn er wusste darum, dass der Satan als Beherrscher der Welt nur durch sein geduldig ertragenes Leiden besiegt werden konnte. Er bittet deshalb den VATER um den Sieg der Liebe Gottes über den Hass des Satans. Überall wo die Liebe siegt, siegt Gott und wird somit verherrlicht.
Überlegung: Die Verherrlichung Gottes geschieht nicht nur in den guten Tagen des Lebens, sondern besonders dann, wenn unsere Liebe auf die Probe gestellt wird, sowohl in Gesundheit wie in Krankheit. – Bitten wir den Herrn, dass wir Ihn verherrlichen durch unsere Treue in der Liebe bis zum Tod? – Bitte ich Gott um Vergebung für jede Lieblosigkeit?
Gebet: Herr, oft ist es nicht leicht, Christ zu sein. Hilf allen Leidenden, dass sie Dir die Treue halten und so Dich verherrlichen! Amen.
– Lobpreis durch Nachfolge Christi – Joh 15,8
„Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und Meine Jünger werdet.“
Katechese: Jesus vergleicht sich selbst mit einem Weinstock, den Vater mit dem Winzer. Wir sind Rebzweige an diesem Weinstock. Die Früchte, auf die der Vater als „Winzer“ wartet sind die „Trauben“ der Liebe. Es geht aber nicht um irgendeine Liebe. Als Jünger Jesu sollen wir so lieben, wie Er geliebt hat. Diese Liebe schließt niemanden aus. Sie zeigt sich im Vergeben und Segnen auch den schlimmsten Feinden gegenüber.
Überlegung: Wir verwechseln die Liebe oft mit Egoismus und beschränken sie auf unsere Familie und Freunde. Doch damit zeichnen sich die Christen nicht aus. – Könnte ich heute jemandem, der mir unsympathisch ist, ein Zeichen der Liebe Jesu schenken durch einen Gruß oder ein Lächeln? – Bitte ich Jesus um Kraft dazu?
Gebet: VATER, lass mich ein Werkzeug Deiner Liebe werden, dass ich Liebe bringe, wo Hass ist! Gib mir immer Deine Kraft dazu! Amen.
– Lobpreis durch gelebte Liebe – Apg 4,32
„Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam.“
Katechese: Das Erkennungsmerkmal der ersten Christen war ihre Liebe zueinander. Sie ahmten Jesus in der Ausübung des Liebesgebots so sehr nach, dass sie von den Menschen „Christen" (Apg 11,26) genannt wurden. Sie verkauften alles, was sie besaßen und teilten es so untereinander auf, dass niemand Not zu leiden brauchte.
Überlegung: Echte Liebe muss wehtun! pflegte die hl. Teresa von Kalkutta zu sagen. Ein Kind nahm dies ernst, verzichtete wochenlang auf Zucker und brachte diese Tüte Zucker den Hungernden. – Mit welcher Liebestat kann ich zur Verherrlichung des Namens Gottes beitragen? – Gibt es in meiner Nähe jemanden, der Not leidet und meine Hilfe bräuchte, vielleicht durch ein aufmunterndes Wort?
Gebet: Der Name des Herrn sei gepriesen von nun an bis in Ewigkeit. Vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang sei der Name des Herrn gelobt! (vgl. Ps 113) Amen.
– Lobpreis durch Einmütigkeit – Apg 2,46
„Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Einfalt des Herzens.“
Katechese: Wahre Liebe untereinander zeigt sich in der Einheit. Um diese Einheit Seiner Jünger hat Jesus bereits früher zum VATER gebetet. Denn sie legt Zeugnis ab für das Wirken Gottes, verherrlicht so den VATER und bewegt andere dazu, an die Liebe Jesu zu glauben. Diese Einheit kennzeichnete die ersten Christen.
Überlegung: Die Einheit in der Liebe verlangt Verzicht auf Parteilichkeit und Unterordnung unter eine Leitung. Jesus hat als Garanten für die Einheit den Petrus und somit Seine Stellvertreter eingesetzt. – Höre ich auf die Stimme des Papstes? Bete ich um Licht und Kraft für ihn? – Wen sollte ich schon längst um Verzeihung bitten?
Gebet: VATER, wir Christen verhalten uns oft wie kleine Kinder, die furchtbar miteinander streiten. Schenke uns Liebe und Einheit! Amen.
– Lobpreis durch Gaben – 1 Petr 4,10-11
„Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat. Wer redet, der rede mit den Worten, die Gott ihm gibt; wer dient, der diene aus der Kraft, die Gott verleiht. So wird in allem Gott verherrlicht durch Jesus Christus.“
Katechese: In der Kirche – dem Ort der Gegenwart des Hl. Geistes – hat Gott jedem verschiedene Gaben geschenkt. Mit diesen Gaben ergänzen die Christen sich gegenseitig im Aufbau des Reiches der Liebe Gottes auf Erden: Zu Seiner Verherrlichung säen die einen aus, andere begießen die Saat, wieder andere ernten die Früchte der Liebe.
Überlegung: Die hl. Bernadette bedankte sich bei Gott in ihrem Testament für die Gabe ihrer Dummheit und Schwäche. Doch gerade diese ihre Demut erlaubte es Gott, in Fülle durch sie zu wirken. – Nütze ich meine Gaben zur Ehre des Herrn? Danke ich Gott für meine Gaben?
Gebet: Herr, lass uns nicht nur nach großen Gnadengaben verlangen, sondern gerade in den einfachen und schlichten Gaben Deine Liebe in die Welt hineintragen und Dich dadurch verherrlichen! Amen.
– Hat mein Leben einen Sinn? – Mt 6,10
„Dein Reich komme!“
Katechese: In dieser VATER-Unser-Bitte zeigt uns Jesus den tiefen Sinn unseres Lebens: Das endgültige Kommen des Reiches Gottes, das wir auch schlicht und einfach Himmel oder Paradies nennen. Jesus erteilt damit eine Absage jeglichem Denken an eine Reinkarnation und einer Selbstauflösung im Nirwana. So wie er selbst von den Toten auferstanden ist, so wird er auch uns von den Toten erwecken. Sein Reich beginnt schon mit Seiner Gegenwart auf Erden. Er selbst hat den Keim des Gottesreiches in der Kirche gelassen, in Seinem Wort und Sakrament.
Überlegung: Der hl. Pfarrer von Ars sagte dazu schlicht: „Es gibt viele Christen, die nicht einmal wissen, wofür sie auf Erden sind: ‚Warum, mein Gott, hast Du mich in diese Welt gesetzt?’ – ‚Um dich zu erlösen.’ – ‚Und warum willst Du mich erlösen?’ – ‚Weil ich dich liebe.’“
Gebet: Vater im Himmel, die Heiligen haben sich nach Deinem Reich gesehnt. So rufen wir mit ihnen: Maranatha! Komm bald, o Herr! Amen.
– Der Himmel ist offen! – Apg 7,55-56
Stephanus, „erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.“
Katechese: Der Himmel ist offen! Es geht hier nicht um einen wolkenlosen Tag, an dem die Sonne scheint. Stefanus durfte einen Blick in das verborgene Reich Gottes werfen, das durch die Erbsünde der ersten Menschen – d.h. ihren Ungehorsam der Ordnung Gottes gegenüber – verschlossen war. Doch Jesus, unser Erlöser, hat uns den Himmel, das Reich des Vaters, wieder geöffnet.
Überlegung: Der Himmel ist offen für alle, die an Jesus glauben, sich taufen lassen und in guten und in schlechten Tagen in der Liebe Jesu ausharren. – Bitte ich Jesus darum, dass er meinen Glauben stärke?
Gebet: Jesus, danke, dass Du uns den Himmel wieder geöffnet hast. Richte meinen Sinn mehr auf das Himmlische als auf das Irdische! (Kol 3,2) Amen.
– Der Himmel ist unvorstellbar schön – 1 Kor 2,9
„Wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben.“
Katechese: Diese Worte stammen vom hl. Paulus, der bereits zu Lebzeiten in den dritten Himmel entrückt wurde (vgl. 2 Kor 12,2-3). Der Glaube an die Ewigkeit beflügelte ihn, trotz aller Gefahren und Leiden, den Menschen diese frohe Botschaft Jesu weiterzugeben. Alle Leiden erachtete er für nichts im Vergleich mit dieser Herrlichkeit, die im Himmel auf ihn wartet. Sie wird allen zuteil, die Gott lieben.
Überlegung: Der hl. Pfarrer von Ars sagte: „Die Erde ist wie eine Brücke, um über das Wasser zu gelangen. Sie dient nur dazu, unsere Füße zu tragen.“
– Ist mir bewusst, dass die Erde nur eine Durchgangsstation ist? – Halte ich immer wieder inne und denke an das kommende, wunderbare Reich des VATERS, an den Himmel?
Gebet: In den Himmel will ich kommen. Fest hab ich’s mir vorgenommen: Mag’ es kosten was es will, für den Himmel ist mir nichts zuviel! Amen.
– Lass dich nicht verwirren! – Joh 14,1-2
„Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?“
Katechese: Jesus warnt uns vor Verwirrung und Unglauben. Die Menschenseele ist unsterblich. Der Tod ist nicht das Ende. Er ist Beginn des neuen, ewigen, glücklichen Lebens im Reich des Himmlischen Vaters.
Überlegung: Die Verwirrung ist heute voll im Gange: Die einen glauben an die Reinkarnation und kehren zu heidnischen oder esoterischen Selbsterlösungspraktiken zurück. Andere meinen, mit dem Tod sei alles aus und verdrängen den Gedanken an ihren Tod bis ins hohe Alter. – Glaube ich Jesus und Seinem Wort? – Vertiefe ich meinen christlichen Glauben durch gute Vorträge und Schriften?
Gebet: VATER, stärke unseren Glauben und bewahre das einst christliche Europa davor, wieder ins Heidentum zurückzufallen! Amen.
– Unsere Heimat ist im Himmel – Phil 3,20-21
„Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dorther erwarten wir Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt Seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann.“
Katechese: Die ersten Christen glaubten daran, dass sie nur Fremde und Pilger auf Erden sind. So verkauften sie Hab und Gut, lebten in christlicher Gemeinschaft und warteten täglich auf das Kommen Jesu.
Überlegung: „Wir sind die Welt – wir sind ihre Kinder!“ ist der Text eines bekannten Schlagers. Durch den Wohlstand haben viele den Blick auf den Himmel verloren und leben als richtige Weltmenschen. Andere bekriegen sich gegenseitig um die Güter dieser Welt. – Ist mir bewusst, dass meine Heimat im Himmel ist? Könnte ich zu einem Wallfahrtsort pilgern, um mir bewusst zu machen, dass ich als Pilger unterwegs in die Ewige Heimat bin?
Gebet: Herr, hilf uns, dass die Sorgen des Alltags uns nicht verwirren und Dein Kommen uns nicht plötzlich überrascht! (vgl. Lk 21,34) Amen.
– Geburtsstunde für den Himmel – Joh 14,3
„Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu Mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.“
Katechese: Mit diesem Wort verspricht Jesus, uns in der Sterbestunde in das Reich des Himmlischen Vaters heimzuholen. Es steht uns Menschen nicht frei, diese Stunde selbst herbeizuführen. Wir sollen geduldig auf das Kommen Jesu warten und jederzeit dazu bereit sein.
Überlegung: Die Gedenktage der Heiligen fallen auf ihren Sterbetag. Denn wir feiern ihre Geburtstunde für den Himmel. Der hl. Cyprian meint dazu: „Wie verkehrt und ungereimt ist es, wenn wir beten, der Wille Gottes möge geschehen, dann aber nicht sogleich dem Gebot Seines Willens folgen, wenn er uns aus dieser Welt herausruft und wegholt.“
Gebet: Jesus, schon jetzt freue ich mich, wenn Du kommst, um mich ins Reich des VATERS heimzuholen. Nimm von mir alle Angst und schenke mir eine tiefe Sehnsucht nach Dir und Deinem Reich! Amen.
– Das Friedensreich – Offb 20,4-6
„Ich sah die Seelen aller, die enthauptet worden waren, weil sie an dem Zeugnis Jesu und am Wort Gottes festgehalten hatten. … Sie gelangten zum Leben und zur Herrschaft mit Christus für tausend Jahre. ... Das ist die erste Auferstehung. Selig und heilig, wer an der ersten Auferstehung teilhat.“
Katechese: Schon jetzt sind unsere Verstorbenen, die mit Christus gelebt haben, in der Herrlichkeit des Himmels, wenn auch noch ohne ihren verklärten Körper. Es ist das 1000-jährige Friedensreich. Die Zahl 1000 ist dabei symbolisch zu verstehen. Es beendet sich am Letzten Tag, wenn Jesus als Weltenrichter wiederkommt.
Überlegung: Jesus versprach dem guten Schächer, der seine Sünden bereute, dass er noch am selben Tag mit Ihm im Paradies sein wird (vgl. Lk 23,43). – Bitte ich die Heiligen im Himmel um ihre Fürsprache bei Gott? Bete ich für die Verstorbenen, die noch im Fegefeuer leiden müssen?
Gebet: Herr, viele Heilige sind schon jetzt bei Dir in Deinem Reich. Lass auch uns einst zu ihrer Zahl gehören und Dich mit ihnen ewig anbeten und lobpreisen! Amen.
– Das Wiederkommen Jesu – Apg 1,9-11
„Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr Ihn habt zum Himmel hingehen sehen.“
Katechese: Bei der Himmelfahrt Jesu verkündeten die Engel den Jüngern, dass Jesus wiederkommen wird. Bei Seinem ersten Kommen kam Jesus verborgen, in der Gestalt eines kleinen Kindes. Er kam, bildlich gesprochen, wie ein König, der sich als Bettler verkleidete, um die Menschen kennenzulernen und ihnen mitzuteilen, was sie tun müssten, um in Sein wunderbares Reich zu kommen. Doch nur die Demütigen erkannten ihn. Bei Seinem letzten Kommen zeigt sich Jesus in der Macht Seiner Gottheit, um allen zu vergelten, wie es ihre Taten verdienen.
Überlegung: Nach Seiner Himmelfahrt weilt Jesus unter uns, diesmal verborgen unter der Gestalt der hl. Hostie im Tabernakel in der Kirche. Nur die Demütigen finden ihn dort. Denn den Stolzen ist Gott fern, „den Demütigen aber schenkt er Seine Gnade.“ (1 Petr 5,5)
Gebet: Jesus, lass uns stets bereit sein für Dein Kommen und Dir mit brennenden Lampen entgegengehen! Amen.
– Das Zeichen des Menschensohnes – Mt 24,29-30
„Das Zeichen des Menschensohnes wird am Himmel erscheinen; dann werden alle Völker der Erde jammern und klagen, und sie werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen.“
Katechese: Das Zeichen des Menschensohnes ist das Kreuz. Es ist das Zeichen der Christen und erinnert uns an die Erlösung in Jesus Christus.
Überlegung: Jesus sagte der hl. Sr. Faustina: „Noch bevor ich als gerechter Richter kommen werde, komme ich als König der Barmherzigkeit. Bevor der Tag der Gerechtigkeit anbricht, wird den Menschen folgendes Zeichen am Himmel gegeben werden: Alles Licht am Himmel erlischt und große Finsternis wird auf der ganzen Erde sein. Dann erscheint das Zeichen des Kreuzes am Himmel, und es sind Öffnungen, wo die durchbohrten Hände und Füße des Erlösers waren, und durch diese Öffnungen werden große Lichter fluten, die eine Zeitlang die Erde beleuchten. Es wird kurz und am Jüngsten Tag geschehen.“
Gebet: Jesus, Dein Kreuz lädt uns ein, die Erlösungsgnade anzunehmen. Lass uns dieses Siegeszeichen gläubig und dankbar verehren! Amen.
– Zeitpunkt des Kommens Jesu – Mt 24,36
„Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der VATER.“
Katechese: Den Tag der Wiederkunft Jesu kennt nur der Himmlische VATER. Alle menschlichen Vorhersagen des Weltendes sind erfunden. Wir sollten ihnen nicht glauben, egal von welcher Person oder Institution sie stammen. Jeden Tag aber sollten wir für das Kommen Jesu bereit sein.
Überlegung: Im Jahre 2007 haben Wissenschaftler den Zeiger der Weltuntergangsuhr auf fünf vor zwölf gestellt. Sie behaupten: „Die Menschheit befindet sich näher am Abgrund als in den vergangenen 20 Jahren. Verschärfend kommt nach ihrer Ansicht auch noch die Klimaerwärmung als Bedrohung für den Planeten hinzu.“ – Bin ich jeden Tag für das Kommen Jesu bereit und erwarte Ihn mit Sehnsucht?
Gebet: Jesus, bewahre mich vor allen Arten des Aberglaubens und lass mich immer so leben, dass ich für Dein Kommen bereit bin! Amen.
– Unser VATER im Himmel – Mt 6,9
„VATER unser im Himmel!“
Katechese: Am Anfang des Gebets des Herrn richtet Jesus unseren Blick auf den Himmlischen VATER. Unser Gebet sollte kein Geschwätz sein (vgl. Mt 6,7). Wie ein kleines Kind darf ich bei meinen Bemühungen immer wieder auf den VATER schauen, bis Er aufsteht und mir hilft.
Überlegung: Die kleine hl. Therese verbrachte ihren Alltag in ständiger Anbetung ihres über alles geliebten Himmelpapas. Während der Arbeit wiederholte sie ständig: „VATER unser im Himmel!“ und verspürte das unendliche Glück, Kind dieses großen VATERS sein zu dürfen. – Könnte auch ich öfters an meinen VATER im Himmel denken? – Lege ich vertrauensvoll das Neue Jahr in Seine väterlichen Hände?
Gebet: VATER unser, Du bist wirklich da! Ich glaube an Deine liebende Gegenwart. Ich glaube, dass Du mich liebst und mich nie alleine lässt. Mit allen Engeln und Heiligen bete ich Dich in tiefster Ehrfurcht an. Amen.
– Wo finde ich den VATER? – Mt 6,6
„Geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem VATER, der im Verborgenen ist. Dein VATER, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“
Katechese: Jesus lehrt uns, wo wir den VATER finden: im Verborgenen, in der Stille unseres Herzens. Dazu brauchen wir keine langen Pilgerwege zurücklegen. Wie Jesus dürfen wir uns immer wieder an einen stillen Ort zurückziehen, wo wir mit dem VATER ganz allein sind.
Überlegung: „Eine schwatzhafte Seele ist leer in ihrem Inneren. Sie besitzt keine grundlegenden Tugenden, und sie besitzt keine Vertrautheit mit Gott.“ (Jesus zur hl. Sr. Faustina) – Wie kann ich zur Stille gelangen, um die leise Stimme des VATERS besser zu vernehmen? Könnte ich mir vielleicht eine Gebetsecke in der Wohnung einrichten, wo ich während des Tages öfter Kraft tanken kann?
Gebet: VATER im Himmel, nur in Umkehr und Ruhe liegt meine Rettung, nur Stille und Vertrauen verleihen mir Kraft (vgl. Jes 30,15). Hilf mir, jeden Tag Zeit für die Zwiesprache mit Dir zu finden. Amen.
– Im Haus des VATERS – Lk 2,49
Jesus sagte zu Maria und Josef: „Warum habt ihr Mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was Meinem Vater gehört?“
Katechese: Bei ihrer jährlichen Fußwallfahrt nach Jerusalem verlieren Josef und Maria das Jesuskind. Drei Tage suchen sie es voller Angst und finden es schließlich im Tempel. Auf ihren Vorwurf hin verwies es sie auf Seine Pflicht, im Haus Seines VATERS zu sein.
Überlegung: Niklaus Wolff sagte über das Haus des VATERS – die Kirche: „Wenn der Mensch täglich eine Summe Geldes, so klein sie auch wäre, in der Kirche holen könnte, er wäre keinen einzigen Tag zu träge, es zu holen. Ist aber der geistliche Schatz des hl. Messopfers nicht mehr als Geld!“ – Könnte nicht auch ich ab und zu meinen VATER in der Kirche besuchen?
Gebet: VATER, Dein Haus ist mitten unter uns, wo Du uns mit Deiner Liebe beschenken willst. Lass mich im Stress des Alltags immer wieder innehalten und in Deinem Haus auftanken. Amen.
– Den Tag mit dem VATER beginnen – Mk 1,35
„In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand Jesus auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.“
Katechese: Jesus suchte oft das Gespräch mit Seinem VATER. Wir können uns vorstellen, wie Er morgens leise das Haus verließ, in der Dämmerung auf einen Berg hinaufstieg, wo Er mit dem VATER alleine war. Beim VATER suchte Er Antwort vor wichtigen Entscheidungen.
Überlegung: Der Teufel steht – bildlich gesprochen – eine Stunde vor uns auf, damit wir den Tag nicht mit Gott beginnen, sondern belastet mit all unseren Sorgen. So wie der Tag beginnt, so verläuft er dann oftmals, mühselig und leidvoll. – Könnte ich nicht zehn Minuten früher aufstehen, um all meine Sorgen gleich dem Himmlischen VATER zu übergeben? – Danke ich Ihm für jeden neuen Tag?
Gebet: VATER unser im Himmel! Hilf mir, jeden neuen Tag mit Dir zu beginnen. Alle Sorgen und allen Kummer will ich auf Dich werfen, denn dann kümmerst Du Dich selbst um mich (vgl. 1 Petr 5,7). Amen.
– Nachtwache mit dem VATER – Lk 6,12
„In diesen Tagen ging Jesus auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott.“
Katechese: Die Erholung des Körpers ist uns wichtig. Jesus dagegen, selbst nach einem anstrengenden Tag, gefüllt mit dem Ansturm der Menschenmenge, suchte die Erholung Seiner Seele in liebender Zwiesprache mit dem VATER. Sicher hat Er Ihm alles erzählt, was er erlebte: Alle Freude und auch alles Leid. Wie viel Segen hat Er wohl in dieser Nacht erfleht?
Überlegung: Es ist eine seltsame menschliche Eigenart, dass man bis tief in die Nacht Feste feiern kann, sich auf einer Party vergnügt oder lange vor dem Fernseher sitzt. Aber eine Nacht mit dem VATER zu verbringen, scheint für viele unvorstellbar. – Könnte ich nicht wie Jesus abends das kindliche Gespräch mit dem Himmlischen VATER suchen?
Gebet: VATER unser! Einmal dürfen wir die Ewigkeit bei Dir verbringen und das Glück Deiner Gegenwart erleben! Hilf uns, schon hier auf Erden Dein Antlitz zu suchen. Amen.
– Dank dem VATER – Lk 10,21
„In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, VATER, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, VATER, so hat es dir gefallen.“
Katechese: Jesus pries den Himmlischen VATER, als Seine Jünger nach ihrer ersten Mission zurückkehrten und von den Wundern erzählten, die sie erlebt hatten. Die Jünger Jesu waren einfache, ungelehrte Menschen, aber durch ihren kindlichen Glauben an Jesu Wort erfuhren sie die Macht Gottes.
Überlegung: Schon im Alten Testament zählte es zum Lobpreis Gottes, wenn die Väter ihren Kindern die Wundertaten Gottes erzählten. Durch diese Zeugnisse finden andere Menschen zu Gott. – Habe ich Mut, anderen Menschen zu erzählen, wie Gott mir geholfen hat?
Gebet: Himmlischer VATER, wir danken Dir für alles Wunderbare, was Du in Jesu Namen unter uns wirkst. Lass uns immer dankbar Zeugnis dafür ablegen vor den Menschen. Amen.
– Ständiges Gebet zum VATER – Lk 18,7-8
„Sollte Gott Seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu Ihm (dem VATER) schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern zögern? Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen.“
Katechese: Jesus erzählt das Gleichnis von einer Witwe, die solange beim Richter auf ihr Recht pochte, bis dieser aufstand und half. Damit ermuntert Er uns, mit großem Vertrauen unaufhörlich zum VATER zu rufen.
Überlegung: Der VATER erhört uns immer, aber anders und besser als wir es uns ausdenken können. Wir dürfen im Gebet nur nicht nachlassen. Die hl. Monika hatte zwei Söhne. Den guten Sohn kennt heute kaum jemand; Augustinus dagegen, für den sie 20 Jahre zu Gott flehte, ist noch nach 1600 Jahren bekannt durch seine tiefen Schriften.
Gebet: Himmlischer VATER, wir sind oft ungeduldig und wollen sofort die Erhörung unserer Bitten. Lass uns mit mehr Ausdauer und Eifer anklopfen, voller Vertrauen, dass Du alles zum Guten wendest. Amen.
– Geführt vom VATER – Mt 16,17
„Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern Mein VATER im Himmel.“
Katechese: Viele Juden sahen vor zweitausend Jahren in Jesus nur einen besonderen Menschen, der mit Wunderkräften ausgestattet war. Petrus dagegen erkannte Jesus als Sohn Gottes und bekannte: „Du bist der Messias!“ Diese Erkenntnis entsprang nicht seiner eigenen Weisheit. Gott VATER selbst schenkte ihm dieses Licht. So dürfen wir sagen: Alles Gute, was wir denken und erkennen, stammt vom Himmlischen VATER.
Überlegung: Der Mensch ist wie eine Antenne. Er empfängt gute Gedanken von Gott, aber auch schlechte Impulse vom Satan. Kontrolliere ich wachsam meine Gedanken, um mich nur vom VATER leiten zu lassen? Bin ich wachsam im Gebrauch des Internets und der modernen Medien, um sie nur zum Guten zu nützen?
Gebet: Himmlischer VATER, es ist oft schwer, das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Schenk uns immer Dein Licht und Deine Kraft. Amen.
– Geist des VATERS – Lk 11,13
„Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird der VATER im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die Ihn bitten.“
Katechese: Jesus erinnert uns daran, worum wir den Himmlischen VATER bitten sollen: Es soll uns nicht zuerst um Nahrung und Kleidung gehen, sondern um Seinen Geist, den Geist der Liebe. Dann wird uns der VATER alles andere dazu geben, was wir brauchen.
Überlegung: König Salomon durfte zu Beginn seiner Regierungszeit Gott eine Bitte aussprechen. Er bat nicht um Reichtum und Sieg über seine Feinde, sondern um ein weises Herz (vgl. 2 Chr 1,10). – Um was bitte ich den VATER in meinen täglichen Gebeten? Bin ich noch sehr materialistisch eingestellt? – Bitte ich täglich um die Gaben des Hl. Geistes?
Gebet: Himmlischer VATER, Du bist gut! Erfüll uns mit Deinem Hl. Geist, den Geist der Weisheit, der Liebe und der Kraft. Amen.
– Der VATER lässt uns nicht allein – Joh 16,32
„Die Stunde kommt, und sie ist schon da, in der ihr versprengt werdet, jeder in sein Haus, und Mich werdet ihr allein lassen. Aber ich bin nicht allein, denn der VATER ist bei Mir.“
Katechese: Auch Jesus erlebte Augenblicke tiefster Verlassenheit, in denen Seine besten Freunde Ihn verließen und er wie ein Verbrecher geächtet und verurteilt wurde. Aber selbst in der Zeit der größten Einsamkeit wusste Jesus sich geborgen in der liebenden Gegenwart Seines VATERS.
Überlegung: Untreue eines Freundes, Ausgrenzung im Berufsleben, Einsamkeit im Alter: Der Himmlische VATER ist immer da. In guten Tagen oft übersehen, wartet er, ohne deswegen beleidigt zu sein, gerade in den schweren Lebensmomenten auf mich, um mich zu trösten und mir Halt zu geben.
Gebet: VATER, wenn die ganze Welt mich verlässt, so bleibst Du doch an meiner Seite. Ganz weit öffne ich Dir meine Herzenstüre: Tritt ein mit Deiner Liebe, Deinem Trost und Deinem Segen. Amen.
– VATER, Herr der Engel – Mt 26,53
„Glaubst du nicht, Mein VATER würde Mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schicken, wenn ich Ihn darum bitte?“
Katechese: Jesus setzte nicht auf Gewaltanwendung. Als die römischen Soldaten Ihn gefangen nahmen und Petrus Ihn mit dem Schwert verteidigen wollte, gebot Jesus ihm mit obigen Worten Einhalt. Jesus fand dazu die Kraft im Gebet zum VATER, der Ihm dann einen Engel sandte, um Ihn in der Todesangst zu stärken. (vgl. Lk 22,43)
Überlegung: Wie oft sind auch wir versucht, mit Gewalt unsere Rechte durchzusetzen. Doch wenn wir auf den VATER im Himmel schauen, dann lernen wir eine andere Kraftquelle kennen. Der VATER schenkt uns die Kraft, treu in der Liebe auszuharren. – Bitte ich Ihn, dass er mir Seine heiligen Engel zur Hilfe senden möge?
Gebet: VATER, Du bist der Herr der himmlischen Heerscharen! Sende uns immer Deine mächtigen heiligen Engel zu Hilfe. Amen.
– Rückkehr zum VATER – Lk 23,46
„Jesus rief laut: VATER, in Deine Hände lege ich Meinen Geist. Nach diesen Worten hauchte er den Geist aus.“
Katechese: Jesus bestand siegreich die größten Torturen. Trotz allem Hass von Seiten der Menschen siegte in Seinem Leben die Liebe, sogar zu Seinen Feinden und Mördern: „VATER, vergib ihnen!“ (Lk 23,34) Jesus verharrte in der Liebe bis zum letzten Augenblick, wo er dann Seinen Geist in die Liebe des VATERS legte. Im Reich des VATERS sind herrliche Wohnungen für all diese vorbereitet, die so lieben, wie Jesus geliebt hat.
Überlegung: Die Todesstunde ist der schwerste Augenblick in jedem Menschenleben. Doch der Tod ist nicht das Ende. Er ist ein Hinübergehen zum VATER. Gerade dann dürfen wir voll Vertrauen auf den Himmlischen VATER blicken, allen von Herzen vergeben und Sein Erbarmen anrufen. – Bete ich um eine gute Sterbestunde?
Gebet: VATER, schon jetzt vertrau ich Dir meine Sterbestunde an. Bewahre mich vor einem unvorhergesehenen, plötzlichen Tod und hilf mir, allen von Herzen zu vergeben. Amen.
– Der VATER schenkt uns Seinen Geist – Lk 24,49
„Ich werde die Gabe, die Mein VATER verheißen hat, zu euch herabsenden. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet.“
Katechese: Diese Worte sagte Jesus, bevor Er zu Seinem VATER in den Himmel zurückkehrte. Auch nach der Himmelfahrt Jesu lässt uns der VATER nicht allein. Durch Jesus sendet Er uns den Hl. Geist. Es liegt an unserer freien Entscheidung, ob wir Ihn aufnehmen wollen oder nicht.
Überlegung: In besonderer Weise empfange ich die Gaben des Heiligen Geistes, wenn ich den Himmlischen VATER im Namen Jesu demütig darum bitte. – Bitte ich den VATER um das Licht und die Kraft des Heiligen Geistes sowie um Seine Gaben: Rat, Stärke, Weisheit, Wissenschaft, Verstand, Gottesfurcht und Gotteshingabe?
Gebet: Himmlischer VATER, im Namen Jesu bitten wir Dich: Gieße Deinen Geist in unsere Herzen ein! Entflamme uns mit Deiner Göttlichen Liebe! Amen.
– Wer ist unser VATER? – Mt 23,9
„Ihr sollt niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer VATER, der im Himmel.“
Katechese: Aus Ehrfurcht vor dem Gottesnamen „Jahwe“ war es den Juden strengstens verboten, diesen Namen auszusprechen. Jesus lehrt uns die Ehrfurcht bereits vor dem Namen „VATER“. Nur Einem gebührt wirklich im vollen Sinn des Wortes dieser Name: unserem VATER im Himmel.
Überlegung: Kein Mensch kann die Rolle des vollkommenen VATERS ausfüllen. Er zeugt zwar das Leben, entstellt aber oft durch Fehler und Schwächen das Bild des Himmlischen VATERS. – Ist es mir möglich, den Himmlischen VATER von meinem irdischen VATER zu unterscheiden?
Gebet: VATER unser im Himmel! Du bist wirklich mein VATER. Du hast mich auf Dich hin geschaffen und unruhig ist mein Herz bis es ruht in Dir! Amen.
– Gott VATER liebt uns von Anfang an – Jer 1,5
„Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.“
Katechese: Die Hl. Schrift schenkt uns eindrucksvolle Bilder der Liebe des VATERS. Da Gottes innerstes Wesen LIEBE ist (1 Joh 4,16), liebt er uns von Anfang an. Die obigen Worte ergingen an den Propheten Jeremia. Er hatte ein sehr schweres Leben, wusste sich aber vom VATER geliebt seit Ewigkeit.
Überlegung: Nicht alle Menschen kommen auf die Welt wie es Gott in Seiner Liebe gewollt hat. Aber jeder darf wissen: Ich bin vom VATER gewollt seit Ewigkeit, bin Sein geliebtes Kind. Auch für mein Leben hat Gott einen wunderbaren Plan, der mich erfüllt und glücklich macht.
Gebet: VATER im Himmel! Du hast mich wunderbar und einmalig gestaltet. Kein Auge auf Erden, kein Fingerabdruck gleicht dem Meinen. Danke, dass Du mich seit Ewigkeit liebst. Amen.
– Gott liebt uns mehr als ein Vater – Hos 11,2-4
„Ich war es, der Efraim gehen lehrte, ich nahm ihn auf meine Arme. … Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich, mit den Ketten der Liebe. Ich war da für sie wie die Eltern, die den Säugling an ihre Wangen heben. Ich neigte mich ihm zu und gab ihm zu essen.“
Katechese: Der Himmlische VATER kümmerte sich voll Liebe um Sein Volk. Er hörte ihr Weinen, befreite sie aus der Sklaverei in Ägypten und versorgte sie in der Wüste mit Nahrung. Er begleitete sie Tag und Nacht im Zeichen einer Wolken- und Feuersäule und schenkte ihnen Geborgenheit und Schutz.
Überlegung: In vielen lebt das falsche Gottesbild, dass sie die Liebe des VATERS durch gute Leistung erkaufen müssen. Andernfalls erwarte sie Verachtung oder Strafe. Andere meinen, Gott hat die Welt erschaffen, aber hat keine Zeit für mich. Doch Gott ist anders als jeder irdische VATER! – Danke ich Ihm für Seine Liebe, die Er mir umsonst schenkt?
Gebet: VATER, Du sorgst für mich. Du liebst mich. Du hast immer Zeit für mich. In allen Gefahren bin ich in Deinen Armen geborgen. Amen.
– Gott liebt uns mehr als eine Mutter – Jes 49,15-16
„Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: Ich vergesse dich nicht. Sieh her: Ich habe dich eingezeichnet in Meine Hände.“
Katechese: Die VATERHÄNDE sind Ausdruck unendlicher Liebe, Zärtlichkeit und Geborgenheit. Gerade in den schwersten Augenblicken des Lebens, in Verlassenheit und Krankheit, ist Er da und hält uns in Seinem liebenden Arm.
Überlegung: Ungewollte Schwangerschaft, Druck von Mitmenschen, Störfaktor im Berufsleben, Einschränkung des Vergnügens usw. können Gründe dafür sein, dass eine Mutter ihr eigenes Kind nie richtig angenommen und geliebt hat oder sogar abtreiben wollte. Das Kind kann ein Leben lang unter Mangel an Liebe und Zuneigung der Mutter leiden. Gott VATER kann uns auch von diesen Verletzungen heilen. Er liebt uns mehr als jede Mutter.
Gebet: Guter VATER, Dir bringe ich die Verwundungen und Verletzungen meines Lebens. Nimm Du mich in Deine Arme und heile mich! Amen.
– Gott liebt uns mehr als ein Bräutigam – Jes 62,5
„Wie der junge Mann sich mit der Jungfrau vermählt, so vermählt sich mit dir dein Erbauer. Wie der Bräutigam sich freut über die Braut, so freut sich dein Gott über dich.“
Katechese: Ein wunderschönes Bild für die Liebe Gottes ist die Liebe des Bräutigams für seine Braut. Mit vielen Geschenken umwirbt uns der VATER: Nicht nur eine Rose, sondern die ganze Schöpfung zeugt von Seiner Liebe zu uns.
Überlegung: Manche fürchten, den Ansprüchen des Geliebten nicht gerecht zu werden und haben Angst, verlassen zu werden. Der VATER jedoch liebt uns, wie wir sind, mit all unseren Grenzen, Fehlern und Eigenarten. – Wie kann ich Seine Liebe erwidern? Habe ich IHM schon gesagt, dass ich IHN auch liebe?
Gebet: Guter VATER, wie schön ist es, Dir ganz zu gehören. Du liebst mich so, wie ich bin. Ich danke Dir und liebe Dich mit meinem ganzen Herzen. Amen.
– Er siegt über Treulosigkeiten – Ez 16,60-63
„Ich will Meines Bundes gedenken, den ich mit dir in deiner Jugend geschlossen habe, und will einen ewigen Bund mit dir eingehen. … Dann sollst du dich erinnern, sollst dich schämen und vor Scham nicht mehr wagen, den Mund zu öffnen, weil ich dir alles vergebe, was du getan hast.“
Katechese: Der VATER ist anders als wir Menschen. Seine Liebe kennt keine Grenzen. Trotz der entsetzlichen Untreue der Menschen kehrt Er uns nicht Seinen Rücken zu, hasst uns nicht und bietet immer wieder Seine Hand zur Versöhnung an.
Überlegung: „Gott hat mir vergeben, doch die Menschen werden mir nicht vergeben!“ sagte ein Verbrecher vor seiner Hinrichtung. Gottes Liebe siegt über die schlimmsten Treulosigkeiten. Wären unsere Sünden auch so zahlreich wie der Sand am Meer, sie werden uns vergeben, wenn wir reumütig zum VATER umkehren.
Gebet: VATER im Himmel! Nicht alle Heiligen haben gut begonnen. Aber alle haben ihr Leben gut beendet. Danke, dass Du uns immer wieder die Chance des Neuanfangs schenkst! Amen.
– Gott gibt selbst das Liebste hin – Joh 3,16-17
„Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er Seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“
Katechese: Der Himmlische VATER schaut aus einer anderen Perspektive auf uns. Er sieht nicht nur 70, 80 Jahre unseres Lebens, sondern die ganze Ewigkeit. Es liegt Ihm so viel daran, uns ewig glücklich zu machen, dass er sogar Seinen Sohn – Jesus – gesandt hat, damit er uns den richtigen Weg in den Himmel zeige.
Überlegung: Wie schmerzlich ist es, wenn der Arzt ein Bein amputieren muss, um das Leben zu retten. So muss unser VATER auch manchmal etwas Schweres von uns verlangen, damit wir die Ewigkeit nicht verlieren. – Bin ich bereit, voller Vertrauen alles aus Seiner Hand anzunehmen?
Gebet: VATER im Himmel, wie schwer fällt es uns, Dir gänzlich zu vertrauen. Nimm alles Misstrauen und alle Zweifel von uns! Amen.
– Der Widersacher Gottes – Joh 8,38.44
„Ich sage, was ich beim VATER gesehen habe, und ihr tut, was ihr von eurem Vater gehört habt. – Ihr habt den Teufel zum Vater… Er war ein Mörder von Anfang an… Er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.“
Katechese: Jesus erklärt Seinen Zuhörern, dass nicht alles vom Himmlischen VATER herkommt. Der VATER ist Leben, Wahrheit und Liebe. Alles Gute kommt von Ihm. Vom Gegenspieler Gottes, dem Satan, dagegen kommen Tod, Lüge und Hass.
Überlegung: Die Existenz des Teufels wird vielerorts geleugnet. Somit finden die Menschen keine Antwort mehr auf das „Warum“ gegenüber Leid und Bosheit. Irrtümlicherweise klagen sie Gott an und machen IHN verantwortlich für alles Böse. Dahinter steht der Teufel selbst, der Vater der Lüge.
Gebet: Jesus, Du zeigst uns den VATER. Bewahre uns vor Täuschung und Betrug des Teufels! Hilf uns, dem Himmlischen VATER zu vertrauen, auch wenn wir nicht alles verstehen können! Amen.
– Ein strafender Gott? – Offb 16,1
„Ich hörte, wie eine laute Stimme aus dem Tempel den sieben Engeln zurief: Geht und gießt die sieben Schalen mit dem Zorn Gottes über die Erde!“
Katechese: Im letzten Buch der Bibel, der Geheimen Offenbarung, hören wir von den Schalen des Zornes Gottes, den die Engel auf die Erde gießen. Es handelt sich aber nicht um die Willkür Gottes, der Lust hat, die Menschen zu quälen. Auch hier ist es die Liebe des VATERS, der den Menschen für die Ewigkeit retten will. Er will, dass alle umkehren von ihren verkehrten Wegen und ewig glücklich werden im Himmel.
Überlegung: „Schreibe, dass ich durch Gewissensbisse zu ihnen spreche. Durch Misserfolge, damit sie zur Besinnung kommen. Durch Leiden, durch Gewitter und Blitz und durch die Stimme der Kirche.“ (Jesus zur hl. Sr. Faustina) Wenn jemand aber nicht hören will, dann überlässt Gott den Sünder sich selbst. Das ist dann gleichsam seine Selbstzerstörung. – Höre ich auf die Stimme Gottes und mache eine gute Gewissenserforschung?
Gebet: VATER, lass uns erkennen, dass Du uns ständig zur Umkehr rufst. Hilf uns, von den schlechten Wegen abzulassen und auf Dich zu hören! Amen.
– Das Datum vom Weltende – Mk 13,32-35
„Jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der VATER. Seht euch also vor, und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. … Seid also wachsam!“
Katechese: Das Ende der Welt kennt in Seiner Allwissenheit nur der VATER. Das persönliche Ende der Welt ist für jeden Menschen seine Sterbestunde. Wir sollen immer dazu bereit und gut vorbereitet sein.
Überlegung: Erwarteter Polsprung, Klimaveränderung, Vorhersagen vom Weltende durch Zeugen Jehovas: Lass dich nicht verwirren! Die Zukunft liegt allein in Gottes Hand. – Wärest du jedoch gut vorbereitet, wenn dich der VATER heute in die Ewige Heimat rufen würde?
Gebet: VATER, ein Tag ist vor Dir wie 1000 Jahre. Wir sind nur wie das Gras, das blüht und verblüht. Aber Du schaffst eine neue, wunderbare Erde, auf der wir einst ewig leben dürfen. Wir danken Dir dafür. Amen.
– Die Gerechtigkeit des VATERS – Mt 25,34
„Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von Meinem VATER gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.“
Katechese: Nach dem Weltuntergang kommt das Weltgericht. Dann werden alle Menschen von Gott gerichtet werden entsprechend ihren Taten. Jesus erinnert uns daran, dass das Kriterium für den Eintritt in den Himmel die gelebte, barmherzige Liebe ist. Für die bösen Menschen wird es keinen Eintritt in den Himmel geben. Auf sie wartet die ewige Verdammnis.
Überlegung: Die Slogans „Alle kommen in den Himmel“ oder „Die Hölle ist leer!“ stimmen nicht mit dem Evangelium überein. Zu Lebzeiten haben wir die Möglichkeit, die Erlösung aus der Hand des VATERS anzunehmen. Wir können sie aber auch abweisen und in unserer Bosheit verharren. – Nehme ich Jesus als meinen Erlöser an?
Gebet: Herr, Du wirst einst kommen zu richten die Lebenden und die Toten. Sei uns dann ein milder Richter und nimm uns auf in Dein Reich. Amen.
– Jesus offenbart den VATER – Lk 10,22
„Mir ist von Meinem VATER alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der VATER, und niemand weiß, wer der VATER ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.“
Katechese: Viele Juden wollten es nicht glauben, als Jesus sagte: „Noch ehe Abraham wurde, bin ich.“ (Joh 8,58). Denn mit diesen Worten offenbarte er Seine Gottheit. Schon vor Seiner Geburt in Bethlehem existierte Er als Gott seit Ewigkeit. Er ist zu uns auf die Erde gekommen, um uns vom Himmlischen VATER zu erzählen und uns den Weg zu IHM zu zeigen.
Überlegung: Die Juden sahen Jesus als einen besonderen Menschen, der mit besonderen Kräften ausgestattet war. Nur wenige von ihnen erkannten Seine Gottheit und glaubten an Ihn und an Seine Worte über den VATER. – Glaube ich fest an Jesus und Seine Botschaft?
Gebet: VATER, da die Welt mit all ihrer Weisheit Dich nicht erkannte, hast du beschlossen, alle die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten (1 Kor 1,21). Schenk uns einen kindlichen Glauben an Dich! Amen.
– Allerheiligste Dreifaltigkeit – Joh 14,8-9
„Philippus sagte zu Jesus: Herr, zeig uns den VATER; das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast Mich nicht erkannt, Philippus? Wer Mich gesehen hat, hat den VATER gesehen.“
Katechese: In diesen Worten verweist Jesus auf das große Geheimnis der Dreifaltigkeit Gottes. Obwohl drei Personen – VATER, SOHN, HL. GEIST – sind sie doch ein einziger Gott. Wer Jesus sieht, sieht gleichzeitig den VATER und den Hl. Geist – nämlich Seine Liebe, Güte und Barmherzigkeit.
Überlegung: Das tiefe Geheimnis der Dreifaltigkeit lässt sich nur bildhaft erklären: sei es mit einem Kleeblatt: Eine Pflanze mit drei Blättern; sei es mit dem Wasser: Es besitzt eine einzige chemische Formel H2O, existiert aber in drei Seinsweisen: Wasser – Eis – Dampf. – Mache ich mit Glauben und Ehrfurcht das Kreuzzeichen?
Gebet: O großer Gott – Du bist eins in Deiner Liebe und neigst Dich uns zu in Deinem Sohn und Geist. Lehre uns, Dich in der WAHRHEIT und im GEIST anzubeten! Amen.
– Einheit Gottes – Joh 17,21
„Alle sollen eins sein: Wie Du, VATER, in Mir bist und ich in Dir bin, sollen auch sie in Uns sein, damit die Welt glaubt, dass Du Mich gesandt hast.“
Katechese: Jesus betet um die Einheit Seiner Jünger. Sie sollen eins sein, wie der VATER und der Sohn eins sind. Das innerste Wesen Gottes ist Liebe. Sie ist so gewaltig groß, dass aus der Liebe des Vaters und des Sohnes die Person des Hl. Geistes hervorgeht.
Überlegung: Ein vergleichbares Bild für die Einheit in Gott ist die Familie. Aus der gemeinsamen Liebe der Eheleute entsteht das Kind. Die Einheit in der Liebe ist eine große Kraftquelle. An dieser Einheit Gottes dürfen wir Christen teilhaben und die Kraft der Liebe Gottes schöpfen.
– Wie trage ich zur Einheit bei, sei es in der Familie, Pfarrgemeinde oder in der zerrissenen Christenheit?
Gebet: VATER im Himmel, wie Du eins bist mit dem Sohn und dem Hl. Geist, so lass auch uns Christen eins sein in Dir, damit die Welt Jesus erkennt, den Du gesandt hast. Amen.
– Gott, der Gute Hirte – Joh 10,14-15
„Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen Mich, wie Mich der VATER kennt und ich den VATER kenne; und ich gebe Mein Leben hin für die Schafe.“
Katechese: Jesus nennt sich selbst den Guten Hirten und offenbart auch hier Seine Gottheit. Dieses Bild war den Juden bekannt aus den Psalmen und beschreibt die liebende, sorgende und schützende Gegenwart des VATERS.
Überlegung: Im Bild des Guten Hirten zeigt sich das wahre Gesicht des VATERS: Er wartet nicht auf den Fehltritt eines Schäfleins, um es zu schlagen, zu bestrafen oder zu töten. Nein, voll väterlicher Sorge geht Er jedem irrenden Menschen nach, ruft nach ihm und sucht ihn. Wenn das Schäflein umkehrt, nimmt er es voller Freude auf Seine Arme. – Höre ich Seine liebevolle Stimme? Flüchte ich mich wieder in Seine Arme?
Gebet: VATER, Du bist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Du stillst mein Verlangen und leitest mich auf rechten Pfaden. Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn Du bist bei mir (Ps 23). Amen.
– Der Barmherzige VATER – Lk 15,20
„Der VATER sah seinen Sohn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.“
Katechese: Das Gleichnis vom verlorenen Sohn erzählte Jesus den selbstgerechten Pharisäern, die daran Anstoß nahmen, dass Jesus voll Liebe öffentliche Sünder annahm und ihnen ihre Sünden vergab. Er zeigt uns somit das Bild der Barmherzigkeit des VATERS. Es gibt keine Schuld, die noch so groß wäre, dass sie nicht Vergebung fände bei Gott, wenn der Mensch reumütig zum VATER zurückkehrt.
Überlegung: Manche Menschen erwarten die Seelenschau, wodurch die Menschen das Elend ihrer Sünden erkennen. Gleichzeitig sollten wir aber um das Vertrauen in die Barmherzigkeit Gottes beten, damit wir bei der Erkenntnis unseres Elends – spätestens in der Todesstunde – nicht verzweifeln. – Bitte ich Gott täglich um Sein Erbarmen?
Gebet: Barmherziger VATER! Du füllst den Abgrund meines Elends auf mit Deiner unendlichen Barmherzigkeit. Lass mich Deine Barmherzigkeit in Ewigkeit lobpreisen. Amen.
– Der VATER als Winzer – Joh 15,1-2
„Ich bin der wahre Weinstock, und Mein VATER ist der Winzer. Jede Rebe an Mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.“
Katechese: Jesus nützt Gleichnisse aus dem Alltagsleben. Die Welt ist der große Weinberg des VATERS, wir aber sind die Rebzweige, die mit Jesus verbunden, gute Früchte der barmherzigen Liebe hervorbringen sollen. Durch das Wort Jesu reinigt uns der VATER, damit wir immer mehr verwandelt werden in Seine Göttliche Liebe.
Überlegung: Kleine Kinder freuen sich nicht immer, wenn sie von der Mama gewaschen werden. Auch uns fällt es schwer, wenn der VATER unser Leben reinigen will. Nehme ich Seine Mahnungen gerne an – sei es durch das Wort Jesu, sei es durch die Kritik guter Menschen? – Nütze ich gerne die Gelegenheit zur hl. Beichte, um meine Seele von Jesus rein waschen zu lassen?
Gebet: VATER, reinige uns durch Dein Wort, damit wir Früchte guter Taten bringen zu Deiner Ehre! Amen.
– Frieden und Sendung – Joh 20,21
„Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie Mich der VATER gesandt hat, so sende ich euch.“
Katechese: Diese Worte sagte Jesus Seinen Jüngern nach der Auferstehung. Er schenkt uns Seinen Frieden, den Er vom VATER bringt, den wir in der Welt nicht finden können, weder in anderen Religionen noch esoterischen Praktiken. Dieser Friede ist das Geschenk der Erlösung, das uns der VATER in Jesus anbietet. Wir sind gesandt, allen diese frohe Botschaft weiterzugeben.
Überlegung: „Wir erlösen uns selbst durch eine Christuskraft, die in jedem Menschen ist! Nach 80 Millionen Wiedergeburten wird es uns gelingen!“ – soweit das Angebot der Esoterik. – Ist es nicht besser, den Menschen von der Erlösung des VATERS im wahren Herrn Jesus Christus zu erzählen? Er schenkt uns schon jetzt den Frieden und einst die Freude der Auferstehung!
Gebet: VATER, Du sendest uns, um anderen Deinen Frieden und Deine Freude zu bringen. Lass uns jede Gelegenheit dazu nützen! Amen.
– Lobpreis Jesu als Bitte – Mt 14,19-20
„Jesus nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten und alle aßen und wurden satt.“
Katechese: So wie Jesus uns beten lehrt, so beginnt auch Er selbst Sein Gebet mit dem Lobpreis. Er bittet nicht um ein Wunder, sondern dankt dem VATER bereits im Voraus für Seine Hilfe. Danach sättigt er 5000 Männer mit ihren Frauen und Kindern.
Überlegung: Womit beginne ich mein Gebet? Danke ich zuerst dem Himmlischen VATER, oder ist mein Gebet ein einziges langes Bitten ohne tiefen Glauben an Seine Hilfe? – Danke ich Ihm auch beim Tischgebet für das tägliche Brot und Seine väterliche Vorsehung?
Gebet: Himmlischer VATER, Du schenkst uns das Brot vom Himmel. Du sättigst uns und sorgst täglich um uns. Wir danken Dir dafür. Amen.
– Danksagung Jesu – Joh 11,41.43
„Jesus erhob Seine Augen und sprach: VATER, ich danke Dir, dass Du mich erhört hast. Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!“
Katechese: Bevor Jesus den toten Lazarus auferweckte, dankte er dem VATER für die Erhörung Seines Gebetes. Danach rief er den Verstorbenen aus dem Grab. Die Auferweckung Lazarus verherrlicht den VATER, der in Jesus uns allen neues Leben schenken will.
Überlegung: In der hl. Taufe schenkt Jesus auch uns das neue Leben als Kinder Gottes. Zuvor waren wir ausgeschlossen vom ewigen Leben, dem Tode verfallen. – Danke ich Gott täglich für die Taufgnade? – Bete ich für diese, die Gott noch nicht kennen, um das Licht des Glaubens an den einen, wahren Gott?
Gebet: Himmlischer Vater, wir danken Dir für das neue Leben in Jesus. Hilf uns, dass unser Leben Deinen Namen verherrliche! Amen.
– Dank Marias – Lk 1,46-49
„Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit Seiner Magd hat er geschaut. … Denn der Allmächtige hat Großes an mir getan, und Sein NAME ist heilig.“
Katechese: Gott hat Maria auserkoren, dem Messias das Leben zu schenken ohne Zutun eines Mannes rein durch das Wirken des Hl. Geistes. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Nach damaliger jüdischer Sitte drohte ihr jedoch die Steinigung, da die Juden dieses Geheimnis nicht kannten. Doch furchtlos lobt Maria den Herrn und dankt Ihm bereits für Sein mächtiges Wirken in der Zukunft.
Überlegung: Jedes Kind ist ein einmaliges Geschenk Gottes. Es gibt für eine Frau keine schönere Aufgabe, als einem Menschen das Leben zu schenken. Doch oft stößt sie dabei auf Ablehnung und Unverständnis. – Helfe ich ihr durch meinen Beistand und mein Gebet, damit sie Gott für ihr Baby dankt und auf Seine Vorsehung vertraut?
Gebet: Allmächtiger Gott, Du hast Großes an Maria getan. Wir danken Dir für Maria, die seit Anfang an Deinen Sohn voller Zuversicht und Dankbarkeit angenommen und geliebt hat. Amen.
– Dank Zacharias’ für die Erlösung – Lk 1,68
„Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat Sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen; er hat uns einen starken Retter erweckt im Hause Seines Knechtes David.“
Katechese: Zacharias wusste als Priester des Volkes Israel um die große Schuld des Volkes und dass die damals üblichen Tieropfer diese Schuld nicht tilgen konnten. Nun erfuhr er voller Freude vom Kommen des Messias, des Erlösers, der diese Schuld hinweg nimmt. Sein Dank an den Himmlischen Vater fand Widerhall in seinem Lobpreis des „Benediktus“.
Überlegung: Wir brauchen uns nicht selbst erlösen. Jesus, der Retter ist da und ich darf Ihm meine Schuld abgeben durch mein reuevolles Bekenntnis, am besten in der hl. Beichte. Danke ich dem VATER täglich für die Gnade der Erlösung, dass Er mich in Jesus der Macht Satans und der Sünde entreißt?
Gebet: VATER, mit großer Blindheit sündigen wir täglich und nehmen die Erlösung als selbstverständlich an. Schenke uns ein dankbares und reuevolles Herz. Amen.
– Dank Simeons für das Heil – Lk 2,29-32
„Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“
Katechese: Jahrtausende wartete das Volk Israel sehnsüchtig auf den Messias. Jahrtausende sehnten sich die Verstorbenen im Scheol (= Vorhimmel / Totenreich) auf ihre Aufnahme in den Himmel. Voller Freude und Dankbarkeit erkennt der greise Simeon, dass in Jesus das Ewige Heil gekommen ist. Nun kann er ruhig sterben, denn Jesus öffnet den Verstorbenen das verschlossene Paradies.
Überlegung: Nur wenige Menschen denken an ihren Tod. In ihrem Unglauben verdrängen sie diesen Gedanken durch verschiedene Ablenkungen. Sollten wir nicht auch wie Simeon dem VATER danken für das Heil, das uns Jesus bringt, und sehnsüchtig das Kommen Jesu erwarten?
Gebet: VATER, Du hast uns den Heiland gesandt, der wirklich Heil in unser Land bringt. Wir danken Dir für unsere Hoffnung auf das Ewige Leben. Amen.
– Besiegung Goliats durch Lobpreis – 1 Sam 17,45-46
„David antwortete dem Philister Goliat: Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im NAMEN des Herrn der Heere, … den du verhöhnt hast. Heute wird dich der Herr mir ausliefern. … Alle Welt soll erkennen, dass Israel einen Gott hat.“
Katechese: Die Macht des Lobpreises zeigte sich bereits im Leben Davids. Der kriegerische Stamm der Philister bedrohte die Israeliten, die aus Angst vor ihnen fast vergingen. Doch der junge Hirtenbub David vertraute auf das mächtige Eingreifen des Lebendigen Gottes: Er lobte und pries den NAMEN Gottes und besiegte mit seinem großen Gottvertrauen den Riesen Goliat.
Überlegung: Viele Psalmen, die David verfasst hat, zeugen von einem Leben voll inbrünstigem Lobpreis und tiefem Gottvertrauen. In ihnen dankt er dem VATER für alle Wundertaten, die Er in der Mitte des Volkes vollbrachte. – Könnte ich einen Psalm in der Bibel aufschlagen und mit diesen Worten den Himmlischen Vater loben und preisen?
Gebet: Herr, Du erlöst mich von allem Unheil und rettest mich am Tag der Not. Darum danke ich Dir und lobe Deinen Namen (vgl. Sir 51,12). Amen.
– Siebentägiger Lobpreis bei Jericho – Jos 6,2-5
„Sieh her, ich gebe Jericho …in deine Gewalt. Ihr sollt mit allen Kriegern um die Stadt herumziehen und sie einmal umkreisen. Das sollst du sechs Tage lang tun. ... Am siebten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt herumziehen, und die Priester sollen die Hörner blasen. … Darauf wird die Mauer der Stadt in sich zusammenstürzen.“
Katechese: Josua setzte nicht auf seine Kriegskünste, sondern auf das Eingreifen Gottes. Voll Glauben an Gottes Verheißung umzog er mit den Menschen die Stadt Jericho. Sieben Tage lang priesen und lobten sie dabei Gott für den kommenden Sieg, der dann auch tatsächlich eintrat.
Überlegung: Könnte ich Gott loben mit Instrumenten, Gesang und Prozessionen? Könnte ich mit einer Novene (= neun Tage) Gott danken, dass er mein Anliegen so erhört, wie er weiß, dass es gut für mich ist?
Gebet: Herr, auch wir wollen in allen Lebenslagen betend und flehend unsere Bitten mit Dank vor Dich bringen (vgl. Phil 4,6). Amen.
– Lobpreis im Gefängnis – Apg 16,24-26
Der Gefängniswärter warf Paulus und Silas „in das innere Gefängnis und schloss zur Sicherheit ihre Füße in den Block. Um Mitternacht beteten Paulus und Silas und sangen Loblieder; und die Gefangenen hörten ihnen zu. Plötzlich begann ein gewaltiges Erdbeben, so dass die Grundmauern des Gefängnisses wankten. Mit einem Schlag sprangen die Türen auf, und allen fielen die Fesseln ab.“
Katechese: Wegen ihres Glaubens an Jesus Christus wurden Petrus und Silas ins Gefängnis geworfen. Doch anstatt entmutigt zu sein, priesen sie den Herrn mit ihren Lobliedern sogar im Gefängnis.
Überlegung: Aus der Todeszelle im KZ – Auschwitz drangen nicht die gewohnten Verzweiflungsschreie und Flüche, als der hl. Maximilian Kolbe dort verhungerte. Einstimmend in seine Loblieder fanden alle Todeskandidaten Trost. – Wie reagiere ich, wenn ich für meinen Glauben leiden muss oder dafür verspottet werde? Lobe ich Gott auch im Leid?
Gebet: Herr, oft jammern und klagen wir bei Schicksalsschlägen und im Leid. Schenk uns dann im Lobpreis Trost und Kraft! Amen.
– Lobpreis der Heiligen im Himmel – Offb 15,2-4
„Die Sieger… sangen: Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr, Gott und Herrscher über die ganze Schöpfung. … Wer wird Deinen Namen nicht preisen? Denn Du allein bist heilig: Alle Völker kommen und beten Dich an.“
Katechese: In der Geheimen Offenbarung des hl. Johannes dürfen wir einen kleinen Blick in den Himmel werfen. Alle, die mit Jesus gelebt und in Ihm und für Seinen Namen gestorben sind, erleben eine unwahrscheinlich große Freude im Himmel. Sie sehen Gott in Seiner Herrlichkeit und loben ihn ohne Ende.
Überlegung: Ein traumhaftes Musikstück lässt die Menschen in heftiges Applaudieren ausbrechen. Dies ist ein winziges Bild für das, was uns im Himmel erwartet, wenn wir Gottes Antlitz sehen und im Lobpreis jubeln. – Freu ich mich darauf einst Gott schauen zu dürfen?
Gebet: Herr, Du bist groß und wunderbar. Schenke auch uns die Gnade, dass wir Dich einst ewig im Himmel preisen dürfen! Amen.
– Anbetung der Engel – Jes 6,1-3
„Ich sah den Herrn. Er saß auf einem hohen und erhabenen Thron. … Serafim standen über ihm. … Sie riefen einander zu: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere. Von Seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt.“
Katechese: Dem Propheten Jesaja war das Glück beschieden, dass er dem Lobpreis der heiligen Engel im Himmel hören durfte. Ihr Lobpreis geht bereits über in tiefste Anbetung. Die Anbetung erschließt uns das Innerste der Herrlichkeit Gottes. Es ist das unaussprechliche Glück des Einsseins mit dem über alles geliebten Gott, der selbst die Liebe ist.
Überlegung: Wir beten den Lobpreis bei jeder hl. Messe: „Heilig, heilig, heilig, Gott aller Mächte und Gewalten! Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit!“ – Die tägliche Anbetung schenkt unserem Leben einen neuen, tiefen Sinn. Könnte ich gemeinsam mit meinem Schutzengel Gott anbeten?
Gebet: O Gott, Du bist dreimal heilig! Mit allen Engelchören stimmen wir ein in den Lobpreis Deiner Herrlichkeit: Heilig, Heilig, Heilig! Amen.
– Die Engel loben Gott allein – Tob 12,6
Der Engel Rafael sagte: „Preist Gott, und lobt Ihn! Gebt Ihm die Ehre, und bezeugt vor allen Menschen, was er für euch getan hat. Es ist gut, Gott zu preisen und Seinen NAMEN zu verherrlichen und voll Ehrfurcht Seine Taten zu verkünden. Hört nie auf, Ihn zu preisen.“
Katechese: Der Erzengel Rafael wurde von Gott gesandt, um den jungen Tobias auf seiner gefährlichen Reise zu begleiten. Er bewahrte ihn vor Unglück, heilte seine Braut von dämonischer Umsessenheit und seinen Vater von Blindheit. Als die Familie ihm dafür danken wollte, lehnte er dies strikt ab. Er ermahnte sie jedoch, Gott als den Urheber alles Guten zu loben und Zeugnis davon abzulegen.
Überlegung: Unsere Engel schauen stets das Antlitz Gottes (vgl. Mt 18,10). Sie sind ständig im Lobpreis Gottes versunken, erkennen im Lichte Gottes aber sofort unsere Not und eilen uns zu Hilfe. – Stimme ich gerne mit ein in den unablässigen Lobpreis Gottes der heiligen Engel? – Gebe ich vor anderen Zeugnis von der Hilfe meines Schutzengels?
Gebet: VATER, Herr der Himmlischen Heerscharen. Wir danken Dir für den heiligen Schutzengel. Mit ihm wollen wir Dich loben und preisen. Amen.
– Unsinnige Prahlerei – Jes 10,15
„Prahlt denn die Axt gegenüber dem, der mit ihr hackt, oder brüstet die Säge sich vor dem, der mit ihr sägt? Das wäre, wie wenn der Stock den Mann schwingt, der ihn hochhebt, oder wie wenn der Knüppel den hochhebt, der nicht aus Holz ist.“
Katechese: Wir Menschen sind sehr kurzsichtig. Wir sehen die wunderbare Wirkung, vergessen aber Gott, der uns das Wollen und Vollbringen schenkt (vgl. Phil 2,13). Ohne Gott können wir wirklich nichts Gutes tun (vgl. Joh 15,5). Aber alles können wir in Jesus, der uns stets die Kraft für das Gute gibt (vgl. Phil 4,13). So gebührt alle Ehre nur dem Herrn.
Überlegung: Die kleine hl. Therese sah sich selbst als „Besen“ Gottes. „Wenn Er ihn benötigt, nimmt er ihn aus der Ecke und vollbringt große Taten. Wenn die Arbeit vollbracht ist, wird der Besen von Gott wieder in die Ecke gestellt.“ – Bin ich bereit Gott als Werkzeug zur Verfügung zu stehen?
Gebet: Herr, lass uns dieses nie vergessen: Wenn nicht Du das Haus baust, müht sich jeder umsonst, der daran baut. Wenn nicht Du die Stadt bewachst, wacht der Wächter umsonst (vgl. Ps 127,1). Amen.
– Ehre sei Gott in der Höhe – Lk 2,13-14
„Plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen Seiner Gnade.“
Katechese: Die Engel, die den Hirten von Bethlehem die Geburt des Messias verkündeten, lobten Gott für dieses große Ereignis: Für den Beginn des Sieges der Liebe Gottes über den Hass in der Welt. Zugleich zeigen sie, wie wir den wahren Frieden finden können: Alle, die Gott die Ehre geben und nicht mehr um die eigene Ehre streiten, werden den tiefen Frieden Gottes erfahren.
Überlegung: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden den Menschen auf Erden!“ beten oder singen wir bei jeder Sonntagsmesse. – Ehre ich Gott durch mein Leben oder kämpfe ich noch um meine eigene Anerkennung und werde sofort traurig oder ärgerlich, wenn ich von anderen nicht gelobt oder bemerkt werde? – Danke ich Gott für alles?
Gebet: VATER, nicht uns bring zu Ehren, sondern Deinen Heiligen NAMEN (vgl. Ps 115,1). Uns aber schenke Deinen tiefen Frieden! Amen.
– Gotteslob für alles Gute – Mt 5,16
„So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“
Katechese: In der Bergpredigt ruft uns Jesus auf, die Augen auf den VATER zu richten, der alles Gute bewirkt. Jesus selbst wirkte in der Kraft des VATERS viele Wunder: Er heilte Kranke, trieb Dämonen aus, weckte Tote auf. Dafür lobten die Juden aber nicht Jesus, sondern den VATER im Himmel, der Ihm als Mensch eine solche Vollmacht verliehen hat (vgl. Mt 9,8).
Überlegung: Auch die Heiligen sahen sich nur als Werkzeuge der Liebe Gottes an. Sie zeigten immer wieder auf Gott, dem allein das Lob gebührt. – Verlange ich noch nach dem „Weihrauch“ des menschlichen Lobes für mich oder gebe ich das Lob der Menschen an Gott weiter? – Bin ich mir bewusst, dass Gott alles Gute in mir bewirkt?
Gebet: VATER, Du bist immer noch am Werk und wir dürfen Deine Werkzeuge sein. Gib uns den Mut und die Kraft Dir alle Ehre abzugeben, die wir erhalten! Amen.
– Ehrsucht verhindert Glauben – Joh 5,44
„Wie könnt ihr zum Glauben kommen, wenn ihr eure Ehre voneinander empfangt, nicht aber die Ehre sucht, die von dem einen Gott kommt?“
Katechese: Viele angesehene Juden wagten es aus Menschenfurcht nicht, sich zu den Jüngern Jesu zu zählen. Die Ehre in den Augen der Menschen war ihnen wichtiger als die Ehre, Kinder Gottes zu werden. Nikodemus, einer von der hohen Priesterklasse, suchte Jesus nur heimlich in der Nacht auf, damit niemand es merke. Demütige Menschen, die sich nicht um das Gerede der Menschen kümmerten, folgten Jesus nach.
Überlegung: Die Moslems legen ihren Gebetsteppich aus, um Allah zu loben, egal was die Menschen von ihnen denken. – Wage ich mich im Beisein anderer Menschen Gott zu danken, zum Beispiel beim Tischgebet im Gasthaus? – Bekenne ich mich zu Jesus in der Öffentlichkeit?
Gebet: VATER, oft verleugnen wir aus Menschenfurcht den Glauben an Dich und machen faule Kompromisse. Stärke unseren Glauben, damit wir immer bereit sind, Dich zu loben, auch wenn wir dafür verspottet werden. Amen.
– Gotteslob wider den Mainstream – Lk 6,26
„Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.“
Katechese: Jesus erinnert in den Seligpreisungen daran, dass für uns Christen andere Werte wichtig sind, nämlich die Verherrlichung Gottes und das Leben nach Seinen Geboten. Es gab aber immer wieder Propheten, die den Menschen nach dem Mund redeten und ihnen schmeichelten, nur um ihre Gunst zu gewinnen. Jesus dagegen verkündete den Menschen mutig die unbequeme Wahrheit.
Überlegung: Die Welt lobt die ihren, aber nicht Gott. Die anderen werden ausgegrenzt, geächtet, getötet. – Suche ich zuerst die Verherrlichung Gottes, indem ich mutig zu meinen christlichen Überzeugungen stehe oder suche ich noch faule Kompromisse? – Sage ich immer mutig die Wahrheit und vermeide jegliche Notlüge?
Gebet: VATER, schütze mich davor, den Menschen zu schmeicheln, nur um ihre Gunst zu gewinnen. Gib mir Kraft, für Deinen Namen auch Schweres zu ertragen und Dich so durch mein Leben zu lobpreisen! Amen.
– Dankbarkeit für Hilfe – Lk 17,15-16
Einer von den Aussätzigen „kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte Ihm. Dieser Mann war aus Samarien.“
Katechese: Zu Jesus kamen zehn Aussätzige und flehten um ihre Heilung. Nur einer von ihnen, dazu ein Samariter, von einem Volksstamm, der von den Juden verachtet wurde, kehrte zurück, um Gott für die Gesundheit zu danken und in Ihm Gott anzubeten.
Überlegung: „Die Not lehrt beten“, sagt ein Sprichwort. Sobald die Not an die Tür klopft, wird der ganze Himmel bestürmt. Wenn Gott uns in Seiner Huld beschenkt, wer denkt dann noch ans Danken? Der hl. Vinzenz Pallotti machte sich zur Gewohnheit Gott ebenso lange zu danken, wie er Ihn um Gnaden gebeten hat. – Danke ich dem VATER innig für jede Gnade: Für meine Familie, Arbeit, Gesundheit usw.?
Gebet: Herr, Du erhörst immer jedes Gebet, wenn auch oft anders als ich es erwartet habe. Voll Ehrfurcht werfe ich mich vor Dir nieder und danke Dir für all Deine Hilfe! Amen.
– Löchriger Geldbeutel – Mt 6,2
„Wenn du Almosen gibst, lass es nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus lädt uns ein, durch Almosengeben Schätze für den Himmel zu sammeln. Doch wenn das Motiv unseres Gebens nicht die Ehre Gottes allein ist, sondern wir von den Menschen Lob dafür erwarten, dann haben wir mit dem Lob unseren Lohn bereits erhalten.
Überlegung: Jedes menschliche Lob, das wir für unsere guten Taten erwarten, reißt ein Loch in den „Geldbeutel“, mit dem wir Verdienste für den Himmel sammeln. – Ist mir bewusst, dass empfangene Ehre von Menschen bewirkt, dass man mit leeren Händen vor Gott erscheint? Sollte ich als Verwalter der Güter Gottes auf Erden meine Liebespflicht nicht in Bescheidenheit und Demut erfüllen?
Gebet: Vater im Himmel hilf uns, unser Almosen so zu geben, dass die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut. Denn Du siehst und vergiltst das Verborgene, das wir aus Liebe zu Dir und zu Deiner Ehre tun. Amen.
– Fasten zur Ehre des Vaters – Mt 6,16
„Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus selbst fastete 40 Tage und 40 Nächte, aber nicht um sich bei den Menschen wichtig zu machen, sondern um Kraft für Seine Mission zu schöpfen. Nach der Fastenzeit kehrte Er mit der Kraft des Hl. Geistes erfüllt aus der Wüste zurück und verherrlichte den Vater in allem, bis zu Seinem Tod am Kreuz.
Überlegung: Viele Heilige suchten Gott durch Fasten und Beten. – Was ist mein Fastenmotiv? Will ich von den Menschen bemerkt und bewundert werden? Faste ich nur um der Figur willen? Oder faste ich allein zur Ehre Gottes, um Gott damit zu verherrlichen und geistige Kraft zu schöpfen? Danke ich Gott dafür, wenn ich fasten kann?
Gebet: VATER im Himmel, schenke mir den Geist des wahren Fastens im Verborgenen, allein zu Deinem Ruhm und Deiner Ehre! Amen.
– Gebet zur Ehre des Vaters – Mt 6,5
„Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus spricht hier diese Menschen an, die in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete verrichten, um von den Menschen dafür bewundert zu werden. Doch ihr Herz ist weit weg von Gott. Noch verwerflicher wird das Gebet, wenn jemand in Selbstgerechtigkeit sich selbst vor Gott lobt, den Nächsten aber verurteilt. Jesus warnt eindringlich vor dieser verlogenen Haltung der Heuchelei.
Überlegung: Wie sieht mein Gebet aus? Ist meine Teilnahme an der Eucharistiefeier wirklich Danksagung an Gott oder nur aus Tradition, um Menschen zu gefallen? Habe ich zuhause eine Gebetsecke, wo ich täglich im Verborgenen mit Gott innige Zwiesprache halte und Ihn lobe und preise? Verwandle ich jegliche Kritik in ein Stoßgebet?
Gebet: Himmlischer VATER, lass den Schall meiner Gebete nicht nur bis zur Zimmerwand dringen, sondern lass es wie Weihrauch zu Dir aufsteigen allein zu Deiner Ehre! Amen.
– Nur im Kreuz ist unser Ruhm – Gal 6,14
„Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.“
Katechese: Paulus könnte sich seiner besonderen Herkunft, Privilegien und Ausbildung rühmen. Doch er weiß: All das ist nichts in den Augen des Herrn. Unser Ruhm ist der Erlösertod Jesu am Kreuz: „Durch Seine Wunden sind wir geheilt.“ (1 Petr 2,24) Jesus hat den Lösepreis für unsere Sünden bezahlt und uns losgekauft aus der Sklaverei des Satans. Der Segen Gottes wird uns zuteil in der Taufe.
Überlegung: Habe ich Jesus schon einmal für Sein Leiden und Sterben am Kreuz gedankt? Küsse ich mit Ergriffenheit und Dankbarkeit das Bildnis des Gekreuzigten? Hat das Kreuz Jesu einen Ehrenplatz in meiner Wohnung?
Gebet: Vater, wir preisen Dich für das Erlöserleiden Deines Sohnes. Hilf uns, in der Welt als Deine Kinder zu leben und stets dem Kreuz Jesu treu zu sein. Amen.
– Tut alles zur Ehre Gottes – 1 Kor 6,20; 10,31
„Ihr gehört nicht euch selbst; denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib! Ob ihr also esst oder trinkt oder etwas anderes tut: Tut alles zur Verherrlichung Gottes!“
Katechese: Seit der Taufe ist unser Leib Wohnung des Hl. Geistes. Unsere Seele soll sich von Ihm erfüllen lassen, von Seiner Göttlichen Liebe. Diese Liebe soll unser Leben steuern und nicht schlechte Triebe, Leidenschaften und böse Begierden. Dann gilt, was der hl. Irenäus sagte: Die Ehre Gottes ist der lebendige Mensch.
Überlegung: Wenn wir vor dem Sarg eines Verstorbenen stehen, dann wird offenbar, ob dieses Leben eine Verherrlichung Gottes dargestellt hat oder nicht. Kardinal Meisner sagte einmal, man soll so leben, dass die Menschen bei der Beerdigung merken, dass der Verstorbene eine Lücke hinterlässt. – Bitte ich Jesus um die Gnade, dass mein Leib wirklich Werkzeug Seiner Liebe und Seiner Ehre ist?
Gebet: Herr, Du rufst uns zu Maßhalten und Ordnung in all unserm Tun, um so den VATER zu verherrlichen. Schenk uns Selbstbeherrschung und Liebe! Amen.
– Lästerung des Namens Gottes – Röm 2,24
„In der Schrift steht: Euretwegen wird unter den Heiden der Name Gottes gelästert.“
Katechese: Der hl. Paulus ermahnt die ersten Christen zu einem authentischen Christenleben. Wenn das Licht Christi durch unser Leben andere Menschen erfasst, dann wird somit der Name Gottes verherrlicht. Wenn jedoch Menschen Anstoß nehmen an Skandalgeschichten mancher Christen, dann bewirkt ihr Leben die Lästerung des Namens Gottes unter den Menschen.
Überlegung: Die ersten 300 Jahre wurden die Christen grausam verfolgt. Doch dank ihrem lebendigen Glaubenszeugnis wurde das Christentum nicht vernichtet, sondern schließlich zur Staatsreligion im römischen Reich. – Wie kann ich die Lauheit im Glaubensleben überwinden und so zur Verherrlichung Gottes beitragen? – Zeugt mein Familien- und Berufsleben davon, dass ich Jesus Christus kenne und Ihn liebe?
Gebet: Herr, schon zu viele haben Dir den Rücken zugekehrt, weil wir Christen ein schlechtes Beispiel gegeben haben. Schenke uns Reue und Umkehr! Amen.
– Lobpreis durch Treue – Joh 12,27-28
„Jetzt ist Meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette Mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche Deinen Namen!“
Katechese: Jesus bittet den VATER nicht um Rettung vor dem bevorstehenden Leiden und Sterben. Denn er wusste darum, dass der Satan als Beherrscher der Welt nur durch sein geduldig ertragenes Leiden besiegt werden konnte. Er bittet deshalb den VATER um den Sieg der Liebe Gottes über den Hass des Satans. Überall wo die Liebe siegt, siegt Gott und wird somit verherrlicht.
Überlegung: Die Verherrlichung Gottes geschieht nicht nur in den guten Tagen des Lebens, sondern besonders dann, wenn unsere Liebe auf die Probe gestellt wird, sowohl in Gesundheit wie in Krankheit. – Bitten wir den Herrn, dass wir Ihn verherrlichen durch unsere Treue in der Liebe bis zum Tod? – Bitte ich Gott um Vergebung für jede Lieblosigkeit?
Gebet: Herr, oft ist es nicht leicht, Christ zu sein. Hilf allen Leidenden, dass sie Dir die Treue halten und so Dich verherrlichen! Amen.
– Lobpreis durch Nachfolge Christi – Joh 15,8
„Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und Meine Jünger werdet.“
Katechese: Jesus vergleicht sich selbst mit einem Weinstock, den Vater mit dem Winzer. Wir sind Rebzweige an diesem Weinstock. Die Früchte, auf die der Vater als „Winzer“ wartet sind die „Trauben“ der Liebe. Es geht aber nicht um irgendeine Liebe. Als Jünger Jesu sollen wir so lieben, wie Er geliebt hat. Diese Liebe schließt niemanden aus. Sie zeigt sich im Vergeben und Segnen auch den schlimmsten Feinden gegenüber.
Überlegung: Wir verwechseln die Liebe oft mit Egoismus und beschränken sie auf unsere Familie und Freunde. Doch damit zeichnen sich die Christen nicht aus. – Könnte ich heute jemandem, der mir unsympathisch ist, ein Zeichen der Liebe Jesu schenken durch einen Gruß oder ein Lächeln? – Bitte ich Jesus um Kraft dazu?
Gebet: VATER, lass mich ein Werkzeug Deiner Liebe werden, dass ich Liebe bringe, wo Hass ist! Gib mir immer Deine Kraft dazu! Amen.
– Lobpreis durch gelebte Liebe – Apg 4,32
„Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam.“
Katechese: Das Erkennungsmerkmal der ersten Christen war ihre Liebe zueinander. Sie ahmten Jesus in der Ausübung des Liebesgebots so sehr nach, dass sie von den Menschen „Christen" (Apg 11,26) genannt wurden. Sie verkauften alles, was sie besaßen und teilten es so untereinander auf, dass niemand Not zu leiden brauchte.
Überlegung: Echte Liebe muss wehtun! pflegte die hl. Teresa von Kalkutta zu sagen. Ein Kind nahm dies ernst, verzichtete wochenlang auf Zucker und brachte diese Tüte Zucker den Hungernden. – Mit welcher Liebestat kann ich zur Verherrlichung des Namens Gottes beitragen? – Gibt es in meiner Nähe jemanden, der Not leidet und meine Hilfe bräuchte, vielleicht durch ein aufmunterndes Wort?
Gebet: Der Name des Herrn sei gepriesen von nun an bis in Ewigkeit. Vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang sei der Name des Herrn gelobt! (vgl. Ps 113) Amen.
– Lobpreis durch Einmütigkeit – Apg 2,46
„Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Einfalt des Herzens.“
Katechese: Wahre Liebe untereinander zeigt sich in der Einheit. Um diese Einheit Seiner Jünger hat Jesus bereits früher zum VATER gebetet. Denn sie legt Zeugnis ab für das Wirken Gottes, verherrlicht so den VATER und bewegt andere dazu, an die Liebe Jesu zu glauben. Diese Einheit kennzeichnete die ersten Christen.
Überlegung: Die Einheit in der Liebe verlangt Verzicht auf Parteilichkeit und Unterordnung unter eine Leitung. Jesus hat als Garanten für die Einheit den Petrus und somit Seine Stellvertreter eingesetzt. – Höre ich auf die Stimme des Papstes? Bete ich um Licht und Kraft für ihn? – Wen sollte ich schon längst um Verzeihung bitten?
Gebet: VATER, wir Christen verhalten uns oft wie kleine Kinder, die furchtbar miteinander streiten. Schenke uns Liebe und Einheit! Amen.
– Lobpreis durch Gaben – 1 Petr 4,10-11
„Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat. Wer redet, der rede mit den Worten, die Gott ihm gibt; wer dient, der diene aus der Kraft, die Gott verleiht. So wird in allem Gott verherrlicht durch Jesus Christus.“
Katechese: In der Kirche – dem Ort der Gegenwart des Hl. Geistes – hat Gott jedem verschiedene Gaben geschenkt. Mit diesen Gaben ergänzen die Christen sich gegenseitig im Aufbau des Reiches der Liebe Gottes auf Erden: Zu Seiner Verherrlichung säen die einen aus, andere begießen die Saat, wieder andere ernten die Früchte der Liebe.
Überlegung: Die hl. Bernadette bedankte sich bei Gott in ihrem Testament für die Gabe ihrer Dummheit und Schwäche. Doch gerade diese ihre Demut erlaubte es Gott, in Fülle durch sie zu wirken. – Nütze ich meine Gaben zur Ehre des Herrn? Danke ich Gott für meine Gaben?
Gebet: Herr, lass uns nicht nur nach großen Gnadengaben verlangen, sondern gerade in den einfachen und schlichten Gaben Deine Liebe in die Welt hineintragen und Dich dadurch verherrlichen! Amen.
– Hat mein Leben einen Sinn? – Mt 6,10
„Dein Reich komme!“
Katechese: In dieser VATER-Unser-Bitte zeigt uns Jesus den tiefen Sinn unseres Lebens: Das endgültige Kommen des Reiches Gottes, das wir auch schlicht und einfach Himmel oder Paradies nennen. Jesus erteilt damit eine Absage jeglichem Denken an eine Reinkarnation und einer Selbstauflösung im Nirwana. So wie er selbst von den Toten auferstanden ist, so wird er auch uns von den Toten erwecken. Sein Reich beginnt schon mit Seiner Gegenwart auf Erden. Er selbst hat den Keim des Gottesreiches in der Kirche gelassen, in Seinem Wort und Sakrament.
Überlegung: Der hl. Pfarrer von Ars sagte dazu schlicht: „Es gibt viele Christen, die nicht einmal wissen, wofür sie auf Erden sind: ‚Warum, mein Gott, hast Du mich in diese Welt gesetzt?’ – ‚Um dich zu erlösen.’ – ‚Und warum willst Du mich erlösen?’ – ‚Weil ich dich liebe.’“
Gebet: Vater im Himmel, die Heiligen haben sich nach Deinem Reich gesehnt. So rufen wir mit ihnen: Maranatha! Komm bald, o Herr! Amen.
– Der Himmel ist offen! – Apg 7,55-56
Stephanus, „erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.“
Katechese: Der Himmel ist offen! Es geht hier nicht um einen wolkenlosen Tag, an dem die Sonne scheint. Stefanus durfte einen Blick in das verborgene Reich Gottes werfen, das durch die Erbsünde der ersten Menschen – d.h. ihren Ungehorsam der Ordnung Gottes gegenüber – verschlossen war. Doch Jesus, unser Erlöser, hat uns den Himmel, das Reich des Vaters, wieder geöffnet.
Überlegung: Der Himmel ist offen für alle, die an Jesus glauben, sich taufen lassen und in guten und in schlechten Tagen in der Liebe Jesu ausharren. – Bitte ich Jesus darum, dass er meinen Glauben stärke?
Gebet: Jesus, danke, dass Du uns den Himmel wieder geöffnet hast. Richte meinen Sinn mehr auf das Himmlische als auf das Irdische! (Kol 3,2) Amen.
– Der Himmel ist unvorstellbar schön – 1 Kor 2,9
„Wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben.“
Katechese: Diese Worte stammen vom hl. Paulus, der bereits zu Lebzeiten in den dritten Himmel entrückt wurde (vgl. 2 Kor 12,2-3). Der Glaube an die Ewigkeit beflügelte ihn, trotz aller Gefahren und Leiden, den Menschen diese frohe Botschaft Jesu weiterzugeben. Alle Leiden erachtete er für nichts im Vergleich mit dieser Herrlichkeit, die im Himmel auf ihn wartet. Sie wird allen zuteil, die Gott lieben.
Überlegung: Der hl. Pfarrer von Ars sagte: „Die Erde ist wie eine Brücke, um über das Wasser zu gelangen. Sie dient nur dazu, unsere Füße zu tragen.“
– Ist mir bewusst, dass die Erde nur eine Durchgangsstation ist? – Halte ich immer wieder inne und denke an das kommende, wunderbare Reich des VATERS, an den Himmel?
Gebet: In den Himmel will ich kommen. Fest hab ich’s mir vorgenommen: Mag’ es kosten was es will, für den Himmel ist mir nichts zuviel! Amen.
– Lass dich nicht verwirren! – Joh 14,1-2
„Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?“
Katechese: Jesus warnt uns vor Verwirrung und Unglauben. Die Menschenseele ist unsterblich. Der Tod ist nicht das Ende. Er ist Beginn des neuen, ewigen, glücklichen Lebens im Reich des Himmlischen Vaters.
Überlegung: Die Verwirrung ist heute voll im Gange: Die einen glauben an die Reinkarnation und kehren zu heidnischen oder esoterischen Selbsterlösungspraktiken zurück. Andere meinen, mit dem Tod sei alles aus und verdrängen den Gedanken an ihren Tod bis ins hohe Alter. – Glaube ich Jesus und Seinem Wort? – Vertiefe ich meinen christlichen Glauben durch gute Vorträge und Schriften?
Gebet: VATER, stärke unseren Glauben und bewahre das einst christliche Europa davor, wieder ins Heidentum zurückzufallen! Amen.
– Unsere Heimat ist im Himmel – Phil 3,20-21
„Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dorther erwarten wir Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt Seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann.“
Katechese: Die ersten Christen glaubten daran, dass sie nur Fremde und Pilger auf Erden sind. So verkauften sie Hab und Gut, lebten in christlicher Gemeinschaft und warteten täglich auf das Kommen Jesu.
Überlegung: „Wir sind die Welt – wir sind ihre Kinder!“ ist der Text eines bekannten Schlagers. Durch den Wohlstand haben viele den Blick auf den Himmel verloren und leben als richtige Weltmenschen. Andere bekriegen sich gegenseitig um die Güter dieser Welt. – Ist mir bewusst, dass meine Heimat im Himmel ist? Könnte ich zu einem Wallfahrtsort pilgern, um mir bewusst zu machen, dass ich als Pilger unterwegs in die Ewige Heimat bin?
Gebet: Herr, hilf uns, dass die Sorgen des Alltags uns nicht verwirren und Dein Kommen uns nicht plötzlich überrascht! (vgl. Lk 21,34) Amen.
– Geburtsstunde für den Himmel – Joh 14,3
„Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu Mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.“
Katechese: Mit diesem Wort verspricht Jesus, uns in der Sterbestunde in das Reich des Himmlischen Vaters heimzuholen. Es steht uns Menschen nicht frei, diese Stunde selbst herbeizuführen. Wir sollen geduldig auf das Kommen Jesu warten und jederzeit dazu bereit sein.
Überlegung: Die Gedenktage der Heiligen fallen auf ihren Sterbetag. Denn wir feiern ihre Geburtstunde für den Himmel. Der hl. Cyprian meint dazu: „Wie verkehrt und ungereimt ist es, wenn wir beten, der Wille Gottes möge geschehen, dann aber nicht sogleich dem Gebot Seines Willens folgen, wenn er uns aus dieser Welt herausruft und wegholt.“
Gebet: Jesus, schon jetzt freue ich mich, wenn Du kommst, um mich ins Reich des VATERS heimzuholen. Nimm von mir alle Angst und schenke mir eine tiefe Sehnsucht nach Dir und Deinem Reich! Amen.
– Das Friedensreich – Offb 20,4-6
„Ich sah die Seelen aller, die enthauptet worden waren, weil sie an dem Zeugnis Jesu und am Wort Gottes festgehalten hatten. … Sie gelangten zum Leben und zur Herrschaft mit Christus für tausend Jahre. ... Das ist die erste Auferstehung. Selig und heilig, wer an der ersten Auferstehung teilhat.“
Katechese: Schon jetzt sind unsere Verstorbenen, die mit Christus gelebt haben, in der Herrlichkeit des Himmels, wenn auch noch ohne ihren verklärten Körper. Es ist das 1000-jährige Friedensreich. Die Zahl 1000 ist dabei symbolisch zu verstehen. Es beendet sich am Letzten Tag, wenn Jesus als Weltenrichter wiederkommt.
Überlegung: Jesus versprach dem guten Schächer, der seine Sünden bereute, dass er noch am selben Tag mit Ihm im Paradies sein wird (vgl. Lk 23,43). – Bitte ich die Heiligen im Himmel um ihre Fürsprache bei Gott? Bete ich für die Verstorbenen, die noch im Fegefeuer leiden müssen?
Gebet: Herr, viele Heilige sind schon jetzt bei Dir in Deinem Reich. Lass auch uns einst zu ihrer Zahl gehören und Dich mit ihnen ewig anbeten und lobpreisen! Amen.
– Das Wiederkommen Jesu – Apg 1,9-11
„Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr Ihn habt zum Himmel hingehen sehen.“
Katechese: Bei der Himmelfahrt Jesu verkündeten die Engel den Jüngern, dass Jesus wiederkommen wird. Bei Seinem ersten Kommen kam Jesus verborgen, in der Gestalt eines kleinen Kindes. Er kam, bildlich gesprochen, wie ein König, der sich als Bettler verkleidete, um die Menschen kennenzulernen und ihnen mitzuteilen, was sie tun müssten, um in Sein wunderbares Reich zu kommen. Doch nur die Demütigen erkannten ihn. Bei Seinem letzten Kommen zeigt sich Jesus in der Macht Seiner Gottheit, um allen zu vergelten, wie es ihre Taten verdienen.
Überlegung: Nach Seiner Himmelfahrt weilt Jesus unter uns, diesmal verborgen unter der Gestalt der hl. Hostie im Tabernakel in der Kirche. Nur die Demütigen finden ihn dort. Denn den Stolzen ist Gott fern, „den Demütigen aber schenkt er Seine Gnade.“ (1 Petr 5,5)
Gebet: Jesus, lass uns stets bereit sein für Dein Kommen und Dir mit brennenden Lampen entgegengehen! Amen.
– Das Zeichen des Menschensohnes – Mt 24,29-30
„Das Zeichen des Menschensohnes wird am Himmel erscheinen; dann werden alle Völker der Erde jammern und klagen, und sie werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen.“
Katechese: Das Zeichen des Menschensohnes ist das Kreuz. Es ist das Zeichen der Christen und erinnert uns an die Erlösung in Jesus Christus.
Überlegung: Jesus sagte der hl. Sr. Faustina: „Noch bevor ich als gerechter Richter kommen werde, komme ich als König der Barmherzigkeit. Bevor der Tag der Gerechtigkeit anbricht, wird den Menschen folgendes Zeichen am Himmel gegeben werden: Alles Licht am Himmel erlischt und große Finsternis wird auf der ganzen Erde sein. Dann erscheint das Zeichen des Kreuzes am Himmel, und es sind Öffnungen, wo die durchbohrten Hände und Füße des Erlösers waren, und durch diese Öffnungen werden große Lichter fluten, die eine Zeitlang die Erde beleuchten. Es wird kurz und am Jüngsten Tag geschehen.“
Gebet: Jesus, Dein Kreuz lädt uns ein, die Erlösungsgnade anzunehmen. Lass uns dieses Siegeszeichen gläubig und dankbar verehren! Amen.
– Zeitpunkt des Kommens Jesu – Mt 24,36
„Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der VATER.“
Katechese: Den Tag der Wiederkunft Jesu kennt nur der Himmlische VATER. Alle menschlichen Vorhersagen des Weltendes sind erfunden. Wir sollten ihnen nicht glauben, egal von welcher Person oder Institution sie stammen. Jeden Tag aber sollten wir für das Kommen Jesu bereit sein.
Überlegung: Im Jahre 2007 haben Wissenschaftler den Zeiger der Weltuntergangsuhr auf fünf vor zwölf gestellt. Sie behaupten: „Die Menschheit befindet sich näher am Abgrund als in den vergangenen 20 Jahren. Verschärfend kommt nach ihrer Ansicht auch noch die Klimaerwärmung als Bedrohung für den Planeten hinzu.“ – Bin ich jeden Tag für das Kommen Jesu bereit und erwarte Ihn mit Sehnsucht?
Gebet: Jesus, bewahre mich vor allen Arten des Aberglaubens und lass mich immer so leben, dass ich für Dein Kommen bereit bin! Amen.
– Weltgericht – Mt 25,31-32
„Wenn der Menschensohn in Seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit Ihm, dann wird er sich auf den Thron Seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor Ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.“
Katechese: Die Erde ist nicht Endstation für uns Menschen. Sie ist nur Übergang in das Reich des Vaters. Doch nicht jedem wird das Glück des Himmels zuteil, sondern nur dem, der das Wort Jesu ernst nimmt und danach handelt. Denn das Wort, das Jesus zu uns gesprochen hat, wird unser Maßstab sein. Nach ihm werden wir gerichtet werden (vgl. Joh 12,48).
Überlegung: Jesus sagte zur hl. Sr. Faustina: „Ich strafe nur, wenn man Mich dazu zwingt. Vor dem Tag des Gerichts schenke ich noch die Zeit des Erbarmens.“ All diese, welche ihre Sünden bereuen und Gott um Barmherzigkeit bitten, werden in das Reich Gottes eingehen. – Erforsche ich vor dem Schlafengehen mein Gewissen und bitte Gott um Vergebung für meine Sünden, Fehler und Unterlassungen?
Gebet: Jesus, hilf mir, Dein Wort ernst zu nehmen und zu befolgen! Bewahre mich vor Gleichgültigkeit und Lauheit! Amen.
– Unser VATER im Himmel – Mt 6,9
„VATER unser im Himmel!“
Katechese: Am Anfang des Gebets des Herrn richtet Jesus unseren Blick auf den Himmlischen VATER. Unser Gebet sollte kein Geschwätz sein (vgl. Mt 6,7). Wie ein kleines Kind darf ich bei meinen Bemühungen immer wieder auf den VATER schauen, bis Er aufsteht und mir hilft.
Überlegung: Die kleine hl. Therese verbrachte ihren Alltag in ständiger Anbetung ihres über alles geliebten Himmelpapas. Während der Arbeit wiederholte sie ständig: „VATER unser im Himmel!“ und verspürte das unendliche Glück, Kind dieses großen VATERS sein zu dürfen. – Könnte auch ich öfters an meinen VATER im Himmel denken? – Lege ich vertrauensvoll das Neue Jahr in Seine väterlichen Hände?
Gebet: VATER unser, Du bist wirklich da! Ich glaube an Deine liebende Gegenwart. Ich glaube, dass Du mich liebst und mich nie alleine lässt. Mit allen Engeln und Heiligen bete ich Dich in tiefster Ehrfurcht an. Amen.
– Wo finde ich den VATER? – Mt 6,6
„Geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem VATER, der im Verborgenen ist. Dein VATER, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“
Katechese: Jesus lehrt uns, wo wir den VATER finden: im Verborgenen, in der Stille unseres Herzens. Dazu brauchen wir keine langen Pilgerwege zurücklegen. Wie Jesus dürfen wir uns immer wieder an einen stillen Ort zurückziehen, wo wir mit dem VATER ganz allein sind.
Überlegung: „Eine schwatzhafte Seele ist leer in ihrem Inneren. Sie besitzt keine grundlegenden Tugenden, und sie besitzt keine Vertrautheit mit Gott.“ (Jesus zur hl. Sr. Faustina) – Wie kann ich zur Stille gelangen, um die leise Stimme des VATERS besser zu vernehmen? Könnte ich mir vielleicht eine Gebetsecke in der Wohnung einrichten, wo ich während des Tages öfter Kraft tanken kann?
Gebet: VATER im Himmel, nur in Umkehr und Ruhe liegt meine Rettung, nur Stille und Vertrauen verleihen mir Kraft (vgl. Jes 30,15). Hilf mir, jeden Tag Zeit für die Zwiesprache mit Dir zu finden. Amen.
– Im Haus des VATERS – Lk 2,49
Jesus sagte zu Maria und Josef: „Warum habt ihr Mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was Meinem Vater gehört?“
Katechese: Bei ihrer jährlichen Fußwallfahrt nach Jerusalem verlieren Josef und Maria das Jesuskind. Drei Tage suchen sie es voller Angst und finden es schließlich im Tempel. Auf ihren Vorwurf hin verwies es sie auf Seine Pflicht, im Haus Seines VATERS zu sein.
Überlegung: Niklaus Wolff sagte über das Haus des VATERS – die Kirche: „Wenn der Mensch täglich eine Summe Geldes, so klein sie auch wäre, in der Kirche holen könnte, er wäre keinen einzigen Tag zu träge, es zu holen. Ist aber der geistliche Schatz des hl. Messopfers nicht mehr als Geld!“ – Könnte nicht auch ich ab und zu meinen VATER in der Kirche besuchen?
Gebet: VATER, Dein Haus ist mitten unter uns, wo Du uns mit Deiner Liebe beschenken willst. Lass mich im Stress des Alltags immer wieder innehalten und in Deinem Haus auftanken. Amen.
– Den Tag mit dem VATER beginnen – Mk 1,35
„In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand Jesus auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.“
Katechese: Jesus suchte oft das Gespräch mit Seinem VATER. Wir können uns vorstellen, wie Er morgens leise das Haus verließ, in der Dämmerung auf einen Berg hinaufstieg, wo Er mit dem VATER alleine war. Beim VATER suchte Er Antwort vor wichtigen Entscheidungen.
Überlegung: Der Teufel steht – bildlich gesprochen – eine Stunde vor uns auf, damit wir den Tag nicht mit Gott beginnen, sondern belastet mit all unseren Sorgen. So wie der Tag beginnt, so verläuft er dann oftmals, mühselig und leidvoll. – Könnte ich nicht zehn Minuten früher aufstehen, um all meine Sorgen gleich dem Himmlischen VATER zu übergeben? – Danke ich Ihm für jeden neuen Tag?
Gebet: VATER unser im Himmel! Hilf mir, jeden neuen Tag mit Dir zu beginnen. Alle Sorgen und allen Kummer will ich auf Dich werfen, denn dann kümmerst Du Dich selbst um mich (vgl. 1 Petr 5,7). Amen.
– Nachtwache mit dem VATER – Lk 6,12
„In diesen Tagen ging Jesus auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott.“
Katechese: Die Erholung des Körpers ist uns wichtig. Jesus dagegen, selbst nach einem anstrengenden Tag, gefüllt mit dem Ansturm der Menschenmenge, suchte die Erholung Seiner Seele in liebender Zwiesprache mit dem VATER. Sicher hat Er Ihm alles erzählt, was er erlebte: Alle Freude und auch alles Leid. Wie viel Segen hat Er wohl in dieser Nacht erfleht?
Überlegung: Es ist eine seltsame menschliche Eigenart, dass man bis tief in die Nacht Feste feiern kann, sich auf einer Party vergnügt oder lange vor dem Fernseher sitzt. Aber eine Nacht mit dem VATER zu verbringen, scheint für viele unvorstellbar. – Könnte ich nicht wie Jesus abends das kindliche Gespräch mit dem Himmlischen VATER suchen?
Gebet: VATER unser! Einmal dürfen wir die Ewigkeit bei Dir verbringen und das Glück Deiner Gegenwart erleben! Hilf uns, schon hier auf Erden Dein Antlitz zu suchen. Amen.
– Dank dem VATER – Lk 10,21
„In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, VATER, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, VATER, so hat es dir gefallen.“
Katechese: Jesus pries den Himmlischen VATER, als Seine Jünger nach ihrer ersten Mission zurückkehrten und von den Wundern erzählten, die sie erlebt hatten. Die Jünger Jesu waren einfache, ungelehrte Menschen, aber durch ihren kindlichen Glauben an Jesu Wort erfuhren sie die Macht Gottes.
Überlegung: Schon im Alten Testament zählte es zum Lobpreis Gottes, wenn die Väter ihren Kindern die Wundertaten Gottes erzählten. Durch diese Zeugnisse finden andere Menschen zu Gott. – Habe ich Mut, anderen Menschen zu erzählen, wie Gott mir geholfen hat?
Gebet: Himmlischer VATER, wir danken Dir für alles Wunderbare, was Du in Jesu Namen unter uns wirkst. Lass uns immer dankbar Zeugnis dafür ablegen vor den Menschen. Amen.
– Ständiges Gebet zum VATER – Lk 18,7-8
„Sollte Gott Seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu Ihm (dem VATER) schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern zögern? Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen.“
Katechese: Jesus erzählt das Gleichnis von einer Witwe, die solange beim Richter auf ihr Recht pochte, bis dieser aufstand und half. Damit ermuntert Er uns, mit großem Vertrauen unaufhörlich zum VATER zu rufen.
Überlegung: Der VATER erhört uns immer, aber anders und besser als wir es uns ausdenken können. Wir dürfen im Gebet nur nicht nachlassen. Die hl. Monika hatte zwei Söhne. Den guten Sohn kennt heute kaum jemand; Augustinus dagegen, für den sie 20 Jahre zu Gott flehte, ist noch nach 1600 Jahren bekannt durch seine tiefen Schriften.
Gebet: Himmlischer VATER, wir sind oft ungeduldig und wollen sofort die Erhörung unserer Bitten. Lass uns mit mehr Ausdauer und Eifer anklopfen, voller Vertrauen, dass Du alles zum Guten wendest. Amen.
– Geführt vom VATER – Mt 16,17
„Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern Mein VATER im Himmel.“
Katechese: Viele Juden sahen vor zweitausend Jahren in Jesus nur einen besonderen Menschen, der mit Wunderkräften ausgestattet war. Petrus dagegen erkannte Jesus als Sohn Gottes und bekannte: „Du bist der Messias!“ Diese Erkenntnis entsprang nicht seiner eigenen Weisheit. Gott VATER selbst schenkte ihm dieses Licht. So dürfen wir sagen: Alles Gute, was wir denken und erkennen, stammt vom Himmlischen VATER.
Überlegung: Der Mensch ist wie eine Antenne. Er empfängt gute Gedanken von Gott, aber auch schlechte Impulse vom Satan. Kontrolliere ich wachsam meine Gedanken, um mich nur vom VATER leiten zu lassen? Bin ich wachsam im Gebrauch des Internets und der modernen Medien, um sie nur zum Guten zu nützen?
Gebet: Himmlischer VATER, es ist oft schwer, das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Schenk uns immer Dein Licht und Deine Kraft. Amen.
– Geist des VATERS – Lk 11,13
„Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird der VATER im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die Ihn bitten.“
Katechese: Jesus erinnert uns daran, worum wir den Himmlischen VATER bitten sollen: Es soll uns nicht zuerst um Nahrung und Kleidung gehen, sondern um Seinen Geist, den Geist der Liebe. Dann wird uns der VATER alles andere dazu geben, was wir brauchen.
Überlegung: König Salomon durfte zu Beginn seiner Regierungszeit Gott eine Bitte aussprechen. Er bat nicht um Reichtum und Sieg über seine Feinde, sondern um ein weises Herz (vgl. 2 Chr 1,10). – Um was bitte ich den VATER in meinen täglichen Gebeten? Bin ich noch sehr materialistisch eingestellt? – Bitte ich täglich um die Gaben des Hl. Geistes?
Gebet: Himmlischer VATER, Du bist gut! Erfüll uns mit Deinem Hl. Geist, den Geist der Weisheit, der Liebe und der Kraft. Amen.
– Der VATER lässt uns nicht allein – Joh 16,32
„Die Stunde kommt, und sie ist schon da, in der ihr versprengt werdet, jeder in sein Haus, und Mich werdet ihr allein lassen. Aber ich bin nicht allein, denn der VATER ist bei Mir.“
Katechese: Auch Jesus erlebte Augenblicke tiefster Verlassenheit, in denen Seine besten Freunde Ihn verließen und er wie ein Verbrecher geächtet und verurteilt wurde. Aber selbst in der Zeit der größten Einsamkeit wusste Jesus sich geborgen in der liebenden Gegenwart Seines VATERS.
Überlegung: Untreue eines Freundes, Ausgrenzung im Berufsleben, Einsamkeit im Alter: Der Himmlische VATER ist immer da. In guten Tagen oft übersehen, wartet er, ohne deswegen beleidigt zu sein, gerade in den schweren Lebensmomenten auf mich, um mich zu trösten und mir Halt zu geben.
Gebet: VATER, wenn die ganze Welt mich verlässt, so bleibst Du doch an meiner Seite. Ganz weit öffne ich Dir meine Herzenstüre: Tritt ein mit Deiner Liebe, Deinem Trost und Deinem Segen. Amen.
– VATER, Herr der Engel – Mt 26,53
„Glaubst du nicht, Mein VATER würde Mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schicken, wenn ich Ihn darum bitte?“
Katechese: Jesus setzte nicht auf Gewaltanwendung. Als die römischen Soldaten Ihn gefangen nahmen und Petrus Ihn mit dem Schwert verteidigen wollte, gebot Jesus ihm mit obigen Worten Einhalt. Jesus fand dazu die Kraft im Gebet zum VATER, der Ihm dann einen Engel sandte, um Ihn in der Todesangst zu stärken. (vgl. Lk 22,43)
Überlegung: Wie oft sind auch wir versucht, mit Gewalt unsere Rechte durchzusetzen. Doch wenn wir auf den VATER im Himmel schauen, dann lernen wir eine andere Kraftquelle kennen. Der VATER schenkt uns die Kraft, treu in der Liebe auszuharren. – Bitte ich Ihn, dass er mir Seine heiligen Engel zur Hilfe senden möge?
Gebet: VATER, Du bist der Herr der himmlischen Heerscharen! Sende uns immer Deine mächtigen heiligen Engel zu Hilfe. Amen.
– Rückkehr zum VATER – Lk 23,46
„Jesus rief laut: VATER, in Deine Hände lege ich Meinen Geist. Nach diesen Worten hauchte er den Geist aus.“
Katechese: Jesus bestand siegreich die größten Torturen. Trotz allem Hass von Seiten der Menschen siegte in Seinem Leben die Liebe, sogar zu Seinen Feinden und Mördern: „VATER, vergib ihnen!“ (Lk 23,34) Jesus verharrte in der Liebe bis zum letzten Augenblick, wo er dann Seinen Geist in die Liebe des VATERS legte. Im Reich des VATERS sind herrliche Wohnungen für all diese vorbereitet, die so lieben, wie Jesus geliebt hat.
Überlegung: Die Todesstunde ist der schwerste Augenblick in jedem Menschenleben. Doch der Tod ist nicht das Ende. Er ist ein Hinübergehen zum VATER. Gerade dann dürfen wir voll Vertrauen auf den Himmlischen VATER blicken, allen von Herzen vergeben und Sein Erbarmen anrufen. – Bete ich um eine gute Sterbestunde?
Gebet: VATER, schon jetzt vertrau ich Dir meine Sterbestunde an. Bewahre mich vor einem unvorhergesehenen, plötzlichen Tod und hilf mir, allen von Herzen zu vergeben. Amen.
– Der VATER schenkt uns Seinen Geist – Lk 24,49
„Ich werde die Gabe, die Mein VATER verheißen hat, zu euch herabsenden. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet.“
Katechese: Diese Worte sagte Jesus, bevor Er zu Seinem VATER in den Himmel zurückkehrte. Auch nach der Himmelfahrt Jesu lässt uns der VATER nicht allein. Durch Jesus sendet Er uns den Hl. Geist. Es liegt an unserer freien Entscheidung, ob wir Ihn aufnehmen wollen oder nicht.
Überlegung: In besonderer Weise empfange ich die Gaben des Heiligen Geistes, wenn ich den Himmlischen VATER im Namen Jesu demütig darum bitte. – Bitte ich den VATER um das Licht und die Kraft des Heiligen Geistes sowie um Seine Gaben: Rat, Stärke, Weisheit, Wissenschaft, Verstand, Gottesfurcht und Gotteshingabe?
Gebet: Himmlischer VATER, im Namen Jesu bitten wir Dich: Gieße Deinen Geist in unsere Herzen ein! Entflamme uns mit Deiner Göttlichen Liebe! Amen.
– Wer ist unser VATER? – Mt 23,9
„Ihr sollt niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer VATER, der im Himmel.“
Katechese: Aus Ehrfurcht vor dem Gottesnamen „Jahwe“ war es den Juden strengstens verboten, diesen Namen auszusprechen. Jesus lehrt uns die Ehrfurcht bereits vor dem Namen „VATER“. Nur Einem gebührt wirklich im vollen Sinn des Wortes dieser Name: unserem VATER im Himmel.
Überlegung: Kein Mensch kann die Rolle des vollkommenen VATERS ausfüllen. Er zeugt zwar das Leben, entstellt aber oft durch Fehler und Schwächen das Bild des Himmlischen VATERS. – Ist es mir möglich, den Himmlischen VATER von meinem irdischen VATER zu unterscheiden?
Gebet: VATER unser im Himmel! Du bist wirklich mein VATER. Du hast mich auf Dich hin geschaffen und unruhig ist mein Herz bis es ruht in Dir! Amen.
– Gott VATER liebt uns von Anfang an – Jer 1,5
„Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.“
Katechese: Die Hl. Schrift schenkt uns eindrucksvolle Bilder der Liebe des VATERS. Da Gottes innerstes Wesen LIEBE ist (1 Joh 4,16), liebt er uns von Anfang an. Die obigen Worte ergingen an den Propheten Jeremia. Er hatte ein sehr schweres Leben, wusste sich aber vom VATER geliebt seit Ewigkeit.
Überlegung: Nicht alle Menschen kommen auf die Welt wie es Gott in Seiner Liebe gewollt hat. Aber jeder darf wissen: Ich bin vom VATER gewollt seit Ewigkeit, bin Sein geliebtes Kind. Auch für mein Leben hat Gott einen wunderbaren Plan, der mich erfüllt und glücklich macht.
Gebet: VATER im Himmel! Du hast mich wunderbar und einmalig gestaltet. Kein Auge auf Erden, kein Fingerabdruck gleicht dem Meinen. Danke, dass Du mich seit Ewigkeit liebst. Amen.
– Gott liebt uns mehr als ein Vater – Hos 11,2-4
„Ich war es, der Efraim gehen lehrte, ich nahm ihn auf meine Arme. … Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich, mit den Ketten der Liebe. Ich war da für sie wie die Eltern, die den Säugling an ihre Wangen heben. Ich neigte mich ihm zu und gab ihm zu essen.“
Katechese: Der Himmlische VATER kümmerte sich voll Liebe um Sein Volk. Er hörte ihr Weinen, befreite sie aus der Sklaverei in Ägypten und versorgte sie in der Wüste mit Nahrung. Er begleitete sie Tag und Nacht im Zeichen einer Wolken- und Feuersäule und schenkte ihnen Geborgenheit und Schutz.
Überlegung: In vielen lebt das falsche Gottesbild, dass sie die Liebe des VATERS durch gute Leistung erkaufen müssen. Andernfalls erwarte sie Verachtung oder Strafe. Andere meinen, Gott hat die Welt erschaffen, aber hat keine Zeit für mich. Doch Gott ist anders als jeder irdische VATER! – Danke ich Ihm für Seine Liebe, die Er mir umsonst schenkt?
Gebet: VATER, Du sorgst für mich. Du liebst mich. Du hast immer Zeit für mich. In allen Gefahren bin ich in Deinen Armen geborgen. Amen.
– Gott liebt uns mehr als eine Mutter – Jes 49,15-16
„Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: Ich vergesse dich nicht. Sieh her: Ich habe dich eingezeichnet in Meine Hände.“
Katechese: Die VATERHÄNDE sind Ausdruck unendlicher Liebe, Zärtlichkeit und Geborgenheit. Gerade in den schwersten Augenblicken des Lebens, in Verlassenheit und Krankheit, ist Er da und hält uns in Seinem liebenden Arm.
Überlegung: Ungewollte Schwangerschaft, Druck von Mitmenschen, Störfaktor im Berufsleben, Einschränkung des Vergnügens usw. können Gründe dafür sein, dass eine Mutter ihr eigenes Kind nie richtig angenommen und geliebt hat oder sogar abtreiben wollte. Das Kind kann ein Leben lang unter Mangel an Liebe und Zuneigung der Mutter leiden. Gott VATER kann uns auch von diesen Verletzungen heilen. Er liebt uns mehr als jede Mutter.
Gebet: Guter VATER, Dir bringe ich die Verwundungen und Verletzungen meines Lebens. Nimm Du mich in Deine Arme und heile mich! Amen.
– Gott liebt uns mehr als ein Bräutigam – Jes 62,5
„Wie der junge Mann sich mit der Jungfrau vermählt, so vermählt sich mit dir dein Erbauer. Wie der Bräutigam sich freut über die Braut, so freut sich dein Gott über dich.“
Katechese: Ein wunderschönes Bild für die Liebe Gottes ist die Liebe des Bräutigams für seine Braut. Mit vielen Geschenken umwirbt uns der VATER: Nicht nur eine Rose, sondern die ganze Schöpfung zeugt von Seiner Liebe zu uns.
Überlegung: Manche fürchten, den Ansprüchen des Geliebten nicht gerecht zu werden und haben Angst, verlassen zu werden. Der VATER jedoch liebt uns, wie wir sind, mit all unseren Grenzen, Fehlern und Eigenarten. – Wie kann ich Seine Liebe erwidern? Habe ich IHM schon gesagt, dass ich IHN auch liebe?
Gebet: Guter VATER, wie schön ist es, Dir ganz zu gehören. Du liebst mich so, wie ich bin. Ich danke Dir und liebe Dich mit meinem ganzen Herzen. Amen.
– Er siegt über Treulosigkeiten – Ez 16,60-63
„Ich will Meines Bundes gedenken, den ich mit dir in deiner Jugend geschlossen habe, und will einen ewigen Bund mit dir eingehen. … Dann sollst du dich erinnern, sollst dich schämen und vor Scham nicht mehr wagen, den Mund zu öffnen, weil ich dir alles vergebe, was du getan hast.“
Katechese: Der VATER ist anders als wir Menschen. Seine Liebe kennt keine Grenzen. Trotz der entsetzlichen Untreue der Menschen kehrt Er uns nicht Seinen Rücken zu, hasst uns nicht und bietet immer wieder Seine Hand zur Versöhnung an.
Überlegung: „Gott hat mir vergeben, doch die Menschen werden mir nicht vergeben!“ sagte ein Verbrecher vor seiner Hinrichtung. Gottes Liebe siegt über die schlimmsten Treulosigkeiten. Wären unsere Sünden auch so zahlreich wie der Sand am Meer, sie werden uns vergeben, wenn wir reumütig zum VATER umkehren.
Gebet: VATER im Himmel! Nicht alle Heiligen haben gut begonnen. Aber alle haben ihr Leben gut beendet. Danke, dass Du uns immer wieder die Chance des Neuanfangs schenkst! Amen.
– Gott gibt selbst das Liebste hin – Joh 3,16-17
„Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er Seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“
Katechese: Der Himmlische VATER schaut aus einer anderen Perspektive auf uns. Er sieht nicht nur 70, 80 Jahre unseres Lebens, sondern die ganze Ewigkeit. Es liegt Ihm so viel daran, uns ewig glücklich zu machen, dass er sogar Seinen Sohn – Jesus – gesandt hat, damit er uns den richtigen Weg in den Himmel zeige.
Überlegung: Wie schmerzlich ist es, wenn der Arzt ein Bein amputieren muss, um das Leben zu retten. So muss unser VATER auch manchmal etwas Schweres von uns verlangen, damit wir die Ewigkeit nicht verlieren. – Bin ich bereit, voller Vertrauen alles aus Seiner Hand anzunehmen?
Gebet: VATER im Himmel, wie schwer fällt es uns, Dir gänzlich zu vertrauen. Nimm alles Misstrauen und alle Zweifel von uns! Amen.
– Der Widersacher Gottes – Joh 8,38.44
„Ich sage, was ich beim VATER gesehen habe, und ihr tut, was ihr von eurem Vater gehört habt. – Ihr habt den Teufel zum Vater… Er war ein Mörder von Anfang an… Er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.“
Katechese: Jesus erklärt Seinen Zuhörern, dass nicht alles vom Himmlischen VATER herkommt. Der VATER ist Leben, Wahrheit und Liebe. Alles Gute kommt von Ihm. Vom Gegenspieler Gottes, dem Satan, dagegen kommen Tod, Lüge und Hass.
Überlegung: Die Existenz des Teufels wird vielerorts geleugnet. Somit finden die Menschen keine Antwort mehr auf das „Warum“ gegenüber Leid und Bosheit. Irrtümlicherweise klagen sie Gott an und machen IHN verantwortlich für alles Böse. Dahinter steht der Teufel selbst, der Vater der Lüge.
Gebet: Jesus, Du zeigst uns den VATER. Bewahre uns vor Täuschung und Betrug des Teufels! Hilf uns, dem Himmlischen VATER zu vertrauen, auch wenn wir nicht alles verstehen können! Amen.
– Ein strafender Gott? – Offb 16,1
„Ich hörte, wie eine laute Stimme aus dem Tempel den sieben Engeln zurief: Geht und gießt die sieben Schalen mit dem Zorn Gottes über die Erde!“
Katechese: Im letzten Buch der Bibel, der Geheimen Offenbarung, hören wir von den Schalen des Zornes Gottes, den die Engel auf die Erde gießen. Es handelt sich aber nicht um die Willkür Gottes, der Lust hat, die Menschen zu quälen. Auch hier ist es die Liebe des VATERS, der den Menschen für die Ewigkeit retten will. Er will, dass alle umkehren von ihren verkehrten Wegen und ewig glücklich werden im Himmel.
Überlegung: „Schreibe, dass ich durch Gewissensbisse zu ihnen spreche. Durch Misserfolge, damit sie zur Besinnung kommen. Durch Leiden, durch Gewitter und Blitz und durch die Stimme der Kirche.“ (Jesus zur hl. Sr. Faustina) Wenn jemand aber nicht hören will, dann überlässt Gott den Sünder sich selbst. Das ist dann gleichsam seine Selbstzerstörung. – Höre ich auf die Stimme Gottes und mache eine gute Gewissenserforschung?
Gebet: VATER, lass uns erkennen, dass Du uns ständig zur Umkehr rufst. Hilf uns, von den schlechten Wegen abzulassen und auf Dich zu hören! Amen.
– Das Datum vom Weltende – Mk 13,32-35
„Jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der VATER. Seht euch also vor, und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. … Seid also wachsam!“
Katechese: Das Ende der Welt kennt in Seiner Allwissenheit nur der VATER. Das persönliche Ende der Welt ist für jeden Menschen seine Sterbestunde. Wir sollen immer dazu bereit und gut vorbereitet sein.
Überlegung: Erwarteter Polsprung, Klimaveränderung, Vorhersagen vom Weltende durch Zeugen Jehovas: Lass dich nicht verwirren! Die Zukunft liegt allein in Gottes Hand. – Wärest du jedoch gut vorbereitet, wenn dich der VATER heute in die Ewige Heimat rufen würde?
Gebet: VATER, ein Tag ist vor Dir wie 1000 Jahre. Wir sind nur wie das Gras, das blüht und verblüht. Aber Du schaffst eine neue, wunderbare Erde, auf der wir einst ewig leben dürfen. Wir danken Dir dafür. Amen.
– Die Gerechtigkeit des VATERS – Mt 25,34
„Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von Meinem VATER gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.“
Katechese: Nach dem Weltuntergang kommt das Weltgericht. Dann werden alle Menschen von Gott gerichtet werden entsprechend ihren Taten. Jesus erinnert uns daran, dass das Kriterium für den Eintritt in den Himmel die gelebte, barmherzige Liebe ist. Für die bösen Menschen wird es keinen Eintritt in den Himmel geben. Auf sie wartet die ewige Verdammnis.
Überlegung: Die Slogans „Alle kommen in den Himmel“ oder „Die Hölle ist leer!“ stimmen nicht mit dem Evangelium überein. Zu Lebzeiten haben wir die Möglichkeit, die Erlösung aus der Hand des VATERS anzunehmen. Wir können sie aber auch abweisen und in unserer Bosheit verharren. – Nehme ich Jesus als meinen Erlöser an?
Gebet: Herr, Du wirst einst kommen zu richten die Lebenden und die Toten. Sei uns dann ein milder Richter und nimm uns auf in Dein Reich. Amen.
– Jesus offenbart den VATER – Lk 10,22
„Mir ist von Meinem VATER alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der VATER, und niemand weiß, wer der VATER ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.“
Katechese: Viele Juden wollten es nicht glauben, als Jesus sagte: „Noch ehe Abraham wurde, bin ich.“ (Joh 8,58). Denn mit diesen Worten offenbarte er Seine Gottheit. Schon vor Seiner Geburt in Bethlehem existierte Er als Gott seit Ewigkeit. Er ist zu uns auf die Erde gekommen, um uns vom Himmlischen VATER zu erzählen und uns den Weg zu IHM zu zeigen.
Überlegung: Die Juden sahen Jesus als einen besonderen Menschen, der mit besonderen Kräften ausgestattet war. Nur wenige von ihnen erkannten Seine Gottheit und glaubten an Ihn und an Seine Worte über den VATER. – Glaube ich fest an Jesus und Seine Botschaft?
Gebet: VATER, da die Welt mit all ihrer Weisheit Dich nicht erkannte, hast du beschlossen, alle die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten (1 Kor 1,21). Schenk uns einen kindlichen Glauben an Dich! Amen.
– Allerheiligste Dreifaltigkeit – Joh 14,8-9
„Philippus sagte zu Jesus: Herr, zeig uns den VATER; das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast Mich nicht erkannt, Philippus? Wer Mich gesehen hat, hat den VATER gesehen.“
Katechese: In diesen Worten verweist Jesus auf das große Geheimnis der Dreifaltigkeit Gottes. Obwohl drei Personen – VATER, SOHN, HL. GEIST – sind sie doch ein einziger Gott. Wer Jesus sieht, sieht gleichzeitig den VATER und den Hl. Geist – nämlich Seine Liebe, Güte und Barmherzigkeit.
Überlegung: Das tiefe Geheimnis der Dreifaltigkeit lässt sich nur bildhaft erklären: sei es mit einem Kleeblatt: Eine Pflanze mit drei Blättern; sei es mit dem Wasser: Es besitzt eine einzige chemische Formel H2O, existiert aber in drei Seinsweisen: Wasser – Eis – Dampf. – Mache ich mit Glauben und Ehrfurcht das Kreuzzeichen?
Gebet: O großer Gott – Du bist eins in Deiner Liebe und neigst Dich uns zu in Deinem Sohn und Geist. Lehre uns, Dich in der WAHRHEIT und im GEIST anzubeten! Amen.
– Einheit Gottes – Joh 17,21
„Alle sollen eins sein: Wie Du, VATER, in Mir bist und ich in Dir bin, sollen auch sie in Uns sein, damit die Welt glaubt, dass Du Mich gesandt hast.“
Katechese: Jesus betet um die Einheit Seiner Jünger. Sie sollen eins sein, wie der VATER und der Sohn eins sind. Das innerste Wesen Gottes ist Liebe. Sie ist so gewaltig groß, dass aus der Liebe des Vaters und des Sohnes die Person des Hl. Geistes hervorgeht.
Überlegung: Ein vergleichbares Bild für die Einheit in Gott ist die Familie. Aus der gemeinsamen Liebe der Eheleute entsteht das Kind. Die Einheit in der Liebe ist eine große Kraftquelle. An dieser Einheit Gottes dürfen wir Christen teilhaben und die Kraft der Liebe Gottes schöpfen.
– Wie trage ich zur Einheit bei, sei es in der Familie, Pfarrgemeinde oder in der zerrissenen Christenheit?
Gebet: VATER im Himmel, wie Du eins bist mit dem Sohn und dem Hl. Geist, so lass auch uns Christen eins sein in Dir, damit die Welt Jesus erkennt, den Du gesandt hast. Amen.
– Gott, der Gute Hirte – Joh 10,14-15
„Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen Mich, wie Mich der VATER kennt und ich den VATER kenne; und ich gebe Mein Leben hin für die Schafe.“
Katechese: Jesus nennt sich selbst den Guten Hirten und offenbart auch hier Seine Gottheit. Dieses Bild war den Juden bekannt aus den Psalmen und beschreibt die liebende, sorgende und schützende Gegenwart des VATERS.
Überlegung: Im Bild des Guten Hirten zeigt sich das wahre Gesicht des VATERS: Er wartet nicht auf den Fehltritt eines Schäfleins, um es zu schlagen, zu bestrafen oder zu töten. Nein, voll väterlicher Sorge geht Er jedem irrenden Menschen nach, ruft nach ihm und sucht ihn. Wenn das Schäflein umkehrt, nimmt er es voller Freude auf Seine Arme. – Höre ich Seine liebevolle Stimme? Flüchte ich mich wieder in Seine Arme?
Gebet: VATER, Du bist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Du stillst mein Verlangen und leitest mich auf rechten Pfaden. Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn Du bist bei mir (Ps 23). Amen.
– Der Barmherzige VATER – Lk 15,20
„Der VATER sah seinen Sohn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.“
Katechese: Das Gleichnis vom verlorenen Sohn erzählte Jesus den selbstgerechten Pharisäern, die daran Anstoß nahmen, dass Jesus voll Liebe öffentliche Sünder annahm und ihnen ihre Sünden vergab. Er zeigt uns somit das Bild der Barmherzigkeit des VATERS. Es gibt keine Schuld, die noch so groß wäre, dass sie nicht Vergebung fände bei Gott, wenn der Mensch reumütig zum VATER zurückkehrt.
Überlegung: Manche Menschen erwarten die Seelenschau, wodurch die Menschen das Elend ihrer Sünden erkennen. Gleichzeitig sollten wir aber um das Vertrauen in die Barmherzigkeit Gottes beten, damit wir bei der Erkenntnis unseres Elends – spätestens in der Todesstunde – nicht verzweifeln. – Bitte ich Gott täglich um Sein Erbarmen?
Gebet: Barmherziger VATER! Du füllst den Abgrund meines Elends auf mit Deiner unendlichen Barmherzigkeit. Lass mich Deine Barmherzigkeit in Ewigkeit lobpreisen. Amen.
– Der VATER als Winzer – Joh 15,1-2
„Ich bin der wahre Weinstock, und Mein VATER ist der Winzer. Jede Rebe an Mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.“
Katechese: Jesus nützt Gleichnisse aus dem Alltagsleben. Die Welt ist der große Weinberg des VATERS, wir aber sind die Rebzweige, die mit Jesus verbunden, gute Früchte der barmherzigen Liebe hervorbringen sollen. Durch das Wort Jesu reinigt uns der VATER, damit wir immer mehr verwandelt werden in Seine Göttliche Liebe.
Überlegung: Kleine Kinder freuen sich nicht immer, wenn sie von der Mama gewaschen werden. Auch uns fällt es schwer, wenn der VATER unser Leben reinigen will. Nehme ich Seine Mahnungen gerne an – sei es durch das Wort Jesu, sei es durch die Kritik guter Menschen? – Nütze ich gerne die Gelegenheit zur hl. Beichte, um meine Seele von Jesus rein waschen zu lassen?
Gebet: VATER, reinige uns durch Dein Wort, damit wir Früchte guter Taten bringen zu Deiner Ehre! Amen.
– Frieden und Sendung – Joh 20,21
„Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie Mich der VATER gesandt hat, so sende ich euch.“
Katechese: Diese Worte sagte Jesus Seinen Jüngern nach der Auferstehung. Er schenkt uns Seinen Frieden, den Er vom VATER bringt, den wir in der Welt nicht finden können, weder in anderen Religionen noch esoterischen Praktiken. Dieser Friede ist das Geschenk der Erlösung, das uns der VATER in Jesus anbietet. Wir sind gesandt, allen diese frohe Botschaft weiterzugeben.
Überlegung: „Wir erlösen uns selbst durch eine Christuskraft, die in jedem Menschen ist! Nach 80 Millionen Wiedergeburten wird es uns gelingen!“ – soweit das Angebot der Esoterik. – Ist es nicht besser, den Menschen von der Erlösung des VATERS im wahren Herrn Jesus Christus zu erzählen? Er schenkt uns schon jetzt den Frieden und einst die Freude der Auferstehung!
Gebet: VATER, Du sendest uns, um anderen Deinen Frieden und Deine Freude zu bringen. Lass uns jede Gelegenheit dazu nützen! Amen.
– Lobpreis Jesu als Bitte – Mt 14,19-20
„Jesus nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten und alle aßen und wurden satt.“
Katechese: So wie Jesus uns beten lehrt, so beginnt auch Er selbst Sein Gebet mit dem Lobpreis. Er bittet nicht um ein Wunder, sondern dankt dem VATER bereits im Voraus für Seine Hilfe. Danach sättigt er 5000 Männer mit ihren Frauen und Kindern.
Überlegung: Womit beginne ich mein Gebet? Danke ich zuerst dem Himmlischen VATER, oder ist mein Gebet ein einziges langes Bitten ohne tiefen Glauben an Seine Hilfe? – Danke ich Ihm auch beim Tischgebet für das tägliche Brot und Seine väterliche Vorsehung?
Gebet: Himmlischer VATER, Du schenkst uns das Brot vom Himmel. Du sättigst uns und sorgst täglich um uns. Wir danken Dir dafür. Amen.
– Danksagung Jesu – Joh 11,41.43
„Jesus erhob Seine Augen und sprach: VATER, ich danke Dir, dass Du mich erhört hast. Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!“
Katechese: Bevor Jesus den toten Lazarus auferweckte, dankte er dem VATER für die Erhörung Seines Gebetes. Danach rief er den Verstorbenen aus dem Grab. Die Auferweckung Lazarus verherrlicht den VATER, der in Jesus uns allen neues Leben schenken will.
Überlegung: In der hl. Taufe schenkt Jesus auch uns das neue Leben als Kinder Gottes. Zuvor waren wir ausgeschlossen vom ewigen Leben, dem Tode verfallen. – Danke ich Gott täglich für die Taufgnade? – Bete ich für diese, die Gott noch nicht kennen, um das Licht des Glaubens an den einen, wahren Gott?
Gebet: Himmlischer Vater, wir danken Dir für das neue Leben in Jesus. Hilf uns, dass unser Leben Deinen Namen verherrliche! Amen.
– Dank Marias – Lk 1,46-49
„Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit Seiner Magd hat er geschaut. … Denn der Allmächtige hat Großes an mir getan, und Sein NAME ist heilig.“
Katechese: Gott hat Maria auserkoren, dem Messias das Leben zu schenken ohne Zutun eines Mannes rein durch das Wirken des Hl. Geistes. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Nach damaliger jüdischer Sitte drohte ihr jedoch die Steinigung, da die Juden dieses Geheimnis nicht kannten. Doch furchtlos lobt Maria den Herrn und dankt Ihm bereits für Sein mächtiges Wirken in der Zukunft.
Überlegung: Jedes Kind ist ein einmaliges Geschenk Gottes. Es gibt für eine Frau keine schönere Aufgabe, als einem Menschen das Leben zu schenken. Doch oft stößt sie dabei auf Ablehnung und Unverständnis. – Helfe ich ihr durch meinen Beistand und mein Gebet, damit sie Gott für ihr Baby dankt und auf Seine Vorsehung vertraut?
Gebet: Allmächtiger Gott, Du hast Großes an Maria getan. Wir danken Dir für Maria, die seit Anfang an Deinen Sohn voller Zuversicht und Dankbarkeit angenommen und geliebt hat. Amen.
– Dank Zacharias’ für die Erlösung – Lk 1,68
„Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat Sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen; er hat uns einen starken Retter erweckt im Hause Seines Knechtes David.“
Katechese: Zacharias wusste als Priester des Volkes Israel um die große Schuld des Volkes und dass die damals üblichen Tieropfer diese Schuld nicht tilgen konnten. Nun erfuhr er voller Freude vom Kommen des Messias, des Erlösers, der diese Schuld hinweg nimmt. Sein Dank an den Himmlischen Vater fand Widerhall in seinem Lobpreis des „Benediktus“.
Überlegung: Wir brauchen uns nicht selbst erlösen. Jesus, der Retter ist da und ich darf Ihm meine Schuld abgeben durch mein reuevolles Bekenntnis, am besten in der hl. Beichte. Danke ich dem VATER täglich für die Gnade der Erlösung, dass Er mich in Jesus der Macht Satans und der Sünde entreißt?
Gebet: VATER, mit großer Blindheit sündigen wir täglich und nehmen die Erlösung als selbstverständlich an. Schenke uns ein dankbares und reuevolles Herz. Amen.
– Dank Simeons für das Heil – Lk 2,29-32
„Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“
Katechese: Jahrtausende wartete das Volk Israel sehnsüchtig auf den Messias. Jahrtausende sehnten sich die Verstorbenen im Scheol (= Vorhimmel / Totenreich) auf ihre Aufnahme in den Himmel. Voller Freude und Dankbarkeit erkennt der greise Simeon, dass in Jesus das Ewige Heil gekommen ist. Nun kann er ruhig sterben, denn Jesus öffnet den Verstorbenen das verschlossene Paradies.
Überlegung: Nur wenige Menschen denken an ihren Tod. In ihrem Unglauben verdrängen sie diesen Gedanken durch verschiedene Ablenkungen. Sollten wir nicht auch wie Simeon dem VATER danken für das Heil, das uns Jesus bringt, und sehnsüchtig das Kommen Jesu erwarten?
Gebet: VATER, Du hast uns den Heiland gesandt, der wirklich Heil in unser Land bringt. Wir danken Dir für unsere Hoffnung auf das Ewige Leben. Amen.
– Besiegung Goliats durch Lobpreis – 1 Sam 17,45-46
„David antwortete dem Philister Goliat: Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im NAMEN des Herrn der Heere, … den du verhöhnt hast. Heute wird dich der Herr mir ausliefern. … Alle Welt soll erkennen, dass Israel einen Gott hat.“
Katechese: Die Macht des Lobpreises zeigte sich bereits im Leben Davids. Der kriegerische Stamm der Philister bedrohte die Israeliten, die aus Angst vor ihnen fast vergingen. Doch der junge Hirtenbub David vertraute auf das mächtige Eingreifen des Lebendigen Gottes: Er lobte und pries den NAMEN Gottes und besiegte mit seinem großen Gottvertrauen den Riesen Goliat.
Überlegung: Viele Psalmen, die David verfasst hat, zeugen von einem Leben voll inbrünstigem Lobpreis und tiefem Gottvertrauen. In ihnen dankt er dem VATER für alle Wundertaten, die Er in der Mitte des Volkes vollbrachte. – Könnte ich einen Psalm in der Bibel aufschlagen und mit diesen Worten den Himmlischen Vater loben und preisen?
Gebet: Herr, Du erlöst mich von allem Unheil und rettest mich am Tag der Not. Darum danke ich Dir und lobe Deinen Namen (vgl. Sir 51,12). Amen.
– Siebentägiger Lobpreis bei Jericho – Jos 6,2-5
„Sieh her, ich gebe Jericho …in deine Gewalt. Ihr sollt mit allen Kriegern um die Stadt herumziehen und sie einmal umkreisen. Das sollst du sechs Tage lang tun. ... Am siebten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt herumziehen, und die Priester sollen die Hörner blasen. … Darauf wird die Mauer der Stadt in sich zusammenstürzen.“
Katechese: Josua setzte nicht auf seine Kriegskünste, sondern auf das Eingreifen Gottes. Voll Glauben an Gottes Verheißung umzog er mit den Menschen die Stadt Jericho. Sieben Tage lang priesen und lobten sie dabei Gott für den kommenden Sieg, der dann auch tatsächlich eintrat.
Überlegung: Könnte ich Gott loben mit Instrumenten, Gesang und Prozessionen? Könnte ich mit einer Novene (= neun Tage) Gott danken, dass er mein Anliegen so erhört, wie er weiß, dass es gut für mich ist?
Gebet: Herr, auch wir wollen in allen Lebenslagen betend und flehend unsere Bitten mit Dank vor Dich bringen (vgl. Phil 4,6). Amen.
– Lobpreis im Gefängnis – Apg 16,24-26
Der Gefängniswärter warf Paulus und Silas „in das innere Gefängnis und schloss zur Sicherheit ihre Füße in den Block. Um Mitternacht beteten Paulus und Silas und sangen Loblieder; und die Gefangenen hörten ihnen zu. Plötzlich begann ein gewaltiges Erdbeben, so dass die Grundmauern des Gefängnisses wankten. Mit einem Schlag sprangen die Türen auf, und allen fielen die Fesseln ab.“
Katechese: Wegen ihres Glaubens an Jesus Christus wurden Petrus und Silas ins Gefängnis geworfen. Doch anstatt entmutigt zu sein, priesen sie den Herrn mit ihren Lobliedern sogar im Gefängnis.
Überlegung: Aus der Todeszelle im KZ – Auschwitz drangen nicht die gewohnten Verzweiflungsschreie und Flüche, als der hl. Maximilian Kolbe dort verhungerte. Einstimmend in seine Loblieder fanden alle Todeskandidaten Trost. – Wie reagiere ich, wenn ich für meinen Glauben leiden muss oder dafür verspottet werde? Lobe ich Gott auch im Leid?
Gebet: Herr, oft jammern und klagen wir bei Schicksalsschlägen und im Leid. Schenk uns dann im Lobpreis Trost und Kraft! Amen.
– Lobpreis der Heiligen im Himmel – Offb 15,2-4
„Die Sieger… sangen: Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr, Gott und Herrscher über die ganze Schöpfung. … Wer wird Deinen Namen nicht preisen? Denn Du allein bist heilig: Alle Völker kommen und beten Dich an.“
Katechese: In der Geheimen Offenbarung des hl. Johannes dürfen wir einen kleinen Blick in den Himmel werfen. Alle, die mit Jesus gelebt und in Ihm und für Seinen Namen gestorben sind, erleben eine unwahrscheinlich große Freude im Himmel. Sie sehen Gott in Seiner Herrlichkeit und loben ihn ohne Ende.
Überlegung: Ein traumhaftes Musikstück lässt die Menschen in heftiges Applaudieren ausbrechen. Dies ist ein winziges Bild für das, was uns im Himmel erwartet, wenn wir Gottes Antlitz sehen und im Lobpreis jubeln. – Freu ich mich darauf einst Gott schauen zu dürfen?
Gebet: Herr, Du bist groß und wunderbar. Schenke auch uns die Gnade, dass wir Dich einst ewig im Himmel preisen dürfen! Amen.
– Anbetung der Engel – Jes 6,1-3
„Ich sah den Herrn. Er saß auf einem hohen und erhabenen Thron. … Serafim standen über ihm. … Sie riefen einander zu: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere. Von Seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt.“
Katechese: Dem Propheten Jesaja war das Glück beschieden, dass er dem Lobpreis der heiligen Engel im Himmel hören durfte. Ihr Lobpreis geht bereits über in tiefste Anbetung. Die Anbetung erschließt uns das Innerste der Herrlichkeit Gottes. Es ist das unaussprechliche Glück des Einsseins mit dem über alles geliebten Gott, der selbst die Liebe ist.
Überlegung: Wir beten den Lobpreis bei jeder hl. Messe: „Heilig, heilig, heilig, Gott aller Mächte und Gewalten! Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit!“ – Die tägliche Anbetung schenkt unserem Leben einen neuen, tiefen Sinn. Könnte ich gemeinsam mit meinem Schutzengel Gott anbeten?
Gebet: O Gott, Du bist dreimal heilig! Mit allen Engelchören stimmen wir ein in den Lobpreis Deiner Herrlichkeit: Heilig, Heilig, Heilig! Amen.
– Die Engel loben Gott allein – Tob 12,6
Der Engel Rafael sagte: „Preist Gott, und lobt Ihn! Gebt Ihm die Ehre, und bezeugt vor allen Menschen, was er für euch getan hat. Es ist gut, Gott zu preisen und Seinen NAMEN zu verherrlichen und voll Ehrfurcht Seine Taten zu verkünden. Hört nie auf, Ihn zu preisen.“
Katechese: Der Erzengel Rafael wurde von Gott gesandt, um den jungen Tobias auf seiner gefährlichen Reise zu begleiten. Er bewahrte ihn vor Unglück, heilte seine Braut von dämonischer Umsessenheit und seinen Vater von Blindheit. Als die Familie ihm dafür danken wollte, lehnte er dies strikt ab. Er ermahnte sie jedoch, Gott als den Urheber alles Guten zu loben und Zeugnis davon abzulegen.
Überlegung: Unsere Engel schauen stets das Antlitz Gottes (vgl. Mt 18,10). Sie sind ständig im Lobpreis Gottes versunken, erkennen im Lichte Gottes aber sofort unsere Not und eilen uns zu Hilfe. – Stimme ich gerne mit ein in den unablässigen Lobpreis Gottes der heiligen Engel? – Gebe ich vor anderen Zeugnis von der Hilfe meines Schutzengels?
Gebet: VATER, Herr der Himmlischen Heerscharen. Wir danken Dir für den heiligen Schutzengel. Mit ihm wollen wir Dich loben und preisen. Amen.
– Unsinnige Prahlerei – Jes 10,15
„Prahlt denn die Axt gegenüber dem, der mit ihr hackt, oder brüstet die Säge sich vor dem, der mit ihr sägt? Das wäre, wie wenn der Stock den Mann schwingt, der ihn hochhebt, oder wie wenn der Knüppel den hochhebt, der nicht aus Holz ist.“
Katechese: Wir Menschen sind sehr kurzsichtig. Wir sehen die wunderbare Wirkung, vergessen aber Gott, der uns das Wollen und Vollbringen schenkt (vgl. Phil 2,13). Ohne Gott können wir wirklich nichts Gutes tun (vgl. Joh 15,5). Aber alles können wir in Jesus, der uns stets die Kraft für das Gute gibt (vgl. Phil 4,13). So gebührt alle Ehre nur dem Herrn.
Überlegung: Die kleine hl. Therese sah sich selbst als „Besen“ Gottes. „Wenn Er ihn benötigt, nimmt er ihn aus der Ecke und vollbringt große Taten. Wenn die Arbeit vollbracht ist, wird der Besen von Gott wieder in die Ecke gestellt.“ – Bin ich bereit Gott als Werkzeug zur Verfügung zu stehen?
Gebet: Herr, lass uns dieses nie vergessen: Wenn nicht Du das Haus baust, müht sich jeder umsonst, der daran baut. Wenn nicht Du die Stadt bewachst, wacht der Wächter umsonst (vgl. Ps 127,1). Amen.
– Ehre sei Gott in der Höhe – Lk 2,13-14
„Plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen Seiner Gnade.“
Katechese: Die Engel, die den Hirten von Bethlehem die Geburt des Messias verkündeten, lobten Gott für dieses große Ereignis: Für den Beginn des Sieges der Liebe Gottes über den Hass in der Welt. Zugleich zeigen sie, wie wir den wahren Frieden finden können: Alle, die Gott die Ehre geben und nicht mehr um die eigene Ehre streiten, werden den tiefen Frieden Gottes erfahren.
Überlegung: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden den Menschen auf Erden!“ beten oder singen wir bei jeder Sonntagsmesse. – Ehre ich Gott durch mein Leben oder kämpfe ich noch um meine eigene Anerkennung und werde sofort traurig oder ärgerlich, wenn ich von anderen nicht gelobt oder bemerkt werde? – Danke ich Gott für alles?
Gebet: VATER, nicht uns bring zu Ehren, sondern Deinen Heiligen NAMEN (vgl. Ps 115,1). Uns aber schenke Deinen tiefen Frieden! Amen.
– Gotteslob für alles Gute – Mt 5,16
„So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“
Katechese: In der Bergpredigt ruft uns Jesus auf, die Augen auf den VATER zu richten, der alles Gute bewirkt. Jesus selbst wirkte in der Kraft des VATERS viele Wunder: Er heilte Kranke, trieb Dämonen aus, weckte Tote auf. Dafür lobten die Juden aber nicht Jesus, sondern den VATER im Himmel, der Ihm als Mensch eine solche Vollmacht verliehen hat (vgl. Mt 9,8).
Überlegung: Auch die Heiligen sahen sich nur als Werkzeuge der Liebe Gottes an. Sie zeigten immer wieder auf Gott, dem allein das Lob gebührt. – Verlange ich noch nach dem „Weihrauch“ des menschlichen Lobes für mich oder gebe ich das Lob der Menschen an Gott weiter? – Bin ich mir bewusst, dass Gott alles Gute in mir bewirkt?
Gebet: VATER, Du bist immer noch am Werk und wir dürfen Deine Werkzeuge sein. Gib uns den Mut und die Kraft Dir alle Ehre abzugeben, die wir erhalten! Amen.
– Ehrsucht verhindert Glauben – Joh 5,44
„Wie könnt ihr zum Glauben kommen, wenn ihr eure Ehre voneinander empfangt, nicht aber die Ehre sucht, die von dem einen Gott kommt?“
Katechese: Viele angesehene Juden wagten es aus Menschenfurcht nicht, sich zu den Jüngern Jesu zu zählen. Die Ehre in den Augen der Menschen war ihnen wichtiger als die Ehre, Kinder Gottes zu werden. Nikodemus, einer von der hohen Priesterklasse, suchte Jesus nur heimlich in der Nacht auf, damit niemand es merke. Demütige Menschen, die sich nicht um das Gerede der Menschen kümmerten, folgten Jesus nach.
Überlegung: Die Moslems legen ihren Gebetsteppich aus, um Allah zu loben, egal was die Menschen von ihnen denken. – Wage ich mich im Beisein anderer Menschen Gott zu danken, zum Beispiel beim Tischgebet im Gasthaus? – Bekenne ich mich zu Jesus in der Öffentlichkeit?
Gebet: VATER, oft verleugnen wir aus Menschenfurcht den Glauben an Dich und machen faule Kompromisse. Stärke unseren Glauben, damit wir immer bereit sind, Dich zu loben, auch wenn wir dafür verspottet werden. Amen.
– Gotteslob wider den Mainstream – Lk 6,26
„Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.“
Katechese: Jesus erinnert in den Seligpreisungen daran, dass für uns Christen andere Werte wichtig sind, nämlich die Verherrlichung Gottes und das Leben nach Seinen Geboten. Es gab aber immer wieder Propheten, die den Menschen nach dem Mund redeten und ihnen schmeichelten, nur um ihre Gunst zu gewinnen. Jesus dagegen verkündete den Menschen mutig die unbequeme Wahrheit.
Überlegung: Die Welt lobt die ihren, aber nicht Gott. Die anderen werden ausgegrenzt, geächtet, getötet. – Suche ich zuerst die Verherrlichung Gottes, indem ich mutig zu meinen christlichen Überzeugungen stehe oder suche ich noch faule Kompromisse? – Sage ich immer mutig die Wahrheit und vermeide jegliche Notlüge?
Gebet: VATER, schütze mich davor, den Menschen zu schmeicheln, nur um ihre Gunst zu gewinnen. Gib mir Kraft, für Deinen Namen auch Schweres zu ertragen und Dich so durch mein Leben zu lobpreisen! Amen.
– Dankbarkeit für Hilfe – Lk 17,15-16
Einer von den Aussätzigen „kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte Ihm. Dieser Mann war aus Samarien.“
Katechese: Zu Jesus kamen zehn Aussätzige und flehten um ihre Heilung. Nur einer von ihnen, dazu ein Samariter, von einem Volksstamm, der von den Juden verachtet wurde, kehrte zurück, um Gott für die Gesundheit zu danken und in Ihm Gott anzubeten.
Überlegung: „Die Not lehrt beten“, sagt ein Sprichwort. Sobald die Not an die Tür klopft, wird der ganze Himmel bestürmt. Wenn Gott uns in Seiner Huld beschenkt, wer denkt dann noch ans Danken? Der hl. Vinzenz Pallotti machte sich zur Gewohnheit Gott ebenso lange zu danken, wie er Ihn um Gnaden gebeten hat. – Danke ich dem VATER innig für jede Gnade: Für meine Familie, Arbeit, Gesundheit usw.?
Gebet: Herr, Du erhörst immer jedes Gebet, wenn auch oft anders als ich es erwartet habe. Voll Ehrfurcht werfe ich mich vor Dir nieder und danke Dir für all Deine Hilfe! Amen.
– Löchriger Geldbeutel – Mt 6,2
„Wenn du Almosen gibst, lass es nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus lädt uns ein, durch Almosengeben Schätze für den Himmel zu sammeln. Doch wenn das Motiv unseres Gebens nicht die Ehre Gottes allein ist, sondern wir von den Menschen Lob dafür erwarten, dann haben wir mit dem Lob unseren Lohn bereits erhalten.
Überlegung: Jedes menschliche Lob, das wir für unsere guten Taten erwarten, reißt ein Loch in den „Geldbeutel“, mit dem wir Verdienste für den Himmel sammeln. – Ist mir bewusst, dass empfangene Ehre von Menschen bewirkt, dass man mit leeren Händen vor Gott erscheint? Sollte ich als Verwalter der Güter Gottes auf Erden meine Liebespflicht nicht in Bescheidenheit und Demut erfüllen?
Gebet: Vater im Himmel hilf uns, unser Almosen so zu geben, dass die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut. Denn Du siehst und vergiltst das Verborgene, das wir aus Liebe zu Dir und zu Deiner Ehre tun. Amen.
– Fasten zur Ehre des Vaters – Mt 6,16
„Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus selbst fastete 40 Tage und 40 Nächte, aber nicht um sich bei den Menschen wichtig zu machen, sondern um Kraft für Seine Mission zu schöpfen. Nach der Fastenzeit kehrte Er mit der Kraft des Hl. Geistes erfüllt aus der Wüste zurück und verherrlichte den Vater in allem, bis zu Seinem Tod am Kreuz.
Überlegung: Viele Heilige suchten Gott durch Fasten und Beten. – Was ist mein Fastenmotiv? Will ich von den Menschen bemerkt und bewundert werden? Faste ich nur um der Figur willen? Oder faste ich allein zur Ehre Gottes, um Gott damit zu verherrlichen und geistige Kraft zu schöpfen? Danke ich Gott dafür, wenn ich fasten kann?
Gebet: VATER im Himmel, schenke mir den Geist des wahren Fastens im Verborgenen, allein zu Deinem Ruhm und Deiner Ehre! Amen.
– Gebet zur Ehre des Vaters – Mt 6,5
„Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
Katechese: Jesus spricht hier diese Menschen an, die in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete verrichten, um von den Menschen dafür bewundert zu werden. Doch ihr Herz ist weit weg von Gott. Noch verwerflicher wird das Gebet, wenn jemand in Selbstgerechtigkeit sich selbst vor Gott lobt, den Nächsten aber verurteilt. Jesus warnt eindringlich vor dieser verlogenen Haltung der Heuchelei.
Überlegung: Wie sieht mein Gebet aus? Ist meine Teilnahme an der Eucharistiefeier wirklich Danksagung an Gott oder nur aus Tradition, um Menschen zu gefallen? Habe ich zuhause eine Gebetsecke, wo ich täglich im Verborgenen mit Gott innige Zwiesprache halte und Ihn lobe und preise? Verwandle ich jegliche Kritik in ein Stoßgebet?
Gebet: Himmlischer VATER, lass den Schall meiner Gebete nicht nur bis zur Zimmerwand dringen, sondern lass es wie Weihrauch zu Dir aufsteigen allein zu Deiner Ehre! Amen.
– Nur im Kreuz ist unser Ruhm – Gal 6,14
„Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.“
Katechese: Paulus könnte sich seiner besonderen Herkunft, Privilegien und Ausbildung rühmen. Doch er weiß: All das ist nichts in den Augen des Herrn. Unser Ruhm ist der Erlösertod Jesu am Kreuz: „Durch Seine Wunden sind wir geheilt.“ (1 Petr 2,24) Jesus hat den Lösepreis für unsere Sünden bezahlt und uns losgekauft aus der Sklaverei des Satans. Der Segen Gottes wird uns zuteil in der Taufe.
Überlegung: Habe ich Jesus schon einmal für Sein Leiden und Sterben am Kreuz gedankt? Küsse ich mit Ergriffenheit und Dankbarkeit das Bildnis des Gekreuzigten? Hat das Kreuz Jesu einen Ehrenplatz in meiner Wohnung?
Gebet: Vater, wir preisen Dich für das Erlöserleiden Deines Sohnes. Hilf uns, in der Welt als Deine Kinder zu leben und stets dem Kreuz Jesu treu zu sein. Amen.
– Tut alles zur Ehre Gottes – 1 Kor 6,20; 10,31
„Ihr gehört nicht euch selbst; denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib! Ob ihr also esst oder trinkt oder etwas anderes tut: Tut alles zur Verherrlichung Gottes!“
Katechese: Seit der Taufe ist unser Leib Wohnung des Hl. Geistes. Unsere Seele soll sich von Ihm erfüllen lassen, von Seiner Göttlichen Liebe. Diese Liebe soll unser Leben steuern und nicht schlechte Triebe, Leidenschaften und böse Begierden. Dann gilt, was der hl. Irenäus sagte: Die Ehre Gottes ist der lebendige Mensch.
Überlegung: Wenn wir vor dem Sarg eines Verstorbenen stehen, dann wird offenbar, ob dieses Leben eine Verherrlichung Gottes dargestellt hat oder nicht. Kardinal Meisner sagte einmal, man soll so leben, dass die Menschen bei der Beerdigung merken, dass der Verstorbene eine Lücke hinterlässt. – Bitte ich Jesus um die Gnade, dass mein Leib wirklich Werkzeug Seiner Liebe und Seiner Ehre ist?
Gebet: Herr, Du rufst uns zu Maßhalten und Ordnung in all unserm Tun, um so den VATER zu verherrlichen. Schenk uns Selbstbeherrschung und Liebe! Amen.
– Lästerung des Namens Gottes – Röm 2,24
„In der Schrift steht: Euretwegen wird unter den Heiden der Name Gottes gelästert.“
Katechese: Der hl. Paulus ermahnt die ersten Christen zu einem authentischen Christenleben. Wenn das Licht Christi durch unser Leben andere Menschen erfasst, dann wird somit der Name Gottes verherrlicht. Wenn jedoch Menschen Anstoß nehmen an Skandalgeschichten mancher Christen, dann bewirkt ihr Leben die Lästerung des Namens Gottes unter den Menschen.
Überlegung: Die ersten 300 Jahre wurden die Christen grausam verfolgt. Doch dank ihrem lebendigen Glaubenszeugnis wurde das Christentum nicht vernichtet, sondern schließlich zur Staatsreligion im römischen Reich. – Wie kann ich die Lauheit im Glaubensleben überwinden und so zur Verherrlichung Gottes beitragen? – Zeugt mein Familien- und Berufsleben davon, dass ich Jesus Christus kenne und Ihn liebe?
Gebet: Herr, schon zu viele haben Dir den Rücken zugekehrt, weil wir Christen ein schlechtes Beispiel gegeben haben. Schenke uns Reue und Umkehr! Amen.
– Lobpreis durch Treue – Joh 12,27-28
„Jetzt ist Meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette Mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche Deinen Namen!“
Katechese: Jesus bittet den VATER nicht um Rettung vor dem bevorstehenden Leiden und Sterben. Denn er wusste darum, dass der Satan als Beherrscher der Welt nur durch sein geduldig ertragenes Leiden besiegt werden konnte. Er bittet deshalb den VATER um den Sieg der Liebe Gottes über den Hass des Satans. Überall wo die Liebe siegt, siegt Gott und wird somit verherrlicht.
Überlegung: Die Verherrlichung Gottes geschieht nicht nur in den guten Tagen des Lebens, sondern besonders dann, wenn unsere Liebe auf die Probe gestellt wird, sowohl in Gesundheit wie in Krankheit. – Bitten wir den Herrn, dass wir Ihn verherrlichen durch unsere Treue in der Liebe bis zum Tod? – Bitte ich Gott um Vergebung für jede Lieblosigkeit?
Gebet: Herr, oft ist es nicht leicht, Christ zu sein. Hilf allen Leidenden, dass sie Dir die Treue halten und so Dich verherrlichen! Amen.
– Lobpreis durch Nachfolge Christi – Joh 15,8
„Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und Meine Jünger werdet.“
Katechese: Jesus vergleicht sich selbst mit einem Weinstock, den Vater mit dem Winzer. Wir sind Rebzweige an diesem Weinstock. Die Früchte, auf die der Vater als „Winzer“ wartet sind die „Trauben“ der Liebe. Es geht aber nicht um irgendeine Liebe. Als Jünger Jesu sollen wir so lieben, wie Er geliebt hat. Diese Liebe schließt niemanden aus. Sie zeigt sich im Vergeben und Segnen auch den schlimmsten Feinden gegenüber.
Überlegung: Wir verwechseln die Liebe oft mit Egoismus und beschränken sie auf unsere Familie und Freunde. Doch damit zeichnen sich die Christen nicht aus. – Könnte ich heute jemandem, der mir unsympathisch ist, ein Zeichen der Liebe Jesu schenken durch einen Gruß oder ein Lächeln? – Bitte ich Jesus um Kraft dazu?
Gebet: VATER, lass mich ein Werkzeug Deiner Liebe werden, dass ich Liebe bringe, wo Hass ist! Gib mir immer Deine Kraft dazu! Amen.
– Lobpreis durch gelebte Liebe – Apg 4,32
„Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam.“
Katechese: Das Erkennungsmerkmal der ersten Christen war ihre Liebe zueinander. Sie ahmten Jesus in der Ausübung des Liebesgebots so sehr nach, dass sie von den Menschen „Christen" (Apg 11,26) genannt wurden. Sie verkauften alles, was sie besaßen und teilten es so untereinander auf, dass niemand Not zu leiden brauchte.
Überlegung: Echte Liebe muss wehtun! pflegte die hl. Teresa von Kalkutta zu sagen. Ein Kind nahm dies ernst, verzichtete wochenlang auf Zucker und brachte diese Tüte Zucker den Hungernden. – Mit welcher Liebestat kann ich zur Verherrlichung des Namens Gottes beitragen? – Gibt es in meiner Nähe jemanden, der Not leidet und meine Hilfe bräuchte, vielleicht durch ein aufmunterndes Wort?
Gebet: Der Name des Herrn sei gepriesen von nun an bis in Ewigkeit. Vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang sei der Name des Herrn gelobt! (vgl. Ps 113) Amen.
– Lobpreis durch Einmütigkeit – Apg 2,46
„Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Einfalt des Herzens.“
Katechese: Wahre Liebe untereinander zeigt sich in der Einheit. Um diese Einheit Seiner Jünger hat Jesus bereits früher zum VATER gebetet. Denn sie legt Zeugnis ab für das Wirken Gottes, verherrlicht so den VATER und bewegt andere dazu, an die Liebe Jesu zu glauben. Diese Einheit kennzeichnete die ersten Christen.
Überlegung: Die Einheit in der Liebe verlangt Verzicht auf Parteilichkeit und Unterordnung unter eine Leitung. Jesus hat als Garanten für die Einheit den Petrus und somit Seine Stellvertreter eingesetzt. – Höre ich auf die Stimme des Papstes? Bete ich um Licht und Kraft für ihn? – Wen sollte ich schon längst um Verzeihung bitten?
Gebet: VATER, wir Christen verhalten uns oft wie kleine Kinder, die furchtbar miteinander streiten. Schenke uns Liebe und Einheit! Amen.
– Lobpreis durch Gaben – 1 Petr 4,10-11
„Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat. Wer redet, der rede mit den Worten, die Gott ihm gibt; wer dient, der diene aus der Kraft, die Gott verleiht. So wird in allem Gott verherrlicht durch Jesus Christus.“
Katechese: In der Kirche – dem Ort der Gegenwart des Hl. Geistes – hat Gott jedem verschiedene Gaben geschenkt. Mit diesen Gaben ergänzen die Christen sich gegenseitig im Aufbau des Reiches der Liebe Gottes auf Erden: Zu Seiner Verherrlichung säen die einen aus, andere begießen die Saat, wieder andere ernten die Früchte der Liebe.
Überlegung: Die hl. Bernadette bedankte sich bei Gott in ihrem Testament für die Gabe ihrer Dummheit und Schwäche. Doch gerade diese ihre Demut erlaubte es Gott, in Fülle durch sie zu wirken. – Nütze ich meine Gaben zur Ehre des Herrn? Danke ich Gott für meine Gaben?
Gebet: Herr, lass uns nicht nur nach großen Gnadengaben verlangen, sondern gerade in den einfachen und schlichten Gaben Deine Liebe in die Welt hineintragen und Dich dadurch verherrlichen! Amen.
– Hat mein Leben einen Sinn? – Mt 6,10
„Dein Reich komme!“
Katechese: In dieser VATER-Unser-Bitte zeigt uns Jesus den tiefen Sinn unseres Lebens: Das endgültige Kommen des Reiches Gottes, das wir auch schlicht und einfach Himmel oder Paradies nennen. Jesus erteilt damit eine Absage jeglichem Denken an eine Reinkarnation und einer Selbstauflösung im Nirwana. So wie er selbst von den Toten auferstanden ist, so wird er auch uns von den Toten erwecken. Sein Reich beginnt schon mit Seiner Gegenwart auf Erden. Er selbst hat den Keim des Gottesreiches in der Kirche gelassen, in Seinem Wort und Sakrament.
Überlegung: Der hl. Pfarrer von Ars sagte dazu schlicht: „Es gibt viele Christen, die nicht einmal wissen, wofür sie auf Erden sind: ‚Warum, mein Gott, hast Du mich in diese Welt gesetzt?’ – ‚Um dich zu erlösen.’ – ‚Und warum willst Du mich erlösen?’ – ‚Weil ich dich liebe.’“
Gebet: Vater im Himmel, die Heiligen haben sich nach Deinem Reich gesehnt. So rufen wir mit ihnen: Maranatha! Komm bald, o Herr! Amen.
– Der Himmel ist offen! – Apg 7,55-56
Stephanus, „erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.“
Katechese: Der Himmel ist offen! Es geht hier nicht um einen wolkenlosen Tag, an dem die Sonne scheint. Stefanus durfte einen Blick in das verborgene Reich Gottes werfen, das durch die Erbsünde der ersten Menschen – d.h. ihren Ungehorsam der Ordnung Gottes gegenüber – verschlossen war. Doch Jesus, unser Erlöser, hat uns den Himmel, das Reich des Vaters, wieder geöffnet.
Überlegung: Der Himmel ist offen für alle, die an Jesus glauben, sich taufen lassen und in guten und in schlechten Tagen in der Liebe Jesu ausharren. – Bitte ich Jesus darum, dass er meinen Glauben stärke?
Gebet: Jesus, danke, dass Du uns den Himmel wieder geöffnet hast. Richte meinen Sinn mehr auf das Himmlische als auf das Irdische! (Kol 3,2) Amen.
– Der Himmel ist unvorstellbar schön – 1 Kor 2,9
„Wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben.“
Katechese: Diese Worte stammen vom hl. Paulus, der bereits zu Lebzeiten in den dritten Himmel entrückt wurde (vgl. 2 Kor 12,2-3). Der Glaube an die Ewigkeit beflügelte ihn, trotz aller Gefahren und Leiden, den Menschen diese frohe Botschaft Jesu weiterzugeben. Alle Leiden erachtete er für nichts im Vergleich mit dieser Herrlichkeit, die im Himmel auf ihn wartet. Sie wird allen zuteil, die Gott lieben.
Überlegung: Der hl. Pfarrer von Ars sagte: „Die Erde ist wie eine Brücke, um über das Wasser zu gelangen. Sie dient nur dazu, unsere Füße zu tragen.“
– Ist mir bewusst, dass die Erde nur eine Durchgangsstation ist? – Halte ich immer wieder inne und denke an das kommende, wunderbare Reich des VATERS, an den Himmel?
Gebet: In den Himmel will ich kommen. Fest hab ich’s mir vorgenommen: Mag’ es kosten was es will, für den Himmel ist mir nichts zuviel! Amen.
– Lass dich nicht verwirren! – Joh 14,1-2
„Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?“
Katechese: Jesus warnt uns vor Verwirrung und Unglauben. Die Menschenseele ist unsterblich. Der Tod ist nicht das Ende. Er ist Beginn des neuen, ewigen, glücklichen Lebens im Reich des Himmlischen Vaters.
Überlegung: Die Verwirrung ist heute voll im Gange: Die einen glauben an die Reinkarnation und kehren zu heidnischen oder esoterischen Selbsterlösungspraktiken zurück. Andere meinen, mit dem Tod sei alles aus und verdrängen den Gedanken an ihren Tod bis ins hohe Alter. – Glaube ich Jesus und Seinem Wort? – Vertiefe ich meinen christlichen Glauben durch gute Vorträge und Schriften?
Gebet: VATER, stärke unseren Glauben und bewahre das einst christliche Europa davor, wieder ins Heidentum zurückzufallen! Amen.
– Unsere Heimat ist im Himmel – Phil 3,20-21
„Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dorther erwarten wir Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt Seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann.“
Katechese: Die ersten Christen glaubten daran, dass sie nur Fremde und Pilger auf Erden sind. So verkauften sie Hab und Gut, lebten in christlicher Gemeinschaft und warteten täglich auf das Kommen Jesu.
Überlegung: „Wir sind die Welt – wir sind ihre Kinder!“ ist der Text eines bekannten Schlagers. Durch den Wohlstand haben viele den Blick auf den Himmel verloren und leben als richtige Weltmenschen. Andere bekriegen sich gegenseitig um die Güter dieser Welt. – Ist mir bewusst, dass meine Heimat im Himmel ist? Könnte ich zu einem Wallfahrtsort pilgern, um mir bewusst zu machen, dass ich als Pilger unterwegs in die Ewige Heimat bin?
Gebet: Herr, hilf uns, dass die Sorgen des Alltags uns nicht verwirren und Dein Kommen uns nicht plötzlich überrascht! (vgl. Lk 21,34) Amen.
– Geburtsstunde für den Himmel – Joh 14,3
„Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu Mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.“
Katechese: Mit diesem Wort verspricht Jesus, uns in der Sterbestunde in das Reich des Himmlischen Vaters heimzuholen. Es steht uns Menschen nicht frei, diese Stunde selbst herbeizuführen. Wir sollen geduldig auf das Kommen Jesu warten und jederzeit dazu bereit sein.
Überlegung: Die Gedenktage der Heiligen fallen auf ihren Sterbetag. Denn wir feiern ihre Geburtstunde für den Himmel. Der hl. Cyprian meint dazu: „Wie verkehrt und ungereimt ist es, wenn wir beten, der Wille Gottes möge geschehen, dann aber nicht sogleich dem Gebot Seines Willens folgen, wenn er uns aus dieser Welt herausruft und wegholt.“
Gebet: Jesus, schon jetzt freue ich mich, wenn Du kommst, um mich ins Reich des VATERS heimzuholen. Nimm von mir alle Angst und schenke mir eine tiefe Sehnsucht nach Dir und Deinem Reich! Amen.
– Das Friedensreich – Offb 20,4-6
„Ich sah die Seelen aller, die enthauptet worden waren, weil sie an dem Zeugnis Jesu und am Wort Gottes festgehalten hatten. … Sie gelangten zum Leben und zur Herrschaft mit Christus für tausend Jahre. ... Das ist die erste Auferstehung. Selig und heilig, wer an der ersten Auferstehung teilhat.“
Katechese: Schon jetzt sind unsere Verstorbenen, die mit Christus gelebt haben, in der Herrlichkeit des Himmels, wenn auch noch ohne ihren verklärten Körper. Es ist das 1000-jährige Friedensreich. Die Zahl 1000 ist dabei symbolisch zu verstehen. Es beendet sich am Letzten Tag, wenn Jesus als Weltenrichter wiederkommt.
Überlegung: Jesus versprach dem guten Schächer, der seine Sünden bereute, dass er noch am selben Tag mit Ihm im Paradies sein wird (vgl. Lk 23,43). – Bitte ich die Heiligen im Himmel um ihre Fürsprache bei Gott? Bete ich für die Verstorbenen, die noch im Fegefeuer leiden müssen?
Gebet: Herr, viele Heilige sind schon jetzt bei Dir in Deinem Reich. Lass auch uns einst zu ihrer Zahl gehören und Dich mit ihnen ewig anbeten und lobpreisen! Amen.
– Das Wiederkommen Jesu – Apg 1,9-11
„Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr Ihn habt zum Himmel hingehen sehen.“
Katechese: Bei der Himmelfahrt Jesu verkündeten die Engel den Jüngern, dass Jesus wiederkommen wird. Bei Seinem ersten Kommen kam Jesus verborgen, in der Gestalt eines kleinen Kindes. Er kam, bildlich gesprochen, wie ein König, der sich als Bettler verkleidete, um die Menschen kennenzulernen und ihnen mitzuteilen, was sie tun müssten, um in Sein wunderbares Reich zu kommen. Doch nur die Demütigen erkannten ihn. Bei Seinem letzten Kommen zeigt sich Jesus in der Macht Seiner Gottheit, um allen zu vergelten, wie es ihre Taten verdienen.
Überlegung: Nach Seiner Himmelfahrt weilt Jesus unter uns, diesmal verborgen unter der Gestalt der hl. Hostie im Tabernakel in der Kirche. Nur die Demütigen finden ihn dort. Denn den Stolzen ist Gott fern, „den Demütigen aber schenkt er Seine Gnade.“ (1 Petr 5,5)
Gebet: Jesus, lass uns stets bereit sein für Dein Kommen und Dir mit brennenden Lampen entgegengehen! Amen.
– Das Zeichen des Menschensohnes – Mt 24,29-30
„Das Zeichen des Menschensohnes wird am Himmel erscheinen; dann werden alle Völker der Erde jammern und klagen, und sie werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen.“
Katechese: Das Zeichen des Menschensohnes ist das Kreuz. Es ist das Zeichen der Christen und erinnert uns an die Erlösung in Jesus Christus.
Überlegung: Jesus sagte der hl. Sr. Faustina: „Noch bevor ich als gerechter Richter kommen werde, komme ich als König der Barmherzigkeit. Bevor der Tag der Gerechtigkeit anbricht, wird den Menschen folgendes Zeichen am Himmel gegeben werden: Alles Licht am Himmel erlischt und große Finsternis wird auf der ganzen Erde sein. Dann erscheint das Zeichen des Kreuzes am Himmel, und es sind Öffnungen, wo die durchbohrten Hände und Füße des Erlösers waren, und durch diese Öffnungen werden große Lichter fluten, die eine Zeitlang die Erde beleuchten. Es wird kurz und am Jüngsten Tag geschehen.“
Gebet: Jesus, Dein Kreuz lädt uns ein, die Erlösungsgnade anzunehmen. Lass uns dieses Siegeszeichen gläubig und dankbar verehren! Amen.
– Zeitpunkt des Kommens Jesu – Mt 24,36
„Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der VATER.“
Katechese: Den Tag der Wiederkunft Jesu kennt nur der Himmlische VATER. Alle menschlichen Vorhersagen des Weltendes sind erfunden. Wir sollten ihnen nicht glauben, egal von welcher Person oder Institution sie stammen. Jeden Tag aber sollten wir für das Kommen Jesu bereit sein.
Überlegung: Im Jahre 2007 haben Wissenschaftler den Zeiger der Weltuntergangsuhr auf fünf vor zwölf gestellt. Sie behaupten: „Die Menschheit befindet sich näher am Abgrund als in den vergangenen 20 Jahren. Verschärfend kommt nach ihrer Ansicht auch noch die Klimaerwärmung als Bedrohung für den Planeten hinzu.“ – Bin ich jeden Tag für das Kommen Jesu bereit und erwarte Ihn mit Sehnsucht?
Gebet: Jesus, bewahre mich vor allen Arten des Aberglaubens und lass mich immer so leben, dass ich für Dein Kommen bereit bin! Amen.
– Weltgericht – Mt 25,31-32
„Wenn der Menschensohn in Seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit Ihm, dann wird er sich auf den Thron Seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor Ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.“
Katechese: Die Erde ist nicht Endstation für uns Menschen. Sie ist nur Übergang in das Reich des Vaters. Doch nicht jedem wird das Glück des Himmels zuteil, sondern nur dem, der das Wort Jesu ernst nimmt und danach handelt. Denn das Wort, das Jesus zu uns gesprochen hat, wird unser Maßstab sein. Nach ihm werden wir gerichtet werden (vgl. Joh 12,48).
Überlegung: Jesus sagte zur hl. Sr. Faustina: „Ich strafe nur, wenn man Mich dazu zwingt. Vor dem Tag des Gerichts schenke ich noch die Zeit des Erbarmens.“ All diese, welche ihre Sünden bereuen und Gott um Barmherzigkeit bitten, werden in das Reich Gottes eingehen. – Erforsche ich vor dem Schlafengehen mein Gewissen und bitte Gott um Vergebung für meine Sünden, Fehler und Unterlassungen?
Gebet: Jesus, hilf mir, Dein Wort ernst zu nehmen und zu befolgen! Bewahre mich vor Gleichgültigkeit und Lauheit! Amen.
– Die Gesegneten des Vaters – Mt 25,34
„Der König wird denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von Meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.“
Katechese: Im Himmel gibt es keinen Platz für Hass, Streit und Unbarmherzigkeit. Zu den Gesegneten des Vaters zählen diese, die bereits in ihrem Leben auf Erden die barmherzige Liebe geübt haben und in den leidenden Mitmenschen Jesus selbst gesehen und geholfen haben.
Überlegung: Die Barmherzigkeit deckt viele Sünden zu und triumphiert über das Gericht (vgl. Jak 2,13). Praktiziere ich die geistigen Werke der Barmherzigkeit: Zweifelnde beraten, Unwissende belehren, Sünder zurechtweisen, Trauernde trösten, erlittenes Unrecht verzeihen, Lästige geduldig ertragen, für Lebende und Verstorbene beten?
Gebet: Jesus, öffne meine Augen für die Not meiner Mitmenschen und erfülle mich mit barmherziger Liebe zu ihnen! Amen.
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