Our desire is it, especially in the families that
Daily joint prayer
With the consideration of the word of God.
We invite you to the word of God family.
Here also a word of God calendar with impulses to the daily gospel. (currently only in German)
– Beharrliches Gebet – Lk 18,7
„Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern zögern?“
Katechese: Jesus erzählte das Beispiel von einem Mann, der um Mitternacht zu seinem Freund kommt, um diesen um Lebensmittel zu bitten. Dieser öffnete ihm allein schon wegen seiner Aufdringlichkeit. So dürfen wir fest darauf vertrauen, dass Jesus uns sicher beistehen wird, wenn wir Ihm in unseren Versuchungen buchstäblich die Türe einrennen.
Überlegung: „Gott will Seine Gnaden uns schenken. Aber Er gibt sie nur dem, der darum bittet.“ (hl. Augustinus) – Ist mir bewusst, dass ich ohne Jesus weder aus eigener Kraft ein gutes Werk verrichten noch einen guten Gedanken fassen kann (vgl. Joh 15,5)? – Bitte ich beharrlich, dass Er mir in meinen Versuchungen beistehen und mich retten möge?
Gebet: Herr, Du hast gesagt: „Wer jedoch bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.“ (Mt 24,13) Schenk mir die Gnade der Beharrlichkeit! Amen.
– Gebet gegen Traurigkeit – Jak 5,13
„Ist einer von euch bedrückt? Dann soll er beten. Ist einer fröhlich? Dann soll er ein Loblied singen.“
Katechese: Eine sehr versteckte und zugleich sehr gefährliche Versuchung ist die Traurigkeit. Wir sollen nicht in der Traurigkeit verharren, sondern uns sofort an den Herrn wenden. Im Gebet dürfen wir die Ursache unserer Bedrückung entdecken und sie vor Jesus hintragen. Er ist unser Retter, der unsere verwundeten Herzen heilen kann! Er will uns helfen, auf eigene Wünsche verzichten zu lernen und das Schwere im Leben zu bejahen. Er hilft uns, zu vergeben und das Leid vereint mit Ihm zu tragen.
Überlegung: In einer Geschichte wird erzählt, der Teufel wollte sein Handwerk aufgeben. Er verkaufte seine Werkzeuge: Mord, Ehebruch, Lüge etc. Das teuerste davon war das Werkzeug der Depression. Auf die Frage, warum es so teuer wäre, sagte er: „Weil es fast nie versagt hat!“ – Ist mir bewusst, dass mich das Kreuz des Alltags erschlägt, wenn ich vor ihm davonlaufe? Wenn ich es aber annehme und mit Jesus trage, wird es eine leichte Last (vgl. Mt 11,30).
Gebet: Herr, Du hast gesagt: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt.“ (Mt 11,28) Heile mich von der Traurigkeit! Amen.
– Betrachtendes Gebet – 1 Tim 4,13
„Lies ihnen eifrig (aus der Schrift) vor, ermahne und belehre sie, bis ich komme.“
Katechese: Der hl. Timotheus empfahl bereits den ersten Christen das eifrige Bibellesen, denn es „ist auch nützlich zur Belehrung, zur Widerlegung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit; so wird der Mensch Gottes zu jedem guten Werk bereit und gerüstet sein.“ (2 Tim 3,16-17)
Überlegung: Die regelmäßige Lesung der Hl. Schrift, die ins Gebet genommen und betrachtet wird, könne in der Kirche einen „neuen geistigen Frühling“ herbeiführen (vgl. Papst Benedikt XVI.). – Ist für mich die Hl. Schrift das Buch des Lebens, das mich ständig begleitet? – Kenne ich die Schritte der geistigen Lesung: 1. Einen Abschnitt aufmerksam lesen; 2. davon einen Vers auswählen, der mich anspricht und ihn immer wiederholen; 3. es zum Gebet machen; 4. in der Gemeinschaft mit Gott verweilen?
Gebet: Herr, öffne unsere tauben Ohren, damit wir in der Not Deine Stimme hören und die Antwort unserer Probleme erfahren können! Amen.
– Leben in der Gegenwart Gottes – Eph 6,18
„Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen.“
Katechese: Der Mensch ist immer der Versuchung ausgesetzt, so zu leben, als ob es Gott nicht gäbe. Obwohl Gott am Wichtigsten für den Menschen sein sollte, vergisst er Gott ständig und versucht, sein Leben allein zu meistern. Doch der Aufruf zum „Gebet ohne Unterlass“ (vgl. 1 Thes 5,17) lädt uns zur täglichen innigen Gemeinschaft mit Jesus ein.
Überlegung: Der hl. Vinzenz Palotti begann jedes Werk mit einem Aufblick zu Gott. Sooft er aus dem Zimmer ging, schaute er zum Bild der Gottesmutter auf: „Segne mich Mutter!“ Geschickt nutzte er jede freie Minute zum Beten aus, wenn er unterwegs war oder warten musste. Er sagte: „Gott ist tausendmal mehr darauf bedacht, uns eine Gnade zu erweisen, als wir es sind, sie zu erhalten.“ Dieses felsenfeste Vertrauen lohnte Gott mit wunderbaren Gebetserhörungen. – Ist Jesus mein bester Freund, den ich in alles einweihe, auch in meine dunklen Seiten, und dem ich alles anvertraue?
Gebet: Herr, „mein Herz denkt an dein Wort: ‚Sucht mein Angesicht!‘ Dein Angesicht, Herr, will ich suchen!“ (Ps 27,8) Amen.
– Unerfüllbare Gebote? – 1 Joh 5,3-4
„Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. Seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was von Gott stammt, besiegt die Welt. Und das ist der Sieg, der die Welt besiegt hat: unser Glaube.“
Katechese: Es gibt keine Gebote, die der Mensch nicht einhalten könnte, unter der Bedingung, dass er zur Zeit der Versuchungen seine Zuflucht zu Gott nimmt, besonders bei den Versuchungen gegen die Reinheit.
Überlegung: Der hl. Augustinus stellte fest: „Nachdem ich wusste, dass ich nicht anders enthaltsam sein könnte, es würde mir denn von Gott gegeben …, trat ich vor den Herrn und bat Ihn.“ – Bin ich mir bewusst, dass ich meine Triebe nur dann beherrschen kann, wenn Gott mir Seine Gnadenhilfe gibt, und dass Er mir sie dann verleiht, wenn ich Ihn darum bitte? – Bitte ich Ihn auch um Kraft, die gefährlichen Gelegenheiten zu meiden, wo ich hilflos meiner Schwäche ausgeliefert bin?
Gebet: Herr, schon jetzt bitte ich Dich für den Moment der nächsten Versuchung: Steh mir in meiner Schwäche bei und gib mir Deine Gnade! Amen.
– Gebet um Bewahrung – Jud 1,24-25a
„Gott aber, der die Macht hat, euch vor jedem Fehltritt zu bewahren …, ihm, der uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, rettet, gebührt die Herrlichkeit …“
Katechese: Es ist nicht möglich, allen gefährlichen Gelegenheiten zur Sünde auszuweichen, denn wir leben in einer neuheidnischen Welt, wo die Sünde überall glorifiziert und ausgelebt wird. Im Bewusstsein unserer Schwäche und Hilflosigkeit dürfen wir deshalb Jesus bitten, Er möge uns vor der Sünde bewahren, damit wir nicht von den unheilvollen Krankheiten der Gottlosigkeit um uns herum angesteckt werden.
Überlegung: „Der Herr wusste wohl, dass ich zu schwach war, um der Versuchung ausgesetzt zu werden, zweifellos wäre ich im falschen Licht der Geschöpfe vollkommen verbrannt. … Es ist nicht mein Verdienst. Gottes Barmherzigkeit hat mich behütet. Ohne Ihn hätte ich ebenso tief fallen können wie Maria Magdalena.“ (hl. Therese v. Lisieux) – Bitte ich Jesus täglich, dass Er mich bewahren möge vor Verwirrung, Unreinheit und jeder Sünde?
Gebet: O Maria, ich weihe mich Dir! Bewahre mich vor der Sünde und lehre mich, Jesus von ganzem Herzen zu lieben! Amen.
– Die Hilfe der Gottesmutter – Lk 1,28.30
„Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. … Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.“
Katechese: Unter den Menschen hat nur Maria alle Versuchungen siegreich überwunden und alle Prüfungen bestanden. Seit Beginn ihrer menschlichen Existenz ist sie durch und durch begnadet, ohne jegliche Sünde. So übertrifft sie auch alle Heiligen an Wirksamkeit, wenn wir Sie um Hilfe in den Versuchungen anflehen. Als beste Mutter will sie uns zu Jesus führen.
Überlegung: „Wenn ihr Maria während einer Versuchung anruft, wird diese Mutter voll Zärtlichkeit sofort kommen, um euch zu helfen.“ – „Wenden wir uns an die Muttergottes mit großem Vertrauen und wir sind sicher, dass sie uns die Gnade der Bekehrung erlangen wird, so elend wir auch sein mögen.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Kenne ich die tägliche Andacht der „Drei Ave Maria“, um Maria um eine gute Sterbestunde zu bitten?
Gebet: Jesus, Du hast uns am Kreuz Maria zur Mutter gegeben. (vgl. Joh 19,27) So vertrauen wir uns ihr an, damit sie uns zu Dir führen möge! Amen.
– Voller Terminkalender – Mt 26,40
„Und Jesus ging zu den Jüngern zurück und fand sie schlafend. Da sagte er zu Petrus: Konntet ihr nicht einmal eine Stunde mit mir wachen?“
Katechese: Die erste Schwierigkeit mit dem Beten ist unser gewaltiger Zeitmangel. Wir hetzen von einem Termin zum anderen und fallen abends todmüde ins Bett, was vielleicht auch verbunden ist mit dem falschen Gottesbild, dass Gott auf unsere Leistung pocht. Doch nur wer sich von seinem eigenen Ich und dem Leistungskampf lösen kann, kann sich für Gott frei machen.
Überlegung: „Gott spricht zu uns durch Misserfolge und Krisen, um uns aufzuwecken, zur Besinnung zu bringen und vor der Selbstzerstörung zu retten.“ (hl. Sr. Faustina) – Nehme ich mir Zeit und mache ich mich frei für Gott? – Könnte ich in meinem Terminkalender täglich einen fixen Termin für Gott einplanen, vielleicht durch den Besuch einer Kirche oder Kapelle?
Gebet: Herr, „wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele (Gott) nach Dir.“ (Ps 42,2) Lass mich immer wieder innehalten und aufschauen zu Dir, damit ich den Sinn meines Lebens nicht aus den Augen verliere! Amen.
– Grübeln – Sir 30,21
„Überlass dich nicht der Sorge, schade dir nicht selbst durch dein Grübeln!“
Katechese: Kaum entflieht der Mensch der Hektik des Alltags und will beginnen zu beten, da überfallen ihn tausend Gedanken. Die ganze Vergangenheit kommt zum Vorschein, an der man hängenbleibt. Dabei können Ärger, Gram und Zorn hochkommen, verbunden auch mit der mangelnden Bereitschaft zur Versöhnung. Oder es beängstigt einen die Zukunft, die Ungewissheit mit ihrer Unruhe und Angst.
Überlegung: Ein Rabbiner wurde gefragt, was er im Gebet tue. Er sagte: „Im Gebet kläre ich meine Gedanken, indem ich die bösen von den guten absondere.“ – Übergebe ich Jesus meine Vergangenheit, indem ich alles aus Seiner Hand annehme und Ihm ans Kreuz bringe, auch meine Leiden, Misserfolge, Schicksalsschläge? – Übergebe ich Ihm die Sorgen für die Zukunft und werfe mich vertrauensvoll in Seine Arme?
Gebet: „Herr, gib mir Kraft nur für heute!“ (hl. Therese v. Lisieux) In Deine Hände lege ich voll Vertrauen meine Vergangenheit und Zukunft. Amen.
– Anhänglichkeit an Irdisches – Mt 6,20-21
„Sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“
Katechese: Oft wollen wir beten, doch wir fühlen irgendeine Wand, die uns von Jesus trennt. Das kann daran liegen, dass unser Herz an Reichtum und an irdischen Dingen hängt, womit wir Gott verdrängt und auch das Beten verlernt haben. Hier gilt das Wort Jesu: „Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt?“ (Mk 8,36) Wir jagen den irdischen Dingen nach und vergessen Gott.
Überlegung: „Bringst du ein leeres Herz mit, damit es Gott füllen kann?“ war die Frage eines Einsiedlers an Neuankömmlinge. – Ist mir bewusst, dass Gott beim Gebet mein Herz nicht mit Seinem Frieden füllen kann, wenn es noch voll „Erde“ ist? – Beschäftigen sich meine Gedanken mit Gott und der Erfüllung Seines Willens oder hänge ich noch abgöttisch an irdischen Dingen und Personen? – Wo ist mein Herz?
Gebet: Herr, schenk mir die Bereitschaft, alles Dir zu geben: Gesundheit, Reichtum, Ehre! Und Du wirst es mir verwandelt wieder schenken! Amen.
– Zerstreuungen – Mt 15,8
„Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir.“
Katechese: Ohne Zerstreuungen zu beten, fällt jedem schwer. Sobald wir anfangen zu beten, besonders bei gemeinschaftlichen Gebeten, spiegelt sich die ganze Welt in den Gedanken wieder, seien es die letzten Fernsehsendungen, Erlebnisse oder Gespräche. Hier sind wir eingeladen, die Zerstreuungen in Gebet zu verwandeln. Was zerstreut, kann man sammeln als Gebetsanliegen für diese Menschen oder für dieses Erlebte. Dabei ist zu betonen, dass nur freiwillige Zerstreuungen sündhaft sind.
Überlegung: Der hl. Bernhard sah beim Chorgebet neben den Mönchen Engel. Diese hatten Papier und Federn in der Hand und schrieben jeden Psalm auf, den die Mönche beteten, zum Teil mit Gold, Silber, Tinte oder Wasser. Das Gebet, welches mit inniger Liebe und Andacht gebetet wird, ist mit goldenen Buchstaben ins Lebensbuch eingetragen, das Gebet jener, die ohne Aufmerksamkeit beten, mit Wasser, denn ihr Beten ist nichts wert. – Könnte ich vor dem Gebet drei Minuten Einkehr halten, um mich zu sammeln und um mich dann ganz Gott hinwenden zu können?
Gebet: Herr, hilf mir, dass der Schall meiner Gebete nicht nur zur Wand reicht, sondern lass meine Gebete bis zu Deinem Herzen dringen! Amen.
– Unsicherheit – Jes 41,10
„Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Ich helfe dir, ja, ich mache dich stark, ja, ich halte dich mit meiner hilfreichen Rechten.“
Katechese: Das Gebet verlangt von uns Mut und Wagemut. Gelegentlich kann man es vergleichen mit dem Sprung aus einem brennenden Haus, wo man vor lauter Qualm nichts sieht, aber man weiß: Unten wartet der Vater mit offenen Armen, um mich aufzufangen. So sind wir eingeladen, im Gebet unerschütterlich an die sichere Liebe Gottes zu glauben, die Augen zu schließen und Ihm zu vertrauen.
Überlegung: Mancher Mensch fragt sich: „Gibt es Gott? Stürze ich ins Nichts? Lässt Gott mich im Stich?“ – Übergebe ich meine Bedrängnisse, Bedrohungen und meine Ungewissheit voll Vertrauen dem Herrn?
Gebet: Jesus, so oft hast Du gesagt: „Sei ohne Furcht, glaube nur!“ (Mk 5,36) – Hilf mir, trotz aller Dunkelheit, zu glauben und Dir zu vertrauen! Amen.
– Trockenheit – Röm 12,12
„Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!“
Katechese: Eine weitere Schwierigkeit ist die Trockenheit im Gebet, wenn man fühlbar keinen Trost dabei verspürt. Hierbei ist eine dreifache Dürre zu unterscheiden. Sie kann als Folge der Untreue gegen Gott auftreten, weil man sinnlichen Leidenschaften gefolgt ist. Hier heißt es, diese Sache Gott abzugeben und neu die Treue zu versprechen. Sie kann aber auch auf normale Müdigkeit zurückzuführen sein; oder sie ist zu unserer Reinigung gegeben, als Aufstieg zu Gott, welcher über Berg und Tal führt.
Überlegung: „Es ist sehr charmant, sich in der Nähe seines Geliebten zu langweilen.“ (hl. Franziska) Der hl. Antonius fragte nach einer Periode innerer Dürre: „Gott, wo bist Du denn gewesen?“ – Gott antwortete: „Dir näher als sonst!“ – Ist die Ursache meiner Dürre die Untreue, Müdigkeit oder Prüfung? – Bleibe ich dem Gebet treu, auch wenn ich dabei gar nichts verspüren darf?
Gebet: Herr, Du erziehst uns auch im Gebet. Hilf uns, treu im Beten auszuhalten, denn nur so wachsen wir in der Liebe zu Dir! Amen.
– Unerhörte Gebete? – Jak 4,3
„Ihr bittet und empfangt doch nichts, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in eurer Leidenschaft zu verschwenden.“
Katechese: Gott schaut aus der Perspektive der Ewigkeit auf unser Leben. Er erhört unsere Gebete, wie es für unser ewiges Heil gut ist. In diesem Sinn versichert uns Jesus, dass wir alles erhalten, um was wir mit Glauben bitten (vgl. Mt 21,22). Mit „alles“ ist aber nicht gemeint, was meinen egoistischen Zielen dient oder mir oder anderen zum geistigen Schaden gereichen kann, sondern was wirklich gut für mich ist.
Überlegung: Wenn ein Kind um einen Benzinkanister bittet, bekommt er ihn nicht vom Vater. Wenn es 15 Jahre später darum bittet, um damit zu arbeiten, bekommt es ihn. – Ist mir bewusst, dass Gott das Gebet so erhört, wie es für den Betenden und sein ewiges Heil am Besten ist? – Bitte ich Gott zuerst um die Verbreitung Seines Reiches der Liebe und um das Wachstum in der Liebe im Vertrauen darauf, dass mir dann alles Notwendige vom Himmlischen VATER dazu geschenkt wird (vgl. Mt 6,33)?
Gebet: Herr, zu Deiner Ehre und zum Wohl der Menschen bringe ich meine Bitten vor Dich! Sei mir gnädig und erhöre mich! Amen.
– Der Beistand vom VATER – Joh 14,16
„Ich werde den VATER bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll.“
Katechese: Jesus lässt uns in unseren Versuchungen nicht allein. In Seinem Versprechen, bei uns zu bleiben, alle Tage bis zum Ende der Welt (vgl. Mt 28,20), meinte Er konkret den Hl. Geist, den Er nach Seiner Himmelfahrt vom Himmlischen VATER Seinen Jüngern gesandt hat. Dieser göttliche Beistand steht uns bei in den Versuchungen der Glaubensverwirrung, denn Er lehrt uns alles, was Jesus gesagt hat. (vgl. Joh 14,26)
Überlegung: „Lasst euch führen vom Hl. Geist! – Betet zum Morgengebet ein ‚VATER unser‘ zum Hl. Geist!“ (Alois Schmid) – Nehme ich gerne den Beistand Jesu, den Hl. Geist, als großes Liebesgeschenk des Himmlischen VATERS an? – Bitte ich Ihn täglich im Bewusstsein meiner Schwäche und Ratlosigkeit um Licht und Kraft? – Danke ich Ihm für Seine Hilfe?
Gebet: „Hl. Geist, erleuchte mich! Was soll ich tun, und wie kann ich Jesus finden? Die Jünger waren sehr unwissend, sie waren bei Jesus, und doch verstanden sie Ihn nicht. Das Geringste macht mich verwirrt und aufgeregt. Ich bin zu empfindlich; ich bin nicht großmütig genug, um Opfer für Jesus zu bringen. O Hl. Geist, als Du den Jüngern Dein Licht erstrahlen ließest, wurden sie umgewandelt; sie waren nicht mehr das, was sie vorher waren; ihre Kraft war erneuert, die Opfer wurden ihnen leicht; sie erkannten Jesus besser als vorher, da Er noch unter ihnen weilte. Quelle des Friedens, des Lichtes, komm, mich zu erleuchten! Ich habe Hunger, komm, mich zu ernähren; ich habe Durst, komm, gib mir zu trinken; ich bin blind, komm, mich zu erleuchten; ich bin arm, komm, mich reich zu machen; ich bin unwissend, komm und belehre mich! Hl. Geist, ich gebe mich Dir hin. Amen!“ (sel. Mirjam v. Abellin)
– Die Kraft des Heiligen Geistes – Apg 1,8
„Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem … und bis an die Grenzen der Erde.“
Katechese: Noch kurz zuvor sind fast alle Jünger der Versuchung erlegen und haben Jesus verlassen und verraten. Angstvoll versteckten sie sich. Ihr völliger innerer Wandel trat mit dem Pfingstereignis ein. Mit der Kraft und dem Licht des Hl. Geistes legten die Jünger mutig Zeugnis ab für die Auferstehung Jesu, verkündeten das Evangelium und fürchteten sich nicht vor dem gewaltsamen Tod durch das Martyrium.
Überlegung: Jährlich sterben tausende Christen, weil sie sich mutig zu ihrem Glauben an Jesus bekennen. Doch die Kraft dazu haben sie nicht aus sich selbst, sondern vom Hl. Geist. – Bitte ich täglich um das Gnadenfeuer des Hl. Geistes, dass ich von der freimachenden Wahrheit des Evangeliums ganz durchdrungen werde und mich nicht mehr fürchte, mich zu Jesus und Seinem Evangelium öffentlich zu bekennen?
Gebet: Jesus, Du hast uns Verfolgungen vorhergesagt. Aber zugleich gibst Du uns Deinen Beistand. Erfülle mich mit der Kraft des Hl. Geistes! Amen.
– Der Geist kommt zur betenden Kirche – Apg 2,3-4
„Es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt …“
Katechese: Der Beistand, der Hl. Geist, kam nicht auf alle Menschen herab, sondern nur auf jene, die sich in „heiliger Versammlung“ (= Kirche) nach der Anordnung Jesu gemeinsam in Jerusalem aufhielten (vgl. Lk 24,49), und einmütig mit Maria, der Mutter Jesu, im Gebet verharrten (vgl. Apg 1,14).
Überlegung: „Manchmal kann man erleben, dass Menschen zu Christus finden, zu Christus ‚Ja‘ sagen, gleichzeitig aber zur Kirche ‚Nein‘.“ (P. Hans Buob) – Ist mir bewusst, dass der Hl. Geist zur Einheit in Christus führt und nicht zur Spaltung? Lasse ich mich durch den Geist der Lüge gegen die Kirche Christi aufbringen? – Weiß ich, dass ich ein Einfallstor für den Geist des Widerstands öffne, wenn ich eine Glaubenswahrheit ausklammere?
Gebet: Herr, Dein Geist wirkt in der Kirche und spricht zu uns durch Deinen Stellvertreter. Lass uns demütig auf den Papst hören! Amen.
– Die Kraft der Taufe und Firmung – Apg 2,38
„Kehrt um, und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“
Katechese: Der Hl. Geist wird uns zuteil durch den Empfang der heiligen Sakramente in der Kirche Jesu. Wir empfangen die Kraft des Hl. Geistes in der Taufe, wo wir zu Kindern Gottes, zu Tempeln des Hl. Geistes werden (vgl. 1 Kor 3,16). Sie wird vermehrt im Sakrament der Firmung, wo wir zu Mitstreitern Christi gesalbt werden (vgl. KKK 1294).
Überlegung: Die Firmung verwurzelt uns tiefer in der Gotteskindschaft; sie vereint uns fester mit Christus; sie vermehrt in uns die Gaben des Hl. Geistes; sie verbindet uns vollkommener mit der Kirche; sie schenkt uns eine besondere Kraft des Hl. Geistes, um in Wort und Tat als wahre Zeugen Christi den Glauben auszubreiten und zu verteidigen, den Namen Christi tapfer zu bekennen und uns nie des Kreuzes zu schämen (vgl. KKK 1303).
Gebet: Herr, entfache in uns das Feuer des Hl. Geistes, das wir erhalten haben, damit es nicht nur glimme, sondern zu einer lodernden Flamme Deiner göttlichen Liebe auf dieser Welt werde! Amen.
– Die Gabe der Weisheit – Jak 1,5
„Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen gern und macht niemand einen Vorwurf.“
Katechese: König Salomo erbat von Gott für seine Regierungszeit die Gabe der Weisheit, die aus einem „hörenden Herzen“ und in der Unterscheidung vom Guten und Bösen bestand. Diese Gabe entlarvt die Lüge der Versuchung: Dem Anschein nach ist ihr Gegenstand verlockend und „köstlich“ (Gen 3,6), in Wahrheit führt sie zum Tod (vgl. KKK 2847).
Überlegung: „Wenn man den Heiligen Geist besitzt, wird das Herz weit und badet in der göttlichen Liebe.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Bitte ich um die Gabe der Weisheit, die heilig, friedlich, freundlich, voll Erbarmen und reich an guten Früchten ist? Fliehe ich vor der irdischen, eigennützigen, teuflischen Weisheit, die voll ist von bitterer Eifersucht und Ehrgeiz (vgl. Jak 3,15-17)?
Gebet: Hl. Geist, schenke mir die Gabe der Weisheit, die mich das Himmlische mehr als alles Irdische schätzen lehrt, Verlangen nach demselben einflößt und die rechten Mittel zum Heile zeigt! Amen.
– Die Gabe des Verstandes – Kol 1,9
„Wir hören nicht auf, inständig für euch zu beten, dass ihr in aller Weisheit und Einsicht, die der Geist schenkt, den Willen des Herrn ganz erkennt.“
Katechese: Der Hl. Geist teilt unserem Verstand nie nutzlose und unfruchtbare, eitle und ungehörige Dinge mit. Gottes Worte sind von großem Gewicht und Nutzen. Wenn eine Seele in ihren Gebeten mit Kenntnissen gespeist wird, die weder eigenen noch fremden Seelennutzen bezwecken, so kommen diese nicht von Gott, der nicht zwecklos handelt.
Überlegung: „Ich setzte voraus, dass es dreierlei Gedanken in mir gibt. Solche, die mein eigen sind und allein meiner Freiheit und meinem Willen entspringen, während die beiden anderen von außen kommen: der eine vom guten, der andere vom bösen Geist.“ (hl. Ignatius v. Loyola) – Prüfe ich meine Gedanken, welche mich zu mehr Liebe zu Gott und den Menschen führen? – Bitte ich um die Gabe der Einsicht, damit mein Denken ganz auf die Erfüllung des Willens Gottes ausgerichtet ist?
Gebet: Hl. Geist, erfülle uns mit der Gabe der Einsicht, die uns erleuchtet, die Geheimnisse und Lehren des Evangeliums richtig zu verstehen! Amen.
– Die Gabe des Rates – Spr 8,14
„Bei mir ist Rat und Hilfe; ich bin die Einsicht, bei mir ist Macht.“
Katechese: Adam und Eva ließen sich vom Satan täuschen und verloren das Paradies. Der Hl. Geist dagegen berät gerade die demütigen Seelen, wie sie durch die gehorsame Nachfolge Jesu schon hier auf Erden und einst im Himmel glücklich werden können.
Überlegung: „Jene, die vom Hl. Geist geführt werden, haben richtige Lebensauffassungen. Deshalb gibt es ja auch so viele Unwissende, die mehr wissen als die Weisen.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Bitte ich den Hl. Geist, um Seine Gabe des Rates für meinen Beichtvater und meine Vorgesetzten, damit sie mir richtig weiterhelfen? – Bringe ich meine Ratlosigkeit immer wieder zu Jesus, damit Er mich mit Seinem Geist erleuchten möge? Suche ich Rat im Blick auf das Kreuz Jesu oder lasse ich mich auf Betrug und Lüge ein, um irdischen Gewinn zu erzielen?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe des Rates, die mir in zweifelhaften Fällen zu erkennen gibt, was ich tun oder lassen und auch anderen raten soll! Amen.
– Die Gabe der Stärke – Jes 11,2
„Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht.“
Katechese: Jesus war erfüllt von den Gaben des Hl. Geistes. Bei Ihm gab es keine Angst vor den Großen dieser Welt, denen Er mutig die Wahrheit sagte. Er hatte auch keine Angst, Sein Leben für die Verbreitung der Liebe Gottes auf Erden einzusetzen.
Überlegung: Das Leben verlangt von uns viel Starkmut, angefangen von unerträglichen Lebenssituationen bis hin zu Beziehungsproblemen, verursacht durch Fremdgehen, Alkohol, Krankheiten etc. – Bitte ich täglich den Hl. Geist, um die Gabe der Stärke, um in der barmherzigen Liebe Jesu wachsen zu können und mich vor den Menschen zu Ihm zu bekennen?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Stärke, die alle Zaghaftigkeit und Menschenfurcht besiegt und mich stärkt, das Laster zu hassen und die Tugend unerschütterlich zu üben und lieber Verachtung, zeitlichen Nachteil, Verfolgung und Tod zu wählen, als Jesus durch Wort oder Tat zu verleugnen. Amen.
– Die Gabe der Erkenntnis – Phil 3,8
„Ich sehe alles als Verlust an, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles übertrifft. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen.“
Katechese: Der göttliche Geist macht den Verstand gelehrig, weich, biegsam und geneigt, die Absichten anderer anzunehmen, die den eigenen widerstreben, besonders wenn es sich um Erkenntnisse von Vorgesetzten handelt. Der böse Geist dagegen verführt zu Trotz und Widerspenstigkeit gegenüber den Lehren des Evangeliums und der Kirche Jesu.
Überlegung: „Als das Blut der Märtyrer floss, hat der Teufel gewütet wie ein wilder Löwe, als die Irrlehren sich verbreiteten, hat er versteckt angegriffen wie eine schleichende Schlange.“ – „Die Hölle stellt zwei Schlachtreihen auf: durch Drohung versucht sie einzuschüchtern, durch Schmeicheln zu Fall zu bringen.“ (hl. Augustinus) – Bitte ich den Hl. Geist um Klarheit und Licht?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Erkenntnis, durch die Du mich innerlich erleuchtest, dass ich mich selbst, die Fallstricke der Eigenliebe, der Leidenschaften, des Teufels und der Welt erkennen kann und die geeigneten Mittel wähle, sie zu überwinden! Amen.
– Die Gabe der Frömmigkeit – Weish 1,1
„Liebt Gerechtigkeit, ihr Herrscher der Erde, denkt in Frömmigkeit an den Herrn, sucht ihn mit reinem Herzen!“
Katechese: In der falsch verstandenen Frömmigkeit treibt der Teufel den Menschen zum Übermaß im Guten an, ohne Rücksicht zu nehmen auf die erforderliche Zeit, den passenden Ort, die gesundheitlichen Verhältnisse und richtet sich oft gegen die Standes- und Berufspflichten.
Überlegung: „Anders muss ein Handwerker fromm sein … anders eine Witwe als ein unverheiratetes Mädchen oder eine in der Ehe lebende Frau. Auch die Ausübung der Frömmigkeit selbst muss der Kraft, der Tätigkeit und der Aufgabe eines jeden in besonderer Weise angepasst sein.“ (hl. Franz v. Sales) – Weiß ich, dass die wahre Frömmigkeit keine Form von Beruf oder Tätigkeit zerstört, sondern sie sogar gefälliger und schöner macht und durch sie die Sorge für die Familie friedvoller, die gegenseitige Liebe von Mann und Frau lauterer und alle Tätigkeiten angenehmer werden?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Frömmigkeit, die mir Ehrfurcht vor Gott und göttlichen Dingen und Freude am Umgang mit Ihm einflößt. Amen.
– Die Gabe der Gottesfurcht – 1 Petr 1,17
„Wenn ihr den als VATER anruft, der jeden ohne Ansehen der Person nach seinem Tun beurteilt, dann führt auch, solange ihr in der Fremde seid, ein Leben in Gottesfurcht.“
Katechese: Die Gottesfurcht ist der Anfang der Weisheit (vgl. Sir 1,14), sie macht das Herz froh, gibt Freude, Frohsinn und ein langes Leben (vgl. Sir 1,12). Sie hält von Sünden fern, wer in ihr verbleibt, vertreibt allen Zorn (vgl. Sir 1,21). Sie ist nicht das Gegenteil von Gottesliebe, sondern von Gottlosigkeit. Gott ist ein liebender Gott. Er ist aber auch allmächtig, groß und heilig, ein Gott, vor dem wir uns in Ehrfurcht neigen sollen.
Überlegung: Der hl. Franziskus hatte eine so tiefe Ehrfurcht vor der Hl. Schrift, dass er sie nur in kniender Haltung las. – Ist meine Kniebeuge vor dem Herrn ein Ausdruck meiner kindlichen Ehrfurcht? – Könnte ich voll dankbarer Ehrfurcht das Bildnis des gekreuzigten Heilands küssen? – Spreche ich den Namen Gottes ehrfürchtig aus?
Gebet: Hl. Geist, schenke mir die Gabe der Gottesfurcht, jener kindlichen Furcht, die kein anderes Unglück fürchtet als das, Gott zu missfallen und die daher die Sünde als das größte Übel flieht! Amen.
– Die Frucht des Heiligen Geistes – Gal 5,24-25
„Alle, die zu Christus Jesus gehören, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. Wenn wir aus dem Geist leben, dann wollen wir dem Geist auch folgen.“
Katechese: Der hl. Paulus lädt uns ein, als Christen alle Versuchungen zum Bösen zu „kreuzigen“, damit Christus in uns immer mehr Gestalt annehmen kann. Mit Christus zieht dann Sein Geist in uns ein mit der Frucht der „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.“ (Gal 5,22-23)
Überlegung: Kreuzige ich mit der Kraft des Hl. Geistes alle Werke des „Fleisches“, d.h. unsere schlechten Leidenschaften und Begierden: „Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage“ (Gal 5,19-21)? – Frage ich in zweifelhaften Fällen meinen Schutzengel, was ich tun soll?
Gebet: „Komm, o Heiliger Geist! Erleuchte meinen Verstand, damit ich Deine Gebote erkenne; mach mein Herz stark gegen die Anschläge des Feindes; entflamme meinen Willen ... Ich habe Deine Stimme gehört, und ich möchte nicht hart werden und Widerstand leisten, indem ich sage: später, morgen. ‚Nunc coepi!‘ Jetzt, damit mir das Morgen nicht vielleicht fehlt. O Geist der Wahrheit und der Weisheit, Geist des Verstandes und des Rates, Geist des Jubels und des Friedens! Ich will, was Du willst; ich will, wie Du willst; ich will, wann Du willst. Amen.“ (hl. Josemaría Escrivá)
– Der Böse – Person und Wirklichkeit – Mt 6,9.13
„So sollt ihr beten: Unser VATER im Himmel … rette uns vor dem Bösen.“
Katechese: Wie es der neue Katechismus lehrt, gibt es das Böse wirklich. Die Existenz des Gegenspielers Gottes, des Teufels, ist kein Mythos, kein erfundenes Märchen, um uns Angst zu machen, sondern eine Wirklichkeit, eine Person. Mit dem Bösen ist der Satan gemeint und alle abtrünnigen Engel, die ihm gefolgt sind. Wir brauchen jedoch keine Angst vor ihm zu haben, wenn wir Jesus als Retter angenommen haben. Durch den Kreuzestod Jesu ist er ein besiegter Feind.
Überlegung: Präsident George W. Bush hat im Jahr 2002, der „Achse des Bösen“ den Krieg angesagt, um die „Terroristen“ auszurotten. Doch die Terroristen schossen dadurch erst recht aus dem Boden, wie Pilze nach dem Regen. – Ist es nicht sinnvoller, den Satan als Urheber des Bösen zu sehen, mit Gebet zu bekämpfen und Gott um Schutz vor dem Bösen zu bitten? – Sollten wir nicht wie Jesus für die menschlichen Werkzeuge des Teufels beten und eventuell auch für sie leiden, damit sie sich bekehren?
Gebet: Herr, behüte mich vor allem Bösen, behüte mein Leben! Behüte mich, wenn ich fortgehe und wiederkomme, von nun an bis in Ewigkeit. (vgl. Ps 121,7-8) Amen.
– Engelsturz – Lk 10,18
Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.“
Katechese: Jesus erzählt Seinen Jüngern über den Engelsturz, über den später der hl. Johannes schrieb: „Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel. Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen." (Offb 12,7-9)
Überlegung: In einem Schulbuch für Kinder wird das Fest Halloween fol-gendermaßen erklärt: Ein Lichtengel musste den Himmel verlassen und wurde auf die Erde geworfen. Um ihn zu trösten, gehen Kinder mit Kürbissen durch die Straßen. – Sollten wir nicht besser den Kindern das Gebet zum Erzengel Michael lehren, um sie vor der Bosheit des Teufels zu schützen?
Gebet: Hl. Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe; gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels, sei unser Schutz. „Gott gebiete ihm“, so bitten wir flehentlich; du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stoße den Satan und die anderen bösen Geister, die in der Welt umherschleichen, um die Seelen zu verderben, durch die Kraft Gottes in die Hölle. Amen.
– Der Herrscher dieser Welt – Joh 14,30
„Ich werde nicht mehr viel zu euch sagen; denn es kommt der Herrscher der Welt. Über mich hat er keine Macht.“
Katechese: Der Engel, der auf die Erde gestürzt wurde, ist Satan. Er wird von Jesus als Herrscher dieser Welt bezeichnet. Sein Reich besteht aus Lüge, Hass, Betrug und Bosheit. Seine Reichtümer gibt er denen, die ihn anbeten. Über Jesus hatte er keine Macht, denn Er hat alle Versuchungen überwunden und blieb in der Liebe und Demut treu bis zum Tod.
Überlegung: Vor seinem Sterben sah der hl. Martin den Teufel in der Nähe stehen. Da sprach er: „Was stehst du da, blutige Bestie? Du Finsterer, an mir wirst du nichts finden; mich nimmt der Schoß Abrahams auf!“ – Hat der Teufel noch Macht über mich durch Hass oder Unversöhnlichkeit?
Gebet: Heilige Maria, Mutter Gottes, Du Besiegerin des Teufels, bitte für mich, jetzt und in der Stunde meines Todes! Amen.
– Jesus besiegt den Satan – Joh 12,31
„Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden.“
Katechese: Mit dem Kommen Jesu in die Welt wird das uneingeschränkte Herrschertum des Fürsten der Finsternis, des Teufels beendet. Jesus richtet mit Seinem Leben, Leiden und mit Seiner Auferstehung das Reich des Lichtes und der Liebe auf. Vom Kreuz herab herrscht unser Gott! Das Kreuz ist das Siegeszeichen. Am Kreuz bricht sich die Macht des Bösen, das heißt in der Liebe und Demut Jesu Christi.
Überlegung: „Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.“ (Joh 12,32) – Mache ich immer wieder voll Glauben das Kreuzzeichen über mich und andere Menschen, um in Jesus Geborgenheit und Schutz zu finden vor den Gefahren des Bösen? – Wenn ich Jesus durch die Sünde verlasse, kehre ich dann mit einem Reuegebet schnell wieder zu Ihm zurück, damit der Böse mir nicht schaden kann?
Gebet: VATER, ich opfere Dir die Heiligen Wunden Jesu auf und das Blut, das Er vergossen hat, als Sühne für meine Sünden. Birg mich in Jesu Wunden, damit der böse Feind mich nicht mehr finden und mir nicht schaden kann! Amen.
– Engel des Lichts – 2 Kor 11,14
„Kein Wunder, denn auch der Satan tarnt sich als Engel des Lichts.“
Katechese: Obwohl der Satan von Jesus besiegt wurde, hat er noch Macht durch seine Werkzeuge, die Menschen, die sich ihm zu Diensten stellen. Dabei ist es seine listige Art, dass er sich im ehemaligen Kleid des Lichtengels zeigt, um die Menschen zu täuschen. Er wird auch gerne „Affe Gottes“ genannt, da er nicht fähig ist, etwas Neues zu erfinden, sondern die Heiligen Dinge verdreht und in den Dreck zieht.
Überlegung: Statt dem Glauben baut der Satan die Welt des Aberglaubens auf: Horoskope, Wahrsagerei, weiße Magie, Abbeterei, alternative Heilmethoden durch esoterische Mittel etc. – Ist mir bewusst, dass dem Teufel nicht so viel am menschlichen Leib liegt, sondern dass er die Seele für sich gewinnen will? – Ist mir schon aufgefallen, dass esoterische Mittel den Glauben an den wahren Gott verdunkeln und erschweren?
Gebet: Jesus, Dir leb ich! Jesus, Dir sterb ich! Jesus, Dein bin ich in alle Ewigkeit! Jesus, sei mir barmherzig und rette mich! Amen.
– Lügner von Anfang an – Joh 8,44
Der Teufel „war ein Mörder von Anfang an. Und er steht nicht in der Wahrheit; denn es ist keine Wahrheit in ihm. Wenn er lügt, sagt er das, was aus ihm selbst kommt; denn er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.“
Katechese: Bereits im Paradies belog der Satan Adam und Eva. Genauso belügt er alle Menschen, verspricht ihnen Reichtum, Ehre und Macht, aber nur für kurze Zeit. Viele Menschen gewinnt der Teufel durch die Lüge, dass er und die Hölle nicht existieren. Andere gewinnt er durch die Lüge, dass für alles Unheil, Leid und Katastrophen Gott schuldig ist.
Überlegung: In einem Film kommt der Teufel als Händler in eine Stadt und bietet den Menschen als Geschenk ihre unerfüllten Wünsche an. Als Preis verlangt er eine versteckte böse Tat, wobei andere dabei verdächtigt und bekämpft werden. Erst als die Menschen den Satan als Urheber des Bösen entdecken und ihm absagen, werden sie von dessen Macht befreit.
Gebet: Jesus, hilf uns, alle hinterlistigen Geschosse des Satans zu entdecken und mit dem demütigen Glauben an Dich zu bekämpfen! Amen.
– Luftgeister – Eph 6,12
„Wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.“
Katechese: Mit dem Lichtengel sind viele Engel vom Himmel gestürzt. Sie verkleiden sich auch als harmlose „Esoterikengel“, sind in Wirklichkeit aber auf unser Verderben aus. Sie stacheln unsere Stimmungen und Triebe zum Bösen an, verlocken und versuchen uns. Nach unserem Tod stehen sie plötzlich als unsere Ankläger vor Gott. Im Namen Jesu, mit der Kraft Seines Wortes, können wir sie wie lästige Zecken abschütteln.
Überlegung: Der hl. Antonius sah das Schicksal der Seelen nach dem Tod: Im Luftraum sind widerwärtige Gestalten, die die Seelen hindern wollen, hindurchzugehen. Sie verlangen Rechenschaft, ob sie ihnen durch die Sünde nicht untertänig seien und erheben Anklage. – Weiß ich, dass Jesus durch die Beichte alle bereuten und gebeichteten Sünden für immer auslöscht?
Gebet: Jesus, schon jetzt lege ich meine Sterbestunde voll Vertrauen in Deine Barmherzigkeit! Rette mich vor allen Angriffen des Bösen! Amen.
– Maria, die Schlangenzertreterin – Offb 12,1
„Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.“
Katechese: Die Exegeten sehen in diesem Bild die Kirche, doch dürfen wir in dieser Frau auch Maria sehen, die Mutter der Kirche. Der Satan wurde vom Himmel gestürzt wegen seines stolzen „Non serviam!“ (Ich will nicht dienen!). Maria errang ihre Größe durch ihren demütigen Dienst als gläubige Magd des Herrn. Im Kampf gegen das Böse hat Jesus deshalb Seinen Jüngern Maria als starke Helferin zur Seite gestellt.
Überlegung: Maria ist stärker als die ganze Hölle. Wo sie auftritt, muss der Satan weichen. Bin ich mir bewusst, dass der Böse keinem Kind Mariens wirklich schaden kann, das treu seiner Mutter folgt und ihr vertraut?
Gebet: Hehre Königin des Himmels, höchste Herrin der Engel! Du hast von Gott die Macht und die Sendung erhalten, den Kopf des Satans zu zertreten. Wir bitten Dich demütig: Sende Deine himmlischen Legionen, damit sie unter Deinem Befehle und durch Deine Macht die höllischen Geister verfolgen, sie überall bekämpfen, ihre Verwegenheit zuschanden machen und sie in den Abgrund zurückstoßen! Amen.
– Die Hilfe der Heiligen Engel – Ex 23,20
„Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen und dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe.“
Katechese: Die Gott treu gebliebenen heiligen Engel wollen unser Bestes. Doch sie drängen sich nicht wie die Teufel lästig auf, sondern laden uns sanft zum Guten ein. Sie respektieren unsere Freiheit und können uns nur dann tatkräftig schützen, wenn wir sie darum bitten.
Überlegung: „Der Schutzengel ist immer an unserer Seite, um uns zum Guten anzuhalten und gegen den bösen Feind zu verteidigen, der ohne Unterlass um uns herumschleicht, um uns zum Bösen zu verleiten.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Höre ich gerne auf die Stimme meines hl. Schutzengels, der mich zum Gebet, zur Liebe, Versöhnung und Nachfolge Jesu einlädt?
Gebet: Hl. Schutzengel, durchbrich meine Taubheit, leite mich an zum Guten und beschütze mich vor allen Gefahren für Leib und Seele! Amen.
– Der Sieg Jesu über das Böse – Mt 3,16
„Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.“
Katechese: Obwohl Jesus ohne jede Sünde war, bat Er Johannes den Täufer um die Bußtaufe im Jordan. Das Geheimnis Seiner Bitte lag in Seiner Mission, stellvertretend für die Menschen die Sünden auf Sich zu nehmen, für sie Sühne zu leisten und sie der Macht des Satans zu entreißen. Er stellte damit ihre verlorene Verbindung mit dem Himmlischen VATER wieder her und schenkt allen, die Ihm glauben und sich taufen lassen, die Gotteskindschaft mit der Fülle des Hl. Geistes.
Überlegung: „Das Haupt des Drachen hat der Herr im Jordan zerschmettert und alles aus seiner Gewalt befreit.“ (SB I/335) – Ist mir bewusst, dass Jesus den Satan besiegt hat und allen, die an Ihn glauben, die Befreiung aus dessen Herrschaftsbereich (= Gottlosigkeit, Hass, Lüge, Angst, Stolz etc.) anbietet? – Nehme ich die Errettung vom Bösen aus der Hand Jesu an, indem ich an Ihn glaube und mein Taufversprechen erneuere, d.h. allem Bösen absage und Jesus als Herrn annehme?
Gebet: Jesus, mein Erlöser, in Deinem Namen widersage ich dem Satan, all seinen Werken und allem Bösen und übergebe Dir mein Leben! Amen.
– Befreiung der Bedrängten – Mk 1,27
„Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.“
Katechese: Gleich zu Beginn Seines Wirkens zeigte Jesus, dass das Böse in der Welt durch Ihn besiegt wird. Mit dem Befehl „Schweig und verlass ihn!“ (Mk 1,25) befreite Er einen Besessenen vom unreinen Geist. Der Sündenfall gibt dem Bösen das Recht, den Menschen zu quälen. Jesus aber, der die Sünden der Welt gesühnt hat, besitzt die Vollmacht, alle Menschen, die Ihn darum bitten, aus dem Elend zu befreien.
Überlegung: „Trotz meines Widerstrebens hast Du alle schlechten Bande gelöst, die mich von Dir ferngehalten hätten. Wie gut bist Du! … Deine Hand allein hat dieses Werk begonnen … Nur so konnte meine Seele für die Wahrheit vorbereitet werden. Der böse Geist herrscht zu sehr über eine Seele, die nicht rein ist, als dass die Wahrheit in ihr Eingang finden könnte. Guter Hirt, Du wolltest bei mir eintreten und hast Deinen Feind, den Dämon unlauterer Begierden, aus mir vertrieben.“ (sel. Charles de Foucauld)
Gebet: Jesus, immer wieder sündige ich und gebe dem Bösen Anrecht, mich zu quälen. Errette mich vor dem Bösen und stärke mich im Guten! Amen.
– Heilung der Kranken – Mk 1,30-31
„Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. … Jesus ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr, und sie sorgte für sie.“
Katechese: Der Mensch leidet unter vielen Krankheiten, die ihre Ursache in der menschlichen Gebrechlichkeit und Begrenztheit und in der Wirkung des Bösen haben (vgl. Papst Benedikt XVI.). Jesus ging nicht teilnahmslos am Leid der Menschen vorüber, sondern heilte viele Kranke (vgl. Mk 1,34).
Überlegung: „Jesus hat den Kranken, die zu Ihm kamen, nicht gesagt: Leidet geduldig!, sondern Er hat sie gesund gemacht, damit der VATER durch Ihn verherrlicht werde.“ (Niklaus Wolf) – Bitte ich in schweren Krankheiten den Priester um das Sakrament der Krankensalbung, in dem Jesus selbst kommt, um den Leidenden zu trösten, zu stärken und aufzurichten?
Gebet: Jesus, heile meine Seele und meinen Körper, damit ich meine Pflichten zu Deiner Ehre weiterhin gut erfüllen kann! Amen.
– Trost der Trauernden – Lk 7,12-15
„Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. … Jesus ging zu der Bahre hin und fasste sie an. … und sagte: Ich befehle dir, junger Mann, steh auf! Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen.“
Katechese: Das größte Leid, das wir Menschen erfahren, ist der Tod. Jesus selbst hat mehrmals Tote auferweckt, so wie hier den jungen Mann von Nain. Doch lehrt Er uns, keine Angst zu haben vor dem Tod des Körpers, sondern vor dem Tod der Seele, der allen droht, die in ihrem Leben die Erlösung Jesu nicht annehmen wollen. Jesus hat uns vom ewigen Tod befreit, indem Er selbst den Tod am Kreuz auf Sich genommen hat.
Überlegung: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ (Joh 11,25) – Bitte ich um die geistige Auferweckung und um neues Leben für meine todkranke Seele in der hl. Beichte, wenn ich in schwere Sünde geraten bin? – Danke ich Jesus, dass wir Christen die Hoffnung auf ein wunderbares Leben nach dem Tod haben?
Gebet: Gelobt seist Du, mein Herr, durch unsere Schwester, den leiblichen Tod; ihm kann kein Mensch lebend entrinnen. Wehe jenen, die in schwerer Sünde sterben. Selig jene, die sich in Deinem heiligsten Willen finden, denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun! Amen. (hl. Franz v. Assisi)
– Speise der Hungernden – Lk 9,17
„Alle aßen und wurden satt. Als man die übriggebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es zwölf Körbe voll.“
Katechese: Viele Menschen leiden unter Hunger und Durst. In Seiner göttlichen Vollmacht vermehrte Jesus mehrmals Brote für viele Menschen und gab Seinen Jüngern den Auftrag, ihr Brot mit den Hungernden zu teilen. Doch Jesus dachte dabei nicht nur an den Hunger des Leibes, sondern auch an den der Seele, und schenkt sich allen Menschen im Brot des Lebens, in der Hl. Kommunion.
Überlegung: „Die Kommunion wirkt auf die Seele wie ein Windstoß in ein erlöschendes Feuer, in dem noch Glut vorhanden ist. Ein Windstoß und das Feuer brennt wieder.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Lasse ich mich von der Liebe Jesu in der Hl. Kommunion neu entflammen? – Wie helfe ich den Hungernden?
Gebet: Jesus, täglich verhungern Menschen seelisch und körperlich. Lass mich nicht gleichgültig an ihrem Leid vorübergehen! Amen.
– Hilfe für die Eheleute – Joh 2,3
„Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr.“
Katechese: Jesus war zu einer Hochzeit eingeladen, die nach jüdischem Brauch eine Woche dauerte. Nach einigen Tagen ging der Wein aus. Auf die Bitte Mariens hin wirkte Jesus Sein erstes Wunder und verwandelte Wasser in Wein. Dieses Wunder ist auch ein Hinweis Jesu auf Seine besondere Gegenwart und Hilfe im Ehesakrament. Wenn Eheleute sich mit Vertrauen in ihren alltäglichen Problemen, Schwierigkeiten und Sorgen an Ihn wenden, lässt Er sie nicht allein und wirkt immer wieder Wunder.
Überlegung: „Oh, wenn die Menschen doch Glauben hätten, wie glücklich könnten sie sein! Im Namen Jesu würden sie alles erhalten!“ (Niklaus Wolf) – Lade ich Jesus, Maria und Josef in meine Familie ein, damit sie uns in den alltäglichen Sorgen und Nöten beistehen und das Böse vertreiben?
Gebet: O hl. Josef, du halt Haus und gieß des Himmels Segen aus… Dir geb ich heut mit frohem Blick den Schlüssel zu des Hauses Glück: O schließe du doch alles aus, was schaden könnte unserm Haus. Schließ all die Meinen und auch mich in Jesu Herz, das bitt ich dich! Dass hier uns jeder Tag vergeht wie dir im Haus zu Nazareth! Amen.
– Hilfe der Kinder – Mk 10,16
„Jesus nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.“
Katechese: Jesus liebte die Kinder sehr und wurde sogar unwillig, als die Jünger die Kinder abweisen wollten. Kinder haben teilweise große Nöte und Ängste durch Mangel an Zeit und Zuwendung von Seiten ihrer Eltern. Wenn sie keine Hilfe erfahren, verfallen sie in vielerlei Süchte. Auch sie brauchen den täglichen Segen ihrer Eltern und Großeltern. Sie brauchen Jesus!
Überlegung: Sr. Elvira, die Gründerin der Heime für drogenabhängige Jugendliche, bezeichnet als Ursache vieler Süchte den Mangel an Liebe, den die Kinder in ihrem Leben erfahren haben, der schon darin bestand, dass die Eltern kaum Zeit für sie hatten. Heilung finden sie in ihren Heimen im täglichen Gebet, körperlicher Arbeit und in der Betreuung durch einen lebendigen Schutzengel (= geheilte Person), der sich 24 Stunden am Tag um sie kümmert.
Gebet: Jesus, wir bringen Dir alle Kinder der Welt: Nimm sie in Deine Arme, lege ihnen die Hände auf und segne sie! Amen.
– Rettung in Katastrophen – Mk 4,39
„Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein.“
Katechese: Die Jünger fuhren mit Jesus über den See als ein gewaltiger Sturm hereinbrach und das Boot fast zum Kentern brachte. Mit der Kraft Seines Wortes befreite Jesus sie aus der Gefahr der Naturgewalt. Seine Segensmacht hinterließ Jesus den Priestern, die in Seinem Namen den Auftrag haben, zu segnen und das Böse zu bannen.
Überlegung: In Sizilien, wenn der Vulkan Ätna seine Lava spukt und jegliche menschliche Hilfe versagt, wenden sich die Menschen an den Bischof. Auf das Segensgebet hin werden sie immer wieder von ihrer Not befreit, wie auch im Jahre 2002. – Glaube ich an die Segensmacht Christi durch den Priester und bitte ihn um Wettersegen, Kindersegen, Haussegen etc.?
Gebet: Jesus, ich glaube, dass Du selbst durch den Priester segnest, wenn er segnet. Bewahre uns durch den Priestersegen vor allem Unheil! Amen.
– Politische Befreiung? – Apg 1,6
„Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her?“
Katechese: Viele sahen in Jesus einen politischen Befreier und erwarteten von Ihm die Befreiung aus der Besatzungsmacht der Römer. Doch Jesus ging es nicht zuerst um die äußere Freiheit und ein irdisches Königreich. Er schenkt die innere Freiheit aus der Sklaverei des Bösen.
Überlegung: „Als Maria ihr Ja-Wort sprach, da begann das Gottesreich auf Erden, und sie war Seine erste Bürgerin. Und alle, die sich vor und nach der Geburt des Kindes in Wort und Tat zu Ihm bekannten … traten in das Gottesreich ein. Es ist anders geworden, als man sich nach den Psalmen und den Propheten die Herrschaft Gottes gedacht hatte. Die Römer blieben die Herren im Lande … Unsichtbar trug jeder, der dem Herrn angehörte, sein Himmelreich in sich. Seine irdische Bürde wurde ihm nicht abgenommen, ja sogar noch manche andere dazugelegt, aber was Er in sich hatte, war eine beschwingende Kraft, die das Joch sanft machte und die Last leicht (vgl. Mt 11,29f).“ (hl. Edith Stein)
Gebet: Jesus, Du schenkst uns die Freiheit der Kinder Gottes. Bewahre uns davor, von neuem das Joch der Sünde und des Bösen auf uns zu laden! Amen.
– Segen für die Mission – Lk 24,50-51
Jesus führte „sie hinaus in die Nähe von Betanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie. Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben.“
Katechese: Bevor Jesus Seine Jünger verließ und zum Himmlischen VATER zurückkehrte, segnete Er sie und gab ihnen den Auftrag, der ganzen Welt zu verkünden: „Jesus, der Retter ist da! Er will auch dich aus der Macht des Bösen entreißen und zu einem geliebten Kind Gottes machen! Kehr also um von deinen bösen Wegen und hör auf die Stimme Jesu!“ Der Segen Jesu schenkte ihnen großen Erfolg, denn Scharen von Menschen entschieden sich für Jesus. Der Segen Jesu stärkte sie auch in allen Mühen und Leiden, die mit ihrem Einsatz für das Gute verbunden waren.
Überlegung: „Hierzulande werden viele Leute nur deswegen nicht Christen, weil sie niemand dazu macht! … Die Kinder ließen mich nicht zum Essen und Schlafen kommen, bevor ich ihnen nicht irgendein Gebet beigebracht hatte. … Ich begann mit dem ‚Ehre sei dem Vater‘ und prägte ihnen das ‚Glaubensbekenntnis‘, das ‚Vaterunser‘ und das ‚Ave Maria‘ ein.“ (hl. Franz von Xaver) – Ist mir bewusst, dass Jesus Seinen Segen auch mir spendet und mich als Seinen Apostel aussendet?
Gebet: Jesus, viele Menschen wissen nichts von Gott und Deinem Sieg über das Böse! Gib uns Deinen Segen, um eifrig Dein Reich zu verkünden! Amen.
– Gott bewahrt vor dem Bösen – Joh 17,15
„Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.“
Katechese: Jesus kannte die großen Gefahren, die Seine Jünger erwarteten und betete deshalb für sie um Bewahrung vor dem Bösen. Denn der Teufel verlangte, sie zu sieben wie den Weizen (vgl. Lk 22,31), durch den Versuch, sie von Jesus zu trennen. Ohne die Hilfe Jesu, erliegt jeder den Intrigen und der Hinterhältigkeit des Bösen. Wer sich voll Vertrauen in die Arme Gottes wirft, kommt sicher durch alle Gefahren des Lebens.
Überlegung: Manche Menschen haben Angst davor zu beten: „VATER, mach mit mir, was Du willst! Dein Wille geschehe!“, denn sie befürchten dann das Allerschlimmste. – Ist mir bewusst, dass gerade dann, wenn ich mich vertrauensvoll in die Arme Gottes werfe und um Seine Führung bitte, Er mich von allem Bösen befreit und bewahrt? – Erkenne ich die List des Satans, der meinen Eigenwillen unterstützt und mich so auf Abwege führt?
Gebet: „Herr, wie Du willst, soll mir gescheh‘n, und wie Du willst, so will ich geh‘n, hilf, Deinen Willen nur versteh‘n. Herr, wann Du willst, dann ist es Zeit, und wann Du willst, bin ich bereit, heut und in alle Ewigkeit. Herr, was Du willst, das nehm‘ ich hin, und was Du willst, ist mir Gewinn, genug, dass ich Dein Eigen bin. Herr, weil Du‘s willst, d‘rum ist es gut, und weil Du‘s willst, d‘rum hab‘ ich Mut, mein Herz in Deinen Händen ruht.“ (sel. P. Rupert Mayer)
– Vollmacht der Jünger Jesu – Lk 10,19
„Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können.“
Katechese: Jesus hat Seine Macht über das Böse in der Welt Seinen Jüngern übertragen. Sie erfahren Seine Kraft, wenn sie an Jesus glauben und voll Vertrauen in allen Gefahren, Versuchungen und Krankheiten Seinen Heiligsten Namen anrufen. Doch sollen wir uns nichts auf unsere „Macht“ einbilden, sondern dankbar und demütig erkennen, dass unser VATER im Himmel uns liebt und in allen Nöten beisteht.
Überlegung: „Wenn wir Jesus recht liebten und mit Ihm und in Seinem Namen wider die Hölle streiten würden, wie viele und wie große Verherrlichungen des hl. Namens Jesu würden geschehen, wie viele Sünder bekehrt, wie viele Uneinigkeiten würden behoben, deren Urheber der Teufel ist … Wie viele Übel und Krankheiten würden wir vertreiben, die uns zum Dienst Gottes und zur Erfüllung unserer Berufspflichten untauglich machen.“ (Niklaus Wolf)
Gebet: Hl. Erzengel Michael, steh uns bei im Kampfe und hilf uns, alles Böse im Namen Jesu unter unseren Füßen zu zertreten! Amen.
– Vollmacht der Jünger Jesu – Lk 10,19
„Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können.“
Katechese: Jesus hat Seine Macht über das Böse in der Welt Seinen Jüngern übertragen. Sie erfahren Seine Kraft, wenn sie an Jesus glauben und voll Vertrauen in allen Gefahren, Versuchungen und Krankheiten Seinen Heiligsten Namen anrufen. Doch sollen wir uns nichts auf unsere „Macht“ einbilden, sondern dankbar und demütig erkennen, dass unser VATER im Himmel uns liebt und in allen Nöten beisteht.
Überlegung: „Wenn wir Jesus recht liebten und mit Ihm und in Seinem Namen wider die Hölle streiten würden, wie viele und wie große Verherrlichungen des hl. Namens Jesu würden geschehen, wie viele Sünder bekehrt, wie viele Uneinigkeiten würden behoben, deren Urheber der Teufel ist … Wie viele Übel und Krankheiten würden wir vertreiben, die uns zum Dienst Gottes und zur Erfüllung unserer Berufspflichten untauglich machen.“ (Niklaus Wolf)
Gebet: Hl. Erzengel Michael, steh uns bei im Kampfe und hilf uns, alles Böse im Namen Jesu unter unseren Füßen zu zertreten! Amen.
– Entscheidung befreit vom Bösen – Apg 19,18-19
„Viele, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten offen, was sie (früher) getan hatten und nicht wenige, die Zauberei getrieben hatten, brachten ihre Zauberbücher herbei und verbrannten sie vor aller Augen.“
Katechese: Paulus verkündete das Evangelium in Ephesus. Die Menschen nahmen das Wort Gottes ernst, sagten ihrem schlechten Treiben ab und verbrannten die Zauberbücher, die sie an das Böse gebunden hielten. Durch die Durchtrennung dieser negativen Bindungen erstarkte das Wort Gottes in ihrem Leben und erfüllte sie mit reichem Segen (vgl. Apg 19,20).
Überlegung: Eine Person konnte in ihrem Herzen Jesus nicht anbeten, bis zu diesem Moment, wo sie sich von ihrem Skarabäusanhänger trennte und diesem Geist absagte. – Ist mir bewusst, dass okkulte oder esoterische Gegenstände Bindungen an das Böse darstellen, die den Segen Gottes verhindern? – Widersage ich allem Bösen und übergebe mein Leben Jesus?
Gebet: Jesus, Du bist in diese Welt gekommen, um uns aus der Macht des Bösen zu retten. Trenne mich von allem, was mich hindert zu Dir! Amen.
– Entscheidung befreit vom Bösen – Apg 19,18-19
„Viele, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten offen, was sie (früher) getan hatten und nicht wenige, die Zauberei getrieben hatten, brachten ihre Zauberbücher herbei und verbrannten sie vor aller Augen.“
Katechese: Paulus verkündete das Evangelium in Ephesus. Die Menschen nahmen das Wort Gottes ernst, sagten ihrem schlechten Treiben ab und verbrannten die Zauberbücher, die sie an das Böse gebunden hielten. Durch die Durchtrennung dieser negativen Bindungen erstarkte das Wort Gottes in ihrem Leben und erfüllte sie mit reichem Segen (vgl. Apg 19,20).
Überlegung: Eine Person konnte in ihrem Herzen Jesus nicht anbeten, bis zu diesem Moment, wo sie sich von ihrem Skarabäusanhänger trennte und diesem Geist absagte. – Ist mir bewusst, dass okkulte oder esoterische Gegenstände Bindungen an das Böse darstellen, die den Segen Gottes verhindern? – Widersage ich allem Bösen und übergebe mein Leben Jesus?
Gebet: Jesus, Du bist in diese Welt gekommen, um uns aus der Macht des Bösen zu retten. Trenne mich von allem, was mich hindert zu Dir! Amen.
– Das geschützte Haus – Mt 7,24
„Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.“
Katechese: Unser Schicksal wurzelt in unserer freien Willensentscheidung. Wenn wir uns für Jesus entscheiden und unser Leben nach Seinem Wort ausrichten, begleitet uns der Segen Gottes. Es können dann die Stürme toben und an unserem Lebenshaus rütteln, aber es wird nicht einstürzen, denn Jesus selbst wird uns Sicherheit und Schutz gewähren.
Überlegung: „Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun?“ (Mk 10,51) – Ist mir bewusst, dass Jesus, Maria und die hl. Engel unseren freien Willen respektieren und auf unsere Entscheidung warten, um uns helfen zu können? – Weiß ich, dass der böse Geist sich dagegen aufdrängt, gegen Gott aufhetzt und damit bewirkt, dass das „Haus“ (= Leben) einstürzt? – Wende ich mich vor Reisen, Aufgaben, wichtigen Gesprächen etc. an Jesus und bitte um Seinen Segen und Schutz?
Gebet: Herr, Du bist mein Fels, meine Burg, mein Retter, meine Feste, in der ich mich berge, mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht. (vgl. Ps 18,3) Amen.
– Das geschützte Haus – Mt 7,24
„Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.“
Katechese: Unser Schicksal wurzelt in unserer freien Willensentscheidung. Wenn wir uns für Jesus entscheiden und unser Leben nach Seinem Wort ausrichten, begleitet uns der Segen Gottes. Es können dann die Stürme toben und an unserem Lebenshaus rütteln, aber es wird nicht einstürzen, denn Jesus selbst wird uns Sicherheit und Schutz gewähren.
Überlegung: „Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun?“ (Mk 10,51) – Ist mir bewusst, dass Jesus, Maria und die hl. Engel unseren freien Willen respektieren und auf unsere Entscheidung warten, um uns helfen zu können? – Weiß ich, dass der böse Geist sich dagegen aufdrängt, gegen Gott aufhetzt und damit bewirkt, dass das „Haus“ (= Leben) einstürzt? – Wende ich mich vor Reisen, Aufgaben, wichtigen Gesprächen etc. an Jesus und bitte um Seinen Segen und Schutz?
Gebet: Herr, Du bist mein Fels, meine Burg, mein Retter, meine Feste, in der ich mich berge, mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht. (vgl. Ps 18,3) Amen.
– Das Böse besiegen – Lk 6,28
„Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.“
Katechese: Am Heiligen Abend schauen wir auf Maria und Josef, die für die Geburt des Jesuskindes eine Herberge suchten. Überall wurden sie abgewiesen und fanden nur Platz in einem Stall. Aus ihrem Mund kam keine Klage, keine Verwünschung. Gewiss segnete Jesus schon im Schoß Marias alle Menschen, die sie abwiesen, und vergab ihnen.
Überlegung: Bei den Überschwemmungen in Australien wurde eine Mutter mit ihren beiden Kindern im Auto von den Wassermassen erfasst. Als ein Helfer den 13-jährigen Buben aus dem Auto reißen wollte, sagte er: Nimm zuerst meinen 10-jährigen Bruder! Der kleine Bruder wurde gerettet, der andere ertrank. – Bitte ich Jesus um die Kraft, Liebe und Segen weiter zu schenken? – Bitten wir heute das Jesuskind um die Gnade, dass wir unseren Nächsten nicht abweisen, sondern auch in den Kleinigkeiten des Alltags zum Segen werden, durch unser Handeln und Reden.
Gebet: Jesus, hilf mir, mit allen Frieden zu schließen und meinen Peinigern zu verzeihen, damit es in meinem Herzen Weihnachten werden kann! Amen.
– Das Böse besiegen – Lk 6,28
„Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.“
Katechese: Am Heiligen Abend schauen wir auf Maria und Josef, die für die Geburt des Jesuskindes eine Herberge suchten. Überall wurden sie abgewiesen und fanden nur Platz in einem Stall. Aus ihrem Mund kam keine Klage, keine Verwünschung. Gewiss segnete Jesus schon im Schoß Marias alle Menschen, die sie abwiesen, und vergab ihnen.
Überlegung: Bei den Überschwemmungen in Australien wurde eine Mutter mit ihren beiden Kindern im Auto von den Wassermassen erfasst. Als ein Helfer den 13-jährigen Buben aus dem Auto reißen wollte, sagte er: Nimm zuerst meinen 10-jährigen Bruder! Der kleine Bruder wurde gerettet, der andere ertrank. – Bitte ich Jesus um die Kraft, Liebe und Segen weiter zu schenken? – Bitten wir heute das Jesuskind um die Gnade, dass wir unseren Nächsten nicht abweisen, sondern auch in den Kleinigkeiten des Alltags zum Segen werden, durch unser Handeln und Reden.
Gebet: Jesus, hilf mir, mit allen Frieden zu schließen und meinen Peinigern zu verzeihen, damit es in meinem Herzen Weihnachten werden kann! Amen.
– Den Segen Jesu aufnehmen – Joh 1,12
„Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben.“
Katechese: Am Weihnachtsfest danken wir Gott, dass „er uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet hat durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.“ (Eph 1,3) Gott hat uns Jesus als Retter geschickt, aber nicht nur, um uns aus der Macht des Bösen zu befreien, sondern auch, um uns mit der unvorstellbar großen Würde zu beschenken, Seine Kinder zu werden. Durch den Glauben an den Heiligsten Namen Jesu können wir täglich aus dieser Kraftquelle schöpfen.
Überlegung: „Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren und nicht in Dir: Du bleibst noch ewiglich verloren.“ (Angelus Silesius) – Bereite ich Jesus eine Krippe in meinem Herzen und nehme Ihn liebevoll auf? – Richte ich in allen Gefahren, Versuchungen und Nöten meinen Blick auf das Jesuskind, um allem Bösen zu entrinnen und in der Liebe zu wachsen?
Gebet: Maria, hilf uns, Jesus in unserem Herzen eine Wohnung zu bereiten und Ihn zu allen Menschen zu tragen, die Seiner Hilfe bedürfen! Amen.
– Den Segen Jesu aufnehmen – Joh 1,12
„Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben.“
Katechese: Am Weihnachtsfest danken wir Gott, dass „er uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet hat durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.“ (Eph 1,3) Gott hat uns Jesus als Retter geschickt, aber nicht nur, um uns aus der Macht des Bösen zu befreien, sondern auch, um uns mit der unvorstellbar großen Würde zu beschenken, Seine Kinder zu werden. Durch den Glauben an den Heiligsten Namen Jesu können wir täglich aus dieser Kraftquelle schöpfen.
Überlegung: „Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren und nicht in Dir: Du bleibst noch ewiglich verloren.“ (Angelus Silesius) – Bereite ich Jesus eine Krippe in meinem Herzen und nehme Ihn liebevoll auf? – Richte ich in allen Gefahren, Versuchungen und Nöten meinen Blick auf das Jesuskind, um allem Bösen zu entrinnen und in der Liebe zu wachsen?
Gebet: Maria, hilf uns, Jesus in unserem Herzen eine Wohnung zu bereiten und Ihn zu allen Menschen zu tragen, die Seiner Hilfe bedürfen! Amen.
– Berufung zum Segnen – 1 Petr 3,9
„… Segnet, denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen.“
Katechese: Unsere Berufung ist, Jesus, Sein Licht und Seine Liebe in die finstere, hasserfüllte Welt hineinzutragen. Das geschieht durch das Segnen. Das Wort „segnen“ kommt von „bene dicere“ und bedeutet: Gutes sagen, Gutes weitergeben. Wenn wir segnen, dann segnet Gott durch uns und entreißt Menschen und auch Dinge aus der Macht des Bösen.
Überlegung: „Einer Kranken, die ihren Mann hasste, riet ich, ihn zu segnen … Ich bat sie liebevoll, es doch zu versuchen: ‚Ich segne Dich, Du liebes Menschenkind, im Namen Jesu Christi!‘ immer wieder, immer wieder … – Nach ein paar Wochen rief sie mich an und erzählte: ‚Ich habe Ihnen zuliebe diesen Segen erst mal nur so daher geplappert … Und dann habe ich gemerkt, dass es immer leichter ging und immer ein bisschen mehr Herz mit hineinkam. Und nun kann ich es aus tiefstem Herzen sagen. Mein Mann hat sich sehr gewandelt; es ist alles leichter geworden.‘“ (Ellen Paetsch)
Gebet: Hl. Stephanus, sterbend hast du deine Mörder gesegnet und für sie gebetet. Hilf auch uns, Segensbringer in unserem Alltag zu sein! Amen.
– Berufung zum Segnen – 1 Petr 3,9
„… Segnet, denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen.“
Katechese: Unsere Berufung ist, Jesus, Sein Licht und Seine Liebe in die finstere, hasserfüllte Welt hineinzutragen. Das geschieht durch das Segnen. Das Wort „segnen“ kommt von „bene dicere“ und bedeutet: Gutes sagen, Gutes weitergeben. Wenn wir segnen, dann segnet Gott durch uns und entreißt Menschen und auch Dinge aus der Macht des Bösen.
Überlegung: „Einer Kranken, die ihren Mann hasste, riet ich, ihn zu segnen … Ich bat sie liebevoll, es doch zu versuchen: ‚Ich segne Dich, Du liebes Menschenkind, im Namen Jesu Christi!‘ immer wieder, immer wieder … – Nach ein paar Wochen rief sie mich an und erzählte: ‚Ich habe Ihnen zuliebe diesen Segen erst mal nur so daher geplappert … Und dann habe ich gemerkt, dass es immer leichter ging und immer ein bisschen mehr Herz mit hineinkam. Und nun kann ich es aus tiefstem Herzen sagen. Mein Mann hat sich sehr gewandelt; es ist alles leichter geworden.‘“ (Ellen Paetsch)
Gebet: Hl. Stephanus, sterbend hast du deine Mörder gesegnet und für sie gebetet. Hilf auch uns, Segensbringer in unserem Alltag zu sein! Amen.
– Fluch oder Segen? – Jak 3,10
„Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein.“
Katechese: Jedes Wort hat eine große Kraft. Gute Worte schenken Liebe und Frieden (= Segen), böse Worte dagegen säen Hass und Traurigkeit (= Fluch). Im Kampf gegen das Böse sollten wir also Flüche, Verwünschungen und negative Festlegungen meiden (z.B.: „Das schaff ich nie!“). Dadurch öffnet man Türen für das Böse. Durch das Segnen im Namen Jesu bannen und besiegen wir das Böse und errichten das Reich der Liebe Jesu.
Überlegung: Bereits Sokrates lehrte die Menschen, ihre Worte durch drei Siebe laufen zu lassen, bevor wir sie aussprechen: Sind meine Worte wahr, sind sie gut, sind sie notwendig? – Können mir Menschen zu Recht den Vorwurf machen, dass ich in der Kirche fromm bete, aber danach mit meinen Worten viel Unheil anrichte? – Bemühe ich mich, die Menschen im Namen Jesu zu segnen?
Gebet: Jesus, über jedes unnütze, schlechte Wort müssen wir Rechenschaft vor Dir ablegen. (vgl. Mt 12,36) Bewahre uns vor allem negativen Reden! Amen.
– Fluch oder Segen? – Jak 3,10
„Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein.“
Katechese: Jedes Wort hat eine große Kraft. Gute Worte schenken Liebe und Frieden (= Segen), böse Worte dagegen säen Hass und Traurigkeit (= Fluch). Im Kampf gegen das Böse sollten wir also Flüche, Verwünschungen und negative Festlegungen meiden (z.B.: „Das schaff ich nie!“). Dadurch öffnet man Türen für das Böse. Durch das Segnen im Namen Jesu bannen und besiegen wir das Böse und errichten das Reich der Liebe Jesu.
Überlegung: Bereits Sokrates lehrte die Menschen, ihre Worte durch drei Siebe laufen zu lassen, bevor wir sie aussprechen: Sind meine Worte wahr, sind sie gut, sind sie notwendig? – Können mir Menschen zu Recht den Vorwurf machen, dass ich in der Kirche fromm bete, aber danach mit meinen Worten viel Unheil anrichte? – Bemühe ich mich, die Menschen im Namen Jesu zu segnen?
Gebet: Jesus, über jedes unnütze, schlechte Wort müssen wir Rechenschaft vor Dir ablegen. (vgl. Mt 12,36) Bewahre uns vor allem negativen Reden! Amen.
– Muttersegen – Lk 1,42
„Elisabeth rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.“
Katechese: Maria trug in ihrem Schoß das Jesuskind, als sie zu Elisabeth eilte, um ihr zu helfen. Elisabeth begrüßte beide mit herzlichen Segensworten und ihr Kind hüpfte vor Freude in ihrem Schoß. Heute wissen wir, dass das Kind im Mutterschoß bereits vieles spürt, besonders die Annahme oder Ablehnung seitens der Mutter. So kann schon eine Mutter ihrem ungeborenen Kind Segen zukommen lassen und unnötiges Leid ersparen, indem sie es annimmt und nicht ablehnt.
Überlegung: Die Segensgebete der Kirche beinhalten auch den Segen für werdende Mütter, worin Jesus gebeten wird, das wachsende Kind vor allem Bösen und Krankheiten zu bewahren. – Wenn ich schwangeren Frauen begegne, segne ich sie wohlwollend? – Erinnere ich schwangere Mütter daran, mit dem Baby zu sprechen und es zu segnen? – Weiß ich, dass der Segen Krankheiten verhindert oder nicht ausbrechen lässt?
Gebet: Herr, wir danken Dir für das Wunder des Lebens. Schütze alle Kinder vor der Gefahr der Abtreibung und vor allem Negativen! Amen.
– Muttersegen – Lk 1,42
„Elisabeth rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.“
Katechese: Maria trug in ihrem Schoß das Jesuskind, als sie zu Elisabeth eilte, um ihr zu helfen. Elisabeth begrüßte beide mit herzlichen Segensworten und ihr Kind hüpfte vor Freude in ihrem Schoß. Heute wissen wir, dass das Kind im Mutterschoß bereits vieles spürt, besonders die Annahme oder Ablehnung seitens der Mutter. So kann schon eine Mutter ihrem ungeborenen Kind Segen zukommen lassen und unnötiges Leid ersparen, indem sie es annimmt und nicht ablehnt.
Überlegung: Die Segensgebete der Kirche beinhalten auch den Segen für werdende Mütter, worin Jesus gebeten wird, das wachsende Kind vor allem Bösen und Krankheiten zu bewahren. – Wenn ich schwangeren Frauen begegne, segne ich sie wohlwollend? – Erinnere ich schwangere Mütter daran, mit dem Baby zu sprechen und es zu segnen? – Weiß ich, dass der Segen Krankheiten verhindert oder nicht ausbrechen lässt?
Gebet: Herr, wir danken Dir für das Wunder des Lebens. Schütze alle Kinder vor der Gefahr der Abtreibung und vor allem Negativen! Amen.
– Der Vatersegen – Gen 12,2-3
„Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen.“
Katechese: Abraham hörte in allem auf die Stimme Gottes und wurde von Gott dafür reich beschenkt und von allem Bösen errettet. So galt bereits im Alten Testament die Regel: Auf Gottes Wort hören, bewirkt Segen – Gottes Wort verachten, bringt Unheil und Fluch. Den Segen Gottes schenkte Abraham somit seinen Kindern und seinem Volk.
Überlegung: „Ihr sollt wissen, dass ich alle meine Kinder und Enkelkinder einzeln täglich segne!“, sagte ein Großvater zu seinen acht Kindern und 26 Enkelkindern. Täglich erbat er den Segen Gottes zuerst selbst bei der hl. Messe und durch seine Gebete. – Segne ich täglich meine Familie, Arbeitskollegen und Menschen, denen ich begegne? – Nehme ich mir täglich Zeit, um selbst aus der Segensquelle Jesu zu schöpfen durch das Gebet und durch die Betrachtung Seiner lebendigen Worte?
Gebet: Jesus, heute bringe ich Dir meine Familie mit all ihren Nöten und Sorgen! Segne uns und bewahre uns vor allem Unheil und Schaden! Amen.
– Der Vatersegen – Gen 12,2-3
„Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen.“
Katechese: Abraham hörte in allem auf die Stimme Gottes und wurde von Gott dafür reich beschenkt und von allem Bösen errettet. So galt bereits im Alten Testament die Regel: Auf Gottes Wort hören, bewirkt Segen – Gottes Wort verachten, bringt Unheil und Fluch. Den Segen Gottes schenkte Abraham somit seinen Kindern und seinem Volk.
Überlegung: „Ihr sollt wissen, dass ich alle meine Kinder und Enkelkinder einzeln täglich segne!“, sagte ein Großvater zu seinen acht Kindern und 26 Enkelkindern. Täglich erbat er den Segen Gottes zuerst selbst bei der hl. Messe und durch seine Gebete. – Segne ich täglich meine Familie, Arbeitskollegen und Menschen, denen ich begegne? – Nehme ich mir täglich Zeit, um selbst aus der Segensquelle Jesu zu schöpfen durch das Gebet und durch die Betrachtung Seiner lebendigen Worte?
Gebet: Jesus, heute bringe ich Dir meine Familie mit all ihren Nöten und Sorgen! Segne uns und bewahre uns vor allem Unheil und Schaden! Amen.
– Segen der Speisen – Mk 8,7
„Sie hatten auch noch ein paar Fische bei sich. Jesus segnete sie und ließ auch sie austeilen.“
Katechese: An verschiedenen Stellen im Evangelium wird davon berichtet, dass Jesus das Brot und auch andere Speisen segnete. Es mag daran erinnern, dass auch die Schöpfung durch die Sünde vom Bösen verknechtet wurde und Negatives sich nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Dinge legen kann. Durch den Segen muss es weichen.
Überlegung: Alois Schmid, der im Namen Jesu viele Menschen heilen durfte, empfahl das tägliche Brot zu segnen, da bei der Arbeit der Bauern und Bäcker viel geflucht wird. Auch darin sah er eine Quelle von Krankheiten. – Achte ich auf meine Worte, dass ich wirklich zum Segensbringer werde? – Denke ich an das tägliche Tischgebet, um alles Böse zu bannen?
Gebet: Herr, durch menschliches Versagen sind vielerorts Wasser und Nahrungsmittel verseucht. Segne alles, damit es den Menschen nicht zum Schaden, sondern zum Heil dienen möge! Amen.
– Segen der Speisen – Mk 8,7
„Sie hatten auch noch ein paar Fische bei sich. Jesus segnete sie und ließ auch sie austeilen.“
Katechese: An verschiedenen Stellen im Evangelium wird davon berichtet, dass Jesus das Brot und auch andere Speisen segnete. Es mag daran erinnern, dass auch die Schöpfung durch die Sünde vom Bösen verknechtet wurde und Negatives sich nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Dinge legen kann. Durch den Segen muss es weichen.
Überlegung: Alois Schmid, der im Namen Jesu viele Menschen heilen durfte, empfahl das tägliche Brot zu segnen, da bei der Arbeit der Bauern und Bäcker viel geflucht wird. Auch darin sah er eine Quelle von Krankheiten. – Achte ich auf meine Worte, dass ich wirklich zum Segensbringer werde? – Denke ich an das tägliche Tischgebet, um alles Böse zu bannen?
Gebet: Herr, durch menschliches Versagen sind vielerorts Wasser und Nahrungsmittel verseucht. Segne alles, damit es den Menschen nicht zum Schaden, sondern zum Heil dienen möge! Amen.
– Der Priestersegen – Num 6,24-26
„Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.“
Katechese: Jeder Christ hat durch die Taufe die Segenskraft erhalten. Im Namen Jesu darf er segnen. Auf besondere Weise erteilte Gott die Segenskraft bereits im Alten Testament Aaron und mit ihm der Priesterklasse. Im Neuen Testament sind es die Priester, die durch ihre Weihe die besondere Segensgewalt bekommen haben. Sie haben somit den Auftrag Christi, das Böse zu bannen, alles zu segnen und Gott zu weihen.
Überlegung: Die stigmatisierte Resl von Konnersreuth sah hinter jedem segnenden Priester Jesus stehen. – Bitte ich den Priester um seinen Segen besonders für das Neue Jahr, für alle Menschen, die mir anvertraut sind?
Gebet: „Der Herr sei vor mir, um mir den rechten Weg zu zeigen; der Herr sei neben mir, um mich in die Arme zu schließen und mich zu schützen; der Herr sei hinter mir, um mich zu bewahren vor den Heimtücken böser Menschen; der Herr sei unter mir, um mich aufzufangen, wenn ich falle und um mich aus der Schlinge zu ziehen; der Herr sei in mir, um mich zu trösten, wenn ich traurig bin; der Herr sei um mich herum, um mich zu verteidigen, wenn andere über mich herfallen; der Herr sei über mir, um mich zu segnen. So segne mich der gütige Gott!“ (hl. P. Pio) Amen.
– Der Priestersegen – Num 6,24-26
„Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.“
Katechese: Jeder Christ hat durch die Taufe die Segenskraft erhalten. Im Namen Jesu darf er segnen. Auf besondere Weise erteilte Gott die Segenskraft bereits im Alten Testament Aaron und mit ihm der Priesterklasse. Im Neuen Testament sind es die Priester, die durch ihre Weihe die besondere Segensgewalt bekommen haben. Sie haben somit den Auftrag Christi, das Böse zu bannen, alles zu segnen und Gott zu weihen.
Überlegung: Die stigmatisierte Resl von Konnersreuth sah hinter jedem segnenden Priester Jesus stehen. – Bitte ich den Priester um seinen Segen besonders für das Neue Jahr, für alle Menschen, die mir anvertraut sind?
Gebet: „Der Herr sei vor mir, um mir den rechten Weg zu zeigen; der Herr sei neben mir, um mich in die Arme zu schließen und mich zu schützen; der Herr sei hinter mir, um mich zu bewahren vor den Heimtücken böser Menschen; der Herr sei unter mir, um mich aufzufangen, wenn ich falle und um mich aus der Schlinge zu ziehen; der Herr sei in mir, um mich zu trösten, wenn ich traurig bin; der Herr sei um mich herum, um mich zu verteidigen, wenn andere über mich herfallen; der Herr sei über mir, um mich zu segnen. So segne mich der gütige Gott!“ (hl. P. Pio) Amen.
– Gebet gegen Traurigkeit – Jak 5,13
„Ist einer von euch bedrückt? Dann soll er beten. Ist einer fröhlich? Dann soll er ein Loblied singen.“
Katechese: Eine sehr versteckte und zugleich sehr gefährliche Versuchung ist die Traurigkeit. Wir sollen nicht in der Traurigkeit verharren, sondern uns sofort an den Herrn wenden. Im Gebet dürfen wir die Ursache unserer Bedrückung entdecken und sie vor Jesus hintragen. Er ist unser Retter, der unsere verwundeten Herzen heilen kann! Er will uns helfen, auf eigene Wünsche verzichten zu lernen und das Schwere im Leben zu bejahen. Er hilft uns, zu vergeben und das Leid vereint mit Ihm zu tragen.
Überlegung: In einer Geschichte wird erzählt, der Teufel wollte sein Handwerk aufgeben. Er verkaufte seine Werkzeuge: Mord, Ehebruch, Lüge etc. Das teuerste davon war das Werkzeug der Depression. Auf die Frage, warum es so teuer wäre, sagte er: „Weil es fast nie versagt hat!“ – Ist mir bewusst, dass mich das Kreuz des Alltags erschlägt, wenn ich vor ihm davonlaufe? Wenn ich es aber annehme und mit Jesus trage, wird es eine leichte Last (vgl. Mt 11,30).
Gebet: Herr, Du hast gesagt: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt.“ (Mt 11,28) Heile mich von der Traurigkeit! Amen.
– Betrachtendes Gebet – 1 Tim 4,13
„Lies ihnen eifrig (aus der Schrift) vor, ermahne und belehre sie, bis ich komme.“
Katechese: Der hl. Timotheus empfahl bereits den ersten Christen das eifrige Bibellesen, denn es „ist auch nützlich zur Belehrung, zur Widerlegung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit; so wird der Mensch Gottes zu jedem guten Werk bereit und gerüstet sein.“ (2 Tim 3,16-17)
Überlegung: Die regelmäßige Lesung der Hl. Schrift, die ins Gebet genommen und betrachtet wird, könne in der Kirche einen „neuen geistigen Frühling“ herbeiführen (vgl. Papst Benedikt XVI.). – Ist für mich die Hl. Schrift das Buch des Lebens, das mich ständig begleitet? – Kenne ich die Schritte der geistigen Lesung: 1. Einen Abschnitt aufmerksam lesen; 2. davon einen Vers auswählen, der mich anspricht und ihn immer wiederholen; 3. es zum Gebet machen; 4. in der Gemeinschaft mit Gott verweilen?
Gebet: Herr, öffne unsere tauben Ohren, damit wir in der Not Deine Stimme hören und die Antwort unserer Probleme erfahren können! Amen.
– Leben in der Gegenwart Gottes – Eph 6,18
„Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen.“
Katechese: Der Mensch ist immer der Versuchung ausgesetzt, so zu leben, als ob es Gott nicht gäbe. Obwohl Gott am Wichtigsten für den Menschen sein sollte, vergisst er Gott ständig und versucht, sein Leben allein zu meistern. Doch der Aufruf zum „Gebet ohne Unterlass“ (vgl. 1 Thes 5,17) lädt uns zur täglichen innigen Gemeinschaft mit Jesus ein.
Überlegung: Der hl. Vinzenz Palotti begann jedes Werk mit einem Aufblick zu Gott. Sooft er aus dem Zimmer ging, schaute er zum Bild der Gottesmutter auf: „Segne mich Mutter!“ Geschickt nutzte er jede freie Minute zum Beten aus, wenn er unterwegs war oder warten musste. Er sagte: „Gott ist tausendmal mehr darauf bedacht, uns eine Gnade zu erweisen, als wir es sind, sie zu erhalten.“ Dieses felsenfeste Vertrauen lohnte Gott mit wunderbaren Gebetserhörungen. – Ist Jesus mein bester Freund, den ich in alles einweihe, auch in meine dunklen Seiten, und dem ich alles anvertraue?
Gebet: Herr, „mein Herz denkt an dein Wort: ‚Sucht mein Angesicht!‘ Dein Angesicht, Herr, will ich suchen!“ (Ps 27,8) Amen.
– Unerfüllbare Gebote? – 1 Joh 5,3-4
„Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. Seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was von Gott stammt, besiegt die Welt. Und das ist der Sieg, der die Welt besiegt hat: unser Glaube.“
Katechese: Es gibt keine Gebote, die der Mensch nicht einhalten könnte, unter der Bedingung, dass er zur Zeit der Versuchungen seine Zuflucht zu Gott nimmt, besonders bei den Versuchungen gegen die Reinheit.
Überlegung: Der hl. Augustinus stellte fest: „Nachdem ich wusste, dass ich nicht anders enthaltsam sein könnte, es würde mir denn von Gott gegeben …, trat ich vor den Herrn und bat Ihn.“ – Bin ich mir bewusst, dass ich meine Triebe nur dann beherrschen kann, wenn Gott mir Seine Gnadenhilfe gibt, und dass Er mir sie dann verleiht, wenn ich Ihn darum bitte? – Bitte ich Ihn auch um Kraft, die gefährlichen Gelegenheiten zu meiden, wo ich hilflos meiner Schwäche ausgeliefert bin?
Gebet: Herr, schon jetzt bitte ich Dich für den Moment der nächsten Versuchung: Steh mir in meiner Schwäche bei und gib mir Deine Gnade! Amen.
– Gebet um Bewahrung – Jud 1,24-25a
„Gott aber, der die Macht hat, euch vor jedem Fehltritt zu bewahren …, ihm, der uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, rettet, gebührt die Herrlichkeit …“
Katechese: Es ist nicht möglich, allen gefährlichen Gelegenheiten zur Sünde auszuweichen, denn wir leben in einer neuheidnischen Welt, wo die Sünde überall glorifiziert und ausgelebt wird. Im Bewusstsein unserer Schwäche und Hilflosigkeit dürfen wir deshalb Jesus bitten, Er möge uns vor der Sünde bewahren, damit wir nicht von den unheilvollen Krankheiten der Gottlosigkeit um uns herum angesteckt werden.
Überlegung: „Der Herr wusste wohl, dass ich zu schwach war, um der Versuchung ausgesetzt zu werden, zweifellos wäre ich im falschen Licht der Geschöpfe vollkommen verbrannt. … Es ist nicht mein Verdienst. Gottes Barmherzigkeit hat mich behütet. Ohne Ihn hätte ich ebenso tief fallen können wie Maria Magdalena.“ (hl. Therese v. Lisieux) – Bitte ich Jesus täglich, dass Er mich bewahren möge vor Verwirrung, Unreinheit und jeder Sünde?
Gebet: O Maria, ich weihe mich Dir! Bewahre mich vor der Sünde und lehre mich, Jesus von ganzem Herzen zu lieben! Amen.
– Die Hilfe der Gottesmutter – Lk 1,28.30
„Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. … Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.“
Katechese: Unter den Menschen hat nur Maria alle Versuchungen siegreich überwunden und alle Prüfungen bestanden. Seit Beginn ihrer menschlichen Existenz ist sie durch und durch begnadet, ohne jegliche Sünde. So übertrifft sie auch alle Heiligen an Wirksamkeit, wenn wir Sie um Hilfe in den Versuchungen anflehen. Als beste Mutter will sie uns zu Jesus führen.
Überlegung: „Wenn ihr Maria während einer Versuchung anruft, wird diese Mutter voll Zärtlichkeit sofort kommen, um euch zu helfen.“ – „Wenden wir uns an die Muttergottes mit großem Vertrauen und wir sind sicher, dass sie uns die Gnade der Bekehrung erlangen wird, so elend wir auch sein mögen.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Kenne ich die tägliche Andacht der „Drei Ave Maria“, um Maria um eine gute Sterbestunde zu bitten?
Gebet: Jesus, Du hast uns am Kreuz Maria zur Mutter gegeben. (vgl. Joh 19,27) So vertrauen wir uns ihr an, damit sie uns zu Dir führen möge! Amen.
– Voller Terminkalender – Mt 26,40
„Und Jesus ging zu den Jüngern zurück und fand sie schlafend. Da sagte er zu Petrus: Konntet ihr nicht einmal eine Stunde mit mir wachen?“
Katechese: Die erste Schwierigkeit mit dem Beten ist unser gewaltiger Zeitmangel. Wir hetzen von einem Termin zum anderen und fallen abends todmüde ins Bett, was vielleicht auch verbunden ist mit dem falschen Gottesbild, dass Gott auf unsere Leistung pocht. Doch nur wer sich von seinem eigenen Ich und dem Leistungskampf lösen kann, kann sich für Gott frei machen.
Überlegung: „Gott spricht zu uns durch Misserfolge und Krisen, um uns aufzuwecken, zur Besinnung zu bringen und vor der Selbstzerstörung zu retten.“ (hl. Sr. Faustina) – Nehme ich mir Zeit und mache ich mich frei für Gott? – Könnte ich in meinem Terminkalender täglich einen fixen Termin für Gott einplanen, vielleicht durch den Besuch einer Kirche oder Kapelle?
Gebet: Herr, „wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele (Gott) nach Dir.“ (Ps 42,2) Lass mich immer wieder innehalten und aufschauen zu Dir, damit ich den Sinn meines Lebens nicht aus den Augen verliere! Amen.
– Grübeln – Sir 30,21
„Überlass dich nicht der Sorge, schade dir nicht selbst durch dein Grübeln!“
Katechese: Kaum entflieht der Mensch der Hektik des Alltags und will beginnen zu beten, da überfallen ihn tausend Gedanken. Die ganze Vergangenheit kommt zum Vorschein, an der man hängenbleibt. Dabei können Ärger, Gram und Zorn hochkommen, verbunden auch mit der mangelnden Bereitschaft zur Versöhnung. Oder es beängstigt einen die Zukunft, die Ungewissheit mit ihrer Unruhe und Angst.
Überlegung: Ein Rabbiner wurde gefragt, was er im Gebet tue. Er sagte: „Im Gebet kläre ich meine Gedanken, indem ich die bösen von den guten absondere.“ – Übergebe ich Jesus meine Vergangenheit, indem ich alles aus Seiner Hand annehme und Ihm ans Kreuz bringe, auch meine Leiden, Misserfolge, Schicksalsschläge? – Übergebe ich Ihm die Sorgen für die Zukunft und werfe mich vertrauensvoll in Seine Arme?
Gebet: „Herr, gib mir Kraft nur für heute!“ (hl. Therese v. Lisieux) In Deine Hände lege ich voll Vertrauen meine Vergangenheit und Zukunft. Amen.
– Anhänglichkeit an Irdisches – Mt 6,20-21
„Sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“
Katechese: Oft wollen wir beten, doch wir fühlen irgendeine Wand, die uns von Jesus trennt. Das kann daran liegen, dass unser Herz an Reichtum und an irdischen Dingen hängt, womit wir Gott verdrängt und auch das Beten verlernt haben. Hier gilt das Wort Jesu: „Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt?“ (Mk 8,36) Wir jagen den irdischen Dingen nach und vergessen Gott.
Überlegung: „Bringst du ein leeres Herz mit, damit es Gott füllen kann?“ war die Frage eines Einsiedlers an Neuankömmlinge. – Ist mir bewusst, dass Gott beim Gebet mein Herz nicht mit Seinem Frieden füllen kann, wenn es noch voll „Erde“ ist? – Beschäftigen sich meine Gedanken mit Gott und der Erfüllung Seines Willens oder hänge ich noch abgöttisch an irdischen Dingen und Personen? – Wo ist mein Herz?
Gebet: Herr, schenk mir die Bereitschaft, alles Dir zu geben: Gesundheit, Reichtum, Ehre! Und Du wirst es mir verwandelt wieder schenken! Amen.
– Zerstreuungen – Mt 15,8
„Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir.“
Katechese: Ohne Zerstreuungen zu beten, fällt jedem schwer. Sobald wir anfangen zu beten, besonders bei gemeinschaftlichen Gebeten, spiegelt sich die ganze Welt in den Gedanken wieder, seien es die letzten Fernsehsendungen, Erlebnisse oder Gespräche. Hier sind wir eingeladen, die Zerstreuungen in Gebet zu verwandeln. Was zerstreut, kann man sammeln als Gebetsanliegen für diese Menschen oder für dieses Erlebte. Dabei ist zu betonen, dass nur freiwillige Zerstreuungen sündhaft sind.
Überlegung: Der hl. Bernhard sah beim Chorgebet neben den Mönchen Engel. Diese hatten Papier und Federn in der Hand und schrieben jeden Psalm auf, den die Mönche beteten, zum Teil mit Gold, Silber, Tinte oder Wasser. Das Gebet, welches mit inniger Liebe und Andacht gebetet wird, ist mit goldenen Buchstaben ins Lebensbuch eingetragen, das Gebet jener, die ohne Aufmerksamkeit beten, mit Wasser, denn ihr Beten ist nichts wert. – Könnte ich vor dem Gebet drei Minuten Einkehr halten, um mich zu sammeln und um mich dann ganz Gott hinwenden zu können?
Gebet: Herr, hilf mir, dass der Schall meiner Gebete nicht nur zur Wand reicht, sondern lass meine Gebete bis zu Deinem Herzen dringen! Amen.
– Unsicherheit – Jes 41,10
„Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Ich helfe dir, ja, ich mache dich stark, ja, ich halte dich mit meiner hilfreichen Rechten.“
Katechese: Das Gebet verlangt von uns Mut und Wagemut. Gelegentlich kann man es vergleichen mit dem Sprung aus einem brennenden Haus, wo man vor lauter Qualm nichts sieht, aber man weiß: Unten wartet der Vater mit offenen Armen, um mich aufzufangen. So sind wir eingeladen, im Gebet unerschütterlich an die sichere Liebe Gottes zu glauben, die Augen zu schließen und Ihm zu vertrauen.
Überlegung: Mancher Mensch fragt sich: „Gibt es Gott? Stürze ich ins Nichts? Lässt Gott mich im Stich?“ – Übergebe ich meine Bedrängnisse, Bedrohungen und meine Ungewissheit voll Vertrauen dem Herrn?
Gebet: Jesus, so oft hast Du gesagt: „Sei ohne Furcht, glaube nur!“ (Mk 5,36) – Hilf mir, trotz aller Dunkelheit, zu glauben und Dir zu vertrauen! Amen.
– Trockenheit – Röm 12,12
„Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!“
Katechese: Eine weitere Schwierigkeit ist die Trockenheit im Gebet, wenn man fühlbar keinen Trost dabei verspürt. Hierbei ist eine dreifache Dürre zu unterscheiden. Sie kann als Folge der Untreue gegen Gott auftreten, weil man sinnlichen Leidenschaften gefolgt ist. Hier heißt es, diese Sache Gott abzugeben und neu die Treue zu versprechen. Sie kann aber auch auf normale Müdigkeit zurückzuführen sein; oder sie ist zu unserer Reinigung gegeben, als Aufstieg zu Gott, welcher über Berg und Tal führt.
Überlegung: „Es ist sehr charmant, sich in der Nähe seines Geliebten zu langweilen.“ (hl. Franziska) Der hl. Antonius fragte nach einer Periode innerer Dürre: „Gott, wo bist Du denn gewesen?“ – Gott antwortete: „Dir näher als sonst!“ – Ist die Ursache meiner Dürre die Untreue, Müdigkeit oder Prüfung? – Bleibe ich dem Gebet treu, auch wenn ich dabei gar nichts verspüren darf?
Gebet: Herr, Du erziehst uns auch im Gebet. Hilf uns, treu im Beten auszuhalten, denn nur so wachsen wir in der Liebe zu Dir! Amen.
– Unerhörte Gebete? – Jak 4,3
„Ihr bittet und empfangt doch nichts, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in eurer Leidenschaft zu verschwenden.“
Katechese: Gott schaut aus der Perspektive der Ewigkeit auf unser Leben. Er erhört unsere Gebete, wie es für unser ewiges Heil gut ist. In diesem Sinn versichert uns Jesus, dass wir alles erhalten, um was wir mit Glauben bitten (vgl. Mt 21,22). Mit „alles“ ist aber nicht gemeint, was meinen egoistischen Zielen dient oder mir oder anderen zum geistigen Schaden gereichen kann, sondern was wirklich gut für mich ist.
Überlegung: Wenn ein Kind um einen Benzinkanister bittet, bekommt er ihn nicht vom Vater. Wenn es 15 Jahre später darum bittet, um damit zu arbeiten, bekommt es ihn. – Ist mir bewusst, dass Gott das Gebet so erhört, wie es für den Betenden und sein ewiges Heil am Besten ist? – Bitte ich Gott zuerst um die Verbreitung Seines Reiches der Liebe und um das Wachstum in der Liebe im Vertrauen darauf, dass mir dann alles Notwendige vom Himmlischen VATER dazu geschenkt wird (vgl. Mt 6,33)?
Gebet: Herr, zu Deiner Ehre und zum Wohl der Menschen bringe ich meine Bitten vor Dich! Sei mir gnädig und erhöre mich! Amen.
– Der Beistand vom VATER – Joh 14,16
„Ich werde den VATER bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll.“
Katechese: Jesus lässt uns in unseren Versuchungen nicht allein. In Seinem Versprechen, bei uns zu bleiben, alle Tage bis zum Ende der Welt (vgl. Mt 28,20), meinte Er konkret den Hl. Geist, den Er nach Seiner Himmelfahrt vom Himmlischen VATER Seinen Jüngern gesandt hat. Dieser göttliche Beistand steht uns bei in den Versuchungen der Glaubensverwirrung, denn Er lehrt uns alles, was Jesus gesagt hat. (vgl. Joh 14,26)
Überlegung: „Lasst euch führen vom Hl. Geist! – Betet zum Morgengebet ein ‚VATER unser‘ zum Hl. Geist!“ (Alois Schmid) – Nehme ich gerne den Beistand Jesu, den Hl. Geist, als großes Liebesgeschenk des Himmlischen VATERS an? – Bitte ich Ihn täglich im Bewusstsein meiner Schwäche und Ratlosigkeit um Licht und Kraft? – Danke ich Ihm für Seine Hilfe?
Gebet: „Hl. Geist, erleuchte mich! Was soll ich tun, und wie kann ich Jesus finden? Die Jünger waren sehr unwissend, sie waren bei Jesus, und doch verstanden sie Ihn nicht. Das Geringste macht mich verwirrt und aufgeregt. Ich bin zu empfindlich; ich bin nicht großmütig genug, um Opfer für Jesus zu bringen. O Hl. Geist, als Du den Jüngern Dein Licht erstrahlen ließest, wurden sie umgewandelt; sie waren nicht mehr das, was sie vorher waren; ihre Kraft war erneuert, die Opfer wurden ihnen leicht; sie erkannten Jesus besser als vorher, da Er noch unter ihnen weilte. Quelle des Friedens, des Lichtes, komm, mich zu erleuchten! Ich habe Hunger, komm, mich zu ernähren; ich habe Durst, komm, gib mir zu trinken; ich bin blind, komm, mich zu erleuchten; ich bin arm, komm, mich reich zu machen; ich bin unwissend, komm und belehre mich! Hl. Geist, ich gebe mich Dir hin. Amen!“ (sel. Mirjam v. Abellin)
– Die Kraft des Heiligen Geistes – Apg 1,8
„Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem … und bis an die Grenzen der Erde.“
Katechese: Noch kurz zuvor sind fast alle Jünger der Versuchung erlegen und haben Jesus verlassen und verraten. Angstvoll versteckten sie sich. Ihr völliger innerer Wandel trat mit dem Pfingstereignis ein. Mit der Kraft und dem Licht des Hl. Geistes legten die Jünger mutig Zeugnis ab für die Auferstehung Jesu, verkündeten das Evangelium und fürchteten sich nicht vor dem gewaltsamen Tod durch das Martyrium.
Überlegung: Jährlich sterben tausende Christen, weil sie sich mutig zu ihrem Glauben an Jesus bekennen. Doch die Kraft dazu haben sie nicht aus sich selbst, sondern vom Hl. Geist. – Bitte ich täglich um das Gnadenfeuer des Hl. Geistes, dass ich von der freimachenden Wahrheit des Evangeliums ganz durchdrungen werde und mich nicht mehr fürchte, mich zu Jesus und Seinem Evangelium öffentlich zu bekennen?
Gebet: Jesus, Du hast uns Verfolgungen vorhergesagt. Aber zugleich gibst Du uns Deinen Beistand. Erfülle mich mit der Kraft des Hl. Geistes! Amen.
– Der Geist kommt zur betenden Kirche – Apg 2,3-4
„Es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt …“
Katechese: Der Beistand, der Hl. Geist, kam nicht auf alle Menschen herab, sondern nur auf jene, die sich in „heiliger Versammlung“ (= Kirche) nach der Anordnung Jesu gemeinsam in Jerusalem aufhielten (vgl. Lk 24,49), und einmütig mit Maria, der Mutter Jesu, im Gebet verharrten (vgl. Apg 1,14).
Überlegung: „Manchmal kann man erleben, dass Menschen zu Christus finden, zu Christus ‚Ja‘ sagen, gleichzeitig aber zur Kirche ‚Nein‘.“ (P. Hans Buob) – Ist mir bewusst, dass der Hl. Geist zur Einheit in Christus führt und nicht zur Spaltung? Lasse ich mich durch den Geist der Lüge gegen die Kirche Christi aufbringen? – Weiß ich, dass ich ein Einfallstor für den Geist des Widerstands öffne, wenn ich eine Glaubenswahrheit ausklammere?
Gebet: Herr, Dein Geist wirkt in der Kirche und spricht zu uns durch Deinen Stellvertreter. Lass uns demütig auf den Papst hören! Amen.
– Die Kraft der Taufe und Firmung – Apg 2,38
„Kehrt um, und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“
Katechese: Der Hl. Geist wird uns zuteil durch den Empfang der heiligen Sakramente in der Kirche Jesu. Wir empfangen die Kraft des Hl. Geistes in der Taufe, wo wir zu Kindern Gottes, zu Tempeln des Hl. Geistes werden (vgl. 1 Kor 3,16). Sie wird vermehrt im Sakrament der Firmung, wo wir zu Mitstreitern Christi gesalbt werden (vgl. KKK 1294).
Überlegung: Die Firmung verwurzelt uns tiefer in der Gotteskindschaft; sie vereint uns fester mit Christus; sie vermehrt in uns die Gaben des Hl. Geistes; sie verbindet uns vollkommener mit der Kirche; sie schenkt uns eine besondere Kraft des Hl. Geistes, um in Wort und Tat als wahre Zeugen Christi den Glauben auszubreiten und zu verteidigen, den Namen Christi tapfer zu bekennen und uns nie des Kreuzes zu schämen (vgl. KKK 1303).
Gebet: Herr, entfache in uns das Feuer des Hl. Geistes, das wir erhalten haben, damit es nicht nur glimme, sondern zu einer lodernden Flamme Deiner göttlichen Liebe auf dieser Welt werde! Amen.
– Die Gabe der Weisheit – Jak 1,5
„Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen gern und macht niemand einen Vorwurf.“
Katechese: König Salomo erbat von Gott für seine Regierungszeit die Gabe der Weisheit, die aus einem „hörenden Herzen“ und in der Unterscheidung vom Guten und Bösen bestand. Diese Gabe entlarvt die Lüge der Versuchung: Dem Anschein nach ist ihr Gegenstand verlockend und „köstlich“ (Gen 3,6), in Wahrheit führt sie zum Tod (vgl. KKK 2847).
Überlegung: „Wenn man den Heiligen Geist besitzt, wird das Herz weit und badet in der göttlichen Liebe.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Bitte ich um die Gabe der Weisheit, die heilig, friedlich, freundlich, voll Erbarmen und reich an guten Früchten ist? Fliehe ich vor der irdischen, eigennützigen, teuflischen Weisheit, die voll ist von bitterer Eifersucht und Ehrgeiz (vgl. Jak 3,15-17)?
Gebet: Hl. Geist, schenke mir die Gabe der Weisheit, die mich das Himmlische mehr als alles Irdische schätzen lehrt, Verlangen nach demselben einflößt und die rechten Mittel zum Heile zeigt! Amen.
– Die Gabe des Verstandes – Kol 1,9
„Wir hören nicht auf, inständig für euch zu beten, dass ihr in aller Weisheit und Einsicht, die der Geist schenkt, den Willen des Herrn ganz erkennt.“
Katechese: Der Hl. Geist teilt unserem Verstand nie nutzlose und unfruchtbare, eitle und ungehörige Dinge mit. Gottes Worte sind von großem Gewicht und Nutzen. Wenn eine Seele in ihren Gebeten mit Kenntnissen gespeist wird, die weder eigenen noch fremden Seelennutzen bezwecken, so kommen diese nicht von Gott, der nicht zwecklos handelt.
Überlegung: „Ich setzte voraus, dass es dreierlei Gedanken in mir gibt. Solche, die mein eigen sind und allein meiner Freiheit und meinem Willen entspringen, während die beiden anderen von außen kommen: der eine vom guten, der andere vom bösen Geist.“ (hl. Ignatius v. Loyola) – Prüfe ich meine Gedanken, welche mich zu mehr Liebe zu Gott und den Menschen führen? – Bitte ich um die Gabe der Einsicht, damit mein Denken ganz auf die Erfüllung des Willens Gottes ausgerichtet ist?
Gebet: Hl. Geist, erfülle uns mit der Gabe der Einsicht, die uns erleuchtet, die Geheimnisse und Lehren des Evangeliums richtig zu verstehen! Amen.
– Die Gabe des Rates – Spr 8,14
„Bei mir ist Rat und Hilfe; ich bin die Einsicht, bei mir ist Macht.“
Katechese: Adam und Eva ließen sich vom Satan täuschen und verloren das Paradies. Der Hl. Geist dagegen berät gerade die demütigen Seelen, wie sie durch die gehorsame Nachfolge Jesu schon hier auf Erden und einst im Himmel glücklich werden können.
Überlegung: „Jene, die vom Hl. Geist geführt werden, haben richtige Lebensauffassungen. Deshalb gibt es ja auch so viele Unwissende, die mehr wissen als die Weisen.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Bitte ich den Hl. Geist, um Seine Gabe des Rates für meinen Beichtvater und meine Vorgesetzten, damit sie mir richtig weiterhelfen? – Bringe ich meine Ratlosigkeit immer wieder zu Jesus, damit Er mich mit Seinem Geist erleuchten möge? Suche ich Rat im Blick auf das Kreuz Jesu oder lasse ich mich auf Betrug und Lüge ein, um irdischen Gewinn zu erzielen?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe des Rates, die mir in zweifelhaften Fällen zu erkennen gibt, was ich tun oder lassen und auch anderen raten soll! Amen.
– Die Gabe der Stärke – Jes 11,2
„Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht.“
Katechese: Jesus war erfüllt von den Gaben des Hl. Geistes. Bei Ihm gab es keine Angst vor den Großen dieser Welt, denen Er mutig die Wahrheit sagte. Er hatte auch keine Angst, Sein Leben für die Verbreitung der Liebe Gottes auf Erden einzusetzen.
Überlegung: Das Leben verlangt von uns viel Starkmut, angefangen von unerträglichen Lebenssituationen bis hin zu Beziehungsproblemen, verursacht durch Fremdgehen, Alkohol, Krankheiten etc. – Bitte ich täglich den Hl. Geist, um die Gabe der Stärke, um in der barmherzigen Liebe Jesu wachsen zu können und mich vor den Menschen zu Ihm zu bekennen?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Stärke, die alle Zaghaftigkeit und Menschenfurcht besiegt und mich stärkt, das Laster zu hassen und die Tugend unerschütterlich zu üben und lieber Verachtung, zeitlichen Nachteil, Verfolgung und Tod zu wählen, als Jesus durch Wort oder Tat zu verleugnen. Amen.
– Die Gabe der Erkenntnis – Phil 3,8
„Ich sehe alles als Verlust an, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles übertrifft. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen.“
Katechese: Der göttliche Geist macht den Verstand gelehrig, weich, biegsam und geneigt, die Absichten anderer anzunehmen, die den eigenen widerstreben, besonders wenn es sich um Erkenntnisse von Vorgesetzten handelt. Der böse Geist dagegen verführt zu Trotz und Widerspenstigkeit gegenüber den Lehren des Evangeliums und der Kirche Jesu.
Überlegung: „Als das Blut der Märtyrer floss, hat der Teufel gewütet wie ein wilder Löwe, als die Irrlehren sich verbreiteten, hat er versteckt angegriffen wie eine schleichende Schlange.“ – „Die Hölle stellt zwei Schlachtreihen auf: durch Drohung versucht sie einzuschüchtern, durch Schmeicheln zu Fall zu bringen.“ (hl. Augustinus) – Bitte ich den Hl. Geist um Klarheit und Licht?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Erkenntnis, durch die Du mich innerlich erleuchtest, dass ich mich selbst, die Fallstricke der Eigenliebe, der Leidenschaften, des Teufels und der Welt erkennen kann und die geeigneten Mittel wähle, sie zu überwinden! Amen.
– Die Gabe der Frömmigkeit – Weish 1,1
„Liebt Gerechtigkeit, ihr Herrscher der Erde, denkt in Frömmigkeit an den Herrn, sucht ihn mit reinem Herzen!“
Katechese: In der falsch verstandenen Frömmigkeit treibt der Teufel den Menschen zum Übermaß im Guten an, ohne Rücksicht zu nehmen auf die erforderliche Zeit, den passenden Ort, die gesundheitlichen Verhältnisse und richtet sich oft gegen die Standes- und Berufspflichten.
Überlegung: „Anders muss ein Handwerker fromm sein … anders eine Witwe als ein unverheiratetes Mädchen oder eine in der Ehe lebende Frau. Auch die Ausübung der Frömmigkeit selbst muss der Kraft, der Tätigkeit und der Aufgabe eines jeden in besonderer Weise angepasst sein.“ (hl. Franz v. Sales) – Weiß ich, dass die wahre Frömmigkeit keine Form von Beruf oder Tätigkeit zerstört, sondern sie sogar gefälliger und schöner macht und durch sie die Sorge für die Familie friedvoller, die gegenseitige Liebe von Mann und Frau lauterer und alle Tätigkeiten angenehmer werden?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Frömmigkeit, die mir Ehrfurcht vor Gott und göttlichen Dingen und Freude am Umgang mit Ihm einflößt. Amen.
– Die Gabe der Gottesfurcht – 1 Petr 1,17
„Wenn ihr den als VATER anruft, der jeden ohne Ansehen der Person nach seinem Tun beurteilt, dann führt auch, solange ihr in der Fremde seid, ein Leben in Gottesfurcht.“
Katechese: Die Gottesfurcht ist der Anfang der Weisheit (vgl. Sir 1,14), sie macht das Herz froh, gibt Freude, Frohsinn und ein langes Leben (vgl. Sir 1,12). Sie hält von Sünden fern, wer in ihr verbleibt, vertreibt allen Zorn (vgl. Sir 1,21). Sie ist nicht das Gegenteil von Gottesliebe, sondern von Gottlosigkeit. Gott ist ein liebender Gott. Er ist aber auch allmächtig, groß und heilig, ein Gott, vor dem wir uns in Ehrfurcht neigen sollen.
Überlegung: Der hl. Franziskus hatte eine so tiefe Ehrfurcht vor der Hl. Schrift, dass er sie nur in kniender Haltung las. – Ist meine Kniebeuge vor dem Herrn ein Ausdruck meiner kindlichen Ehrfurcht? – Könnte ich voll dankbarer Ehrfurcht das Bildnis des gekreuzigten Heilands küssen? – Spreche ich den Namen Gottes ehrfürchtig aus?
Gebet: Hl. Geist, schenke mir die Gabe der Gottesfurcht, jener kindlichen Furcht, die kein anderes Unglück fürchtet als das, Gott zu missfallen und die daher die Sünde als das größte Übel flieht! Amen.
– Die Frucht des Heiligen Geistes – Gal 5,24-25
„Alle, die zu Christus Jesus gehören, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. Wenn wir aus dem Geist leben, dann wollen wir dem Geist auch folgen.“
Katechese: Der hl. Paulus lädt uns ein, als Christen alle Versuchungen zum Bösen zu „kreuzigen“, damit Christus in uns immer mehr Gestalt annehmen kann. Mit Christus zieht dann Sein Geist in uns ein mit der Frucht der „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.“ (Gal 5,22-23)
Überlegung: Kreuzige ich mit der Kraft des Hl. Geistes alle Werke des „Fleisches“, d.h. unsere schlechten Leidenschaften und Begierden: „Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage“ (Gal 5,19-21)? – Frage ich in zweifelhaften Fällen meinen Schutzengel, was ich tun soll?
Gebet: „Komm, o Heiliger Geist! Erleuchte meinen Verstand, damit ich Deine Gebote erkenne; mach mein Herz stark gegen die Anschläge des Feindes; entflamme meinen Willen ... Ich habe Deine Stimme gehört, und ich möchte nicht hart werden und Widerstand leisten, indem ich sage: später, morgen. ‚Nunc coepi!‘ Jetzt, damit mir das Morgen nicht vielleicht fehlt. O Geist der Wahrheit und der Weisheit, Geist des Verstandes und des Rates, Geist des Jubels und des Friedens! Ich will, was Du willst; ich will, wie Du willst; ich will, wann Du willst. Amen.“ (hl. Josemaría Escrivá)
– Der Böse – Person und Wirklichkeit – Mt 6,9.13
„So sollt ihr beten: Unser VATER im Himmel … rette uns vor dem Bösen.“
Katechese: Wie es der neue Katechismus lehrt, gibt es das Böse wirklich. Die Existenz des Gegenspielers Gottes, des Teufels, ist kein Mythos, kein erfundenes Märchen, um uns Angst zu machen, sondern eine Wirklichkeit, eine Person. Mit dem Bösen ist der Satan gemeint und alle abtrünnigen Engel, die ihm gefolgt sind. Wir brauchen jedoch keine Angst vor ihm zu haben, wenn wir Jesus als Retter angenommen haben. Durch den Kreuzestod Jesu ist er ein besiegter Feind.
Überlegung: Präsident George W. Bush hat im Jahr 2002, der „Achse des Bösen“ den Krieg angesagt, um die „Terroristen“ auszurotten. Doch die Terroristen schossen dadurch erst recht aus dem Boden, wie Pilze nach dem Regen. – Ist es nicht sinnvoller, den Satan als Urheber des Bösen zu sehen, mit Gebet zu bekämpfen und Gott um Schutz vor dem Bösen zu bitten? – Sollten wir nicht wie Jesus für die menschlichen Werkzeuge des Teufels beten und eventuell auch für sie leiden, damit sie sich bekehren?
Gebet: Herr, behüte mich vor allem Bösen, behüte mein Leben! Behüte mich, wenn ich fortgehe und wiederkomme, von nun an bis in Ewigkeit. (vgl. Ps 121,7-8) Amen.
– Engelsturz – Lk 10,18
Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.“
Katechese: Jesus erzählt Seinen Jüngern über den Engelsturz, über den später der hl. Johannes schrieb: „Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel. Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen." (Offb 12,7-9)
Überlegung: In einem Schulbuch für Kinder wird das Fest Halloween fol-gendermaßen erklärt: Ein Lichtengel musste den Himmel verlassen und wurde auf die Erde geworfen. Um ihn zu trösten, gehen Kinder mit Kürbissen durch die Straßen. – Sollten wir nicht besser den Kindern das Gebet zum Erzengel Michael lehren, um sie vor der Bosheit des Teufels zu schützen?
Gebet: Hl. Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe; gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels, sei unser Schutz. „Gott gebiete ihm“, so bitten wir flehentlich; du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stoße den Satan und die anderen bösen Geister, die in der Welt umherschleichen, um die Seelen zu verderben, durch die Kraft Gottes in die Hölle. Amen.
– Der Herrscher dieser Welt – Joh 14,30
„Ich werde nicht mehr viel zu euch sagen; denn es kommt der Herrscher der Welt. Über mich hat er keine Macht.“
Katechese: Der Engel, der auf die Erde gestürzt wurde, ist Satan. Er wird von Jesus als Herrscher dieser Welt bezeichnet. Sein Reich besteht aus Lüge, Hass, Betrug und Bosheit. Seine Reichtümer gibt er denen, die ihn anbeten. Über Jesus hatte er keine Macht, denn Er hat alle Versuchungen überwunden und blieb in der Liebe und Demut treu bis zum Tod.
Überlegung: Vor seinem Sterben sah der hl. Martin den Teufel in der Nähe stehen. Da sprach er: „Was stehst du da, blutige Bestie? Du Finsterer, an mir wirst du nichts finden; mich nimmt der Schoß Abrahams auf!“ – Hat der Teufel noch Macht über mich durch Hass oder Unversöhnlichkeit?
Gebet: Heilige Maria, Mutter Gottes, Du Besiegerin des Teufels, bitte für mich, jetzt und in der Stunde meines Todes! Amen.
– Jesus besiegt den Satan – Joh 12,31
„Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden.“
Katechese: Mit dem Kommen Jesu in die Welt wird das uneingeschränkte Herrschertum des Fürsten der Finsternis, des Teufels beendet. Jesus richtet mit Seinem Leben, Leiden und mit Seiner Auferstehung das Reich des Lichtes und der Liebe auf. Vom Kreuz herab herrscht unser Gott! Das Kreuz ist das Siegeszeichen. Am Kreuz bricht sich die Macht des Bösen, das heißt in der Liebe und Demut Jesu Christi.
Überlegung: „Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.“ (Joh 12,32) – Mache ich immer wieder voll Glauben das Kreuzzeichen über mich und andere Menschen, um in Jesus Geborgenheit und Schutz zu finden vor den Gefahren des Bösen? – Wenn ich Jesus durch die Sünde verlasse, kehre ich dann mit einem Reuegebet schnell wieder zu Ihm zurück, damit der Böse mir nicht schaden kann?
Gebet: VATER, ich opfere Dir die Heiligen Wunden Jesu auf und das Blut, das Er vergossen hat, als Sühne für meine Sünden. Birg mich in Jesu Wunden, damit der böse Feind mich nicht mehr finden und mir nicht schaden kann! Amen.
– Engel des Lichts – 2 Kor 11,14
„Kein Wunder, denn auch der Satan tarnt sich als Engel des Lichts.“
Katechese: Obwohl der Satan von Jesus besiegt wurde, hat er noch Macht durch seine Werkzeuge, die Menschen, die sich ihm zu Diensten stellen. Dabei ist es seine listige Art, dass er sich im ehemaligen Kleid des Lichtengels zeigt, um die Menschen zu täuschen. Er wird auch gerne „Affe Gottes“ genannt, da er nicht fähig ist, etwas Neues zu erfinden, sondern die Heiligen Dinge verdreht und in den Dreck zieht.
Überlegung: Statt dem Glauben baut der Satan die Welt des Aberglaubens auf: Horoskope, Wahrsagerei, weiße Magie, Abbeterei, alternative Heilmethoden durch esoterische Mittel etc. – Ist mir bewusst, dass dem Teufel nicht so viel am menschlichen Leib liegt, sondern dass er die Seele für sich gewinnen will? – Ist mir schon aufgefallen, dass esoterische Mittel den Glauben an den wahren Gott verdunkeln und erschweren?
Gebet: Jesus, Dir leb ich! Jesus, Dir sterb ich! Jesus, Dein bin ich in alle Ewigkeit! Jesus, sei mir barmherzig und rette mich! Amen.
– Lügner von Anfang an – Joh 8,44
Der Teufel „war ein Mörder von Anfang an. Und er steht nicht in der Wahrheit; denn es ist keine Wahrheit in ihm. Wenn er lügt, sagt er das, was aus ihm selbst kommt; denn er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.“
Katechese: Bereits im Paradies belog der Satan Adam und Eva. Genauso belügt er alle Menschen, verspricht ihnen Reichtum, Ehre und Macht, aber nur für kurze Zeit. Viele Menschen gewinnt der Teufel durch die Lüge, dass er und die Hölle nicht existieren. Andere gewinnt er durch die Lüge, dass für alles Unheil, Leid und Katastrophen Gott schuldig ist.
Überlegung: In einem Film kommt der Teufel als Händler in eine Stadt und bietet den Menschen als Geschenk ihre unerfüllten Wünsche an. Als Preis verlangt er eine versteckte böse Tat, wobei andere dabei verdächtigt und bekämpft werden. Erst als die Menschen den Satan als Urheber des Bösen entdecken und ihm absagen, werden sie von dessen Macht befreit.
Gebet: Jesus, hilf uns, alle hinterlistigen Geschosse des Satans zu entdecken und mit dem demütigen Glauben an Dich zu bekämpfen! Amen.
– Luftgeister – Eph 6,12
„Wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.“
Katechese: Mit dem Lichtengel sind viele Engel vom Himmel gestürzt. Sie verkleiden sich auch als harmlose „Esoterikengel“, sind in Wirklichkeit aber auf unser Verderben aus. Sie stacheln unsere Stimmungen und Triebe zum Bösen an, verlocken und versuchen uns. Nach unserem Tod stehen sie plötzlich als unsere Ankläger vor Gott. Im Namen Jesu, mit der Kraft Seines Wortes, können wir sie wie lästige Zecken abschütteln.
Überlegung: Der hl. Antonius sah das Schicksal der Seelen nach dem Tod: Im Luftraum sind widerwärtige Gestalten, die die Seelen hindern wollen, hindurchzugehen. Sie verlangen Rechenschaft, ob sie ihnen durch die Sünde nicht untertänig seien und erheben Anklage. – Weiß ich, dass Jesus durch die Beichte alle bereuten und gebeichteten Sünden für immer auslöscht?
Gebet: Jesus, schon jetzt lege ich meine Sterbestunde voll Vertrauen in Deine Barmherzigkeit! Rette mich vor allen Angriffen des Bösen! Amen.
– Maria, die Schlangenzertreterin – Offb 12,1
„Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.“
Katechese: Die Exegeten sehen in diesem Bild die Kirche, doch dürfen wir in dieser Frau auch Maria sehen, die Mutter der Kirche. Der Satan wurde vom Himmel gestürzt wegen seines stolzen „Non serviam!“ (Ich will nicht dienen!). Maria errang ihre Größe durch ihren demütigen Dienst als gläubige Magd des Herrn. Im Kampf gegen das Böse hat Jesus deshalb Seinen Jüngern Maria als starke Helferin zur Seite gestellt.
Überlegung: Maria ist stärker als die ganze Hölle. Wo sie auftritt, muss der Satan weichen. Bin ich mir bewusst, dass der Böse keinem Kind Mariens wirklich schaden kann, das treu seiner Mutter folgt und ihr vertraut?
Gebet: Hehre Königin des Himmels, höchste Herrin der Engel! Du hast von Gott die Macht und die Sendung erhalten, den Kopf des Satans zu zertreten. Wir bitten Dich demütig: Sende Deine himmlischen Legionen, damit sie unter Deinem Befehle und durch Deine Macht die höllischen Geister verfolgen, sie überall bekämpfen, ihre Verwegenheit zuschanden machen und sie in den Abgrund zurückstoßen! Amen.
– Die Hilfe der Heiligen Engel – Ex 23,20
„Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen und dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe.“
Katechese: Die Gott treu gebliebenen heiligen Engel wollen unser Bestes. Doch sie drängen sich nicht wie die Teufel lästig auf, sondern laden uns sanft zum Guten ein. Sie respektieren unsere Freiheit und können uns nur dann tatkräftig schützen, wenn wir sie darum bitten.
Überlegung: „Der Schutzengel ist immer an unserer Seite, um uns zum Guten anzuhalten und gegen den bösen Feind zu verteidigen, der ohne Unterlass um uns herumschleicht, um uns zum Bösen zu verleiten.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Höre ich gerne auf die Stimme meines hl. Schutzengels, der mich zum Gebet, zur Liebe, Versöhnung und Nachfolge Jesu einlädt?
Gebet: Hl. Schutzengel, durchbrich meine Taubheit, leite mich an zum Guten und beschütze mich vor allen Gefahren für Leib und Seele! Amen.
– Der Sieg Jesu über das Böse – Mt 3,16
„Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.“
Katechese: Obwohl Jesus ohne jede Sünde war, bat Er Johannes den Täufer um die Bußtaufe im Jordan. Das Geheimnis Seiner Bitte lag in Seiner Mission, stellvertretend für die Menschen die Sünden auf Sich zu nehmen, für sie Sühne zu leisten und sie der Macht des Satans zu entreißen. Er stellte damit ihre verlorene Verbindung mit dem Himmlischen VATER wieder her und schenkt allen, die Ihm glauben und sich taufen lassen, die Gotteskindschaft mit der Fülle des Hl. Geistes.
Überlegung: „Das Haupt des Drachen hat der Herr im Jordan zerschmettert und alles aus seiner Gewalt befreit.“ (SB I/335) – Ist mir bewusst, dass Jesus den Satan besiegt hat und allen, die an Ihn glauben, die Befreiung aus dessen Herrschaftsbereich (= Gottlosigkeit, Hass, Lüge, Angst, Stolz etc.) anbietet? – Nehme ich die Errettung vom Bösen aus der Hand Jesu an, indem ich an Ihn glaube und mein Taufversprechen erneuere, d.h. allem Bösen absage und Jesus als Herrn annehme?
Gebet: Jesus, mein Erlöser, in Deinem Namen widersage ich dem Satan, all seinen Werken und allem Bösen und übergebe Dir mein Leben! Amen.
– Befreiung der Bedrängten – Mk 1,27
„Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.“
Katechese: Gleich zu Beginn Seines Wirkens zeigte Jesus, dass das Böse in der Welt durch Ihn besiegt wird. Mit dem Befehl „Schweig und verlass ihn!“ (Mk 1,25) befreite Er einen Besessenen vom unreinen Geist. Der Sündenfall gibt dem Bösen das Recht, den Menschen zu quälen. Jesus aber, der die Sünden der Welt gesühnt hat, besitzt die Vollmacht, alle Menschen, die Ihn darum bitten, aus dem Elend zu befreien.
Überlegung: „Trotz meines Widerstrebens hast Du alle schlechten Bande gelöst, die mich von Dir ferngehalten hätten. Wie gut bist Du! … Deine Hand allein hat dieses Werk begonnen … Nur so konnte meine Seele für die Wahrheit vorbereitet werden. Der böse Geist herrscht zu sehr über eine Seele, die nicht rein ist, als dass die Wahrheit in ihr Eingang finden könnte. Guter Hirt, Du wolltest bei mir eintreten und hast Deinen Feind, den Dämon unlauterer Begierden, aus mir vertrieben.“ (sel. Charles de Foucauld)
Gebet: Jesus, immer wieder sündige ich und gebe dem Bösen Anrecht, mich zu quälen. Errette mich vor dem Bösen und stärke mich im Guten! Amen.
– Heilung der Kranken – Mk 1,30-31
„Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. … Jesus ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr, und sie sorgte für sie.“
Katechese: Der Mensch leidet unter vielen Krankheiten, die ihre Ursache in der menschlichen Gebrechlichkeit und Begrenztheit und in der Wirkung des Bösen haben (vgl. Papst Benedikt XVI.). Jesus ging nicht teilnahmslos am Leid der Menschen vorüber, sondern heilte viele Kranke (vgl. Mk 1,34).
Überlegung: „Jesus hat den Kranken, die zu Ihm kamen, nicht gesagt: Leidet geduldig!, sondern Er hat sie gesund gemacht, damit der VATER durch Ihn verherrlicht werde.“ (Niklaus Wolf) – Bitte ich in schweren Krankheiten den Priester um das Sakrament der Krankensalbung, in dem Jesus selbst kommt, um den Leidenden zu trösten, zu stärken und aufzurichten?
Gebet: Jesus, heile meine Seele und meinen Körper, damit ich meine Pflichten zu Deiner Ehre weiterhin gut erfüllen kann! Amen.
– Trost der Trauernden – Lk 7,12-15
„Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. … Jesus ging zu der Bahre hin und fasste sie an. … und sagte: Ich befehle dir, junger Mann, steh auf! Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen.“
Katechese: Das größte Leid, das wir Menschen erfahren, ist der Tod. Jesus selbst hat mehrmals Tote auferweckt, so wie hier den jungen Mann von Nain. Doch lehrt Er uns, keine Angst zu haben vor dem Tod des Körpers, sondern vor dem Tod der Seele, der allen droht, die in ihrem Leben die Erlösung Jesu nicht annehmen wollen. Jesus hat uns vom ewigen Tod befreit, indem Er selbst den Tod am Kreuz auf Sich genommen hat.
Überlegung: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ (Joh 11,25) – Bitte ich um die geistige Auferweckung und um neues Leben für meine todkranke Seele in der hl. Beichte, wenn ich in schwere Sünde geraten bin? – Danke ich Jesus, dass wir Christen die Hoffnung auf ein wunderbares Leben nach dem Tod haben?
Gebet: Gelobt seist Du, mein Herr, durch unsere Schwester, den leiblichen Tod; ihm kann kein Mensch lebend entrinnen. Wehe jenen, die in schwerer Sünde sterben. Selig jene, die sich in Deinem heiligsten Willen finden, denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun! Amen. (hl. Franz v. Assisi)
– Speise der Hungernden – Lk 9,17
„Alle aßen und wurden satt. Als man die übriggebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es zwölf Körbe voll.“
Katechese: Viele Menschen leiden unter Hunger und Durst. In Seiner göttlichen Vollmacht vermehrte Jesus mehrmals Brote für viele Menschen und gab Seinen Jüngern den Auftrag, ihr Brot mit den Hungernden zu teilen. Doch Jesus dachte dabei nicht nur an den Hunger des Leibes, sondern auch an den der Seele, und schenkt sich allen Menschen im Brot des Lebens, in der Hl. Kommunion.
Überlegung: „Die Kommunion wirkt auf die Seele wie ein Windstoß in ein erlöschendes Feuer, in dem noch Glut vorhanden ist. Ein Windstoß und das Feuer brennt wieder.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Lasse ich mich von der Liebe Jesu in der Hl. Kommunion neu entflammen? – Wie helfe ich den Hungernden?
Gebet: Jesus, täglich verhungern Menschen seelisch und körperlich. Lass mich nicht gleichgültig an ihrem Leid vorübergehen! Amen.
– Hilfe für die Eheleute – Joh 2,3
„Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr.“
Katechese: Jesus war zu einer Hochzeit eingeladen, die nach jüdischem Brauch eine Woche dauerte. Nach einigen Tagen ging der Wein aus. Auf die Bitte Mariens hin wirkte Jesus Sein erstes Wunder und verwandelte Wasser in Wein. Dieses Wunder ist auch ein Hinweis Jesu auf Seine besondere Gegenwart und Hilfe im Ehesakrament. Wenn Eheleute sich mit Vertrauen in ihren alltäglichen Problemen, Schwierigkeiten und Sorgen an Ihn wenden, lässt Er sie nicht allein und wirkt immer wieder Wunder.
Überlegung: „Oh, wenn die Menschen doch Glauben hätten, wie glücklich könnten sie sein! Im Namen Jesu würden sie alles erhalten!“ (Niklaus Wolf) – Lade ich Jesus, Maria und Josef in meine Familie ein, damit sie uns in den alltäglichen Sorgen und Nöten beistehen und das Böse vertreiben?
Gebet: O hl. Josef, du halt Haus und gieß des Himmels Segen aus… Dir geb ich heut mit frohem Blick den Schlüssel zu des Hauses Glück: O schließe du doch alles aus, was schaden könnte unserm Haus. Schließ all die Meinen und auch mich in Jesu Herz, das bitt ich dich! Dass hier uns jeder Tag vergeht wie dir im Haus zu Nazareth! Amen.
– Hilfe der Kinder – Mk 10,16
„Jesus nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.“
Katechese: Jesus liebte die Kinder sehr und wurde sogar unwillig, als die Jünger die Kinder abweisen wollten. Kinder haben teilweise große Nöte und Ängste durch Mangel an Zeit und Zuwendung von Seiten ihrer Eltern. Wenn sie keine Hilfe erfahren, verfallen sie in vielerlei Süchte. Auch sie brauchen den täglichen Segen ihrer Eltern und Großeltern. Sie brauchen Jesus!
Überlegung: Sr. Elvira, die Gründerin der Heime für drogenabhängige Jugendliche, bezeichnet als Ursache vieler Süchte den Mangel an Liebe, den die Kinder in ihrem Leben erfahren haben, der schon darin bestand, dass die Eltern kaum Zeit für sie hatten. Heilung finden sie in ihren Heimen im täglichen Gebet, körperlicher Arbeit und in der Betreuung durch einen lebendigen Schutzengel (= geheilte Person), der sich 24 Stunden am Tag um sie kümmert.
Gebet: Jesus, wir bringen Dir alle Kinder der Welt: Nimm sie in Deine Arme, lege ihnen die Hände auf und segne sie! Amen.
– Rettung in Katastrophen – Mk 4,39
„Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein.“
Katechese: Die Jünger fuhren mit Jesus über den See als ein gewaltiger Sturm hereinbrach und das Boot fast zum Kentern brachte. Mit der Kraft Seines Wortes befreite Jesus sie aus der Gefahr der Naturgewalt. Seine Segensmacht hinterließ Jesus den Priestern, die in Seinem Namen den Auftrag haben, zu segnen und das Böse zu bannen.
Überlegung: In Sizilien, wenn der Vulkan Ätna seine Lava spukt und jegliche menschliche Hilfe versagt, wenden sich die Menschen an den Bischof. Auf das Segensgebet hin werden sie immer wieder von ihrer Not befreit, wie auch im Jahre 2002. – Glaube ich an die Segensmacht Christi durch den Priester und bitte ihn um Wettersegen, Kindersegen, Haussegen etc.?
Gebet: Jesus, ich glaube, dass Du selbst durch den Priester segnest, wenn er segnet. Bewahre uns durch den Priestersegen vor allem Unheil! Amen.
– Politische Befreiung? – Apg 1,6
„Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her?“
Katechese: Viele sahen in Jesus einen politischen Befreier und erwarteten von Ihm die Befreiung aus der Besatzungsmacht der Römer. Doch Jesus ging es nicht zuerst um die äußere Freiheit und ein irdisches Königreich. Er schenkt die innere Freiheit aus der Sklaverei des Bösen.
Überlegung: „Als Maria ihr Ja-Wort sprach, da begann das Gottesreich auf Erden, und sie war Seine erste Bürgerin. Und alle, die sich vor und nach der Geburt des Kindes in Wort und Tat zu Ihm bekannten … traten in das Gottesreich ein. Es ist anders geworden, als man sich nach den Psalmen und den Propheten die Herrschaft Gottes gedacht hatte. Die Römer blieben die Herren im Lande … Unsichtbar trug jeder, der dem Herrn angehörte, sein Himmelreich in sich. Seine irdische Bürde wurde ihm nicht abgenommen, ja sogar noch manche andere dazugelegt, aber was Er in sich hatte, war eine beschwingende Kraft, die das Joch sanft machte und die Last leicht (vgl. Mt 11,29f).“ (hl. Edith Stein)
Gebet: Jesus, Du schenkst uns die Freiheit der Kinder Gottes. Bewahre uns davor, von neuem das Joch der Sünde und des Bösen auf uns zu laden! Amen.
– Segen für die Mission – Lk 24,50-51
Jesus führte „sie hinaus in die Nähe von Betanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie. Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben.“
Katechese: Bevor Jesus Seine Jünger verließ und zum Himmlischen VATER zurückkehrte, segnete Er sie und gab ihnen den Auftrag, der ganzen Welt zu verkünden: „Jesus, der Retter ist da! Er will auch dich aus der Macht des Bösen entreißen und zu einem geliebten Kind Gottes machen! Kehr also um von deinen bösen Wegen und hör auf die Stimme Jesu!“ Der Segen Jesu schenkte ihnen großen Erfolg, denn Scharen von Menschen entschieden sich für Jesus. Der Segen Jesu stärkte sie auch in allen Mühen und Leiden, die mit ihrem Einsatz für das Gute verbunden waren.
Überlegung: „Hierzulande werden viele Leute nur deswegen nicht Christen, weil sie niemand dazu macht! … Die Kinder ließen mich nicht zum Essen und Schlafen kommen, bevor ich ihnen nicht irgendein Gebet beigebracht hatte. … Ich begann mit dem ‚Ehre sei dem Vater‘ und prägte ihnen das ‚Glaubensbekenntnis‘, das ‚Vaterunser‘ und das ‚Ave Maria‘ ein.“ (hl. Franz von Xaver) – Ist mir bewusst, dass Jesus Seinen Segen auch mir spendet und mich als Seinen Apostel aussendet?
Gebet: Jesus, viele Menschen wissen nichts von Gott und Deinem Sieg über das Böse! Gib uns Deinen Segen, um eifrig Dein Reich zu verkünden! Amen.
– Gott bewahrt vor dem Bösen – Joh 17,15
„Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.“
Katechese: Jesus kannte die großen Gefahren, die Seine Jünger erwarteten und betete deshalb für sie um Bewahrung vor dem Bösen. Denn der Teufel verlangte, sie zu sieben wie den Weizen (vgl. Lk 22,31), durch den Versuch, sie von Jesus zu trennen. Ohne die Hilfe Jesu, erliegt jeder den Intrigen und der Hinterhältigkeit des Bösen. Wer sich voll Vertrauen in die Arme Gottes wirft, kommt sicher durch alle Gefahren des Lebens.
Überlegung: Manche Menschen haben Angst davor zu beten: „VATER, mach mit mir, was Du willst! Dein Wille geschehe!“, denn sie befürchten dann das Allerschlimmste. – Ist mir bewusst, dass gerade dann, wenn ich mich vertrauensvoll in die Arme Gottes werfe und um Seine Führung bitte, Er mich von allem Bösen befreit und bewahrt? – Erkenne ich die List des Satans, der meinen Eigenwillen unterstützt und mich so auf Abwege führt?
Gebet: „Herr, wie Du willst, soll mir gescheh‘n, und wie Du willst, so will ich geh‘n, hilf, Deinen Willen nur versteh‘n. Herr, wann Du willst, dann ist es Zeit, und wann Du willst, bin ich bereit, heut und in alle Ewigkeit. Herr, was Du willst, das nehm‘ ich hin, und was Du willst, ist mir Gewinn, genug, dass ich Dein Eigen bin. Herr, weil Du‘s willst, d‘rum ist es gut, und weil Du‘s willst, d‘rum hab‘ ich Mut, mein Herz in Deinen Händen ruht.“ (sel. P. Rupert Mayer)
– Vollmacht der Jünger Jesu – Lk 10,19
„Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können.“
Katechese: Jesus hat Seine Macht über das Böse in der Welt Seinen Jüngern übertragen. Sie erfahren Seine Kraft, wenn sie an Jesus glauben und voll Vertrauen in allen Gefahren, Versuchungen und Krankheiten Seinen Heiligsten Namen anrufen. Doch sollen wir uns nichts auf unsere „Macht“ einbilden, sondern dankbar und demütig erkennen, dass unser VATER im Himmel uns liebt und in allen Nöten beisteht.
Überlegung: „Wenn wir Jesus recht liebten und mit Ihm und in Seinem Namen wider die Hölle streiten würden, wie viele und wie große Verherrlichungen des hl. Namens Jesu würden geschehen, wie viele Sünder bekehrt, wie viele Uneinigkeiten würden behoben, deren Urheber der Teufel ist … Wie viele Übel und Krankheiten würden wir vertreiben, die uns zum Dienst Gottes und zur Erfüllung unserer Berufspflichten untauglich machen.“ (Niklaus Wolf)
Gebet: Hl. Erzengel Michael, steh uns bei im Kampfe und hilf uns, alles Böse im Namen Jesu unter unseren Füßen zu zertreten! Amen.
– Vollmacht der Jünger Jesu – Lk 10,19
„Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können.“
Katechese: Jesus hat Seine Macht über das Böse in der Welt Seinen Jüngern übertragen. Sie erfahren Seine Kraft, wenn sie an Jesus glauben und voll Vertrauen in allen Gefahren, Versuchungen und Krankheiten Seinen Heiligsten Namen anrufen. Doch sollen wir uns nichts auf unsere „Macht“ einbilden, sondern dankbar und demütig erkennen, dass unser VATER im Himmel uns liebt und in allen Nöten beisteht.
Überlegung: „Wenn wir Jesus recht liebten und mit Ihm und in Seinem Namen wider die Hölle streiten würden, wie viele und wie große Verherrlichungen des hl. Namens Jesu würden geschehen, wie viele Sünder bekehrt, wie viele Uneinigkeiten würden behoben, deren Urheber der Teufel ist … Wie viele Übel und Krankheiten würden wir vertreiben, die uns zum Dienst Gottes und zur Erfüllung unserer Berufspflichten untauglich machen.“ (Niklaus Wolf)
Gebet: Hl. Erzengel Michael, steh uns bei im Kampfe und hilf uns, alles Böse im Namen Jesu unter unseren Füßen zu zertreten! Amen.
– Entscheidung befreit vom Bösen – Apg 19,18-19
„Viele, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten offen, was sie (früher) getan hatten und nicht wenige, die Zauberei getrieben hatten, brachten ihre Zauberbücher herbei und verbrannten sie vor aller Augen.“
Katechese: Paulus verkündete das Evangelium in Ephesus. Die Menschen nahmen das Wort Gottes ernst, sagten ihrem schlechten Treiben ab und verbrannten die Zauberbücher, die sie an das Böse gebunden hielten. Durch die Durchtrennung dieser negativen Bindungen erstarkte das Wort Gottes in ihrem Leben und erfüllte sie mit reichem Segen (vgl. Apg 19,20).
Überlegung: Eine Person konnte in ihrem Herzen Jesus nicht anbeten, bis zu diesem Moment, wo sie sich von ihrem Skarabäusanhänger trennte und diesem Geist absagte. – Ist mir bewusst, dass okkulte oder esoterische Gegenstände Bindungen an das Böse darstellen, die den Segen Gottes verhindern? – Widersage ich allem Bösen und übergebe mein Leben Jesus?
Gebet: Jesus, Du bist in diese Welt gekommen, um uns aus der Macht des Bösen zu retten. Trenne mich von allem, was mich hindert zu Dir! Amen.
– Entscheidung befreit vom Bösen – Apg 19,18-19
„Viele, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten offen, was sie (früher) getan hatten und nicht wenige, die Zauberei getrieben hatten, brachten ihre Zauberbücher herbei und verbrannten sie vor aller Augen.“
Katechese: Paulus verkündete das Evangelium in Ephesus. Die Menschen nahmen das Wort Gottes ernst, sagten ihrem schlechten Treiben ab und verbrannten die Zauberbücher, die sie an das Böse gebunden hielten. Durch die Durchtrennung dieser negativen Bindungen erstarkte das Wort Gottes in ihrem Leben und erfüllte sie mit reichem Segen (vgl. Apg 19,20).
Überlegung: Eine Person konnte in ihrem Herzen Jesus nicht anbeten, bis zu diesem Moment, wo sie sich von ihrem Skarabäusanhänger trennte und diesem Geist absagte. – Ist mir bewusst, dass okkulte oder esoterische Gegenstände Bindungen an das Böse darstellen, die den Segen Gottes verhindern? – Widersage ich allem Bösen und übergebe mein Leben Jesus?
Gebet: Jesus, Du bist in diese Welt gekommen, um uns aus der Macht des Bösen zu retten. Trenne mich von allem, was mich hindert zu Dir! Amen.
– Das geschützte Haus – Mt 7,24
„Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.“
Katechese: Unser Schicksal wurzelt in unserer freien Willensentscheidung. Wenn wir uns für Jesus entscheiden und unser Leben nach Seinem Wort ausrichten, begleitet uns der Segen Gottes. Es können dann die Stürme toben und an unserem Lebenshaus rütteln, aber es wird nicht einstürzen, denn Jesus selbst wird uns Sicherheit und Schutz gewähren.
Überlegung: „Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun?“ (Mk 10,51) – Ist mir bewusst, dass Jesus, Maria und die hl. Engel unseren freien Willen respektieren und auf unsere Entscheidung warten, um uns helfen zu können? – Weiß ich, dass der böse Geist sich dagegen aufdrängt, gegen Gott aufhetzt und damit bewirkt, dass das „Haus“ (= Leben) einstürzt? – Wende ich mich vor Reisen, Aufgaben, wichtigen Gesprächen etc. an Jesus und bitte um Seinen Segen und Schutz?
Gebet: Herr, Du bist mein Fels, meine Burg, mein Retter, meine Feste, in der ich mich berge, mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht. (vgl. Ps 18,3) Amen.
– Das geschützte Haus – Mt 7,24
„Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.“
Katechese: Unser Schicksal wurzelt in unserer freien Willensentscheidung. Wenn wir uns für Jesus entscheiden und unser Leben nach Seinem Wort ausrichten, begleitet uns der Segen Gottes. Es können dann die Stürme toben und an unserem Lebenshaus rütteln, aber es wird nicht einstürzen, denn Jesus selbst wird uns Sicherheit und Schutz gewähren.
Überlegung: „Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun?“ (Mk 10,51) – Ist mir bewusst, dass Jesus, Maria und die hl. Engel unseren freien Willen respektieren und auf unsere Entscheidung warten, um uns helfen zu können? – Weiß ich, dass der böse Geist sich dagegen aufdrängt, gegen Gott aufhetzt und damit bewirkt, dass das „Haus“ (= Leben) einstürzt? – Wende ich mich vor Reisen, Aufgaben, wichtigen Gesprächen etc. an Jesus und bitte um Seinen Segen und Schutz?
Gebet: Herr, Du bist mein Fels, meine Burg, mein Retter, meine Feste, in der ich mich berge, mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht. (vgl. Ps 18,3) Amen.
– Das Böse besiegen – Lk 6,28
„Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.“
Katechese: Am Heiligen Abend schauen wir auf Maria und Josef, die für die Geburt des Jesuskindes eine Herberge suchten. Überall wurden sie abgewiesen und fanden nur Platz in einem Stall. Aus ihrem Mund kam keine Klage, keine Verwünschung. Gewiss segnete Jesus schon im Schoß Marias alle Menschen, die sie abwiesen, und vergab ihnen.
Überlegung: Bei den Überschwemmungen in Australien wurde eine Mutter mit ihren beiden Kindern im Auto von den Wassermassen erfasst. Als ein Helfer den 13-jährigen Buben aus dem Auto reißen wollte, sagte er: Nimm zuerst meinen 10-jährigen Bruder! Der kleine Bruder wurde gerettet, der andere ertrank. – Bitte ich Jesus um die Kraft, Liebe und Segen weiter zu schenken? – Bitten wir heute das Jesuskind um die Gnade, dass wir unseren Nächsten nicht abweisen, sondern auch in den Kleinigkeiten des Alltags zum Segen werden, durch unser Handeln und Reden.
Gebet: Jesus, hilf mir, mit allen Frieden zu schließen und meinen Peinigern zu verzeihen, damit es in meinem Herzen Weihnachten werden kann! Amen.
– Das Böse besiegen – Lk 6,28
„Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.“
Katechese: Am Heiligen Abend schauen wir auf Maria und Josef, die für die Geburt des Jesuskindes eine Herberge suchten. Überall wurden sie abgewiesen und fanden nur Platz in einem Stall. Aus ihrem Mund kam keine Klage, keine Verwünschung. Gewiss segnete Jesus schon im Schoß Marias alle Menschen, die sie abwiesen, und vergab ihnen.
Überlegung: Bei den Überschwemmungen in Australien wurde eine Mutter mit ihren beiden Kindern im Auto von den Wassermassen erfasst. Als ein Helfer den 13-jährigen Buben aus dem Auto reißen wollte, sagte er: Nimm zuerst meinen 10-jährigen Bruder! Der kleine Bruder wurde gerettet, der andere ertrank. – Bitte ich Jesus um die Kraft, Liebe und Segen weiter zu schenken? – Bitten wir heute das Jesuskind um die Gnade, dass wir unseren Nächsten nicht abweisen, sondern auch in den Kleinigkeiten des Alltags zum Segen werden, durch unser Handeln und Reden.
Gebet: Jesus, hilf mir, mit allen Frieden zu schließen und meinen Peinigern zu verzeihen, damit es in meinem Herzen Weihnachten werden kann! Amen.
– Den Segen Jesu aufnehmen – Joh 1,12
„Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben.“
Katechese: Am Weihnachtsfest danken wir Gott, dass „er uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet hat durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.“ (Eph 1,3) Gott hat uns Jesus als Retter geschickt, aber nicht nur, um uns aus der Macht des Bösen zu befreien, sondern auch, um uns mit der unvorstellbar großen Würde zu beschenken, Seine Kinder zu werden. Durch den Glauben an den Heiligsten Namen Jesu können wir täglich aus dieser Kraftquelle schöpfen.
Überlegung: „Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren und nicht in Dir: Du bleibst noch ewiglich verloren.“ (Angelus Silesius) – Bereite ich Jesus eine Krippe in meinem Herzen und nehme Ihn liebevoll auf? – Richte ich in allen Gefahren, Versuchungen und Nöten meinen Blick auf das Jesuskind, um allem Bösen zu entrinnen und in der Liebe zu wachsen?
Gebet: Maria, hilf uns, Jesus in unserem Herzen eine Wohnung zu bereiten und Ihn zu allen Menschen zu tragen, die Seiner Hilfe bedürfen! Amen.
– Den Segen Jesu aufnehmen – Joh 1,12
„Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben.“
Katechese: Am Weihnachtsfest danken wir Gott, dass „er uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet hat durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.“ (Eph 1,3) Gott hat uns Jesus als Retter geschickt, aber nicht nur, um uns aus der Macht des Bösen zu befreien, sondern auch, um uns mit der unvorstellbar großen Würde zu beschenken, Seine Kinder zu werden. Durch den Glauben an den Heiligsten Namen Jesu können wir täglich aus dieser Kraftquelle schöpfen.
Überlegung: „Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren und nicht in Dir: Du bleibst noch ewiglich verloren.“ (Angelus Silesius) – Bereite ich Jesus eine Krippe in meinem Herzen und nehme Ihn liebevoll auf? – Richte ich in allen Gefahren, Versuchungen und Nöten meinen Blick auf das Jesuskind, um allem Bösen zu entrinnen und in der Liebe zu wachsen?
Gebet: Maria, hilf uns, Jesus in unserem Herzen eine Wohnung zu bereiten und Ihn zu allen Menschen zu tragen, die Seiner Hilfe bedürfen! Amen.
– Berufung zum Segnen – 1 Petr 3,9
„… Segnet, denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen.“
Katechese: Unsere Berufung ist, Jesus, Sein Licht und Seine Liebe in die finstere, hasserfüllte Welt hineinzutragen. Das geschieht durch das Segnen. Das Wort „segnen“ kommt von „bene dicere“ und bedeutet: Gutes sagen, Gutes weitergeben. Wenn wir segnen, dann segnet Gott durch uns und entreißt Menschen und auch Dinge aus der Macht des Bösen.
Überlegung: „Einer Kranken, die ihren Mann hasste, riet ich, ihn zu segnen … Ich bat sie liebevoll, es doch zu versuchen: ‚Ich segne Dich, Du liebes Menschenkind, im Namen Jesu Christi!‘ immer wieder, immer wieder … – Nach ein paar Wochen rief sie mich an und erzählte: ‚Ich habe Ihnen zuliebe diesen Segen erst mal nur so daher geplappert … Und dann habe ich gemerkt, dass es immer leichter ging und immer ein bisschen mehr Herz mit hineinkam. Und nun kann ich es aus tiefstem Herzen sagen. Mein Mann hat sich sehr gewandelt; es ist alles leichter geworden.‘“ (Ellen Paetsch)
Gebet: Hl. Stephanus, sterbend hast du deine Mörder gesegnet und für sie gebetet. Hilf auch uns, Segensbringer in unserem Alltag zu sein! Amen.
– Berufung zum Segnen – 1 Petr 3,9
„… Segnet, denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen.“
Katechese: Unsere Berufung ist, Jesus, Sein Licht und Seine Liebe in die finstere, hasserfüllte Welt hineinzutragen. Das geschieht durch das Segnen. Das Wort „segnen“ kommt von „bene dicere“ und bedeutet: Gutes sagen, Gutes weitergeben. Wenn wir segnen, dann segnet Gott durch uns und entreißt Menschen und auch Dinge aus der Macht des Bösen.
Überlegung: „Einer Kranken, die ihren Mann hasste, riet ich, ihn zu segnen … Ich bat sie liebevoll, es doch zu versuchen: ‚Ich segne Dich, Du liebes Menschenkind, im Namen Jesu Christi!‘ immer wieder, immer wieder … – Nach ein paar Wochen rief sie mich an und erzählte: ‚Ich habe Ihnen zuliebe diesen Segen erst mal nur so daher geplappert … Und dann habe ich gemerkt, dass es immer leichter ging und immer ein bisschen mehr Herz mit hineinkam. Und nun kann ich es aus tiefstem Herzen sagen. Mein Mann hat sich sehr gewandelt; es ist alles leichter geworden.‘“ (Ellen Paetsch)
Gebet: Hl. Stephanus, sterbend hast du deine Mörder gesegnet und für sie gebetet. Hilf auch uns, Segensbringer in unserem Alltag zu sein! Amen.
– Fluch oder Segen? – Jak 3,10
„Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein.“
Katechese: Jedes Wort hat eine große Kraft. Gute Worte schenken Liebe und Frieden (= Segen), böse Worte dagegen säen Hass und Traurigkeit (= Fluch). Im Kampf gegen das Böse sollten wir also Flüche, Verwünschungen und negative Festlegungen meiden (z.B.: „Das schaff ich nie!“). Dadurch öffnet man Türen für das Böse. Durch das Segnen im Namen Jesu bannen und besiegen wir das Böse und errichten das Reich der Liebe Jesu.
Überlegung: Bereits Sokrates lehrte die Menschen, ihre Worte durch drei Siebe laufen zu lassen, bevor wir sie aussprechen: Sind meine Worte wahr, sind sie gut, sind sie notwendig? – Können mir Menschen zu Recht den Vorwurf machen, dass ich in der Kirche fromm bete, aber danach mit meinen Worten viel Unheil anrichte? – Bemühe ich mich, die Menschen im Namen Jesu zu segnen?
Gebet: Jesus, über jedes unnütze, schlechte Wort müssen wir Rechenschaft vor Dir ablegen. (vgl. Mt 12,36) Bewahre uns vor allem negativen Reden! Amen.
– Fluch oder Segen? – Jak 3,10
„Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein.“
Katechese: Jedes Wort hat eine große Kraft. Gute Worte schenken Liebe und Frieden (= Segen), böse Worte dagegen säen Hass und Traurigkeit (= Fluch). Im Kampf gegen das Böse sollten wir also Flüche, Verwünschungen und negative Festlegungen meiden (z.B.: „Das schaff ich nie!“). Dadurch öffnet man Türen für das Böse. Durch das Segnen im Namen Jesu bannen und besiegen wir das Böse und errichten das Reich der Liebe Jesu.
Überlegung: Bereits Sokrates lehrte die Menschen, ihre Worte durch drei Siebe laufen zu lassen, bevor wir sie aussprechen: Sind meine Worte wahr, sind sie gut, sind sie notwendig? – Können mir Menschen zu Recht den Vorwurf machen, dass ich in der Kirche fromm bete, aber danach mit meinen Worten viel Unheil anrichte? – Bemühe ich mich, die Menschen im Namen Jesu zu segnen?
Gebet: Jesus, über jedes unnütze, schlechte Wort müssen wir Rechenschaft vor Dir ablegen. (vgl. Mt 12,36) Bewahre uns vor allem negativen Reden! Amen.
– Muttersegen – Lk 1,42
„Elisabeth rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.“
Katechese: Maria trug in ihrem Schoß das Jesuskind, als sie zu Elisabeth eilte, um ihr zu helfen. Elisabeth begrüßte beide mit herzlichen Segensworten und ihr Kind hüpfte vor Freude in ihrem Schoß. Heute wissen wir, dass das Kind im Mutterschoß bereits vieles spürt, besonders die Annahme oder Ablehnung seitens der Mutter. So kann schon eine Mutter ihrem ungeborenen Kind Segen zukommen lassen und unnötiges Leid ersparen, indem sie es annimmt und nicht ablehnt.
Überlegung: Die Segensgebete der Kirche beinhalten auch den Segen für werdende Mütter, worin Jesus gebeten wird, das wachsende Kind vor allem Bösen und Krankheiten zu bewahren. – Wenn ich schwangeren Frauen begegne, segne ich sie wohlwollend? – Erinnere ich schwangere Mütter daran, mit dem Baby zu sprechen und es zu segnen? – Weiß ich, dass der Segen Krankheiten verhindert oder nicht ausbrechen lässt?
Gebet: Herr, wir danken Dir für das Wunder des Lebens. Schütze alle Kinder vor der Gefahr der Abtreibung und vor allem Negativen! Amen.
– Muttersegen – Lk 1,42
„Elisabeth rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.“
Katechese: Maria trug in ihrem Schoß das Jesuskind, als sie zu Elisabeth eilte, um ihr zu helfen. Elisabeth begrüßte beide mit herzlichen Segensworten und ihr Kind hüpfte vor Freude in ihrem Schoß. Heute wissen wir, dass das Kind im Mutterschoß bereits vieles spürt, besonders die Annahme oder Ablehnung seitens der Mutter. So kann schon eine Mutter ihrem ungeborenen Kind Segen zukommen lassen und unnötiges Leid ersparen, indem sie es annimmt und nicht ablehnt.
Überlegung: Die Segensgebete der Kirche beinhalten auch den Segen für werdende Mütter, worin Jesus gebeten wird, das wachsende Kind vor allem Bösen und Krankheiten zu bewahren. – Wenn ich schwangeren Frauen begegne, segne ich sie wohlwollend? – Erinnere ich schwangere Mütter daran, mit dem Baby zu sprechen und es zu segnen? – Weiß ich, dass der Segen Krankheiten verhindert oder nicht ausbrechen lässt?
Gebet: Herr, wir danken Dir für das Wunder des Lebens. Schütze alle Kinder vor der Gefahr der Abtreibung und vor allem Negativen! Amen.
– Der Vatersegen – Gen 12,2-3
„Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen.“
Katechese: Abraham hörte in allem auf die Stimme Gottes und wurde von Gott dafür reich beschenkt und von allem Bösen errettet. So galt bereits im Alten Testament die Regel: Auf Gottes Wort hören, bewirkt Segen – Gottes Wort verachten, bringt Unheil und Fluch. Den Segen Gottes schenkte Abraham somit seinen Kindern und seinem Volk.
Überlegung: „Ihr sollt wissen, dass ich alle meine Kinder und Enkelkinder einzeln täglich segne!“, sagte ein Großvater zu seinen acht Kindern und 26 Enkelkindern. Täglich erbat er den Segen Gottes zuerst selbst bei der hl. Messe und durch seine Gebete. – Segne ich täglich meine Familie, Arbeitskollegen und Menschen, denen ich begegne? – Nehme ich mir täglich Zeit, um selbst aus der Segensquelle Jesu zu schöpfen durch das Gebet und durch die Betrachtung Seiner lebendigen Worte?
Gebet: Jesus, heute bringe ich Dir meine Familie mit all ihren Nöten und Sorgen! Segne uns und bewahre uns vor allem Unheil und Schaden! Amen.
– Der Vatersegen – Gen 12,2-3
„Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen.“
Katechese: Abraham hörte in allem auf die Stimme Gottes und wurde von Gott dafür reich beschenkt und von allem Bösen errettet. So galt bereits im Alten Testament die Regel: Auf Gottes Wort hören, bewirkt Segen – Gottes Wort verachten, bringt Unheil und Fluch. Den Segen Gottes schenkte Abraham somit seinen Kindern und seinem Volk.
Überlegung: „Ihr sollt wissen, dass ich alle meine Kinder und Enkelkinder einzeln täglich segne!“, sagte ein Großvater zu seinen acht Kindern und 26 Enkelkindern. Täglich erbat er den Segen Gottes zuerst selbst bei der hl. Messe und durch seine Gebete. – Segne ich täglich meine Familie, Arbeitskollegen und Menschen, denen ich begegne? – Nehme ich mir täglich Zeit, um selbst aus der Segensquelle Jesu zu schöpfen durch das Gebet und durch die Betrachtung Seiner lebendigen Worte?
Gebet: Jesus, heute bringe ich Dir meine Familie mit all ihren Nöten und Sorgen! Segne uns und bewahre uns vor allem Unheil und Schaden! Amen.
– Segen der Speisen – Mk 8,7
„Sie hatten auch noch ein paar Fische bei sich. Jesus segnete sie und ließ auch sie austeilen.“
Katechese: An verschiedenen Stellen im Evangelium wird davon berichtet, dass Jesus das Brot und auch andere Speisen segnete. Es mag daran erinnern, dass auch die Schöpfung durch die Sünde vom Bösen verknechtet wurde und Negatives sich nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Dinge legen kann. Durch den Segen muss es weichen.
Überlegung: Alois Schmid, der im Namen Jesu viele Menschen heilen durfte, empfahl das tägliche Brot zu segnen, da bei der Arbeit der Bauern und Bäcker viel geflucht wird. Auch darin sah er eine Quelle von Krankheiten. – Achte ich auf meine Worte, dass ich wirklich zum Segensbringer werde? – Denke ich an das tägliche Tischgebet, um alles Böse zu bannen?
Gebet: Herr, durch menschliches Versagen sind vielerorts Wasser und Nahrungsmittel verseucht. Segne alles, damit es den Menschen nicht zum Schaden, sondern zum Heil dienen möge! Amen.
– Segen der Speisen – Mk 8,7
„Sie hatten auch noch ein paar Fische bei sich. Jesus segnete sie und ließ auch sie austeilen.“
Katechese: An verschiedenen Stellen im Evangelium wird davon berichtet, dass Jesus das Brot und auch andere Speisen segnete. Es mag daran erinnern, dass auch die Schöpfung durch die Sünde vom Bösen verknechtet wurde und Negatives sich nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Dinge legen kann. Durch den Segen muss es weichen.
Überlegung: Alois Schmid, der im Namen Jesu viele Menschen heilen durfte, empfahl das tägliche Brot zu segnen, da bei der Arbeit der Bauern und Bäcker viel geflucht wird. Auch darin sah er eine Quelle von Krankheiten. – Achte ich auf meine Worte, dass ich wirklich zum Segensbringer werde? – Denke ich an das tägliche Tischgebet, um alles Böse zu bannen?
Gebet: Herr, durch menschliches Versagen sind vielerorts Wasser und Nahrungsmittel verseucht. Segne alles, damit es den Menschen nicht zum Schaden, sondern zum Heil dienen möge! Amen.
– Der Priestersegen – Num 6,24-26
„Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.“
Katechese: Jeder Christ hat durch die Taufe die Segenskraft erhalten. Im Namen Jesu darf er segnen. Auf besondere Weise erteilte Gott die Segenskraft bereits im Alten Testament Aaron und mit ihm der Priesterklasse. Im Neuen Testament sind es die Priester, die durch ihre Weihe die besondere Segensgewalt bekommen haben. Sie haben somit den Auftrag Christi, das Böse zu bannen, alles zu segnen und Gott zu weihen.
Überlegung: Die stigmatisierte Resl von Konnersreuth sah hinter jedem segnenden Priester Jesus stehen. – Bitte ich den Priester um seinen Segen besonders für das Neue Jahr, für alle Menschen, die mir anvertraut sind?
Gebet: „Der Herr sei vor mir, um mir den rechten Weg zu zeigen; der Herr sei neben mir, um mich in die Arme zu schließen und mich zu schützen; der Herr sei hinter mir, um mich zu bewahren vor den Heimtücken böser Menschen; der Herr sei unter mir, um mich aufzufangen, wenn ich falle und um mich aus der Schlinge zu ziehen; der Herr sei in mir, um mich zu trösten, wenn ich traurig bin; der Herr sei um mich herum, um mich zu verteidigen, wenn andere über mich herfallen; der Herr sei über mir, um mich zu segnen. So segne mich der gütige Gott!“ (hl. P. Pio) Amen.
– Der Priestersegen – Num 6,24-26
„Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.“
Katechese: Jeder Christ hat durch die Taufe die Segenskraft erhalten. Im Namen Jesu darf er segnen. Auf besondere Weise erteilte Gott die Segenskraft bereits im Alten Testament Aaron und mit ihm der Priesterklasse. Im Neuen Testament sind es die Priester, die durch ihre Weihe die besondere Segensgewalt bekommen haben. Sie haben somit den Auftrag Christi, das Böse zu bannen, alles zu segnen und Gott zu weihen.
Überlegung: Die stigmatisierte Resl von Konnersreuth sah hinter jedem segnenden Priester Jesus stehen. – Bitte ich den Priester um seinen Segen besonders für das Neue Jahr, für alle Menschen, die mir anvertraut sind?
Gebet: „Der Herr sei vor mir, um mir den rechten Weg zu zeigen; der Herr sei neben mir, um mich in die Arme zu schließen und mich zu schützen; der Herr sei hinter mir, um mich zu bewahren vor den Heimtücken böser Menschen; der Herr sei unter mir, um mich aufzufangen, wenn ich falle und um mich aus der Schlinge zu ziehen; der Herr sei in mir, um mich zu trösten, wenn ich traurig bin; der Herr sei um mich herum, um mich zu verteidigen, wenn andere über mich herfallen; der Herr sei über mir, um mich zu segnen. So segne mich der gütige Gott!“ (hl. P. Pio) Amen.
– Betrachtendes Gebet – 1 Tim 4,13
„Lies ihnen eifrig (aus der Schrift) vor, ermahne und belehre sie, bis ich komme.“
Katechese: Der hl. Timotheus empfahl bereits den ersten Christen das eifrige Bibellesen, denn es „ist auch nützlich zur Belehrung, zur Widerlegung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit; so wird der Mensch Gottes zu jedem guten Werk bereit und gerüstet sein.“ (2 Tim 3,16-17)
Überlegung: Die regelmäßige Lesung der Hl. Schrift, die ins Gebet genommen und betrachtet wird, könne in der Kirche einen „neuen geistigen Frühling“ herbeiführen (vgl. Papst Benedikt XVI.). – Ist für mich die Hl. Schrift das Buch des Lebens, das mich ständig begleitet? – Kenne ich die Schritte der geistigen Lesung: 1. Einen Abschnitt aufmerksam lesen; 2. davon einen Vers auswählen, der mich anspricht und ihn immer wiederholen; 3. es zum Gebet machen; 4. in der Gemeinschaft mit Gott verweilen?
Gebet: Herr, öffne unsere tauben Ohren, damit wir in der Not Deine Stimme hören und die Antwort unserer Probleme erfahren können! Amen.
– Leben in der Gegenwart Gottes – Eph 6,18
„Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen.“
Katechese: Der Mensch ist immer der Versuchung ausgesetzt, so zu leben, als ob es Gott nicht gäbe. Obwohl Gott am Wichtigsten für den Menschen sein sollte, vergisst er Gott ständig und versucht, sein Leben allein zu meistern. Doch der Aufruf zum „Gebet ohne Unterlass“ (vgl. 1 Thes 5,17) lädt uns zur täglichen innigen Gemeinschaft mit Jesus ein.
Überlegung: Der hl. Vinzenz Palotti begann jedes Werk mit einem Aufblick zu Gott. Sooft er aus dem Zimmer ging, schaute er zum Bild der Gottesmutter auf: „Segne mich Mutter!“ Geschickt nutzte er jede freie Minute zum Beten aus, wenn er unterwegs war oder warten musste. Er sagte: „Gott ist tausendmal mehr darauf bedacht, uns eine Gnade zu erweisen, als wir es sind, sie zu erhalten.“ Dieses felsenfeste Vertrauen lohnte Gott mit wunderbaren Gebetserhörungen. – Ist Jesus mein bester Freund, den ich in alles einweihe, auch in meine dunklen Seiten, und dem ich alles anvertraue?
Gebet: Herr, „mein Herz denkt an dein Wort: ‚Sucht mein Angesicht!‘ Dein Angesicht, Herr, will ich suchen!“ (Ps 27,8) Amen.
– Unerfüllbare Gebote? – 1 Joh 5,3-4
„Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. Seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was von Gott stammt, besiegt die Welt. Und das ist der Sieg, der die Welt besiegt hat: unser Glaube.“
Katechese: Es gibt keine Gebote, die der Mensch nicht einhalten könnte, unter der Bedingung, dass er zur Zeit der Versuchungen seine Zuflucht zu Gott nimmt, besonders bei den Versuchungen gegen die Reinheit.
Überlegung: Der hl. Augustinus stellte fest: „Nachdem ich wusste, dass ich nicht anders enthaltsam sein könnte, es würde mir denn von Gott gegeben …, trat ich vor den Herrn und bat Ihn.“ – Bin ich mir bewusst, dass ich meine Triebe nur dann beherrschen kann, wenn Gott mir Seine Gnadenhilfe gibt, und dass Er mir sie dann verleiht, wenn ich Ihn darum bitte? – Bitte ich Ihn auch um Kraft, die gefährlichen Gelegenheiten zu meiden, wo ich hilflos meiner Schwäche ausgeliefert bin?
Gebet: Herr, schon jetzt bitte ich Dich für den Moment der nächsten Versuchung: Steh mir in meiner Schwäche bei und gib mir Deine Gnade! Amen.
– Gebet um Bewahrung – Jud 1,24-25a
„Gott aber, der die Macht hat, euch vor jedem Fehltritt zu bewahren …, ihm, der uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, rettet, gebührt die Herrlichkeit …“
Katechese: Es ist nicht möglich, allen gefährlichen Gelegenheiten zur Sünde auszuweichen, denn wir leben in einer neuheidnischen Welt, wo die Sünde überall glorifiziert und ausgelebt wird. Im Bewusstsein unserer Schwäche und Hilflosigkeit dürfen wir deshalb Jesus bitten, Er möge uns vor der Sünde bewahren, damit wir nicht von den unheilvollen Krankheiten der Gottlosigkeit um uns herum angesteckt werden.
Überlegung: „Der Herr wusste wohl, dass ich zu schwach war, um der Versuchung ausgesetzt zu werden, zweifellos wäre ich im falschen Licht der Geschöpfe vollkommen verbrannt. … Es ist nicht mein Verdienst. Gottes Barmherzigkeit hat mich behütet. Ohne Ihn hätte ich ebenso tief fallen können wie Maria Magdalena.“ (hl. Therese v. Lisieux) – Bitte ich Jesus täglich, dass Er mich bewahren möge vor Verwirrung, Unreinheit und jeder Sünde?
Gebet: O Maria, ich weihe mich Dir! Bewahre mich vor der Sünde und lehre mich, Jesus von ganzem Herzen zu lieben! Amen.
– Die Hilfe der Gottesmutter – Lk 1,28.30
„Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. … Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.“
Katechese: Unter den Menschen hat nur Maria alle Versuchungen siegreich überwunden und alle Prüfungen bestanden. Seit Beginn ihrer menschlichen Existenz ist sie durch und durch begnadet, ohne jegliche Sünde. So übertrifft sie auch alle Heiligen an Wirksamkeit, wenn wir Sie um Hilfe in den Versuchungen anflehen. Als beste Mutter will sie uns zu Jesus führen.
Überlegung: „Wenn ihr Maria während einer Versuchung anruft, wird diese Mutter voll Zärtlichkeit sofort kommen, um euch zu helfen.“ – „Wenden wir uns an die Muttergottes mit großem Vertrauen und wir sind sicher, dass sie uns die Gnade der Bekehrung erlangen wird, so elend wir auch sein mögen.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Kenne ich die tägliche Andacht der „Drei Ave Maria“, um Maria um eine gute Sterbestunde zu bitten?
Gebet: Jesus, Du hast uns am Kreuz Maria zur Mutter gegeben. (vgl. Joh 19,27) So vertrauen wir uns ihr an, damit sie uns zu Dir führen möge! Amen.
– Voller Terminkalender – Mt 26,40
„Und Jesus ging zu den Jüngern zurück und fand sie schlafend. Da sagte er zu Petrus: Konntet ihr nicht einmal eine Stunde mit mir wachen?“
Katechese: Die erste Schwierigkeit mit dem Beten ist unser gewaltiger Zeitmangel. Wir hetzen von einem Termin zum anderen und fallen abends todmüde ins Bett, was vielleicht auch verbunden ist mit dem falschen Gottesbild, dass Gott auf unsere Leistung pocht. Doch nur wer sich von seinem eigenen Ich und dem Leistungskampf lösen kann, kann sich für Gott frei machen.
Überlegung: „Gott spricht zu uns durch Misserfolge und Krisen, um uns aufzuwecken, zur Besinnung zu bringen und vor der Selbstzerstörung zu retten.“ (hl. Sr. Faustina) – Nehme ich mir Zeit und mache ich mich frei für Gott? – Könnte ich in meinem Terminkalender täglich einen fixen Termin für Gott einplanen, vielleicht durch den Besuch einer Kirche oder Kapelle?
Gebet: Herr, „wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele (Gott) nach Dir.“ (Ps 42,2) Lass mich immer wieder innehalten und aufschauen zu Dir, damit ich den Sinn meines Lebens nicht aus den Augen verliere! Amen.
– Grübeln – Sir 30,21
„Überlass dich nicht der Sorge, schade dir nicht selbst durch dein Grübeln!“
Katechese: Kaum entflieht der Mensch der Hektik des Alltags und will beginnen zu beten, da überfallen ihn tausend Gedanken. Die ganze Vergangenheit kommt zum Vorschein, an der man hängenbleibt. Dabei können Ärger, Gram und Zorn hochkommen, verbunden auch mit der mangelnden Bereitschaft zur Versöhnung. Oder es beängstigt einen die Zukunft, die Ungewissheit mit ihrer Unruhe und Angst.
Überlegung: Ein Rabbiner wurde gefragt, was er im Gebet tue. Er sagte: „Im Gebet kläre ich meine Gedanken, indem ich die bösen von den guten absondere.“ – Übergebe ich Jesus meine Vergangenheit, indem ich alles aus Seiner Hand annehme und Ihm ans Kreuz bringe, auch meine Leiden, Misserfolge, Schicksalsschläge? – Übergebe ich Ihm die Sorgen für die Zukunft und werfe mich vertrauensvoll in Seine Arme?
Gebet: „Herr, gib mir Kraft nur für heute!“ (hl. Therese v. Lisieux) In Deine Hände lege ich voll Vertrauen meine Vergangenheit und Zukunft. Amen.
– Anhänglichkeit an Irdisches – Mt 6,20-21
„Sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“
Katechese: Oft wollen wir beten, doch wir fühlen irgendeine Wand, die uns von Jesus trennt. Das kann daran liegen, dass unser Herz an Reichtum und an irdischen Dingen hängt, womit wir Gott verdrängt und auch das Beten verlernt haben. Hier gilt das Wort Jesu: „Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt?“ (Mk 8,36) Wir jagen den irdischen Dingen nach und vergessen Gott.
Überlegung: „Bringst du ein leeres Herz mit, damit es Gott füllen kann?“ war die Frage eines Einsiedlers an Neuankömmlinge. – Ist mir bewusst, dass Gott beim Gebet mein Herz nicht mit Seinem Frieden füllen kann, wenn es noch voll „Erde“ ist? – Beschäftigen sich meine Gedanken mit Gott und der Erfüllung Seines Willens oder hänge ich noch abgöttisch an irdischen Dingen und Personen? – Wo ist mein Herz?
Gebet: Herr, schenk mir die Bereitschaft, alles Dir zu geben: Gesundheit, Reichtum, Ehre! Und Du wirst es mir verwandelt wieder schenken! Amen.
– Zerstreuungen – Mt 15,8
„Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir.“
Katechese: Ohne Zerstreuungen zu beten, fällt jedem schwer. Sobald wir anfangen zu beten, besonders bei gemeinschaftlichen Gebeten, spiegelt sich die ganze Welt in den Gedanken wieder, seien es die letzten Fernsehsendungen, Erlebnisse oder Gespräche. Hier sind wir eingeladen, die Zerstreuungen in Gebet zu verwandeln. Was zerstreut, kann man sammeln als Gebetsanliegen für diese Menschen oder für dieses Erlebte. Dabei ist zu betonen, dass nur freiwillige Zerstreuungen sündhaft sind.
Überlegung: Der hl. Bernhard sah beim Chorgebet neben den Mönchen Engel. Diese hatten Papier und Federn in der Hand und schrieben jeden Psalm auf, den die Mönche beteten, zum Teil mit Gold, Silber, Tinte oder Wasser. Das Gebet, welches mit inniger Liebe und Andacht gebetet wird, ist mit goldenen Buchstaben ins Lebensbuch eingetragen, das Gebet jener, die ohne Aufmerksamkeit beten, mit Wasser, denn ihr Beten ist nichts wert. – Könnte ich vor dem Gebet drei Minuten Einkehr halten, um mich zu sammeln und um mich dann ganz Gott hinwenden zu können?
Gebet: Herr, hilf mir, dass der Schall meiner Gebete nicht nur zur Wand reicht, sondern lass meine Gebete bis zu Deinem Herzen dringen! Amen.
– Unsicherheit – Jes 41,10
„Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Ich helfe dir, ja, ich mache dich stark, ja, ich halte dich mit meiner hilfreichen Rechten.“
Katechese: Das Gebet verlangt von uns Mut und Wagemut. Gelegentlich kann man es vergleichen mit dem Sprung aus einem brennenden Haus, wo man vor lauter Qualm nichts sieht, aber man weiß: Unten wartet der Vater mit offenen Armen, um mich aufzufangen. So sind wir eingeladen, im Gebet unerschütterlich an die sichere Liebe Gottes zu glauben, die Augen zu schließen und Ihm zu vertrauen.
Überlegung: Mancher Mensch fragt sich: „Gibt es Gott? Stürze ich ins Nichts? Lässt Gott mich im Stich?“ – Übergebe ich meine Bedrängnisse, Bedrohungen und meine Ungewissheit voll Vertrauen dem Herrn?
Gebet: Jesus, so oft hast Du gesagt: „Sei ohne Furcht, glaube nur!“ (Mk 5,36) – Hilf mir, trotz aller Dunkelheit, zu glauben und Dir zu vertrauen! Amen.
– Trockenheit – Röm 12,12
„Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!“
Katechese: Eine weitere Schwierigkeit ist die Trockenheit im Gebet, wenn man fühlbar keinen Trost dabei verspürt. Hierbei ist eine dreifache Dürre zu unterscheiden. Sie kann als Folge der Untreue gegen Gott auftreten, weil man sinnlichen Leidenschaften gefolgt ist. Hier heißt es, diese Sache Gott abzugeben und neu die Treue zu versprechen. Sie kann aber auch auf normale Müdigkeit zurückzuführen sein; oder sie ist zu unserer Reinigung gegeben, als Aufstieg zu Gott, welcher über Berg und Tal führt.
Überlegung: „Es ist sehr charmant, sich in der Nähe seines Geliebten zu langweilen.“ (hl. Franziska) Der hl. Antonius fragte nach einer Periode innerer Dürre: „Gott, wo bist Du denn gewesen?“ – Gott antwortete: „Dir näher als sonst!“ – Ist die Ursache meiner Dürre die Untreue, Müdigkeit oder Prüfung? – Bleibe ich dem Gebet treu, auch wenn ich dabei gar nichts verspüren darf?
Gebet: Herr, Du erziehst uns auch im Gebet. Hilf uns, treu im Beten auszuhalten, denn nur so wachsen wir in der Liebe zu Dir! Amen.
– Unerhörte Gebete? – Jak 4,3
„Ihr bittet und empfangt doch nichts, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in eurer Leidenschaft zu verschwenden.“
Katechese: Gott schaut aus der Perspektive der Ewigkeit auf unser Leben. Er erhört unsere Gebete, wie es für unser ewiges Heil gut ist. In diesem Sinn versichert uns Jesus, dass wir alles erhalten, um was wir mit Glauben bitten (vgl. Mt 21,22). Mit „alles“ ist aber nicht gemeint, was meinen egoistischen Zielen dient oder mir oder anderen zum geistigen Schaden gereichen kann, sondern was wirklich gut für mich ist.
Überlegung: Wenn ein Kind um einen Benzinkanister bittet, bekommt er ihn nicht vom Vater. Wenn es 15 Jahre später darum bittet, um damit zu arbeiten, bekommt es ihn. – Ist mir bewusst, dass Gott das Gebet so erhört, wie es für den Betenden und sein ewiges Heil am Besten ist? – Bitte ich Gott zuerst um die Verbreitung Seines Reiches der Liebe und um das Wachstum in der Liebe im Vertrauen darauf, dass mir dann alles Notwendige vom Himmlischen VATER dazu geschenkt wird (vgl. Mt 6,33)?
Gebet: Herr, zu Deiner Ehre und zum Wohl der Menschen bringe ich meine Bitten vor Dich! Sei mir gnädig und erhöre mich! Amen.
– Der Beistand vom VATER – Joh 14,16
„Ich werde den VATER bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll.“
Katechese: Jesus lässt uns in unseren Versuchungen nicht allein. In Seinem Versprechen, bei uns zu bleiben, alle Tage bis zum Ende der Welt (vgl. Mt 28,20), meinte Er konkret den Hl. Geist, den Er nach Seiner Himmelfahrt vom Himmlischen VATER Seinen Jüngern gesandt hat. Dieser göttliche Beistand steht uns bei in den Versuchungen der Glaubensverwirrung, denn Er lehrt uns alles, was Jesus gesagt hat. (vgl. Joh 14,26)
Überlegung: „Lasst euch führen vom Hl. Geist! – Betet zum Morgengebet ein ‚VATER unser‘ zum Hl. Geist!“ (Alois Schmid) – Nehme ich gerne den Beistand Jesu, den Hl. Geist, als großes Liebesgeschenk des Himmlischen VATERS an? – Bitte ich Ihn täglich im Bewusstsein meiner Schwäche und Ratlosigkeit um Licht und Kraft? – Danke ich Ihm für Seine Hilfe?
Gebet: „Hl. Geist, erleuchte mich! Was soll ich tun, und wie kann ich Jesus finden? Die Jünger waren sehr unwissend, sie waren bei Jesus, und doch verstanden sie Ihn nicht. Das Geringste macht mich verwirrt und aufgeregt. Ich bin zu empfindlich; ich bin nicht großmütig genug, um Opfer für Jesus zu bringen. O Hl. Geist, als Du den Jüngern Dein Licht erstrahlen ließest, wurden sie umgewandelt; sie waren nicht mehr das, was sie vorher waren; ihre Kraft war erneuert, die Opfer wurden ihnen leicht; sie erkannten Jesus besser als vorher, da Er noch unter ihnen weilte. Quelle des Friedens, des Lichtes, komm, mich zu erleuchten! Ich habe Hunger, komm, mich zu ernähren; ich habe Durst, komm, gib mir zu trinken; ich bin blind, komm, mich zu erleuchten; ich bin arm, komm, mich reich zu machen; ich bin unwissend, komm und belehre mich! Hl. Geist, ich gebe mich Dir hin. Amen!“ (sel. Mirjam v. Abellin)
– Die Kraft des Heiligen Geistes – Apg 1,8
„Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem … und bis an die Grenzen der Erde.“
Katechese: Noch kurz zuvor sind fast alle Jünger der Versuchung erlegen und haben Jesus verlassen und verraten. Angstvoll versteckten sie sich. Ihr völliger innerer Wandel trat mit dem Pfingstereignis ein. Mit der Kraft und dem Licht des Hl. Geistes legten die Jünger mutig Zeugnis ab für die Auferstehung Jesu, verkündeten das Evangelium und fürchteten sich nicht vor dem gewaltsamen Tod durch das Martyrium.
Überlegung: Jährlich sterben tausende Christen, weil sie sich mutig zu ihrem Glauben an Jesus bekennen. Doch die Kraft dazu haben sie nicht aus sich selbst, sondern vom Hl. Geist. – Bitte ich täglich um das Gnadenfeuer des Hl. Geistes, dass ich von der freimachenden Wahrheit des Evangeliums ganz durchdrungen werde und mich nicht mehr fürchte, mich zu Jesus und Seinem Evangelium öffentlich zu bekennen?
Gebet: Jesus, Du hast uns Verfolgungen vorhergesagt. Aber zugleich gibst Du uns Deinen Beistand. Erfülle mich mit der Kraft des Hl. Geistes! Amen.
– Der Geist kommt zur betenden Kirche – Apg 2,3-4
„Es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt …“
Katechese: Der Beistand, der Hl. Geist, kam nicht auf alle Menschen herab, sondern nur auf jene, die sich in „heiliger Versammlung“ (= Kirche) nach der Anordnung Jesu gemeinsam in Jerusalem aufhielten (vgl. Lk 24,49), und einmütig mit Maria, der Mutter Jesu, im Gebet verharrten (vgl. Apg 1,14).
Überlegung: „Manchmal kann man erleben, dass Menschen zu Christus finden, zu Christus ‚Ja‘ sagen, gleichzeitig aber zur Kirche ‚Nein‘.“ (P. Hans Buob) – Ist mir bewusst, dass der Hl. Geist zur Einheit in Christus führt und nicht zur Spaltung? Lasse ich mich durch den Geist der Lüge gegen die Kirche Christi aufbringen? – Weiß ich, dass ich ein Einfallstor für den Geist des Widerstands öffne, wenn ich eine Glaubenswahrheit ausklammere?
Gebet: Herr, Dein Geist wirkt in der Kirche und spricht zu uns durch Deinen Stellvertreter. Lass uns demütig auf den Papst hören! Amen.
– Die Kraft der Taufe und Firmung – Apg 2,38
„Kehrt um, und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“
Katechese: Der Hl. Geist wird uns zuteil durch den Empfang der heiligen Sakramente in der Kirche Jesu. Wir empfangen die Kraft des Hl. Geistes in der Taufe, wo wir zu Kindern Gottes, zu Tempeln des Hl. Geistes werden (vgl. 1 Kor 3,16). Sie wird vermehrt im Sakrament der Firmung, wo wir zu Mitstreitern Christi gesalbt werden (vgl. KKK 1294).
Überlegung: Die Firmung verwurzelt uns tiefer in der Gotteskindschaft; sie vereint uns fester mit Christus; sie vermehrt in uns die Gaben des Hl. Geistes; sie verbindet uns vollkommener mit der Kirche; sie schenkt uns eine besondere Kraft des Hl. Geistes, um in Wort und Tat als wahre Zeugen Christi den Glauben auszubreiten und zu verteidigen, den Namen Christi tapfer zu bekennen und uns nie des Kreuzes zu schämen (vgl. KKK 1303).
Gebet: Herr, entfache in uns das Feuer des Hl. Geistes, das wir erhalten haben, damit es nicht nur glimme, sondern zu einer lodernden Flamme Deiner göttlichen Liebe auf dieser Welt werde! Amen.
– Die Gabe der Weisheit – Jak 1,5
„Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen gern und macht niemand einen Vorwurf.“
Katechese: König Salomo erbat von Gott für seine Regierungszeit die Gabe der Weisheit, die aus einem „hörenden Herzen“ und in der Unterscheidung vom Guten und Bösen bestand. Diese Gabe entlarvt die Lüge der Versuchung: Dem Anschein nach ist ihr Gegenstand verlockend und „köstlich“ (Gen 3,6), in Wahrheit führt sie zum Tod (vgl. KKK 2847).
Überlegung: „Wenn man den Heiligen Geist besitzt, wird das Herz weit und badet in der göttlichen Liebe.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Bitte ich um die Gabe der Weisheit, die heilig, friedlich, freundlich, voll Erbarmen und reich an guten Früchten ist? Fliehe ich vor der irdischen, eigennützigen, teuflischen Weisheit, die voll ist von bitterer Eifersucht und Ehrgeiz (vgl. Jak 3,15-17)?
Gebet: Hl. Geist, schenke mir die Gabe der Weisheit, die mich das Himmlische mehr als alles Irdische schätzen lehrt, Verlangen nach demselben einflößt und die rechten Mittel zum Heile zeigt! Amen.
– Die Gabe des Verstandes – Kol 1,9
„Wir hören nicht auf, inständig für euch zu beten, dass ihr in aller Weisheit und Einsicht, die der Geist schenkt, den Willen des Herrn ganz erkennt.“
Katechese: Der Hl. Geist teilt unserem Verstand nie nutzlose und unfruchtbare, eitle und ungehörige Dinge mit. Gottes Worte sind von großem Gewicht und Nutzen. Wenn eine Seele in ihren Gebeten mit Kenntnissen gespeist wird, die weder eigenen noch fremden Seelennutzen bezwecken, so kommen diese nicht von Gott, der nicht zwecklos handelt.
Überlegung: „Ich setzte voraus, dass es dreierlei Gedanken in mir gibt. Solche, die mein eigen sind und allein meiner Freiheit und meinem Willen entspringen, während die beiden anderen von außen kommen: der eine vom guten, der andere vom bösen Geist.“ (hl. Ignatius v. Loyola) – Prüfe ich meine Gedanken, welche mich zu mehr Liebe zu Gott und den Menschen führen? – Bitte ich um die Gabe der Einsicht, damit mein Denken ganz auf die Erfüllung des Willens Gottes ausgerichtet ist?
Gebet: Hl. Geist, erfülle uns mit der Gabe der Einsicht, die uns erleuchtet, die Geheimnisse und Lehren des Evangeliums richtig zu verstehen! Amen.
– Die Gabe des Rates – Spr 8,14
„Bei mir ist Rat und Hilfe; ich bin die Einsicht, bei mir ist Macht.“
Katechese: Adam und Eva ließen sich vom Satan täuschen und verloren das Paradies. Der Hl. Geist dagegen berät gerade die demütigen Seelen, wie sie durch die gehorsame Nachfolge Jesu schon hier auf Erden und einst im Himmel glücklich werden können.
Überlegung: „Jene, die vom Hl. Geist geführt werden, haben richtige Lebensauffassungen. Deshalb gibt es ja auch so viele Unwissende, die mehr wissen als die Weisen.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Bitte ich den Hl. Geist, um Seine Gabe des Rates für meinen Beichtvater und meine Vorgesetzten, damit sie mir richtig weiterhelfen? – Bringe ich meine Ratlosigkeit immer wieder zu Jesus, damit Er mich mit Seinem Geist erleuchten möge? Suche ich Rat im Blick auf das Kreuz Jesu oder lasse ich mich auf Betrug und Lüge ein, um irdischen Gewinn zu erzielen?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe des Rates, die mir in zweifelhaften Fällen zu erkennen gibt, was ich tun oder lassen und auch anderen raten soll! Amen.
– Die Gabe der Stärke – Jes 11,2
„Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht.“
Katechese: Jesus war erfüllt von den Gaben des Hl. Geistes. Bei Ihm gab es keine Angst vor den Großen dieser Welt, denen Er mutig die Wahrheit sagte. Er hatte auch keine Angst, Sein Leben für die Verbreitung der Liebe Gottes auf Erden einzusetzen.
Überlegung: Das Leben verlangt von uns viel Starkmut, angefangen von unerträglichen Lebenssituationen bis hin zu Beziehungsproblemen, verursacht durch Fremdgehen, Alkohol, Krankheiten etc. – Bitte ich täglich den Hl. Geist, um die Gabe der Stärke, um in der barmherzigen Liebe Jesu wachsen zu können und mich vor den Menschen zu Ihm zu bekennen?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Stärke, die alle Zaghaftigkeit und Menschenfurcht besiegt und mich stärkt, das Laster zu hassen und die Tugend unerschütterlich zu üben und lieber Verachtung, zeitlichen Nachteil, Verfolgung und Tod zu wählen, als Jesus durch Wort oder Tat zu verleugnen. Amen.
– Die Gabe der Erkenntnis – Phil 3,8
„Ich sehe alles als Verlust an, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles übertrifft. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen.“
Katechese: Der göttliche Geist macht den Verstand gelehrig, weich, biegsam und geneigt, die Absichten anderer anzunehmen, die den eigenen widerstreben, besonders wenn es sich um Erkenntnisse von Vorgesetzten handelt. Der böse Geist dagegen verführt zu Trotz und Widerspenstigkeit gegenüber den Lehren des Evangeliums und der Kirche Jesu.
Überlegung: „Als das Blut der Märtyrer floss, hat der Teufel gewütet wie ein wilder Löwe, als die Irrlehren sich verbreiteten, hat er versteckt angegriffen wie eine schleichende Schlange.“ – „Die Hölle stellt zwei Schlachtreihen auf: durch Drohung versucht sie einzuschüchtern, durch Schmeicheln zu Fall zu bringen.“ (hl. Augustinus) – Bitte ich den Hl. Geist um Klarheit und Licht?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Erkenntnis, durch die Du mich innerlich erleuchtest, dass ich mich selbst, die Fallstricke der Eigenliebe, der Leidenschaften, des Teufels und der Welt erkennen kann und die geeigneten Mittel wähle, sie zu überwinden! Amen.
– Die Gabe der Frömmigkeit – Weish 1,1
„Liebt Gerechtigkeit, ihr Herrscher der Erde, denkt in Frömmigkeit an den Herrn, sucht ihn mit reinem Herzen!“
Katechese: In der falsch verstandenen Frömmigkeit treibt der Teufel den Menschen zum Übermaß im Guten an, ohne Rücksicht zu nehmen auf die erforderliche Zeit, den passenden Ort, die gesundheitlichen Verhältnisse und richtet sich oft gegen die Standes- und Berufspflichten.
Überlegung: „Anders muss ein Handwerker fromm sein … anders eine Witwe als ein unverheiratetes Mädchen oder eine in der Ehe lebende Frau. Auch die Ausübung der Frömmigkeit selbst muss der Kraft, der Tätigkeit und der Aufgabe eines jeden in besonderer Weise angepasst sein.“ (hl. Franz v. Sales) – Weiß ich, dass die wahre Frömmigkeit keine Form von Beruf oder Tätigkeit zerstört, sondern sie sogar gefälliger und schöner macht und durch sie die Sorge für die Familie friedvoller, die gegenseitige Liebe von Mann und Frau lauterer und alle Tätigkeiten angenehmer werden?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Frömmigkeit, die mir Ehrfurcht vor Gott und göttlichen Dingen und Freude am Umgang mit Ihm einflößt. Amen.
– Die Gabe der Gottesfurcht – 1 Petr 1,17
„Wenn ihr den als VATER anruft, der jeden ohne Ansehen der Person nach seinem Tun beurteilt, dann führt auch, solange ihr in der Fremde seid, ein Leben in Gottesfurcht.“
Katechese: Die Gottesfurcht ist der Anfang der Weisheit (vgl. Sir 1,14), sie macht das Herz froh, gibt Freude, Frohsinn und ein langes Leben (vgl. Sir 1,12). Sie hält von Sünden fern, wer in ihr verbleibt, vertreibt allen Zorn (vgl. Sir 1,21). Sie ist nicht das Gegenteil von Gottesliebe, sondern von Gottlosigkeit. Gott ist ein liebender Gott. Er ist aber auch allmächtig, groß und heilig, ein Gott, vor dem wir uns in Ehrfurcht neigen sollen.
Überlegung: Der hl. Franziskus hatte eine so tiefe Ehrfurcht vor der Hl. Schrift, dass er sie nur in kniender Haltung las. – Ist meine Kniebeuge vor dem Herrn ein Ausdruck meiner kindlichen Ehrfurcht? – Könnte ich voll dankbarer Ehrfurcht das Bildnis des gekreuzigten Heilands küssen? – Spreche ich den Namen Gottes ehrfürchtig aus?
Gebet: Hl. Geist, schenke mir die Gabe der Gottesfurcht, jener kindlichen Furcht, die kein anderes Unglück fürchtet als das, Gott zu missfallen und die daher die Sünde als das größte Übel flieht! Amen.
– Die Frucht des Heiligen Geistes – Gal 5,24-25
„Alle, die zu Christus Jesus gehören, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. Wenn wir aus dem Geist leben, dann wollen wir dem Geist auch folgen.“
Katechese: Der hl. Paulus lädt uns ein, als Christen alle Versuchungen zum Bösen zu „kreuzigen“, damit Christus in uns immer mehr Gestalt annehmen kann. Mit Christus zieht dann Sein Geist in uns ein mit der Frucht der „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.“ (Gal 5,22-23)
Überlegung: Kreuzige ich mit der Kraft des Hl. Geistes alle Werke des „Fleisches“, d.h. unsere schlechten Leidenschaften und Begierden: „Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage“ (Gal 5,19-21)? – Frage ich in zweifelhaften Fällen meinen Schutzengel, was ich tun soll?
Gebet: „Komm, o Heiliger Geist! Erleuchte meinen Verstand, damit ich Deine Gebote erkenne; mach mein Herz stark gegen die Anschläge des Feindes; entflamme meinen Willen ... Ich habe Deine Stimme gehört, und ich möchte nicht hart werden und Widerstand leisten, indem ich sage: später, morgen. ‚Nunc coepi!‘ Jetzt, damit mir das Morgen nicht vielleicht fehlt. O Geist der Wahrheit und der Weisheit, Geist des Verstandes und des Rates, Geist des Jubels und des Friedens! Ich will, was Du willst; ich will, wie Du willst; ich will, wann Du willst. Amen.“ (hl. Josemaría Escrivá)
– Der Böse – Person und Wirklichkeit – Mt 6,9.13
„So sollt ihr beten: Unser VATER im Himmel … rette uns vor dem Bösen.“
Katechese: Wie es der neue Katechismus lehrt, gibt es das Böse wirklich. Die Existenz des Gegenspielers Gottes, des Teufels, ist kein Mythos, kein erfundenes Märchen, um uns Angst zu machen, sondern eine Wirklichkeit, eine Person. Mit dem Bösen ist der Satan gemeint und alle abtrünnigen Engel, die ihm gefolgt sind. Wir brauchen jedoch keine Angst vor ihm zu haben, wenn wir Jesus als Retter angenommen haben. Durch den Kreuzestod Jesu ist er ein besiegter Feind.
Überlegung: Präsident George W. Bush hat im Jahr 2002, der „Achse des Bösen“ den Krieg angesagt, um die „Terroristen“ auszurotten. Doch die Terroristen schossen dadurch erst recht aus dem Boden, wie Pilze nach dem Regen. – Ist es nicht sinnvoller, den Satan als Urheber des Bösen zu sehen, mit Gebet zu bekämpfen und Gott um Schutz vor dem Bösen zu bitten? – Sollten wir nicht wie Jesus für die menschlichen Werkzeuge des Teufels beten und eventuell auch für sie leiden, damit sie sich bekehren?
Gebet: Herr, behüte mich vor allem Bösen, behüte mein Leben! Behüte mich, wenn ich fortgehe und wiederkomme, von nun an bis in Ewigkeit. (vgl. Ps 121,7-8) Amen.
– Engelsturz – Lk 10,18
Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.“
Katechese: Jesus erzählt Seinen Jüngern über den Engelsturz, über den später der hl. Johannes schrieb: „Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel. Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen." (Offb 12,7-9)
Überlegung: In einem Schulbuch für Kinder wird das Fest Halloween fol-gendermaßen erklärt: Ein Lichtengel musste den Himmel verlassen und wurde auf die Erde geworfen. Um ihn zu trösten, gehen Kinder mit Kürbissen durch die Straßen. – Sollten wir nicht besser den Kindern das Gebet zum Erzengel Michael lehren, um sie vor der Bosheit des Teufels zu schützen?
Gebet: Hl. Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe; gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels, sei unser Schutz. „Gott gebiete ihm“, so bitten wir flehentlich; du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stoße den Satan und die anderen bösen Geister, die in der Welt umherschleichen, um die Seelen zu verderben, durch die Kraft Gottes in die Hölle. Amen.
– Der Herrscher dieser Welt – Joh 14,30
„Ich werde nicht mehr viel zu euch sagen; denn es kommt der Herrscher der Welt. Über mich hat er keine Macht.“
Katechese: Der Engel, der auf die Erde gestürzt wurde, ist Satan. Er wird von Jesus als Herrscher dieser Welt bezeichnet. Sein Reich besteht aus Lüge, Hass, Betrug und Bosheit. Seine Reichtümer gibt er denen, die ihn anbeten. Über Jesus hatte er keine Macht, denn Er hat alle Versuchungen überwunden und blieb in der Liebe und Demut treu bis zum Tod.
Überlegung: Vor seinem Sterben sah der hl. Martin den Teufel in der Nähe stehen. Da sprach er: „Was stehst du da, blutige Bestie? Du Finsterer, an mir wirst du nichts finden; mich nimmt der Schoß Abrahams auf!“ – Hat der Teufel noch Macht über mich durch Hass oder Unversöhnlichkeit?
Gebet: Heilige Maria, Mutter Gottes, Du Besiegerin des Teufels, bitte für mich, jetzt und in der Stunde meines Todes! Amen.
– Jesus besiegt den Satan – Joh 12,31
„Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden.“
Katechese: Mit dem Kommen Jesu in die Welt wird das uneingeschränkte Herrschertum des Fürsten der Finsternis, des Teufels beendet. Jesus richtet mit Seinem Leben, Leiden und mit Seiner Auferstehung das Reich des Lichtes und der Liebe auf. Vom Kreuz herab herrscht unser Gott! Das Kreuz ist das Siegeszeichen. Am Kreuz bricht sich die Macht des Bösen, das heißt in der Liebe und Demut Jesu Christi.
Überlegung: „Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.“ (Joh 12,32) – Mache ich immer wieder voll Glauben das Kreuzzeichen über mich und andere Menschen, um in Jesus Geborgenheit und Schutz zu finden vor den Gefahren des Bösen? – Wenn ich Jesus durch die Sünde verlasse, kehre ich dann mit einem Reuegebet schnell wieder zu Ihm zurück, damit der Böse mir nicht schaden kann?
Gebet: VATER, ich opfere Dir die Heiligen Wunden Jesu auf und das Blut, das Er vergossen hat, als Sühne für meine Sünden. Birg mich in Jesu Wunden, damit der böse Feind mich nicht mehr finden und mir nicht schaden kann! Amen.
– Engel des Lichts – 2 Kor 11,14
„Kein Wunder, denn auch der Satan tarnt sich als Engel des Lichts.“
Katechese: Obwohl der Satan von Jesus besiegt wurde, hat er noch Macht durch seine Werkzeuge, die Menschen, die sich ihm zu Diensten stellen. Dabei ist es seine listige Art, dass er sich im ehemaligen Kleid des Lichtengels zeigt, um die Menschen zu täuschen. Er wird auch gerne „Affe Gottes“ genannt, da er nicht fähig ist, etwas Neues zu erfinden, sondern die Heiligen Dinge verdreht und in den Dreck zieht.
Überlegung: Statt dem Glauben baut der Satan die Welt des Aberglaubens auf: Horoskope, Wahrsagerei, weiße Magie, Abbeterei, alternative Heilmethoden durch esoterische Mittel etc. – Ist mir bewusst, dass dem Teufel nicht so viel am menschlichen Leib liegt, sondern dass er die Seele für sich gewinnen will? – Ist mir schon aufgefallen, dass esoterische Mittel den Glauben an den wahren Gott verdunkeln und erschweren?
Gebet: Jesus, Dir leb ich! Jesus, Dir sterb ich! Jesus, Dein bin ich in alle Ewigkeit! Jesus, sei mir barmherzig und rette mich! Amen.
– Lügner von Anfang an – Joh 8,44
Der Teufel „war ein Mörder von Anfang an. Und er steht nicht in der Wahrheit; denn es ist keine Wahrheit in ihm. Wenn er lügt, sagt er das, was aus ihm selbst kommt; denn er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.“
Katechese: Bereits im Paradies belog der Satan Adam und Eva. Genauso belügt er alle Menschen, verspricht ihnen Reichtum, Ehre und Macht, aber nur für kurze Zeit. Viele Menschen gewinnt der Teufel durch die Lüge, dass er und die Hölle nicht existieren. Andere gewinnt er durch die Lüge, dass für alles Unheil, Leid und Katastrophen Gott schuldig ist.
Überlegung: In einem Film kommt der Teufel als Händler in eine Stadt und bietet den Menschen als Geschenk ihre unerfüllten Wünsche an. Als Preis verlangt er eine versteckte böse Tat, wobei andere dabei verdächtigt und bekämpft werden. Erst als die Menschen den Satan als Urheber des Bösen entdecken und ihm absagen, werden sie von dessen Macht befreit.
Gebet: Jesus, hilf uns, alle hinterlistigen Geschosse des Satans zu entdecken und mit dem demütigen Glauben an Dich zu bekämpfen! Amen.
– Luftgeister – Eph 6,12
„Wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.“
Katechese: Mit dem Lichtengel sind viele Engel vom Himmel gestürzt. Sie verkleiden sich auch als harmlose „Esoterikengel“, sind in Wirklichkeit aber auf unser Verderben aus. Sie stacheln unsere Stimmungen und Triebe zum Bösen an, verlocken und versuchen uns. Nach unserem Tod stehen sie plötzlich als unsere Ankläger vor Gott. Im Namen Jesu, mit der Kraft Seines Wortes, können wir sie wie lästige Zecken abschütteln.
Überlegung: Der hl. Antonius sah das Schicksal der Seelen nach dem Tod: Im Luftraum sind widerwärtige Gestalten, die die Seelen hindern wollen, hindurchzugehen. Sie verlangen Rechenschaft, ob sie ihnen durch die Sünde nicht untertänig seien und erheben Anklage. – Weiß ich, dass Jesus durch die Beichte alle bereuten und gebeichteten Sünden für immer auslöscht?
Gebet: Jesus, schon jetzt lege ich meine Sterbestunde voll Vertrauen in Deine Barmherzigkeit! Rette mich vor allen Angriffen des Bösen! Amen.
– Maria, die Schlangenzertreterin – Offb 12,1
„Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.“
Katechese: Die Exegeten sehen in diesem Bild die Kirche, doch dürfen wir in dieser Frau auch Maria sehen, die Mutter der Kirche. Der Satan wurde vom Himmel gestürzt wegen seines stolzen „Non serviam!“ (Ich will nicht dienen!). Maria errang ihre Größe durch ihren demütigen Dienst als gläubige Magd des Herrn. Im Kampf gegen das Böse hat Jesus deshalb Seinen Jüngern Maria als starke Helferin zur Seite gestellt.
Überlegung: Maria ist stärker als die ganze Hölle. Wo sie auftritt, muss der Satan weichen. Bin ich mir bewusst, dass der Böse keinem Kind Mariens wirklich schaden kann, das treu seiner Mutter folgt und ihr vertraut?
Gebet: Hehre Königin des Himmels, höchste Herrin der Engel! Du hast von Gott die Macht und die Sendung erhalten, den Kopf des Satans zu zertreten. Wir bitten Dich demütig: Sende Deine himmlischen Legionen, damit sie unter Deinem Befehle und durch Deine Macht die höllischen Geister verfolgen, sie überall bekämpfen, ihre Verwegenheit zuschanden machen und sie in den Abgrund zurückstoßen! Amen.
– Die Hilfe der Heiligen Engel – Ex 23,20
„Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen und dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe.“
Katechese: Die Gott treu gebliebenen heiligen Engel wollen unser Bestes. Doch sie drängen sich nicht wie die Teufel lästig auf, sondern laden uns sanft zum Guten ein. Sie respektieren unsere Freiheit und können uns nur dann tatkräftig schützen, wenn wir sie darum bitten.
Überlegung: „Der Schutzengel ist immer an unserer Seite, um uns zum Guten anzuhalten und gegen den bösen Feind zu verteidigen, der ohne Unterlass um uns herumschleicht, um uns zum Bösen zu verleiten.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Höre ich gerne auf die Stimme meines hl. Schutzengels, der mich zum Gebet, zur Liebe, Versöhnung und Nachfolge Jesu einlädt?
Gebet: Hl. Schutzengel, durchbrich meine Taubheit, leite mich an zum Guten und beschütze mich vor allen Gefahren für Leib und Seele! Amen.
– Der Sieg Jesu über das Böse – Mt 3,16
„Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.“
Katechese: Obwohl Jesus ohne jede Sünde war, bat Er Johannes den Täufer um die Bußtaufe im Jordan. Das Geheimnis Seiner Bitte lag in Seiner Mission, stellvertretend für die Menschen die Sünden auf Sich zu nehmen, für sie Sühne zu leisten und sie der Macht des Satans zu entreißen. Er stellte damit ihre verlorene Verbindung mit dem Himmlischen VATER wieder her und schenkt allen, die Ihm glauben und sich taufen lassen, die Gotteskindschaft mit der Fülle des Hl. Geistes.
Überlegung: „Das Haupt des Drachen hat der Herr im Jordan zerschmettert und alles aus seiner Gewalt befreit.“ (SB I/335) – Ist mir bewusst, dass Jesus den Satan besiegt hat und allen, die an Ihn glauben, die Befreiung aus dessen Herrschaftsbereich (= Gottlosigkeit, Hass, Lüge, Angst, Stolz etc.) anbietet? – Nehme ich die Errettung vom Bösen aus der Hand Jesu an, indem ich an Ihn glaube und mein Taufversprechen erneuere, d.h. allem Bösen absage und Jesus als Herrn annehme?
Gebet: Jesus, mein Erlöser, in Deinem Namen widersage ich dem Satan, all seinen Werken und allem Bösen und übergebe Dir mein Leben! Amen.
– Befreiung der Bedrängten – Mk 1,27
„Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.“
Katechese: Gleich zu Beginn Seines Wirkens zeigte Jesus, dass das Böse in der Welt durch Ihn besiegt wird. Mit dem Befehl „Schweig und verlass ihn!“ (Mk 1,25) befreite Er einen Besessenen vom unreinen Geist. Der Sündenfall gibt dem Bösen das Recht, den Menschen zu quälen. Jesus aber, der die Sünden der Welt gesühnt hat, besitzt die Vollmacht, alle Menschen, die Ihn darum bitten, aus dem Elend zu befreien.
Überlegung: „Trotz meines Widerstrebens hast Du alle schlechten Bande gelöst, die mich von Dir ferngehalten hätten. Wie gut bist Du! … Deine Hand allein hat dieses Werk begonnen … Nur so konnte meine Seele für die Wahrheit vorbereitet werden. Der böse Geist herrscht zu sehr über eine Seele, die nicht rein ist, als dass die Wahrheit in ihr Eingang finden könnte. Guter Hirt, Du wolltest bei mir eintreten und hast Deinen Feind, den Dämon unlauterer Begierden, aus mir vertrieben.“ (sel. Charles de Foucauld)
Gebet: Jesus, immer wieder sündige ich und gebe dem Bösen Anrecht, mich zu quälen. Errette mich vor dem Bösen und stärke mich im Guten! Amen.
– Heilung der Kranken – Mk 1,30-31
„Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. … Jesus ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr, und sie sorgte für sie.“
Katechese: Der Mensch leidet unter vielen Krankheiten, die ihre Ursache in der menschlichen Gebrechlichkeit und Begrenztheit und in der Wirkung des Bösen haben (vgl. Papst Benedikt XVI.). Jesus ging nicht teilnahmslos am Leid der Menschen vorüber, sondern heilte viele Kranke (vgl. Mk 1,34).
Überlegung: „Jesus hat den Kranken, die zu Ihm kamen, nicht gesagt: Leidet geduldig!, sondern Er hat sie gesund gemacht, damit der VATER durch Ihn verherrlicht werde.“ (Niklaus Wolf) – Bitte ich in schweren Krankheiten den Priester um das Sakrament der Krankensalbung, in dem Jesus selbst kommt, um den Leidenden zu trösten, zu stärken und aufzurichten?
Gebet: Jesus, heile meine Seele und meinen Körper, damit ich meine Pflichten zu Deiner Ehre weiterhin gut erfüllen kann! Amen.
– Trost der Trauernden – Lk 7,12-15
„Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. … Jesus ging zu der Bahre hin und fasste sie an. … und sagte: Ich befehle dir, junger Mann, steh auf! Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen.“
Katechese: Das größte Leid, das wir Menschen erfahren, ist der Tod. Jesus selbst hat mehrmals Tote auferweckt, so wie hier den jungen Mann von Nain. Doch lehrt Er uns, keine Angst zu haben vor dem Tod des Körpers, sondern vor dem Tod der Seele, der allen droht, die in ihrem Leben die Erlösung Jesu nicht annehmen wollen. Jesus hat uns vom ewigen Tod befreit, indem Er selbst den Tod am Kreuz auf Sich genommen hat.
Überlegung: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ (Joh 11,25) – Bitte ich um die geistige Auferweckung und um neues Leben für meine todkranke Seele in der hl. Beichte, wenn ich in schwere Sünde geraten bin? – Danke ich Jesus, dass wir Christen die Hoffnung auf ein wunderbares Leben nach dem Tod haben?
Gebet: Gelobt seist Du, mein Herr, durch unsere Schwester, den leiblichen Tod; ihm kann kein Mensch lebend entrinnen. Wehe jenen, die in schwerer Sünde sterben. Selig jene, die sich in Deinem heiligsten Willen finden, denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun! Amen. (hl. Franz v. Assisi)
– Speise der Hungernden – Lk 9,17
„Alle aßen und wurden satt. Als man die übriggebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es zwölf Körbe voll.“
Katechese: Viele Menschen leiden unter Hunger und Durst. In Seiner göttlichen Vollmacht vermehrte Jesus mehrmals Brote für viele Menschen und gab Seinen Jüngern den Auftrag, ihr Brot mit den Hungernden zu teilen. Doch Jesus dachte dabei nicht nur an den Hunger des Leibes, sondern auch an den der Seele, und schenkt sich allen Menschen im Brot des Lebens, in der Hl. Kommunion.
Überlegung: „Die Kommunion wirkt auf die Seele wie ein Windstoß in ein erlöschendes Feuer, in dem noch Glut vorhanden ist. Ein Windstoß und das Feuer brennt wieder.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Lasse ich mich von der Liebe Jesu in der Hl. Kommunion neu entflammen? – Wie helfe ich den Hungernden?
Gebet: Jesus, täglich verhungern Menschen seelisch und körperlich. Lass mich nicht gleichgültig an ihrem Leid vorübergehen! Amen.
– Hilfe für die Eheleute – Joh 2,3
„Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr.“
Katechese: Jesus war zu einer Hochzeit eingeladen, die nach jüdischem Brauch eine Woche dauerte. Nach einigen Tagen ging der Wein aus. Auf die Bitte Mariens hin wirkte Jesus Sein erstes Wunder und verwandelte Wasser in Wein. Dieses Wunder ist auch ein Hinweis Jesu auf Seine besondere Gegenwart und Hilfe im Ehesakrament. Wenn Eheleute sich mit Vertrauen in ihren alltäglichen Problemen, Schwierigkeiten und Sorgen an Ihn wenden, lässt Er sie nicht allein und wirkt immer wieder Wunder.
Überlegung: „Oh, wenn die Menschen doch Glauben hätten, wie glücklich könnten sie sein! Im Namen Jesu würden sie alles erhalten!“ (Niklaus Wolf) – Lade ich Jesus, Maria und Josef in meine Familie ein, damit sie uns in den alltäglichen Sorgen und Nöten beistehen und das Böse vertreiben?
Gebet: O hl. Josef, du halt Haus und gieß des Himmels Segen aus… Dir geb ich heut mit frohem Blick den Schlüssel zu des Hauses Glück: O schließe du doch alles aus, was schaden könnte unserm Haus. Schließ all die Meinen und auch mich in Jesu Herz, das bitt ich dich! Dass hier uns jeder Tag vergeht wie dir im Haus zu Nazareth! Amen.
– Hilfe der Kinder – Mk 10,16
„Jesus nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.“
Katechese: Jesus liebte die Kinder sehr und wurde sogar unwillig, als die Jünger die Kinder abweisen wollten. Kinder haben teilweise große Nöte und Ängste durch Mangel an Zeit und Zuwendung von Seiten ihrer Eltern. Wenn sie keine Hilfe erfahren, verfallen sie in vielerlei Süchte. Auch sie brauchen den täglichen Segen ihrer Eltern und Großeltern. Sie brauchen Jesus!
Überlegung: Sr. Elvira, die Gründerin der Heime für drogenabhängige Jugendliche, bezeichnet als Ursache vieler Süchte den Mangel an Liebe, den die Kinder in ihrem Leben erfahren haben, der schon darin bestand, dass die Eltern kaum Zeit für sie hatten. Heilung finden sie in ihren Heimen im täglichen Gebet, körperlicher Arbeit und in der Betreuung durch einen lebendigen Schutzengel (= geheilte Person), der sich 24 Stunden am Tag um sie kümmert.
Gebet: Jesus, wir bringen Dir alle Kinder der Welt: Nimm sie in Deine Arme, lege ihnen die Hände auf und segne sie! Amen.
– Rettung in Katastrophen – Mk 4,39
„Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein.“
Katechese: Die Jünger fuhren mit Jesus über den See als ein gewaltiger Sturm hereinbrach und das Boot fast zum Kentern brachte. Mit der Kraft Seines Wortes befreite Jesus sie aus der Gefahr der Naturgewalt. Seine Segensmacht hinterließ Jesus den Priestern, die in Seinem Namen den Auftrag haben, zu segnen und das Böse zu bannen.
Überlegung: In Sizilien, wenn der Vulkan Ätna seine Lava spukt und jegliche menschliche Hilfe versagt, wenden sich die Menschen an den Bischof. Auf das Segensgebet hin werden sie immer wieder von ihrer Not befreit, wie auch im Jahre 2002. – Glaube ich an die Segensmacht Christi durch den Priester und bitte ihn um Wettersegen, Kindersegen, Haussegen etc.?
Gebet: Jesus, ich glaube, dass Du selbst durch den Priester segnest, wenn er segnet. Bewahre uns durch den Priestersegen vor allem Unheil! Amen.
– Politische Befreiung? – Apg 1,6
„Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her?“
Katechese: Viele sahen in Jesus einen politischen Befreier und erwarteten von Ihm die Befreiung aus der Besatzungsmacht der Römer. Doch Jesus ging es nicht zuerst um die äußere Freiheit und ein irdisches Königreich. Er schenkt die innere Freiheit aus der Sklaverei des Bösen.
Überlegung: „Als Maria ihr Ja-Wort sprach, da begann das Gottesreich auf Erden, und sie war Seine erste Bürgerin. Und alle, die sich vor und nach der Geburt des Kindes in Wort und Tat zu Ihm bekannten … traten in das Gottesreich ein. Es ist anders geworden, als man sich nach den Psalmen und den Propheten die Herrschaft Gottes gedacht hatte. Die Römer blieben die Herren im Lande … Unsichtbar trug jeder, der dem Herrn angehörte, sein Himmelreich in sich. Seine irdische Bürde wurde ihm nicht abgenommen, ja sogar noch manche andere dazugelegt, aber was Er in sich hatte, war eine beschwingende Kraft, die das Joch sanft machte und die Last leicht (vgl. Mt 11,29f).“ (hl. Edith Stein)
Gebet: Jesus, Du schenkst uns die Freiheit der Kinder Gottes. Bewahre uns davor, von neuem das Joch der Sünde und des Bösen auf uns zu laden! Amen.
– Segen für die Mission – Lk 24,50-51
Jesus führte „sie hinaus in die Nähe von Betanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie. Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben.“
Katechese: Bevor Jesus Seine Jünger verließ und zum Himmlischen VATER zurückkehrte, segnete Er sie und gab ihnen den Auftrag, der ganzen Welt zu verkünden: „Jesus, der Retter ist da! Er will auch dich aus der Macht des Bösen entreißen und zu einem geliebten Kind Gottes machen! Kehr also um von deinen bösen Wegen und hör auf die Stimme Jesu!“ Der Segen Jesu schenkte ihnen großen Erfolg, denn Scharen von Menschen entschieden sich für Jesus. Der Segen Jesu stärkte sie auch in allen Mühen und Leiden, die mit ihrem Einsatz für das Gute verbunden waren.
Überlegung: „Hierzulande werden viele Leute nur deswegen nicht Christen, weil sie niemand dazu macht! … Die Kinder ließen mich nicht zum Essen und Schlafen kommen, bevor ich ihnen nicht irgendein Gebet beigebracht hatte. … Ich begann mit dem ‚Ehre sei dem Vater‘ und prägte ihnen das ‚Glaubensbekenntnis‘, das ‚Vaterunser‘ und das ‚Ave Maria‘ ein.“ (hl. Franz von Xaver) – Ist mir bewusst, dass Jesus Seinen Segen auch mir spendet und mich als Seinen Apostel aussendet?
Gebet: Jesus, viele Menschen wissen nichts von Gott und Deinem Sieg über das Böse! Gib uns Deinen Segen, um eifrig Dein Reich zu verkünden! Amen.
– Gott bewahrt vor dem Bösen – Joh 17,15
„Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.“
Katechese: Jesus kannte die großen Gefahren, die Seine Jünger erwarteten und betete deshalb für sie um Bewahrung vor dem Bösen. Denn der Teufel verlangte, sie zu sieben wie den Weizen (vgl. Lk 22,31), durch den Versuch, sie von Jesus zu trennen. Ohne die Hilfe Jesu, erliegt jeder den Intrigen und der Hinterhältigkeit des Bösen. Wer sich voll Vertrauen in die Arme Gottes wirft, kommt sicher durch alle Gefahren des Lebens.
Überlegung: Manche Menschen haben Angst davor zu beten: „VATER, mach mit mir, was Du willst! Dein Wille geschehe!“, denn sie befürchten dann das Allerschlimmste. – Ist mir bewusst, dass gerade dann, wenn ich mich vertrauensvoll in die Arme Gottes werfe und um Seine Führung bitte, Er mich von allem Bösen befreit und bewahrt? – Erkenne ich die List des Satans, der meinen Eigenwillen unterstützt und mich so auf Abwege führt?
Gebet: „Herr, wie Du willst, soll mir gescheh‘n, und wie Du willst, so will ich geh‘n, hilf, Deinen Willen nur versteh‘n. Herr, wann Du willst, dann ist es Zeit, und wann Du willst, bin ich bereit, heut und in alle Ewigkeit. Herr, was Du willst, das nehm‘ ich hin, und was Du willst, ist mir Gewinn, genug, dass ich Dein Eigen bin. Herr, weil Du‘s willst, d‘rum ist es gut, und weil Du‘s willst, d‘rum hab‘ ich Mut, mein Herz in Deinen Händen ruht.“ (sel. P. Rupert Mayer)
– Vollmacht der Jünger Jesu – Lk 10,19
„Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können.“
Katechese: Jesus hat Seine Macht über das Böse in der Welt Seinen Jüngern übertragen. Sie erfahren Seine Kraft, wenn sie an Jesus glauben und voll Vertrauen in allen Gefahren, Versuchungen und Krankheiten Seinen Heiligsten Namen anrufen. Doch sollen wir uns nichts auf unsere „Macht“ einbilden, sondern dankbar und demütig erkennen, dass unser VATER im Himmel uns liebt und in allen Nöten beisteht.
Überlegung: „Wenn wir Jesus recht liebten und mit Ihm und in Seinem Namen wider die Hölle streiten würden, wie viele und wie große Verherrlichungen des hl. Namens Jesu würden geschehen, wie viele Sünder bekehrt, wie viele Uneinigkeiten würden behoben, deren Urheber der Teufel ist … Wie viele Übel und Krankheiten würden wir vertreiben, die uns zum Dienst Gottes und zur Erfüllung unserer Berufspflichten untauglich machen.“ (Niklaus Wolf)
Gebet: Hl. Erzengel Michael, steh uns bei im Kampfe und hilf uns, alles Böse im Namen Jesu unter unseren Füßen zu zertreten! Amen.
– Vollmacht der Jünger Jesu – Lk 10,19
„Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können.“
Katechese: Jesus hat Seine Macht über das Böse in der Welt Seinen Jüngern übertragen. Sie erfahren Seine Kraft, wenn sie an Jesus glauben und voll Vertrauen in allen Gefahren, Versuchungen und Krankheiten Seinen Heiligsten Namen anrufen. Doch sollen wir uns nichts auf unsere „Macht“ einbilden, sondern dankbar und demütig erkennen, dass unser VATER im Himmel uns liebt und in allen Nöten beisteht.
Überlegung: „Wenn wir Jesus recht liebten und mit Ihm und in Seinem Namen wider die Hölle streiten würden, wie viele und wie große Verherrlichungen des hl. Namens Jesu würden geschehen, wie viele Sünder bekehrt, wie viele Uneinigkeiten würden behoben, deren Urheber der Teufel ist … Wie viele Übel und Krankheiten würden wir vertreiben, die uns zum Dienst Gottes und zur Erfüllung unserer Berufspflichten untauglich machen.“ (Niklaus Wolf)
Gebet: Hl. Erzengel Michael, steh uns bei im Kampfe und hilf uns, alles Böse im Namen Jesu unter unseren Füßen zu zertreten! Amen.
– Entscheidung befreit vom Bösen – Apg 19,18-19
„Viele, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten offen, was sie (früher) getan hatten und nicht wenige, die Zauberei getrieben hatten, brachten ihre Zauberbücher herbei und verbrannten sie vor aller Augen.“
Katechese: Paulus verkündete das Evangelium in Ephesus. Die Menschen nahmen das Wort Gottes ernst, sagten ihrem schlechten Treiben ab und verbrannten die Zauberbücher, die sie an das Böse gebunden hielten. Durch die Durchtrennung dieser negativen Bindungen erstarkte das Wort Gottes in ihrem Leben und erfüllte sie mit reichem Segen (vgl. Apg 19,20).
Überlegung: Eine Person konnte in ihrem Herzen Jesus nicht anbeten, bis zu diesem Moment, wo sie sich von ihrem Skarabäusanhänger trennte und diesem Geist absagte. – Ist mir bewusst, dass okkulte oder esoterische Gegenstände Bindungen an das Böse darstellen, die den Segen Gottes verhindern? – Widersage ich allem Bösen und übergebe mein Leben Jesus?
Gebet: Jesus, Du bist in diese Welt gekommen, um uns aus der Macht des Bösen zu retten. Trenne mich von allem, was mich hindert zu Dir! Amen.
– Entscheidung befreit vom Bösen – Apg 19,18-19
„Viele, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten offen, was sie (früher) getan hatten und nicht wenige, die Zauberei getrieben hatten, brachten ihre Zauberbücher herbei und verbrannten sie vor aller Augen.“
Katechese: Paulus verkündete das Evangelium in Ephesus. Die Menschen nahmen das Wort Gottes ernst, sagten ihrem schlechten Treiben ab und verbrannten die Zauberbücher, die sie an das Böse gebunden hielten. Durch die Durchtrennung dieser negativen Bindungen erstarkte das Wort Gottes in ihrem Leben und erfüllte sie mit reichem Segen (vgl. Apg 19,20).
Überlegung: Eine Person konnte in ihrem Herzen Jesus nicht anbeten, bis zu diesem Moment, wo sie sich von ihrem Skarabäusanhänger trennte und diesem Geist absagte. – Ist mir bewusst, dass okkulte oder esoterische Gegenstände Bindungen an das Böse darstellen, die den Segen Gottes verhindern? – Widersage ich allem Bösen und übergebe mein Leben Jesus?
Gebet: Jesus, Du bist in diese Welt gekommen, um uns aus der Macht des Bösen zu retten. Trenne mich von allem, was mich hindert zu Dir! Amen.
– Das geschützte Haus – Mt 7,24
„Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.“
Katechese: Unser Schicksal wurzelt in unserer freien Willensentscheidung. Wenn wir uns für Jesus entscheiden und unser Leben nach Seinem Wort ausrichten, begleitet uns der Segen Gottes. Es können dann die Stürme toben und an unserem Lebenshaus rütteln, aber es wird nicht einstürzen, denn Jesus selbst wird uns Sicherheit und Schutz gewähren.
Überlegung: „Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun?“ (Mk 10,51) – Ist mir bewusst, dass Jesus, Maria und die hl. Engel unseren freien Willen respektieren und auf unsere Entscheidung warten, um uns helfen zu können? – Weiß ich, dass der böse Geist sich dagegen aufdrängt, gegen Gott aufhetzt und damit bewirkt, dass das „Haus“ (= Leben) einstürzt? – Wende ich mich vor Reisen, Aufgaben, wichtigen Gesprächen etc. an Jesus und bitte um Seinen Segen und Schutz?
Gebet: Herr, Du bist mein Fels, meine Burg, mein Retter, meine Feste, in der ich mich berge, mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht. (vgl. Ps 18,3) Amen.
– Das geschützte Haus – Mt 7,24
„Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.“
Katechese: Unser Schicksal wurzelt in unserer freien Willensentscheidung. Wenn wir uns für Jesus entscheiden und unser Leben nach Seinem Wort ausrichten, begleitet uns der Segen Gottes. Es können dann die Stürme toben und an unserem Lebenshaus rütteln, aber es wird nicht einstürzen, denn Jesus selbst wird uns Sicherheit und Schutz gewähren.
Überlegung: „Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun?“ (Mk 10,51) – Ist mir bewusst, dass Jesus, Maria und die hl. Engel unseren freien Willen respektieren und auf unsere Entscheidung warten, um uns helfen zu können? – Weiß ich, dass der böse Geist sich dagegen aufdrängt, gegen Gott aufhetzt und damit bewirkt, dass das „Haus“ (= Leben) einstürzt? – Wende ich mich vor Reisen, Aufgaben, wichtigen Gesprächen etc. an Jesus und bitte um Seinen Segen und Schutz?
Gebet: Herr, Du bist mein Fels, meine Burg, mein Retter, meine Feste, in der ich mich berge, mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht. (vgl. Ps 18,3) Amen.
– Das Böse besiegen – Lk 6,28
„Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.“
Katechese: Am Heiligen Abend schauen wir auf Maria und Josef, die für die Geburt des Jesuskindes eine Herberge suchten. Überall wurden sie abgewiesen und fanden nur Platz in einem Stall. Aus ihrem Mund kam keine Klage, keine Verwünschung. Gewiss segnete Jesus schon im Schoß Marias alle Menschen, die sie abwiesen, und vergab ihnen.
Überlegung: Bei den Überschwemmungen in Australien wurde eine Mutter mit ihren beiden Kindern im Auto von den Wassermassen erfasst. Als ein Helfer den 13-jährigen Buben aus dem Auto reißen wollte, sagte er: Nimm zuerst meinen 10-jährigen Bruder! Der kleine Bruder wurde gerettet, der andere ertrank. – Bitte ich Jesus um die Kraft, Liebe und Segen weiter zu schenken? – Bitten wir heute das Jesuskind um die Gnade, dass wir unseren Nächsten nicht abweisen, sondern auch in den Kleinigkeiten des Alltags zum Segen werden, durch unser Handeln und Reden.
Gebet: Jesus, hilf mir, mit allen Frieden zu schließen und meinen Peinigern zu verzeihen, damit es in meinem Herzen Weihnachten werden kann! Amen.
– Das Böse besiegen – Lk 6,28
„Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.“
Katechese: Am Heiligen Abend schauen wir auf Maria und Josef, die für die Geburt des Jesuskindes eine Herberge suchten. Überall wurden sie abgewiesen und fanden nur Platz in einem Stall. Aus ihrem Mund kam keine Klage, keine Verwünschung. Gewiss segnete Jesus schon im Schoß Marias alle Menschen, die sie abwiesen, und vergab ihnen.
Überlegung: Bei den Überschwemmungen in Australien wurde eine Mutter mit ihren beiden Kindern im Auto von den Wassermassen erfasst. Als ein Helfer den 13-jährigen Buben aus dem Auto reißen wollte, sagte er: Nimm zuerst meinen 10-jährigen Bruder! Der kleine Bruder wurde gerettet, der andere ertrank. – Bitte ich Jesus um die Kraft, Liebe und Segen weiter zu schenken? – Bitten wir heute das Jesuskind um die Gnade, dass wir unseren Nächsten nicht abweisen, sondern auch in den Kleinigkeiten des Alltags zum Segen werden, durch unser Handeln und Reden.
Gebet: Jesus, hilf mir, mit allen Frieden zu schließen und meinen Peinigern zu verzeihen, damit es in meinem Herzen Weihnachten werden kann! Amen.
– Den Segen Jesu aufnehmen – Joh 1,12
„Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben.“
Katechese: Am Weihnachtsfest danken wir Gott, dass „er uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet hat durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.“ (Eph 1,3) Gott hat uns Jesus als Retter geschickt, aber nicht nur, um uns aus der Macht des Bösen zu befreien, sondern auch, um uns mit der unvorstellbar großen Würde zu beschenken, Seine Kinder zu werden. Durch den Glauben an den Heiligsten Namen Jesu können wir täglich aus dieser Kraftquelle schöpfen.
Überlegung: „Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren und nicht in Dir: Du bleibst noch ewiglich verloren.“ (Angelus Silesius) – Bereite ich Jesus eine Krippe in meinem Herzen und nehme Ihn liebevoll auf? – Richte ich in allen Gefahren, Versuchungen und Nöten meinen Blick auf das Jesuskind, um allem Bösen zu entrinnen und in der Liebe zu wachsen?
Gebet: Maria, hilf uns, Jesus in unserem Herzen eine Wohnung zu bereiten und Ihn zu allen Menschen zu tragen, die Seiner Hilfe bedürfen! Amen.
– Den Segen Jesu aufnehmen – Joh 1,12
„Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben.“
Katechese: Am Weihnachtsfest danken wir Gott, dass „er uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet hat durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.“ (Eph 1,3) Gott hat uns Jesus als Retter geschickt, aber nicht nur, um uns aus der Macht des Bösen zu befreien, sondern auch, um uns mit der unvorstellbar großen Würde zu beschenken, Seine Kinder zu werden. Durch den Glauben an den Heiligsten Namen Jesu können wir täglich aus dieser Kraftquelle schöpfen.
Überlegung: „Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren und nicht in Dir: Du bleibst noch ewiglich verloren.“ (Angelus Silesius) – Bereite ich Jesus eine Krippe in meinem Herzen und nehme Ihn liebevoll auf? – Richte ich in allen Gefahren, Versuchungen und Nöten meinen Blick auf das Jesuskind, um allem Bösen zu entrinnen und in der Liebe zu wachsen?
Gebet: Maria, hilf uns, Jesus in unserem Herzen eine Wohnung zu bereiten und Ihn zu allen Menschen zu tragen, die Seiner Hilfe bedürfen! Amen.
– Berufung zum Segnen – 1 Petr 3,9
„… Segnet, denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen.“
Katechese: Unsere Berufung ist, Jesus, Sein Licht und Seine Liebe in die finstere, hasserfüllte Welt hineinzutragen. Das geschieht durch das Segnen. Das Wort „segnen“ kommt von „bene dicere“ und bedeutet: Gutes sagen, Gutes weitergeben. Wenn wir segnen, dann segnet Gott durch uns und entreißt Menschen und auch Dinge aus der Macht des Bösen.
Überlegung: „Einer Kranken, die ihren Mann hasste, riet ich, ihn zu segnen … Ich bat sie liebevoll, es doch zu versuchen: ‚Ich segne Dich, Du liebes Menschenkind, im Namen Jesu Christi!‘ immer wieder, immer wieder … – Nach ein paar Wochen rief sie mich an und erzählte: ‚Ich habe Ihnen zuliebe diesen Segen erst mal nur so daher geplappert … Und dann habe ich gemerkt, dass es immer leichter ging und immer ein bisschen mehr Herz mit hineinkam. Und nun kann ich es aus tiefstem Herzen sagen. Mein Mann hat sich sehr gewandelt; es ist alles leichter geworden.‘“ (Ellen Paetsch)
Gebet: Hl. Stephanus, sterbend hast du deine Mörder gesegnet und für sie gebetet. Hilf auch uns, Segensbringer in unserem Alltag zu sein! Amen.
– Berufung zum Segnen – 1 Petr 3,9
„… Segnet, denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen.“
Katechese: Unsere Berufung ist, Jesus, Sein Licht und Seine Liebe in die finstere, hasserfüllte Welt hineinzutragen. Das geschieht durch das Segnen. Das Wort „segnen“ kommt von „bene dicere“ und bedeutet: Gutes sagen, Gutes weitergeben. Wenn wir segnen, dann segnet Gott durch uns und entreißt Menschen und auch Dinge aus der Macht des Bösen.
Überlegung: „Einer Kranken, die ihren Mann hasste, riet ich, ihn zu segnen … Ich bat sie liebevoll, es doch zu versuchen: ‚Ich segne Dich, Du liebes Menschenkind, im Namen Jesu Christi!‘ immer wieder, immer wieder … – Nach ein paar Wochen rief sie mich an und erzählte: ‚Ich habe Ihnen zuliebe diesen Segen erst mal nur so daher geplappert … Und dann habe ich gemerkt, dass es immer leichter ging und immer ein bisschen mehr Herz mit hineinkam. Und nun kann ich es aus tiefstem Herzen sagen. Mein Mann hat sich sehr gewandelt; es ist alles leichter geworden.‘“ (Ellen Paetsch)
Gebet: Hl. Stephanus, sterbend hast du deine Mörder gesegnet und für sie gebetet. Hilf auch uns, Segensbringer in unserem Alltag zu sein! Amen.
– Fluch oder Segen? – Jak 3,10
„Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein.“
Katechese: Jedes Wort hat eine große Kraft. Gute Worte schenken Liebe und Frieden (= Segen), böse Worte dagegen säen Hass und Traurigkeit (= Fluch). Im Kampf gegen das Böse sollten wir also Flüche, Verwünschungen und negative Festlegungen meiden (z.B.: „Das schaff ich nie!“). Dadurch öffnet man Türen für das Böse. Durch das Segnen im Namen Jesu bannen und besiegen wir das Böse und errichten das Reich der Liebe Jesu.
Überlegung: Bereits Sokrates lehrte die Menschen, ihre Worte durch drei Siebe laufen zu lassen, bevor wir sie aussprechen: Sind meine Worte wahr, sind sie gut, sind sie notwendig? – Können mir Menschen zu Recht den Vorwurf machen, dass ich in der Kirche fromm bete, aber danach mit meinen Worten viel Unheil anrichte? – Bemühe ich mich, die Menschen im Namen Jesu zu segnen?
Gebet: Jesus, über jedes unnütze, schlechte Wort müssen wir Rechenschaft vor Dir ablegen. (vgl. Mt 12,36) Bewahre uns vor allem negativen Reden! Amen.
– Fluch oder Segen? – Jak 3,10
„Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein.“
Katechese: Jedes Wort hat eine große Kraft. Gute Worte schenken Liebe und Frieden (= Segen), böse Worte dagegen säen Hass und Traurigkeit (= Fluch). Im Kampf gegen das Böse sollten wir also Flüche, Verwünschungen und negative Festlegungen meiden (z.B.: „Das schaff ich nie!“). Dadurch öffnet man Türen für das Böse. Durch das Segnen im Namen Jesu bannen und besiegen wir das Böse und errichten das Reich der Liebe Jesu.
Überlegung: Bereits Sokrates lehrte die Menschen, ihre Worte durch drei Siebe laufen zu lassen, bevor wir sie aussprechen: Sind meine Worte wahr, sind sie gut, sind sie notwendig? – Können mir Menschen zu Recht den Vorwurf machen, dass ich in der Kirche fromm bete, aber danach mit meinen Worten viel Unheil anrichte? – Bemühe ich mich, die Menschen im Namen Jesu zu segnen?
Gebet: Jesus, über jedes unnütze, schlechte Wort müssen wir Rechenschaft vor Dir ablegen. (vgl. Mt 12,36) Bewahre uns vor allem negativen Reden! Amen.
– Muttersegen – Lk 1,42
„Elisabeth rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.“
Katechese: Maria trug in ihrem Schoß das Jesuskind, als sie zu Elisabeth eilte, um ihr zu helfen. Elisabeth begrüßte beide mit herzlichen Segensworten und ihr Kind hüpfte vor Freude in ihrem Schoß. Heute wissen wir, dass das Kind im Mutterschoß bereits vieles spürt, besonders die Annahme oder Ablehnung seitens der Mutter. So kann schon eine Mutter ihrem ungeborenen Kind Segen zukommen lassen und unnötiges Leid ersparen, indem sie es annimmt und nicht ablehnt.
Überlegung: Die Segensgebete der Kirche beinhalten auch den Segen für werdende Mütter, worin Jesus gebeten wird, das wachsende Kind vor allem Bösen und Krankheiten zu bewahren. – Wenn ich schwangeren Frauen begegne, segne ich sie wohlwollend? – Erinnere ich schwangere Mütter daran, mit dem Baby zu sprechen und es zu segnen? – Weiß ich, dass der Segen Krankheiten verhindert oder nicht ausbrechen lässt?
Gebet: Herr, wir danken Dir für das Wunder des Lebens. Schütze alle Kinder vor der Gefahr der Abtreibung und vor allem Negativen! Amen.
– Muttersegen – Lk 1,42
„Elisabeth rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.“
Katechese: Maria trug in ihrem Schoß das Jesuskind, als sie zu Elisabeth eilte, um ihr zu helfen. Elisabeth begrüßte beide mit herzlichen Segensworten und ihr Kind hüpfte vor Freude in ihrem Schoß. Heute wissen wir, dass das Kind im Mutterschoß bereits vieles spürt, besonders die Annahme oder Ablehnung seitens der Mutter. So kann schon eine Mutter ihrem ungeborenen Kind Segen zukommen lassen und unnötiges Leid ersparen, indem sie es annimmt und nicht ablehnt.
Überlegung: Die Segensgebete der Kirche beinhalten auch den Segen für werdende Mütter, worin Jesus gebeten wird, das wachsende Kind vor allem Bösen und Krankheiten zu bewahren. – Wenn ich schwangeren Frauen begegne, segne ich sie wohlwollend? – Erinnere ich schwangere Mütter daran, mit dem Baby zu sprechen und es zu segnen? – Weiß ich, dass der Segen Krankheiten verhindert oder nicht ausbrechen lässt?
Gebet: Herr, wir danken Dir für das Wunder des Lebens. Schütze alle Kinder vor der Gefahr der Abtreibung und vor allem Negativen! Amen.
– Der Vatersegen – Gen 12,2-3
„Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen.“
Katechese: Abraham hörte in allem auf die Stimme Gottes und wurde von Gott dafür reich beschenkt und von allem Bösen errettet. So galt bereits im Alten Testament die Regel: Auf Gottes Wort hören, bewirkt Segen – Gottes Wort verachten, bringt Unheil und Fluch. Den Segen Gottes schenkte Abraham somit seinen Kindern und seinem Volk.
Überlegung: „Ihr sollt wissen, dass ich alle meine Kinder und Enkelkinder einzeln täglich segne!“, sagte ein Großvater zu seinen acht Kindern und 26 Enkelkindern. Täglich erbat er den Segen Gottes zuerst selbst bei der hl. Messe und durch seine Gebete. – Segne ich täglich meine Familie, Arbeitskollegen und Menschen, denen ich begegne? – Nehme ich mir täglich Zeit, um selbst aus der Segensquelle Jesu zu schöpfen durch das Gebet und durch die Betrachtung Seiner lebendigen Worte?
Gebet: Jesus, heute bringe ich Dir meine Familie mit all ihren Nöten und Sorgen! Segne uns und bewahre uns vor allem Unheil und Schaden! Amen.
– Der Vatersegen – Gen 12,2-3
„Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen.“
Katechese: Abraham hörte in allem auf die Stimme Gottes und wurde von Gott dafür reich beschenkt und von allem Bösen errettet. So galt bereits im Alten Testament die Regel: Auf Gottes Wort hören, bewirkt Segen – Gottes Wort verachten, bringt Unheil und Fluch. Den Segen Gottes schenkte Abraham somit seinen Kindern und seinem Volk.
Überlegung: „Ihr sollt wissen, dass ich alle meine Kinder und Enkelkinder einzeln täglich segne!“, sagte ein Großvater zu seinen acht Kindern und 26 Enkelkindern. Täglich erbat er den Segen Gottes zuerst selbst bei der hl. Messe und durch seine Gebete. – Segne ich täglich meine Familie, Arbeitskollegen und Menschen, denen ich begegne? – Nehme ich mir täglich Zeit, um selbst aus der Segensquelle Jesu zu schöpfen durch das Gebet und durch die Betrachtung Seiner lebendigen Worte?
Gebet: Jesus, heute bringe ich Dir meine Familie mit all ihren Nöten und Sorgen! Segne uns und bewahre uns vor allem Unheil und Schaden! Amen.
– Segen der Speisen – Mk 8,7
„Sie hatten auch noch ein paar Fische bei sich. Jesus segnete sie und ließ auch sie austeilen.“
Katechese: An verschiedenen Stellen im Evangelium wird davon berichtet, dass Jesus das Brot und auch andere Speisen segnete. Es mag daran erinnern, dass auch die Schöpfung durch die Sünde vom Bösen verknechtet wurde und Negatives sich nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Dinge legen kann. Durch den Segen muss es weichen.
Überlegung: Alois Schmid, der im Namen Jesu viele Menschen heilen durfte, empfahl das tägliche Brot zu segnen, da bei der Arbeit der Bauern und Bäcker viel geflucht wird. Auch darin sah er eine Quelle von Krankheiten. – Achte ich auf meine Worte, dass ich wirklich zum Segensbringer werde? – Denke ich an das tägliche Tischgebet, um alles Böse zu bannen?
Gebet: Herr, durch menschliches Versagen sind vielerorts Wasser und Nahrungsmittel verseucht. Segne alles, damit es den Menschen nicht zum Schaden, sondern zum Heil dienen möge! Amen.
– Segen der Speisen – Mk 8,7
„Sie hatten auch noch ein paar Fische bei sich. Jesus segnete sie und ließ auch sie austeilen.“
Katechese: An verschiedenen Stellen im Evangelium wird davon berichtet, dass Jesus das Brot und auch andere Speisen segnete. Es mag daran erinnern, dass auch die Schöpfung durch die Sünde vom Bösen verknechtet wurde und Negatives sich nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Dinge legen kann. Durch den Segen muss es weichen.
Überlegung: Alois Schmid, der im Namen Jesu viele Menschen heilen durfte, empfahl das tägliche Brot zu segnen, da bei der Arbeit der Bauern und Bäcker viel geflucht wird. Auch darin sah er eine Quelle von Krankheiten. – Achte ich auf meine Worte, dass ich wirklich zum Segensbringer werde? – Denke ich an das tägliche Tischgebet, um alles Böse zu bannen?
Gebet: Herr, durch menschliches Versagen sind vielerorts Wasser und Nahrungsmittel verseucht. Segne alles, damit es den Menschen nicht zum Schaden, sondern zum Heil dienen möge! Amen.
– Der Priestersegen – Num 6,24-26
„Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.“
Katechese: Jeder Christ hat durch die Taufe die Segenskraft erhalten. Im Namen Jesu darf er segnen. Auf besondere Weise erteilte Gott die Segenskraft bereits im Alten Testament Aaron und mit ihm der Priesterklasse. Im Neuen Testament sind es die Priester, die durch ihre Weihe die besondere Segensgewalt bekommen haben. Sie haben somit den Auftrag Christi, das Böse zu bannen, alles zu segnen und Gott zu weihen.
Überlegung: Die stigmatisierte Resl von Konnersreuth sah hinter jedem segnenden Priester Jesus stehen. – Bitte ich den Priester um seinen Segen besonders für das Neue Jahr, für alle Menschen, die mir anvertraut sind?
Gebet: „Der Herr sei vor mir, um mir den rechten Weg zu zeigen; der Herr sei neben mir, um mich in die Arme zu schließen und mich zu schützen; der Herr sei hinter mir, um mich zu bewahren vor den Heimtücken böser Menschen; der Herr sei unter mir, um mich aufzufangen, wenn ich falle und um mich aus der Schlinge zu ziehen; der Herr sei in mir, um mich zu trösten, wenn ich traurig bin; der Herr sei um mich herum, um mich zu verteidigen, wenn andere über mich herfallen; der Herr sei über mir, um mich zu segnen. So segne mich der gütige Gott!“ (hl. P. Pio) Amen.
– Der Priestersegen – Num 6,24-26
„Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.“
Katechese: Jeder Christ hat durch die Taufe die Segenskraft erhalten. Im Namen Jesu darf er segnen. Auf besondere Weise erteilte Gott die Segenskraft bereits im Alten Testament Aaron und mit ihm der Priesterklasse. Im Neuen Testament sind es die Priester, die durch ihre Weihe die besondere Segensgewalt bekommen haben. Sie haben somit den Auftrag Christi, das Böse zu bannen, alles zu segnen und Gott zu weihen.
Überlegung: Die stigmatisierte Resl von Konnersreuth sah hinter jedem segnenden Priester Jesus stehen. – Bitte ich den Priester um seinen Segen besonders für das Neue Jahr, für alle Menschen, die mir anvertraut sind?
Gebet: „Der Herr sei vor mir, um mir den rechten Weg zu zeigen; der Herr sei neben mir, um mich in die Arme zu schließen und mich zu schützen; der Herr sei hinter mir, um mich zu bewahren vor den Heimtücken böser Menschen; der Herr sei unter mir, um mich aufzufangen, wenn ich falle und um mich aus der Schlinge zu ziehen; der Herr sei in mir, um mich zu trösten, wenn ich traurig bin; der Herr sei um mich herum, um mich zu verteidigen, wenn andere über mich herfallen; der Herr sei über mir, um mich zu segnen. So segne mich der gütige Gott!“ (hl. P. Pio) Amen.
– Leben in der Gegenwart Gottes – Eph 6,18
„Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen.“
Katechese: Der Mensch ist immer der Versuchung ausgesetzt, so zu leben, als ob es Gott nicht gäbe. Obwohl Gott am Wichtigsten für den Menschen sein sollte, vergisst er Gott ständig und versucht, sein Leben allein zu meistern. Doch der Aufruf zum „Gebet ohne Unterlass“ (vgl. 1 Thes 5,17) lädt uns zur täglichen innigen Gemeinschaft mit Jesus ein.
Überlegung: Der hl. Vinzenz Palotti begann jedes Werk mit einem Aufblick zu Gott. Sooft er aus dem Zimmer ging, schaute er zum Bild der Gottesmutter auf: „Segne mich Mutter!“ Geschickt nutzte er jede freie Minute zum Beten aus, wenn er unterwegs war oder warten musste. Er sagte: „Gott ist tausendmal mehr darauf bedacht, uns eine Gnade zu erweisen, als wir es sind, sie zu erhalten.“ Dieses felsenfeste Vertrauen lohnte Gott mit wunderbaren Gebetserhörungen. – Ist Jesus mein bester Freund, den ich in alles einweihe, auch in meine dunklen Seiten, und dem ich alles anvertraue?
Gebet: Herr, „mein Herz denkt an dein Wort: ‚Sucht mein Angesicht!‘ Dein Angesicht, Herr, will ich suchen!“ (Ps 27,8) Amen.
– Unerfüllbare Gebote? – 1 Joh 5,3-4
„Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. Seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was von Gott stammt, besiegt die Welt. Und das ist der Sieg, der die Welt besiegt hat: unser Glaube.“
Katechese: Es gibt keine Gebote, die der Mensch nicht einhalten könnte, unter der Bedingung, dass er zur Zeit der Versuchungen seine Zuflucht zu Gott nimmt, besonders bei den Versuchungen gegen die Reinheit.
Überlegung: Der hl. Augustinus stellte fest: „Nachdem ich wusste, dass ich nicht anders enthaltsam sein könnte, es würde mir denn von Gott gegeben …, trat ich vor den Herrn und bat Ihn.“ – Bin ich mir bewusst, dass ich meine Triebe nur dann beherrschen kann, wenn Gott mir Seine Gnadenhilfe gibt, und dass Er mir sie dann verleiht, wenn ich Ihn darum bitte? – Bitte ich Ihn auch um Kraft, die gefährlichen Gelegenheiten zu meiden, wo ich hilflos meiner Schwäche ausgeliefert bin?
Gebet: Herr, schon jetzt bitte ich Dich für den Moment der nächsten Versuchung: Steh mir in meiner Schwäche bei und gib mir Deine Gnade! Amen.
– Gebet um Bewahrung – Jud 1,24-25a
„Gott aber, der die Macht hat, euch vor jedem Fehltritt zu bewahren …, ihm, der uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, rettet, gebührt die Herrlichkeit …“
Katechese: Es ist nicht möglich, allen gefährlichen Gelegenheiten zur Sünde auszuweichen, denn wir leben in einer neuheidnischen Welt, wo die Sünde überall glorifiziert und ausgelebt wird. Im Bewusstsein unserer Schwäche und Hilflosigkeit dürfen wir deshalb Jesus bitten, Er möge uns vor der Sünde bewahren, damit wir nicht von den unheilvollen Krankheiten der Gottlosigkeit um uns herum angesteckt werden.
Überlegung: „Der Herr wusste wohl, dass ich zu schwach war, um der Versuchung ausgesetzt zu werden, zweifellos wäre ich im falschen Licht der Geschöpfe vollkommen verbrannt. … Es ist nicht mein Verdienst. Gottes Barmherzigkeit hat mich behütet. Ohne Ihn hätte ich ebenso tief fallen können wie Maria Magdalena.“ (hl. Therese v. Lisieux) – Bitte ich Jesus täglich, dass Er mich bewahren möge vor Verwirrung, Unreinheit und jeder Sünde?
Gebet: O Maria, ich weihe mich Dir! Bewahre mich vor der Sünde und lehre mich, Jesus von ganzem Herzen zu lieben! Amen.
– Die Hilfe der Gottesmutter – Lk 1,28.30
„Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. … Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.“
Katechese: Unter den Menschen hat nur Maria alle Versuchungen siegreich überwunden und alle Prüfungen bestanden. Seit Beginn ihrer menschlichen Existenz ist sie durch und durch begnadet, ohne jegliche Sünde. So übertrifft sie auch alle Heiligen an Wirksamkeit, wenn wir Sie um Hilfe in den Versuchungen anflehen. Als beste Mutter will sie uns zu Jesus führen.
Überlegung: „Wenn ihr Maria während einer Versuchung anruft, wird diese Mutter voll Zärtlichkeit sofort kommen, um euch zu helfen.“ – „Wenden wir uns an die Muttergottes mit großem Vertrauen und wir sind sicher, dass sie uns die Gnade der Bekehrung erlangen wird, so elend wir auch sein mögen.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Kenne ich die tägliche Andacht der „Drei Ave Maria“, um Maria um eine gute Sterbestunde zu bitten?
Gebet: Jesus, Du hast uns am Kreuz Maria zur Mutter gegeben. (vgl. Joh 19,27) So vertrauen wir uns ihr an, damit sie uns zu Dir führen möge! Amen.
– Voller Terminkalender – Mt 26,40
„Und Jesus ging zu den Jüngern zurück und fand sie schlafend. Da sagte er zu Petrus: Konntet ihr nicht einmal eine Stunde mit mir wachen?“
Katechese: Die erste Schwierigkeit mit dem Beten ist unser gewaltiger Zeitmangel. Wir hetzen von einem Termin zum anderen und fallen abends todmüde ins Bett, was vielleicht auch verbunden ist mit dem falschen Gottesbild, dass Gott auf unsere Leistung pocht. Doch nur wer sich von seinem eigenen Ich und dem Leistungskampf lösen kann, kann sich für Gott frei machen.
Überlegung: „Gott spricht zu uns durch Misserfolge und Krisen, um uns aufzuwecken, zur Besinnung zu bringen und vor der Selbstzerstörung zu retten.“ (hl. Sr. Faustina) – Nehme ich mir Zeit und mache ich mich frei für Gott? – Könnte ich in meinem Terminkalender täglich einen fixen Termin für Gott einplanen, vielleicht durch den Besuch einer Kirche oder Kapelle?
Gebet: Herr, „wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele (Gott) nach Dir.“ (Ps 42,2) Lass mich immer wieder innehalten und aufschauen zu Dir, damit ich den Sinn meines Lebens nicht aus den Augen verliere! Amen.
– Grübeln – Sir 30,21
„Überlass dich nicht der Sorge, schade dir nicht selbst durch dein Grübeln!“
Katechese: Kaum entflieht der Mensch der Hektik des Alltags und will beginnen zu beten, da überfallen ihn tausend Gedanken. Die ganze Vergangenheit kommt zum Vorschein, an der man hängenbleibt. Dabei können Ärger, Gram und Zorn hochkommen, verbunden auch mit der mangelnden Bereitschaft zur Versöhnung. Oder es beängstigt einen die Zukunft, die Ungewissheit mit ihrer Unruhe und Angst.
Überlegung: Ein Rabbiner wurde gefragt, was er im Gebet tue. Er sagte: „Im Gebet kläre ich meine Gedanken, indem ich die bösen von den guten absondere.“ – Übergebe ich Jesus meine Vergangenheit, indem ich alles aus Seiner Hand annehme und Ihm ans Kreuz bringe, auch meine Leiden, Misserfolge, Schicksalsschläge? – Übergebe ich Ihm die Sorgen für die Zukunft und werfe mich vertrauensvoll in Seine Arme?
Gebet: „Herr, gib mir Kraft nur für heute!“ (hl. Therese v. Lisieux) In Deine Hände lege ich voll Vertrauen meine Vergangenheit und Zukunft. Amen.
– Anhänglichkeit an Irdisches – Mt 6,20-21
„Sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“
Katechese: Oft wollen wir beten, doch wir fühlen irgendeine Wand, die uns von Jesus trennt. Das kann daran liegen, dass unser Herz an Reichtum und an irdischen Dingen hängt, womit wir Gott verdrängt und auch das Beten verlernt haben. Hier gilt das Wort Jesu: „Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt?“ (Mk 8,36) Wir jagen den irdischen Dingen nach und vergessen Gott.
Überlegung: „Bringst du ein leeres Herz mit, damit es Gott füllen kann?“ war die Frage eines Einsiedlers an Neuankömmlinge. – Ist mir bewusst, dass Gott beim Gebet mein Herz nicht mit Seinem Frieden füllen kann, wenn es noch voll „Erde“ ist? – Beschäftigen sich meine Gedanken mit Gott und der Erfüllung Seines Willens oder hänge ich noch abgöttisch an irdischen Dingen und Personen? – Wo ist mein Herz?
Gebet: Herr, schenk mir die Bereitschaft, alles Dir zu geben: Gesundheit, Reichtum, Ehre! Und Du wirst es mir verwandelt wieder schenken! Amen.
– Zerstreuungen – Mt 15,8
„Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir.“
Katechese: Ohne Zerstreuungen zu beten, fällt jedem schwer. Sobald wir anfangen zu beten, besonders bei gemeinschaftlichen Gebeten, spiegelt sich die ganze Welt in den Gedanken wieder, seien es die letzten Fernsehsendungen, Erlebnisse oder Gespräche. Hier sind wir eingeladen, die Zerstreuungen in Gebet zu verwandeln. Was zerstreut, kann man sammeln als Gebetsanliegen für diese Menschen oder für dieses Erlebte. Dabei ist zu betonen, dass nur freiwillige Zerstreuungen sündhaft sind.
Überlegung: Der hl. Bernhard sah beim Chorgebet neben den Mönchen Engel. Diese hatten Papier und Federn in der Hand und schrieben jeden Psalm auf, den die Mönche beteten, zum Teil mit Gold, Silber, Tinte oder Wasser. Das Gebet, welches mit inniger Liebe und Andacht gebetet wird, ist mit goldenen Buchstaben ins Lebensbuch eingetragen, das Gebet jener, die ohne Aufmerksamkeit beten, mit Wasser, denn ihr Beten ist nichts wert. – Könnte ich vor dem Gebet drei Minuten Einkehr halten, um mich zu sammeln und um mich dann ganz Gott hinwenden zu können?
Gebet: Herr, hilf mir, dass der Schall meiner Gebete nicht nur zur Wand reicht, sondern lass meine Gebete bis zu Deinem Herzen dringen! Amen.
– Unsicherheit – Jes 41,10
„Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Ich helfe dir, ja, ich mache dich stark, ja, ich halte dich mit meiner hilfreichen Rechten.“
Katechese: Das Gebet verlangt von uns Mut und Wagemut. Gelegentlich kann man es vergleichen mit dem Sprung aus einem brennenden Haus, wo man vor lauter Qualm nichts sieht, aber man weiß: Unten wartet der Vater mit offenen Armen, um mich aufzufangen. So sind wir eingeladen, im Gebet unerschütterlich an die sichere Liebe Gottes zu glauben, die Augen zu schließen und Ihm zu vertrauen.
Überlegung: Mancher Mensch fragt sich: „Gibt es Gott? Stürze ich ins Nichts? Lässt Gott mich im Stich?“ – Übergebe ich meine Bedrängnisse, Bedrohungen und meine Ungewissheit voll Vertrauen dem Herrn?
Gebet: Jesus, so oft hast Du gesagt: „Sei ohne Furcht, glaube nur!“ (Mk 5,36) – Hilf mir, trotz aller Dunkelheit, zu glauben und Dir zu vertrauen! Amen.
– Trockenheit – Röm 12,12
„Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!“
Katechese: Eine weitere Schwierigkeit ist die Trockenheit im Gebet, wenn man fühlbar keinen Trost dabei verspürt. Hierbei ist eine dreifache Dürre zu unterscheiden. Sie kann als Folge der Untreue gegen Gott auftreten, weil man sinnlichen Leidenschaften gefolgt ist. Hier heißt es, diese Sache Gott abzugeben und neu die Treue zu versprechen. Sie kann aber auch auf normale Müdigkeit zurückzuführen sein; oder sie ist zu unserer Reinigung gegeben, als Aufstieg zu Gott, welcher über Berg und Tal führt.
Überlegung: „Es ist sehr charmant, sich in der Nähe seines Geliebten zu langweilen.“ (hl. Franziska) Der hl. Antonius fragte nach einer Periode innerer Dürre: „Gott, wo bist Du denn gewesen?“ – Gott antwortete: „Dir näher als sonst!“ – Ist die Ursache meiner Dürre die Untreue, Müdigkeit oder Prüfung? – Bleibe ich dem Gebet treu, auch wenn ich dabei gar nichts verspüren darf?
Gebet: Herr, Du erziehst uns auch im Gebet. Hilf uns, treu im Beten auszuhalten, denn nur so wachsen wir in der Liebe zu Dir! Amen.
– Unerhörte Gebete? – Jak 4,3
„Ihr bittet und empfangt doch nichts, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in eurer Leidenschaft zu verschwenden.“
Katechese: Gott schaut aus der Perspektive der Ewigkeit auf unser Leben. Er erhört unsere Gebete, wie es für unser ewiges Heil gut ist. In diesem Sinn versichert uns Jesus, dass wir alles erhalten, um was wir mit Glauben bitten (vgl. Mt 21,22). Mit „alles“ ist aber nicht gemeint, was meinen egoistischen Zielen dient oder mir oder anderen zum geistigen Schaden gereichen kann, sondern was wirklich gut für mich ist.
Überlegung: Wenn ein Kind um einen Benzinkanister bittet, bekommt er ihn nicht vom Vater. Wenn es 15 Jahre später darum bittet, um damit zu arbeiten, bekommt es ihn. – Ist mir bewusst, dass Gott das Gebet so erhört, wie es für den Betenden und sein ewiges Heil am Besten ist? – Bitte ich Gott zuerst um die Verbreitung Seines Reiches der Liebe und um das Wachstum in der Liebe im Vertrauen darauf, dass mir dann alles Notwendige vom Himmlischen VATER dazu geschenkt wird (vgl. Mt 6,33)?
Gebet: Herr, zu Deiner Ehre und zum Wohl der Menschen bringe ich meine Bitten vor Dich! Sei mir gnädig und erhöre mich! Amen.
– Der Beistand vom VATER – Joh 14,16
„Ich werde den VATER bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll.“
Katechese: Jesus lässt uns in unseren Versuchungen nicht allein. In Seinem Versprechen, bei uns zu bleiben, alle Tage bis zum Ende der Welt (vgl. Mt 28,20), meinte Er konkret den Hl. Geist, den Er nach Seiner Himmelfahrt vom Himmlischen VATER Seinen Jüngern gesandt hat. Dieser göttliche Beistand steht uns bei in den Versuchungen der Glaubensverwirrung, denn Er lehrt uns alles, was Jesus gesagt hat. (vgl. Joh 14,26)
Überlegung: „Lasst euch führen vom Hl. Geist! – Betet zum Morgengebet ein ‚VATER unser‘ zum Hl. Geist!“ (Alois Schmid) – Nehme ich gerne den Beistand Jesu, den Hl. Geist, als großes Liebesgeschenk des Himmlischen VATERS an? – Bitte ich Ihn täglich im Bewusstsein meiner Schwäche und Ratlosigkeit um Licht und Kraft? – Danke ich Ihm für Seine Hilfe?
Gebet: „Hl. Geist, erleuchte mich! Was soll ich tun, und wie kann ich Jesus finden? Die Jünger waren sehr unwissend, sie waren bei Jesus, und doch verstanden sie Ihn nicht. Das Geringste macht mich verwirrt und aufgeregt. Ich bin zu empfindlich; ich bin nicht großmütig genug, um Opfer für Jesus zu bringen. O Hl. Geist, als Du den Jüngern Dein Licht erstrahlen ließest, wurden sie umgewandelt; sie waren nicht mehr das, was sie vorher waren; ihre Kraft war erneuert, die Opfer wurden ihnen leicht; sie erkannten Jesus besser als vorher, da Er noch unter ihnen weilte. Quelle des Friedens, des Lichtes, komm, mich zu erleuchten! Ich habe Hunger, komm, mich zu ernähren; ich habe Durst, komm, gib mir zu trinken; ich bin blind, komm, mich zu erleuchten; ich bin arm, komm, mich reich zu machen; ich bin unwissend, komm und belehre mich! Hl. Geist, ich gebe mich Dir hin. Amen!“ (sel. Mirjam v. Abellin)
– Die Kraft des Heiligen Geistes – Apg 1,8
„Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem … und bis an die Grenzen der Erde.“
Katechese: Noch kurz zuvor sind fast alle Jünger der Versuchung erlegen und haben Jesus verlassen und verraten. Angstvoll versteckten sie sich. Ihr völliger innerer Wandel trat mit dem Pfingstereignis ein. Mit der Kraft und dem Licht des Hl. Geistes legten die Jünger mutig Zeugnis ab für die Auferstehung Jesu, verkündeten das Evangelium und fürchteten sich nicht vor dem gewaltsamen Tod durch das Martyrium.
Überlegung: Jährlich sterben tausende Christen, weil sie sich mutig zu ihrem Glauben an Jesus bekennen. Doch die Kraft dazu haben sie nicht aus sich selbst, sondern vom Hl. Geist. – Bitte ich täglich um das Gnadenfeuer des Hl. Geistes, dass ich von der freimachenden Wahrheit des Evangeliums ganz durchdrungen werde und mich nicht mehr fürchte, mich zu Jesus und Seinem Evangelium öffentlich zu bekennen?
Gebet: Jesus, Du hast uns Verfolgungen vorhergesagt. Aber zugleich gibst Du uns Deinen Beistand. Erfülle mich mit der Kraft des Hl. Geistes! Amen.
– Der Geist kommt zur betenden Kirche – Apg 2,3-4
„Es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt …“
Katechese: Der Beistand, der Hl. Geist, kam nicht auf alle Menschen herab, sondern nur auf jene, die sich in „heiliger Versammlung“ (= Kirche) nach der Anordnung Jesu gemeinsam in Jerusalem aufhielten (vgl. Lk 24,49), und einmütig mit Maria, der Mutter Jesu, im Gebet verharrten (vgl. Apg 1,14).
Überlegung: „Manchmal kann man erleben, dass Menschen zu Christus finden, zu Christus ‚Ja‘ sagen, gleichzeitig aber zur Kirche ‚Nein‘.“ (P. Hans Buob) – Ist mir bewusst, dass der Hl. Geist zur Einheit in Christus führt und nicht zur Spaltung? Lasse ich mich durch den Geist der Lüge gegen die Kirche Christi aufbringen? – Weiß ich, dass ich ein Einfallstor für den Geist des Widerstands öffne, wenn ich eine Glaubenswahrheit ausklammere?
Gebet: Herr, Dein Geist wirkt in der Kirche und spricht zu uns durch Deinen Stellvertreter. Lass uns demütig auf den Papst hören! Amen.
– Die Kraft der Taufe und Firmung – Apg 2,38
„Kehrt um, und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“
Katechese: Der Hl. Geist wird uns zuteil durch den Empfang der heiligen Sakramente in der Kirche Jesu. Wir empfangen die Kraft des Hl. Geistes in der Taufe, wo wir zu Kindern Gottes, zu Tempeln des Hl. Geistes werden (vgl. 1 Kor 3,16). Sie wird vermehrt im Sakrament der Firmung, wo wir zu Mitstreitern Christi gesalbt werden (vgl. KKK 1294).
Überlegung: Die Firmung verwurzelt uns tiefer in der Gotteskindschaft; sie vereint uns fester mit Christus; sie vermehrt in uns die Gaben des Hl. Geistes; sie verbindet uns vollkommener mit der Kirche; sie schenkt uns eine besondere Kraft des Hl. Geistes, um in Wort und Tat als wahre Zeugen Christi den Glauben auszubreiten und zu verteidigen, den Namen Christi tapfer zu bekennen und uns nie des Kreuzes zu schämen (vgl. KKK 1303).
Gebet: Herr, entfache in uns das Feuer des Hl. Geistes, das wir erhalten haben, damit es nicht nur glimme, sondern zu einer lodernden Flamme Deiner göttlichen Liebe auf dieser Welt werde! Amen.
– Die Gabe der Weisheit – Jak 1,5
„Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen gern und macht niemand einen Vorwurf.“
Katechese: König Salomo erbat von Gott für seine Regierungszeit die Gabe der Weisheit, die aus einem „hörenden Herzen“ und in der Unterscheidung vom Guten und Bösen bestand. Diese Gabe entlarvt die Lüge der Versuchung: Dem Anschein nach ist ihr Gegenstand verlockend und „köstlich“ (Gen 3,6), in Wahrheit führt sie zum Tod (vgl. KKK 2847).
Überlegung: „Wenn man den Heiligen Geist besitzt, wird das Herz weit und badet in der göttlichen Liebe.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Bitte ich um die Gabe der Weisheit, die heilig, friedlich, freundlich, voll Erbarmen und reich an guten Früchten ist? Fliehe ich vor der irdischen, eigennützigen, teuflischen Weisheit, die voll ist von bitterer Eifersucht und Ehrgeiz (vgl. Jak 3,15-17)?
Gebet: Hl. Geist, schenke mir die Gabe der Weisheit, die mich das Himmlische mehr als alles Irdische schätzen lehrt, Verlangen nach demselben einflößt und die rechten Mittel zum Heile zeigt! Amen.
– Die Gabe des Verstandes – Kol 1,9
„Wir hören nicht auf, inständig für euch zu beten, dass ihr in aller Weisheit und Einsicht, die der Geist schenkt, den Willen des Herrn ganz erkennt.“
Katechese: Der Hl. Geist teilt unserem Verstand nie nutzlose und unfruchtbare, eitle und ungehörige Dinge mit. Gottes Worte sind von großem Gewicht und Nutzen. Wenn eine Seele in ihren Gebeten mit Kenntnissen gespeist wird, die weder eigenen noch fremden Seelennutzen bezwecken, so kommen diese nicht von Gott, der nicht zwecklos handelt.
Überlegung: „Ich setzte voraus, dass es dreierlei Gedanken in mir gibt. Solche, die mein eigen sind und allein meiner Freiheit und meinem Willen entspringen, während die beiden anderen von außen kommen: der eine vom guten, der andere vom bösen Geist.“ (hl. Ignatius v. Loyola) – Prüfe ich meine Gedanken, welche mich zu mehr Liebe zu Gott und den Menschen führen? – Bitte ich um die Gabe der Einsicht, damit mein Denken ganz auf die Erfüllung des Willens Gottes ausgerichtet ist?
Gebet: Hl. Geist, erfülle uns mit der Gabe der Einsicht, die uns erleuchtet, die Geheimnisse und Lehren des Evangeliums richtig zu verstehen! Amen.
– Die Gabe des Rates – Spr 8,14
„Bei mir ist Rat und Hilfe; ich bin die Einsicht, bei mir ist Macht.“
Katechese: Adam und Eva ließen sich vom Satan täuschen und verloren das Paradies. Der Hl. Geist dagegen berät gerade die demütigen Seelen, wie sie durch die gehorsame Nachfolge Jesu schon hier auf Erden und einst im Himmel glücklich werden können.
Überlegung: „Jene, die vom Hl. Geist geführt werden, haben richtige Lebensauffassungen. Deshalb gibt es ja auch so viele Unwissende, die mehr wissen als die Weisen.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Bitte ich den Hl. Geist, um Seine Gabe des Rates für meinen Beichtvater und meine Vorgesetzten, damit sie mir richtig weiterhelfen? – Bringe ich meine Ratlosigkeit immer wieder zu Jesus, damit Er mich mit Seinem Geist erleuchten möge? Suche ich Rat im Blick auf das Kreuz Jesu oder lasse ich mich auf Betrug und Lüge ein, um irdischen Gewinn zu erzielen?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe des Rates, die mir in zweifelhaften Fällen zu erkennen gibt, was ich tun oder lassen und auch anderen raten soll! Amen.
– Die Gabe der Stärke – Jes 11,2
„Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht.“
Katechese: Jesus war erfüllt von den Gaben des Hl. Geistes. Bei Ihm gab es keine Angst vor den Großen dieser Welt, denen Er mutig die Wahrheit sagte. Er hatte auch keine Angst, Sein Leben für die Verbreitung der Liebe Gottes auf Erden einzusetzen.
Überlegung: Das Leben verlangt von uns viel Starkmut, angefangen von unerträglichen Lebenssituationen bis hin zu Beziehungsproblemen, verursacht durch Fremdgehen, Alkohol, Krankheiten etc. – Bitte ich täglich den Hl. Geist, um die Gabe der Stärke, um in der barmherzigen Liebe Jesu wachsen zu können und mich vor den Menschen zu Ihm zu bekennen?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Stärke, die alle Zaghaftigkeit und Menschenfurcht besiegt und mich stärkt, das Laster zu hassen und die Tugend unerschütterlich zu üben und lieber Verachtung, zeitlichen Nachteil, Verfolgung und Tod zu wählen, als Jesus durch Wort oder Tat zu verleugnen. Amen.
– Die Gabe der Erkenntnis – Phil 3,8
„Ich sehe alles als Verlust an, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles übertrifft. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen.“
Katechese: Der göttliche Geist macht den Verstand gelehrig, weich, biegsam und geneigt, die Absichten anderer anzunehmen, die den eigenen widerstreben, besonders wenn es sich um Erkenntnisse von Vorgesetzten handelt. Der böse Geist dagegen verführt zu Trotz und Widerspenstigkeit gegenüber den Lehren des Evangeliums und der Kirche Jesu.
Überlegung: „Als das Blut der Märtyrer floss, hat der Teufel gewütet wie ein wilder Löwe, als die Irrlehren sich verbreiteten, hat er versteckt angegriffen wie eine schleichende Schlange.“ – „Die Hölle stellt zwei Schlachtreihen auf: durch Drohung versucht sie einzuschüchtern, durch Schmeicheln zu Fall zu bringen.“ (hl. Augustinus) – Bitte ich den Hl. Geist um Klarheit und Licht?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Erkenntnis, durch die Du mich innerlich erleuchtest, dass ich mich selbst, die Fallstricke der Eigenliebe, der Leidenschaften, des Teufels und der Welt erkennen kann und die geeigneten Mittel wähle, sie zu überwinden! Amen.
– Die Gabe der Frömmigkeit – Weish 1,1
„Liebt Gerechtigkeit, ihr Herrscher der Erde, denkt in Frömmigkeit an den Herrn, sucht ihn mit reinem Herzen!“
Katechese: In der falsch verstandenen Frömmigkeit treibt der Teufel den Menschen zum Übermaß im Guten an, ohne Rücksicht zu nehmen auf die erforderliche Zeit, den passenden Ort, die gesundheitlichen Verhältnisse und richtet sich oft gegen die Standes- und Berufspflichten.
Überlegung: „Anders muss ein Handwerker fromm sein … anders eine Witwe als ein unverheiratetes Mädchen oder eine in der Ehe lebende Frau. Auch die Ausübung der Frömmigkeit selbst muss der Kraft, der Tätigkeit und der Aufgabe eines jeden in besonderer Weise angepasst sein.“ (hl. Franz v. Sales) – Weiß ich, dass die wahre Frömmigkeit keine Form von Beruf oder Tätigkeit zerstört, sondern sie sogar gefälliger und schöner macht und durch sie die Sorge für die Familie friedvoller, die gegenseitige Liebe von Mann und Frau lauterer und alle Tätigkeiten angenehmer werden?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Frömmigkeit, die mir Ehrfurcht vor Gott und göttlichen Dingen und Freude am Umgang mit Ihm einflößt. Amen.
– Die Gabe der Gottesfurcht – 1 Petr 1,17
„Wenn ihr den als VATER anruft, der jeden ohne Ansehen der Person nach seinem Tun beurteilt, dann führt auch, solange ihr in der Fremde seid, ein Leben in Gottesfurcht.“
Katechese: Die Gottesfurcht ist der Anfang der Weisheit (vgl. Sir 1,14), sie macht das Herz froh, gibt Freude, Frohsinn und ein langes Leben (vgl. Sir 1,12). Sie hält von Sünden fern, wer in ihr verbleibt, vertreibt allen Zorn (vgl. Sir 1,21). Sie ist nicht das Gegenteil von Gottesliebe, sondern von Gottlosigkeit. Gott ist ein liebender Gott. Er ist aber auch allmächtig, groß und heilig, ein Gott, vor dem wir uns in Ehrfurcht neigen sollen.
Überlegung: Der hl. Franziskus hatte eine so tiefe Ehrfurcht vor der Hl. Schrift, dass er sie nur in kniender Haltung las. – Ist meine Kniebeuge vor dem Herrn ein Ausdruck meiner kindlichen Ehrfurcht? – Könnte ich voll dankbarer Ehrfurcht das Bildnis des gekreuzigten Heilands küssen? – Spreche ich den Namen Gottes ehrfürchtig aus?
Gebet: Hl. Geist, schenke mir die Gabe der Gottesfurcht, jener kindlichen Furcht, die kein anderes Unglück fürchtet als das, Gott zu missfallen und die daher die Sünde als das größte Übel flieht! Amen.
– Die Frucht des Heiligen Geistes – Gal 5,24-25
„Alle, die zu Christus Jesus gehören, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. Wenn wir aus dem Geist leben, dann wollen wir dem Geist auch folgen.“
Katechese: Der hl. Paulus lädt uns ein, als Christen alle Versuchungen zum Bösen zu „kreuzigen“, damit Christus in uns immer mehr Gestalt annehmen kann. Mit Christus zieht dann Sein Geist in uns ein mit der Frucht der „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.“ (Gal 5,22-23)
Überlegung: Kreuzige ich mit der Kraft des Hl. Geistes alle Werke des „Fleisches“, d.h. unsere schlechten Leidenschaften und Begierden: „Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage“ (Gal 5,19-21)? – Frage ich in zweifelhaften Fällen meinen Schutzengel, was ich tun soll?
Gebet: „Komm, o Heiliger Geist! Erleuchte meinen Verstand, damit ich Deine Gebote erkenne; mach mein Herz stark gegen die Anschläge des Feindes; entflamme meinen Willen ... Ich habe Deine Stimme gehört, und ich möchte nicht hart werden und Widerstand leisten, indem ich sage: später, morgen. ‚Nunc coepi!‘ Jetzt, damit mir das Morgen nicht vielleicht fehlt. O Geist der Wahrheit und der Weisheit, Geist des Verstandes und des Rates, Geist des Jubels und des Friedens! Ich will, was Du willst; ich will, wie Du willst; ich will, wann Du willst. Amen.“ (hl. Josemaría Escrivá)
– Der Böse – Person und Wirklichkeit – Mt 6,9.13
„So sollt ihr beten: Unser VATER im Himmel … rette uns vor dem Bösen.“
Katechese: Wie es der neue Katechismus lehrt, gibt es das Böse wirklich. Die Existenz des Gegenspielers Gottes, des Teufels, ist kein Mythos, kein erfundenes Märchen, um uns Angst zu machen, sondern eine Wirklichkeit, eine Person. Mit dem Bösen ist der Satan gemeint und alle abtrünnigen Engel, die ihm gefolgt sind. Wir brauchen jedoch keine Angst vor ihm zu haben, wenn wir Jesus als Retter angenommen haben. Durch den Kreuzestod Jesu ist er ein besiegter Feind.
Überlegung: Präsident George W. Bush hat im Jahr 2002, der „Achse des Bösen“ den Krieg angesagt, um die „Terroristen“ auszurotten. Doch die Terroristen schossen dadurch erst recht aus dem Boden, wie Pilze nach dem Regen. – Ist es nicht sinnvoller, den Satan als Urheber des Bösen zu sehen, mit Gebet zu bekämpfen und Gott um Schutz vor dem Bösen zu bitten? – Sollten wir nicht wie Jesus für die menschlichen Werkzeuge des Teufels beten und eventuell auch für sie leiden, damit sie sich bekehren?
Gebet: Herr, behüte mich vor allem Bösen, behüte mein Leben! Behüte mich, wenn ich fortgehe und wiederkomme, von nun an bis in Ewigkeit. (vgl. Ps 121,7-8) Amen.
– Engelsturz – Lk 10,18
Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.“
Katechese: Jesus erzählt Seinen Jüngern über den Engelsturz, über den später der hl. Johannes schrieb: „Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel. Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen." (Offb 12,7-9)
Überlegung: In einem Schulbuch für Kinder wird das Fest Halloween fol-gendermaßen erklärt: Ein Lichtengel musste den Himmel verlassen und wurde auf die Erde geworfen. Um ihn zu trösten, gehen Kinder mit Kürbissen durch die Straßen. – Sollten wir nicht besser den Kindern das Gebet zum Erzengel Michael lehren, um sie vor der Bosheit des Teufels zu schützen?
Gebet: Hl. Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe; gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels, sei unser Schutz. „Gott gebiete ihm“, so bitten wir flehentlich; du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stoße den Satan und die anderen bösen Geister, die in der Welt umherschleichen, um die Seelen zu verderben, durch die Kraft Gottes in die Hölle. Amen.
– Der Herrscher dieser Welt – Joh 14,30
„Ich werde nicht mehr viel zu euch sagen; denn es kommt der Herrscher der Welt. Über mich hat er keine Macht.“
Katechese: Der Engel, der auf die Erde gestürzt wurde, ist Satan. Er wird von Jesus als Herrscher dieser Welt bezeichnet. Sein Reich besteht aus Lüge, Hass, Betrug und Bosheit. Seine Reichtümer gibt er denen, die ihn anbeten. Über Jesus hatte er keine Macht, denn Er hat alle Versuchungen überwunden und blieb in der Liebe und Demut treu bis zum Tod.
Überlegung: Vor seinem Sterben sah der hl. Martin den Teufel in der Nähe stehen. Da sprach er: „Was stehst du da, blutige Bestie? Du Finsterer, an mir wirst du nichts finden; mich nimmt der Schoß Abrahams auf!“ – Hat der Teufel noch Macht über mich durch Hass oder Unversöhnlichkeit?
Gebet: Heilige Maria, Mutter Gottes, Du Besiegerin des Teufels, bitte für mich, jetzt und in der Stunde meines Todes! Amen.
– Jesus besiegt den Satan – Joh 12,31
„Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden.“
Katechese: Mit dem Kommen Jesu in die Welt wird das uneingeschränkte Herrschertum des Fürsten der Finsternis, des Teufels beendet. Jesus richtet mit Seinem Leben, Leiden und mit Seiner Auferstehung das Reich des Lichtes und der Liebe auf. Vom Kreuz herab herrscht unser Gott! Das Kreuz ist das Siegeszeichen. Am Kreuz bricht sich die Macht des Bösen, das heißt in der Liebe und Demut Jesu Christi.
Überlegung: „Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.“ (Joh 12,32) – Mache ich immer wieder voll Glauben das Kreuzzeichen über mich und andere Menschen, um in Jesus Geborgenheit und Schutz zu finden vor den Gefahren des Bösen? – Wenn ich Jesus durch die Sünde verlasse, kehre ich dann mit einem Reuegebet schnell wieder zu Ihm zurück, damit der Böse mir nicht schaden kann?
Gebet: VATER, ich opfere Dir die Heiligen Wunden Jesu auf und das Blut, das Er vergossen hat, als Sühne für meine Sünden. Birg mich in Jesu Wunden, damit der böse Feind mich nicht mehr finden und mir nicht schaden kann! Amen.
– Engel des Lichts – 2 Kor 11,14
„Kein Wunder, denn auch der Satan tarnt sich als Engel des Lichts.“
Katechese: Obwohl der Satan von Jesus besiegt wurde, hat er noch Macht durch seine Werkzeuge, die Menschen, die sich ihm zu Diensten stellen. Dabei ist es seine listige Art, dass er sich im ehemaligen Kleid des Lichtengels zeigt, um die Menschen zu täuschen. Er wird auch gerne „Affe Gottes“ genannt, da er nicht fähig ist, etwas Neues zu erfinden, sondern die Heiligen Dinge verdreht und in den Dreck zieht.
Überlegung: Statt dem Glauben baut der Satan die Welt des Aberglaubens auf: Horoskope, Wahrsagerei, weiße Magie, Abbeterei, alternative Heilmethoden durch esoterische Mittel etc. – Ist mir bewusst, dass dem Teufel nicht so viel am menschlichen Leib liegt, sondern dass er die Seele für sich gewinnen will? – Ist mir schon aufgefallen, dass esoterische Mittel den Glauben an den wahren Gott verdunkeln und erschweren?
Gebet: Jesus, Dir leb ich! Jesus, Dir sterb ich! Jesus, Dein bin ich in alle Ewigkeit! Jesus, sei mir barmherzig und rette mich! Amen.
– Lügner von Anfang an – Joh 8,44
Der Teufel „war ein Mörder von Anfang an. Und er steht nicht in der Wahrheit; denn es ist keine Wahrheit in ihm. Wenn er lügt, sagt er das, was aus ihm selbst kommt; denn er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.“
Katechese: Bereits im Paradies belog der Satan Adam und Eva. Genauso belügt er alle Menschen, verspricht ihnen Reichtum, Ehre und Macht, aber nur für kurze Zeit. Viele Menschen gewinnt der Teufel durch die Lüge, dass er und die Hölle nicht existieren. Andere gewinnt er durch die Lüge, dass für alles Unheil, Leid und Katastrophen Gott schuldig ist.
Überlegung: In einem Film kommt der Teufel als Händler in eine Stadt und bietet den Menschen als Geschenk ihre unerfüllten Wünsche an. Als Preis verlangt er eine versteckte böse Tat, wobei andere dabei verdächtigt und bekämpft werden. Erst als die Menschen den Satan als Urheber des Bösen entdecken und ihm absagen, werden sie von dessen Macht befreit.
Gebet: Jesus, hilf uns, alle hinterlistigen Geschosse des Satans zu entdecken und mit dem demütigen Glauben an Dich zu bekämpfen! Amen.
– Luftgeister – Eph 6,12
„Wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.“
Katechese: Mit dem Lichtengel sind viele Engel vom Himmel gestürzt. Sie verkleiden sich auch als harmlose „Esoterikengel“, sind in Wirklichkeit aber auf unser Verderben aus. Sie stacheln unsere Stimmungen und Triebe zum Bösen an, verlocken und versuchen uns. Nach unserem Tod stehen sie plötzlich als unsere Ankläger vor Gott. Im Namen Jesu, mit der Kraft Seines Wortes, können wir sie wie lästige Zecken abschütteln.
Überlegung: Der hl. Antonius sah das Schicksal der Seelen nach dem Tod: Im Luftraum sind widerwärtige Gestalten, die die Seelen hindern wollen, hindurchzugehen. Sie verlangen Rechenschaft, ob sie ihnen durch die Sünde nicht untertänig seien und erheben Anklage. – Weiß ich, dass Jesus durch die Beichte alle bereuten und gebeichteten Sünden für immer auslöscht?
Gebet: Jesus, schon jetzt lege ich meine Sterbestunde voll Vertrauen in Deine Barmherzigkeit! Rette mich vor allen Angriffen des Bösen! Amen.
– Maria, die Schlangenzertreterin – Offb 12,1
„Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.“
Katechese: Die Exegeten sehen in diesem Bild die Kirche, doch dürfen wir in dieser Frau auch Maria sehen, die Mutter der Kirche. Der Satan wurde vom Himmel gestürzt wegen seines stolzen „Non serviam!“ (Ich will nicht dienen!). Maria errang ihre Größe durch ihren demütigen Dienst als gläubige Magd des Herrn. Im Kampf gegen das Böse hat Jesus deshalb Seinen Jüngern Maria als starke Helferin zur Seite gestellt.
Überlegung: Maria ist stärker als die ganze Hölle. Wo sie auftritt, muss der Satan weichen. Bin ich mir bewusst, dass der Böse keinem Kind Mariens wirklich schaden kann, das treu seiner Mutter folgt und ihr vertraut?
Gebet: Hehre Königin des Himmels, höchste Herrin der Engel! Du hast von Gott die Macht und die Sendung erhalten, den Kopf des Satans zu zertreten. Wir bitten Dich demütig: Sende Deine himmlischen Legionen, damit sie unter Deinem Befehle und durch Deine Macht die höllischen Geister verfolgen, sie überall bekämpfen, ihre Verwegenheit zuschanden machen und sie in den Abgrund zurückstoßen! Amen.
– Die Hilfe der Heiligen Engel – Ex 23,20
„Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen und dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe.“
Katechese: Die Gott treu gebliebenen heiligen Engel wollen unser Bestes. Doch sie drängen sich nicht wie die Teufel lästig auf, sondern laden uns sanft zum Guten ein. Sie respektieren unsere Freiheit und können uns nur dann tatkräftig schützen, wenn wir sie darum bitten.
Überlegung: „Der Schutzengel ist immer an unserer Seite, um uns zum Guten anzuhalten und gegen den bösen Feind zu verteidigen, der ohne Unterlass um uns herumschleicht, um uns zum Bösen zu verleiten.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Höre ich gerne auf die Stimme meines hl. Schutzengels, der mich zum Gebet, zur Liebe, Versöhnung und Nachfolge Jesu einlädt?
Gebet: Hl. Schutzengel, durchbrich meine Taubheit, leite mich an zum Guten und beschütze mich vor allen Gefahren für Leib und Seele! Amen.
– Der Sieg Jesu über das Böse – Mt 3,16
„Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.“
Katechese: Obwohl Jesus ohne jede Sünde war, bat Er Johannes den Täufer um die Bußtaufe im Jordan. Das Geheimnis Seiner Bitte lag in Seiner Mission, stellvertretend für die Menschen die Sünden auf Sich zu nehmen, für sie Sühne zu leisten und sie der Macht des Satans zu entreißen. Er stellte damit ihre verlorene Verbindung mit dem Himmlischen VATER wieder her und schenkt allen, die Ihm glauben und sich taufen lassen, die Gotteskindschaft mit der Fülle des Hl. Geistes.
Überlegung: „Das Haupt des Drachen hat der Herr im Jordan zerschmettert und alles aus seiner Gewalt befreit.“ (SB I/335) – Ist mir bewusst, dass Jesus den Satan besiegt hat und allen, die an Ihn glauben, die Befreiung aus dessen Herrschaftsbereich (= Gottlosigkeit, Hass, Lüge, Angst, Stolz etc.) anbietet? – Nehme ich die Errettung vom Bösen aus der Hand Jesu an, indem ich an Ihn glaube und mein Taufversprechen erneuere, d.h. allem Bösen absage und Jesus als Herrn annehme?
Gebet: Jesus, mein Erlöser, in Deinem Namen widersage ich dem Satan, all seinen Werken und allem Bösen und übergebe Dir mein Leben! Amen.
– Befreiung der Bedrängten – Mk 1,27
„Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.“
Katechese: Gleich zu Beginn Seines Wirkens zeigte Jesus, dass das Böse in der Welt durch Ihn besiegt wird. Mit dem Befehl „Schweig und verlass ihn!“ (Mk 1,25) befreite Er einen Besessenen vom unreinen Geist. Der Sündenfall gibt dem Bösen das Recht, den Menschen zu quälen. Jesus aber, der die Sünden der Welt gesühnt hat, besitzt die Vollmacht, alle Menschen, die Ihn darum bitten, aus dem Elend zu befreien.
Überlegung: „Trotz meines Widerstrebens hast Du alle schlechten Bande gelöst, die mich von Dir ferngehalten hätten. Wie gut bist Du! … Deine Hand allein hat dieses Werk begonnen … Nur so konnte meine Seele für die Wahrheit vorbereitet werden. Der böse Geist herrscht zu sehr über eine Seele, die nicht rein ist, als dass die Wahrheit in ihr Eingang finden könnte. Guter Hirt, Du wolltest bei mir eintreten und hast Deinen Feind, den Dämon unlauterer Begierden, aus mir vertrieben.“ (sel. Charles de Foucauld)
Gebet: Jesus, immer wieder sündige ich und gebe dem Bösen Anrecht, mich zu quälen. Errette mich vor dem Bösen und stärke mich im Guten! Amen.
– Heilung der Kranken – Mk 1,30-31
„Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. … Jesus ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr, und sie sorgte für sie.“
Katechese: Der Mensch leidet unter vielen Krankheiten, die ihre Ursache in der menschlichen Gebrechlichkeit und Begrenztheit und in der Wirkung des Bösen haben (vgl. Papst Benedikt XVI.). Jesus ging nicht teilnahmslos am Leid der Menschen vorüber, sondern heilte viele Kranke (vgl. Mk 1,34).
Überlegung: „Jesus hat den Kranken, die zu Ihm kamen, nicht gesagt: Leidet geduldig!, sondern Er hat sie gesund gemacht, damit der VATER durch Ihn verherrlicht werde.“ (Niklaus Wolf) – Bitte ich in schweren Krankheiten den Priester um das Sakrament der Krankensalbung, in dem Jesus selbst kommt, um den Leidenden zu trösten, zu stärken und aufzurichten?
Gebet: Jesus, heile meine Seele und meinen Körper, damit ich meine Pflichten zu Deiner Ehre weiterhin gut erfüllen kann! Amen.
– Trost der Trauernden – Lk 7,12-15
„Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. … Jesus ging zu der Bahre hin und fasste sie an. … und sagte: Ich befehle dir, junger Mann, steh auf! Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen.“
Katechese: Das größte Leid, das wir Menschen erfahren, ist der Tod. Jesus selbst hat mehrmals Tote auferweckt, so wie hier den jungen Mann von Nain. Doch lehrt Er uns, keine Angst zu haben vor dem Tod des Körpers, sondern vor dem Tod der Seele, der allen droht, die in ihrem Leben die Erlösung Jesu nicht annehmen wollen. Jesus hat uns vom ewigen Tod befreit, indem Er selbst den Tod am Kreuz auf Sich genommen hat.
Überlegung: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ (Joh 11,25) – Bitte ich um die geistige Auferweckung und um neues Leben für meine todkranke Seele in der hl. Beichte, wenn ich in schwere Sünde geraten bin? – Danke ich Jesus, dass wir Christen die Hoffnung auf ein wunderbares Leben nach dem Tod haben?
Gebet: Gelobt seist Du, mein Herr, durch unsere Schwester, den leiblichen Tod; ihm kann kein Mensch lebend entrinnen. Wehe jenen, die in schwerer Sünde sterben. Selig jene, die sich in Deinem heiligsten Willen finden, denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun! Amen. (hl. Franz v. Assisi)
– Speise der Hungernden – Lk 9,17
„Alle aßen und wurden satt. Als man die übriggebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es zwölf Körbe voll.“
Katechese: Viele Menschen leiden unter Hunger und Durst. In Seiner göttlichen Vollmacht vermehrte Jesus mehrmals Brote für viele Menschen und gab Seinen Jüngern den Auftrag, ihr Brot mit den Hungernden zu teilen. Doch Jesus dachte dabei nicht nur an den Hunger des Leibes, sondern auch an den der Seele, und schenkt sich allen Menschen im Brot des Lebens, in der Hl. Kommunion.
Überlegung: „Die Kommunion wirkt auf die Seele wie ein Windstoß in ein erlöschendes Feuer, in dem noch Glut vorhanden ist. Ein Windstoß und das Feuer brennt wieder.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Lasse ich mich von der Liebe Jesu in der Hl. Kommunion neu entflammen? – Wie helfe ich den Hungernden?
Gebet: Jesus, täglich verhungern Menschen seelisch und körperlich. Lass mich nicht gleichgültig an ihrem Leid vorübergehen! Amen.
– Hilfe für die Eheleute – Joh 2,3
„Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr.“
Katechese: Jesus war zu einer Hochzeit eingeladen, die nach jüdischem Brauch eine Woche dauerte. Nach einigen Tagen ging der Wein aus. Auf die Bitte Mariens hin wirkte Jesus Sein erstes Wunder und verwandelte Wasser in Wein. Dieses Wunder ist auch ein Hinweis Jesu auf Seine besondere Gegenwart und Hilfe im Ehesakrament. Wenn Eheleute sich mit Vertrauen in ihren alltäglichen Problemen, Schwierigkeiten und Sorgen an Ihn wenden, lässt Er sie nicht allein und wirkt immer wieder Wunder.
Überlegung: „Oh, wenn die Menschen doch Glauben hätten, wie glücklich könnten sie sein! Im Namen Jesu würden sie alles erhalten!“ (Niklaus Wolf) – Lade ich Jesus, Maria und Josef in meine Familie ein, damit sie uns in den alltäglichen Sorgen und Nöten beistehen und das Böse vertreiben?
Gebet: O hl. Josef, du halt Haus und gieß des Himmels Segen aus… Dir geb ich heut mit frohem Blick den Schlüssel zu des Hauses Glück: O schließe du doch alles aus, was schaden könnte unserm Haus. Schließ all die Meinen und auch mich in Jesu Herz, das bitt ich dich! Dass hier uns jeder Tag vergeht wie dir im Haus zu Nazareth! Amen.
– Hilfe der Kinder – Mk 10,16
„Jesus nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.“
Katechese: Jesus liebte die Kinder sehr und wurde sogar unwillig, als die Jünger die Kinder abweisen wollten. Kinder haben teilweise große Nöte und Ängste durch Mangel an Zeit und Zuwendung von Seiten ihrer Eltern. Wenn sie keine Hilfe erfahren, verfallen sie in vielerlei Süchte. Auch sie brauchen den täglichen Segen ihrer Eltern und Großeltern. Sie brauchen Jesus!
Überlegung: Sr. Elvira, die Gründerin der Heime für drogenabhängige Jugendliche, bezeichnet als Ursache vieler Süchte den Mangel an Liebe, den die Kinder in ihrem Leben erfahren haben, der schon darin bestand, dass die Eltern kaum Zeit für sie hatten. Heilung finden sie in ihren Heimen im täglichen Gebet, körperlicher Arbeit und in der Betreuung durch einen lebendigen Schutzengel (= geheilte Person), der sich 24 Stunden am Tag um sie kümmert.
Gebet: Jesus, wir bringen Dir alle Kinder der Welt: Nimm sie in Deine Arme, lege ihnen die Hände auf und segne sie! Amen.
– Rettung in Katastrophen – Mk 4,39
„Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein.“
Katechese: Die Jünger fuhren mit Jesus über den See als ein gewaltiger Sturm hereinbrach und das Boot fast zum Kentern brachte. Mit der Kraft Seines Wortes befreite Jesus sie aus der Gefahr der Naturgewalt. Seine Segensmacht hinterließ Jesus den Priestern, die in Seinem Namen den Auftrag haben, zu segnen und das Böse zu bannen.
Überlegung: In Sizilien, wenn der Vulkan Ätna seine Lava spukt und jegliche menschliche Hilfe versagt, wenden sich die Menschen an den Bischof. Auf das Segensgebet hin werden sie immer wieder von ihrer Not befreit, wie auch im Jahre 2002. – Glaube ich an die Segensmacht Christi durch den Priester und bitte ihn um Wettersegen, Kindersegen, Haussegen etc.?
Gebet: Jesus, ich glaube, dass Du selbst durch den Priester segnest, wenn er segnet. Bewahre uns durch den Priestersegen vor allem Unheil! Amen.
– Politische Befreiung? – Apg 1,6
„Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her?“
Katechese: Viele sahen in Jesus einen politischen Befreier und erwarteten von Ihm die Befreiung aus der Besatzungsmacht der Römer. Doch Jesus ging es nicht zuerst um die äußere Freiheit und ein irdisches Königreich. Er schenkt die innere Freiheit aus der Sklaverei des Bösen.
Überlegung: „Als Maria ihr Ja-Wort sprach, da begann das Gottesreich auf Erden, und sie war Seine erste Bürgerin. Und alle, die sich vor und nach der Geburt des Kindes in Wort und Tat zu Ihm bekannten … traten in das Gottesreich ein. Es ist anders geworden, als man sich nach den Psalmen und den Propheten die Herrschaft Gottes gedacht hatte. Die Römer blieben die Herren im Lande … Unsichtbar trug jeder, der dem Herrn angehörte, sein Himmelreich in sich. Seine irdische Bürde wurde ihm nicht abgenommen, ja sogar noch manche andere dazugelegt, aber was Er in sich hatte, war eine beschwingende Kraft, die das Joch sanft machte und die Last leicht (vgl. Mt 11,29f).“ (hl. Edith Stein)
Gebet: Jesus, Du schenkst uns die Freiheit der Kinder Gottes. Bewahre uns davor, von neuem das Joch der Sünde und des Bösen auf uns zu laden! Amen.
– Segen für die Mission – Lk 24,50-51
Jesus führte „sie hinaus in die Nähe von Betanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie. Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben.“
Katechese: Bevor Jesus Seine Jünger verließ und zum Himmlischen VATER zurückkehrte, segnete Er sie und gab ihnen den Auftrag, der ganzen Welt zu verkünden: „Jesus, der Retter ist da! Er will auch dich aus der Macht des Bösen entreißen und zu einem geliebten Kind Gottes machen! Kehr also um von deinen bösen Wegen und hör auf die Stimme Jesu!“ Der Segen Jesu schenkte ihnen großen Erfolg, denn Scharen von Menschen entschieden sich für Jesus. Der Segen Jesu stärkte sie auch in allen Mühen und Leiden, die mit ihrem Einsatz für das Gute verbunden waren.
Überlegung: „Hierzulande werden viele Leute nur deswegen nicht Christen, weil sie niemand dazu macht! … Die Kinder ließen mich nicht zum Essen und Schlafen kommen, bevor ich ihnen nicht irgendein Gebet beigebracht hatte. … Ich begann mit dem ‚Ehre sei dem Vater‘ und prägte ihnen das ‚Glaubensbekenntnis‘, das ‚Vaterunser‘ und das ‚Ave Maria‘ ein.“ (hl. Franz von Xaver) – Ist mir bewusst, dass Jesus Seinen Segen auch mir spendet und mich als Seinen Apostel aussendet?
Gebet: Jesus, viele Menschen wissen nichts von Gott und Deinem Sieg über das Böse! Gib uns Deinen Segen, um eifrig Dein Reich zu verkünden! Amen.
– Gott bewahrt vor dem Bösen – Joh 17,15
„Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.“
Katechese: Jesus kannte die großen Gefahren, die Seine Jünger erwarteten und betete deshalb für sie um Bewahrung vor dem Bösen. Denn der Teufel verlangte, sie zu sieben wie den Weizen (vgl. Lk 22,31), durch den Versuch, sie von Jesus zu trennen. Ohne die Hilfe Jesu, erliegt jeder den Intrigen und der Hinterhältigkeit des Bösen. Wer sich voll Vertrauen in die Arme Gottes wirft, kommt sicher durch alle Gefahren des Lebens.
Überlegung: Manche Menschen haben Angst davor zu beten: „VATER, mach mit mir, was Du willst! Dein Wille geschehe!“, denn sie befürchten dann das Allerschlimmste. – Ist mir bewusst, dass gerade dann, wenn ich mich vertrauensvoll in die Arme Gottes werfe und um Seine Führung bitte, Er mich von allem Bösen befreit und bewahrt? – Erkenne ich die List des Satans, der meinen Eigenwillen unterstützt und mich so auf Abwege führt?
Gebet: „Herr, wie Du willst, soll mir gescheh‘n, und wie Du willst, so will ich geh‘n, hilf, Deinen Willen nur versteh‘n. Herr, wann Du willst, dann ist es Zeit, und wann Du willst, bin ich bereit, heut und in alle Ewigkeit. Herr, was Du willst, das nehm‘ ich hin, und was Du willst, ist mir Gewinn, genug, dass ich Dein Eigen bin. Herr, weil Du‘s willst, d‘rum ist es gut, und weil Du‘s willst, d‘rum hab‘ ich Mut, mein Herz in Deinen Händen ruht.“ (sel. P. Rupert Mayer)
– Vollmacht der Jünger Jesu – Lk 10,19
„Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können.“
Katechese: Jesus hat Seine Macht über das Böse in der Welt Seinen Jüngern übertragen. Sie erfahren Seine Kraft, wenn sie an Jesus glauben und voll Vertrauen in allen Gefahren, Versuchungen und Krankheiten Seinen Heiligsten Namen anrufen. Doch sollen wir uns nichts auf unsere „Macht“ einbilden, sondern dankbar und demütig erkennen, dass unser VATER im Himmel uns liebt und in allen Nöten beisteht.
Überlegung: „Wenn wir Jesus recht liebten und mit Ihm und in Seinem Namen wider die Hölle streiten würden, wie viele und wie große Verherrlichungen des hl. Namens Jesu würden geschehen, wie viele Sünder bekehrt, wie viele Uneinigkeiten würden behoben, deren Urheber der Teufel ist … Wie viele Übel und Krankheiten würden wir vertreiben, die uns zum Dienst Gottes und zur Erfüllung unserer Berufspflichten untauglich machen.“ (Niklaus Wolf)
Gebet: Hl. Erzengel Michael, steh uns bei im Kampfe und hilf uns, alles Böse im Namen Jesu unter unseren Füßen zu zertreten! Amen.
– Vollmacht der Jünger Jesu – Lk 10,19
„Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können.“
Katechese: Jesus hat Seine Macht über das Böse in der Welt Seinen Jüngern übertragen. Sie erfahren Seine Kraft, wenn sie an Jesus glauben und voll Vertrauen in allen Gefahren, Versuchungen und Krankheiten Seinen Heiligsten Namen anrufen. Doch sollen wir uns nichts auf unsere „Macht“ einbilden, sondern dankbar und demütig erkennen, dass unser VATER im Himmel uns liebt und in allen Nöten beisteht.
Überlegung: „Wenn wir Jesus recht liebten und mit Ihm und in Seinem Namen wider die Hölle streiten würden, wie viele und wie große Verherrlichungen des hl. Namens Jesu würden geschehen, wie viele Sünder bekehrt, wie viele Uneinigkeiten würden behoben, deren Urheber der Teufel ist … Wie viele Übel und Krankheiten würden wir vertreiben, die uns zum Dienst Gottes und zur Erfüllung unserer Berufspflichten untauglich machen.“ (Niklaus Wolf)
Gebet: Hl. Erzengel Michael, steh uns bei im Kampfe und hilf uns, alles Böse im Namen Jesu unter unseren Füßen zu zertreten! Amen.
– Entscheidung befreit vom Bösen – Apg 19,18-19
„Viele, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten offen, was sie (früher) getan hatten und nicht wenige, die Zauberei getrieben hatten, brachten ihre Zauberbücher herbei und verbrannten sie vor aller Augen.“
Katechese: Paulus verkündete das Evangelium in Ephesus. Die Menschen nahmen das Wort Gottes ernst, sagten ihrem schlechten Treiben ab und verbrannten die Zauberbücher, die sie an das Böse gebunden hielten. Durch die Durchtrennung dieser negativen Bindungen erstarkte das Wort Gottes in ihrem Leben und erfüllte sie mit reichem Segen (vgl. Apg 19,20).
Überlegung: Eine Person konnte in ihrem Herzen Jesus nicht anbeten, bis zu diesem Moment, wo sie sich von ihrem Skarabäusanhänger trennte und diesem Geist absagte. – Ist mir bewusst, dass okkulte oder esoterische Gegenstände Bindungen an das Böse darstellen, die den Segen Gottes verhindern? – Widersage ich allem Bösen und übergebe mein Leben Jesus?
Gebet: Jesus, Du bist in diese Welt gekommen, um uns aus der Macht des Bösen zu retten. Trenne mich von allem, was mich hindert zu Dir! Amen.
– Entscheidung befreit vom Bösen – Apg 19,18-19
„Viele, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten offen, was sie (früher) getan hatten und nicht wenige, die Zauberei getrieben hatten, brachten ihre Zauberbücher herbei und verbrannten sie vor aller Augen.“
Katechese: Paulus verkündete das Evangelium in Ephesus. Die Menschen nahmen das Wort Gottes ernst, sagten ihrem schlechten Treiben ab und verbrannten die Zauberbücher, die sie an das Böse gebunden hielten. Durch die Durchtrennung dieser negativen Bindungen erstarkte das Wort Gottes in ihrem Leben und erfüllte sie mit reichem Segen (vgl. Apg 19,20).
Überlegung: Eine Person konnte in ihrem Herzen Jesus nicht anbeten, bis zu diesem Moment, wo sie sich von ihrem Skarabäusanhänger trennte und diesem Geist absagte. – Ist mir bewusst, dass okkulte oder esoterische Gegenstände Bindungen an das Böse darstellen, die den Segen Gottes verhindern? – Widersage ich allem Bösen und übergebe mein Leben Jesus?
Gebet: Jesus, Du bist in diese Welt gekommen, um uns aus der Macht des Bösen zu retten. Trenne mich von allem, was mich hindert zu Dir! Amen.
– Das geschützte Haus – Mt 7,24
„Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.“
Katechese: Unser Schicksal wurzelt in unserer freien Willensentscheidung. Wenn wir uns für Jesus entscheiden und unser Leben nach Seinem Wort ausrichten, begleitet uns der Segen Gottes. Es können dann die Stürme toben und an unserem Lebenshaus rütteln, aber es wird nicht einstürzen, denn Jesus selbst wird uns Sicherheit und Schutz gewähren.
Überlegung: „Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun?“ (Mk 10,51) – Ist mir bewusst, dass Jesus, Maria und die hl. Engel unseren freien Willen respektieren und auf unsere Entscheidung warten, um uns helfen zu können? – Weiß ich, dass der böse Geist sich dagegen aufdrängt, gegen Gott aufhetzt und damit bewirkt, dass das „Haus“ (= Leben) einstürzt? – Wende ich mich vor Reisen, Aufgaben, wichtigen Gesprächen etc. an Jesus und bitte um Seinen Segen und Schutz?
Gebet: Herr, Du bist mein Fels, meine Burg, mein Retter, meine Feste, in der ich mich berge, mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht. (vgl. Ps 18,3) Amen.
– Das geschützte Haus – Mt 7,24
„Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.“
Katechese: Unser Schicksal wurzelt in unserer freien Willensentscheidung. Wenn wir uns für Jesus entscheiden und unser Leben nach Seinem Wort ausrichten, begleitet uns der Segen Gottes. Es können dann die Stürme toben und an unserem Lebenshaus rütteln, aber es wird nicht einstürzen, denn Jesus selbst wird uns Sicherheit und Schutz gewähren.
Überlegung: „Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun?“ (Mk 10,51) – Ist mir bewusst, dass Jesus, Maria und die hl. Engel unseren freien Willen respektieren und auf unsere Entscheidung warten, um uns helfen zu können? – Weiß ich, dass der böse Geist sich dagegen aufdrängt, gegen Gott aufhetzt und damit bewirkt, dass das „Haus“ (= Leben) einstürzt? – Wende ich mich vor Reisen, Aufgaben, wichtigen Gesprächen etc. an Jesus und bitte um Seinen Segen und Schutz?
Gebet: Herr, Du bist mein Fels, meine Burg, mein Retter, meine Feste, in der ich mich berge, mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht. (vgl. Ps 18,3) Amen.
– Das Böse besiegen – Lk 6,28
„Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.“
Katechese: Am Heiligen Abend schauen wir auf Maria und Josef, die für die Geburt des Jesuskindes eine Herberge suchten. Überall wurden sie abgewiesen und fanden nur Platz in einem Stall. Aus ihrem Mund kam keine Klage, keine Verwünschung. Gewiss segnete Jesus schon im Schoß Marias alle Menschen, die sie abwiesen, und vergab ihnen.
Überlegung: Bei den Überschwemmungen in Australien wurde eine Mutter mit ihren beiden Kindern im Auto von den Wassermassen erfasst. Als ein Helfer den 13-jährigen Buben aus dem Auto reißen wollte, sagte er: Nimm zuerst meinen 10-jährigen Bruder! Der kleine Bruder wurde gerettet, der andere ertrank. – Bitte ich Jesus um die Kraft, Liebe und Segen weiter zu schenken? – Bitten wir heute das Jesuskind um die Gnade, dass wir unseren Nächsten nicht abweisen, sondern auch in den Kleinigkeiten des Alltags zum Segen werden, durch unser Handeln und Reden.
Gebet: Jesus, hilf mir, mit allen Frieden zu schließen und meinen Peinigern zu verzeihen, damit es in meinem Herzen Weihnachten werden kann! Amen.
– Das Böse besiegen – Lk 6,28
„Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.“
Katechese: Am Heiligen Abend schauen wir auf Maria und Josef, die für die Geburt des Jesuskindes eine Herberge suchten. Überall wurden sie abgewiesen und fanden nur Platz in einem Stall. Aus ihrem Mund kam keine Klage, keine Verwünschung. Gewiss segnete Jesus schon im Schoß Marias alle Menschen, die sie abwiesen, und vergab ihnen.
Überlegung: Bei den Überschwemmungen in Australien wurde eine Mutter mit ihren beiden Kindern im Auto von den Wassermassen erfasst. Als ein Helfer den 13-jährigen Buben aus dem Auto reißen wollte, sagte er: Nimm zuerst meinen 10-jährigen Bruder! Der kleine Bruder wurde gerettet, der andere ertrank. – Bitte ich Jesus um die Kraft, Liebe und Segen weiter zu schenken? – Bitten wir heute das Jesuskind um die Gnade, dass wir unseren Nächsten nicht abweisen, sondern auch in den Kleinigkeiten des Alltags zum Segen werden, durch unser Handeln und Reden.
Gebet: Jesus, hilf mir, mit allen Frieden zu schließen und meinen Peinigern zu verzeihen, damit es in meinem Herzen Weihnachten werden kann! Amen.
– Den Segen Jesu aufnehmen – Joh 1,12
„Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben.“
Katechese: Am Weihnachtsfest danken wir Gott, dass „er uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet hat durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.“ (Eph 1,3) Gott hat uns Jesus als Retter geschickt, aber nicht nur, um uns aus der Macht des Bösen zu befreien, sondern auch, um uns mit der unvorstellbar großen Würde zu beschenken, Seine Kinder zu werden. Durch den Glauben an den Heiligsten Namen Jesu können wir täglich aus dieser Kraftquelle schöpfen.
Überlegung: „Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren und nicht in Dir: Du bleibst noch ewiglich verloren.“ (Angelus Silesius) – Bereite ich Jesus eine Krippe in meinem Herzen und nehme Ihn liebevoll auf? – Richte ich in allen Gefahren, Versuchungen und Nöten meinen Blick auf das Jesuskind, um allem Bösen zu entrinnen und in der Liebe zu wachsen?
Gebet: Maria, hilf uns, Jesus in unserem Herzen eine Wohnung zu bereiten und Ihn zu allen Menschen zu tragen, die Seiner Hilfe bedürfen! Amen.
– Den Segen Jesu aufnehmen – Joh 1,12
„Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben.“
Katechese: Am Weihnachtsfest danken wir Gott, dass „er uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet hat durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.“ (Eph 1,3) Gott hat uns Jesus als Retter geschickt, aber nicht nur, um uns aus der Macht des Bösen zu befreien, sondern auch, um uns mit der unvorstellbar großen Würde zu beschenken, Seine Kinder zu werden. Durch den Glauben an den Heiligsten Namen Jesu können wir täglich aus dieser Kraftquelle schöpfen.
Überlegung: „Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren und nicht in Dir: Du bleibst noch ewiglich verloren.“ (Angelus Silesius) – Bereite ich Jesus eine Krippe in meinem Herzen und nehme Ihn liebevoll auf? – Richte ich in allen Gefahren, Versuchungen und Nöten meinen Blick auf das Jesuskind, um allem Bösen zu entrinnen und in der Liebe zu wachsen?
Gebet: Maria, hilf uns, Jesus in unserem Herzen eine Wohnung zu bereiten und Ihn zu allen Menschen zu tragen, die Seiner Hilfe bedürfen! Amen.
– Berufung zum Segnen – 1 Petr 3,9
„… Segnet, denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen.“
Katechese: Unsere Berufung ist, Jesus, Sein Licht und Seine Liebe in die finstere, hasserfüllte Welt hineinzutragen. Das geschieht durch das Segnen. Das Wort „segnen“ kommt von „bene dicere“ und bedeutet: Gutes sagen, Gutes weitergeben. Wenn wir segnen, dann segnet Gott durch uns und entreißt Menschen und auch Dinge aus der Macht des Bösen.
Überlegung: „Einer Kranken, die ihren Mann hasste, riet ich, ihn zu segnen … Ich bat sie liebevoll, es doch zu versuchen: ‚Ich segne Dich, Du liebes Menschenkind, im Namen Jesu Christi!‘ immer wieder, immer wieder … – Nach ein paar Wochen rief sie mich an und erzählte: ‚Ich habe Ihnen zuliebe diesen Segen erst mal nur so daher geplappert … Und dann habe ich gemerkt, dass es immer leichter ging und immer ein bisschen mehr Herz mit hineinkam. Und nun kann ich es aus tiefstem Herzen sagen. Mein Mann hat sich sehr gewandelt; es ist alles leichter geworden.‘“ (Ellen Paetsch)
Gebet: Hl. Stephanus, sterbend hast du deine Mörder gesegnet und für sie gebetet. Hilf auch uns, Segensbringer in unserem Alltag zu sein! Amen.
– Berufung zum Segnen – 1 Petr 3,9
„… Segnet, denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen.“
Katechese: Unsere Berufung ist, Jesus, Sein Licht und Seine Liebe in die finstere, hasserfüllte Welt hineinzutragen. Das geschieht durch das Segnen. Das Wort „segnen“ kommt von „bene dicere“ und bedeutet: Gutes sagen, Gutes weitergeben. Wenn wir segnen, dann segnet Gott durch uns und entreißt Menschen und auch Dinge aus der Macht des Bösen.
Überlegung: „Einer Kranken, die ihren Mann hasste, riet ich, ihn zu segnen … Ich bat sie liebevoll, es doch zu versuchen: ‚Ich segne Dich, Du liebes Menschenkind, im Namen Jesu Christi!‘ immer wieder, immer wieder … – Nach ein paar Wochen rief sie mich an und erzählte: ‚Ich habe Ihnen zuliebe diesen Segen erst mal nur so daher geplappert … Und dann habe ich gemerkt, dass es immer leichter ging und immer ein bisschen mehr Herz mit hineinkam. Und nun kann ich es aus tiefstem Herzen sagen. Mein Mann hat sich sehr gewandelt; es ist alles leichter geworden.‘“ (Ellen Paetsch)
Gebet: Hl. Stephanus, sterbend hast du deine Mörder gesegnet und für sie gebetet. Hilf auch uns, Segensbringer in unserem Alltag zu sein! Amen.
– Fluch oder Segen? – Jak 3,10
„Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein.“
Katechese: Jedes Wort hat eine große Kraft. Gute Worte schenken Liebe und Frieden (= Segen), böse Worte dagegen säen Hass und Traurigkeit (= Fluch). Im Kampf gegen das Böse sollten wir also Flüche, Verwünschungen und negative Festlegungen meiden (z.B.: „Das schaff ich nie!“). Dadurch öffnet man Türen für das Böse. Durch das Segnen im Namen Jesu bannen und besiegen wir das Böse und errichten das Reich der Liebe Jesu.
Überlegung: Bereits Sokrates lehrte die Menschen, ihre Worte durch drei Siebe laufen zu lassen, bevor wir sie aussprechen: Sind meine Worte wahr, sind sie gut, sind sie notwendig? – Können mir Menschen zu Recht den Vorwurf machen, dass ich in der Kirche fromm bete, aber danach mit meinen Worten viel Unheil anrichte? – Bemühe ich mich, die Menschen im Namen Jesu zu segnen?
Gebet: Jesus, über jedes unnütze, schlechte Wort müssen wir Rechenschaft vor Dir ablegen. (vgl. Mt 12,36) Bewahre uns vor allem negativen Reden! Amen.
– Fluch oder Segen? – Jak 3,10
„Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein.“
Katechese: Jedes Wort hat eine große Kraft. Gute Worte schenken Liebe und Frieden (= Segen), böse Worte dagegen säen Hass und Traurigkeit (= Fluch). Im Kampf gegen das Böse sollten wir also Flüche, Verwünschungen und negative Festlegungen meiden (z.B.: „Das schaff ich nie!“). Dadurch öffnet man Türen für das Böse. Durch das Segnen im Namen Jesu bannen und besiegen wir das Böse und errichten das Reich der Liebe Jesu.
Überlegung: Bereits Sokrates lehrte die Menschen, ihre Worte durch drei Siebe laufen zu lassen, bevor wir sie aussprechen: Sind meine Worte wahr, sind sie gut, sind sie notwendig? – Können mir Menschen zu Recht den Vorwurf machen, dass ich in der Kirche fromm bete, aber danach mit meinen Worten viel Unheil anrichte? – Bemühe ich mich, die Menschen im Namen Jesu zu segnen?
Gebet: Jesus, über jedes unnütze, schlechte Wort müssen wir Rechenschaft vor Dir ablegen. (vgl. Mt 12,36) Bewahre uns vor allem negativen Reden! Amen.
– Muttersegen – Lk 1,42
„Elisabeth rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.“
Katechese: Maria trug in ihrem Schoß das Jesuskind, als sie zu Elisabeth eilte, um ihr zu helfen. Elisabeth begrüßte beide mit herzlichen Segensworten und ihr Kind hüpfte vor Freude in ihrem Schoß. Heute wissen wir, dass das Kind im Mutterschoß bereits vieles spürt, besonders die Annahme oder Ablehnung seitens der Mutter. So kann schon eine Mutter ihrem ungeborenen Kind Segen zukommen lassen und unnötiges Leid ersparen, indem sie es annimmt und nicht ablehnt.
Überlegung: Die Segensgebete der Kirche beinhalten auch den Segen für werdende Mütter, worin Jesus gebeten wird, das wachsende Kind vor allem Bösen und Krankheiten zu bewahren. – Wenn ich schwangeren Frauen begegne, segne ich sie wohlwollend? – Erinnere ich schwangere Mütter daran, mit dem Baby zu sprechen und es zu segnen? – Weiß ich, dass der Segen Krankheiten verhindert oder nicht ausbrechen lässt?
Gebet: Herr, wir danken Dir für das Wunder des Lebens. Schütze alle Kinder vor der Gefahr der Abtreibung und vor allem Negativen! Amen.
– Muttersegen – Lk 1,42
„Elisabeth rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.“
Katechese: Maria trug in ihrem Schoß das Jesuskind, als sie zu Elisabeth eilte, um ihr zu helfen. Elisabeth begrüßte beide mit herzlichen Segensworten und ihr Kind hüpfte vor Freude in ihrem Schoß. Heute wissen wir, dass das Kind im Mutterschoß bereits vieles spürt, besonders die Annahme oder Ablehnung seitens der Mutter. So kann schon eine Mutter ihrem ungeborenen Kind Segen zukommen lassen und unnötiges Leid ersparen, indem sie es annimmt und nicht ablehnt.
Überlegung: Die Segensgebete der Kirche beinhalten auch den Segen für werdende Mütter, worin Jesus gebeten wird, das wachsende Kind vor allem Bösen und Krankheiten zu bewahren. – Wenn ich schwangeren Frauen begegne, segne ich sie wohlwollend? – Erinnere ich schwangere Mütter daran, mit dem Baby zu sprechen und es zu segnen? – Weiß ich, dass der Segen Krankheiten verhindert oder nicht ausbrechen lässt?
Gebet: Herr, wir danken Dir für das Wunder des Lebens. Schütze alle Kinder vor der Gefahr der Abtreibung und vor allem Negativen! Amen.
– Der Vatersegen – Gen 12,2-3
„Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen.“
Katechese: Abraham hörte in allem auf die Stimme Gottes und wurde von Gott dafür reich beschenkt und von allem Bösen errettet. So galt bereits im Alten Testament die Regel: Auf Gottes Wort hören, bewirkt Segen – Gottes Wort verachten, bringt Unheil und Fluch. Den Segen Gottes schenkte Abraham somit seinen Kindern und seinem Volk.
Überlegung: „Ihr sollt wissen, dass ich alle meine Kinder und Enkelkinder einzeln täglich segne!“, sagte ein Großvater zu seinen acht Kindern und 26 Enkelkindern. Täglich erbat er den Segen Gottes zuerst selbst bei der hl. Messe und durch seine Gebete. – Segne ich täglich meine Familie, Arbeitskollegen und Menschen, denen ich begegne? – Nehme ich mir täglich Zeit, um selbst aus der Segensquelle Jesu zu schöpfen durch das Gebet und durch die Betrachtung Seiner lebendigen Worte?
Gebet: Jesus, heute bringe ich Dir meine Familie mit all ihren Nöten und Sorgen! Segne uns und bewahre uns vor allem Unheil und Schaden! Amen.
– Der Vatersegen – Gen 12,2-3
„Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen.“
Katechese: Abraham hörte in allem auf die Stimme Gottes und wurde von Gott dafür reich beschenkt und von allem Bösen errettet. So galt bereits im Alten Testament die Regel: Auf Gottes Wort hören, bewirkt Segen – Gottes Wort verachten, bringt Unheil und Fluch. Den Segen Gottes schenkte Abraham somit seinen Kindern und seinem Volk.
Überlegung: „Ihr sollt wissen, dass ich alle meine Kinder und Enkelkinder einzeln täglich segne!“, sagte ein Großvater zu seinen acht Kindern und 26 Enkelkindern. Täglich erbat er den Segen Gottes zuerst selbst bei der hl. Messe und durch seine Gebete. – Segne ich täglich meine Familie, Arbeitskollegen und Menschen, denen ich begegne? – Nehme ich mir täglich Zeit, um selbst aus der Segensquelle Jesu zu schöpfen durch das Gebet und durch die Betrachtung Seiner lebendigen Worte?
Gebet: Jesus, heute bringe ich Dir meine Familie mit all ihren Nöten und Sorgen! Segne uns und bewahre uns vor allem Unheil und Schaden! Amen.
– Segen der Speisen – Mk 8,7
„Sie hatten auch noch ein paar Fische bei sich. Jesus segnete sie und ließ auch sie austeilen.“
Katechese: An verschiedenen Stellen im Evangelium wird davon berichtet, dass Jesus das Brot und auch andere Speisen segnete. Es mag daran erinnern, dass auch die Schöpfung durch die Sünde vom Bösen verknechtet wurde und Negatives sich nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Dinge legen kann. Durch den Segen muss es weichen.
Überlegung: Alois Schmid, der im Namen Jesu viele Menschen heilen durfte, empfahl das tägliche Brot zu segnen, da bei der Arbeit der Bauern und Bäcker viel geflucht wird. Auch darin sah er eine Quelle von Krankheiten. – Achte ich auf meine Worte, dass ich wirklich zum Segensbringer werde? – Denke ich an das tägliche Tischgebet, um alles Böse zu bannen?
Gebet: Herr, durch menschliches Versagen sind vielerorts Wasser und Nahrungsmittel verseucht. Segne alles, damit es den Menschen nicht zum Schaden, sondern zum Heil dienen möge! Amen.
– Segen der Speisen – Mk 8,7
„Sie hatten auch noch ein paar Fische bei sich. Jesus segnete sie und ließ auch sie austeilen.“
Katechese: An verschiedenen Stellen im Evangelium wird davon berichtet, dass Jesus das Brot und auch andere Speisen segnete. Es mag daran erinnern, dass auch die Schöpfung durch die Sünde vom Bösen verknechtet wurde und Negatives sich nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Dinge legen kann. Durch den Segen muss es weichen.
Überlegung: Alois Schmid, der im Namen Jesu viele Menschen heilen durfte, empfahl das tägliche Brot zu segnen, da bei der Arbeit der Bauern und Bäcker viel geflucht wird. Auch darin sah er eine Quelle von Krankheiten. – Achte ich auf meine Worte, dass ich wirklich zum Segensbringer werde? – Denke ich an das tägliche Tischgebet, um alles Böse zu bannen?
Gebet: Herr, durch menschliches Versagen sind vielerorts Wasser und Nahrungsmittel verseucht. Segne alles, damit es den Menschen nicht zum Schaden, sondern zum Heil dienen möge! Amen.
– Der Priestersegen – Num 6,24-26
„Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.“
Katechese: Jeder Christ hat durch die Taufe die Segenskraft erhalten. Im Namen Jesu darf er segnen. Auf besondere Weise erteilte Gott die Segenskraft bereits im Alten Testament Aaron und mit ihm der Priesterklasse. Im Neuen Testament sind es die Priester, die durch ihre Weihe die besondere Segensgewalt bekommen haben. Sie haben somit den Auftrag Christi, das Böse zu bannen, alles zu segnen und Gott zu weihen.
Überlegung: Die stigmatisierte Resl von Konnersreuth sah hinter jedem segnenden Priester Jesus stehen. – Bitte ich den Priester um seinen Segen besonders für das Neue Jahr, für alle Menschen, die mir anvertraut sind?
Gebet: „Der Herr sei vor mir, um mir den rechten Weg zu zeigen; der Herr sei neben mir, um mich in die Arme zu schließen und mich zu schützen; der Herr sei hinter mir, um mich zu bewahren vor den Heimtücken böser Menschen; der Herr sei unter mir, um mich aufzufangen, wenn ich falle und um mich aus der Schlinge zu ziehen; der Herr sei in mir, um mich zu trösten, wenn ich traurig bin; der Herr sei um mich herum, um mich zu verteidigen, wenn andere über mich herfallen; der Herr sei über mir, um mich zu segnen. So segne mich der gütige Gott!“ (hl. P. Pio) Amen.
– Der Priestersegen – Num 6,24-26
„Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.“
Katechese: Jeder Christ hat durch die Taufe die Segenskraft erhalten. Im Namen Jesu darf er segnen. Auf besondere Weise erteilte Gott die Segenskraft bereits im Alten Testament Aaron und mit ihm der Priesterklasse. Im Neuen Testament sind es die Priester, die durch ihre Weihe die besondere Segensgewalt bekommen haben. Sie haben somit den Auftrag Christi, das Böse zu bannen, alles zu segnen und Gott zu weihen.
Überlegung: Die stigmatisierte Resl von Konnersreuth sah hinter jedem segnenden Priester Jesus stehen. – Bitte ich den Priester um seinen Segen besonders für das Neue Jahr, für alle Menschen, die mir anvertraut sind?
Gebet: „Der Herr sei vor mir, um mir den rechten Weg zu zeigen; der Herr sei neben mir, um mich in die Arme zu schließen und mich zu schützen; der Herr sei hinter mir, um mich zu bewahren vor den Heimtücken böser Menschen; der Herr sei unter mir, um mich aufzufangen, wenn ich falle und um mich aus der Schlinge zu ziehen; der Herr sei in mir, um mich zu trösten, wenn ich traurig bin; der Herr sei um mich herum, um mich zu verteidigen, wenn andere über mich herfallen; der Herr sei über mir, um mich zu segnen. So segne mich der gütige Gott!“ (hl. P. Pio) Amen.
– Unerfüllbare Gebote? – 1 Joh 5,3-4
„Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. Seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was von Gott stammt, besiegt die Welt. Und das ist der Sieg, der die Welt besiegt hat: unser Glaube.“
Katechese: Es gibt keine Gebote, die der Mensch nicht einhalten könnte, unter der Bedingung, dass er zur Zeit der Versuchungen seine Zuflucht zu Gott nimmt, besonders bei den Versuchungen gegen die Reinheit.
Überlegung: Der hl. Augustinus stellte fest: „Nachdem ich wusste, dass ich nicht anders enthaltsam sein könnte, es würde mir denn von Gott gegeben …, trat ich vor den Herrn und bat Ihn.“ – Bin ich mir bewusst, dass ich meine Triebe nur dann beherrschen kann, wenn Gott mir Seine Gnadenhilfe gibt, und dass Er mir sie dann verleiht, wenn ich Ihn darum bitte? – Bitte ich Ihn auch um Kraft, die gefährlichen Gelegenheiten zu meiden, wo ich hilflos meiner Schwäche ausgeliefert bin?
Gebet: Herr, schon jetzt bitte ich Dich für den Moment der nächsten Versuchung: Steh mir in meiner Schwäche bei und gib mir Deine Gnade! Amen.
– Gebet um Bewahrung – Jud 1,24-25a
„Gott aber, der die Macht hat, euch vor jedem Fehltritt zu bewahren …, ihm, der uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, rettet, gebührt die Herrlichkeit …“
Katechese: Es ist nicht möglich, allen gefährlichen Gelegenheiten zur Sünde auszuweichen, denn wir leben in einer neuheidnischen Welt, wo die Sünde überall glorifiziert und ausgelebt wird. Im Bewusstsein unserer Schwäche und Hilflosigkeit dürfen wir deshalb Jesus bitten, Er möge uns vor der Sünde bewahren, damit wir nicht von den unheilvollen Krankheiten der Gottlosigkeit um uns herum angesteckt werden.
Überlegung: „Der Herr wusste wohl, dass ich zu schwach war, um der Versuchung ausgesetzt zu werden, zweifellos wäre ich im falschen Licht der Geschöpfe vollkommen verbrannt. … Es ist nicht mein Verdienst. Gottes Barmherzigkeit hat mich behütet. Ohne Ihn hätte ich ebenso tief fallen können wie Maria Magdalena.“ (hl. Therese v. Lisieux) – Bitte ich Jesus täglich, dass Er mich bewahren möge vor Verwirrung, Unreinheit und jeder Sünde?
Gebet: O Maria, ich weihe mich Dir! Bewahre mich vor der Sünde und lehre mich, Jesus von ganzem Herzen zu lieben! Amen.
– Die Hilfe der Gottesmutter – Lk 1,28.30
„Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. … Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.“
Katechese: Unter den Menschen hat nur Maria alle Versuchungen siegreich überwunden und alle Prüfungen bestanden. Seit Beginn ihrer menschlichen Existenz ist sie durch und durch begnadet, ohne jegliche Sünde. So übertrifft sie auch alle Heiligen an Wirksamkeit, wenn wir Sie um Hilfe in den Versuchungen anflehen. Als beste Mutter will sie uns zu Jesus führen.
Überlegung: „Wenn ihr Maria während einer Versuchung anruft, wird diese Mutter voll Zärtlichkeit sofort kommen, um euch zu helfen.“ – „Wenden wir uns an die Muttergottes mit großem Vertrauen und wir sind sicher, dass sie uns die Gnade der Bekehrung erlangen wird, so elend wir auch sein mögen.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Kenne ich die tägliche Andacht der „Drei Ave Maria“, um Maria um eine gute Sterbestunde zu bitten?
Gebet: Jesus, Du hast uns am Kreuz Maria zur Mutter gegeben. (vgl. Joh 19,27) So vertrauen wir uns ihr an, damit sie uns zu Dir führen möge! Amen.
– Voller Terminkalender – Mt 26,40
„Und Jesus ging zu den Jüngern zurück und fand sie schlafend. Da sagte er zu Petrus: Konntet ihr nicht einmal eine Stunde mit mir wachen?“
Katechese: Die erste Schwierigkeit mit dem Beten ist unser gewaltiger Zeitmangel. Wir hetzen von einem Termin zum anderen und fallen abends todmüde ins Bett, was vielleicht auch verbunden ist mit dem falschen Gottesbild, dass Gott auf unsere Leistung pocht. Doch nur wer sich von seinem eigenen Ich und dem Leistungskampf lösen kann, kann sich für Gott frei machen.
Überlegung: „Gott spricht zu uns durch Misserfolge und Krisen, um uns aufzuwecken, zur Besinnung zu bringen und vor der Selbstzerstörung zu retten.“ (hl. Sr. Faustina) – Nehme ich mir Zeit und mache ich mich frei für Gott? – Könnte ich in meinem Terminkalender täglich einen fixen Termin für Gott einplanen, vielleicht durch den Besuch einer Kirche oder Kapelle?
Gebet: Herr, „wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele (Gott) nach Dir.“ (Ps 42,2) Lass mich immer wieder innehalten und aufschauen zu Dir, damit ich den Sinn meines Lebens nicht aus den Augen verliere! Amen.
– Grübeln – Sir 30,21
„Überlass dich nicht der Sorge, schade dir nicht selbst durch dein Grübeln!“
Katechese: Kaum entflieht der Mensch der Hektik des Alltags und will beginnen zu beten, da überfallen ihn tausend Gedanken. Die ganze Vergangenheit kommt zum Vorschein, an der man hängenbleibt. Dabei können Ärger, Gram und Zorn hochkommen, verbunden auch mit der mangelnden Bereitschaft zur Versöhnung. Oder es beängstigt einen die Zukunft, die Ungewissheit mit ihrer Unruhe und Angst.
Überlegung: Ein Rabbiner wurde gefragt, was er im Gebet tue. Er sagte: „Im Gebet kläre ich meine Gedanken, indem ich die bösen von den guten absondere.“ – Übergebe ich Jesus meine Vergangenheit, indem ich alles aus Seiner Hand annehme und Ihm ans Kreuz bringe, auch meine Leiden, Misserfolge, Schicksalsschläge? – Übergebe ich Ihm die Sorgen für die Zukunft und werfe mich vertrauensvoll in Seine Arme?
Gebet: „Herr, gib mir Kraft nur für heute!“ (hl. Therese v. Lisieux) In Deine Hände lege ich voll Vertrauen meine Vergangenheit und Zukunft. Amen.
– Anhänglichkeit an Irdisches – Mt 6,20-21
„Sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“
Katechese: Oft wollen wir beten, doch wir fühlen irgendeine Wand, die uns von Jesus trennt. Das kann daran liegen, dass unser Herz an Reichtum und an irdischen Dingen hängt, womit wir Gott verdrängt und auch das Beten verlernt haben. Hier gilt das Wort Jesu: „Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt?“ (Mk 8,36) Wir jagen den irdischen Dingen nach und vergessen Gott.
Überlegung: „Bringst du ein leeres Herz mit, damit es Gott füllen kann?“ war die Frage eines Einsiedlers an Neuankömmlinge. – Ist mir bewusst, dass Gott beim Gebet mein Herz nicht mit Seinem Frieden füllen kann, wenn es noch voll „Erde“ ist? – Beschäftigen sich meine Gedanken mit Gott und der Erfüllung Seines Willens oder hänge ich noch abgöttisch an irdischen Dingen und Personen? – Wo ist mein Herz?
Gebet: Herr, schenk mir die Bereitschaft, alles Dir zu geben: Gesundheit, Reichtum, Ehre! Und Du wirst es mir verwandelt wieder schenken! Amen.
– Zerstreuungen – Mt 15,8
„Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir.“
Katechese: Ohne Zerstreuungen zu beten, fällt jedem schwer. Sobald wir anfangen zu beten, besonders bei gemeinschaftlichen Gebeten, spiegelt sich die ganze Welt in den Gedanken wieder, seien es die letzten Fernsehsendungen, Erlebnisse oder Gespräche. Hier sind wir eingeladen, die Zerstreuungen in Gebet zu verwandeln. Was zerstreut, kann man sammeln als Gebetsanliegen für diese Menschen oder für dieses Erlebte. Dabei ist zu betonen, dass nur freiwillige Zerstreuungen sündhaft sind.
Überlegung: Der hl. Bernhard sah beim Chorgebet neben den Mönchen Engel. Diese hatten Papier und Federn in der Hand und schrieben jeden Psalm auf, den die Mönche beteten, zum Teil mit Gold, Silber, Tinte oder Wasser. Das Gebet, welches mit inniger Liebe und Andacht gebetet wird, ist mit goldenen Buchstaben ins Lebensbuch eingetragen, das Gebet jener, die ohne Aufmerksamkeit beten, mit Wasser, denn ihr Beten ist nichts wert. – Könnte ich vor dem Gebet drei Minuten Einkehr halten, um mich zu sammeln und um mich dann ganz Gott hinwenden zu können?
Gebet: Herr, hilf mir, dass der Schall meiner Gebete nicht nur zur Wand reicht, sondern lass meine Gebete bis zu Deinem Herzen dringen! Amen.
– Unsicherheit – Jes 41,10
„Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Ich helfe dir, ja, ich mache dich stark, ja, ich halte dich mit meiner hilfreichen Rechten.“
Katechese: Das Gebet verlangt von uns Mut und Wagemut. Gelegentlich kann man es vergleichen mit dem Sprung aus einem brennenden Haus, wo man vor lauter Qualm nichts sieht, aber man weiß: Unten wartet der Vater mit offenen Armen, um mich aufzufangen. So sind wir eingeladen, im Gebet unerschütterlich an die sichere Liebe Gottes zu glauben, die Augen zu schließen und Ihm zu vertrauen.
Überlegung: Mancher Mensch fragt sich: „Gibt es Gott? Stürze ich ins Nichts? Lässt Gott mich im Stich?“ – Übergebe ich meine Bedrängnisse, Bedrohungen und meine Ungewissheit voll Vertrauen dem Herrn?
Gebet: Jesus, so oft hast Du gesagt: „Sei ohne Furcht, glaube nur!“ (Mk 5,36) – Hilf mir, trotz aller Dunkelheit, zu glauben und Dir zu vertrauen! Amen.
– Trockenheit – Röm 12,12
„Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!“
Katechese: Eine weitere Schwierigkeit ist die Trockenheit im Gebet, wenn man fühlbar keinen Trost dabei verspürt. Hierbei ist eine dreifache Dürre zu unterscheiden. Sie kann als Folge der Untreue gegen Gott auftreten, weil man sinnlichen Leidenschaften gefolgt ist. Hier heißt es, diese Sache Gott abzugeben und neu die Treue zu versprechen. Sie kann aber auch auf normale Müdigkeit zurückzuführen sein; oder sie ist zu unserer Reinigung gegeben, als Aufstieg zu Gott, welcher über Berg und Tal führt.
Überlegung: „Es ist sehr charmant, sich in der Nähe seines Geliebten zu langweilen.“ (hl. Franziska) Der hl. Antonius fragte nach einer Periode innerer Dürre: „Gott, wo bist Du denn gewesen?“ – Gott antwortete: „Dir näher als sonst!“ – Ist die Ursache meiner Dürre die Untreue, Müdigkeit oder Prüfung? – Bleibe ich dem Gebet treu, auch wenn ich dabei gar nichts verspüren darf?
Gebet: Herr, Du erziehst uns auch im Gebet. Hilf uns, treu im Beten auszuhalten, denn nur so wachsen wir in der Liebe zu Dir! Amen.
– Unerhörte Gebete? – Jak 4,3
„Ihr bittet und empfangt doch nichts, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in eurer Leidenschaft zu verschwenden.“
Katechese: Gott schaut aus der Perspektive der Ewigkeit auf unser Leben. Er erhört unsere Gebete, wie es für unser ewiges Heil gut ist. In diesem Sinn versichert uns Jesus, dass wir alles erhalten, um was wir mit Glauben bitten (vgl. Mt 21,22). Mit „alles“ ist aber nicht gemeint, was meinen egoistischen Zielen dient oder mir oder anderen zum geistigen Schaden gereichen kann, sondern was wirklich gut für mich ist.
Überlegung: Wenn ein Kind um einen Benzinkanister bittet, bekommt er ihn nicht vom Vater. Wenn es 15 Jahre später darum bittet, um damit zu arbeiten, bekommt es ihn. – Ist mir bewusst, dass Gott das Gebet so erhört, wie es für den Betenden und sein ewiges Heil am Besten ist? – Bitte ich Gott zuerst um die Verbreitung Seines Reiches der Liebe und um das Wachstum in der Liebe im Vertrauen darauf, dass mir dann alles Notwendige vom Himmlischen VATER dazu geschenkt wird (vgl. Mt 6,33)?
Gebet: Herr, zu Deiner Ehre und zum Wohl der Menschen bringe ich meine Bitten vor Dich! Sei mir gnädig und erhöre mich! Amen.
– Der Beistand vom VATER – Joh 14,16
„Ich werde den VATER bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll.“
Katechese: Jesus lässt uns in unseren Versuchungen nicht allein. In Seinem Versprechen, bei uns zu bleiben, alle Tage bis zum Ende der Welt (vgl. Mt 28,20), meinte Er konkret den Hl. Geist, den Er nach Seiner Himmelfahrt vom Himmlischen VATER Seinen Jüngern gesandt hat. Dieser göttliche Beistand steht uns bei in den Versuchungen der Glaubensverwirrung, denn Er lehrt uns alles, was Jesus gesagt hat. (vgl. Joh 14,26)
Überlegung: „Lasst euch führen vom Hl. Geist! – Betet zum Morgengebet ein ‚VATER unser‘ zum Hl. Geist!“ (Alois Schmid) – Nehme ich gerne den Beistand Jesu, den Hl. Geist, als großes Liebesgeschenk des Himmlischen VATERS an? – Bitte ich Ihn täglich im Bewusstsein meiner Schwäche und Ratlosigkeit um Licht und Kraft? – Danke ich Ihm für Seine Hilfe?
Gebet: „Hl. Geist, erleuchte mich! Was soll ich tun, und wie kann ich Jesus finden? Die Jünger waren sehr unwissend, sie waren bei Jesus, und doch verstanden sie Ihn nicht. Das Geringste macht mich verwirrt und aufgeregt. Ich bin zu empfindlich; ich bin nicht großmütig genug, um Opfer für Jesus zu bringen. O Hl. Geist, als Du den Jüngern Dein Licht erstrahlen ließest, wurden sie umgewandelt; sie waren nicht mehr das, was sie vorher waren; ihre Kraft war erneuert, die Opfer wurden ihnen leicht; sie erkannten Jesus besser als vorher, da Er noch unter ihnen weilte. Quelle des Friedens, des Lichtes, komm, mich zu erleuchten! Ich habe Hunger, komm, mich zu ernähren; ich habe Durst, komm, gib mir zu trinken; ich bin blind, komm, mich zu erleuchten; ich bin arm, komm, mich reich zu machen; ich bin unwissend, komm und belehre mich! Hl. Geist, ich gebe mich Dir hin. Amen!“ (sel. Mirjam v. Abellin)
– Die Kraft des Heiligen Geistes – Apg 1,8
„Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem … und bis an die Grenzen der Erde.“
Katechese: Noch kurz zuvor sind fast alle Jünger der Versuchung erlegen und haben Jesus verlassen und verraten. Angstvoll versteckten sie sich. Ihr völliger innerer Wandel trat mit dem Pfingstereignis ein. Mit der Kraft und dem Licht des Hl. Geistes legten die Jünger mutig Zeugnis ab für die Auferstehung Jesu, verkündeten das Evangelium und fürchteten sich nicht vor dem gewaltsamen Tod durch das Martyrium.
Überlegung: Jährlich sterben tausende Christen, weil sie sich mutig zu ihrem Glauben an Jesus bekennen. Doch die Kraft dazu haben sie nicht aus sich selbst, sondern vom Hl. Geist. – Bitte ich täglich um das Gnadenfeuer des Hl. Geistes, dass ich von der freimachenden Wahrheit des Evangeliums ganz durchdrungen werde und mich nicht mehr fürchte, mich zu Jesus und Seinem Evangelium öffentlich zu bekennen?
Gebet: Jesus, Du hast uns Verfolgungen vorhergesagt. Aber zugleich gibst Du uns Deinen Beistand. Erfülle mich mit der Kraft des Hl. Geistes! Amen.
– Der Geist kommt zur betenden Kirche – Apg 2,3-4
„Es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt …“
Katechese: Der Beistand, der Hl. Geist, kam nicht auf alle Menschen herab, sondern nur auf jene, die sich in „heiliger Versammlung“ (= Kirche) nach der Anordnung Jesu gemeinsam in Jerusalem aufhielten (vgl. Lk 24,49), und einmütig mit Maria, der Mutter Jesu, im Gebet verharrten (vgl. Apg 1,14).
Überlegung: „Manchmal kann man erleben, dass Menschen zu Christus finden, zu Christus ‚Ja‘ sagen, gleichzeitig aber zur Kirche ‚Nein‘.“ (P. Hans Buob) – Ist mir bewusst, dass der Hl. Geist zur Einheit in Christus führt und nicht zur Spaltung? Lasse ich mich durch den Geist der Lüge gegen die Kirche Christi aufbringen? – Weiß ich, dass ich ein Einfallstor für den Geist des Widerstands öffne, wenn ich eine Glaubenswahrheit ausklammere?
Gebet: Herr, Dein Geist wirkt in der Kirche und spricht zu uns durch Deinen Stellvertreter. Lass uns demütig auf den Papst hören! Amen.
– Die Kraft der Taufe und Firmung – Apg 2,38
„Kehrt um, und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“
Katechese: Der Hl. Geist wird uns zuteil durch den Empfang der heiligen Sakramente in der Kirche Jesu. Wir empfangen die Kraft des Hl. Geistes in der Taufe, wo wir zu Kindern Gottes, zu Tempeln des Hl. Geistes werden (vgl. 1 Kor 3,16). Sie wird vermehrt im Sakrament der Firmung, wo wir zu Mitstreitern Christi gesalbt werden (vgl. KKK 1294).
Überlegung: Die Firmung verwurzelt uns tiefer in der Gotteskindschaft; sie vereint uns fester mit Christus; sie vermehrt in uns die Gaben des Hl. Geistes; sie verbindet uns vollkommener mit der Kirche; sie schenkt uns eine besondere Kraft des Hl. Geistes, um in Wort und Tat als wahre Zeugen Christi den Glauben auszubreiten und zu verteidigen, den Namen Christi tapfer zu bekennen und uns nie des Kreuzes zu schämen (vgl. KKK 1303).
Gebet: Herr, entfache in uns das Feuer des Hl. Geistes, das wir erhalten haben, damit es nicht nur glimme, sondern zu einer lodernden Flamme Deiner göttlichen Liebe auf dieser Welt werde! Amen.
– Die Gabe der Weisheit – Jak 1,5
„Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen gern und macht niemand einen Vorwurf.“
Katechese: König Salomo erbat von Gott für seine Regierungszeit die Gabe der Weisheit, die aus einem „hörenden Herzen“ und in der Unterscheidung vom Guten und Bösen bestand. Diese Gabe entlarvt die Lüge der Versuchung: Dem Anschein nach ist ihr Gegenstand verlockend und „köstlich“ (Gen 3,6), in Wahrheit führt sie zum Tod (vgl. KKK 2847).
Überlegung: „Wenn man den Heiligen Geist besitzt, wird das Herz weit und badet in der göttlichen Liebe.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Bitte ich um die Gabe der Weisheit, die heilig, friedlich, freundlich, voll Erbarmen und reich an guten Früchten ist? Fliehe ich vor der irdischen, eigennützigen, teuflischen Weisheit, die voll ist von bitterer Eifersucht und Ehrgeiz (vgl. Jak 3,15-17)?
Gebet: Hl. Geist, schenke mir die Gabe der Weisheit, die mich das Himmlische mehr als alles Irdische schätzen lehrt, Verlangen nach demselben einflößt und die rechten Mittel zum Heile zeigt! Amen.
– Die Gabe des Verstandes – Kol 1,9
„Wir hören nicht auf, inständig für euch zu beten, dass ihr in aller Weisheit und Einsicht, die der Geist schenkt, den Willen des Herrn ganz erkennt.“
Katechese: Der Hl. Geist teilt unserem Verstand nie nutzlose und unfruchtbare, eitle und ungehörige Dinge mit. Gottes Worte sind von großem Gewicht und Nutzen. Wenn eine Seele in ihren Gebeten mit Kenntnissen gespeist wird, die weder eigenen noch fremden Seelennutzen bezwecken, so kommen diese nicht von Gott, der nicht zwecklos handelt.
Überlegung: „Ich setzte voraus, dass es dreierlei Gedanken in mir gibt. Solche, die mein eigen sind und allein meiner Freiheit und meinem Willen entspringen, während die beiden anderen von außen kommen: der eine vom guten, der andere vom bösen Geist.“ (hl. Ignatius v. Loyola) – Prüfe ich meine Gedanken, welche mich zu mehr Liebe zu Gott und den Menschen führen? – Bitte ich um die Gabe der Einsicht, damit mein Denken ganz auf die Erfüllung des Willens Gottes ausgerichtet ist?
Gebet: Hl. Geist, erfülle uns mit der Gabe der Einsicht, die uns erleuchtet, die Geheimnisse und Lehren des Evangeliums richtig zu verstehen! Amen.
– Die Gabe des Rates – Spr 8,14
„Bei mir ist Rat und Hilfe; ich bin die Einsicht, bei mir ist Macht.“
Katechese: Adam und Eva ließen sich vom Satan täuschen und verloren das Paradies. Der Hl. Geist dagegen berät gerade die demütigen Seelen, wie sie durch die gehorsame Nachfolge Jesu schon hier auf Erden und einst im Himmel glücklich werden können.
Überlegung: „Jene, die vom Hl. Geist geführt werden, haben richtige Lebensauffassungen. Deshalb gibt es ja auch so viele Unwissende, die mehr wissen als die Weisen.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Bitte ich den Hl. Geist, um Seine Gabe des Rates für meinen Beichtvater und meine Vorgesetzten, damit sie mir richtig weiterhelfen? – Bringe ich meine Ratlosigkeit immer wieder zu Jesus, damit Er mich mit Seinem Geist erleuchten möge? Suche ich Rat im Blick auf das Kreuz Jesu oder lasse ich mich auf Betrug und Lüge ein, um irdischen Gewinn zu erzielen?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe des Rates, die mir in zweifelhaften Fällen zu erkennen gibt, was ich tun oder lassen und auch anderen raten soll! Amen.
– Die Gabe der Stärke – Jes 11,2
„Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht.“
Katechese: Jesus war erfüllt von den Gaben des Hl. Geistes. Bei Ihm gab es keine Angst vor den Großen dieser Welt, denen Er mutig die Wahrheit sagte. Er hatte auch keine Angst, Sein Leben für die Verbreitung der Liebe Gottes auf Erden einzusetzen.
Überlegung: Das Leben verlangt von uns viel Starkmut, angefangen von unerträglichen Lebenssituationen bis hin zu Beziehungsproblemen, verursacht durch Fremdgehen, Alkohol, Krankheiten etc. – Bitte ich täglich den Hl. Geist, um die Gabe der Stärke, um in der barmherzigen Liebe Jesu wachsen zu können und mich vor den Menschen zu Ihm zu bekennen?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Stärke, die alle Zaghaftigkeit und Menschenfurcht besiegt und mich stärkt, das Laster zu hassen und die Tugend unerschütterlich zu üben und lieber Verachtung, zeitlichen Nachteil, Verfolgung und Tod zu wählen, als Jesus durch Wort oder Tat zu verleugnen. Amen.
– Die Gabe der Erkenntnis – Phil 3,8
„Ich sehe alles als Verlust an, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles übertrifft. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen.“
Katechese: Der göttliche Geist macht den Verstand gelehrig, weich, biegsam und geneigt, die Absichten anderer anzunehmen, die den eigenen widerstreben, besonders wenn es sich um Erkenntnisse von Vorgesetzten handelt. Der böse Geist dagegen verführt zu Trotz und Widerspenstigkeit gegenüber den Lehren des Evangeliums und der Kirche Jesu.
Überlegung: „Als das Blut der Märtyrer floss, hat der Teufel gewütet wie ein wilder Löwe, als die Irrlehren sich verbreiteten, hat er versteckt angegriffen wie eine schleichende Schlange.“ – „Die Hölle stellt zwei Schlachtreihen auf: durch Drohung versucht sie einzuschüchtern, durch Schmeicheln zu Fall zu bringen.“ (hl. Augustinus) – Bitte ich den Hl. Geist um Klarheit und Licht?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Erkenntnis, durch die Du mich innerlich erleuchtest, dass ich mich selbst, die Fallstricke der Eigenliebe, der Leidenschaften, des Teufels und der Welt erkennen kann und die geeigneten Mittel wähle, sie zu überwinden! Amen.
– Die Gabe der Frömmigkeit – Weish 1,1
„Liebt Gerechtigkeit, ihr Herrscher der Erde, denkt in Frömmigkeit an den Herrn, sucht ihn mit reinem Herzen!“
Katechese: In der falsch verstandenen Frömmigkeit treibt der Teufel den Menschen zum Übermaß im Guten an, ohne Rücksicht zu nehmen auf die erforderliche Zeit, den passenden Ort, die gesundheitlichen Verhältnisse und richtet sich oft gegen die Standes- und Berufspflichten.
Überlegung: „Anders muss ein Handwerker fromm sein … anders eine Witwe als ein unverheiratetes Mädchen oder eine in der Ehe lebende Frau. Auch die Ausübung der Frömmigkeit selbst muss der Kraft, der Tätigkeit und der Aufgabe eines jeden in besonderer Weise angepasst sein.“ (hl. Franz v. Sales) – Weiß ich, dass die wahre Frömmigkeit keine Form von Beruf oder Tätigkeit zerstört, sondern sie sogar gefälliger und schöner macht und durch sie die Sorge für die Familie friedvoller, die gegenseitige Liebe von Mann und Frau lauterer und alle Tätigkeiten angenehmer werden?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Frömmigkeit, die mir Ehrfurcht vor Gott und göttlichen Dingen und Freude am Umgang mit Ihm einflößt. Amen.
– Die Gabe der Gottesfurcht – 1 Petr 1,17
„Wenn ihr den als VATER anruft, der jeden ohne Ansehen der Person nach seinem Tun beurteilt, dann führt auch, solange ihr in der Fremde seid, ein Leben in Gottesfurcht.“
Katechese: Die Gottesfurcht ist der Anfang der Weisheit (vgl. Sir 1,14), sie macht das Herz froh, gibt Freude, Frohsinn und ein langes Leben (vgl. Sir 1,12). Sie hält von Sünden fern, wer in ihr verbleibt, vertreibt allen Zorn (vgl. Sir 1,21). Sie ist nicht das Gegenteil von Gottesliebe, sondern von Gottlosigkeit. Gott ist ein liebender Gott. Er ist aber auch allmächtig, groß und heilig, ein Gott, vor dem wir uns in Ehrfurcht neigen sollen.
Überlegung: Der hl. Franziskus hatte eine so tiefe Ehrfurcht vor der Hl. Schrift, dass er sie nur in kniender Haltung las. – Ist meine Kniebeuge vor dem Herrn ein Ausdruck meiner kindlichen Ehrfurcht? – Könnte ich voll dankbarer Ehrfurcht das Bildnis des gekreuzigten Heilands küssen? – Spreche ich den Namen Gottes ehrfürchtig aus?
Gebet: Hl. Geist, schenke mir die Gabe der Gottesfurcht, jener kindlichen Furcht, die kein anderes Unglück fürchtet als das, Gott zu missfallen und die daher die Sünde als das größte Übel flieht! Amen.
– Die Frucht des Heiligen Geistes – Gal 5,24-25
„Alle, die zu Christus Jesus gehören, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. Wenn wir aus dem Geist leben, dann wollen wir dem Geist auch folgen.“
Katechese: Der hl. Paulus lädt uns ein, als Christen alle Versuchungen zum Bösen zu „kreuzigen“, damit Christus in uns immer mehr Gestalt annehmen kann. Mit Christus zieht dann Sein Geist in uns ein mit der Frucht der „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.“ (Gal 5,22-23)
Überlegung: Kreuzige ich mit der Kraft des Hl. Geistes alle Werke des „Fleisches“, d.h. unsere schlechten Leidenschaften und Begierden: „Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage“ (Gal 5,19-21)? – Frage ich in zweifelhaften Fällen meinen Schutzengel, was ich tun soll?
Gebet: „Komm, o Heiliger Geist! Erleuchte meinen Verstand, damit ich Deine Gebote erkenne; mach mein Herz stark gegen die Anschläge des Feindes; entflamme meinen Willen ... Ich habe Deine Stimme gehört, und ich möchte nicht hart werden und Widerstand leisten, indem ich sage: später, morgen. ‚Nunc coepi!‘ Jetzt, damit mir das Morgen nicht vielleicht fehlt. O Geist der Wahrheit und der Weisheit, Geist des Verstandes und des Rates, Geist des Jubels und des Friedens! Ich will, was Du willst; ich will, wie Du willst; ich will, wann Du willst. Amen.“ (hl. Josemaría Escrivá)
– Der Böse – Person und Wirklichkeit – Mt 6,9.13
„So sollt ihr beten: Unser VATER im Himmel … rette uns vor dem Bösen.“
Katechese: Wie es der neue Katechismus lehrt, gibt es das Böse wirklich. Die Existenz des Gegenspielers Gottes, des Teufels, ist kein Mythos, kein erfundenes Märchen, um uns Angst zu machen, sondern eine Wirklichkeit, eine Person. Mit dem Bösen ist der Satan gemeint und alle abtrünnigen Engel, die ihm gefolgt sind. Wir brauchen jedoch keine Angst vor ihm zu haben, wenn wir Jesus als Retter angenommen haben. Durch den Kreuzestod Jesu ist er ein besiegter Feind.
Überlegung: Präsident George W. Bush hat im Jahr 2002, der „Achse des Bösen“ den Krieg angesagt, um die „Terroristen“ auszurotten. Doch die Terroristen schossen dadurch erst recht aus dem Boden, wie Pilze nach dem Regen. – Ist es nicht sinnvoller, den Satan als Urheber des Bösen zu sehen, mit Gebet zu bekämpfen und Gott um Schutz vor dem Bösen zu bitten? – Sollten wir nicht wie Jesus für die menschlichen Werkzeuge des Teufels beten und eventuell auch für sie leiden, damit sie sich bekehren?
Gebet: Herr, behüte mich vor allem Bösen, behüte mein Leben! Behüte mich, wenn ich fortgehe und wiederkomme, von nun an bis in Ewigkeit. (vgl. Ps 121,7-8) Amen.
– Engelsturz – Lk 10,18
Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.“
Katechese: Jesus erzählt Seinen Jüngern über den Engelsturz, über den später der hl. Johannes schrieb: „Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel. Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen." (Offb 12,7-9)
Überlegung: In einem Schulbuch für Kinder wird das Fest Halloween fol-gendermaßen erklärt: Ein Lichtengel musste den Himmel verlassen und wurde auf die Erde geworfen. Um ihn zu trösten, gehen Kinder mit Kürbissen durch die Straßen. – Sollten wir nicht besser den Kindern das Gebet zum Erzengel Michael lehren, um sie vor der Bosheit des Teufels zu schützen?
Gebet: Hl. Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe; gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels, sei unser Schutz. „Gott gebiete ihm“, so bitten wir flehentlich; du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stoße den Satan und die anderen bösen Geister, die in der Welt umherschleichen, um die Seelen zu verderben, durch die Kraft Gottes in die Hölle. Amen.
– Der Herrscher dieser Welt – Joh 14,30
„Ich werde nicht mehr viel zu euch sagen; denn es kommt der Herrscher der Welt. Über mich hat er keine Macht.“
Katechese: Der Engel, der auf die Erde gestürzt wurde, ist Satan. Er wird von Jesus als Herrscher dieser Welt bezeichnet. Sein Reich besteht aus Lüge, Hass, Betrug und Bosheit. Seine Reichtümer gibt er denen, die ihn anbeten. Über Jesus hatte er keine Macht, denn Er hat alle Versuchungen überwunden und blieb in der Liebe und Demut treu bis zum Tod.
Überlegung: Vor seinem Sterben sah der hl. Martin den Teufel in der Nähe stehen. Da sprach er: „Was stehst du da, blutige Bestie? Du Finsterer, an mir wirst du nichts finden; mich nimmt der Schoß Abrahams auf!“ – Hat der Teufel noch Macht über mich durch Hass oder Unversöhnlichkeit?
Gebet: Heilige Maria, Mutter Gottes, Du Besiegerin des Teufels, bitte für mich, jetzt und in der Stunde meines Todes! Amen.
– Jesus besiegt den Satan – Joh 12,31
„Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden.“
Katechese: Mit dem Kommen Jesu in die Welt wird das uneingeschränkte Herrschertum des Fürsten der Finsternis, des Teufels beendet. Jesus richtet mit Seinem Leben, Leiden und mit Seiner Auferstehung das Reich des Lichtes und der Liebe auf. Vom Kreuz herab herrscht unser Gott! Das Kreuz ist das Siegeszeichen. Am Kreuz bricht sich die Macht des Bösen, das heißt in der Liebe und Demut Jesu Christi.
Überlegung: „Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.“ (Joh 12,32) – Mache ich immer wieder voll Glauben das Kreuzzeichen über mich und andere Menschen, um in Jesus Geborgenheit und Schutz zu finden vor den Gefahren des Bösen? – Wenn ich Jesus durch die Sünde verlasse, kehre ich dann mit einem Reuegebet schnell wieder zu Ihm zurück, damit der Böse mir nicht schaden kann?
Gebet: VATER, ich opfere Dir die Heiligen Wunden Jesu auf und das Blut, das Er vergossen hat, als Sühne für meine Sünden. Birg mich in Jesu Wunden, damit der böse Feind mich nicht mehr finden und mir nicht schaden kann! Amen.
– Engel des Lichts – 2 Kor 11,14
„Kein Wunder, denn auch der Satan tarnt sich als Engel des Lichts.“
Katechese: Obwohl der Satan von Jesus besiegt wurde, hat er noch Macht durch seine Werkzeuge, die Menschen, die sich ihm zu Diensten stellen. Dabei ist es seine listige Art, dass er sich im ehemaligen Kleid des Lichtengels zeigt, um die Menschen zu täuschen. Er wird auch gerne „Affe Gottes“ genannt, da er nicht fähig ist, etwas Neues zu erfinden, sondern die Heiligen Dinge verdreht und in den Dreck zieht.
Überlegung: Statt dem Glauben baut der Satan die Welt des Aberglaubens auf: Horoskope, Wahrsagerei, weiße Magie, Abbeterei, alternative Heilmethoden durch esoterische Mittel etc. – Ist mir bewusst, dass dem Teufel nicht so viel am menschlichen Leib liegt, sondern dass er die Seele für sich gewinnen will? – Ist mir schon aufgefallen, dass esoterische Mittel den Glauben an den wahren Gott verdunkeln und erschweren?
Gebet: Jesus, Dir leb ich! Jesus, Dir sterb ich! Jesus, Dein bin ich in alle Ewigkeit! Jesus, sei mir barmherzig und rette mich! Amen.
– Lügner von Anfang an – Joh 8,44
Der Teufel „war ein Mörder von Anfang an. Und er steht nicht in der Wahrheit; denn es ist keine Wahrheit in ihm. Wenn er lügt, sagt er das, was aus ihm selbst kommt; denn er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.“
Katechese: Bereits im Paradies belog der Satan Adam und Eva. Genauso belügt er alle Menschen, verspricht ihnen Reichtum, Ehre und Macht, aber nur für kurze Zeit. Viele Menschen gewinnt der Teufel durch die Lüge, dass er und die Hölle nicht existieren. Andere gewinnt er durch die Lüge, dass für alles Unheil, Leid und Katastrophen Gott schuldig ist.
Überlegung: In einem Film kommt der Teufel als Händler in eine Stadt und bietet den Menschen als Geschenk ihre unerfüllten Wünsche an. Als Preis verlangt er eine versteckte böse Tat, wobei andere dabei verdächtigt und bekämpft werden. Erst als die Menschen den Satan als Urheber des Bösen entdecken und ihm absagen, werden sie von dessen Macht befreit.
Gebet: Jesus, hilf uns, alle hinterlistigen Geschosse des Satans zu entdecken und mit dem demütigen Glauben an Dich zu bekämpfen! Amen.
– Luftgeister – Eph 6,12
„Wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.“
Katechese: Mit dem Lichtengel sind viele Engel vom Himmel gestürzt. Sie verkleiden sich auch als harmlose „Esoterikengel“, sind in Wirklichkeit aber auf unser Verderben aus. Sie stacheln unsere Stimmungen und Triebe zum Bösen an, verlocken und versuchen uns. Nach unserem Tod stehen sie plötzlich als unsere Ankläger vor Gott. Im Namen Jesu, mit der Kraft Seines Wortes, können wir sie wie lästige Zecken abschütteln.
Überlegung: Der hl. Antonius sah das Schicksal der Seelen nach dem Tod: Im Luftraum sind widerwärtige Gestalten, die die Seelen hindern wollen, hindurchzugehen. Sie verlangen Rechenschaft, ob sie ihnen durch die Sünde nicht untertänig seien und erheben Anklage. – Weiß ich, dass Jesus durch die Beichte alle bereuten und gebeichteten Sünden für immer auslöscht?
Gebet: Jesus, schon jetzt lege ich meine Sterbestunde voll Vertrauen in Deine Barmherzigkeit! Rette mich vor allen Angriffen des Bösen! Amen.
– Maria, die Schlangenzertreterin – Offb 12,1
„Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.“
Katechese: Die Exegeten sehen in diesem Bild die Kirche, doch dürfen wir in dieser Frau auch Maria sehen, die Mutter der Kirche. Der Satan wurde vom Himmel gestürzt wegen seines stolzen „Non serviam!“ (Ich will nicht dienen!). Maria errang ihre Größe durch ihren demütigen Dienst als gläubige Magd des Herrn. Im Kampf gegen das Böse hat Jesus deshalb Seinen Jüngern Maria als starke Helferin zur Seite gestellt.
Überlegung: Maria ist stärker als die ganze Hölle. Wo sie auftritt, muss der Satan weichen. Bin ich mir bewusst, dass der Böse keinem Kind Mariens wirklich schaden kann, das treu seiner Mutter folgt und ihr vertraut?
Gebet: Hehre Königin des Himmels, höchste Herrin der Engel! Du hast von Gott die Macht und die Sendung erhalten, den Kopf des Satans zu zertreten. Wir bitten Dich demütig: Sende Deine himmlischen Legionen, damit sie unter Deinem Befehle und durch Deine Macht die höllischen Geister verfolgen, sie überall bekämpfen, ihre Verwegenheit zuschanden machen und sie in den Abgrund zurückstoßen! Amen.
– Die Hilfe der Heiligen Engel – Ex 23,20
„Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen und dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe.“
Katechese: Die Gott treu gebliebenen heiligen Engel wollen unser Bestes. Doch sie drängen sich nicht wie die Teufel lästig auf, sondern laden uns sanft zum Guten ein. Sie respektieren unsere Freiheit und können uns nur dann tatkräftig schützen, wenn wir sie darum bitten.
Überlegung: „Der Schutzengel ist immer an unserer Seite, um uns zum Guten anzuhalten und gegen den bösen Feind zu verteidigen, der ohne Unterlass um uns herumschleicht, um uns zum Bösen zu verleiten.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Höre ich gerne auf die Stimme meines hl. Schutzengels, der mich zum Gebet, zur Liebe, Versöhnung und Nachfolge Jesu einlädt?
Gebet: Hl. Schutzengel, durchbrich meine Taubheit, leite mich an zum Guten und beschütze mich vor allen Gefahren für Leib und Seele! Amen.
– Der Sieg Jesu über das Böse – Mt 3,16
„Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.“
Katechese: Obwohl Jesus ohne jede Sünde war, bat Er Johannes den Täufer um die Bußtaufe im Jordan. Das Geheimnis Seiner Bitte lag in Seiner Mission, stellvertretend für die Menschen die Sünden auf Sich zu nehmen, für sie Sühne zu leisten und sie der Macht des Satans zu entreißen. Er stellte damit ihre verlorene Verbindung mit dem Himmlischen VATER wieder her und schenkt allen, die Ihm glauben und sich taufen lassen, die Gotteskindschaft mit der Fülle des Hl. Geistes.
Überlegung: „Das Haupt des Drachen hat der Herr im Jordan zerschmettert und alles aus seiner Gewalt befreit.“ (SB I/335) – Ist mir bewusst, dass Jesus den Satan besiegt hat und allen, die an Ihn glauben, die Befreiung aus dessen Herrschaftsbereich (= Gottlosigkeit, Hass, Lüge, Angst, Stolz etc.) anbietet? – Nehme ich die Errettung vom Bösen aus der Hand Jesu an, indem ich an Ihn glaube und mein Taufversprechen erneuere, d.h. allem Bösen absage und Jesus als Herrn annehme?
Gebet: Jesus, mein Erlöser, in Deinem Namen widersage ich dem Satan, all seinen Werken und allem Bösen und übergebe Dir mein Leben! Amen.
– Befreiung der Bedrängten – Mk 1,27
„Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.“
Katechese: Gleich zu Beginn Seines Wirkens zeigte Jesus, dass das Böse in der Welt durch Ihn besiegt wird. Mit dem Befehl „Schweig und verlass ihn!“ (Mk 1,25) befreite Er einen Besessenen vom unreinen Geist. Der Sündenfall gibt dem Bösen das Recht, den Menschen zu quälen. Jesus aber, der die Sünden der Welt gesühnt hat, besitzt die Vollmacht, alle Menschen, die Ihn darum bitten, aus dem Elend zu befreien.
Überlegung: „Trotz meines Widerstrebens hast Du alle schlechten Bande gelöst, die mich von Dir ferngehalten hätten. Wie gut bist Du! … Deine Hand allein hat dieses Werk begonnen … Nur so konnte meine Seele für die Wahrheit vorbereitet werden. Der böse Geist herrscht zu sehr über eine Seele, die nicht rein ist, als dass die Wahrheit in ihr Eingang finden könnte. Guter Hirt, Du wolltest bei mir eintreten und hast Deinen Feind, den Dämon unlauterer Begierden, aus mir vertrieben.“ (sel. Charles de Foucauld)
Gebet: Jesus, immer wieder sündige ich und gebe dem Bösen Anrecht, mich zu quälen. Errette mich vor dem Bösen und stärke mich im Guten! Amen.
– Heilung der Kranken – Mk 1,30-31
„Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. … Jesus ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr, und sie sorgte für sie.“
Katechese: Der Mensch leidet unter vielen Krankheiten, die ihre Ursache in der menschlichen Gebrechlichkeit und Begrenztheit und in der Wirkung des Bösen haben (vgl. Papst Benedikt XVI.). Jesus ging nicht teilnahmslos am Leid der Menschen vorüber, sondern heilte viele Kranke (vgl. Mk 1,34).
Überlegung: „Jesus hat den Kranken, die zu Ihm kamen, nicht gesagt: Leidet geduldig!, sondern Er hat sie gesund gemacht, damit der VATER durch Ihn verherrlicht werde.“ (Niklaus Wolf) – Bitte ich in schweren Krankheiten den Priester um das Sakrament der Krankensalbung, in dem Jesus selbst kommt, um den Leidenden zu trösten, zu stärken und aufzurichten?
Gebet: Jesus, heile meine Seele und meinen Körper, damit ich meine Pflichten zu Deiner Ehre weiterhin gut erfüllen kann! Amen.
– Trost der Trauernden – Lk 7,12-15
„Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. … Jesus ging zu der Bahre hin und fasste sie an. … und sagte: Ich befehle dir, junger Mann, steh auf! Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen.“
Katechese: Das größte Leid, das wir Menschen erfahren, ist der Tod. Jesus selbst hat mehrmals Tote auferweckt, so wie hier den jungen Mann von Nain. Doch lehrt Er uns, keine Angst zu haben vor dem Tod des Körpers, sondern vor dem Tod der Seele, der allen droht, die in ihrem Leben die Erlösung Jesu nicht annehmen wollen. Jesus hat uns vom ewigen Tod befreit, indem Er selbst den Tod am Kreuz auf Sich genommen hat.
Überlegung: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ (Joh 11,25) – Bitte ich um die geistige Auferweckung und um neues Leben für meine todkranke Seele in der hl. Beichte, wenn ich in schwere Sünde geraten bin? – Danke ich Jesus, dass wir Christen die Hoffnung auf ein wunderbares Leben nach dem Tod haben?
Gebet: Gelobt seist Du, mein Herr, durch unsere Schwester, den leiblichen Tod; ihm kann kein Mensch lebend entrinnen. Wehe jenen, die in schwerer Sünde sterben. Selig jene, die sich in Deinem heiligsten Willen finden, denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun! Amen. (hl. Franz v. Assisi)
– Speise der Hungernden – Lk 9,17
„Alle aßen und wurden satt. Als man die übriggebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es zwölf Körbe voll.“
Katechese: Viele Menschen leiden unter Hunger und Durst. In Seiner göttlichen Vollmacht vermehrte Jesus mehrmals Brote für viele Menschen und gab Seinen Jüngern den Auftrag, ihr Brot mit den Hungernden zu teilen. Doch Jesus dachte dabei nicht nur an den Hunger des Leibes, sondern auch an den der Seele, und schenkt sich allen Menschen im Brot des Lebens, in der Hl. Kommunion.
Überlegung: „Die Kommunion wirkt auf die Seele wie ein Windstoß in ein erlöschendes Feuer, in dem noch Glut vorhanden ist. Ein Windstoß und das Feuer brennt wieder.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Lasse ich mich von der Liebe Jesu in der Hl. Kommunion neu entflammen? – Wie helfe ich den Hungernden?
Gebet: Jesus, täglich verhungern Menschen seelisch und körperlich. Lass mich nicht gleichgültig an ihrem Leid vorübergehen! Amen.
– Hilfe für die Eheleute – Joh 2,3
„Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr.“
Katechese: Jesus war zu einer Hochzeit eingeladen, die nach jüdischem Brauch eine Woche dauerte. Nach einigen Tagen ging der Wein aus. Auf die Bitte Mariens hin wirkte Jesus Sein erstes Wunder und verwandelte Wasser in Wein. Dieses Wunder ist auch ein Hinweis Jesu auf Seine besondere Gegenwart und Hilfe im Ehesakrament. Wenn Eheleute sich mit Vertrauen in ihren alltäglichen Problemen, Schwierigkeiten und Sorgen an Ihn wenden, lässt Er sie nicht allein und wirkt immer wieder Wunder.
Überlegung: „Oh, wenn die Menschen doch Glauben hätten, wie glücklich könnten sie sein! Im Namen Jesu würden sie alles erhalten!“ (Niklaus Wolf) – Lade ich Jesus, Maria und Josef in meine Familie ein, damit sie uns in den alltäglichen Sorgen und Nöten beistehen und das Böse vertreiben?
Gebet: O hl. Josef, du halt Haus und gieß des Himmels Segen aus… Dir geb ich heut mit frohem Blick den Schlüssel zu des Hauses Glück: O schließe du doch alles aus, was schaden könnte unserm Haus. Schließ all die Meinen und auch mich in Jesu Herz, das bitt ich dich! Dass hier uns jeder Tag vergeht wie dir im Haus zu Nazareth! Amen.
– Hilfe der Kinder – Mk 10,16
„Jesus nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.“
Katechese: Jesus liebte die Kinder sehr und wurde sogar unwillig, als die Jünger die Kinder abweisen wollten. Kinder haben teilweise große Nöte und Ängste durch Mangel an Zeit und Zuwendung von Seiten ihrer Eltern. Wenn sie keine Hilfe erfahren, verfallen sie in vielerlei Süchte. Auch sie brauchen den täglichen Segen ihrer Eltern und Großeltern. Sie brauchen Jesus!
Überlegung: Sr. Elvira, die Gründerin der Heime für drogenabhängige Jugendliche, bezeichnet als Ursache vieler Süchte den Mangel an Liebe, den die Kinder in ihrem Leben erfahren haben, der schon darin bestand, dass die Eltern kaum Zeit für sie hatten. Heilung finden sie in ihren Heimen im täglichen Gebet, körperlicher Arbeit und in der Betreuung durch einen lebendigen Schutzengel (= geheilte Person), der sich 24 Stunden am Tag um sie kümmert.
Gebet: Jesus, wir bringen Dir alle Kinder der Welt: Nimm sie in Deine Arme, lege ihnen die Hände auf und segne sie! Amen.
– Rettung in Katastrophen – Mk 4,39
„Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein.“
Katechese: Die Jünger fuhren mit Jesus über den See als ein gewaltiger Sturm hereinbrach und das Boot fast zum Kentern brachte. Mit der Kraft Seines Wortes befreite Jesus sie aus der Gefahr der Naturgewalt. Seine Segensmacht hinterließ Jesus den Priestern, die in Seinem Namen den Auftrag haben, zu segnen und das Böse zu bannen.
Überlegung: In Sizilien, wenn der Vulkan Ätna seine Lava spukt und jegliche menschliche Hilfe versagt, wenden sich die Menschen an den Bischof. Auf das Segensgebet hin werden sie immer wieder von ihrer Not befreit, wie auch im Jahre 2002. – Glaube ich an die Segensmacht Christi durch den Priester und bitte ihn um Wettersegen, Kindersegen, Haussegen etc.?
Gebet: Jesus, ich glaube, dass Du selbst durch den Priester segnest, wenn er segnet. Bewahre uns durch den Priestersegen vor allem Unheil! Amen.
– Politische Befreiung? – Apg 1,6
„Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her?“
Katechese: Viele sahen in Jesus einen politischen Befreier und erwarteten von Ihm die Befreiung aus der Besatzungsmacht der Römer. Doch Jesus ging es nicht zuerst um die äußere Freiheit und ein irdisches Königreich. Er schenkt die innere Freiheit aus der Sklaverei des Bösen.
Überlegung: „Als Maria ihr Ja-Wort sprach, da begann das Gottesreich auf Erden, und sie war Seine erste Bürgerin. Und alle, die sich vor und nach der Geburt des Kindes in Wort und Tat zu Ihm bekannten … traten in das Gottesreich ein. Es ist anders geworden, als man sich nach den Psalmen und den Propheten die Herrschaft Gottes gedacht hatte. Die Römer blieben die Herren im Lande … Unsichtbar trug jeder, der dem Herrn angehörte, sein Himmelreich in sich. Seine irdische Bürde wurde ihm nicht abgenommen, ja sogar noch manche andere dazugelegt, aber was Er in sich hatte, war eine beschwingende Kraft, die das Joch sanft machte und die Last leicht (vgl. Mt 11,29f).“ (hl. Edith Stein)
Gebet: Jesus, Du schenkst uns die Freiheit der Kinder Gottes. Bewahre uns davor, von neuem das Joch der Sünde und des Bösen auf uns zu laden! Amen.
– Segen für die Mission – Lk 24,50-51
Jesus führte „sie hinaus in die Nähe von Betanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie. Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben.“
Katechese: Bevor Jesus Seine Jünger verließ und zum Himmlischen VATER zurückkehrte, segnete Er sie und gab ihnen den Auftrag, der ganzen Welt zu verkünden: „Jesus, der Retter ist da! Er will auch dich aus der Macht des Bösen entreißen und zu einem geliebten Kind Gottes machen! Kehr also um von deinen bösen Wegen und hör auf die Stimme Jesu!“ Der Segen Jesu schenkte ihnen großen Erfolg, denn Scharen von Menschen entschieden sich für Jesus. Der Segen Jesu stärkte sie auch in allen Mühen und Leiden, die mit ihrem Einsatz für das Gute verbunden waren.
Überlegung: „Hierzulande werden viele Leute nur deswegen nicht Christen, weil sie niemand dazu macht! … Die Kinder ließen mich nicht zum Essen und Schlafen kommen, bevor ich ihnen nicht irgendein Gebet beigebracht hatte. … Ich begann mit dem ‚Ehre sei dem Vater‘ und prägte ihnen das ‚Glaubensbekenntnis‘, das ‚Vaterunser‘ und das ‚Ave Maria‘ ein.“ (hl. Franz von Xaver) – Ist mir bewusst, dass Jesus Seinen Segen auch mir spendet und mich als Seinen Apostel aussendet?
Gebet: Jesus, viele Menschen wissen nichts von Gott und Deinem Sieg über das Böse! Gib uns Deinen Segen, um eifrig Dein Reich zu verkünden! Amen.
– Gott bewahrt vor dem Bösen – Joh 17,15
„Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.“
Katechese: Jesus kannte die großen Gefahren, die Seine Jünger erwarteten und betete deshalb für sie um Bewahrung vor dem Bösen. Denn der Teufel verlangte, sie zu sieben wie den Weizen (vgl. Lk 22,31), durch den Versuch, sie von Jesus zu trennen. Ohne die Hilfe Jesu, erliegt jeder den Intrigen und der Hinterhältigkeit des Bösen. Wer sich voll Vertrauen in die Arme Gottes wirft, kommt sicher durch alle Gefahren des Lebens.
Überlegung: Manche Menschen haben Angst davor zu beten: „VATER, mach mit mir, was Du willst! Dein Wille geschehe!“, denn sie befürchten dann das Allerschlimmste. – Ist mir bewusst, dass gerade dann, wenn ich mich vertrauensvoll in die Arme Gottes werfe und um Seine Führung bitte, Er mich von allem Bösen befreit und bewahrt? – Erkenne ich die List des Satans, der meinen Eigenwillen unterstützt und mich so auf Abwege führt?
Gebet: „Herr, wie Du willst, soll mir gescheh‘n, und wie Du willst, so will ich geh‘n, hilf, Deinen Willen nur versteh‘n. Herr, wann Du willst, dann ist es Zeit, und wann Du willst, bin ich bereit, heut und in alle Ewigkeit. Herr, was Du willst, das nehm‘ ich hin, und was Du willst, ist mir Gewinn, genug, dass ich Dein Eigen bin. Herr, weil Du‘s willst, d‘rum ist es gut, und weil Du‘s willst, d‘rum hab‘ ich Mut, mein Herz in Deinen Händen ruht.“ (sel. P. Rupert Mayer)
– Vollmacht der Jünger Jesu – Lk 10,19
„Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können.“
Katechese: Jesus hat Seine Macht über das Böse in der Welt Seinen Jüngern übertragen. Sie erfahren Seine Kraft, wenn sie an Jesus glauben und voll Vertrauen in allen Gefahren, Versuchungen und Krankheiten Seinen Heiligsten Namen anrufen. Doch sollen wir uns nichts auf unsere „Macht“ einbilden, sondern dankbar und demütig erkennen, dass unser VATER im Himmel uns liebt und in allen Nöten beisteht.
Überlegung: „Wenn wir Jesus recht liebten und mit Ihm und in Seinem Namen wider die Hölle streiten würden, wie viele und wie große Verherrlichungen des hl. Namens Jesu würden geschehen, wie viele Sünder bekehrt, wie viele Uneinigkeiten würden behoben, deren Urheber der Teufel ist … Wie viele Übel und Krankheiten würden wir vertreiben, die uns zum Dienst Gottes und zur Erfüllung unserer Berufspflichten untauglich machen.“ (Niklaus Wolf)
Gebet: Hl. Erzengel Michael, steh uns bei im Kampfe und hilf uns, alles Böse im Namen Jesu unter unseren Füßen zu zertreten! Amen.
– Vollmacht der Jünger Jesu – Lk 10,19
„Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können.“
Katechese: Jesus hat Seine Macht über das Böse in der Welt Seinen Jüngern übertragen. Sie erfahren Seine Kraft, wenn sie an Jesus glauben und voll Vertrauen in allen Gefahren, Versuchungen und Krankheiten Seinen Heiligsten Namen anrufen. Doch sollen wir uns nichts auf unsere „Macht“ einbilden, sondern dankbar und demütig erkennen, dass unser VATER im Himmel uns liebt und in allen Nöten beisteht.
Überlegung: „Wenn wir Jesus recht liebten und mit Ihm und in Seinem Namen wider die Hölle streiten würden, wie viele und wie große Verherrlichungen des hl. Namens Jesu würden geschehen, wie viele Sünder bekehrt, wie viele Uneinigkeiten würden behoben, deren Urheber der Teufel ist … Wie viele Übel und Krankheiten würden wir vertreiben, die uns zum Dienst Gottes und zur Erfüllung unserer Berufspflichten untauglich machen.“ (Niklaus Wolf)
Gebet: Hl. Erzengel Michael, steh uns bei im Kampfe und hilf uns, alles Böse im Namen Jesu unter unseren Füßen zu zertreten! Amen.
– Entscheidung befreit vom Bösen – Apg 19,18-19
„Viele, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten offen, was sie (früher) getan hatten und nicht wenige, die Zauberei getrieben hatten, brachten ihre Zauberbücher herbei und verbrannten sie vor aller Augen.“
Katechese: Paulus verkündete das Evangelium in Ephesus. Die Menschen nahmen das Wort Gottes ernst, sagten ihrem schlechten Treiben ab und verbrannten die Zauberbücher, die sie an das Böse gebunden hielten. Durch die Durchtrennung dieser negativen Bindungen erstarkte das Wort Gottes in ihrem Leben und erfüllte sie mit reichem Segen (vgl. Apg 19,20).
Überlegung: Eine Person konnte in ihrem Herzen Jesus nicht anbeten, bis zu diesem Moment, wo sie sich von ihrem Skarabäusanhänger trennte und diesem Geist absagte. – Ist mir bewusst, dass okkulte oder esoterische Gegenstände Bindungen an das Böse darstellen, die den Segen Gottes verhindern? – Widersage ich allem Bösen und übergebe mein Leben Jesus?
Gebet: Jesus, Du bist in diese Welt gekommen, um uns aus der Macht des Bösen zu retten. Trenne mich von allem, was mich hindert zu Dir! Amen.
– Entscheidung befreit vom Bösen – Apg 19,18-19
„Viele, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten offen, was sie (früher) getan hatten und nicht wenige, die Zauberei getrieben hatten, brachten ihre Zauberbücher herbei und verbrannten sie vor aller Augen.“
Katechese: Paulus verkündete das Evangelium in Ephesus. Die Menschen nahmen das Wort Gottes ernst, sagten ihrem schlechten Treiben ab und verbrannten die Zauberbücher, die sie an das Böse gebunden hielten. Durch die Durchtrennung dieser negativen Bindungen erstarkte das Wort Gottes in ihrem Leben und erfüllte sie mit reichem Segen (vgl. Apg 19,20).
Überlegung: Eine Person konnte in ihrem Herzen Jesus nicht anbeten, bis zu diesem Moment, wo sie sich von ihrem Skarabäusanhänger trennte und diesem Geist absagte. – Ist mir bewusst, dass okkulte oder esoterische Gegenstände Bindungen an das Böse darstellen, die den Segen Gottes verhindern? – Widersage ich allem Bösen und übergebe mein Leben Jesus?
Gebet: Jesus, Du bist in diese Welt gekommen, um uns aus der Macht des Bösen zu retten. Trenne mich von allem, was mich hindert zu Dir! Amen.
– Das geschützte Haus – Mt 7,24
„Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.“
Katechese: Unser Schicksal wurzelt in unserer freien Willensentscheidung. Wenn wir uns für Jesus entscheiden und unser Leben nach Seinem Wort ausrichten, begleitet uns der Segen Gottes. Es können dann die Stürme toben und an unserem Lebenshaus rütteln, aber es wird nicht einstürzen, denn Jesus selbst wird uns Sicherheit und Schutz gewähren.
Überlegung: „Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun?“ (Mk 10,51) – Ist mir bewusst, dass Jesus, Maria und die hl. Engel unseren freien Willen respektieren und auf unsere Entscheidung warten, um uns helfen zu können? – Weiß ich, dass der böse Geist sich dagegen aufdrängt, gegen Gott aufhetzt und damit bewirkt, dass das „Haus“ (= Leben) einstürzt? – Wende ich mich vor Reisen, Aufgaben, wichtigen Gesprächen etc. an Jesus und bitte um Seinen Segen und Schutz?
Gebet: Herr, Du bist mein Fels, meine Burg, mein Retter, meine Feste, in der ich mich berge, mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht. (vgl. Ps 18,3) Amen.
– Das geschützte Haus – Mt 7,24
„Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.“
Katechese: Unser Schicksal wurzelt in unserer freien Willensentscheidung. Wenn wir uns für Jesus entscheiden und unser Leben nach Seinem Wort ausrichten, begleitet uns der Segen Gottes. Es können dann die Stürme toben und an unserem Lebenshaus rütteln, aber es wird nicht einstürzen, denn Jesus selbst wird uns Sicherheit und Schutz gewähren.
Überlegung: „Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun?“ (Mk 10,51) – Ist mir bewusst, dass Jesus, Maria und die hl. Engel unseren freien Willen respektieren und auf unsere Entscheidung warten, um uns helfen zu können? – Weiß ich, dass der böse Geist sich dagegen aufdrängt, gegen Gott aufhetzt und damit bewirkt, dass das „Haus“ (= Leben) einstürzt? – Wende ich mich vor Reisen, Aufgaben, wichtigen Gesprächen etc. an Jesus und bitte um Seinen Segen und Schutz?
Gebet: Herr, Du bist mein Fels, meine Burg, mein Retter, meine Feste, in der ich mich berge, mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht. (vgl. Ps 18,3) Amen.
– Das Böse besiegen – Lk 6,28
„Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.“
Katechese: Am Heiligen Abend schauen wir auf Maria und Josef, die für die Geburt des Jesuskindes eine Herberge suchten. Überall wurden sie abgewiesen und fanden nur Platz in einem Stall. Aus ihrem Mund kam keine Klage, keine Verwünschung. Gewiss segnete Jesus schon im Schoß Marias alle Menschen, die sie abwiesen, und vergab ihnen.
Überlegung: Bei den Überschwemmungen in Australien wurde eine Mutter mit ihren beiden Kindern im Auto von den Wassermassen erfasst. Als ein Helfer den 13-jährigen Buben aus dem Auto reißen wollte, sagte er: Nimm zuerst meinen 10-jährigen Bruder! Der kleine Bruder wurde gerettet, der andere ertrank. – Bitte ich Jesus um die Kraft, Liebe und Segen weiter zu schenken? – Bitten wir heute das Jesuskind um die Gnade, dass wir unseren Nächsten nicht abweisen, sondern auch in den Kleinigkeiten des Alltags zum Segen werden, durch unser Handeln und Reden.
Gebet: Jesus, hilf mir, mit allen Frieden zu schließen und meinen Peinigern zu verzeihen, damit es in meinem Herzen Weihnachten werden kann! Amen.
– Das Böse besiegen – Lk 6,28
„Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.“
Katechese: Am Heiligen Abend schauen wir auf Maria und Josef, die für die Geburt des Jesuskindes eine Herberge suchten. Überall wurden sie abgewiesen und fanden nur Platz in einem Stall. Aus ihrem Mund kam keine Klage, keine Verwünschung. Gewiss segnete Jesus schon im Schoß Marias alle Menschen, die sie abwiesen, und vergab ihnen.
Überlegung: Bei den Überschwemmungen in Australien wurde eine Mutter mit ihren beiden Kindern im Auto von den Wassermassen erfasst. Als ein Helfer den 13-jährigen Buben aus dem Auto reißen wollte, sagte er: Nimm zuerst meinen 10-jährigen Bruder! Der kleine Bruder wurde gerettet, der andere ertrank. – Bitte ich Jesus um die Kraft, Liebe und Segen weiter zu schenken? – Bitten wir heute das Jesuskind um die Gnade, dass wir unseren Nächsten nicht abweisen, sondern auch in den Kleinigkeiten des Alltags zum Segen werden, durch unser Handeln und Reden.
Gebet: Jesus, hilf mir, mit allen Frieden zu schließen und meinen Peinigern zu verzeihen, damit es in meinem Herzen Weihnachten werden kann! Amen.
– Den Segen Jesu aufnehmen – Joh 1,12
„Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben.“
Katechese: Am Weihnachtsfest danken wir Gott, dass „er uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet hat durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.“ (Eph 1,3) Gott hat uns Jesus als Retter geschickt, aber nicht nur, um uns aus der Macht des Bösen zu befreien, sondern auch, um uns mit der unvorstellbar großen Würde zu beschenken, Seine Kinder zu werden. Durch den Glauben an den Heiligsten Namen Jesu können wir täglich aus dieser Kraftquelle schöpfen.
Überlegung: „Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren und nicht in Dir: Du bleibst noch ewiglich verloren.“ (Angelus Silesius) – Bereite ich Jesus eine Krippe in meinem Herzen und nehme Ihn liebevoll auf? – Richte ich in allen Gefahren, Versuchungen und Nöten meinen Blick auf das Jesuskind, um allem Bösen zu entrinnen und in der Liebe zu wachsen?
Gebet: Maria, hilf uns, Jesus in unserem Herzen eine Wohnung zu bereiten und Ihn zu allen Menschen zu tragen, die Seiner Hilfe bedürfen! Amen.
– Den Segen Jesu aufnehmen – Joh 1,12
„Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben.“
Katechese: Am Weihnachtsfest danken wir Gott, dass „er uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet hat durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.“ (Eph 1,3) Gott hat uns Jesus als Retter geschickt, aber nicht nur, um uns aus der Macht des Bösen zu befreien, sondern auch, um uns mit der unvorstellbar großen Würde zu beschenken, Seine Kinder zu werden. Durch den Glauben an den Heiligsten Namen Jesu können wir täglich aus dieser Kraftquelle schöpfen.
Überlegung: „Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren und nicht in Dir: Du bleibst noch ewiglich verloren.“ (Angelus Silesius) – Bereite ich Jesus eine Krippe in meinem Herzen und nehme Ihn liebevoll auf? – Richte ich in allen Gefahren, Versuchungen und Nöten meinen Blick auf das Jesuskind, um allem Bösen zu entrinnen und in der Liebe zu wachsen?
Gebet: Maria, hilf uns, Jesus in unserem Herzen eine Wohnung zu bereiten und Ihn zu allen Menschen zu tragen, die Seiner Hilfe bedürfen! Amen.
– Berufung zum Segnen – 1 Petr 3,9
„… Segnet, denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen.“
Katechese: Unsere Berufung ist, Jesus, Sein Licht und Seine Liebe in die finstere, hasserfüllte Welt hineinzutragen. Das geschieht durch das Segnen. Das Wort „segnen“ kommt von „bene dicere“ und bedeutet: Gutes sagen, Gutes weitergeben. Wenn wir segnen, dann segnet Gott durch uns und entreißt Menschen und auch Dinge aus der Macht des Bösen.
Überlegung: „Einer Kranken, die ihren Mann hasste, riet ich, ihn zu segnen … Ich bat sie liebevoll, es doch zu versuchen: ‚Ich segne Dich, Du liebes Menschenkind, im Namen Jesu Christi!‘ immer wieder, immer wieder … – Nach ein paar Wochen rief sie mich an und erzählte: ‚Ich habe Ihnen zuliebe diesen Segen erst mal nur so daher geplappert … Und dann habe ich gemerkt, dass es immer leichter ging und immer ein bisschen mehr Herz mit hineinkam. Und nun kann ich es aus tiefstem Herzen sagen. Mein Mann hat sich sehr gewandelt; es ist alles leichter geworden.‘“ (Ellen Paetsch)
Gebet: Hl. Stephanus, sterbend hast du deine Mörder gesegnet und für sie gebetet. Hilf auch uns, Segensbringer in unserem Alltag zu sein! Amen.
– Berufung zum Segnen – 1 Petr 3,9
„… Segnet, denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen.“
Katechese: Unsere Berufung ist, Jesus, Sein Licht und Seine Liebe in die finstere, hasserfüllte Welt hineinzutragen. Das geschieht durch das Segnen. Das Wort „segnen“ kommt von „bene dicere“ und bedeutet: Gutes sagen, Gutes weitergeben. Wenn wir segnen, dann segnet Gott durch uns und entreißt Menschen und auch Dinge aus der Macht des Bösen.
Überlegung: „Einer Kranken, die ihren Mann hasste, riet ich, ihn zu segnen … Ich bat sie liebevoll, es doch zu versuchen: ‚Ich segne Dich, Du liebes Menschenkind, im Namen Jesu Christi!‘ immer wieder, immer wieder … – Nach ein paar Wochen rief sie mich an und erzählte: ‚Ich habe Ihnen zuliebe diesen Segen erst mal nur so daher geplappert … Und dann habe ich gemerkt, dass es immer leichter ging und immer ein bisschen mehr Herz mit hineinkam. Und nun kann ich es aus tiefstem Herzen sagen. Mein Mann hat sich sehr gewandelt; es ist alles leichter geworden.‘“ (Ellen Paetsch)
Gebet: Hl. Stephanus, sterbend hast du deine Mörder gesegnet und für sie gebetet. Hilf auch uns, Segensbringer in unserem Alltag zu sein! Amen.
– Fluch oder Segen? – Jak 3,10
„Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein.“
Katechese: Jedes Wort hat eine große Kraft. Gute Worte schenken Liebe und Frieden (= Segen), böse Worte dagegen säen Hass und Traurigkeit (= Fluch). Im Kampf gegen das Böse sollten wir also Flüche, Verwünschungen und negative Festlegungen meiden (z.B.: „Das schaff ich nie!“). Dadurch öffnet man Türen für das Böse. Durch das Segnen im Namen Jesu bannen und besiegen wir das Böse und errichten das Reich der Liebe Jesu.
Überlegung: Bereits Sokrates lehrte die Menschen, ihre Worte durch drei Siebe laufen zu lassen, bevor wir sie aussprechen: Sind meine Worte wahr, sind sie gut, sind sie notwendig? – Können mir Menschen zu Recht den Vorwurf machen, dass ich in der Kirche fromm bete, aber danach mit meinen Worten viel Unheil anrichte? – Bemühe ich mich, die Menschen im Namen Jesu zu segnen?
Gebet: Jesus, über jedes unnütze, schlechte Wort müssen wir Rechenschaft vor Dir ablegen. (vgl. Mt 12,36) Bewahre uns vor allem negativen Reden! Amen.
– Fluch oder Segen? – Jak 3,10
„Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein.“
Katechese: Jedes Wort hat eine große Kraft. Gute Worte schenken Liebe und Frieden (= Segen), böse Worte dagegen säen Hass und Traurigkeit (= Fluch). Im Kampf gegen das Böse sollten wir also Flüche, Verwünschungen und negative Festlegungen meiden (z.B.: „Das schaff ich nie!“). Dadurch öffnet man Türen für das Böse. Durch das Segnen im Namen Jesu bannen und besiegen wir das Böse und errichten das Reich der Liebe Jesu.
Überlegung: Bereits Sokrates lehrte die Menschen, ihre Worte durch drei Siebe laufen zu lassen, bevor wir sie aussprechen: Sind meine Worte wahr, sind sie gut, sind sie notwendig? – Können mir Menschen zu Recht den Vorwurf machen, dass ich in der Kirche fromm bete, aber danach mit meinen Worten viel Unheil anrichte? – Bemühe ich mich, die Menschen im Namen Jesu zu segnen?
Gebet: Jesus, über jedes unnütze, schlechte Wort müssen wir Rechenschaft vor Dir ablegen. (vgl. Mt 12,36) Bewahre uns vor allem negativen Reden! Amen.
– Muttersegen – Lk 1,42
„Elisabeth rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.“
Katechese: Maria trug in ihrem Schoß das Jesuskind, als sie zu Elisabeth eilte, um ihr zu helfen. Elisabeth begrüßte beide mit herzlichen Segensworten und ihr Kind hüpfte vor Freude in ihrem Schoß. Heute wissen wir, dass das Kind im Mutterschoß bereits vieles spürt, besonders die Annahme oder Ablehnung seitens der Mutter. So kann schon eine Mutter ihrem ungeborenen Kind Segen zukommen lassen und unnötiges Leid ersparen, indem sie es annimmt und nicht ablehnt.
Überlegung: Die Segensgebete der Kirche beinhalten auch den Segen für werdende Mütter, worin Jesus gebeten wird, das wachsende Kind vor allem Bösen und Krankheiten zu bewahren. – Wenn ich schwangeren Frauen begegne, segne ich sie wohlwollend? – Erinnere ich schwangere Mütter daran, mit dem Baby zu sprechen und es zu segnen? – Weiß ich, dass der Segen Krankheiten verhindert oder nicht ausbrechen lässt?
Gebet: Herr, wir danken Dir für das Wunder des Lebens. Schütze alle Kinder vor der Gefahr der Abtreibung und vor allem Negativen! Amen.
– Muttersegen – Lk 1,42
„Elisabeth rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.“
Katechese: Maria trug in ihrem Schoß das Jesuskind, als sie zu Elisabeth eilte, um ihr zu helfen. Elisabeth begrüßte beide mit herzlichen Segensworten und ihr Kind hüpfte vor Freude in ihrem Schoß. Heute wissen wir, dass das Kind im Mutterschoß bereits vieles spürt, besonders die Annahme oder Ablehnung seitens der Mutter. So kann schon eine Mutter ihrem ungeborenen Kind Segen zukommen lassen und unnötiges Leid ersparen, indem sie es annimmt und nicht ablehnt.
Überlegung: Die Segensgebete der Kirche beinhalten auch den Segen für werdende Mütter, worin Jesus gebeten wird, das wachsende Kind vor allem Bösen und Krankheiten zu bewahren. – Wenn ich schwangeren Frauen begegne, segne ich sie wohlwollend? – Erinnere ich schwangere Mütter daran, mit dem Baby zu sprechen und es zu segnen? – Weiß ich, dass der Segen Krankheiten verhindert oder nicht ausbrechen lässt?
Gebet: Herr, wir danken Dir für das Wunder des Lebens. Schütze alle Kinder vor der Gefahr der Abtreibung und vor allem Negativen! Amen.
– Der Vatersegen – Gen 12,2-3
„Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen.“
Katechese: Abraham hörte in allem auf die Stimme Gottes und wurde von Gott dafür reich beschenkt und von allem Bösen errettet. So galt bereits im Alten Testament die Regel: Auf Gottes Wort hören, bewirkt Segen – Gottes Wort verachten, bringt Unheil und Fluch. Den Segen Gottes schenkte Abraham somit seinen Kindern und seinem Volk.
Überlegung: „Ihr sollt wissen, dass ich alle meine Kinder und Enkelkinder einzeln täglich segne!“, sagte ein Großvater zu seinen acht Kindern und 26 Enkelkindern. Täglich erbat er den Segen Gottes zuerst selbst bei der hl. Messe und durch seine Gebete. – Segne ich täglich meine Familie, Arbeitskollegen und Menschen, denen ich begegne? – Nehme ich mir täglich Zeit, um selbst aus der Segensquelle Jesu zu schöpfen durch das Gebet und durch die Betrachtung Seiner lebendigen Worte?
Gebet: Jesus, heute bringe ich Dir meine Familie mit all ihren Nöten und Sorgen! Segne uns und bewahre uns vor allem Unheil und Schaden! Amen.
– Der Vatersegen – Gen 12,2-3
„Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen.“
Katechese: Abraham hörte in allem auf die Stimme Gottes und wurde von Gott dafür reich beschenkt und von allem Bösen errettet. So galt bereits im Alten Testament die Regel: Auf Gottes Wort hören, bewirkt Segen – Gottes Wort verachten, bringt Unheil und Fluch. Den Segen Gottes schenkte Abraham somit seinen Kindern und seinem Volk.
Überlegung: „Ihr sollt wissen, dass ich alle meine Kinder und Enkelkinder einzeln täglich segne!“, sagte ein Großvater zu seinen acht Kindern und 26 Enkelkindern. Täglich erbat er den Segen Gottes zuerst selbst bei der hl. Messe und durch seine Gebete. – Segne ich täglich meine Familie, Arbeitskollegen und Menschen, denen ich begegne? – Nehme ich mir täglich Zeit, um selbst aus der Segensquelle Jesu zu schöpfen durch das Gebet und durch die Betrachtung Seiner lebendigen Worte?
Gebet: Jesus, heute bringe ich Dir meine Familie mit all ihren Nöten und Sorgen! Segne uns und bewahre uns vor allem Unheil und Schaden! Amen.
– Segen der Speisen – Mk 8,7
„Sie hatten auch noch ein paar Fische bei sich. Jesus segnete sie und ließ auch sie austeilen.“
Katechese: An verschiedenen Stellen im Evangelium wird davon berichtet, dass Jesus das Brot und auch andere Speisen segnete. Es mag daran erinnern, dass auch die Schöpfung durch die Sünde vom Bösen verknechtet wurde und Negatives sich nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Dinge legen kann. Durch den Segen muss es weichen.
Überlegung: Alois Schmid, der im Namen Jesu viele Menschen heilen durfte, empfahl das tägliche Brot zu segnen, da bei der Arbeit der Bauern und Bäcker viel geflucht wird. Auch darin sah er eine Quelle von Krankheiten. – Achte ich auf meine Worte, dass ich wirklich zum Segensbringer werde? – Denke ich an das tägliche Tischgebet, um alles Böse zu bannen?
Gebet: Herr, durch menschliches Versagen sind vielerorts Wasser und Nahrungsmittel verseucht. Segne alles, damit es den Menschen nicht zum Schaden, sondern zum Heil dienen möge! Amen.
– Segen der Speisen – Mk 8,7
„Sie hatten auch noch ein paar Fische bei sich. Jesus segnete sie und ließ auch sie austeilen.“
Katechese: An verschiedenen Stellen im Evangelium wird davon berichtet, dass Jesus das Brot und auch andere Speisen segnete. Es mag daran erinnern, dass auch die Schöpfung durch die Sünde vom Bösen verknechtet wurde und Negatives sich nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Dinge legen kann. Durch den Segen muss es weichen.
Überlegung: Alois Schmid, der im Namen Jesu viele Menschen heilen durfte, empfahl das tägliche Brot zu segnen, da bei der Arbeit der Bauern und Bäcker viel geflucht wird. Auch darin sah er eine Quelle von Krankheiten. – Achte ich auf meine Worte, dass ich wirklich zum Segensbringer werde? – Denke ich an das tägliche Tischgebet, um alles Böse zu bannen?
Gebet: Herr, durch menschliches Versagen sind vielerorts Wasser und Nahrungsmittel verseucht. Segne alles, damit es den Menschen nicht zum Schaden, sondern zum Heil dienen möge! Amen.
– Der Priestersegen – Num 6,24-26
„Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.“
Katechese: Jeder Christ hat durch die Taufe die Segenskraft erhalten. Im Namen Jesu darf er segnen. Auf besondere Weise erteilte Gott die Segenskraft bereits im Alten Testament Aaron und mit ihm der Priesterklasse. Im Neuen Testament sind es die Priester, die durch ihre Weihe die besondere Segensgewalt bekommen haben. Sie haben somit den Auftrag Christi, das Böse zu bannen, alles zu segnen und Gott zu weihen.
Überlegung: Die stigmatisierte Resl von Konnersreuth sah hinter jedem segnenden Priester Jesus stehen. – Bitte ich den Priester um seinen Segen besonders für das Neue Jahr, für alle Menschen, die mir anvertraut sind?
Gebet: „Der Herr sei vor mir, um mir den rechten Weg zu zeigen; der Herr sei neben mir, um mich in die Arme zu schließen und mich zu schützen; der Herr sei hinter mir, um mich zu bewahren vor den Heimtücken böser Menschen; der Herr sei unter mir, um mich aufzufangen, wenn ich falle und um mich aus der Schlinge zu ziehen; der Herr sei in mir, um mich zu trösten, wenn ich traurig bin; der Herr sei um mich herum, um mich zu verteidigen, wenn andere über mich herfallen; der Herr sei über mir, um mich zu segnen. So segne mich der gütige Gott!“ (hl. P. Pio) Amen.
– Der Priestersegen – Num 6,24-26
„Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.“
Katechese: Jeder Christ hat durch die Taufe die Segenskraft erhalten. Im Namen Jesu darf er segnen. Auf besondere Weise erteilte Gott die Segenskraft bereits im Alten Testament Aaron und mit ihm der Priesterklasse. Im Neuen Testament sind es die Priester, die durch ihre Weihe die besondere Segensgewalt bekommen haben. Sie haben somit den Auftrag Christi, das Böse zu bannen, alles zu segnen und Gott zu weihen.
Überlegung: Die stigmatisierte Resl von Konnersreuth sah hinter jedem segnenden Priester Jesus stehen. – Bitte ich den Priester um seinen Segen besonders für das Neue Jahr, für alle Menschen, die mir anvertraut sind?
Gebet: „Der Herr sei vor mir, um mir den rechten Weg zu zeigen; der Herr sei neben mir, um mich in die Arme zu schließen und mich zu schützen; der Herr sei hinter mir, um mich zu bewahren vor den Heimtücken böser Menschen; der Herr sei unter mir, um mich aufzufangen, wenn ich falle und um mich aus der Schlinge zu ziehen; der Herr sei in mir, um mich zu trösten, wenn ich traurig bin; der Herr sei um mich herum, um mich zu verteidigen, wenn andere über mich herfallen; der Herr sei über mir, um mich zu segnen. So segne mich der gütige Gott!“ (hl. P. Pio) Amen.
– Gebet um Bewahrung – Jud 1,24-25a
„Gott aber, der die Macht hat, euch vor jedem Fehltritt zu bewahren …, ihm, der uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, rettet, gebührt die Herrlichkeit …“
Katechese: Es ist nicht möglich, allen gefährlichen Gelegenheiten zur Sünde auszuweichen, denn wir leben in einer neuheidnischen Welt, wo die Sünde überall glorifiziert und ausgelebt wird. Im Bewusstsein unserer Schwäche und Hilflosigkeit dürfen wir deshalb Jesus bitten, Er möge uns vor der Sünde bewahren, damit wir nicht von den unheilvollen Krankheiten der Gottlosigkeit um uns herum angesteckt werden.
Überlegung: „Der Herr wusste wohl, dass ich zu schwach war, um der Versuchung ausgesetzt zu werden, zweifellos wäre ich im falschen Licht der Geschöpfe vollkommen verbrannt. … Es ist nicht mein Verdienst. Gottes Barmherzigkeit hat mich behütet. Ohne Ihn hätte ich ebenso tief fallen können wie Maria Magdalena.“ (hl. Therese v. Lisieux) – Bitte ich Jesus täglich, dass Er mich bewahren möge vor Verwirrung, Unreinheit und jeder Sünde?
Gebet: O Maria, ich weihe mich Dir! Bewahre mich vor der Sünde und lehre mich, Jesus von ganzem Herzen zu lieben! Amen.
– Die Hilfe der Gottesmutter – Lk 1,28.30
„Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. … Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.“
Katechese: Unter den Menschen hat nur Maria alle Versuchungen siegreich überwunden und alle Prüfungen bestanden. Seit Beginn ihrer menschlichen Existenz ist sie durch und durch begnadet, ohne jegliche Sünde. So übertrifft sie auch alle Heiligen an Wirksamkeit, wenn wir Sie um Hilfe in den Versuchungen anflehen. Als beste Mutter will sie uns zu Jesus führen.
Überlegung: „Wenn ihr Maria während einer Versuchung anruft, wird diese Mutter voll Zärtlichkeit sofort kommen, um euch zu helfen.“ – „Wenden wir uns an die Muttergottes mit großem Vertrauen und wir sind sicher, dass sie uns die Gnade der Bekehrung erlangen wird, so elend wir auch sein mögen.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Kenne ich die tägliche Andacht der „Drei Ave Maria“, um Maria um eine gute Sterbestunde zu bitten?
Gebet: Jesus, Du hast uns am Kreuz Maria zur Mutter gegeben. (vgl. Joh 19,27) So vertrauen wir uns ihr an, damit sie uns zu Dir führen möge! Amen.
– Voller Terminkalender – Mt 26,40
„Und Jesus ging zu den Jüngern zurück und fand sie schlafend. Da sagte er zu Petrus: Konntet ihr nicht einmal eine Stunde mit mir wachen?“
Katechese: Die erste Schwierigkeit mit dem Beten ist unser gewaltiger Zeitmangel. Wir hetzen von einem Termin zum anderen und fallen abends todmüde ins Bett, was vielleicht auch verbunden ist mit dem falschen Gottesbild, dass Gott auf unsere Leistung pocht. Doch nur wer sich von seinem eigenen Ich und dem Leistungskampf lösen kann, kann sich für Gott frei machen.
Überlegung: „Gott spricht zu uns durch Misserfolge und Krisen, um uns aufzuwecken, zur Besinnung zu bringen und vor der Selbstzerstörung zu retten.“ (hl. Sr. Faustina) – Nehme ich mir Zeit und mache ich mich frei für Gott? – Könnte ich in meinem Terminkalender täglich einen fixen Termin für Gott einplanen, vielleicht durch den Besuch einer Kirche oder Kapelle?
Gebet: Herr, „wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele (Gott) nach Dir.“ (Ps 42,2) Lass mich immer wieder innehalten und aufschauen zu Dir, damit ich den Sinn meines Lebens nicht aus den Augen verliere! Amen.
– Grübeln – Sir 30,21
„Überlass dich nicht der Sorge, schade dir nicht selbst durch dein Grübeln!“
Katechese: Kaum entflieht der Mensch der Hektik des Alltags und will beginnen zu beten, da überfallen ihn tausend Gedanken. Die ganze Vergangenheit kommt zum Vorschein, an der man hängenbleibt. Dabei können Ärger, Gram und Zorn hochkommen, verbunden auch mit der mangelnden Bereitschaft zur Versöhnung. Oder es beängstigt einen die Zukunft, die Ungewissheit mit ihrer Unruhe und Angst.
Überlegung: Ein Rabbiner wurde gefragt, was er im Gebet tue. Er sagte: „Im Gebet kläre ich meine Gedanken, indem ich die bösen von den guten absondere.“ – Übergebe ich Jesus meine Vergangenheit, indem ich alles aus Seiner Hand annehme und Ihm ans Kreuz bringe, auch meine Leiden, Misserfolge, Schicksalsschläge? – Übergebe ich Ihm die Sorgen für die Zukunft und werfe mich vertrauensvoll in Seine Arme?
Gebet: „Herr, gib mir Kraft nur für heute!“ (hl. Therese v. Lisieux) In Deine Hände lege ich voll Vertrauen meine Vergangenheit und Zukunft. Amen.
– Anhänglichkeit an Irdisches – Mt 6,20-21
„Sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“
Katechese: Oft wollen wir beten, doch wir fühlen irgendeine Wand, die uns von Jesus trennt. Das kann daran liegen, dass unser Herz an Reichtum und an irdischen Dingen hängt, womit wir Gott verdrängt und auch das Beten verlernt haben. Hier gilt das Wort Jesu: „Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt?“ (Mk 8,36) Wir jagen den irdischen Dingen nach und vergessen Gott.
Überlegung: „Bringst du ein leeres Herz mit, damit es Gott füllen kann?“ war die Frage eines Einsiedlers an Neuankömmlinge. – Ist mir bewusst, dass Gott beim Gebet mein Herz nicht mit Seinem Frieden füllen kann, wenn es noch voll „Erde“ ist? – Beschäftigen sich meine Gedanken mit Gott und der Erfüllung Seines Willens oder hänge ich noch abgöttisch an irdischen Dingen und Personen? – Wo ist mein Herz?
Gebet: Herr, schenk mir die Bereitschaft, alles Dir zu geben: Gesundheit, Reichtum, Ehre! Und Du wirst es mir verwandelt wieder schenken! Amen.
– Zerstreuungen – Mt 15,8
„Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir.“
Katechese: Ohne Zerstreuungen zu beten, fällt jedem schwer. Sobald wir anfangen zu beten, besonders bei gemeinschaftlichen Gebeten, spiegelt sich die ganze Welt in den Gedanken wieder, seien es die letzten Fernsehsendungen, Erlebnisse oder Gespräche. Hier sind wir eingeladen, die Zerstreuungen in Gebet zu verwandeln. Was zerstreut, kann man sammeln als Gebetsanliegen für diese Menschen oder für dieses Erlebte. Dabei ist zu betonen, dass nur freiwillige Zerstreuungen sündhaft sind.
Überlegung: Der hl. Bernhard sah beim Chorgebet neben den Mönchen Engel. Diese hatten Papier und Federn in der Hand und schrieben jeden Psalm auf, den die Mönche beteten, zum Teil mit Gold, Silber, Tinte oder Wasser. Das Gebet, welches mit inniger Liebe und Andacht gebetet wird, ist mit goldenen Buchstaben ins Lebensbuch eingetragen, das Gebet jener, die ohne Aufmerksamkeit beten, mit Wasser, denn ihr Beten ist nichts wert. – Könnte ich vor dem Gebet drei Minuten Einkehr halten, um mich zu sammeln und um mich dann ganz Gott hinwenden zu können?
Gebet: Herr, hilf mir, dass der Schall meiner Gebete nicht nur zur Wand reicht, sondern lass meine Gebete bis zu Deinem Herzen dringen! Amen.
– Unsicherheit – Jes 41,10
„Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Ich helfe dir, ja, ich mache dich stark, ja, ich halte dich mit meiner hilfreichen Rechten.“
Katechese: Das Gebet verlangt von uns Mut und Wagemut. Gelegentlich kann man es vergleichen mit dem Sprung aus einem brennenden Haus, wo man vor lauter Qualm nichts sieht, aber man weiß: Unten wartet der Vater mit offenen Armen, um mich aufzufangen. So sind wir eingeladen, im Gebet unerschütterlich an die sichere Liebe Gottes zu glauben, die Augen zu schließen und Ihm zu vertrauen.
Überlegung: Mancher Mensch fragt sich: „Gibt es Gott? Stürze ich ins Nichts? Lässt Gott mich im Stich?“ – Übergebe ich meine Bedrängnisse, Bedrohungen und meine Ungewissheit voll Vertrauen dem Herrn?
Gebet: Jesus, so oft hast Du gesagt: „Sei ohne Furcht, glaube nur!“ (Mk 5,36) – Hilf mir, trotz aller Dunkelheit, zu glauben und Dir zu vertrauen! Amen.
– Trockenheit – Röm 12,12
„Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!“
Katechese: Eine weitere Schwierigkeit ist die Trockenheit im Gebet, wenn man fühlbar keinen Trost dabei verspürt. Hierbei ist eine dreifache Dürre zu unterscheiden. Sie kann als Folge der Untreue gegen Gott auftreten, weil man sinnlichen Leidenschaften gefolgt ist. Hier heißt es, diese Sache Gott abzugeben und neu die Treue zu versprechen. Sie kann aber auch auf normale Müdigkeit zurückzuführen sein; oder sie ist zu unserer Reinigung gegeben, als Aufstieg zu Gott, welcher über Berg und Tal führt.
Überlegung: „Es ist sehr charmant, sich in der Nähe seines Geliebten zu langweilen.“ (hl. Franziska) Der hl. Antonius fragte nach einer Periode innerer Dürre: „Gott, wo bist Du denn gewesen?“ – Gott antwortete: „Dir näher als sonst!“ – Ist die Ursache meiner Dürre die Untreue, Müdigkeit oder Prüfung? – Bleibe ich dem Gebet treu, auch wenn ich dabei gar nichts verspüren darf?
Gebet: Herr, Du erziehst uns auch im Gebet. Hilf uns, treu im Beten auszuhalten, denn nur so wachsen wir in der Liebe zu Dir! Amen.
– Unerhörte Gebete? – Jak 4,3
„Ihr bittet und empfangt doch nichts, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in eurer Leidenschaft zu verschwenden.“
Katechese: Gott schaut aus der Perspektive der Ewigkeit auf unser Leben. Er erhört unsere Gebete, wie es für unser ewiges Heil gut ist. In diesem Sinn versichert uns Jesus, dass wir alles erhalten, um was wir mit Glauben bitten (vgl. Mt 21,22). Mit „alles“ ist aber nicht gemeint, was meinen egoistischen Zielen dient oder mir oder anderen zum geistigen Schaden gereichen kann, sondern was wirklich gut für mich ist.
Überlegung: Wenn ein Kind um einen Benzinkanister bittet, bekommt er ihn nicht vom Vater. Wenn es 15 Jahre später darum bittet, um damit zu arbeiten, bekommt es ihn. – Ist mir bewusst, dass Gott das Gebet so erhört, wie es für den Betenden und sein ewiges Heil am Besten ist? – Bitte ich Gott zuerst um die Verbreitung Seines Reiches der Liebe und um das Wachstum in der Liebe im Vertrauen darauf, dass mir dann alles Notwendige vom Himmlischen VATER dazu geschenkt wird (vgl. Mt 6,33)?
Gebet: Herr, zu Deiner Ehre und zum Wohl der Menschen bringe ich meine Bitten vor Dich! Sei mir gnädig und erhöre mich! Amen.
– Der Beistand vom VATER – Joh 14,16
„Ich werde den VATER bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll.“
Katechese: Jesus lässt uns in unseren Versuchungen nicht allein. In Seinem Versprechen, bei uns zu bleiben, alle Tage bis zum Ende der Welt (vgl. Mt 28,20), meinte Er konkret den Hl. Geist, den Er nach Seiner Himmelfahrt vom Himmlischen VATER Seinen Jüngern gesandt hat. Dieser göttliche Beistand steht uns bei in den Versuchungen der Glaubensverwirrung, denn Er lehrt uns alles, was Jesus gesagt hat. (vgl. Joh 14,26)
Überlegung: „Lasst euch führen vom Hl. Geist! – Betet zum Morgengebet ein ‚VATER unser‘ zum Hl. Geist!“ (Alois Schmid) – Nehme ich gerne den Beistand Jesu, den Hl. Geist, als großes Liebesgeschenk des Himmlischen VATERS an? – Bitte ich Ihn täglich im Bewusstsein meiner Schwäche und Ratlosigkeit um Licht und Kraft? – Danke ich Ihm für Seine Hilfe?
Gebet: „Hl. Geist, erleuchte mich! Was soll ich tun, und wie kann ich Jesus finden? Die Jünger waren sehr unwissend, sie waren bei Jesus, und doch verstanden sie Ihn nicht. Das Geringste macht mich verwirrt und aufgeregt. Ich bin zu empfindlich; ich bin nicht großmütig genug, um Opfer für Jesus zu bringen. O Hl. Geist, als Du den Jüngern Dein Licht erstrahlen ließest, wurden sie umgewandelt; sie waren nicht mehr das, was sie vorher waren; ihre Kraft war erneuert, die Opfer wurden ihnen leicht; sie erkannten Jesus besser als vorher, da Er noch unter ihnen weilte. Quelle des Friedens, des Lichtes, komm, mich zu erleuchten! Ich habe Hunger, komm, mich zu ernähren; ich habe Durst, komm, gib mir zu trinken; ich bin blind, komm, mich zu erleuchten; ich bin arm, komm, mich reich zu machen; ich bin unwissend, komm und belehre mich! Hl. Geist, ich gebe mich Dir hin. Amen!“ (sel. Mirjam v. Abellin)
– Die Kraft des Heiligen Geistes – Apg 1,8
„Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem … und bis an die Grenzen der Erde.“
Katechese: Noch kurz zuvor sind fast alle Jünger der Versuchung erlegen und haben Jesus verlassen und verraten. Angstvoll versteckten sie sich. Ihr völliger innerer Wandel trat mit dem Pfingstereignis ein. Mit der Kraft und dem Licht des Hl. Geistes legten die Jünger mutig Zeugnis ab für die Auferstehung Jesu, verkündeten das Evangelium und fürchteten sich nicht vor dem gewaltsamen Tod durch das Martyrium.
Überlegung: Jährlich sterben tausende Christen, weil sie sich mutig zu ihrem Glauben an Jesus bekennen. Doch die Kraft dazu haben sie nicht aus sich selbst, sondern vom Hl. Geist. – Bitte ich täglich um das Gnadenfeuer des Hl. Geistes, dass ich von der freimachenden Wahrheit des Evangeliums ganz durchdrungen werde und mich nicht mehr fürchte, mich zu Jesus und Seinem Evangelium öffentlich zu bekennen?
Gebet: Jesus, Du hast uns Verfolgungen vorhergesagt. Aber zugleich gibst Du uns Deinen Beistand. Erfülle mich mit der Kraft des Hl. Geistes! Amen.
– Der Geist kommt zur betenden Kirche – Apg 2,3-4
„Es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt …“
Katechese: Der Beistand, der Hl. Geist, kam nicht auf alle Menschen herab, sondern nur auf jene, die sich in „heiliger Versammlung“ (= Kirche) nach der Anordnung Jesu gemeinsam in Jerusalem aufhielten (vgl. Lk 24,49), und einmütig mit Maria, der Mutter Jesu, im Gebet verharrten (vgl. Apg 1,14).
Überlegung: „Manchmal kann man erleben, dass Menschen zu Christus finden, zu Christus ‚Ja‘ sagen, gleichzeitig aber zur Kirche ‚Nein‘.“ (P. Hans Buob) – Ist mir bewusst, dass der Hl. Geist zur Einheit in Christus führt und nicht zur Spaltung? Lasse ich mich durch den Geist der Lüge gegen die Kirche Christi aufbringen? – Weiß ich, dass ich ein Einfallstor für den Geist des Widerstands öffne, wenn ich eine Glaubenswahrheit ausklammere?
Gebet: Herr, Dein Geist wirkt in der Kirche und spricht zu uns durch Deinen Stellvertreter. Lass uns demütig auf den Papst hören! Amen.
– Die Kraft der Taufe und Firmung – Apg 2,38
„Kehrt um, und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“
Katechese: Der Hl. Geist wird uns zuteil durch den Empfang der heiligen Sakramente in der Kirche Jesu. Wir empfangen die Kraft des Hl. Geistes in der Taufe, wo wir zu Kindern Gottes, zu Tempeln des Hl. Geistes werden (vgl. 1 Kor 3,16). Sie wird vermehrt im Sakrament der Firmung, wo wir zu Mitstreitern Christi gesalbt werden (vgl. KKK 1294).
Überlegung: Die Firmung verwurzelt uns tiefer in der Gotteskindschaft; sie vereint uns fester mit Christus; sie vermehrt in uns die Gaben des Hl. Geistes; sie verbindet uns vollkommener mit der Kirche; sie schenkt uns eine besondere Kraft des Hl. Geistes, um in Wort und Tat als wahre Zeugen Christi den Glauben auszubreiten und zu verteidigen, den Namen Christi tapfer zu bekennen und uns nie des Kreuzes zu schämen (vgl. KKK 1303).
Gebet: Herr, entfache in uns das Feuer des Hl. Geistes, das wir erhalten haben, damit es nicht nur glimme, sondern zu einer lodernden Flamme Deiner göttlichen Liebe auf dieser Welt werde! Amen.
– Die Gabe der Weisheit – Jak 1,5
„Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen gern und macht niemand einen Vorwurf.“
Katechese: König Salomo erbat von Gott für seine Regierungszeit die Gabe der Weisheit, die aus einem „hörenden Herzen“ und in der Unterscheidung vom Guten und Bösen bestand. Diese Gabe entlarvt die Lüge der Versuchung: Dem Anschein nach ist ihr Gegenstand verlockend und „köstlich“ (Gen 3,6), in Wahrheit führt sie zum Tod (vgl. KKK 2847).
Überlegung: „Wenn man den Heiligen Geist besitzt, wird das Herz weit und badet in der göttlichen Liebe.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Bitte ich um die Gabe der Weisheit, die heilig, friedlich, freundlich, voll Erbarmen und reich an guten Früchten ist? Fliehe ich vor der irdischen, eigennützigen, teuflischen Weisheit, die voll ist von bitterer Eifersucht und Ehrgeiz (vgl. Jak 3,15-17)?
Gebet: Hl. Geist, schenke mir die Gabe der Weisheit, die mich das Himmlische mehr als alles Irdische schätzen lehrt, Verlangen nach demselben einflößt und die rechten Mittel zum Heile zeigt! Amen.
– Die Gabe des Verstandes – Kol 1,9
„Wir hören nicht auf, inständig für euch zu beten, dass ihr in aller Weisheit und Einsicht, die der Geist schenkt, den Willen des Herrn ganz erkennt.“
Katechese: Der Hl. Geist teilt unserem Verstand nie nutzlose und unfruchtbare, eitle und ungehörige Dinge mit. Gottes Worte sind von großem Gewicht und Nutzen. Wenn eine Seele in ihren Gebeten mit Kenntnissen gespeist wird, die weder eigenen noch fremden Seelennutzen bezwecken, so kommen diese nicht von Gott, der nicht zwecklos handelt.
Überlegung: „Ich setzte voraus, dass es dreierlei Gedanken in mir gibt. Solche, die mein eigen sind und allein meiner Freiheit und meinem Willen entspringen, während die beiden anderen von außen kommen: der eine vom guten, der andere vom bösen Geist.“ (hl. Ignatius v. Loyola) – Prüfe ich meine Gedanken, welche mich zu mehr Liebe zu Gott und den Menschen führen? – Bitte ich um die Gabe der Einsicht, damit mein Denken ganz auf die Erfüllung des Willens Gottes ausgerichtet ist?
Gebet: Hl. Geist, erfülle uns mit der Gabe der Einsicht, die uns erleuchtet, die Geheimnisse und Lehren des Evangeliums richtig zu verstehen! Amen.
– Die Gabe des Rates – Spr 8,14
„Bei mir ist Rat und Hilfe; ich bin die Einsicht, bei mir ist Macht.“
Katechese: Adam und Eva ließen sich vom Satan täuschen und verloren das Paradies. Der Hl. Geist dagegen berät gerade die demütigen Seelen, wie sie durch die gehorsame Nachfolge Jesu schon hier auf Erden und einst im Himmel glücklich werden können.
Überlegung: „Jene, die vom Hl. Geist geführt werden, haben richtige Lebensauffassungen. Deshalb gibt es ja auch so viele Unwissende, die mehr wissen als die Weisen.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Bitte ich den Hl. Geist, um Seine Gabe des Rates für meinen Beichtvater und meine Vorgesetzten, damit sie mir richtig weiterhelfen? – Bringe ich meine Ratlosigkeit immer wieder zu Jesus, damit Er mich mit Seinem Geist erleuchten möge? Suche ich Rat im Blick auf das Kreuz Jesu oder lasse ich mich auf Betrug und Lüge ein, um irdischen Gewinn zu erzielen?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe des Rates, die mir in zweifelhaften Fällen zu erkennen gibt, was ich tun oder lassen und auch anderen raten soll! Amen.
– Die Gabe der Stärke – Jes 11,2
„Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht.“
Katechese: Jesus war erfüllt von den Gaben des Hl. Geistes. Bei Ihm gab es keine Angst vor den Großen dieser Welt, denen Er mutig die Wahrheit sagte. Er hatte auch keine Angst, Sein Leben für die Verbreitung der Liebe Gottes auf Erden einzusetzen.
Überlegung: Das Leben verlangt von uns viel Starkmut, angefangen von unerträglichen Lebenssituationen bis hin zu Beziehungsproblemen, verursacht durch Fremdgehen, Alkohol, Krankheiten etc. – Bitte ich täglich den Hl. Geist, um die Gabe der Stärke, um in der barmherzigen Liebe Jesu wachsen zu können und mich vor den Menschen zu Ihm zu bekennen?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Stärke, die alle Zaghaftigkeit und Menschenfurcht besiegt und mich stärkt, das Laster zu hassen und die Tugend unerschütterlich zu üben und lieber Verachtung, zeitlichen Nachteil, Verfolgung und Tod zu wählen, als Jesus durch Wort oder Tat zu verleugnen. Amen.
– Die Gabe der Erkenntnis – Phil 3,8
„Ich sehe alles als Verlust an, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles übertrifft. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen.“
Katechese: Der göttliche Geist macht den Verstand gelehrig, weich, biegsam und geneigt, die Absichten anderer anzunehmen, die den eigenen widerstreben, besonders wenn es sich um Erkenntnisse von Vorgesetzten handelt. Der böse Geist dagegen verführt zu Trotz und Widerspenstigkeit gegenüber den Lehren des Evangeliums und der Kirche Jesu.
Überlegung: „Als das Blut der Märtyrer floss, hat der Teufel gewütet wie ein wilder Löwe, als die Irrlehren sich verbreiteten, hat er versteckt angegriffen wie eine schleichende Schlange.“ – „Die Hölle stellt zwei Schlachtreihen auf: durch Drohung versucht sie einzuschüchtern, durch Schmeicheln zu Fall zu bringen.“ (hl. Augustinus) – Bitte ich den Hl. Geist um Klarheit und Licht?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Erkenntnis, durch die Du mich innerlich erleuchtest, dass ich mich selbst, die Fallstricke der Eigenliebe, der Leidenschaften, des Teufels und der Welt erkennen kann und die geeigneten Mittel wähle, sie zu überwinden! Amen.
– Die Gabe der Frömmigkeit – Weish 1,1
„Liebt Gerechtigkeit, ihr Herrscher der Erde, denkt in Frömmigkeit an den Herrn, sucht ihn mit reinem Herzen!“
Katechese: In der falsch verstandenen Frömmigkeit treibt der Teufel den Menschen zum Übermaß im Guten an, ohne Rücksicht zu nehmen auf die erforderliche Zeit, den passenden Ort, die gesundheitlichen Verhältnisse und richtet sich oft gegen die Standes- und Berufspflichten.
Überlegung: „Anders muss ein Handwerker fromm sein … anders eine Witwe als ein unverheiratetes Mädchen oder eine in der Ehe lebende Frau. Auch die Ausübung der Frömmigkeit selbst muss der Kraft, der Tätigkeit und der Aufgabe eines jeden in besonderer Weise angepasst sein.“ (hl. Franz v. Sales) – Weiß ich, dass die wahre Frömmigkeit keine Form von Beruf oder Tätigkeit zerstört, sondern sie sogar gefälliger und schöner macht und durch sie die Sorge für die Familie friedvoller, die gegenseitige Liebe von Mann und Frau lauterer und alle Tätigkeiten angenehmer werden?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Frömmigkeit, die mir Ehrfurcht vor Gott und göttlichen Dingen und Freude am Umgang mit Ihm einflößt. Amen.
– Die Gabe der Gottesfurcht – 1 Petr 1,17
„Wenn ihr den als VATER anruft, der jeden ohne Ansehen der Person nach seinem Tun beurteilt, dann führt auch, solange ihr in der Fremde seid, ein Leben in Gottesfurcht.“
Katechese: Die Gottesfurcht ist der Anfang der Weisheit (vgl. Sir 1,14), sie macht das Herz froh, gibt Freude, Frohsinn und ein langes Leben (vgl. Sir 1,12). Sie hält von Sünden fern, wer in ihr verbleibt, vertreibt allen Zorn (vgl. Sir 1,21). Sie ist nicht das Gegenteil von Gottesliebe, sondern von Gottlosigkeit. Gott ist ein liebender Gott. Er ist aber auch allmächtig, groß und heilig, ein Gott, vor dem wir uns in Ehrfurcht neigen sollen.
Überlegung: Der hl. Franziskus hatte eine so tiefe Ehrfurcht vor der Hl. Schrift, dass er sie nur in kniender Haltung las. – Ist meine Kniebeuge vor dem Herrn ein Ausdruck meiner kindlichen Ehrfurcht? – Könnte ich voll dankbarer Ehrfurcht das Bildnis des gekreuzigten Heilands küssen? – Spreche ich den Namen Gottes ehrfürchtig aus?
Gebet: Hl. Geist, schenke mir die Gabe der Gottesfurcht, jener kindlichen Furcht, die kein anderes Unglück fürchtet als das, Gott zu missfallen und die daher die Sünde als das größte Übel flieht! Amen.
– Die Frucht des Heiligen Geistes – Gal 5,24-25
„Alle, die zu Christus Jesus gehören, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. Wenn wir aus dem Geist leben, dann wollen wir dem Geist auch folgen.“
Katechese: Der hl. Paulus lädt uns ein, als Christen alle Versuchungen zum Bösen zu „kreuzigen“, damit Christus in uns immer mehr Gestalt annehmen kann. Mit Christus zieht dann Sein Geist in uns ein mit der Frucht der „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.“ (Gal 5,22-23)
Überlegung: Kreuzige ich mit der Kraft des Hl. Geistes alle Werke des „Fleisches“, d.h. unsere schlechten Leidenschaften und Begierden: „Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage“ (Gal 5,19-21)? – Frage ich in zweifelhaften Fällen meinen Schutzengel, was ich tun soll?
Gebet: „Komm, o Heiliger Geist! Erleuchte meinen Verstand, damit ich Deine Gebote erkenne; mach mein Herz stark gegen die Anschläge des Feindes; entflamme meinen Willen ... Ich habe Deine Stimme gehört, und ich möchte nicht hart werden und Widerstand leisten, indem ich sage: später, morgen. ‚Nunc coepi!‘ Jetzt, damit mir das Morgen nicht vielleicht fehlt. O Geist der Wahrheit und der Weisheit, Geist des Verstandes und des Rates, Geist des Jubels und des Friedens! Ich will, was Du willst; ich will, wie Du willst; ich will, wann Du willst. Amen.“ (hl. Josemaría Escrivá)
– Der Böse – Person und Wirklichkeit – Mt 6,9.13
„So sollt ihr beten: Unser VATER im Himmel … rette uns vor dem Bösen.“
Katechese: Wie es der neue Katechismus lehrt, gibt es das Böse wirklich. Die Existenz des Gegenspielers Gottes, des Teufels, ist kein Mythos, kein erfundenes Märchen, um uns Angst zu machen, sondern eine Wirklichkeit, eine Person. Mit dem Bösen ist der Satan gemeint und alle abtrünnigen Engel, die ihm gefolgt sind. Wir brauchen jedoch keine Angst vor ihm zu haben, wenn wir Jesus als Retter angenommen haben. Durch den Kreuzestod Jesu ist er ein besiegter Feind.
Überlegung: Präsident George W. Bush hat im Jahr 2002, der „Achse des Bösen“ den Krieg angesagt, um die „Terroristen“ auszurotten. Doch die Terroristen schossen dadurch erst recht aus dem Boden, wie Pilze nach dem Regen. – Ist es nicht sinnvoller, den Satan als Urheber des Bösen zu sehen, mit Gebet zu bekämpfen und Gott um Schutz vor dem Bösen zu bitten? – Sollten wir nicht wie Jesus für die menschlichen Werkzeuge des Teufels beten und eventuell auch für sie leiden, damit sie sich bekehren?
Gebet: Herr, behüte mich vor allem Bösen, behüte mein Leben! Behüte mich, wenn ich fortgehe und wiederkomme, von nun an bis in Ewigkeit. (vgl. Ps 121,7-8) Amen.
– Engelsturz – Lk 10,18
Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.“
Katechese: Jesus erzählt Seinen Jüngern über den Engelsturz, über den später der hl. Johannes schrieb: „Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel. Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen." (Offb 12,7-9)
Überlegung: In einem Schulbuch für Kinder wird das Fest Halloween fol-gendermaßen erklärt: Ein Lichtengel musste den Himmel verlassen und wurde auf die Erde geworfen. Um ihn zu trösten, gehen Kinder mit Kürbissen durch die Straßen. – Sollten wir nicht besser den Kindern das Gebet zum Erzengel Michael lehren, um sie vor der Bosheit des Teufels zu schützen?
Gebet: Hl. Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe; gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels, sei unser Schutz. „Gott gebiete ihm“, so bitten wir flehentlich; du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stoße den Satan und die anderen bösen Geister, die in der Welt umherschleichen, um die Seelen zu verderben, durch die Kraft Gottes in die Hölle. Amen.
– Der Herrscher dieser Welt – Joh 14,30
„Ich werde nicht mehr viel zu euch sagen; denn es kommt der Herrscher der Welt. Über mich hat er keine Macht.“
Katechese: Der Engel, der auf die Erde gestürzt wurde, ist Satan. Er wird von Jesus als Herrscher dieser Welt bezeichnet. Sein Reich besteht aus Lüge, Hass, Betrug und Bosheit. Seine Reichtümer gibt er denen, die ihn anbeten. Über Jesus hatte er keine Macht, denn Er hat alle Versuchungen überwunden und blieb in der Liebe und Demut treu bis zum Tod.
Überlegung: Vor seinem Sterben sah der hl. Martin den Teufel in der Nähe stehen. Da sprach er: „Was stehst du da, blutige Bestie? Du Finsterer, an mir wirst du nichts finden; mich nimmt der Schoß Abrahams auf!“ – Hat der Teufel noch Macht über mich durch Hass oder Unversöhnlichkeit?
Gebet: Heilige Maria, Mutter Gottes, Du Besiegerin des Teufels, bitte für mich, jetzt und in der Stunde meines Todes! Amen.
– Jesus besiegt den Satan – Joh 12,31
„Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden.“
Katechese: Mit dem Kommen Jesu in die Welt wird das uneingeschränkte Herrschertum des Fürsten der Finsternis, des Teufels beendet. Jesus richtet mit Seinem Leben, Leiden und mit Seiner Auferstehung das Reich des Lichtes und der Liebe auf. Vom Kreuz herab herrscht unser Gott! Das Kreuz ist das Siegeszeichen. Am Kreuz bricht sich die Macht des Bösen, das heißt in der Liebe und Demut Jesu Christi.
Überlegung: „Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.“ (Joh 12,32) – Mache ich immer wieder voll Glauben das Kreuzzeichen über mich und andere Menschen, um in Jesus Geborgenheit und Schutz zu finden vor den Gefahren des Bösen? – Wenn ich Jesus durch die Sünde verlasse, kehre ich dann mit einem Reuegebet schnell wieder zu Ihm zurück, damit der Böse mir nicht schaden kann?
Gebet: VATER, ich opfere Dir die Heiligen Wunden Jesu auf und das Blut, das Er vergossen hat, als Sühne für meine Sünden. Birg mich in Jesu Wunden, damit der böse Feind mich nicht mehr finden und mir nicht schaden kann! Amen.
– Engel des Lichts – 2 Kor 11,14
„Kein Wunder, denn auch der Satan tarnt sich als Engel des Lichts.“
Katechese: Obwohl der Satan von Jesus besiegt wurde, hat er noch Macht durch seine Werkzeuge, die Menschen, die sich ihm zu Diensten stellen. Dabei ist es seine listige Art, dass er sich im ehemaligen Kleid des Lichtengels zeigt, um die Menschen zu täuschen. Er wird auch gerne „Affe Gottes“ genannt, da er nicht fähig ist, etwas Neues zu erfinden, sondern die Heiligen Dinge verdreht und in den Dreck zieht.
Überlegung: Statt dem Glauben baut der Satan die Welt des Aberglaubens auf: Horoskope, Wahrsagerei, weiße Magie, Abbeterei, alternative Heilmethoden durch esoterische Mittel etc. – Ist mir bewusst, dass dem Teufel nicht so viel am menschlichen Leib liegt, sondern dass er die Seele für sich gewinnen will? – Ist mir schon aufgefallen, dass esoterische Mittel den Glauben an den wahren Gott verdunkeln und erschweren?
Gebet: Jesus, Dir leb ich! Jesus, Dir sterb ich! Jesus, Dein bin ich in alle Ewigkeit! Jesus, sei mir barmherzig und rette mich! Amen.
– Lügner von Anfang an – Joh 8,44
Der Teufel „war ein Mörder von Anfang an. Und er steht nicht in der Wahrheit; denn es ist keine Wahrheit in ihm. Wenn er lügt, sagt er das, was aus ihm selbst kommt; denn er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.“
Katechese: Bereits im Paradies belog der Satan Adam und Eva. Genauso belügt er alle Menschen, verspricht ihnen Reichtum, Ehre und Macht, aber nur für kurze Zeit. Viele Menschen gewinnt der Teufel durch die Lüge, dass er und die Hölle nicht existieren. Andere gewinnt er durch die Lüge, dass für alles Unheil, Leid und Katastrophen Gott schuldig ist.
Überlegung: In einem Film kommt der Teufel als Händler in eine Stadt und bietet den Menschen als Geschenk ihre unerfüllten Wünsche an. Als Preis verlangt er eine versteckte böse Tat, wobei andere dabei verdächtigt und bekämpft werden. Erst als die Menschen den Satan als Urheber des Bösen entdecken und ihm absagen, werden sie von dessen Macht befreit.
Gebet: Jesus, hilf uns, alle hinterlistigen Geschosse des Satans zu entdecken und mit dem demütigen Glauben an Dich zu bekämpfen! Amen.
– Luftgeister – Eph 6,12
„Wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.“
Katechese: Mit dem Lichtengel sind viele Engel vom Himmel gestürzt. Sie verkleiden sich auch als harmlose „Esoterikengel“, sind in Wirklichkeit aber auf unser Verderben aus. Sie stacheln unsere Stimmungen und Triebe zum Bösen an, verlocken und versuchen uns. Nach unserem Tod stehen sie plötzlich als unsere Ankläger vor Gott. Im Namen Jesu, mit der Kraft Seines Wortes, können wir sie wie lästige Zecken abschütteln.
Überlegung: Der hl. Antonius sah das Schicksal der Seelen nach dem Tod: Im Luftraum sind widerwärtige Gestalten, die die Seelen hindern wollen, hindurchzugehen. Sie verlangen Rechenschaft, ob sie ihnen durch die Sünde nicht untertänig seien und erheben Anklage. – Weiß ich, dass Jesus durch die Beichte alle bereuten und gebeichteten Sünden für immer auslöscht?
Gebet: Jesus, schon jetzt lege ich meine Sterbestunde voll Vertrauen in Deine Barmherzigkeit! Rette mich vor allen Angriffen des Bösen! Amen.
– Maria, die Schlangenzertreterin – Offb 12,1
„Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.“
Katechese: Die Exegeten sehen in diesem Bild die Kirche, doch dürfen wir in dieser Frau auch Maria sehen, die Mutter der Kirche. Der Satan wurde vom Himmel gestürzt wegen seines stolzen „Non serviam!“ (Ich will nicht dienen!). Maria errang ihre Größe durch ihren demütigen Dienst als gläubige Magd des Herrn. Im Kampf gegen das Böse hat Jesus deshalb Seinen Jüngern Maria als starke Helferin zur Seite gestellt.
Überlegung: Maria ist stärker als die ganze Hölle. Wo sie auftritt, muss der Satan weichen. Bin ich mir bewusst, dass der Böse keinem Kind Mariens wirklich schaden kann, das treu seiner Mutter folgt und ihr vertraut?
Gebet: Hehre Königin des Himmels, höchste Herrin der Engel! Du hast von Gott die Macht und die Sendung erhalten, den Kopf des Satans zu zertreten. Wir bitten Dich demütig: Sende Deine himmlischen Legionen, damit sie unter Deinem Befehle und durch Deine Macht die höllischen Geister verfolgen, sie überall bekämpfen, ihre Verwegenheit zuschanden machen und sie in den Abgrund zurückstoßen! Amen.
– Die Hilfe der Heiligen Engel – Ex 23,20
„Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen und dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe.“
Katechese: Die Gott treu gebliebenen heiligen Engel wollen unser Bestes. Doch sie drängen sich nicht wie die Teufel lästig auf, sondern laden uns sanft zum Guten ein. Sie respektieren unsere Freiheit und können uns nur dann tatkräftig schützen, wenn wir sie darum bitten.
Überlegung: „Der Schutzengel ist immer an unserer Seite, um uns zum Guten anzuhalten und gegen den bösen Feind zu verteidigen, der ohne Unterlass um uns herumschleicht, um uns zum Bösen zu verleiten.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Höre ich gerne auf die Stimme meines hl. Schutzengels, der mich zum Gebet, zur Liebe, Versöhnung und Nachfolge Jesu einlädt?
Gebet: Hl. Schutzengel, durchbrich meine Taubheit, leite mich an zum Guten und beschütze mich vor allen Gefahren für Leib und Seele! Amen.
– Der Sieg Jesu über das Böse – Mt 3,16
„Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.“
Katechese: Obwohl Jesus ohne jede Sünde war, bat Er Johannes den Täufer um die Bußtaufe im Jordan. Das Geheimnis Seiner Bitte lag in Seiner Mission, stellvertretend für die Menschen die Sünden auf Sich zu nehmen, für sie Sühne zu leisten und sie der Macht des Satans zu entreißen. Er stellte damit ihre verlorene Verbindung mit dem Himmlischen VATER wieder her und schenkt allen, die Ihm glauben und sich taufen lassen, die Gotteskindschaft mit der Fülle des Hl. Geistes.
Überlegung: „Das Haupt des Drachen hat der Herr im Jordan zerschmettert und alles aus seiner Gewalt befreit.“ (SB I/335) – Ist mir bewusst, dass Jesus den Satan besiegt hat und allen, die an Ihn glauben, die Befreiung aus dessen Herrschaftsbereich (= Gottlosigkeit, Hass, Lüge, Angst, Stolz etc.) anbietet? – Nehme ich die Errettung vom Bösen aus der Hand Jesu an, indem ich an Ihn glaube und mein Taufversprechen erneuere, d.h. allem Bösen absage und Jesus als Herrn annehme?
Gebet: Jesus, mein Erlöser, in Deinem Namen widersage ich dem Satan, all seinen Werken und allem Bösen und übergebe Dir mein Leben! Amen.
– Befreiung der Bedrängten – Mk 1,27
„Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.“
Katechese: Gleich zu Beginn Seines Wirkens zeigte Jesus, dass das Böse in der Welt durch Ihn besiegt wird. Mit dem Befehl „Schweig und verlass ihn!“ (Mk 1,25) befreite Er einen Besessenen vom unreinen Geist. Der Sündenfall gibt dem Bösen das Recht, den Menschen zu quälen. Jesus aber, der die Sünden der Welt gesühnt hat, besitzt die Vollmacht, alle Menschen, die Ihn darum bitten, aus dem Elend zu befreien.
Überlegung: „Trotz meines Widerstrebens hast Du alle schlechten Bande gelöst, die mich von Dir ferngehalten hätten. Wie gut bist Du! … Deine Hand allein hat dieses Werk begonnen … Nur so konnte meine Seele für die Wahrheit vorbereitet werden. Der böse Geist herrscht zu sehr über eine Seele, die nicht rein ist, als dass die Wahrheit in ihr Eingang finden könnte. Guter Hirt, Du wolltest bei mir eintreten und hast Deinen Feind, den Dämon unlauterer Begierden, aus mir vertrieben.“ (sel. Charles de Foucauld)
Gebet: Jesus, immer wieder sündige ich und gebe dem Bösen Anrecht, mich zu quälen. Errette mich vor dem Bösen und stärke mich im Guten! Amen.
– Heilung der Kranken – Mk 1,30-31
„Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. … Jesus ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr, und sie sorgte für sie.“
Katechese: Der Mensch leidet unter vielen Krankheiten, die ihre Ursache in der menschlichen Gebrechlichkeit und Begrenztheit und in der Wirkung des Bösen haben (vgl. Papst Benedikt XVI.). Jesus ging nicht teilnahmslos am Leid der Menschen vorüber, sondern heilte viele Kranke (vgl. Mk 1,34).
Überlegung: „Jesus hat den Kranken, die zu Ihm kamen, nicht gesagt: Leidet geduldig!, sondern Er hat sie gesund gemacht, damit der VATER durch Ihn verherrlicht werde.“ (Niklaus Wolf) – Bitte ich in schweren Krankheiten den Priester um das Sakrament der Krankensalbung, in dem Jesus selbst kommt, um den Leidenden zu trösten, zu stärken und aufzurichten?
Gebet: Jesus, heile meine Seele und meinen Körper, damit ich meine Pflichten zu Deiner Ehre weiterhin gut erfüllen kann! Amen.
– Trost der Trauernden – Lk 7,12-15
„Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. … Jesus ging zu der Bahre hin und fasste sie an. … und sagte: Ich befehle dir, junger Mann, steh auf! Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen.“
Katechese: Das größte Leid, das wir Menschen erfahren, ist der Tod. Jesus selbst hat mehrmals Tote auferweckt, so wie hier den jungen Mann von Nain. Doch lehrt Er uns, keine Angst zu haben vor dem Tod des Körpers, sondern vor dem Tod der Seele, der allen droht, die in ihrem Leben die Erlösung Jesu nicht annehmen wollen. Jesus hat uns vom ewigen Tod befreit, indem Er selbst den Tod am Kreuz auf Sich genommen hat.
Überlegung: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ (Joh 11,25) – Bitte ich um die geistige Auferweckung und um neues Leben für meine todkranke Seele in der hl. Beichte, wenn ich in schwere Sünde geraten bin? – Danke ich Jesus, dass wir Christen die Hoffnung auf ein wunderbares Leben nach dem Tod haben?
Gebet: Gelobt seist Du, mein Herr, durch unsere Schwester, den leiblichen Tod; ihm kann kein Mensch lebend entrinnen. Wehe jenen, die in schwerer Sünde sterben. Selig jene, die sich in Deinem heiligsten Willen finden, denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun! Amen. (hl. Franz v. Assisi)
– Speise der Hungernden – Lk 9,17
„Alle aßen und wurden satt. Als man die übriggebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es zwölf Körbe voll.“
Katechese: Viele Menschen leiden unter Hunger und Durst. In Seiner göttlichen Vollmacht vermehrte Jesus mehrmals Brote für viele Menschen und gab Seinen Jüngern den Auftrag, ihr Brot mit den Hungernden zu teilen. Doch Jesus dachte dabei nicht nur an den Hunger des Leibes, sondern auch an den der Seele, und schenkt sich allen Menschen im Brot des Lebens, in der Hl. Kommunion.
Überlegung: „Die Kommunion wirkt auf die Seele wie ein Windstoß in ein erlöschendes Feuer, in dem noch Glut vorhanden ist. Ein Windstoß und das Feuer brennt wieder.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Lasse ich mich von der Liebe Jesu in der Hl. Kommunion neu entflammen? – Wie helfe ich den Hungernden?
Gebet: Jesus, täglich verhungern Menschen seelisch und körperlich. Lass mich nicht gleichgültig an ihrem Leid vorübergehen! Amen.
– Hilfe für die Eheleute – Joh 2,3
„Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr.“
Katechese: Jesus war zu einer Hochzeit eingeladen, die nach jüdischem Brauch eine Woche dauerte. Nach einigen Tagen ging der Wein aus. Auf die Bitte Mariens hin wirkte Jesus Sein erstes Wunder und verwandelte Wasser in Wein. Dieses Wunder ist auch ein Hinweis Jesu auf Seine besondere Gegenwart und Hilfe im Ehesakrament. Wenn Eheleute sich mit Vertrauen in ihren alltäglichen Problemen, Schwierigkeiten und Sorgen an Ihn wenden, lässt Er sie nicht allein und wirkt immer wieder Wunder.
Überlegung: „Oh, wenn die Menschen doch Glauben hätten, wie glücklich könnten sie sein! Im Namen Jesu würden sie alles erhalten!“ (Niklaus Wolf) – Lade ich Jesus, Maria und Josef in meine Familie ein, damit sie uns in den alltäglichen Sorgen und Nöten beistehen und das Böse vertreiben?
Gebet: O hl. Josef, du halt Haus und gieß des Himmels Segen aus… Dir geb ich heut mit frohem Blick den Schlüssel zu des Hauses Glück: O schließe du doch alles aus, was schaden könnte unserm Haus. Schließ all die Meinen und auch mich in Jesu Herz, das bitt ich dich! Dass hier uns jeder Tag vergeht wie dir im Haus zu Nazareth! Amen.
– Hilfe der Kinder – Mk 10,16
„Jesus nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.“
Katechese: Jesus liebte die Kinder sehr und wurde sogar unwillig, als die Jünger die Kinder abweisen wollten. Kinder haben teilweise große Nöte und Ängste durch Mangel an Zeit und Zuwendung von Seiten ihrer Eltern. Wenn sie keine Hilfe erfahren, verfallen sie in vielerlei Süchte. Auch sie brauchen den täglichen Segen ihrer Eltern und Großeltern. Sie brauchen Jesus!
Überlegung: Sr. Elvira, die Gründerin der Heime für drogenabhängige Jugendliche, bezeichnet als Ursache vieler Süchte den Mangel an Liebe, den die Kinder in ihrem Leben erfahren haben, der schon darin bestand, dass die Eltern kaum Zeit für sie hatten. Heilung finden sie in ihren Heimen im täglichen Gebet, körperlicher Arbeit und in der Betreuung durch einen lebendigen Schutzengel (= geheilte Person), der sich 24 Stunden am Tag um sie kümmert.
Gebet: Jesus, wir bringen Dir alle Kinder der Welt: Nimm sie in Deine Arme, lege ihnen die Hände auf und segne sie! Amen.
– Rettung in Katastrophen – Mk 4,39
„Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein.“
Katechese: Die Jünger fuhren mit Jesus über den See als ein gewaltiger Sturm hereinbrach und das Boot fast zum Kentern brachte. Mit der Kraft Seines Wortes befreite Jesus sie aus der Gefahr der Naturgewalt. Seine Segensmacht hinterließ Jesus den Priestern, die in Seinem Namen den Auftrag haben, zu segnen und das Böse zu bannen.
Überlegung: In Sizilien, wenn der Vulkan Ätna seine Lava spukt und jegliche menschliche Hilfe versagt, wenden sich die Menschen an den Bischof. Auf das Segensgebet hin werden sie immer wieder von ihrer Not befreit, wie auch im Jahre 2002. – Glaube ich an die Segensmacht Christi durch den Priester und bitte ihn um Wettersegen, Kindersegen, Haussegen etc.?
Gebet: Jesus, ich glaube, dass Du selbst durch den Priester segnest, wenn er segnet. Bewahre uns durch den Priestersegen vor allem Unheil! Amen.
– Politische Befreiung? – Apg 1,6
„Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her?“
Katechese: Viele sahen in Jesus einen politischen Befreier und erwarteten von Ihm die Befreiung aus der Besatzungsmacht der Römer. Doch Jesus ging es nicht zuerst um die äußere Freiheit und ein irdisches Königreich. Er schenkt die innere Freiheit aus der Sklaverei des Bösen.
Überlegung: „Als Maria ihr Ja-Wort sprach, da begann das Gottesreich auf Erden, und sie war Seine erste Bürgerin. Und alle, die sich vor und nach der Geburt des Kindes in Wort und Tat zu Ihm bekannten … traten in das Gottesreich ein. Es ist anders geworden, als man sich nach den Psalmen und den Propheten die Herrschaft Gottes gedacht hatte. Die Römer blieben die Herren im Lande … Unsichtbar trug jeder, der dem Herrn angehörte, sein Himmelreich in sich. Seine irdische Bürde wurde ihm nicht abgenommen, ja sogar noch manche andere dazugelegt, aber was Er in sich hatte, war eine beschwingende Kraft, die das Joch sanft machte und die Last leicht (vgl. Mt 11,29f).“ (hl. Edith Stein)
Gebet: Jesus, Du schenkst uns die Freiheit der Kinder Gottes. Bewahre uns davor, von neuem das Joch der Sünde und des Bösen auf uns zu laden! Amen.
– Segen für die Mission – Lk 24,50-51
Jesus führte „sie hinaus in die Nähe von Betanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie. Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben.“
Katechese: Bevor Jesus Seine Jünger verließ und zum Himmlischen VATER zurückkehrte, segnete Er sie und gab ihnen den Auftrag, der ganzen Welt zu verkünden: „Jesus, der Retter ist da! Er will auch dich aus der Macht des Bösen entreißen und zu einem geliebten Kind Gottes machen! Kehr also um von deinen bösen Wegen und hör auf die Stimme Jesu!“ Der Segen Jesu schenkte ihnen großen Erfolg, denn Scharen von Menschen entschieden sich für Jesus. Der Segen Jesu stärkte sie auch in allen Mühen und Leiden, die mit ihrem Einsatz für das Gute verbunden waren.
Überlegung: „Hierzulande werden viele Leute nur deswegen nicht Christen, weil sie niemand dazu macht! … Die Kinder ließen mich nicht zum Essen und Schlafen kommen, bevor ich ihnen nicht irgendein Gebet beigebracht hatte. … Ich begann mit dem ‚Ehre sei dem Vater‘ und prägte ihnen das ‚Glaubensbekenntnis‘, das ‚Vaterunser‘ und das ‚Ave Maria‘ ein.“ (hl. Franz von Xaver) – Ist mir bewusst, dass Jesus Seinen Segen auch mir spendet und mich als Seinen Apostel aussendet?
Gebet: Jesus, viele Menschen wissen nichts von Gott und Deinem Sieg über das Böse! Gib uns Deinen Segen, um eifrig Dein Reich zu verkünden! Amen.
– Gott bewahrt vor dem Bösen – Joh 17,15
„Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.“
Katechese: Jesus kannte die großen Gefahren, die Seine Jünger erwarteten und betete deshalb für sie um Bewahrung vor dem Bösen. Denn der Teufel verlangte, sie zu sieben wie den Weizen (vgl. Lk 22,31), durch den Versuch, sie von Jesus zu trennen. Ohne die Hilfe Jesu, erliegt jeder den Intrigen und der Hinterhältigkeit des Bösen. Wer sich voll Vertrauen in die Arme Gottes wirft, kommt sicher durch alle Gefahren des Lebens.
Überlegung: Manche Menschen haben Angst davor zu beten: „VATER, mach mit mir, was Du willst! Dein Wille geschehe!“, denn sie befürchten dann das Allerschlimmste. – Ist mir bewusst, dass gerade dann, wenn ich mich vertrauensvoll in die Arme Gottes werfe und um Seine Führung bitte, Er mich von allem Bösen befreit und bewahrt? – Erkenne ich die List des Satans, der meinen Eigenwillen unterstützt und mich so auf Abwege führt?
Gebet: „Herr, wie Du willst, soll mir gescheh‘n, und wie Du willst, so will ich geh‘n, hilf, Deinen Willen nur versteh‘n. Herr, wann Du willst, dann ist es Zeit, und wann Du willst, bin ich bereit, heut und in alle Ewigkeit. Herr, was Du willst, das nehm‘ ich hin, und was Du willst, ist mir Gewinn, genug, dass ich Dein Eigen bin. Herr, weil Du‘s willst, d‘rum ist es gut, und weil Du‘s willst, d‘rum hab‘ ich Mut, mein Herz in Deinen Händen ruht.“ (sel. P. Rupert Mayer)
– Vollmacht der Jünger Jesu – Lk 10,19
„Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können.“
Katechese: Jesus hat Seine Macht über das Böse in der Welt Seinen Jüngern übertragen. Sie erfahren Seine Kraft, wenn sie an Jesus glauben und voll Vertrauen in allen Gefahren, Versuchungen und Krankheiten Seinen Heiligsten Namen anrufen. Doch sollen wir uns nichts auf unsere „Macht“ einbilden, sondern dankbar und demütig erkennen, dass unser VATER im Himmel uns liebt und in allen Nöten beisteht.
Überlegung: „Wenn wir Jesus recht liebten und mit Ihm und in Seinem Namen wider die Hölle streiten würden, wie viele und wie große Verherrlichungen des hl. Namens Jesu würden geschehen, wie viele Sünder bekehrt, wie viele Uneinigkeiten würden behoben, deren Urheber der Teufel ist … Wie viele Übel und Krankheiten würden wir vertreiben, die uns zum Dienst Gottes und zur Erfüllung unserer Berufspflichten untauglich machen.“ (Niklaus Wolf)
Gebet: Hl. Erzengel Michael, steh uns bei im Kampfe und hilf uns, alles Böse im Namen Jesu unter unseren Füßen zu zertreten! Amen.
– Vollmacht der Jünger Jesu – Lk 10,19
„Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können.“
Katechese: Jesus hat Seine Macht über das Böse in der Welt Seinen Jüngern übertragen. Sie erfahren Seine Kraft, wenn sie an Jesus glauben und voll Vertrauen in allen Gefahren, Versuchungen und Krankheiten Seinen Heiligsten Namen anrufen. Doch sollen wir uns nichts auf unsere „Macht“ einbilden, sondern dankbar und demütig erkennen, dass unser VATER im Himmel uns liebt und in allen Nöten beisteht.
Überlegung: „Wenn wir Jesus recht liebten und mit Ihm und in Seinem Namen wider die Hölle streiten würden, wie viele und wie große Verherrlichungen des hl. Namens Jesu würden geschehen, wie viele Sünder bekehrt, wie viele Uneinigkeiten würden behoben, deren Urheber der Teufel ist … Wie viele Übel und Krankheiten würden wir vertreiben, die uns zum Dienst Gottes und zur Erfüllung unserer Berufspflichten untauglich machen.“ (Niklaus Wolf)
Gebet: Hl. Erzengel Michael, steh uns bei im Kampfe und hilf uns, alles Böse im Namen Jesu unter unseren Füßen zu zertreten! Amen.
– Entscheidung befreit vom Bösen – Apg 19,18-19
„Viele, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten offen, was sie (früher) getan hatten und nicht wenige, die Zauberei getrieben hatten, brachten ihre Zauberbücher herbei und verbrannten sie vor aller Augen.“
Katechese: Paulus verkündete das Evangelium in Ephesus. Die Menschen nahmen das Wort Gottes ernst, sagten ihrem schlechten Treiben ab und verbrannten die Zauberbücher, die sie an das Böse gebunden hielten. Durch die Durchtrennung dieser negativen Bindungen erstarkte das Wort Gottes in ihrem Leben und erfüllte sie mit reichem Segen (vgl. Apg 19,20).
Überlegung: Eine Person konnte in ihrem Herzen Jesus nicht anbeten, bis zu diesem Moment, wo sie sich von ihrem Skarabäusanhänger trennte und diesem Geist absagte. – Ist mir bewusst, dass okkulte oder esoterische Gegenstände Bindungen an das Böse darstellen, die den Segen Gottes verhindern? – Widersage ich allem Bösen und übergebe mein Leben Jesus?
Gebet: Jesus, Du bist in diese Welt gekommen, um uns aus der Macht des Bösen zu retten. Trenne mich von allem, was mich hindert zu Dir! Amen.
– Entscheidung befreit vom Bösen – Apg 19,18-19
„Viele, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten offen, was sie (früher) getan hatten und nicht wenige, die Zauberei getrieben hatten, brachten ihre Zauberbücher herbei und verbrannten sie vor aller Augen.“
Katechese: Paulus verkündete das Evangelium in Ephesus. Die Menschen nahmen das Wort Gottes ernst, sagten ihrem schlechten Treiben ab und verbrannten die Zauberbücher, die sie an das Böse gebunden hielten. Durch die Durchtrennung dieser negativen Bindungen erstarkte das Wort Gottes in ihrem Leben und erfüllte sie mit reichem Segen (vgl. Apg 19,20).
Überlegung: Eine Person konnte in ihrem Herzen Jesus nicht anbeten, bis zu diesem Moment, wo sie sich von ihrem Skarabäusanhänger trennte und diesem Geist absagte. – Ist mir bewusst, dass okkulte oder esoterische Gegenstände Bindungen an das Böse darstellen, die den Segen Gottes verhindern? – Widersage ich allem Bösen und übergebe mein Leben Jesus?
Gebet: Jesus, Du bist in diese Welt gekommen, um uns aus der Macht des Bösen zu retten. Trenne mich von allem, was mich hindert zu Dir! Amen.
– Das geschützte Haus – Mt 7,24
„Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.“
Katechese: Unser Schicksal wurzelt in unserer freien Willensentscheidung. Wenn wir uns für Jesus entscheiden und unser Leben nach Seinem Wort ausrichten, begleitet uns der Segen Gottes. Es können dann die Stürme toben und an unserem Lebenshaus rütteln, aber es wird nicht einstürzen, denn Jesus selbst wird uns Sicherheit und Schutz gewähren.
Überlegung: „Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun?“ (Mk 10,51) – Ist mir bewusst, dass Jesus, Maria und die hl. Engel unseren freien Willen respektieren und auf unsere Entscheidung warten, um uns helfen zu können? – Weiß ich, dass der böse Geist sich dagegen aufdrängt, gegen Gott aufhetzt und damit bewirkt, dass das „Haus“ (= Leben) einstürzt? – Wende ich mich vor Reisen, Aufgaben, wichtigen Gesprächen etc. an Jesus und bitte um Seinen Segen und Schutz?
Gebet: Herr, Du bist mein Fels, meine Burg, mein Retter, meine Feste, in der ich mich berge, mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht. (vgl. Ps 18,3) Amen.
– Das geschützte Haus – Mt 7,24
„Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.“
Katechese: Unser Schicksal wurzelt in unserer freien Willensentscheidung. Wenn wir uns für Jesus entscheiden und unser Leben nach Seinem Wort ausrichten, begleitet uns der Segen Gottes. Es können dann die Stürme toben und an unserem Lebenshaus rütteln, aber es wird nicht einstürzen, denn Jesus selbst wird uns Sicherheit und Schutz gewähren.
Überlegung: „Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun?“ (Mk 10,51) – Ist mir bewusst, dass Jesus, Maria und die hl. Engel unseren freien Willen respektieren und auf unsere Entscheidung warten, um uns helfen zu können? – Weiß ich, dass der böse Geist sich dagegen aufdrängt, gegen Gott aufhetzt und damit bewirkt, dass das „Haus“ (= Leben) einstürzt? – Wende ich mich vor Reisen, Aufgaben, wichtigen Gesprächen etc. an Jesus und bitte um Seinen Segen und Schutz?
Gebet: Herr, Du bist mein Fels, meine Burg, mein Retter, meine Feste, in der ich mich berge, mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht. (vgl. Ps 18,3) Amen.
– Das Böse besiegen – Lk 6,28
„Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.“
Katechese: Am Heiligen Abend schauen wir auf Maria und Josef, die für die Geburt des Jesuskindes eine Herberge suchten. Überall wurden sie abgewiesen und fanden nur Platz in einem Stall. Aus ihrem Mund kam keine Klage, keine Verwünschung. Gewiss segnete Jesus schon im Schoß Marias alle Menschen, die sie abwiesen, und vergab ihnen.
Überlegung: Bei den Überschwemmungen in Australien wurde eine Mutter mit ihren beiden Kindern im Auto von den Wassermassen erfasst. Als ein Helfer den 13-jährigen Buben aus dem Auto reißen wollte, sagte er: Nimm zuerst meinen 10-jährigen Bruder! Der kleine Bruder wurde gerettet, der andere ertrank. – Bitte ich Jesus um die Kraft, Liebe und Segen weiter zu schenken? – Bitten wir heute das Jesuskind um die Gnade, dass wir unseren Nächsten nicht abweisen, sondern auch in den Kleinigkeiten des Alltags zum Segen werden, durch unser Handeln und Reden.
Gebet: Jesus, hilf mir, mit allen Frieden zu schließen und meinen Peinigern zu verzeihen, damit es in meinem Herzen Weihnachten werden kann! Amen.
– Das Böse besiegen – Lk 6,28
„Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.“
Katechese: Am Heiligen Abend schauen wir auf Maria und Josef, die für die Geburt des Jesuskindes eine Herberge suchten. Überall wurden sie abgewiesen und fanden nur Platz in einem Stall. Aus ihrem Mund kam keine Klage, keine Verwünschung. Gewiss segnete Jesus schon im Schoß Marias alle Menschen, die sie abwiesen, und vergab ihnen.
Überlegung: Bei den Überschwemmungen in Australien wurde eine Mutter mit ihren beiden Kindern im Auto von den Wassermassen erfasst. Als ein Helfer den 13-jährigen Buben aus dem Auto reißen wollte, sagte er: Nimm zuerst meinen 10-jährigen Bruder! Der kleine Bruder wurde gerettet, der andere ertrank. – Bitte ich Jesus um die Kraft, Liebe und Segen weiter zu schenken? – Bitten wir heute das Jesuskind um die Gnade, dass wir unseren Nächsten nicht abweisen, sondern auch in den Kleinigkeiten des Alltags zum Segen werden, durch unser Handeln und Reden.
Gebet: Jesus, hilf mir, mit allen Frieden zu schließen und meinen Peinigern zu verzeihen, damit es in meinem Herzen Weihnachten werden kann! Amen.
– Den Segen Jesu aufnehmen – Joh 1,12
„Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben.“
Katechese: Am Weihnachtsfest danken wir Gott, dass „er uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet hat durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.“ (Eph 1,3) Gott hat uns Jesus als Retter geschickt, aber nicht nur, um uns aus der Macht des Bösen zu befreien, sondern auch, um uns mit der unvorstellbar großen Würde zu beschenken, Seine Kinder zu werden. Durch den Glauben an den Heiligsten Namen Jesu können wir täglich aus dieser Kraftquelle schöpfen.
Überlegung: „Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren und nicht in Dir: Du bleibst noch ewiglich verloren.“ (Angelus Silesius) – Bereite ich Jesus eine Krippe in meinem Herzen und nehme Ihn liebevoll auf? – Richte ich in allen Gefahren, Versuchungen und Nöten meinen Blick auf das Jesuskind, um allem Bösen zu entrinnen und in der Liebe zu wachsen?
Gebet: Maria, hilf uns, Jesus in unserem Herzen eine Wohnung zu bereiten und Ihn zu allen Menschen zu tragen, die Seiner Hilfe bedürfen! Amen.
– Den Segen Jesu aufnehmen – Joh 1,12
„Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben.“
Katechese: Am Weihnachtsfest danken wir Gott, dass „er uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet hat durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.“ (Eph 1,3) Gott hat uns Jesus als Retter geschickt, aber nicht nur, um uns aus der Macht des Bösen zu befreien, sondern auch, um uns mit der unvorstellbar großen Würde zu beschenken, Seine Kinder zu werden. Durch den Glauben an den Heiligsten Namen Jesu können wir täglich aus dieser Kraftquelle schöpfen.
Überlegung: „Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren und nicht in Dir: Du bleibst noch ewiglich verloren.“ (Angelus Silesius) – Bereite ich Jesus eine Krippe in meinem Herzen und nehme Ihn liebevoll auf? – Richte ich in allen Gefahren, Versuchungen und Nöten meinen Blick auf das Jesuskind, um allem Bösen zu entrinnen und in der Liebe zu wachsen?
Gebet: Maria, hilf uns, Jesus in unserem Herzen eine Wohnung zu bereiten und Ihn zu allen Menschen zu tragen, die Seiner Hilfe bedürfen! Amen.
– Berufung zum Segnen – 1 Petr 3,9
„… Segnet, denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen.“
Katechese: Unsere Berufung ist, Jesus, Sein Licht und Seine Liebe in die finstere, hasserfüllte Welt hineinzutragen. Das geschieht durch das Segnen. Das Wort „segnen“ kommt von „bene dicere“ und bedeutet: Gutes sagen, Gutes weitergeben. Wenn wir segnen, dann segnet Gott durch uns und entreißt Menschen und auch Dinge aus der Macht des Bösen.
Überlegung: „Einer Kranken, die ihren Mann hasste, riet ich, ihn zu segnen … Ich bat sie liebevoll, es doch zu versuchen: ‚Ich segne Dich, Du liebes Menschenkind, im Namen Jesu Christi!‘ immer wieder, immer wieder … – Nach ein paar Wochen rief sie mich an und erzählte: ‚Ich habe Ihnen zuliebe diesen Segen erst mal nur so daher geplappert … Und dann habe ich gemerkt, dass es immer leichter ging und immer ein bisschen mehr Herz mit hineinkam. Und nun kann ich es aus tiefstem Herzen sagen. Mein Mann hat sich sehr gewandelt; es ist alles leichter geworden.‘“ (Ellen Paetsch)
Gebet: Hl. Stephanus, sterbend hast du deine Mörder gesegnet und für sie gebetet. Hilf auch uns, Segensbringer in unserem Alltag zu sein! Amen.
– Berufung zum Segnen – 1 Petr 3,9
„… Segnet, denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen.“
Katechese: Unsere Berufung ist, Jesus, Sein Licht und Seine Liebe in die finstere, hasserfüllte Welt hineinzutragen. Das geschieht durch das Segnen. Das Wort „segnen“ kommt von „bene dicere“ und bedeutet: Gutes sagen, Gutes weitergeben. Wenn wir segnen, dann segnet Gott durch uns und entreißt Menschen und auch Dinge aus der Macht des Bösen.
Überlegung: „Einer Kranken, die ihren Mann hasste, riet ich, ihn zu segnen … Ich bat sie liebevoll, es doch zu versuchen: ‚Ich segne Dich, Du liebes Menschenkind, im Namen Jesu Christi!‘ immer wieder, immer wieder … – Nach ein paar Wochen rief sie mich an und erzählte: ‚Ich habe Ihnen zuliebe diesen Segen erst mal nur so daher geplappert … Und dann habe ich gemerkt, dass es immer leichter ging und immer ein bisschen mehr Herz mit hineinkam. Und nun kann ich es aus tiefstem Herzen sagen. Mein Mann hat sich sehr gewandelt; es ist alles leichter geworden.‘“ (Ellen Paetsch)
Gebet: Hl. Stephanus, sterbend hast du deine Mörder gesegnet und für sie gebetet. Hilf auch uns, Segensbringer in unserem Alltag zu sein! Amen.
– Fluch oder Segen? – Jak 3,10
„Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein.“
Katechese: Jedes Wort hat eine große Kraft. Gute Worte schenken Liebe und Frieden (= Segen), böse Worte dagegen säen Hass und Traurigkeit (= Fluch). Im Kampf gegen das Böse sollten wir also Flüche, Verwünschungen und negative Festlegungen meiden (z.B.: „Das schaff ich nie!“). Dadurch öffnet man Türen für das Böse. Durch das Segnen im Namen Jesu bannen und besiegen wir das Böse und errichten das Reich der Liebe Jesu.
Überlegung: Bereits Sokrates lehrte die Menschen, ihre Worte durch drei Siebe laufen zu lassen, bevor wir sie aussprechen: Sind meine Worte wahr, sind sie gut, sind sie notwendig? – Können mir Menschen zu Recht den Vorwurf machen, dass ich in der Kirche fromm bete, aber danach mit meinen Worten viel Unheil anrichte? – Bemühe ich mich, die Menschen im Namen Jesu zu segnen?
Gebet: Jesus, über jedes unnütze, schlechte Wort müssen wir Rechenschaft vor Dir ablegen. (vgl. Mt 12,36) Bewahre uns vor allem negativen Reden! Amen.
– Fluch oder Segen? – Jak 3,10
„Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein.“
Katechese: Jedes Wort hat eine große Kraft. Gute Worte schenken Liebe und Frieden (= Segen), böse Worte dagegen säen Hass und Traurigkeit (= Fluch). Im Kampf gegen das Böse sollten wir also Flüche, Verwünschungen und negative Festlegungen meiden (z.B.: „Das schaff ich nie!“). Dadurch öffnet man Türen für das Böse. Durch das Segnen im Namen Jesu bannen und besiegen wir das Böse und errichten das Reich der Liebe Jesu.
Überlegung: Bereits Sokrates lehrte die Menschen, ihre Worte durch drei Siebe laufen zu lassen, bevor wir sie aussprechen: Sind meine Worte wahr, sind sie gut, sind sie notwendig? – Können mir Menschen zu Recht den Vorwurf machen, dass ich in der Kirche fromm bete, aber danach mit meinen Worten viel Unheil anrichte? – Bemühe ich mich, die Menschen im Namen Jesu zu segnen?
Gebet: Jesus, über jedes unnütze, schlechte Wort müssen wir Rechenschaft vor Dir ablegen. (vgl. Mt 12,36) Bewahre uns vor allem negativen Reden! Amen.
– Muttersegen – Lk 1,42
„Elisabeth rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.“
Katechese: Maria trug in ihrem Schoß das Jesuskind, als sie zu Elisabeth eilte, um ihr zu helfen. Elisabeth begrüßte beide mit herzlichen Segensworten und ihr Kind hüpfte vor Freude in ihrem Schoß. Heute wissen wir, dass das Kind im Mutterschoß bereits vieles spürt, besonders die Annahme oder Ablehnung seitens der Mutter. So kann schon eine Mutter ihrem ungeborenen Kind Segen zukommen lassen und unnötiges Leid ersparen, indem sie es annimmt und nicht ablehnt.
Überlegung: Die Segensgebete der Kirche beinhalten auch den Segen für werdende Mütter, worin Jesus gebeten wird, das wachsende Kind vor allem Bösen und Krankheiten zu bewahren. – Wenn ich schwangeren Frauen begegne, segne ich sie wohlwollend? – Erinnere ich schwangere Mütter daran, mit dem Baby zu sprechen und es zu segnen? – Weiß ich, dass der Segen Krankheiten verhindert oder nicht ausbrechen lässt?
Gebet: Herr, wir danken Dir für das Wunder des Lebens. Schütze alle Kinder vor der Gefahr der Abtreibung und vor allem Negativen! Amen.
– Muttersegen – Lk 1,42
„Elisabeth rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.“
Katechese: Maria trug in ihrem Schoß das Jesuskind, als sie zu Elisabeth eilte, um ihr zu helfen. Elisabeth begrüßte beide mit herzlichen Segensworten und ihr Kind hüpfte vor Freude in ihrem Schoß. Heute wissen wir, dass das Kind im Mutterschoß bereits vieles spürt, besonders die Annahme oder Ablehnung seitens der Mutter. So kann schon eine Mutter ihrem ungeborenen Kind Segen zukommen lassen und unnötiges Leid ersparen, indem sie es annimmt und nicht ablehnt.
Überlegung: Die Segensgebete der Kirche beinhalten auch den Segen für werdende Mütter, worin Jesus gebeten wird, das wachsende Kind vor allem Bösen und Krankheiten zu bewahren. – Wenn ich schwangeren Frauen begegne, segne ich sie wohlwollend? – Erinnere ich schwangere Mütter daran, mit dem Baby zu sprechen und es zu segnen? – Weiß ich, dass der Segen Krankheiten verhindert oder nicht ausbrechen lässt?
Gebet: Herr, wir danken Dir für das Wunder des Lebens. Schütze alle Kinder vor der Gefahr der Abtreibung und vor allem Negativen! Amen.
– Der Vatersegen – Gen 12,2-3
„Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen.“
Katechese: Abraham hörte in allem auf die Stimme Gottes und wurde von Gott dafür reich beschenkt und von allem Bösen errettet. So galt bereits im Alten Testament die Regel: Auf Gottes Wort hören, bewirkt Segen – Gottes Wort verachten, bringt Unheil und Fluch. Den Segen Gottes schenkte Abraham somit seinen Kindern und seinem Volk.
Überlegung: „Ihr sollt wissen, dass ich alle meine Kinder und Enkelkinder einzeln täglich segne!“, sagte ein Großvater zu seinen acht Kindern und 26 Enkelkindern. Täglich erbat er den Segen Gottes zuerst selbst bei der hl. Messe und durch seine Gebete. – Segne ich täglich meine Familie, Arbeitskollegen und Menschen, denen ich begegne? – Nehme ich mir täglich Zeit, um selbst aus der Segensquelle Jesu zu schöpfen durch das Gebet und durch die Betrachtung Seiner lebendigen Worte?
Gebet: Jesus, heute bringe ich Dir meine Familie mit all ihren Nöten und Sorgen! Segne uns und bewahre uns vor allem Unheil und Schaden! Amen.
– Der Vatersegen – Gen 12,2-3
„Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen.“
Katechese: Abraham hörte in allem auf die Stimme Gottes und wurde von Gott dafür reich beschenkt und von allem Bösen errettet. So galt bereits im Alten Testament die Regel: Auf Gottes Wort hören, bewirkt Segen – Gottes Wort verachten, bringt Unheil und Fluch. Den Segen Gottes schenkte Abraham somit seinen Kindern und seinem Volk.
Überlegung: „Ihr sollt wissen, dass ich alle meine Kinder und Enkelkinder einzeln täglich segne!“, sagte ein Großvater zu seinen acht Kindern und 26 Enkelkindern. Täglich erbat er den Segen Gottes zuerst selbst bei der hl. Messe und durch seine Gebete. – Segne ich täglich meine Familie, Arbeitskollegen und Menschen, denen ich begegne? – Nehme ich mir täglich Zeit, um selbst aus der Segensquelle Jesu zu schöpfen durch das Gebet und durch die Betrachtung Seiner lebendigen Worte?
Gebet: Jesus, heute bringe ich Dir meine Familie mit all ihren Nöten und Sorgen! Segne uns und bewahre uns vor allem Unheil und Schaden! Amen.
– Segen der Speisen – Mk 8,7
„Sie hatten auch noch ein paar Fische bei sich. Jesus segnete sie und ließ auch sie austeilen.“
Katechese: An verschiedenen Stellen im Evangelium wird davon berichtet, dass Jesus das Brot und auch andere Speisen segnete. Es mag daran erinnern, dass auch die Schöpfung durch die Sünde vom Bösen verknechtet wurde und Negatives sich nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Dinge legen kann. Durch den Segen muss es weichen.
Überlegung: Alois Schmid, der im Namen Jesu viele Menschen heilen durfte, empfahl das tägliche Brot zu segnen, da bei der Arbeit der Bauern und Bäcker viel geflucht wird. Auch darin sah er eine Quelle von Krankheiten. – Achte ich auf meine Worte, dass ich wirklich zum Segensbringer werde? – Denke ich an das tägliche Tischgebet, um alles Böse zu bannen?
Gebet: Herr, durch menschliches Versagen sind vielerorts Wasser und Nahrungsmittel verseucht. Segne alles, damit es den Menschen nicht zum Schaden, sondern zum Heil dienen möge! Amen.
– Segen der Speisen – Mk 8,7
„Sie hatten auch noch ein paar Fische bei sich. Jesus segnete sie und ließ auch sie austeilen.“
Katechese: An verschiedenen Stellen im Evangelium wird davon berichtet, dass Jesus das Brot und auch andere Speisen segnete. Es mag daran erinnern, dass auch die Schöpfung durch die Sünde vom Bösen verknechtet wurde und Negatives sich nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Dinge legen kann. Durch den Segen muss es weichen.
Überlegung: Alois Schmid, der im Namen Jesu viele Menschen heilen durfte, empfahl das tägliche Brot zu segnen, da bei der Arbeit der Bauern und Bäcker viel geflucht wird. Auch darin sah er eine Quelle von Krankheiten. – Achte ich auf meine Worte, dass ich wirklich zum Segensbringer werde? – Denke ich an das tägliche Tischgebet, um alles Böse zu bannen?
Gebet: Herr, durch menschliches Versagen sind vielerorts Wasser und Nahrungsmittel verseucht. Segne alles, damit es den Menschen nicht zum Schaden, sondern zum Heil dienen möge! Amen.
– Der Priestersegen – Num 6,24-26
„Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.“
Katechese: Jeder Christ hat durch die Taufe die Segenskraft erhalten. Im Namen Jesu darf er segnen. Auf besondere Weise erteilte Gott die Segenskraft bereits im Alten Testament Aaron und mit ihm der Priesterklasse. Im Neuen Testament sind es die Priester, die durch ihre Weihe die besondere Segensgewalt bekommen haben. Sie haben somit den Auftrag Christi, das Böse zu bannen, alles zu segnen und Gott zu weihen.
Überlegung: Die stigmatisierte Resl von Konnersreuth sah hinter jedem segnenden Priester Jesus stehen. – Bitte ich den Priester um seinen Segen besonders für das Neue Jahr, für alle Menschen, die mir anvertraut sind?
Gebet: „Der Herr sei vor mir, um mir den rechten Weg zu zeigen; der Herr sei neben mir, um mich in die Arme zu schließen und mich zu schützen; der Herr sei hinter mir, um mich zu bewahren vor den Heimtücken böser Menschen; der Herr sei unter mir, um mich aufzufangen, wenn ich falle und um mich aus der Schlinge zu ziehen; der Herr sei in mir, um mich zu trösten, wenn ich traurig bin; der Herr sei um mich herum, um mich zu verteidigen, wenn andere über mich herfallen; der Herr sei über mir, um mich zu segnen. So segne mich der gütige Gott!“ (hl. P. Pio) Amen.
– Der Priestersegen – Num 6,24-26
„Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.“
Katechese: Jeder Christ hat durch die Taufe die Segenskraft erhalten. Im Namen Jesu darf er segnen. Auf besondere Weise erteilte Gott die Segenskraft bereits im Alten Testament Aaron und mit ihm der Priesterklasse. Im Neuen Testament sind es die Priester, die durch ihre Weihe die besondere Segensgewalt bekommen haben. Sie haben somit den Auftrag Christi, das Böse zu bannen, alles zu segnen und Gott zu weihen.
Überlegung: Die stigmatisierte Resl von Konnersreuth sah hinter jedem segnenden Priester Jesus stehen. – Bitte ich den Priester um seinen Segen besonders für das Neue Jahr, für alle Menschen, die mir anvertraut sind?
Gebet: „Der Herr sei vor mir, um mir den rechten Weg zu zeigen; der Herr sei neben mir, um mich in die Arme zu schließen und mich zu schützen; der Herr sei hinter mir, um mich zu bewahren vor den Heimtücken böser Menschen; der Herr sei unter mir, um mich aufzufangen, wenn ich falle und um mich aus der Schlinge zu ziehen; der Herr sei in mir, um mich zu trösten, wenn ich traurig bin; der Herr sei um mich herum, um mich zu verteidigen, wenn andere über mich herfallen; der Herr sei über mir, um mich zu segnen. So segne mich der gütige Gott!“ (hl. P. Pio) Amen.
– Die Hilfe der Gottesmutter – Lk 1,28.30
„Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. … Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.“
Katechese: Unter den Menschen hat nur Maria alle Versuchungen siegreich überwunden und alle Prüfungen bestanden. Seit Beginn ihrer menschlichen Existenz ist sie durch und durch begnadet, ohne jegliche Sünde. So übertrifft sie auch alle Heiligen an Wirksamkeit, wenn wir Sie um Hilfe in den Versuchungen anflehen. Als beste Mutter will sie uns zu Jesus führen.
Überlegung: „Wenn ihr Maria während einer Versuchung anruft, wird diese Mutter voll Zärtlichkeit sofort kommen, um euch zu helfen.“ – „Wenden wir uns an die Muttergottes mit großem Vertrauen und wir sind sicher, dass sie uns die Gnade der Bekehrung erlangen wird, so elend wir auch sein mögen.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Kenne ich die tägliche Andacht der „Drei Ave Maria“, um Maria um eine gute Sterbestunde zu bitten?
Gebet: Jesus, Du hast uns am Kreuz Maria zur Mutter gegeben. (vgl. Joh 19,27) So vertrauen wir uns ihr an, damit sie uns zu Dir führen möge! Amen.
– Voller Terminkalender – Mt 26,40
„Und Jesus ging zu den Jüngern zurück und fand sie schlafend. Da sagte er zu Petrus: Konntet ihr nicht einmal eine Stunde mit mir wachen?“
Katechese: Die erste Schwierigkeit mit dem Beten ist unser gewaltiger Zeitmangel. Wir hetzen von einem Termin zum anderen und fallen abends todmüde ins Bett, was vielleicht auch verbunden ist mit dem falschen Gottesbild, dass Gott auf unsere Leistung pocht. Doch nur wer sich von seinem eigenen Ich und dem Leistungskampf lösen kann, kann sich für Gott frei machen.
Überlegung: „Gott spricht zu uns durch Misserfolge und Krisen, um uns aufzuwecken, zur Besinnung zu bringen und vor der Selbstzerstörung zu retten.“ (hl. Sr. Faustina) – Nehme ich mir Zeit und mache ich mich frei für Gott? – Könnte ich in meinem Terminkalender täglich einen fixen Termin für Gott einplanen, vielleicht durch den Besuch einer Kirche oder Kapelle?
Gebet: Herr, „wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele (Gott) nach Dir.“ (Ps 42,2) Lass mich immer wieder innehalten und aufschauen zu Dir, damit ich den Sinn meines Lebens nicht aus den Augen verliere! Amen.
– Grübeln – Sir 30,21
„Überlass dich nicht der Sorge, schade dir nicht selbst durch dein Grübeln!“
Katechese: Kaum entflieht der Mensch der Hektik des Alltags und will beginnen zu beten, da überfallen ihn tausend Gedanken. Die ganze Vergangenheit kommt zum Vorschein, an der man hängenbleibt. Dabei können Ärger, Gram und Zorn hochkommen, verbunden auch mit der mangelnden Bereitschaft zur Versöhnung. Oder es beängstigt einen die Zukunft, die Ungewissheit mit ihrer Unruhe und Angst.
Überlegung: Ein Rabbiner wurde gefragt, was er im Gebet tue. Er sagte: „Im Gebet kläre ich meine Gedanken, indem ich die bösen von den guten absondere.“ – Übergebe ich Jesus meine Vergangenheit, indem ich alles aus Seiner Hand annehme und Ihm ans Kreuz bringe, auch meine Leiden, Misserfolge, Schicksalsschläge? – Übergebe ich Ihm die Sorgen für die Zukunft und werfe mich vertrauensvoll in Seine Arme?
Gebet: „Herr, gib mir Kraft nur für heute!“ (hl. Therese v. Lisieux) In Deine Hände lege ich voll Vertrauen meine Vergangenheit und Zukunft. Amen.
– Anhänglichkeit an Irdisches – Mt 6,20-21
„Sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“
Katechese: Oft wollen wir beten, doch wir fühlen irgendeine Wand, die uns von Jesus trennt. Das kann daran liegen, dass unser Herz an Reichtum und an irdischen Dingen hängt, womit wir Gott verdrängt und auch das Beten verlernt haben. Hier gilt das Wort Jesu: „Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt?“ (Mk 8,36) Wir jagen den irdischen Dingen nach und vergessen Gott.
Überlegung: „Bringst du ein leeres Herz mit, damit es Gott füllen kann?“ war die Frage eines Einsiedlers an Neuankömmlinge. – Ist mir bewusst, dass Gott beim Gebet mein Herz nicht mit Seinem Frieden füllen kann, wenn es noch voll „Erde“ ist? – Beschäftigen sich meine Gedanken mit Gott und der Erfüllung Seines Willens oder hänge ich noch abgöttisch an irdischen Dingen und Personen? – Wo ist mein Herz?
Gebet: Herr, schenk mir die Bereitschaft, alles Dir zu geben: Gesundheit, Reichtum, Ehre! Und Du wirst es mir verwandelt wieder schenken! Amen.
– Zerstreuungen – Mt 15,8
„Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir.“
Katechese: Ohne Zerstreuungen zu beten, fällt jedem schwer. Sobald wir anfangen zu beten, besonders bei gemeinschaftlichen Gebeten, spiegelt sich die ganze Welt in den Gedanken wieder, seien es die letzten Fernsehsendungen, Erlebnisse oder Gespräche. Hier sind wir eingeladen, die Zerstreuungen in Gebet zu verwandeln. Was zerstreut, kann man sammeln als Gebetsanliegen für diese Menschen oder für dieses Erlebte. Dabei ist zu betonen, dass nur freiwillige Zerstreuungen sündhaft sind.
Überlegung: Der hl. Bernhard sah beim Chorgebet neben den Mönchen Engel. Diese hatten Papier und Federn in der Hand und schrieben jeden Psalm auf, den die Mönche beteten, zum Teil mit Gold, Silber, Tinte oder Wasser. Das Gebet, welches mit inniger Liebe und Andacht gebetet wird, ist mit goldenen Buchstaben ins Lebensbuch eingetragen, das Gebet jener, die ohne Aufmerksamkeit beten, mit Wasser, denn ihr Beten ist nichts wert. – Könnte ich vor dem Gebet drei Minuten Einkehr halten, um mich zu sammeln und um mich dann ganz Gott hinwenden zu können?
Gebet: Herr, hilf mir, dass der Schall meiner Gebete nicht nur zur Wand reicht, sondern lass meine Gebete bis zu Deinem Herzen dringen! Amen.
– Unsicherheit – Jes 41,10
„Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Ich helfe dir, ja, ich mache dich stark, ja, ich halte dich mit meiner hilfreichen Rechten.“
Katechese: Das Gebet verlangt von uns Mut und Wagemut. Gelegentlich kann man es vergleichen mit dem Sprung aus einem brennenden Haus, wo man vor lauter Qualm nichts sieht, aber man weiß: Unten wartet der Vater mit offenen Armen, um mich aufzufangen. So sind wir eingeladen, im Gebet unerschütterlich an die sichere Liebe Gottes zu glauben, die Augen zu schließen und Ihm zu vertrauen.
Überlegung: Mancher Mensch fragt sich: „Gibt es Gott? Stürze ich ins Nichts? Lässt Gott mich im Stich?“ – Übergebe ich meine Bedrängnisse, Bedrohungen und meine Ungewissheit voll Vertrauen dem Herrn?
Gebet: Jesus, so oft hast Du gesagt: „Sei ohne Furcht, glaube nur!“ (Mk 5,36) – Hilf mir, trotz aller Dunkelheit, zu glauben und Dir zu vertrauen! Amen.
– Trockenheit – Röm 12,12
„Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!“
Katechese: Eine weitere Schwierigkeit ist die Trockenheit im Gebet, wenn man fühlbar keinen Trost dabei verspürt. Hierbei ist eine dreifache Dürre zu unterscheiden. Sie kann als Folge der Untreue gegen Gott auftreten, weil man sinnlichen Leidenschaften gefolgt ist. Hier heißt es, diese Sache Gott abzugeben und neu die Treue zu versprechen. Sie kann aber auch auf normale Müdigkeit zurückzuführen sein; oder sie ist zu unserer Reinigung gegeben, als Aufstieg zu Gott, welcher über Berg und Tal führt.
Überlegung: „Es ist sehr charmant, sich in der Nähe seines Geliebten zu langweilen.“ (hl. Franziska) Der hl. Antonius fragte nach einer Periode innerer Dürre: „Gott, wo bist Du denn gewesen?“ – Gott antwortete: „Dir näher als sonst!“ – Ist die Ursache meiner Dürre die Untreue, Müdigkeit oder Prüfung? – Bleibe ich dem Gebet treu, auch wenn ich dabei gar nichts verspüren darf?
Gebet: Herr, Du erziehst uns auch im Gebet. Hilf uns, treu im Beten auszuhalten, denn nur so wachsen wir in der Liebe zu Dir! Amen.
– Unerhörte Gebete? – Jak 4,3
„Ihr bittet und empfangt doch nichts, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in eurer Leidenschaft zu verschwenden.“
Katechese: Gott schaut aus der Perspektive der Ewigkeit auf unser Leben. Er erhört unsere Gebete, wie es für unser ewiges Heil gut ist. In diesem Sinn versichert uns Jesus, dass wir alles erhalten, um was wir mit Glauben bitten (vgl. Mt 21,22). Mit „alles“ ist aber nicht gemeint, was meinen egoistischen Zielen dient oder mir oder anderen zum geistigen Schaden gereichen kann, sondern was wirklich gut für mich ist.
Überlegung: Wenn ein Kind um einen Benzinkanister bittet, bekommt er ihn nicht vom Vater. Wenn es 15 Jahre später darum bittet, um damit zu arbeiten, bekommt es ihn. – Ist mir bewusst, dass Gott das Gebet so erhört, wie es für den Betenden und sein ewiges Heil am Besten ist? – Bitte ich Gott zuerst um die Verbreitung Seines Reiches der Liebe und um das Wachstum in der Liebe im Vertrauen darauf, dass mir dann alles Notwendige vom Himmlischen VATER dazu geschenkt wird (vgl. Mt 6,33)?
Gebet: Herr, zu Deiner Ehre und zum Wohl der Menschen bringe ich meine Bitten vor Dich! Sei mir gnädig und erhöre mich! Amen.
– Der Beistand vom VATER – Joh 14,16
„Ich werde den VATER bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll.“
Katechese: Jesus lässt uns in unseren Versuchungen nicht allein. In Seinem Versprechen, bei uns zu bleiben, alle Tage bis zum Ende der Welt (vgl. Mt 28,20), meinte Er konkret den Hl. Geist, den Er nach Seiner Himmelfahrt vom Himmlischen VATER Seinen Jüngern gesandt hat. Dieser göttliche Beistand steht uns bei in den Versuchungen der Glaubensverwirrung, denn Er lehrt uns alles, was Jesus gesagt hat. (vgl. Joh 14,26)
Überlegung: „Lasst euch führen vom Hl. Geist! – Betet zum Morgengebet ein ‚VATER unser‘ zum Hl. Geist!“ (Alois Schmid) – Nehme ich gerne den Beistand Jesu, den Hl. Geist, als großes Liebesgeschenk des Himmlischen VATERS an? – Bitte ich Ihn täglich im Bewusstsein meiner Schwäche und Ratlosigkeit um Licht und Kraft? – Danke ich Ihm für Seine Hilfe?
Gebet: „Hl. Geist, erleuchte mich! Was soll ich tun, und wie kann ich Jesus finden? Die Jünger waren sehr unwissend, sie waren bei Jesus, und doch verstanden sie Ihn nicht. Das Geringste macht mich verwirrt und aufgeregt. Ich bin zu empfindlich; ich bin nicht großmütig genug, um Opfer für Jesus zu bringen. O Hl. Geist, als Du den Jüngern Dein Licht erstrahlen ließest, wurden sie umgewandelt; sie waren nicht mehr das, was sie vorher waren; ihre Kraft war erneuert, die Opfer wurden ihnen leicht; sie erkannten Jesus besser als vorher, da Er noch unter ihnen weilte. Quelle des Friedens, des Lichtes, komm, mich zu erleuchten! Ich habe Hunger, komm, mich zu ernähren; ich habe Durst, komm, gib mir zu trinken; ich bin blind, komm, mich zu erleuchten; ich bin arm, komm, mich reich zu machen; ich bin unwissend, komm und belehre mich! Hl. Geist, ich gebe mich Dir hin. Amen!“ (sel. Mirjam v. Abellin)
– Die Kraft des Heiligen Geistes – Apg 1,8
„Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem … und bis an die Grenzen der Erde.“
Katechese: Noch kurz zuvor sind fast alle Jünger der Versuchung erlegen und haben Jesus verlassen und verraten. Angstvoll versteckten sie sich. Ihr völliger innerer Wandel trat mit dem Pfingstereignis ein. Mit der Kraft und dem Licht des Hl. Geistes legten die Jünger mutig Zeugnis ab für die Auferstehung Jesu, verkündeten das Evangelium und fürchteten sich nicht vor dem gewaltsamen Tod durch das Martyrium.
Überlegung: Jährlich sterben tausende Christen, weil sie sich mutig zu ihrem Glauben an Jesus bekennen. Doch die Kraft dazu haben sie nicht aus sich selbst, sondern vom Hl. Geist. – Bitte ich täglich um das Gnadenfeuer des Hl. Geistes, dass ich von der freimachenden Wahrheit des Evangeliums ganz durchdrungen werde und mich nicht mehr fürchte, mich zu Jesus und Seinem Evangelium öffentlich zu bekennen?
Gebet: Jesus, Du hast uns Verfolgungen vorhergesagt. Aber zugleich gibst Du uns Deinen Beistand. Erfülle mich mit der Kraft des Hl. Geistes! Amen.
– Der Geist kommt zur betenden Kirche – Apg 2,3-4
„Es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt …“
Katechese: Der Beistand, der Hl. Geist, kam nicht auf alle Menschen herab, sondern nur auf jene, die sich in „heiliger Versammlung“ (= Kirche) nach der Anordnung Jesu gemeinsam in Jerusalem aufhielten (vgl. Lk 24,49), und einmütig mit Maria, der Mutter Jesu, im Gebet verharrten (vgl. Apg 1,14).
Überlegung: „Manchmal kann man erleben, dass Menschen zu Christus finden, zu Christus ‚Ja‘ sagen, gleichzeitig aber zur Kirche ‚Nein‘.“ (P. Hans Buob) – Ist mir bewusst, dass der Hl. Geist zur Einheit in Christus führt und nicht zur Spaltung? Lasse ich mich durch den Geist der Lüge gegen die Kirche Christi aufbringen? – Weiß ich, dass ich ein Einfallstor für den Geist des Widerstands öffne, wenn ich eine Glaubenswahrheit ausklammere?
Gebet: Herr, Dein Geist wirkt in der Kirche und spricht zu uns durch Deinen Stellvertreter. Lass uns demütig auf den Papst hören! Amen.
– Die Kraft der Taufe und Firmung – Apg 2,38
„Kehrt um, und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“
Katechese: Der Hl. Geist wird uns zuteil durch den Empfang der heiligen Sakramente in der Kirche Jesu. Wir empfangen die Kraft des Hl. Geistes in der Taufe, wo wir zu Kindern Gottes, zu Tempeln des Hl. Geistes werden (vgl. 1 Kor 3,16). Sie wird vermehrt im Sakrament der Firmung, wo wir zu Mitstreitern Christi gesalbt werden (vgl. KKK 1294).
Überlegung: Die Firmung verwurzelt uns tiefer in der Gotteskindschaft; sie vereint uns fester mit Christus; sie vermehrt in uns die Gaben des Hl. Geistes; sie verbindet uns vollkommener mit der Kirche; sie schenkt uns eine besondere Kraft des Hl. Geistes, um in Wort und Tat als wahre Zeugen Christi den Glauben auszubreiten und zu verteidigen, den Namen Christi tapfer zu bekennen und uns nie des Kreuzes zu schämen (vgl. KKK 1303).
Gebet: Herr, entfache in uns das Feuer des Hl. Geistes, das wir erhalten haben, damit es nicht nur glimme, sondern zu einer lodernden Flamme Deiner göttlichen Liebe auf dieser Welt werde! Amen.
– Die Gabe der Weisheit – Jak 1,5
„Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen gern und macht niemand einen Vorwurf.“
Katechese: König Salomo erbat von Gott für seine Regierungszeit die Gabe der Weisheit, die aus einem „hörenden Herzen“ und in der Unterscheidung vom Guten und Bösen bestand. Diese Gabe entlarvt die Lüge der Versuchung: Dem Anschein nach ist ihr Gegenstand verlockend und „köstlich“ (Gen 3,6), in Wahrheit führt sie zum Tod (vgl. KKK 2847).
Überlegung: „Wenn man den Heiligen Geist besitzt, wird das Herz weit und badet in der göttlichen Liebe.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Bitte ich um die Gabe der Weisheit, die heilig, friedlich, freundlich, voll Erbarmen und reich an guten Früchten ist? Fliehe ich vor der irdischen, eigennützigen, teuflischen Weisheit, die voll ist von bitterer Eifersucht und Ehrgeiz (vgl. Jak 3,15-17)?
Gebet: Hl. Geist, schenke mir die Gabe der Weisheit, die mich das Himmlische mehr als alles Irdische schätzen lehrt, Verlangen nach demselben einflößt und die rechten Mittel zum Heile zeigt! Amen.
– Die Gabe des Verstandes – Kol 1,9
„Wir hören nicht auf, inständig für euch zu beten, dass ihr in aller Weisheit und Einsicht, die der Geist schenkt, den Willen des Herrn ganz erkennt.“
Katechese: Der Hl. Geist teilt unserem Verstand nie nutzlose und unfruchtbare, eitle und ungehörige Dinge mit. Gottes Worte sind von großem Gewicht und Nutzen. Wenn eine Seele in ihren Gebeten mit Kenntnissen gespeist wird, die weder eigenen noch fremden Seelennutzen bezwecken, so kommen diese nicht von Gott, der nicht zwecklos handelt.
Überlegung: „Ich setzte voraus, dass es dreierlei Gedanken in mir gibt. Solche, die mein eigen sind und allein meiner Freiheit und meinem Willen entspringen, während die beiden anderen von außen kommen: der eine vom guten, der andere vom bösen Geist.“ (hl. Ignatius v. Loyola) – Prüfe ich meine Gedanken, welche mich zu mehr Liebe zu Gott und den Menschen führen? – Bitte ich um die Gabe der Einsicht, damit mein Denken ganz auf die Erfüllung des Willens Gottes ausgerichtet ist?
Gebet: Hl. Geist, erfülle uns mit der Gabe der Einsicht, die uns erleuchtet, die Geheimnisse und Lehren des Evangeliums richtig zu verstehen! Amen.
– Die Gabe des Rates – Spr 8,14
„Bei mir ist Rat und Hilfe; ich bin die Einsicht, bei mir ist Macht.“
Katechese: Adam und Eva ließen sich vom Satan täuschen und verloren das Paradies. Der Hl. Geist dagegen berät gerade die demütigen Seelen, wie sie durch die gehorsame Nachfolge Jesu schon hier auf Erden und einst im Himmel glücklich werden können.
Überlegung: „Jene, die vom Hl. Geist geführt werden, haben richtige Lebensauffassungen. Deshalb gibt es ja auch so viele Unwissende, die mehr wissen als die Weisen.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Bitte ich den Hl. Geist, um Seine Gabe des Rates für meinen Beichtvater und meine Vorgesetzten, damit sie mir richtig weiterhelfen? – Bringe ich meine Ratlosigkeit immer wieder zu Jesus, damit Er mich mit Seinem Geist erleuchten möge? Suche ich Rat im Blick auf das Kreuz Jesu oder lasse ich mich auf Betrug und Lüge ein, um irdischen Gewinn zu erzielen?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe des Rates, die mir in zweifelhaften Fällen zu erkennen gibt, was ich tun oder lassen und auch anderen raten soll! Amen.
– Die Gabe der Stärke – Jes 11,2
„Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht.“
Katechese: Jesus war erfüllt von den Gaben des Hl. Geistes. Bei Ihm gab es keine Angst vor den Großen dieser Welt, denen Er mutig die Wahrheit sagte. Er hatte auch keine Angst, Sein Leben für die Verbreitung der Liebe Gottes auf Erden einzusetzen.
Überlegung: Das Leben verlangt von uns viel Starkmut, angefangen von unerträglichen Lebenssituationen bis hin zu Beziehungsproblemen, verursacht durch Fremdgehen, Alkohol, Krankheiten etc. – Bitte ich täglich den Hl. Geist, um die Gabe der Stärke, um in der barmherzigen Liebe Jesu wachsen zu können und mich vor den Menschen zu Ihm zu bekennen?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Stärke, die alle Zaghaftigkeit und Menschenfurcht besiegt und mich stärkt, das Laster zu hassen und die Tugend unerschütterlich zu üben und lieber Verachtung, zeitlichen Nachteil, Verfolgung und Tod zu wählen, als Jesus durch Wort oder Tat zu verleugnen. Amen.
– Die Gabe der Erkenntnis – Phil 3,8
„Ich sehe alles als Verlust an, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles übertrifft. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen.“
Katechese: Der göttliche Geist macht den Verstand gelehrig, weich, biegsam und geneigt, die Absichten anderer anzunehmen, die den eigenen widerstreben, besonders wenn es sich um Erkenntnisse von Vorgesetzten handelt. Der böse Geist dagegen verführt zu Trotz und Widerspenstigkeit gegenüber den Lehren des Evangeliums und der Kirche Jesu.
Überlegung: „Als das Blut der Märtyrer floss, hat der Teufel gewütet wie ein wilder Löwe, als die Irrlehren sich verbreiteten, hat er versteckt angegriffen wie eine schleichende Schlange.“ – „Die Hölle stellt zwei Schlachtreihen auf: durch Drohung versucht sie einzuschüchtern, durch Schmeicheln zu Fall zu bringen.“ (hl. Augustinus) – Bitte ich den Hl. Geist um Klarheit und Licht?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Erkenntnis, durch die Du mich innerlich erleuchtest, dass ich mich selbst, die Fallstricke der Eigenliebe, der Leidenschaften, des Teufels und der Welt erkennen kann und die geeigneten Mittel wähle, sie zu überwinden! Amen.
– Die Gabe der Frömmigkeit – Weish 1,1
„Liebt Gerechtigkeit, ihr Herrscher der Erde, denkt in Frömmigkeit an den Herrn, sucht ihn mit reinem Herzen!“
Katechese: In der falsch verstandenen Frömmigkeit treibt der Teufel den Menschen zum Übermaß im Guten an, ohne Rücksicht zu nehmen auf die erforderliche Zeit, den passenden Ort, die gesundheitlichen Verhältnisse und richtet sich oft gegen die Standes- und Berufspflichten.
Überlegung: „Anders muss ein Handwerker fromm sein … anders eine Witwe als ein unverheiratetes Mädchen oder eine in der Ehe lebende Frau. Auch die Ausübung der Frömmigkeit selbst muss der Kraft, der Tätigkeit und der Aufgabe eines jeden in besonderer Weise angepasst sein.“ (hl. Franz v. Sales) – Weiß ich, dass die wahre Frömmigkeit keine Form von Beruf oder Tätigkeit zerstört, sondern sie sogar gefälliger und schöner macht und durch sie die Sorge für die Familie friedvoller, die gegenseitige Liebe von Mann und Frau lauterer und alle Tätigkeiten angenehmer werden?
Gebet: Hl. Geist, gib mir die Gabe der Frömmigkeit, die mir Ehrfurcht vor Gott und göttlichen Dingen und Freude am Umgang mit Ihm einflößt. Amen.
– Die Gabe der Gottesfurcht – 1 Petr 1,17
„Wenn ihr den als VATER anruft, der jeden ohne Ansehen der Person nach seinem Tun beurteilt, dann führt auch, solange ihr in der Fremde seid, ein Leben in Gottesfurcht.“
Katechese: Die Gottesfurcht ist der Anfang der Weisheit (vgl. Sir 1,14), sie macht das Herz froh, gibt Freude, Frohsinn und ein langes Leben (vgl. Sir 1,12). Sie hält von Sünden fern, wer in ihr verbleibt, vertreibt allen Zorn (vgl. Sir 1,21). Sie ist nicht das Gegenteil von Gottesliebe, sondern von Gottlosigkeit. Gott ist ein liebender Gott. Er ist aber auch allmächtig, groß und heilig, ein Gott, vor dem wir uns in Ehrfurcht neigen sollen.
Überlegung: Der hl. Franziskus hatte eine so tiefe Ehrfurcht vor der Hl. Schrift, dass er sie nur in kniender Haltung las. – Ist meine Kniebeuge vor dem Herrn ein Ausdruck meiner kindlichen Ehrfurcht? – Könnte ich voll dankbarer Ehrfurcht das Bildnis des gekreuzigten Heilands küssen? – Spreche ich den Namen Gottes ehrfürchtig aus?
Gebet: Hl. Geist, schenke mir die Gabe der Gottesfurcht, jener kindlichen Furcht, die kein anderes Unglück fürchtet als das, Gott zu missfallen und die daher die Sünde als das größte Übel flieht! Amen.
– Die Frucht des Heiligen Geistes – Gal 5,24-25
„Alle, die zu Christus Jesus gehören, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. Wenn wir aus dem Geist leben, dann wollen wir dem Geist auch folgen.“
Katechese: Der hl. Paulus lädt uns ein, als Christen alle Versuchungen zum Bösen zu „kreuzigen“, damit Christus in uns immer mehr Gestalt annehmen kann. Mit Christus zieht dann Sein Geist in uns ein mit der Frucht der „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.“ (Gal 5,22-23)
Überlegung: Kreuzige ich mit der Kraft des Hl. Geistes alle Werke des „Fleisches“, d.h. unsere schlechten Leidenschaften und Begierden: „Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage“ (Gal 5,19-21)? – Frage ich in zweifelhaften Fällen meinen Schutzengel, was ich tun soll?
Gebet: „Komm, o Heiliger Geist! Erleuchte meinen Verstand, damit ich Deine Gebote erkenne; mach mein Herz stark gegen die Anschläge des Feindes; entflamme meinen Willen ... Ich habe Deine Stimme gehört, und ich möchte nicht hart werden und Widerstand leisten, indem ich sage: später, morgen. ‚Nunc coepi!‘ Jetzt, damit mir das Morgen nicht vielleicht fehlt. O Geist der Wahrheit und der Weisheit, Geist des Verstandes und des Rates, Geist des Jubels und des Friedens! Ich will, was Du willst; ich will, wie Du willst; ich will, wann Du willst. Amen.“ (hl. Josemaría Escrivá)
– Der Böse – Person und Wirklichkeit – Mt 6,9.13
„So sollt ihr beten: Unser VATER im Himmel … rette uns vor dem Bösen.“
Katechese: Wie es der neue Katechismus lehrt, gibt es das Böse wirklich. Die Existenz des Gegenspielers Gottes, des Teufels, ist kein Mythos, kein erfundenes Märchen, um uns Angst zu machen, sondern eine Wirklichkeit, eine Person. Mit dem Bösen ist der Satan gemeint und alle abtrünnigen Engel, die ihm gefolgt sind. Wir brauchen jedoch keine Angst vor ihm zu haben, wenn wir Jesus als Retter angenommen haben. Durch den Kreuzestod Jesu ist er ein besiegter Feind.
Überlegung: Präsident George W. Bush hat im Jahr 2002, der „Achse des Bösen“ den Krieg angesagt, um die „Terroristen“ auszurotten. Doch die Terroristen schossen dadurch erst recht aus dem Boden, wie Pilze nach dem Regen. – Ist es nicht sinnvoller, den Satan als Urheber des Bösen zu sehen, mit Gebet zu bekämpfen und Gott um Schutz vor dem Bösen zu bitten? – Sollten wir nicht wie Jesus für die menschlichen Werkzeuge des Teufels beten und eventuell auch für sie leiden, damit sie sich bekehren?
Gebet: Herr, behüte mich vor allem Bösen, behüte mein Leben! Behüte mich, wenn ich fortgehe und wiederkomme, von nun an bis in Ewigkeit. (vgl. Ps 121,7-8) Amen.
– Engelsturz – Lk 10,18
Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.“
Katechese: Jesus erzählt Seinen Jüngern über den Engelsturz, über den später der hl. Johannes schrieb: „Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel. Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen." (Offb 12,7-9)
Überlegung: In einem Schulbuch für Kinder wird das Fest Halloween fol-gendermaßen erklärt: Ein Lichtengel musste den Himmel verlassen und wurde auf die Erde geworfen. Um ihn zu trösten, gehen Kinder mit Kürbissen durch die Straßen. – Sollten wir nicht besser den Kindern das Gebet zum Erzengel Michael lehren, um sie vor der Bosheit des Teufels zu schützen?
Gebet: Hl. Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe; gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels, sei unser Schutz. „Gott gebiete ihm“, so bitten wir flehentlich; du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stoße den Satan und die anderen bösen Geister, die in der Welt umherschleichen, um die Seelen zu verderben, durch die Kraft Gottes in die Hölle. Amen.
– Der Herrscher dieser Welt – Joh 14,30
„Ich werde nicht mehr viel zu euch sagen; denn es kommt der Herrscher der Welt. Über mich hat er keine Macht.“
Katechese: Der Engel, der auf die Erde gestürzt wurde, ist Satan. Er wird von Jesus als Herrscher dieser Welt bezeichnet. Sein Reich besteht aus Lüge, Hass, Betrug und Bosheit. Seine Reichtümer gibt er denen, die ihn anbeten. Über Jesus hatte er keine Macht, denn Er hat alle Versuchungen überwunden und blieb in der Liebe und Demut treu bis zum Tod.
Überlegung: Vor seinem Sterben sah der hl. Martin den Teufel in der Nähe stehen. Da sprach er: „Was stehst du da, blutige Bestie? Du Finsterer, an mir wirst du nichts finden; mich nimmt der Schoß Abrahams auf!“ – Hat der Teufel noch Macht über mich durch Hass oder Unversöhnlichkeit?
Gebet: Heilige Maria, Mutter Gottes, Du Besiegerin des Teufels, bitte für mich, jetzt und in der Stunde meines Todes! Amen.
– Jesus besiegt den Satan – Joh 12,31
„Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden.“
Katechese: Mit dem Kommen Jesu in die Welt wird das uneingeschränkte Herrschertum des Fürsten der Finsternis, des Teufels beendet. Jesus richtet mit Seinem Leben, Leiden und mit Seiner Auferstehung das Reich des Lichtes und der Liebe auf. Vom Kreuz herab herrscht unser Gott! Das Kreuz ist das Siegeszeichen. Am Kreuz bricht sich die Macht des Bösen, das heißt in der Liebe und Demut Jesu Christi.
Überlegung: „Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.“ (Joh 12,32) – Mache ich immer wieder voll Glauben das Kreuzzeichen über mich und andere Menschen, um in Jesus Geborgenheit und Schutz zu finden vor den Gefahren des Bösen? – Wenn ich Jesus durch die Sünde verlasse, kehre ich dann mit einem Reuegebet schnell wieder zu Ihm zurück, damit der Böse mir nicht schaden kann?
Gebet: VATER, ich opfere Dir die Heiligen Wunden Jesu auf und das Blut, das Er vergossen hat, als Sühne für meine Sünden. Birg mich in Jesu Wunden, damit der böse Feind mich nicht mehr finden und mir nicht schaden kann! Amen.
– Engel des Lichts – 2 Kor 11,14
„Kein Wunder, denn auch der Satan tarnt sich als Engel des Lichts.“
Katechese: Obwohl der Satan von Jesus besiegt wurde, hat er noch Macht durch seine Werkzeuge, die Menschen, die sich ihm zu Diensten stellen. Dabei ist es seine listige Art, dass er sich im ehemaligen Kleid des Lichtengels zeigt, um die Menschen zu täuschen. Er wird auch gerne „Affe Gottes“ genannt, da er nicht fähig ist, etwas Neues zu erfinden, sondern die Heiligen Dinge verdreht und in den Dreck zieht.
Überlegung: Statt dem Glauben baut der Satan die Welt des Aberglaubens auf: Horoskope, Wahrsagerei, weiße Magie, Abbeterei, alternative Heilmethoden durch esoterische Mittel etc. – Ist mir bewusst, dass dem Teufel nicht so viel am menschlichen Leib liegt, sondern dass er die Seele für sich gewinnen will? – Ist mir schon aufgefallen, dass esoterische Mittel den Glauben an den wahren Gott verdunkeln und erschweren?
Gebet: Jesus, Dir leb ich! Jesus, Dir sterb ich! Jesus, Dein bin ich in alle Ewigkeit! Jesus, sei mir barmherzig und rette mich! Amen.
– Lügner von Anfang an – Joh 8,44
Der Teufel „war ein Mörder von Anfang an. Und er steht nicht in der Wahrheit; denn es ist keine Wahrheit in ihm. Wenn er lügt, sagt er das, was aus ihm selbst kommt; denn er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.“
Katechese: Bereits im Paradies belog der Satan Adam und Eva. Genauso belügt er alle Menschen, verspricht ihnen Reichtum, Ehre und Macht, aber nur für kurze Zeit. Viele Menschen gewinnt der Teufel durch die Lüge, dass er und die Hölle nicht existieren. Andere gewinnt er durch die Lüge, dass für alles Unheil, Leid und Katastrophen Gott schuldig ist.
Überlegung: In einem Film kommt der Teufel als Händler in eine Stadt und bietet den Menschen als Geschenk ihre unerfüllten Wünsche an. Als Preis verlangt er eine versteckte böse Tat, wobei andere dabei verdächtigt und bekämpft werden. Erst als die Menschen den Satan als Urheber des Bösen entdecken und ihm absagen, werden sie von dessen Macht befreit.
Gebet: Jesus, hilf uns, alle hinterlistigen Geschosse des Satans zu entdecken und mit dem demütigen Glauben an Dich zu bekämpfen! Amen.
– Luftgeister – Eph 6,12
„Wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.“
Katechese: Mit dem Lichtengel sind viele Engel vom Himmel gestürzt. Sie verkleiden sich auch als harmlose „Esoterikengel“, sind in Wirklichkeit aber auf unser Verderben aus. Sie stacheln unsere Stimmungen und Triebe zum Bösen an, verlocken und versuchen uns. Nach unserem Tod stehen sie plötzlich als unsere Ankläger vor Gott. Im Namen Jesu, mit der Kraft Seines Wortes, können wir sie wie lästige Zecken abschütteln.
Überlegung: Der hl. Antonius sah das Schicksal der Seelen nach dem Tod: Im Luftraum sind widerwärtige Gestalten, die die Seelen hindern wollen, hindurchzugehen. Sie verlangen Rechenschaft, ob sie ihnen durch die Sünde nicht untertänig seien und erheben Anklage. – Weiß ich, dass Jesus durch die Beichte alle bereuten und gebeichteten Sünden für immer auslöscht?
Gebet: Jesus, schon jetzt lege ich meine Sterbestunde voll Vertrauen in Deine Barmherzigkeit! Rette mich vor allen Angriffen des Bösen! Amen.
– Maria, die Schlangenzertreterin – Offb 12,1
„Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.“
Katechese: Die Exegeten sehen in diesem Bild die Kirche, doch dürfen wir in dieser Frau auch Maria sehen, die Mutter der Kirche. Der Satan wurde vom Himmel gestürzt wegen seines stolzen „Non serviam!“ (Ich will nicht dienen!). Maria errang ihre Größe durch ihren demütigen Dienst als gläubige Magd des Herrn. Im Kampf gegen das Böse hat Jesus deshalb Seinen Jüngern Maria als starke Helferin zur Seite gestellt.
Überlegung: Maria ist stärker als die ganze Hölle. Wo sie auftritt, muss der Satan weichen. Bin ich mir bewusst, dass der Böse keinem Kind Mariens wirklich schaden kann, das treu seiner Mutter folgt und ihr vertraut?
Gebet: Hehre Königin des Himmels, höchste Herrin der Engel! Du hast von Gott die Macht und die Sendung erhalten, den Kopf des Satans zu zertreten. Wir bitten Dich demütig: Sende Deine himmlischen Legionen, damit sie unter Deinem Befehle und durch Deine Macht die höllischen Geister verfolgen, sie überall bekämpfen, ihre Verwegenheit zuschanden machen und sie in den Abgrund zurückstoßen! Amen.
– Die Hilfe der Heiligen Engel – Ex 23,20
„Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen und dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe.“
Katechese: Die Gott treu gebliebenen heiligen Engel wollen unser Bestes. Doch sie drängen sich nicht wie die Teufel lästig auf, sondern laden uns sanft zum Guten ein. Sie respektieren unsere Freiheit und können uns nur dann tatkräftig schützen, wenn wir sie darum bitten.
Überlegung: „Der Schutzengel ist immer an unserer Seite, um uns zum Guten anzuhalten und gegen den bösen Feind zu verteidigen, der ohne Unterlass um uns herumschleicht, um uns zum Bösen zu verleiten.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Höre ich gerne auf die Stimme meines hl. Schutzengels, der mich zum Gebet, zur Liebe, Versöhnung und Nachfolge Jesu einlädt?
Gebet: Hl. Schutzengel, durchbrich meine Taubheit, leite mich an zum Guten und beschütze mich vor allen Gefahren für Leib und Seele! Amen.
– Der Sieg Jesu über das Böse – Mt 3,16
„Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.“
Katechese: Obwohl Jesus ohne jede Sünde war, bat Er Johannes den Täufer um die Bußtaufe im Jordan. Das Geheimnis Seiner Bitte lag in Seiner Mission, stellvertretend für die Menschen die Sünden auf Sich zu nehmen, für sie Sühne zu leisten und sie der Macht des Satans zu entreißen. Er stellte damit ihre verlorene Verbindung mit dem Himmlischen VATER wieder her und schenkt allen, die Ihm glauben und sich taufen lassen, die Gotteskindschaft mit der Fülle des Hl. Geistes.
Überlegung: „Das Haupt des Drachen hat der Herr im Jordan zerschmettert und alles aus seiner Gewalt befreit.“ (SB I/335) – Ist mir bewusst, dass Jesus den Satan besiegt hat und allen, die an Ihn glauben, die Befreiung aus dessen Herrschaftsbereich (= Gottlosigkeit, Hass, Lüge, Angst, Stolz etc.) anbietet? – Nehme ich die Errettung vom Bösen aus der Hand Jesu an, indem ich an Ihn glaube und mein Taufversprechen erneuere, d.h. allem Bösen absage und Jesus als Herrn annehme?
Gebet: Jesus, mein Erlöser, in Deinem Namen widersage ich dem Satan, all seinen Werken und allem Bösen und übergebe Dir mein Leben! Amen.
– Befreiung der Bedrängten – Mk 1,27
„Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.“
Katechese: Gleich zu Beginn Seines Wirkens zeigte Jesus, dass das Böse in der Welt durch Ihn besiegt wird. Mit dem Befehl „Schweig und verlass ihn!“ (Mk 1,25) befreite Er einen Besessenen vom unreinen Geist. Der Sündenfall gibt dem Bösen das Recht, den Menschen zu quälen. Jesus aber, der die Sünden der Welt gesühnt hat, besitzt die Vollmacht, alle Menschen, die Ihn darum bitten, aus dem Elend zu befreien.
Überlegung: „Trotz meines Widerstrebens hast Du alle schlechten Bande gelöst, die mich von Dir ferngehalten hätten. Wie gut bist Du! … Deine Hand allein hat dieses Werk begonnen … Nur so konnte meine Seele für die Wahrheit vorbereitet werden. Der böse Geist herrscht zu sehr über eine Seele, die nicht rein ist, als dass die Wahrheit in ihr Eingang finden könnte. Guter Hirt, Du wolltest bei mir eintreten und hast Deinen Feind, den Dämon unlauterer Begierden, aus mir vertrieben.“ (sel. Charles de Foucauld)
Gebet: Jesus, immer wieder sündige ich und gebe dem Bösen Anrecht, mich zu quälen. Errette mich vor dem Bösen und stärke mich im Guten! Amen.
– Heilung der Kranken – Mk 1,30-31
„Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. … Jesus ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr, und sie sorgte für sie.“
Katechese: Der Mensch leidet unter vielen Krankheiten, die ihre Ursache in der menschlichen Gebrechlichkeit und Begrenztheit und in der Wirkung des Bösen haben (vgl. Papst Benedikt XVI.). Jesus ging nicht teilnahmslos am Leid der Menschen vorüber, sondern heilte viele Kranke (vgl. Mk 1,34).
Überlegung: „Jesus hat den Kranken, die zu Ihm kamen, nicht gesagt: Leidet geduldig!, sondern Er hat sie gesund gemacht, damit der VATER durch Ihn verherrlicht werde.“ (Niklaus Wolf) – Bitte ich in schweren Krankheiten den Priester um das Sakrament der Krankensalbung, in dem Jesus selbst kommt, um den Leidenden zu trösten, zu stärken und aufzurichten?
Gebet: Jesus, heile meine Seele und meinen Körper, damit ich meine Pflichten zu Deiner Ehre weiterhin gut erfüllen kann! Amen.
– Trost der Trauernden – Lk 7,12-15
„Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. … Jesus ging zu der Bahre hin und fasste sie an. … und sagte: Ich befehle dir, junger Mann, steh auf! Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen.“
Katechese: Das größte Leid, das wir Menschen erfahren, ist der Tod. Jesus selbst hat mehrmals Tote auferweckt, so wie hier den jungen Mann von Nain. Doch lehrt Er uns, keine Angst zu haben vor dem Tod des Körpers, sondern vor dem Tod der Seele, der allen droht, die in ihrem Leben die Erlösung Jesu nicht annehmen wollen. Jesus hat uns vom ewigen Tod befreit, indem Er selbst den Tod am Kreuz auf Sich genommen hat.
Überlegung: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ (Joh 11,25) – Bitte ich um die geistige Auferweckung und um neues Leben für meine todkranke Seele in der hl. Beichte, wenn ich in schwere Sünde geraten bin? – Danke ich Jesus, dass wir Christen die Hoffnung auf ein wunderbares Leben nach dem Tod haben?
Gebet: Gelobt seist Du, mein Herr, durch unsere Schwester, den leiblichen Tod; ihm kann kein Mensch lebend entrinnen. Wehe jenen, die in schwerer Sünde sterben. Selig jene, die sich in Deinem heiligsten Willen finden, denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun! Amen. (hl. Franz v. Assisi)
– Speise der Hungernden – Lk 9,17
„Alle aßen und wurden satt. Als man die übriggebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es zwölf Körbe voll.“
Katechese: Viele Menschen leiden unter Hunger und Durst. In Seiner göttlichen Vollmacht vermehrte Jesus mehrmals Brote für viele Menschen und gab Seinen Jüngern den Auftrag, ihr Brot mit den Hungernden zu teilen. Doch Jesus dachte dabei nicht nur an den Hunger des Leibes, sondern auch an den der Seele, und schenkt sich allen Menschen im Brot des Lebens, in der Hl. Kommunion.
Überlegung: „Die Kommunion wirkt auf die Seele wie ein Windstoß in ein erlöschendes Feuer, in dem noch Glut vorhanden ist. Ein Windstoß und das Feuer brennt wieder.“ (hl. Pfarrer v. Ars) – Lasse ich mich von der Liebe Jesu in der Hl. Kommunion neu entflammen? – Wie helfe ich den Hungernden?
Gebet: Jesus, täglich verhungern Menschen seelisch und körperlich. Lass mich nicht gleichgültig an ihrem Leid vorübergehen! Amen.
– Hilfe für die Eheleute – Joh 2,3
„Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr.“
Katechese: Jesus war zu einer Hochzeit eingeladen, die nach jüdischem Brauch eine Woche dauerte. Nach einigen Tagen ging der Wein aus. Auf die Bitte Mariens hin wirkte Jesus Sein erstes Wunder und verwandelte Wasser in Wein. Dieses Wunder ist auch ein Hinweis Jesu auf Seine besondere Gegenwart und Hilfe im Ehesakrament. Wenn Eheleute sich mit Vertrauen in ihren alltäglichen Problemen, Schwierigkeiten und Sorgen an Ihn wenden, lässt Er sie nicht allein und wirkt immer wieder Wunder.
Überlegung: „Oh, wenn die Menschen doch Glauben hätten, wie glücklich könnten sie sein! Im Namen Jesu würden sie alles erhalten!“ (Niklaus Wolf) – Lade ich Jesus, Maria und Josef in meine Familie ein, damit sie uns in den alltäglichen Sorgen und Nöten beistehen und das Böse vertreiben?
Gebet: O hl. Josef, du halt Haus und gieß des Himmels Segen aus… Dir geb ich heut mit frohem Blick den Schlüssel zu des Hauses Glück: O schließe du doch alles aus, was schaden könnte unserm Haus. Schließ all die Meinen und auch mich in Jesu Herz, das bitt ich dich! Dass hier uns jeder Tag vergeht wie dir im Haus zu Nazareth! Amen.
– Hilfe der Kinder – Mk 10,16
„Jesus nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.“
Katechese: Jesus liebte die Kinder sehr und wurde sogar unwillig, als die Jünger die Kinder abweisen wollten. Kinder haben teilweise große Nöte und Ängste durch Mangel an Zeit und Zuwendung von Seiten ihrer Eltern. Wenn sie keine Hilfe erfahren, verfallen sie in vielerlei Süchte. Auch sie brauchen den täglichen Segen ihrer Eltern und Großeltern. Sie brauchen Jesus!
Überlegung: Sr. Elvira, die Gründerin der Heime für drogenabhängige Jugendliche, bezeichnet als Ursache vieler Süchte den Mangel an Liebe, den die Kinder in ihrem Leben erfahren haben, der schon darin bestand, dass die Eltern kaum Zeit für sie hatten. Heilung finden sie in ihren Heimen im täglichen Gebet, körperlicher Arbeit und in der Betreuung durch einen lebendigen Schutzengel (= geheilte Person), der sich 24 Stunden am Tag um sie kümmert.
Gebet: Jesus, wir bringen Dir alle Kinder der Welt: Nimm sie in Deine Arme, lege ihnen die Hände auf und segne sie! Amen.
– Rettung in Katastrophen – Mk 4,39
„Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein.“
Katechese: Die Jünger fuhren mit Jesus über den See als ein gewaltiger Sturm hereinbrach und das Boot fast zum Kentern brachte. Mit der Kraft Seines Wortes befreite Jesus sie aus der Gefahr der Naturgewalt. Seine Segensmacht hinterließ Jesus den Priestern, die in Seinem Namen den Auftrag haben, zu segnen und das Böse zu bannen.
Überlegung: In Sizilien, wenn der Vulkan Ätna seine Lava spukt und jegliche menschliche Hilfe versagt, wenden sich die Menschen an den Bischof. Auf das Segensgebet hin werden sie immer wieder von ihrer Not befreit, wie auch im Jahre 2002. – Glaube ich an die Segensmacht Christi durch den Priester und bitte ihn um Wettersegen, Kindersegen, Haussegen etc.?
Gebet: Jesus, ich glaube, dass Du selbst durch den Priester segnest, wenn er segnet. Bewahre uns durch den Priestersegen vor allem Unheil! Amen.
– Politische Befreiung? – Apg 1,6
„Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her?“
Katechese: Viele sahen in Jesus einen politischen Befreier und erwarteten von Ihm die Befreiung aus der Besatzungsmacht der Römer. Doch Jesus ging es nicht zuerst um die äußere Freiheit und ein irdisches Königreich. Er schenkt die innere Freiheit aus der Sklaverei des Bösen.
Überlegung: „Als Maria ihr Ja-Wort sprach, da begann das Gottesreich auf Erden, und sie war Seine erste Bürgerin. Und alle, die sich vor und nach der Geburt des Kindes in Wort und Tat zu Ihm bekannten … traten in das Gottesreich ein. Es ist anders geworden, als man sich nach den Psalmen und den Propheten die Herrschaft Gottes gedacht hatte. Die Römer blieben die Herren im Lande … Unsichtbar trug jeder, der dem Herrn angehörte, sein Himmelreich in sich. Seine irdische Bürde wurde ihm nicht abgenommen, ja sogar noch manche andere dazugelegt, aber was Er in sich hatte, war eine beschwingende Kraft, die das Joch sanft machte und die Last leicht (vgl. Mt 11,29f).“ (hl. Edith Stein)
Gebet: Jesus, Du schenkst uns die Freiheit der Kinder Gottes. Bewahre uns davor, von neuem das Joch der Sünde und des Bösen auf uns zu laden! Amen.
– Segen für die Mission – Lk 24,50-51
Jesus führte „sie hinaus in die Nähe von Betanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie. Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben.“
Katechese: Bevor Jesus Seine Jünger verließ und zum Himmlischen VATER zurückkehrte, segnete Er sie und gab ihnen den Auftrag, der ganzen Welt zu verkünden: „Jesus, der Retter ist da! Er will auch dich aus der Macht des Bösen entreißen und zu einem geliebten Kind Gottes machen! Kehr also um von deinen bösen Wegen und hör auf die Stimme Jesu!“ Der Segen Jesu schenkte ihnen großen Erfolg, denn Scharen von Menschen entschieden sich für Jesus. Der Segen Jesu stärkte sie auch in allen Mühen und Leiden, die mit ihrem Einsatz für das Gute verbunden waren.
Überlegung: „Hierzulande werden viele Leute nur deswegen nicht Christen, weil sie niemand dazu macht! … Die Kinder ließen mich nicht zum Essen und Schlafen kommen, bevor ich ihnen nicht irgendein Gebet beigebracht hatte. … Ich begann mit dem ‚Ehre sei dem Vater‘ und prägte ihnen das ‚Glaubensbekenntnis‘, das ‚Vaterunser‘ und das ‚Ave Maria‘ ein.“ (hl. Franz von Xaver) – Ist mir bewusst, dass Jesus Seinen Segen auch mir spendet und mich als Seinen Apostel aussendet?
Gebet: Jesus, viele Menschen wissen nichts von Gott und Deinem Sieg über das Böse! Gib uns Deinen Segen, um eifrig Dein Reich zu verkünden! Amen.
– Gott bewahrt vor dem Bösen – Joh 17,15
„Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.“
Katechese: Jesus kannte die großen Gefahren, die Seine Jünger erwarteten und betete deshalb für sie um Bewahrung vor dem Bösen. Denn der Teufel verlangte, sie zu sieben wie den Weizen (vgl. Lk 22,31), durch den Versuch, sie von Jesus zu trennen. Ohne die Hilfe Jesu, erliegt jeder den Intrigen und der Hinterhältigkeit des Bösen. Wer sich voll Vertrauen in die Arme Gottes wirft, kommt sicher durch alle Gefahren des Lebens.
Überlegung: Manche Menschen haben Angst davor zu beten: „VATER, mach mit mir, was Du willst! Dein Wille geschehe!“, denn sie befürchten dann das Allerschlimmste. – Ist mir bewusst, dass gerade dann, wenn ich mich vertrauensvoll in die Arme Gottes werfe und um Seine Führung bitte, Er mich von allem Bösen befreit und bewahrt? – Erkenne ich die List des Satans, der meinen Eigenwillen unterstützt und mich so auf Abwege führt?
Gebet: „Herr, wie Du willst, soll mir gescheh‘n, und wie Du willst, so will ich geh‘n, hilf, Deinen Willen nur versteh‘n. Herr, wann Du willst, dann ist es Zeit, und wann Du willst, bin ich bereit, heut und in alle Ewigkeit. Herr, was Du willst, das nehm‘ ich hin, und was Du willst, ist mir Gewinn, genug, dass ich Dein Eigen bin. Herr, weil Du‘s willst, d‘rum ist es gut, und weil Du‘s willst, d‘rum hab‘ ich Mut, mein Herz in Deinen Händen ruht.“ (sel. P. Rupert Mayer)
– Vollmacht der Jünger Jesu – Lk 10,19
„Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können.“
Katechese: Jesus hat Seine Macht über das Böse in der Welt Seinen Jüngern übertragen. Sie erfahren Seine Kraft, wenn sie an Jesus glauben und voll Vertrauen in allen Gefahren, Versuchungen und Krankheiten Seinen Heiligsten Namen anrufen. Doch sollen wir uns nichts auf unsere „Macht“ einbilden, sondern dankbar und demütig erkennen, dass unser VATER im Himmel uns liebt und in allen Nöten beisteht.
Überlegung: „Wenn wir Jesus recht liebten und mit Ihm und in Seinem Namen wider die Hölle streiten würden, wie viele und wie große Verherrlichungen des hl. Namens Jesu würden geschehen, wie viele Sünder bekehrt, wie viele Uneinigkeiten würden behoben, deren Urheber der Teufel ist … Wie viele Übel und Krankheiten würden wir vertreiben, die uns zum Dienst Gottes und zur Erfüllung unserer Berufspflichten untauglich machen.“ (Niklaus Wolf)
Gebet: Hl. Erzengel Michael, steh uns bei im Kampfe und hilf uns, alles Böse im Namen Jesu unter unseren Füßen zu zertreten! Amen.
– Vollmacht der Jünger Jesu – Lk 10,19
„Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können.“
Katechese: Jesus hat Seine Macht über das Böse in der Welt Seinen Jüngern übertragen. Sie erfahren Seine Kraft, wenn sie an Jesus glauben und voll Vertrauen in allen Gefahren, Versuchungen und Krankheiten Seinen Heiligsten Namen anrufen. Doch sollen wir uns nichts auf unsere „Macht“ einbilden, sondern dankbar und demütig erkennen, dass unser VATER im Himmel uns liebt und in allen Nöten beisteht.
Überlegung: „Wenn wir Jesus recht liebten und mit Ihm und in Seinem Namen wider die Hölle streiten würden, wie viele und wie große Verherrlichungen des hl. Namens Jesu würden geschehen, wie viele Sünder bekehrt, wie viele Uneinigkeiten würden behoben, deren Urheber der Teufel ist … Wie viele Übel und Krankheiten würden wir vertreiben, die uns zum Dienst Gottes und zur Erfüllung unserer Berufspflichten untauglich machen.“ (Niklaus Wolf)
Gebet: Hl. Erzengel Michael, steh uns bei im Kampfe und hilf uns, alles Böse im Namen Jesu unter unseren Füßen zu zertreten! Amen.
– Entscheidung befreit vom Bösen – Apg 19,18-19
„Viele, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten offen, was sie (früher) getan hatten und nicht wenige, die Zauberei getrieben hatten, brachten ihre Zauberbücher herbei und verbrannten sie vor aller Augen.“
Katechese: Paulus verkündete das Evangelium in Ephesus. Die Menschen nahmen das Wort Gottes ernst, sagten ihrem schlechten Treiben ab und verbrannten die Zauberbücher, die sie an das Böse gebunden hielten. Durch die Durchtrennung dieser negativen Bindungen erstarkte das Wort Gottes in ihrem Leben und erfüllte sie mit reichem Segen (vgl. Apg 19,20).
Überlegung: Eine Person konnte in ihrem Herzen Jesus nicht anbeten, bis zu diesem Moment, wo sie sich von ihrem Skarabäusanhänger trennte und diesem Geist absagte. – Ist mir bewusst, dass okkulte oder esoterische Gegenstände Bindungen an das Böse darstellen, die den Segen Gottes verhindern? – Widersage ich allem Bösen und übergebe mein Leben Jesus?
Gebet: Jesus, Du bist in diese Welt gekommen, um uns aus der Macht des Bösen zu retten. Trenne mich von allem, was mich hindert zu Dir! Amen.
– Entscheidung befreit vom Bösen – Apg 19,18-19
„Viele, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten offen, was sie (früher) getan hatten und nicht wenige, die Zauberei getrieben hatten, brachten ihre Zauberbücher herbei und verbrannten sie vor aller Augen.“
Katechese: Paulus verkündete das Evangelium in Ephesus. Die Menschen nahmen das Wort Gottes ernst, sagten ihrem schlechten Treiben ab und verbrannten die Zauberbücher, die sie an das Böse gebunden hielten. Durch die Durchtrennung dieser negativen Bindungen erstarkte das Wort Gottes in ihrem Leben und erfüllte sie mit reichem Segen (vgl. Apg 19,20).
Überlegung: Eine Person konnte in ihrem Herzen Jesus nicht anbeten, bis zu diesem Moment, wo sie sich von ihrem Skarabäusanhänger trennte und diesem Geist absagte. – Ist mir bewusst, dass okkulte oder esoterische Gegenstände Bindungen an das Böse darstellen, die den Segen Gottes verhindern? – Widersage ich allem Bösen und übergebe mein Leben Jesus?
Gebet: Jesus, Du bist in diese Welt gekommen, um uns aus der Macht des Bösen zu retten. Trenne mich von allem, was mich hindert zu Dir! Amen.
– Das geschützte Haus – Mt 7,24
„Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.“
Katechese: Unser Schicksal wurzelt in unserer freien Willensentscheidung. Wenn wir uns für Jesus entscheiden und unser Leben nach Seinem Wort ausrichten, begleitet uns der Segen Gottes. Es können dann die Stürme toben und an unserem Lebenshaus rütteln, aber es wird nicht einstürzen, denn Jesus selbst wird uns Sicherheit und Schutz gewähren.
Überlegung: „Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun?“ (Mk 10,51) – Ist mir bewusst, dass Jesus, Maria und die hl. Engel unseren freien Willen respektieren und auf unsere Entscheidung warten, um uns helfen zu können? – Weiß ich, dass der böse Geist sich dagegen aufdrängt, gegen Gott aufhetzt und damit bewirkt, dass das „Haus“ (= Leben) einstürzt? – Wende ich mich vor Reisen, Aufgaben, wichtigen Gesprächen etc. an Jesus und bitte um Seinen Segen und Schutz?
Gebet: Herr, Du bist mein Fels, meine Burg, mein Retter, meine Feste, in der ich mich berge, mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht. (vgl. Ps 18,3) Amen.
– Das geschützte Haus – Mt 7,24
„Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.“
Katechese: Unser Schicksal wurzelt in unserer freien Willensentscheidung. Wenn wir uns für Jesus entscheiden und unser Leben nach Seinem Wort ausrichten, begleitet uns der Segen Gottes. Es können dann die Stürme toben und an unserem Lebenshaus rütteln, aber es wird nicht einstürzen, denn Jesus selbst wird uns Sicherheit und Schutz gewähren.
Überlegung: „Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun?“ (Mk 10,51) – Ist mir bewusst, dass Jesus, Maria und die hl. Engel unseren freien Willen respektieren und auf unsere Entscheidung warten, um uns helfen zu können? – Weiß ich, dass der böse Geist sich dagegen aufdrängt, gegen Gott aufhetzt und damit bewirkt, dass das „Haus“ (= Leben) einstürzt? – Wende ich mich vor Reisen, Aufgaben, wichtigen Gesprächen etc. an Jesus und bitte um Seinen Segen und Schutz?
Gebet: Herr, Du bist mein Fels, meine Burg, mein Retter, meine Feste, in der ich mich berge, mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht. (vgl. Ps 18,3) Amen.
– Das Böse besiegen – Lk 6,28
„Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.“
Katechese: Am Heiligen Abend schauen wir auf Maria und Josef, die für die Geburt des Jesuskindes eine Herberge suchten. Überall wurden sie abgewiesen und fanden nur Platz in einem Stall. Aus ihrem Mund kam keine Klage, keine Verwünschung. Gewiss segnete Jesus schon im Schoß Marias alle Menschen, die sie abwiesen, und vergab ihnen.
Überlegung: Bei den Überschwemmungen in Australien wurde eine Mutter mit ihren beiden Kindern im Auto von den Wassermassen erfasst. Als ein Helfer den 13-jährigen Buben aus dem Auto reißen wollte, sagte er: Nimm zuerst meinen 10-jährigen Bruder! Der kleine Bruder wurde gerettet, der andere ertrank. – Bitte ich Jesus um die Kraft, Liebe und Segen weiter zu schenken? – Bitten wir heute das Jesuskind um die Gnade, dass wir unseren Nächsten nicht abweisen, sondern auch in den Kleinigkeiten des Alltags zum Segen werden, durch unser Handeln und Reden.
Gebet: Jesus, hilf mir, mit allen Frieden zu schließen und meinen Peinigern zu verzeihen, damit es in meinem Herzen Weihnachten werden kann! Amen.
– Das Böse besiegen – Lk 6,28
„Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.“
Katechese: Am Heiligen Abend schauen wir auf Maria und Josef, die für die Geburt des Jesuskindes eine Herberge suchten. Überall wurden sie abgewiesen und fanden nur Platz in einem Stall. Aus ihrem Mund kam keine Klage, keine Verwünschung. Gewiss segnete Jesus schon im Schoß Marias alle Menschen, die sie abwiesen, und vergab ihnen.
Überlegung: Bei den Überschwemmungen in Australien wurde eine Mutter mit ihren beiden Kindern im Auto von den Wassermassen erfasst. Als ein Helfer den 13-jährigen Buben aus dem Auto reißen wollte, sagte er: Nimm zuerst meinen 10-jährigen Bruder! Der kleine Bruder wurde gerettet, der andere ertrank. – Bitte ich Jesus um die Kraft, Liebe und Segen weiter zu schenken? – Bitten wir heute das Jesuskind um die Gnade, dass wir unseren Nächsten nicht abweisen, sondern auch in den Kleinigkeiten des Alltags zum Segen werden, durch unser Handeln und Reden.
Gebet: Jesus, hilf mir, mit allen Frieden zu schließen und meinen Peinigern zu verzeihen, damit es in meinem Herzen Weihnachten werden kann! Amen.
– Den Segen Jesu aufnehmen – Joh 1,12
„Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben.“
Katechese: Am Weihnachtsfest danken wir Gott, dass „er uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet hat durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.“ (Eph 1,3) Gott hat uns Jesus als Retter geschickt, aber nicht nur, um uns aus der Macht des Bösen zu befreien, sondern auch, um uns mit der unvorstellbar großen Würde zu beschenken, Seine Kinder zu werden. Durch den Glauben an den Heiligsten Namen Jesu können wir täglich aus dieser Kraftquelle schöpfen.
Überlegung: „Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren und nicht in Dir: Du bleibst noch ewiglich verloren.“ (Angelus Silesius) – Bereite ich Jesus eine Krippe in meinem Herzen und nehme Ihn liebevoll auf? – Richte ich in allen Gefahren, Versuchungen und Nöten meinen Blick auf das Jesuskind, um allem Bösen zu entrinnen und in der Liebe zu wachsen?
Gebet: Maria, hilf uns, Jesus in unserem Herzen eine Wohnung zu bereiten und Ihn zu allen Menschen zu tragen, die Seiner Hilfe bedürfen! Amen.
– Den Segen Jesu aufnehmen – Joh 1,12
„Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben.“
Katechese: Am Weihnachtsfest danken wir Gott, dass „er uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet hat durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.“ (Eph 1,3) Gott hat uns Jesus als Retter geschickt, aber nicht nur, um uns aus der Macht des Bösen zu befreien, sondern auch, um uns mit der unvorstellbar großen Würde zu beschenken, Seine Kinder zu werden. Durch den Glauben an den Heiligsten Namen Jesu können wir täglich aus dieser Kraftquelle schöpfen.
Überlegung: „Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren und nicht in Dir: Du bleibst noch ewiglich verloren.“ (Angelus Silesius) – Bereite ich Jesus eine Krippe in meinem Herzen und nehme Ihn liebevoll auf? – Richte ich in allen Gefahren, Versuchungen und Nöten meinen Blick auf das Jesuskind, um allem Bösen zu entrinnen und in der Liebe zu wachsen?
Gebet: Maria, hilf uns, Jesus in unserem Herzen eine Wohnung zu bereiten und Ihn zu allen Menschen zu tragen, die Seiner Hilfe bedürfen! Amen.
– Berufung zum Segnen – 1 Petr 3,9
„… Segnet, denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen.“
Katechese: Unsere Berufung ist, Jesus, Sein Licht und Seine Liebe in die finstere, hasserfüllte Welt hineinzutragen. Das geschieht durch das Segnen. Das Wort „segnen“ kommt von „bene dicere“ und bedeutet: Gutes sagen, Gutes weitergeben. Wenn wir segnen, dann segnet Gott durch uns und entreißt Menschen und auch Dinge aus der Macht des Bösen.
Überlegung: „Einer Kranken, die ihren Mann hasste, riet ich, ihn zu segnen … Ich bat sie liebevoll, es doch zu versuchen: ‚Ich segne Dich, Du liebes Menschenkind, im Namen Jesu Christi!‘ immer wieder, immer wieder … – Nach ein paar Wochen rief sie mich an und erzählte: ‚Ich habe Ihnen zuliebe diesen Segen erst mal nur so daher geplappert … Und dann habe ich gemerkt, dass es immer leichter ging und immer ein bisschen mehr Herz mit hineinkam. Und nun kann ich es aus tiefstem Herzen sagen. Mein Mann hat sich sehr gewandelt; es ist alles leichter geworden.‘“ (Ellen Paetsch)
Gebet: Hl. Stephanus, sterbend hast du deine Mörder gesegnet und für sie gebetet. Hilf auch uns, Segensbringer in unserem Alltag zu sein! Amen.
– Berufung zum Segnen – 1 Petr 3,9
„… Segnet, denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen.“
Katechese: Unsere Berufung ist, Jesus, Sein Licht und Seine Liebe in die finstere, hasserfüllte Welt hineinzutragen. Das geschieht durch das Segnen. Das Wort „segnen“ kommt von „bene dicere“ und bedeutet: Gutes sagen, Gutes weitergeben. Wenn wir segnen, dann segnet Gott durch uns und entreißt Menschen und auch Dinge aus der Macht des Bösen.
Überlegung: „Einer Kranken, die ihren Mann hasste, riet ich, ihn zu segnen … Ich bat sie liebevoll, es doch zu versuchen: ‚Ich segne Dich, Du liebes Menschenkind, im Namen Jesu Christi!‘ immer wieder, immer wieder … – Nach ein paar Wochen rief sie mich an und erzählte: ‚Ich habe Ihnen zuliebe diesen Segen erst mal nur so daher geplappert … Und dann habe ich gemerkt, dass es immer leichter ging und immer ein bisschen mehr Herz mit hineinkam. Und nun kann ich es aus tiefstem Herzen sagen. Mein Mann hat sich sehr gewandelt; es ist alles leichter geworden.‘“ (Ellen Paetsch)
Gebet: Hl. Stephanus, sterbend hast du deine Mörder gesegnet und für sie gebetet. Hilf auch uns, Segensbringer in unserem Alltag zu sein! Amen.
– Fluch oder Segen? – Jak 3,10
„Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein.“
Katechese: Jedes Wort hat eine große Kraft. Gute Worte schenken Liebe und Frieden (= Segen), böse Worte dagegen säen Hass und Traurigkeit (= Fluch). Im Kampf gegen das Böse sollten wir also Flüche, Verwünschungen und negative Festlegungen meiden (z.B.: „Das schaff ich nie!“). Dadurch öffnet man Türen für das Böse. Durch das Segnen im Namen Jesu bannen und besiegen wir das Böse und errichten das Reich der Liebe Jesu.
Überlegung: Bereits Sokrates lehrte die Menschen, ihre Worte durch drei Siebe laufen zu lassen, bevor wir sie aussprechen: Sind meine Worte wahr, sind sie gut, sind sie notwendig? – Können mir Menschen zu Recht den Vorwurf machen, dass ich in der Kirche fromm bete, aber danach mit meinen Worten viel Unheil anrichte? – Bemühe ich mich, die Menschen im Namen Jesu zu segnen?
Gebet: Jesus, über jedes unnütze, schlechte Wort müssen wir Rechenschaft vor Dir ablegen. (vgl. Mt 12,36) Bewahre uns vor allem negativen Reden! Amen.
– Fluch oder Segen? – Jak 3,10
„Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein.“
Katechese: Jedes Wort hat eine große Kraft. Gute Worte schenken Liebe und Frieden (= Segen), böse Worte dagegen säen Hass und Traurigkeit (= Fluch). Im Kampf gegen das Böse sollten wir also Flüche, Verwünschungen und negative Festlegungen meiden (z.B.: „Das schaff ich nie!“). Dadurch öffnet man Türen für das Böse. Durch das Segnen im Namen Jesu bannen und besiegen wir das Böse und errichten das Reich der Liebe Jesu.
Überlegung: Bereits Sokrates lehrte die Menschen, ihre Worte durch drei Siebe laufen zu lassen, bevor wir sie aussprechen: Sind meine Worte wahr, sind sie gut, sind sie notwendig? – Können mir Menschen zu Recht den Vorwurf machen, dass ich in der Kirche fromm bete, aber danach mit meinen Worten viel Unheil anrichte? – Bemühe ich mich, die Menschen im Namen Jesu zu segnen?
Gebet: Jesus, über jedes unnütze, schlechte Wort müssen wir Rechenschaft vor Dir ablegen. (vgl. Mt 12,36) Bewahre uns vor allem negativen Reden! Amen.
– Muttersegen – Lk 1,42
„Elisabeth rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.“
Katechese: Maria trug in ihrem Schoß das Jesuskind, als sie zu Elisabeth eilte, um ihr zu helfen. Elisabeth begrüßte beide mit herzlichen Segensworten und ihr Kind hüpfte vor Freude in ihrem Schoß. Heute wissen wir, dass das Kind im Mutterschoß bereits vieles spürt, besonders die Annahme oder Ablehnung seitens der Mutter. So kann schon eine Mutter ihrem ungeborenen Kind Segen zukommen lassen und unnötiges Leid ersparen, indem sie es annimmt und nicht ablehnt.
Überlegung: Die Segensgebete der Kirche beinhalten auch den Segen für werdende Mütter, worin Jesus gebeten wird, das wachsende Kind vor allem Bösen und Krankheiten zu bewahren. – Wenn ich schwangeren Frauen begegne, segne ich sie wohlwollend? – Erinnere ich schwangere Mütter daran, mit dem Baby zu sprechen und es zu segnen? – Weiß ich, dass der Segen Krankheiten verhindert oder nicht ausbrechen lässt?
Gebet: Herr, wir danken Dir für das Wunder des Lebens. Schütze alle Kinder vor der Gefahr der Abtreibung und vor allem Negativen! Amen.
– Muttersegen – Lk 1,42
„Elisabeth rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.“
Katechese: Maria trug in ihrem Schoß das Jesuskind, als sie zu Elisabeth eilte, um ihr zu helfen. Elisabeth begrüßte beide mit herzlichen Segensworten und ihr Kind hüpfte vor Freude in ihrem Schoß. Heute wissen wir, dass das Kind im Mutterschoß bereits vieles spürt, besonders die Annahme oder Ablehnung seitens der Mutter. So kann schon eine Mutter ihrem ungeborenen Kind Segen zukommen lassen und unnötiges Leid ersparen, indem sie es annimmt und nicht ablehnt.
Überlegung: Die Segensgebete der Kirche beinhalten auch den Segen für werdende Mütter, worin Jesus gebeten wird, das wachsende Kind vor allem Bösen und Krankheiten zu bewahren. – Wenn ich schwangeren Frauen begegne, segne ich sie wohlwollend? – Erinnere ich schwangere Mütter daran, mit dem Baby zu sprechen und es zu segnen? – Weiß ich, dass der Segen Krankheiten verhindert oder nicht ausbrechen lässt?
Gebet: Herr, wir danken Dir für das Wunder des Lebens. Schütze alle Kinder vor der Gefahr der Abtreibung und vor allem Negativen! Amen.
– Der Vatersegen – Gen 12,2-3
„Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen.“
Katechese: Abraham hörte in allem auf die Stimme Gottes und wurde von Gott dafür reich beschenkt und von allem Bösen errettet. So galt bereits im Alten Testament die Regel: Auf Gottes Wort hören, bewirkt Segen – Gottes Wort verachten, bringt Unheil und Fluch. Den Segen Gottes schenkte Abraham somit seinen Kindern und seinem Volk.
Überlegung: „Ihr sollt wissen, dass ich alle meine Kinder und Enkelkinder einzeln täglich segne!“, sagte ein Großvater zu seinen acht Kindern und 26 Enkelkindern. Täglich erbat er den Segen Gottes zuerst selbst bei der hl. Messe und durch seine Gebete. – Segne ich täglich meine Familie, Arbeitskollegen und Menschen, denen ich begegne? – Nehme ich mir täglich Zeit, um selbst aus der Segensquelle Jesu zu schöpfen durch das Gebet und durch die Betrachtung Seiner lebendigen Worte?
Gebet: Jesus, heute bringe ich Dir meine Familie mit all ihren Nöten und Sorgen! Segne uns und bewahre uns vor allem Unheil und Schaden! Amen.
– Der Vatersegen – Gen 12,2-3
„Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen.“
Katechese: Abraham hörte in allem auf die Stimme Gottes und wurde von Gott dafür reich beschenkt und von allem Bösen errettet. So galt bereits im Alten Testament die Regel: Auf Gottes Wort hören, bewirkt Segen – Gottes Wort verachten, bringt Unheil und Fluch. Den Segen Gottes schenkte Abraham somit seinen Kindern und seinem Volk.
Überlegung: „Ihr sollt wissen, dass ich alle meine Kinder und Enkelkinder einzeln täglich segne!“, sagte ein Großvater zu seinen acht Kindern und 26 Enkelkindern. Täglich erbat er den Segen Gottes zuerst selbst bei der hl. Messe und durch seine Gebete. – Segne ich täglich meine Familie, Arbeitskollegen und Menschen, denen ich begegne? – Nehme ich mir täglich Zeit, um selbst aus der Segensquelle Jesu zu schöpfen durch das Gebet und durch die Betrachtung Seiner lebendigen Worte?
Gebet: Jesus, heute bringe ich Dir meine Familie mit all ihren Nöten und Sorgen! Segne uns und bewahre uns vor allem Unheil und Schaden! Amen.
– Segen der Speisen – Mk 8,7
„Sie hatten auch noch ein paar Fische bei sich. Jesus segnete sie und ließ auch sie austeilen.“
Katechese: An verschiedenen Stellen im Evangelium wird davon berichtet, dass Jesus das Brot und auch andere Speisen segnete. Es mag daran erinnern, dass auch die Schöpfung durch die Sünde vom Bösen verknechtet wurde und Negatives sich nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Dinge legen kann. Durch den Segen muss es weichen.
Überlegung: Alois Schmid, der im Namen Jesu viele Menschen heilen durfte, empfahl das tägliche Brot zu segnen, da bei der Arbeit der Bauern und Bäcker viel geflucht wird. Auch darin sah er eine Quelle von Krankheiten. – Achte ich auf meine Worte, dass ich wirklich zum Segensbringer werde? – Denke ich an das tägliche Tischgebet, um alles Böse zu bannen?
Gebet: Herr, durch menschliches Versagen sind vielerorts Wasser und Nahrungsmittel verseucht. Segne alles, damit es den Menschen nicht zum Schaden, sondern zum Heil dienen möge! Amen.
– Segen der Speisen – Mk 8,7
„Sie hatten auch noch ein paar Fische bei sich. Jesus segnete sie und ließ auch sie austeilen.“
Katechese: An verschiedenen Stellen im Evangelium wird davon berichtet, dass Jesus das Brot und auch andere Speisen segnete. Es mag daran erinnern, dass auch die Schöpfung durch die Sünde vom Bösen verknechtet wurde und Negatives sich nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Dinge legen kann. Durch den Segen muss es weichen.
Überlegung: Alois Schmid, der im Namen Jesu viele Menschen heilen durfte, empfahl das tägliche Brot zu segnen, da bei der Arbeit der Bauern und Bäcker viel geflucht wird. Auch darin sah er eine Quelle von Krankheiten. – Achte ich auf meine Worte, dass ich wirklich zum Segensbringer werde? – Denke ich an das tägliche Tischgebet, um alles Böse zu bannen?
Gebet: Herr, durch menschliches Versagen sind vielerorts Wasser und Nahrungsmittel verseucht. Segne alles, damit es den Menschen nicht zum Schaden, sondern zum Heil dienen möge! Amen.
– Der Priestersegen – Num 6,24-26
„Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.“
Katechese: Jeder Christ hat durch die Taufe die Segenskraft erhalten. Im Namen Jesu darf er segnen. Auf besondere Weise erteilte Gott die Segenskraft bereits im Alten Testament Aaron und mit ihm der Priesterklasse. Im Neuen Testament sind es die Priester, die durch ihre Weihe die besondere Segensgewalt bekommen haben. Sie haben somit den Auftrag Christi, das Böse zu bannen, alles zu segnen und Gott zu weihen.
Überlegung: Die stigmatisierte Resl von Konnersreuth sah hinter jedem segnenden Priester Jesus stehen. – Bitte ich den Priester um seinen Segen besonders für das Neue Jahr, für alle Menschen, die mir anvertraut sind?
Gebet: „Der Herr sei vor mir, um mir den rechten Weg zu zeigen; der Herr sei neben mir, um mich in die Arme zu schließen und mich zu schützen; der Herr sei hinter mir, um mich zu bewahren vor den Heimtücken böser Menschen; der Herr sei unter mir, um mich aufzufangen, wenn ich falle und um mich aus der Schlinge zu ziehen; der Herr sei in mir, um mich zu trösten, wenn ich traurig bin; der Herr sei um mich herum, um mich zu verteidigen, wenn andere über mich herfallen; der Herr sei über mir, um mich zu segnen. So segne mich der gütige Gott!“ (hl. P. Pio) Amen.
– Der Priestersegen – Num 6,24-26
„Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.“
Katechese: Jeder Christ hat durch die Taufe die Segenskraft erhalten. Im Namen Jesu darf er segnen. Auf besondere Weise erteilte Gott die Segenskraft bereits im Alten Testament Aaron und mit ihm der Priesterklasse. Im Neuen Testament sind es die Priester, die durch ihre Weihe die besondere Segensgewalt bekommen haben. Sie haben somit den Auftrag Christi, das Böse zu bannen, alles zu segnen und Gott zu weihen.
Überlegung: Die stigmatisierte Resl von Konnersreuth sah hinter jedem segnenden Priester Jesus stehen. – Bitte ich den Priester um seinen Segen besonders für das Neue Jahr, für alle Menschen, die mir anvertraut sind?
Gebet: „Der Herr sei vor mir, um mir den rechten Weg zu zeigen; der Herr sei neben mir, um mich in die Arme zu schließen und mich zu schützen; der Herr sei hinter mir, um mich zu bewahren vor den Heimtücken böser Menschen; der Herr sei unter mir, um mich aufzufangen, wenn ich falle und um mich aus der Schlinge zu ziehen; der Herr sei in mir, um mich zu trösten, wenn ich traurig bin; der Herr sei um mich herum, um mich zu verteidigen, wenn andere über mich herfallen; der Herr sei über mir, um mich zu segnen. So segne mich der gütige Gott!“ (hl. P. Pio) Amen.
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