Events on week 17-23 June 2024

Monday, 17 June

– Unser VATER im Himmel – Mt 6,9

      Unser VATER im Himmel      Mt 6,9

VATER unser im Himmel!“

Katechese: Am Anfang des Gebets des Herrn richtet Jesus unseren Blick auf den Himmlischen VATER. Unser Gebet sollte kein Geschwätz sein (vgl. Mt 6,7). Wie ein kleines Kind darf ich bei meinen Bemühungen immer wieder auf den VATER schauen, bis Er aufsteht und mir hilft.

Überlegung: Die kleine hl. Therese verbrachte ihren Alltag in ständiger Anbetung ihres über alles geliebten Himmelpapas. Während der Arbeit wiederholte sie ständig: VATER unser im Himmel!“ und verspürte das unendliche Glück, Kind dieses großen VATERS sein zu dürfen. – Könnte auch ich öfters an meinen VATER im Himmel denken? – Lege ich vertrauensvoll das Neue Jahr in Seine väterlichen Hände?

Gebet: VATER unser, Du bist wirklich da! Ich glaube an Deine liebende Gegenwart. Ich glaube, dass Du mich liebst und mich nie alleine lässt. Mit allen Engeln und Heiligen bete ich Dich in tiefster Ehrfurcht an. Amen.

– Wo finde ich den VATER? – Mt 6,6

    Wo finde ich den VATER?      Mt 6,6

„Geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem VATER, der im Verborgenen ist. Dein VATER, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“

Katechese: Jesus lehrt uns, wo wir den VATER finden: im Verborgenen, in der Stille unseres Herzens. Dazu brauchen wir keine langen Pilgerwege zurücklegen. Wie Jesus dürfen wir uns immer wieder an einen stillen Ort zurückziehen, wo wir mit dem VATER ganz allein sind.

Überlegung: „Eine schwatzhafte Seele ist leer in ihrem Inneren. Sie besitzt keine grundlegenden Tugenden, und sie besitzt keine Vertrautheit mit Gott.“ (Jesus zur hl. Sr. Faustina) Wie kann ich zur Stille gelangen, um die leise Stimme des VATERS besser zu vernehmen? Könnte ich mir vielleicht eine Gebetsecke in der Wohnung einrichten, wo ich während des Tages öfter Kraft tanken kann?

Gebet: VATER im Himmel, nur in Umkehr und Ruhe liegt meine Rettung, nur Stille und Vertrauen verleihen mir Kraft (vgl. Jes 30,15). Hilf mir, jeden Tag Zeit für die Zwiesprache mit Dir zu finden. Amen.

– Im Haus des VATERS – Lk 2,49

     Im Haus des VATERS      Lk 2,49

Jesus sagte zu Maria und Josef: „Warum habt ihr Mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was Meinem Vater gehört?“

Katechese: Bei ihrer jährlichen Fußwallfahrt nach Jerusalem verlieren Josef und Maria das Jesuskind. Drei Tage suchen sie es voller Angst und finden es schließlich im Tempel. Auf ihren Vorwurf hin verwies es sie auf Seine Pflicht, im Haus Seines VATERS zu sein.

Überlegung: Niklaus Wolff sagte über das Haus des VATERS – die Kirche: „Wenn der Mensch täglich eine Summe Geldes, so klein sie auch wäre, in der Kirche holen könnte, er wäre keinen einzigen Tag zu träge, es zu holen. Ist aber der geistliche Schatz des hl. Messopfers nicht mehr als Geld!“ – Könnte nicht auch ich ab und zu meinen VATER in der Kirche besuchen?

Gebet: VATER, Dein Haus ist mitten unter uns, wo Du uns mit Deiner Liebe beschenken willst. Lass mich im Stress des Alltags immer wieder innehalten und in Deinem Haus auftanken. Amen.

– Den Tag mit dem VATER beginnen – Mk 1,35

     Den Tag mit dem VATER beginnen      Mk 1,35

„In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand Jesus auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.“

Katechese: Jesus suchte oft das Gespräch mit Seinem VATER. Wir können uns vorstellen, wie Er morgens leise das Haus verließ, in der Dämmerung auf einen Berg hinaufstieg, wo Er mit dem VATER alleine war. Beim VATER suchte Er Antwort vor wichtigen Entscheidungen.

Überlegung: Der Teufel steht – bildlich gesprochen – eine Stunde vor uns auf, damit wir den Tag nicht mit Gott beginnen, sondern belastet mit all unseren Sorgen. So wie der Tag beginnt, so verläuft er dann oftmals, mühselig und leidvoll. – Könnte ich nicht zehn Minuten früher aufstehen, um all meine Sorgen gleich dem Himmlischen VATER zu übergeben? – Danke ich Ihm für jeden neuen Tag?

Gebet: VATER unser im Himmel! Hilf mir, jeden neuen Tag mit Dir zu beginnen. Alle Sorgen und allen Kummer will ich auf Dich werfen, denn dann kümmerst Du Dich selbst um mich (vgl. 1 Petr 5,7). Amen.

– Nachtwache mit dem VATER – Lk 6,12

     Nachtwache mit dem VATER      Lk 6,12

„In diesen Tagen ging Jesus auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott.“

Katechese: Die Erholung des Körpers ist uns wichtig. Jesus dagegen, selbst nach einem anstrengenden Tag, gefüllt mit dem Ansturm der Menschenmenge, suchte die Erholung Seiner Seele in liebender Zwiesprache mit dem VATER. Sicher hat Er Ihm alles erzählt, was er erlebte: Alle Freude und auch alles Leid. Wie viel Segen hat Er wohl in dieser Nacht erfleht?

Überlegung: Es ist eine seltsame menschliche Eigenart, dass man bis tief in die Nacht Feste feiern kann, sich auf einer Party vergnügt oder lange vor dem Fernseher sitzt. Aber eine Nacht mit dem VATER zu verbringen, scheint für viele unvorstellbar. – Könnte ich nicht wie Jesus abends das kindliche Gespräch mit dem Himmlischen VATER suchen?

Gebet: VATER unser! Einmal dürfen wir die Ewigkeit bei Dir verbringen und das Glück Deiner Gegenwart erleben! Hilf uns, schon hier auf Erden Dein Antlitz zu suchen. Amen.

– Dank dem VATER – Lk 10,21

     Dank dem VATER      Lk 10,21

„In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, VATER, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, VATER, so hat es dir gefallen.“

Katechese: Jesus pries den Himmlischen VATER, als Seine Jünger nach ihrer ersten Mission zurückkehrten und von den Wundern erzählten, die sie erlebt hatten. Die Jünger Jesu waren einfache, ungelehrte Menschen, aber durch ihren kindlichen Glauben an Jesu Wort erfuhren sie die Macht Gottes.

Überlegung: Schon im Alten Testament zählte es zum Lobpreis Gottes, wenn die Väter ihren Kindern die Wundertaten Gottes erzählten. Durch diese Zeugnisse finden andere Menschen zu Gott. – Habe ich Mut, anderen Menschen zu erzählen, wie Gott mir geholfen hat?

Gebet: Himmlischer VATER, wir danken Dir für alles Wunderbare, was Du in Jesu Namen unter uns wirkst. Lass uns immer dankbar Zeugnis dafür ablegen vor den Menschen. Amen.

– Ständiges Gebet zum VATER – Lk 18,7-8

     Ständiges Gebet zum VATER      Lk 18,7-8

„Sollte Gott Seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu Ihm (dem VATER) schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern zögern? Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen.“

Katechese: Jesus erzählt das Gleichnis von einer Witwe, die solange beim Richter auf ihr Recht pochte, bis dieser aufstand und half. Damit ermuntert Er uns, mit großem Vertrauen unaufhörlich zum VATER zu rufen.

Überlegung: Der VATER erhört uns immer, aber anders und besser als wir es uns ausdenken können. Wir dürfen im Gebet nur nicht nachlassen. Die hl. Monika hatte zwei Söhne. Den guten Sohn kennt heute kaum jemand; Augustinus dagegen, für den sie 20 Jahre zu Gott flehte, ist noch nach 1600 Jahren bekannt durch seine tiefen Schriften.

Gebet: Himmlischer VATER, wir sind oft ungeduldig und wollen sofort die Erhörung unserer Bitten. Lass uns mit mehr Ausdauer und Eifer anklopfen, voller Vertrauen, dass Du alles zum Guten wendest. Amen.

– Geführt vom VATER – Mt 16,17

     Geführt vom VATER      Mt 16,17

„Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern Mein VATER im Himmel.“

Katechese: Viele Juden sahen vor zweitausend Jahren in Jesus nur einen besonderen Menschen, der mit Wunderkräften ausgestattet war. Petrus dagegen erkannte Jesus als Sohn Gottes und bekannte: „Du bist der Messias!“ Diese Erkenntnis entsprang nicht seiner eigenen Weisheit. Gott VATER selbst schenkte ihm dieses Licht. So dürfen wir sagen: Alles Gute, was wir denken und erkennen, stammt vom Himmlischen VATER.

Überlegung: Der Mensch ist wie eine Antenne. Er empfängt gute Gedanken von Gott, aber auch schlechte Impulse vom Satan. Kontrolliere ich wachsam meine Gedanken, um mich nur vom VATER leiten zu lassen? Bin ich wachsam im Gebrauch des Internets und der modernen Medien, um sie nur zum Guten zu nützen?

Gebet: Himmlischer VATER, es ist oft schwer, das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Schenk uns immer Dein Licht und Deine Kraft. Amen.

– Geist des VATERS – Lk 11,13

     Geist des VATERS      Lk 11,13

„Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird der VATER im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die Ihn bitten.“

Katechese: Jesus erinnert uns daran, worum wir den Himmlischen VATER bitten sollen: Es soll uns nicht zuerst um Nahrung und Kleidung gehen, sondern um Seinen Geist, den Geist der Liebe. Dann wird uns der VATER alles andere dazu geben, was wir brauchen.

Überlegung: König Salomon durfte zu Beginn seiner Regierungszeit Gott eine Bitte aussprechen. Er bat nicht um Reichtum und Sieg über seine Feinde, sondern um ein weises Herz (vgl. 2 Chr 1,10). – Um was bitte ich den VATER in meinen täglichen Gebeten? Bin ich noch sehr materialistisch eingestellt? – Bitte ich täglich um die Gaben des Hl. Geistes?

Gebet: Himmlischer VATER, Du bist gut! Erfüll uns mit Deinem Hl. Geist, den Geist der Weisheit, der Liebe und der Kraft. Amen.

– Der VATER lässt uns nicht allein – Joh 16,32

     Der VATER lässt uns nicht allein      Joh 16,32

„Die Stunde kommt, und sie ist schon da, in der ihr versprengt werdet, jeder in sein Haus, und Mich werdet ihr allein lassen. Aber ich bin nicht allein, denn der VATER ist bei Mir.“

Katechese: Auch Jesus erlebte Augenblicke tiefster Verlassenheit, in denen Seine besten Freunde Ihn verließen und er wie ein Verbrecher geächtet und verurteilt wurde. Aber selbst in der Zeit der größten Einsamkeit wusste Jesus sich geborgen in der liebenden Gegenwart Seines VATERS.

Überlegung: Untreue eines Freundes, Ausgrenzung im Berufsleben, Einsamkeit im Alter: Der Himmlische VATER ist immer da. In guten Tagen oft übersehen, wartet er, ohne deswegen beleidigt zu sein, gerade in den schweren Lebensmomenten auf mich, um mich zu trösten und mir Halt zu geben.

Gebet: VATER, wenn die ganze Welt mich verlässt, so bleibst Du doch an meiner Seite. Ganz weit öffne ich Dir meine Herzenstüre: Tritt ein mit Deiner Liebe, Deinem Trost und Deinem Segen. Amen.

– VATER, Herr der Engel – Mt 26,53

     VATER, Herr der Engel      Mt 26,53

„Glaubst du nicht, Mein VATER würde Mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schicken, wenn ich Ihn darum bitte?“

Katechese: Jesus setzte nicht auf Gewaltanwendung. Als die römischen Soldaten Ihn gefangen nahmen und Petrus Ihn mit dem Schwert verteidigen wollte, gebot Jesus ihm mit obigen Worten Einhalt. Jesus fand dazu die Kraft im Gebet zum VATER, der Ihm dann einen Engel sandte, um Ihn in der Todesangst zu stärken. (vgl. Lk 22,43)

Überlegung: Wie oft sind auch wir versucht, mit Gewalt unsere Rechte durchzusetzen. Doch wenn wir auf den VATER im Himmel schauen, dann lernen wir eine andere Kraftquelle kennen. Der VATER schenkt uns die Kraft, treu in der Liebe auszuharren. – Bitte ich Ihn, dass er mir Seine heiligen Engel zur Hilfe senden möge?

Gebet: VATER, Du bist der Herr der himmlischen Heerscharen! Sende uns immer Deine mächtigen heiligen Engel zu Hilfe. Amen.

– Rückkehr zum VATER – Lk 23,46

     Rückkehr zum VATER      Lk 23,46

„Jesus rief laut: VATER, in Deine Hände lege ich Meinen Geist. Nach diesen Worten hauchte er den Geist aus.“

Katechese: Jesus bestand siegreich die größten Torturen. Trotz allem Hass von Seiten der Menschen siegte in Seinem Leben die Liebe, sogar zu Seinen Feinden und Mördern: VATER, vergib ihnen!“ (Lk 23,34) Jesus verharrte in der Liebe bis zum letzten Augenblick, wo er dann Seinen Geist in die Liebe des VATERS legte. Im Reich des VATERS sind herrliche Wohnungen für all diese vorbereitet, die so lieben, wie Jesus geliebt hat.

Überlegung: Die Todesstunde ist der schwerste Augenblick in jedem Men­schen­leben. Doch der Tod ist nicht das Ende. Er ist ein Hinüber­gehen zum VATER. Gerade dann dürfen wir voll Vertrauen auf den Himmlischen VATER blicken, allen von Herzen vergeben und Sein Erbarmen anrufen. – Bete ich um eine gute Sterbestunde?

Gebet: VATER, schon jetzt vertrau ich Dir meine Sterbestunde an. Bewahre mich vor einem unvorhergesehenen, plötzlichen Tod und hilf mir, allen von Herzen zu vergeben. Amen.

– Der VATER schenkt uns Seinen Geist – Lk 24,49

     Der VATER schenkt uns Seinen Geist      Lk 24,49

„Ich werde die Gabe, die Mein VATER verheißen hat, zu euch herabsenden. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet.“

Katechese: Diese Worte sagte Jesus, bevor Er zu Seinem VATER in den Himmel zurückkehrte. Auch nach der Himmelfahrt Jesu lässt uns der VATER nicht allein. Durch Jesus sendet Er uns den Hl. Geist. Es liegt an unserer freien Entscheidung, ob wir Ihn aufnehmen wollen oder nicht.

Überlegung: In besonderer Weise empfange ich die Gaben des Heiligen Geistes, wenn ich den Himmlischen VATER im Namen Jesu demütig darum bitte. – Bitte ich den VATER um das Licht und die Kraft des Heiligen Geistes sowie um Seine Gaben: Rat, Stärke, Weisheit, Wissenschaft, Verstand, Gottesfurcht und Gotteshingabe?

Gebet: Himmlischer VATER, im Namen Jesu bitten wir Dich: Gieße Deinen Geist in unsere Herzen ein! Entflamme uns mit Deiner Göttlichen Liebe! Amen.

– Wer ist unser VATER? – Mt 23,9

     Wer ist unser VATER?      Mt 23,9

„Ihr sollt niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer VATER, der im Himmel.“

Katechese: Aus Ehrfurcht vor dem Gottesnamen „Jahwe“ war es den Juden strengstens verboten, diesen Namen auszusprechen. Jesus lehrt uns die Ehrfurcht bereits vor dem Namen „VATER“. Nur Einem gebührt wirklich im vollen Sinn des Wortes dieser Name: unserem VATER im Himmel.

Überlegung: Kein Mensch kann die Rolle des vollkommenen VATERS ausfüllen. Er zeugt zwar das Leben, entstellt aber oft durch Fehler und Schwächen das Bild des Himmlischen VATERS. – Ist es mir möglich, den Himmlischen VATER von meinem irdischen VATER zu unterscheiden?

Gebet: VATER unser im Himmel! Du bist wirklich mein VATER. Du hast mich auf Dich hin geschaffen und unruhig ist mein Herz bis es ruht in Dir! Amen.

– Gott VATER liebt uns von Anfang an – Jer 1,5

     Gott VATER liebt uns von Anfang an      Jer 1,5

„Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.“

Katechese: Die Hl. Schrift schenkt uns eindrucksvolle Bilder der Liebe des VATERS. Da Gottes innerstes Wesen LIEBE ist (1 Joh 4,16), liebt er uns von An­fang an. Die obigen Worte ergingen an den Propheten Jeremia. Er hatte ein sehr schweres Leben, wusste sich aber vom VATER geliebt seit Ewigkeit.

Überlegung: Nicht alle Menschen kommen auf die Welt wie es Gott in Seiner Liebe gewollt hat. Aber jeder darf wissen: Ich bin vom VATER gewollt seit Ewigkeit, bin Sein geliebtes Kind. Auch für mein Leben hat Gott einen wunderbaren Plan, der mich erfüllt und glücklich macht.

Gebet: VATER im Himmel! Du hast mich wunderbar und einmalig gestaltet. Kein Auge auf Erden, kein Fingerabdruck gleicht dem Meinen. Danke, dass Du mich seit Ewigkeit liebst. Amen.

– Gott liebt uns mehr als ein Vater – Hos 11,2-4

     Gott liebt uns mehr als ein Vater      Hos 11,2-4

„Ich war es, der Efraim gehen lehrte, ich nahm ihn auf meine Arme. … Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich, mit den Ketten der Liebe. Ich war da für sie wie die Eltern, die den Säugling an ihre Wangen heben. Ich neigte mich ihm zu und gab ihm zu essen.“

Katechese: Der Himmlische VATER kümmerte sich voll Liebe um Sein Volk. Er hörte ihr Weinen, befreite sie aus der Sklaverei in Ägypten und versorgte sie in der Wüste mit Nahrung. Er begleitete sie Tag und Nacht im Zeichen einer Wolken- und Feuersäule und schenkte ihnen Geborgenheit und Schutz.

Überlegung: In vielen lebt das falsche Gottesbild, dass sie die Liebe des VATERS durch gute Leistung erkaufen müssen. Andernfalls erwarte sie Verachtung oder Strafe. Andere meinen, Gott hat die Welt erschaffen, aber hat keine Zeit für mich. Doch Gott ist anders als jeder irdische VATER! – Danke ich Ihm für Seine Liebe, die Er mir umsonst schenkt?

Gebet: VATER, Du sorgst für mich. Du liebst mich. Du hast immer Zeit für mich. In allen Gefahren bin ich in Deinen Armen geborgen. Amen.

– Gott liebt uns mehr als eine Mutter – Jes 49,15-16

    Gott liebt uns mehr als eine Mutter      Jes 49,15-16

„Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: Ich vergesse dich nicht. Sieh her: Ich habe dich eingezeichnet in Meine Hände.“

Katechese: Die VATERHÄNDE sind Ausdruck unendlicher Liebe, Zärtlichkeit und Geborgenheit. Gerade in den schwersten Augen­blicken des Lebens, in Verlassenheit und Krankheit, ist Er da und hält uns in Seinem liebenden Arm.

Überlegung: Ungewollte Schwangerschaft, Druck von Mitmenschen, Stör­faktor im Berufsleben, Einschränkung des Vergnügens usw. können Gründe dafür sein, dass eine Mutter ihr eigenes Kind nie richtig angenommen und geliebt hat oder sogar abtreiben wollte. Das Kind kann ein Leben lang unter Mangel an Liebe und Zuneigung der Mutter leiden. Gott VATER kann uns auch von diesen Verletzungen heilen. Er liebt uns mehr als jede Mutter.

Gebet: Guter VATER, Dir bringe ich die Verwundungen und Verletzungen meines Lebens. Nimm Du mich in Deine Arme und heile mich! Amen.

– Gott liebt uns mehr als ein Bräutigam – Jes 62,5

     Gott liebt uns mehr als ein Bräutigam      Jes 62,5

„Wie der junge Mann sich mit der Jungfrau vermählt, so vermählt sich mit dir dein Erbauer. Wie der Bräutigam sich freut über die Braut, so freut sich dein Gott über dich.“

Katechese: Ein wunderschönes Bild für die Liebe Gottes ist die Liebe des Bräutigams für seine Braut. Mit vielen Geschenken umwirbt uns der VATER: Nicht nur eine Rose, sondern die ganze Schöpfung zeugt von Seiner Liebe zu uns.

Überlegung: Manche fürchten, den Ansprüchen des Geliebten nicht gerecht zu werden und haben Angst, verlassen zu werden. Der VATER jedoch liebt uns, wie wir sind, mit all unseren Grenzen, Fehlern und Eigenarten. – Wie kann ich Seine Liebe erwidern? Habe ich IHM schon gesagt, dass ich IHN auch liebe?

Gebet: Guter VATER, wie schön ist es, Dir ganz zu gehören. Du liebst mich so, wie ich bin. Ich danke Dir und liebe Dich mit meinem ganzen Herzen. Amen.

– Er siegt über Treulosigkeiten – Ez 16,60-63

     Er siegt über Treulosigkeiten      Ez 16,60-63

„Ich will Meines Bundes gedenken, den ich mit dir in deiner Jugend geschlossen habe, und will einen ewigen Bund mit dir eingehen. … Dann sollst du dich erinnern, sollst dich schämen und vor Scham nicht mehr wagen, den Mund zu öffnen, weil ich dir alles vergebe, was du getan hast.“

Katechese: Der VATER ist anders als wir Menschen. Seine Liebe kennt keine Grenzen. Trotz der entsetzlichen Untreue der Menschen kehrt Er uns nicht Seinen Rücken zu, hasst uns nicht und bietet immer wieder Seine Hand zur Versöhnung an.

Überlegung: „Gott hat mir vergeben, doch die Menschen werden mir nicht vergeben!“ sagte ein Verbrecher vor seiner Hinrichtung. Gottes Liebe siegt über die schlimmsten Treulosigkeiten. Wären unsere Sünden auch so zahlreich wie der Sand am Meer, sie werden uns vergeben, wenn wir reumütig zum VATER umkehren.

Gebet: VATER im Himmel! Nicht alle Heiligen haben gut begonnen. Aber alle haben ihr Leben gut beendet. Danke, dass Du uns immer wieder die Chance des Neuanfangs schenkst! Amen.

– Gott gibt selbst das Liebste hin – Joh 3,16-17

     Gott gibt selbst das Liebste hin      Joh 3,16-17

„Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er Seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“

Katechese: Der Himmlische VATER schaut aus einer anderen Perspektive auf uns. Er sieht nicht nur 70, 80 Jahre unseres Lebens, sondern die ganze Ewigkeit. Es liegt Ihm so viel daran, uns ewig glücklich zu machen, dass er sogar Seinen Sohn – Jesus – gesandt hat, damit er uns den richtigen Weg in den Himmel zeige.

Überlegung: Wie schmerzlich ist es, wenn der Arzt ein Bein amputieren muss, um das Leben zu retten. So muss unser VATER auch manchmal etwas Schweres von uns verlangen, damit wir die Ewigkeit nicht verlieren. – Bin ich bereit, voller Vertrauen alles aus Seiner Hand anzunehmen?

Gebet: VATER im Himmel, wie schwer fällt es uns, Dir gänzlich zu vertrauen. Nimm alles Misstrauen und alle Zweifel von uns! Amen.

– Der Widersacher Gottes – Joh 8,38.44

     Der Widersacher Gottes      Joh 8,38.44

„Ich sage, was ich beim VATER gesehen habe, und ihr tut, was ihr von eurem Vater gehört habt. – Ihr habt den Teufel zum Vater… Er war ein Mörder von Anfang an… Er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.“

Katechese: Jesus erklärt Seinen Zuhörern, dass nicht alles vom Himmlischen VATER herkommt. Der VATER ist Leben, Wahrheit und Liebe. Alles Gute kommt von Ihm. Vom Gegenspieler Gottes, dem Satan, dagegen kommen Tod, Lüge und Hass.

Überlegung: Die Existenz des Teufels wird vielerorts geleugnet. Somit finden die Menschen keine Antwort mehr auf das „Warum“ gegenüber Leid und Bosheit. Irrtümlicherweise klagen sie Gott an und machen IHN verantwortlich für alles Böse. Dahinter steht der Teufel selbst, der Vater der Lüge.

Gebet: Jesus, Du zeigst uns den VATER. Bewahre uns vor Täuschung und Betrug des Teufels! Hilf uns, dem Himmlischen VATER zu vertrauen, auch wenn wir nicht alles verstehen können! Amen.

– Ein strafender Gott? – Offb 16,1

     Ein strafender Gott?      Offb 16,1

„Ich hörte, wie eine laute Stimme aus dem Tempel den sieben Engeln zurief: Geht und gießt die sieben Schalen mit dem Zorn Gottes über die Erde!“

Katechese: Im letzten Buch der Bibel, der Geheimen Offenbarung, hören wir von den Schalen des Zornes Gottes, den die Engel auf die Erde gießen. Es handelt sich aber nicht um die Willkür Gottes, der Lust hat, die Menschen zu quälen. Auch hier ist es die Liebe des VATERS, der den Menschen für die Ewigkeit retten will. Er will, dass alle umkehren von ihren verkehrten Wegen und ewig glücklich werden im Himmel.

Überlegung: „Schreibe, dass ich durch Gewissensbisse zu ihnen spreche. Durch Misserfolge, damit sie zur Besinnung kommen. Durch Leiden, durch Gewitter und Blitz und durch die Stimme der Kirche.“  (Jesus zur hl. Sr. Faustina) Wenn jemand aber nicht hören will, dann überlässt Gott den Sünder sich selbst. Das ist dann gleichsam seine Selbstzerstörung. – Höre ich auf die Stimme Gottes und mache eine gute Gewissenserforschung?

Gebet: VATER, lass uns erkennen, dass Du uns ständig zur Umkehr rufst. Hilf uns, von den schlechten Wegen abzulassen und auf Dich zu hören! Amen.

– Das Datum vom Weltende – Mk 13,32-35

     Das Datum vom Weltende      Mk 13,32-35

„Jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der VATER. Seht euch also vor, und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. … Seid also wachsam!“

Katechese: Das Ende der Welt kennt in Seiner Allwissenheit nur der VATER. Das persönliche Ende der Welt ist für jeden Menschen seine Sterbe­stunde. Wir sollen immer dazu bereit und gut vorbereitet sein.

Überlegung: Erwarteter Polsprung, Klimaveränderung, Vorhersagen vom Weltende durch Zeugen Jehovas: Lass dich nicht verwirren! Die Zukunft liegt allein in Gottes Hand. – Wärest du jedoch gut vor­bereitet, wenn dich der VATER heute in die Ewige Heimat rufen würde?

Gebet: VATER, ein Tag ist vor Dir wie 1000 Jahre. Wir sind nur wie das Gras, das blüht und verblüht. Aber Du schaffst eine neue, wunderbare Erde, auf der wir einst ewig leben dürfen. Wir danken Dir dafür. Amen.

– Die Gerechtigkeit des VATERS – Mt 25,34

     Die Gerechtigkeit des VATERS     Mt 25,34

„Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von Meinem VATER gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.“

Katechese: Nach dem Weltuntergang kommt das Weltgericht. Dann werden alle Menschen von Gott gerichtet werden entsprechend ihren Taten. Jesus erinnert uns daran, dass das Kriterium für den Eintritt in den Himmel die gelebte, barmherzige Liebe ist. Für die bösen Menschen wird es keinen Eintritt in den Himmel geben. Auf sie wartet die ewige Verdammnis.

Überlegung: Die Slogans „Alle kommen in den Himmel“ oder „Die Hölle ist leer!“ stimmen nicht mit dem Evangelium überein. Zu Lebzeiten haben wir die Möglichkeit, die Erlösung aus der Hand des VATERS anzunehmen. Wir können sie aber auch abweisen und in unserer Bosheit verharren. – Nehme ich Jesus als meinen Erlöser an?

Gebet: Herr, Du wirst einst kommen zu richten die Lebenden und die Toten. Sei uns dann ein milder Richter und nimm uns auf in Dein Reich. Amen.

– Jesus offenbart den VATER – Lk 10,22

     Jesus offenbart den VATER      Lk 10,22

„Mir ist von Meinem VATER alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der VATER, und niemand weiß, wer der VATER ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.“

Katechese: Viele Juden wollten es nicht glauben, als Jesus sagte: Noch ehe Abraham wurde, bin ich.“ (Joh 8,58). Denn mit diesen Worten offenbarte er Seine Gottheit. Schon vor Seiner Geburt in Bethlehem existierte Er als Gott seit Ewigkeit. Er ist zu uns auf die Erde gekommen, um uns vom Himmlischen VATER zu erzählen und uns den Weg zu IHM zu zeigen.

Überlegung: Die Juden sahen Jesus als einen besonderen Menschen, der mit besonderen Kräften ausgestattet war. Nur wenige von ihnen erkannten Seine Gottheit und glaubten an Ihn und an Seine Worte über den VATER. – Glaube ich fest an Jesus und Seine Botschaft?

Gebet: VATER, da die Welt mit all ihrer Weisheit Dich nicht erkannte, hast du beschlossen, alle die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten (1 Kor 1,21). Schenk uns einen kindlichen Glauben an Dich! Amen.

– Allerheiligste Dreifaltigkeit – Joh 14,8-9

     Allerheiligste Dreifaltigkeit     Joh 14,8-9

„Philippus sagte zu Jesus: Herr, zeig uns den VATER; das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast Mich nicht erkannt, Philippus? Wer Mich gesehen hat, hat den VATER gesehen.“

Katechese: In diesen Worten verweist Jesus auf das große Geheimnis der Dreifaltigkeit Gottes. Obwohl drei Personen – VATER, SOHN, HL. GEIST – sind sie doch ein einziger Gott. Wer Jesus sieht, sieht gleichzeitig den VATER und den Hl. Geist – nämlich Seine Liebe, Güte und Barmherzigkeit.

Überlegung: Das tiefe Geheimnis der Dreifaltigkeit lässt sich nur bildhaft erklären: sei es mit einem Kleeblatt: Eine Pflanze mit drei Blättern; sei es mit dem Wasser: Es besitzt eine einzige chemische Formel H2O, existiert aber in drei Seinsweisen: Wasser – Eis – Dampf. – Mache ich mit Glauben und Ehrfurcht das Kreuzzeichen?

Gebet: O großer Gott – Du bist eins in Deiner Liebe und neigst Dich uns zu in Deinem Sohn und Geist. Lehre uns, Dich in der WAHRHEIT und im GEIST anzubeten! Amen.

– Einheit Gottes – Joh 17,21

     Einheit Gottes      Joh 17,21

„Alle sollen eins sein: Wie Du, VATER, in Mir bist und ich in Dir bin, sollen auch sie in Uns sein, damit die Welt glaubt, dass Du Mich gesandt hast.“

Katechese: Jesus betet um die Einheit Seiner Jünger. Sie sollen eins sein, wie der VATER und der Sohn eins sind. Das innerste Wesen Gottes ist Liebe. Sie ist so gewaltig groß, dass aus der Liebe des Vaters und des Sohnes die Person des Hl. Geistes hervorgeht.

Überlegung: Ein vergleichbares Bild für die Einheit in Gott ist die Familie. Aus der gemeinsamen Liebe der Eheleute entsteht das Kind. Die Einheit in der Liebe ist eine große Kraftquelle. An dieser Einheit Gottes dürfen wir Christen teilhaben und die Kraft der Liebe Gottes schöpfen.
– Wie trage ich zur Einheit bei, sei es in der Familie, Pfarrgemeinde oder in der zerrissenen Christenheit?

Gebet: VATER im Himmel, wie Du eins bist mit dem Sohn und dem Hl. Geist, so lass auch uns Christen eins sein in Dir, damit die Welt Jesus erkennt, den Du gesandt hast. Amen.

– Gott, der Gute Hirte – Joh 10,14-15

    Gott, der Gute Hirte     Joh 10,14-15

„Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen Mich, wie Mich der VATER kennt und ich den VATER kenne; und ich gebe Mein Leben hin für die Schafe.“

Katechese: Jesus nennt sich selbst den Guten Hirten und offenbart auch hier Seine Gottheit. Dieses Bild war den Juden bekannt aus den Psalmen und beschreibt die liebende, sorgende und schützende Gegenwart des VATERS.

Überlegung: Im Bild des Guten Hirten zeigt sich das wahre Gesicht des VATERS: Er wartet nicht auf den Fehltritt eines Schäfleins, um es zu schlagen, zu bestrafen oder zu töten. Nein, voll väterlicher Sorge geht Er jedem irrenden Menschen nach, ruft nach ihm und sucht ihn. Wenn das Schäflein umkehrt, nimmt er es voller Freude auf Seine Arme. – Höre ich Seine liebevolle Stimme? Flüchte ich mich wieder in Seine Arme?

Gebet: VATER, Du bist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Du stillst mein Verlangen und leitest mich auf rechten Pfaden. Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn Du bist bei mir (Ps 23). Amen.

– Der Barmherzige VATER – Lk 15,20

     Der Barmherzige VATER      Lk 15,20

„Der VATER sah seinen Sohn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.“

Katechese: Das Gleichnis vom verlorenen Sohn erzählte Jesus den selbstgerechten Pharisäern, die daran Anstoß nahmen, dass Jesus voll Liebe öffentliche Sünder annahm und ihnen ihre Sünden vergab. Er zeigt uns somit das Bild der Barmherzigkeit des VATERS. Es gibt keine Schuld, die noch so groß wäre, dass sie nicht Vergebung fände bei Gott, wenn der Mensch reumütig zum VATER zurückkehrt.

Überlegung: Manche Menschen erwarten die Seelenschau, wodurch die Menschen das Elend ihrer Sünden erkennen. Gleichzeitig sollten wir aber um das Vertrauen in die Barmherzigkeit Gottes beten, damit wir bei der Erkenntnis unseres Elends – spätestens in der Todesstunde – nicht verzweifeln. – Bitte ich Gott täglich um Sein Erbarmen?

Gebet: Barmherziger VATER! Du füllst den Abgrund meines Elends auf mit Deiner unendlichen Barmherzigkeit. Lass mich Deine Barm­herzigkeit in Ewigkeit lobpreisen. Amen.

– Der VATER als Winzer – Joh 15,1-2

    Der VATER als Winzer     Joh 15,1-2

„Ich bin der wahre Weinstock, und Mein VATER ist der Winzer. Jede Rebe an Mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.“

Katechese: Jesus nützt Gleichnisse aus dem Alltagsleben. Die Welt ist der große Weinberg des VATERS, wir aber sind die Rebzweige, die mit Jesus verbunden, gute Früchte der barmherzigen Liebe hervor­bringen sollen. Durch das Wort Jesu reinigt uns der VATER, damit wir immer mehr verwandelt werden in Seine Göttliche Liebe.

Überlegung: Kleine Kinder freuen sich nicht immer, wenn sie von der Mama gewaschen werden. Auch uns fällt es schwer, wenn der VATER unser Leben reinigen will. Nehme ich Seine Mahnungen gerne an – sei es durch das Wort Jesu, sei es durch die Kritik guter Menschen? – Nütze ich gerne die Gelegenheit zur hl. Beichte, um meine Seele von Jesus rein waschen zu lassen?

Gebet: VATER, reinige uns durch Dein Wort, damit wir Früchte guter Taten bringen zu Deiner Ehre! Amen.

– Frieden und Sendung – Joh 20,21

    Frieden und Sendung      Joh 20,21

„Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie Mich der VATER gesandt hat, so sende ich euch.“

Katechese: Diese Worte sagte Jesus Seinen Jüngern nach der Auferstehung. Er schenkt uns Seinen Frieden, den Er vom VATER bringt, den wir in der Welt nicht finden können, weder in anderen Religionen noch esoterischen Praktiken. Dieser Friede ist das Geschenk der Erlösung, das uns der VATER in Jesus anbietet. Wir sind gesandt, allen diese frohe Botschaft weiterzugeben.

Überlegung: „Wir erlösen uns selbst durch eine Christuskraft, die in jedem Menschen ist! Nach 80 Millionen Wiedergeburten wird es uns gelingen!“ soweit das Angebot der Esoterik. – Ist es nicht besser, den Menschen von der Erlösung des VATERS im wahren Herrn Jesus Christus zu erzählen? Er schenkt uns schon jetzt den Frieden und einst die Freude der Auferstehung!

Gebet: VATER, Du sendest uns, um anderen Deinen Frieden und Deine Freude zu bringen. Lass uns jede Gelegenheit dazu nützen! Amen.

– Lobpreis Jesu als Bitte – Mt 14,19-20

     Lobpreis Jesu als Bitte      Mt 14,19-20

„Jesus nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten und alle aßen und wurden satt.“

Katechese: So wie Jesus uns beten lehrt, so beginnt auch Er selbst Sein Gebet mit dem Lobpreis. Er bittet nicht um ein Wunder, sondern dankt dem VATER bereits im Voraus für Seine Hilfe. Danach sättigt er 5000 Männer mit ihren Frauen und Kindern.

Überlegung: Womit beginne ich mein Gebet? Danke ich zuerst dem Himmlischen VATER, oder ist mein Gebet ein einziges langes Bitten ohne tiefen Glauben an Seine Hilfe? – Danke ich Ihm auch beim Tischgebet für das tägliche Brot und Seine väterliche Vorsehung?

Gebet: Himmlischer VATER, Du schenkst uns das Brot vom Himmel. Du sättigst uns und sorgst täglich um uns. Wir danken Dir dafür. Amen.

– Danksagung Jesu – Joh 11,41.43

     Danksagung Jesu      Joh 11,41.43

„Jesus erhob Seine Augen und sprach: VATER, ich danke Dir, dass Du mich erhört hast. Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!“

Katechese: Bevor Jesus den toten Lazarus auferweckte, dankte er dem VATER für die Erhörung Seines Gebetes. Danach rief er den Verstor­benen aus dem Grab. Die Auferweckung Lazarus verherrlicht den VATER, der in Jesus uns allen neues Leben schenken will.

Überlegung: In der hl. Taufe schenkt Jesus auch uns das neue Leben als Kinder Gottes. Zuvor waren wir ausgeschlossen vom ewigen Leben, dem Tode verfallen. – Danke ich Gott täglich für die Taufgnade? – Bete ich für diese, die Gott noch nicht kennen, um das Licht des Glaubens an den einen, wahren Gott?

Gebet: Himmlischer Vater, wir danken Dir für das neue Leben in Jesus. Hilf uns, dass unser Leben Deinen Namen verherrliche! Amen.

– Dank Marias – Lk 1,46-49

     Dank Marias      Lk 1,46-49

„Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit Seiner Magd hat er geschaut. … Denn der Allmächtige hat Großes an mir getan, und Sein NAME ist heilig.“

Katechese: Gott hat Maria auserkoren, dem Messias das Leben zu schenken ohne Zutun eines Mannes rein durch das Wirken des Hl. Geistes. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Nach damaliger jüdischer Sitte drohte ihr jedoch die Steinigung, da die Juden dieses Geheimnis nicht kannten. Doch furchtlos lobt Maria den Herrn und dankt Ihm bereits für Sein mächtiges Wirken in der Zukunft.

Überlegung: Jedes Kind ist ein einmaliges Geschenk Gottes. Es gibt für eine Frau keine schönere Aufgabe, als einem Menschen das Leben zu schenken. Doch oft stößt sie dabei auf Ablehnung und Unverständnis. – Helfe ich ihr durch meinen Beistand und mein Gebet, damit sie Gott für ihr Baby dankt und auf Seine Vorsehung vertraut?

Gebet: Allmächtiger Gott, Du hast Großes an Maria getan. Wir danken Dir für Maria, die seit Anfang an Deinen Sohn voller Zuversicht und Dankbarkeit angenommen und geliebt hat. Amen.

– Dank Zacharias’ für die Erlösung – Lk 1,68

     Dank Zacharias’ für die Erlösung      Lk 1,68

„Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat Sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen; er hat uns einen starken Retter erweckt im Hause Seines Knechtes David.“

Katechese: Zacharias wusste als Priester des Volkes Israel um die große Schuld des Volkes und dass die damals üblichen Tieropfer diese Schuld nicht tilgen konnten. Nun erfuhr er voller Freude vom Kommen des Messias, des Erlösers, der diese Schuld hinweg nimmt. Sein Dank an den Himmlischen Vater fand Widerhall in seinem Lobpreis des „Benediktus“.

Überlegung: Wir brauchen uns nicht selbst erlösen. Jesus, der Retter ist da und ich darf Ihm meine Schuld abgeben durch mein reue­volles Bekenntnis, am besten in der hl. Beichte. Danke ich dem VATER täglich für die Gnade der Erlösung, dass Er mich in Jesus der Macht Satans und der Sünde entreißt?

Gebet: VATER, mit großer Blindheit sündigen wir täglich und nehmen die Erlösung als selbstverständlich an. Schenke uns ein dankbares und reuevolles Herz. Amen.

– Dank Simeons für das Heil – Lk 2,29-32

     Dank Simeons für das Heil      Lk 2,29-32

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Katechese: Jahrtausende wartete das Volk Israel sehnsüchtig auf den Messias. Jahrtausende sehnten sich die Verstorbenen im Scheol (= Vorhimmel / Totenreich) auf ihre Aufnahme in den Himmel. Voller Freude und Dankbarkeit erkennt der greise Simeon, dass in Jesus das Ewige Heil gekommen ist. Nun kann er ruhig sterben, denn Jesus öffnet den Verstorbenen das verschlossene Paradies.

Überlegung: Nur wenige Menschen denken an ihren Tod. In ihrem Unglauben verdrängen sie diesen Gedanken durch verschiedene Ablenkungen. Sollten wir nicht auch wie Simeon dem VATER danken für das Heil, das uns Jesus bringt, und sehnsüchtig das Kommen Jesu erwarten?

Gebet: VATER, Du hast uns den Heiland gesandt, der wirklich Heil in unser Land bringt. Wir danken Dir für unsere Hoffnung auf das Ewige Leben. Amen.

– Besiegung Goliats durch Lobpreis – 1 Sam 17,45-46

     Besiegung Goliats durch Lobpreis      1 Sam 17,45-46

„David antwortete dem Philister Goliat: Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im NAMEN des Herrn der Heere, … den du verhöhnt hast. Heute wird dich der Herr mir ausliefern. … Alle Welt soll erkennen, dass Israel einen Gott hat.“

Katechese: Die Macht des Lobpreises zeigte sich bereits im Leben Davids. Der kriegerische Stamm der Philister bedrohte die Israeliten, die aus Angst vor ihnen fast vergingen. Doch der junge Hirtenbub David vertraute auf das mächtige Eingreifen des Lebendigen Gottes: Er lobte und pries den NAMEN Gottes und besiegte mit seinem großen Gottvertrauen den Riesen Goliat.

Überlegung: Viele Psalmen, die David verfasst hat, zeugen von einem Leben voll inbrünstigem Lobpreis und tiefem Gottvertrauen. In ihnen dankt er dem VATER für alle Wundertaten, die Er in der Mitte des Volkes vollbrachte. – Könnte ich einen Psalm in der Bibel aufschlagen und mit diesen Worten den Himmlischen Vater loben und preisen?

Gebet: Herr, Du erlöst mich von allem Unheil und rettest mich am Tag der Not. Darum danke ich Dir und lobe Deinen Namen (vgl. Sir 51,12). Amen.

– Siebentägiger Lobpreis bei Jericho – Jos 6,2-5

     Siebentägiger Lobpreis bei Jericho      Jos 6,2-5

„Sieh her, ich gebe Jericho …in deine Gewalt. Ihr sollt mit allen Kriegern um die Stadt herumziehen und sie einmal umkreisen. Das sollst du sechs Tage lang tun. ... Am siebten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt herumziehen, und die Priester sollen die Hörner blasen. … Darauf wird die Mauer der Stadt in sich zusammenstürzen.“

Katechese: Josua setzte nicht auf seine Kriegskünste, sondern auf das Ein­greifen Gottes. Voll Glauben an Gottes Verheißung umzog er mit den Menschen die Stadt Jericho. Sieben Tage lang priesen und lobten sie dabei Gott für den kommenden Sieg, der dann auch tatsächlich eintrat.

Überlegung: Könnte ich Gott loben mit Instrumenten, Gesang und Prozes­sionen? Könnte ich mit einer Novene (= neun Tage) Gott danken, dass er mein Anliegen so erhört, wie er weiß, dass es gut für mich ist?

Gebet: Herr, auch wir wollen in allen Lebenslagen betend und flehend unsere Bitten mit Dank vor Dich bringen (vgl. Phil 4,6). Amen.

– Lobpreis im Gefängnis – Apg 16,24-26

     Lobpreis im Gefängnis      Apg 16,24-26

Der Gefängniswärter warf Paulus und Silas „in das innere Gefängnis und schloss zur Sicherheit ihre Füße in den Block. Um Mitternacht beteten Paulus und Silas und sangen Loblieder; und die Gefangenen hörten ihnen zu. Plötzlich begann ein gewaltiges Erdbeben, so dass die Grundmauern des Gefängnisses wankten. Mit einem Schlag sprangen die Türen auf, und allen fielen die Fesseln ab.“

Katechese: Wegen ihres Glaubens an Jesus Christus wurden Petrus und Silas ins Gefängnis geworfen. Doch anstatt entmutigt zu sein, priesen sie den Herrn mit ihren Lobliedern sogar im Gefängnis.

Überlegung: Aus der Todeszelle im KZ – Auschwitz drangen nicht die ge­wohnten Verzweiflungsschreie und Flüche, als der hl. Maximilian Kolbe dort verhungerte. Einstimmend in seine Loblieder fanden alle Todes­kandidaten Trost. – Wie reagiere ich, wenn ich für meinen Glauben leiden muss oder dafür verspottet werde? Lobe ich Gott auch im Leid?

Gebet: Herr, oft jammern und klagen wir bei Schicksalsschlägen und im Leid. Schenk uns dann im Lobpreis Trost und Kraft! Amen.

– Lobpreis der Heiligen im Himmel – Offb 15,2-4

     Lobpreis der Heiligen im Himmel      Offb 15,2-4

„Die Sieger… sangen: Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr, Gott und Herrscher über die ganze Schöpfung. … Wer wird Deinen Namen nicht preisen? Denn Du allein bist heilig: Alle Völker kommen und beten Dich an.“

Katechese: In der Geheimen Offenbarung des hl. Johannes dürfen wir einen kleinen Blick in den Himmel werfen. Alle, die mit Jesus gelebt und in Ihm und für Seinen Namen gestorben sind, erleben eine unwahr­scheinlich große Freude im Himmel. Sie sehen Gott in Seiner Herrlich­keit und loben ihn ohne Ende.

Überlegung: Ein traumhaftes Musikstück lässt die Menschen in heftiges Applaudieren ausbrechen. Dies ist ein winziges Bild für das, was uns im Himmel erwartet, wenn wir Gottes Antlitz sehen und im Lobpreis jubeln. – Freu ich mich darauf einst Gott schauen zu dürfen?

Gebet: Herr, Du bist groß und wunderbar. Schenke auch uns die Gnade, dass wir Dich einst ewig im Himmel preisen dürfen! Amen.

– Anbetung der Engel – Jes 6,1-3

     Anbetung der Engel      Jes 6,1-3

„Ich sah den Herrn. Er saß auf einem hohen und erhabenen Thron. … Serafim standen über ihm. … Sie riefen einander zu: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere. Von Seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt.“

Katechese: Dem Propheten Jesaja war das Glück beschieden, dass er dem Lobpreis der heiligen Engel im Himmel hören durfte. Ihr Lobpreis geht bereits über in tiefste Anbetung. Die Anbetung erschließt uns das Innerste der Herrlichkeit Gottes. Es ist das unaussprechliche Glück des Einsseins mit dem über alles geliebten Gott, der selbst die Liebe ist.

Überlegung: Wir beten den Lobpreis bei jeder hl. Messe: „Heilig, heilig, heilig, Gott aller Mächte und Gewalten! Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit!“ – Die tägliche Anbetung schenkt unserem Leben einen neuen, tiefen Sinn. Könnte ich gemeinsam mit meinem Schutzengel Gott anbeten?

Gebet: O Gott, Du bist dreimal heilig! Mit allen Engelchören stimmen wir ein in den Lobpreis Deiner Herrlichkeit: Heilig, Heilig, Heilig! Amen.

– Die Engel loben Gott allein – Tob 12,6

     Die Engel loben Gott allein      Tob 12,6

Der Engel Rafael sagte: „Preist Gott, und lobt Ihn! Gebt Ihm die Ehre, und bezeugt vor allen Menschen, was er für euch getan hat. Es ist gut, Gott zu preisen und Seinen NAMEN zu verherrlichen und voll Ehrfurcht Seine Taten zu verkünden. Hört nie auf, Ihn zu preisen.“

Katechese: Der Erzengel Rafael wurde von Gott gesandt, um den jungen Tobias auf seiner gefährlichen Reise zu begleiten. Er bewahrte ihn vor Unglück, heilte seine Braut von dämonischer Umsessenheit und seinen Vater von Blindheit. Als die Familie ihm dafür danken wollte, lehnte er dies strikt ab. Er ermahnte sie jedoch, Gott als den Urheber alles Guten zu loben und Zeugnis davon abzulegen.

Überlegung: Unsere Engel schauen stets das Antlitz Gottes (vgl. Mt 18,10). Sie sind ständig im Lobpreis Gottes versunken, erkennen im Lichte Gottes aber sofort unsere Not und eilen uns zu Hilfe. – Stimme ich gerne mit ein in den unablässigen Lobpreis Gottes der heiligen Engel? – Gebe ich vor anderen Zeugnis von der Hilfe meines Schutzengels?

Gebet: VATER, Herr der Himmlischen Heerscharen. Wir danken Dir für den heiligen Schutzengel. Mit ihm wollen wir Dich loben und preisen. Amen.

– Unsinnige Prahlerei – Jes 10,15

     Unsinnige Prahlerei      Jes 10,15

„Prahlt denn die Axt gegenüber dem, der mit ihr hackt, oder brüstet die Säge sich vor dem, der mit ihr sägt? Das wäre, wie wenn der Stock den Mann schwingt, der ihn hochhebt, oder wie wenn der Knüppel den hochhebt, der nicht aus Holz ist.“

Katechese: Wir Menschen sind sehr kurzsichtig. Wir sehen die wunder­bare Wirkung, vergessen aber Gott, der uns das Wollen und Vollbringen schenkt (vgl. Phil 2,13). Ohne Gott können wir wirklich nichts Gutes tun (vgl. Joh 15,5). Aber alles können wir in Jesus, der uns stets die Kraft für das Gute gibt (vgl. Phil 4,13). So gebührt alle Ehre nur dem Herrn.

Überlegung: Die kleine hl. Therese sah sich selbst als „Besen“ Gottes. „Wenn Er ihn benötigt, nimmt er ihn aus der Ecke und vollbringt große Taten. Wenn die Arbeit vollbracht ist, wird der Besen von Gott wieder in die Ecke gestellt.“ – Bin ich bereit Gott als Werkzeug zur Verfügung zu stehen?

Gebet: Herr, lass uns dieses nie vergessen: Wenn nicht Du das Haus baust, müht sich jeder umsonst, der daran baut. Wenn nicht Du die Stadt bewachst, wacht der Wächter umsonst (vgl. Ps 127,1).  Amen.

– Ehre sei Gott in der Höhe – Lk 2,13-14

     Ehre sei Gott in der Höhe      Lk 2,13-14

„Plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen Seiner Gnade.“

Katechese: Die Engel, die den Hirten von Bethlehem die Geburt des Messias verkündeten, lobten Gott für dieses große Ereignis: Für den Beginn des Sieges der Liebe Gottes über den Hass in der Welt. Zugleich zeigen sie, wie wir den wahren Frieden finden können: Alle, die Gott die Ehre geben und nicht mehr um die eigene Ehre streiten, werden den tiefen Frieden Gottes erfahren.

Überlegung: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden den Menschen auf Erden!“ beten oder singen wir bei jeder Sonntagsmesse. – Ehre ich Gott durch mein Leben oder kämpfe ich noch um meine eigene Anerkennung und werde sofort traurig oder ärgerlich, wenn ich von anderen nicht gelobt oder bemerkt werde? – Danke ich Gott für alles?

Gebet: VATER, nicht uns bring zu Ehren, sondern Deinen Heiligen NAMEN (vgl. Ps 115,1). Uns aber schenke Deinen tiefen Frieden! Amen.

– Gotteslob für alles Gute – Mt 5,16

     Gotteslob für alles Gute      Mt 5,16

„So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“

Katechese: In der Bergpredigt ruft uns Jesus auf, die Augen auf den VATER zu richten, der alles Gute bewirkt. Jesus selbst wirkte in der Kraft des VATERS viele Wunder: Er heilte Kranke, trieb Dämonen aus, weckte Tote auf. Dafür lobten die Juden aber nicht Jesus, sondern den VATER im Him­mel, der Ihm als Mensch eine solche Vollmacht verliehen hat (vgl. Mt 9,8).

Überlegung: Auch die Heiligen sahen sich nur als Werkzeuge der Liebe Gottes an. Sie zeigten immer wieder auf Gott, dem allein das Lob gebührt. – Verlange ich noch nach dem „Weihrauch“ des mensch­lichen Lobes für mich oder gebe ich das Lob der Menschen an Gott weiter? – Bin ich mir bewusst, dass Gott alles Gute in mir bewirkt?

Gebet: VATER, Du bist immer noch am Werk und wir dürfen Deine Werkzeuge sein. Gib uns den Mut und die Kraft Dir alle Ehre abzugeben, die wir erhalten! Amen.

– Ehrsucht verhindert Glauben – Joh 5,44

     Ehrsucht  verhindert Glauben      Joh 5,44

„Wie könnt ihr zum Glauben kommen, wenn ihr eure Ehre voneinander empfangt, nicht aber die Ehre sucht, die von dem einen Gott kommt?“

Katechese: Viele angesehene Juden wagten es aus Menschenfurcht nicht, sich zu den Jüngern Jesu zu zählen. Die Ehre in den Augen der Menschen war ihnen wichtiger als die Ehre, Kinder Gottes zu werden. Nikodemus, einer von der hohen Priesterklasse, suchte Jesus nur heimlich in der Nacht auf, damit niemand es merke. Demütige Menschen, die sich nicht um das Gerede der Menschen kümmerten, folgten Jesus nach.

Überlegung: Die Moslems legen ihren Gebetsteppich aus, um Allah zu loben, egal was die Menschen von ihnen denken. – Wage ich mich im Beisein anderer Menschen Gott zu danken, zum Beispiel beim Tischgebet im Gasthaus? – Bekenne ich mich zu Jesus in der Öffentlichkeit?

Gebet: VATER, oft verleugnen wir aus Menschenfurcht den Glauben an Dich und machen faule Kompromisse. Stärke unseren Glauben, damit wir immer bereit sind, Dich zu loben, auch wenn wir dafür verspottet werden. Amen.

– Gotteslob wider den Mainstream – Lk 6,26

     Gotteslob wider den Mainstream      Lk 6,26

Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.“

Katechese: Jesus erinnert in den Seligpreisungen daran, dass für uns Christen andere Werte wichtig sind, nämlich die Verherrlichung Gottes und das Leben nach Seinen Geboten. Es gab aber immer wieder Propheten, die den Menschen nach dem Mund redeten und ihnen schmeichelten, nur um ihre Gunst zu gewinnen. Jesus dagegen verkündete den Menschen mutig die unbequeme Wahrheit.

Überlegung: Die Welt lobt die ihren, aber nicht Gott. Die anderen werden ausgegrenzt, geächtet, getötet. – Suche ich zuerst die Verherrlichung Gottes, indem ich mutig zu meinen christlichen Überzeugungen stehe oder suche ich noch faule Kompromisse? – Sage ich immer mutig die Wahrheit und vermeide jegliche Notlüge?

Gebet: VATER, schütze mich davor, den Menschen zu schmeicheln, nur um ihre Gunst zu gewinnen. Gib mir Kraft, für Deinen Namen auch Schweres zu ertragen und Dich so durch mein Leben zu lobpreisen! Amen.

– Dankbarkeit für Hilfe – Lk 17,15-16

     Dankbarkeit für Hilfe      Lk 17,15-16

Einer von den Aussätzigen „kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte Ihm. Dieser Mann war aus Samarien.“

Katechese: Zu Jesus kamen zehn Aussätzige und flehten um ihre Heilung. Nur einer von ihnen, dazu ein Samariter, von einem Volksstamm, der von den Juden verachtet wurde, kehrte zurück, um Gott für die Gesundheit zu danken und in Ihm Gott anzubeten.

Überlegung: „Die Not lehrt beten“, sagt ein Sprichwort. Sobald die Not an die Tür klopft, wird der ganze Himmel bestürmt. Wenn Gott uns in Seiner Huld beschenkt, wer denkt dann noch ans Danken? Der hl. Vinzenz Pallotti machte sich zur Gewohnheit Gott ebenso lange zu danken, wie er Ihn um Gnaden gebeten hat. – Danke ich dem VATER innig für jede Gnade: Für meine Familie, Arbeit, Gesundheit usw.?

Gebet: Herr, Du erhörst immer jedes Gebet, wenn auch oft anders als ich es erwartet habe. Voll Ehrfurcht werfe ich mich vor Dir nieder und danke Dir für all Deine Hilfe! Amen.

– Löchriger Geldbeutel – Mt 6,2

     Löchriger Geldbeutel      Mt 6,2

„Wenn du Almosen gibst, lass es nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“

Katechese: Jesus lädt uns ein, durch Almosengeben Schätze für den Himmel zu sammeln. Doch wenn das Motiv unseres Gebens nicht die Ehre Gottes allein ist, sondern wir von den Menschen Lob dafür erwarten, dann haben wir mit dem Lob unseren Lohn bereits erhalten.

Überlegung: Jedes menschliche Lob, das wir für unsere guten Taten erwarten, reißt ein Loch in den „Geldbeutel“, mit dem wir Verdienste für den Himmel sammeln. – Ist mir bewusst, dass empfangene Ehre von Menschen bewirkt, dass man mit leeren Händen vor Gott erscheint? Sollte ich als Verwalter der Güter Gottes auf Erden meine Liebespflicht nicht in Bescheidenheit und Demut erfüllen?

Gebet: Vater im Himmel hilf uns, unser Almosen so zu geben, dass die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut. Denn Du siehst und vergiltst das Verborgene, das wir aus Liebe zu Dir und zu Deiner Ehre tun. Amen.

– Fasten zur Ehre des Vaters – Mt 6,16

     Fasten zur Ehre des Vaters      Mt 6,16

„Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“

Katechese: Jesus selbst fastete 40 Tage und 40 Nächte, aber nicht um sich bei den Menschen wichtig zu machen, sondern um Kraft für Seine Mission zu schöpfen. Nach der Fastenzeit kehrte Er mit der Kraft des Hl. Geistes erfüllt aus der Wüste zurück und verherrlichte den Vater in allem, bis zu Seinem Tod am Kreuz.

Überlegung: Viele Heilige suchten Gott durch Fasten und Beten. – Was ist mein Fastenmotiv? Will ich von den Menschen bemerkt und bewundert werden? Faste ich nur um der Figur willen? Oder faste ich allein zur Ehre Gottes, um Gott damit zu verherrlichen und geistige Kraft zu schöpfen? Danke ich Gott dafür, wenn ich fasten kann?

Gebet: VATER im Himmel, schenke mir den Geist des wahren Fastens im Verborgenen, allein zu Deinem Ruhm und Deiner Ehre! Amen.

– Gebet zur Ehre des Vaters – Mt 6,5

     Gebet zur Ehre des Vaters      Mt 6,5

„Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßen­ecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“

Katechese: Jesus spricht hier diese Menschen an, die in ihrer Schein­heiligkeit lange Gebete verrichten, um von den Menschen dafür bewundert zu werden. Doch ihr Herz ist weit weg von Gott. Noch verwerflicher wird das Gebet, wenn jemand in Selbstgerechtigkeit sich selbst vor Gott lobt, den Nächsten aber verurteilt. Jesus warnt eindringlich vor dieser verlogenen Haltung der Heuchelei.

Überlegung: Wie sieht mein Gebet aus? Ist meine Teilnahme an der Eucharistiefeier wirklich Danksagung an Gott oder nur aus Tradition, um Menschen zu gefallen? Habe ich zuhause eine Gebetsecke, wo ich täglich im Verborgenen mit Gott innige Zwiesprache halte und Ihn lobe und preise? Verwandle ich jegliche Kritik in ein Stoßgebet?

Gebet: Himmlischer VATER, lass den Schall meiner Gebete nicht nur bis zur Zimmerwand dringen, sondern lass es wie Weihrauch zu Dir aufsteigen allein zu Deiner Ehre! Amen.

– Nur im Kreuz ist unser Ruhm – Gal 6,14

     Nur im Kreuz ist unser Ruhm      Gal 6,14

„Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.“

Katechese: Paulus könnte sich seiner besonderen Herkunft, Privilegien und Ausbildung rühmen. Doch er weiß: All das ist nichts in den Augen des Herrn. Unser Ruhm ist der Erlösertod Jesu am Kreuz: „Durch Seine Wunden sind wir geheilt.“ (1 Petr 2,24) Jesus hat den Lösepreis für unsere Sünden bezahlt und uns losgekauft aus der Sklaverei des Satans. Der Segen Gottes wird uns zuteil in der Taufe.

Überlegung: Habe ich Jesus schon einmal für Sein Leiden und Sterben am Kreuz gedankt? Küsse ich mit Ergriffenheit und Dankbarkeit das Bildnis des Gekreuzigten? Hat das Kreuz Jesu einen Ehrenplatz in meiner Wohnung?

Gebet: Vater, wir preisen Dich für das Erlöserleiden Deines Sohnes. Hilf uns, in der Welt als Deine Kinder zu leben und stets dem Kreuz Jesu treu zu sein. Amen.

– Tut alles zur Ehre Gottes – 1 Kor 6,20; 10,31

     Tut alles zur Ehre Gottes      1 Kor 6,20; 10,31

„Ihr gehört nicht euch selbst; denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib! Ob ihr also esst oder trinkt oder etwas anderes tut: Tut alles zur Verherrlichung Gottes!“

Katechese: Seit der Taufe ist unser Leib Wohnung des Hl. Geistes. Unsere Seele soll sich von Ihm erfüllen lassen, von Seiner Göttlichen Liebe. Diese Liebe soll unser Leben steuern und nicht schlechte Triebe, Leidenschaften und böse Begierden. Dann gilt, was der hl. Irenäus sagte: Die Ehre Gottes ist der lebendige Mensch.

Überlegung: Wenn wir vor dem Sarg eines Verstorbenen stehen, dann wird offenbar, ob dieses Leben eine Verherrlichung Gottes dargestellt hat oder nicht. Kardinal Meisner sagte einmal, man soll so leben, dass die Menschen bei der Beerdigung merken, dass der Verstorbene eine Lücke hinterlässt. – Bitte ich Jesus um die Gnade, dass mein Leib wirklich Werkzeug Seiner Liebe und Seiner Ehre ist?

Gebet: Herr, Du rufst uns zu Maßhalten und Ordnung in all unserm Tun, um so den VATER zu verherrlichen. Schenk uns Selbstbeherr­schung und Liebe! Amen.

– Lästerung des Namens Gottes – Röm 2,24

     Lästerung des Namens Gottes      Röm 2,24

„In der Schrift steht: Euretwegen wird unter den Heiden der Name Gottes gelästert.“

Katechese: Der hl. Paulus ermahnt die ersten Christen zu einem authentischen Christenleben. Wenn das Licht Christi durch unser Leben andere Menschen erfasst, dann wird somit der Name Gottes verherrlicht. Wenn jedoch Menschen Anstoß nehmen an Skandal­geschichten mancher Christen, dann bewirkt ihr Leben die Lästerung des Namens Gottes unter den Menschen.

Überlegung: Die ersten 300 Jahre wurden die Christen grausam verfolgt. Doch dank ihrem lebendigen Glaubenszeugnis wurde das Christentum nicht vernichtet, sondern schließlich zur Staatsreligion im römischen Reich. – Wie kann ich die Lauheit im Glaubensleben überwinden und so zur Verherrlichung Gottes beitragen? – Zeugt mein Familien- und Berufsleben davon, dass ich Jesus Christus kenne und Ihn liebe?

Gebet: Herr, schon zu viele haben Dir den Rücken zugekehrt, weil wir Christen ein schlechtes Beispiel gegeben haben. Schenke uns Reue und Umkehr! Amen.

– Lobpreis durch Treue – Joh 12,27-28

     Lobpreis durch Treue      Joh 12,27-28

„Jetzt ist Meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette Mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche Deinen Namen!“

Katechese: Jesus bittet den VATER nicht um Rettung vor dem bevor­stehenden Leiden und Sterben. Denn er wusste darum, dass der Satan als Beherrscher der Welt nur durch sein geduldig ertragenes Leiden besiegt werden konnte. Er bittet deshalb den VATER um den Sieg der Liebe Gottes über den Hass des Satans. Überall wo die Liebe siegt, siegt Gott und wird somit verherrlicht.

Überlegung: Die Verherrlichung Gottes geschieht nicht nur in den guten Tagen des Lebens, sondern besonders dann, wenn unsere Liebe auf die Probe gestellt wird, sowohl in Gesundheit wie in Krankheit. – Bitten wir den Herrn, dass wir Ihn verherrlichen durch unsere Treue in der Liebe bis zum Tod? – Bitte ich Gott um Vergebung für jede Lieblosigkeit?

Gebet: Herr, oft ist es nicht leicht, Christ zu sein. Hilf allen Leidenden, dass sie Dir die Treue halten und so Dich verherrlichen! Amen.

– Lobpreis durch Nachfolge Christi – Joh 15,8

     Lobpreis durch Nachfolge Christi      Joh 15,8

„Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und Meine Jünger werdet.“

Katechese: Jesus vergleicht sich selbst mit einem Weinstock, den Vater mit dem Winzer. Wir sind Rebzweige an diesem Weinstock. Die Früchte, auf die der Vater als „Winzer“ wartet sind die „Trauben“ der Liebe. Es geht aber nicht um irgendeine Liebe. Als Jünger Jesu sollen wir so lieben, wie Er geliebt hat. Diese Liebe schließt niemanden aus. Sie zeigt sich im Vergeben und Segnen auch den schlimmsten Feinden gegenüber.

Überlegung: Wir verwechseln die Liebe oft mit Egoismus und beschränken sie auf unsere Familie und Freunde. Doch damit zeichnen sich die Christen nicht aus. – Könnte ich heute jemandem, der mir unsympathisch ist, ein Zeichen der Liebe Jesu schenken durch einen Gruß oder ein Lächeln? – Bitte ich Jesus um Kraft dazu?

Gebet: VATER, lass mich ein Werkzeug Deiner Liebe werden, dass ich Liebe bringe, wo Hass ist! Gib mir immer Deine Kraft dazu! Amen.

– Lobpreis durch gelebte Liebe – Apg 4,32

     Lobpreis durch gelebte Liebe      Apg 4,32

„Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam.“

Katechese: Das Erkennungsmerkmal der ersten Christen war ihre Liebe zueinander. Sie ahmten Jesus in der Ausübung des Liebesgebots so sehr nach, dass sie von den Menschen „Christen" (Apg 11,26) genannt wurden. Sie verkauften alles, was sie besaßen und teilten es so untereinander auf, dass niemand Not zu leiden brauchte.

Überlegung: Echte Liebe muss wehtun! pflegte die hl. Teresa von Kal­kutta zu sagen. Ein Kind nahm dies ernst, verzichtete wochenlang auf Zucker und brachte diese Tüte Zucker den Hungernden. – Mit welcher Liebestat kann ich zur Verherrlichung des Namens Gottes beitragen? – Gibt es in meiner Nähe jemanden, der Not leidet und meine Hilfe bräuchte, vielleicht durch ein aufmunterndes Wort?

Gebet: Der Name des Herrn sei gepriesen von nun an bis in Ewigkeit. Vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang sei der Name des Herrn gelobt! (vgl. Ps 113)  Amen.

– Lobpreis durch Einmütigkeit – Apg 2,46

     Lobpreis durch Einmütigkeit      Apg 2,46

„Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Einfalt des Herzens.“

Katechese: Wahre Liebe untereinander zeigt sich in der Einheit. Um diese Einheit Seiner Jünger hat Jesus bereits früher zum VATER gebetet. Denn sie legt Zeugnis ab für das Wirken Gottes, verherrlicht so den VATER und bewegt andere dazu, an die Liebe Jesu zu glauben. Diese Einheit kennzeichnete die ersten Christen.

Überlegung: Die Einheit in der Liebe verlangt Verzicht auf Parteilichkeit und Unterordnung unter eine Leitung. Jesus hat als Garanten für die Einheit den Petrus und somit Seine Stellvertreter eingesetzt. – Höre ich auf die Stimme des Papstes? Bete ich um Licht und Kraft für ihn? – Wen sollte ich schon längst um Verzeihung bitten?

Gebet: VATER, wir Christen verhalten uns oft wie kleine Kinder, die furchtbar miteinander streiten. Schenke uns Liebe und Einheit! Amen.

– Lobpreis durch Gaben – 1 Petr 4,10-11

     Lobpreis durch Gaben      1 Petr 4,10-11

„Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat. Wer redet, der rede mit den Worten, die Gott ihm gibt; wer dient, der diene aus der Kraft, die Gott verleiht. So wird in allem Gott verherrlicht durch Jesus Christus.“

Katechese: In der Kirche – dem Ort der Gegenwart des Hl. Geistes – hat Gott jedem verschiedene Gaben geschenkt. Mit diesen Gaben ergänzen die Christen sich gegenseitig im Aufbau des Reiches der Liebe Gottes auf Erden: Zu Seiner Verherrlichung säen die einen aus, andere begießen die Saat, wieder andere ernten die Früchte der Liebe.

Überlegung: Die hl. Bernadette bedankte sich bei Gott in ihrem Testament für die Gabe ihrer Dummheit und Schwäche. Doch gerade diese ihre Demut erlaubte es Gott, in Fülle durch sie zu wirken. – Nütze ich meine Gaben zur Ehre des Herrn? Danke ich Gott für meine Gaben?

Gebet: Herr, lass uns nicht nur nach großen Gnadengaben verlangen, sondern gerade in den einfachen und schlichten Gaben Deine Liebe in die Welt hineintragen und Dich dadurch verherrlichen! Amen.

– Hat mein Leben einen Sinn? – Mt 6,10

    Hat mein Leben einen Sinn?      Mt 6,10

„Dein Reich komme!“

Katechese: In dieser VATER-Unser-Bitte zeigt uns Jesus den tiefen Sinn unseres Lebens: Das endgültige Kommen des Reiches Gottes, das wir auch schlicht und einfach Himmel oder Paradies nennen. Jesus erteilt damit eine Absage jeglichem Denken an eine Reinkarnation und einer Selbstauflösung im Nirwana. So wie er selbst von den Toten auferstanden ist, so wird er auch uns von den Toten erwecken. Sein Reich beginnt schon mit Seiner Gegenwart auf Erden. Er selbst hat den Keim des Gottesreiches in der Kirche gelassen, in Seinem Wort und Sakrament.

Überlegung: Der hl. Pfarrer von Ars sagte dazu schlicht: „Es gibt viele Christen, die nicht einmal wissen, wofür sie auf Erden sind: ‚Warum, mein Gott, hast Du mich in diese Welt gesetzt?’ – ‚Um dich zu er­lösen.’ – ‚Und warum willst Du mich erlösen?’ – ‚Weil ich dich liebe.’“

Gebet: Vater im Himmel, die Heiligen haben sich nach Deinem Reich gesehnt. So rufen wir mit ihnen: Maranatha! Komm bald, o Herr! Amen.

– Der Himmel ist offen! – Apg 7,55-56

     Der Himmel ist offen!      Apg 7,55-56

Stephanus, „erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.“

Katechese: Der Himmel ist offen! Es geht hier nicht um einen wolkenlosen Tag, an dem die Sonne scheint. Stefanus durfte einen Blick in das verborgene Reich Gottes werfen, das durch die Erbsünde der ersten Menschen – d.h. ihren Ungehorsam der Ordnung Gottes gegenüber – verschlossen war. Doch Jesus, unser Erlöser, hat uns den Himmel, das Reich des Vaters, wieder geöffnet.

Überlegung: Der Himmel ist offen für alle, die an Jesus glauben, sich taufen lassen und in guten und in schlechten Tagen in der Liebe Jesu ausharren. – Bitte ich Jesus darum, dass er meinen Glauben stärke?

Gebet: Jesus, danke, dass Du uns den Himmel wieder geöffnet hast. Richte meinen Sinn mehr auf das Himmlische als auf das Irdische! (Kol 3,2) Amen.

– Der Himmel ist unvorstellbar schön – 1 Kor 2,9

     Der Himmel ist unvorstellbar schön      1 Kor 2,9

„Wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben.“

Katechese: Diese Worte stammen vom hl. Paulus, der bereits zu Leb­zeiten in den dritten Himmel entrückt wurde (vgl. 2 Kor 12,2-3). Der Glaube an die Ewigkeit beflügelte ihn, trotz aller Gefahren und Leiden, den Menschen diese frohe Botschaft Jesu weiterzugeben. Alle Leiden erachtete er für nichts im Vergleich mit dieser Herrlichkeit, die im Himmel auf ihn wartet. Sie wird allen zuteil, die Gott lieben.

Überlegung: Der hl. Pfarrer von Ars sagte: „Die Erde ist wie eine Brücke, um über das Wasser zu gelangen. Sie dient nur dazu, unsere Füße zu tragen.“
– Ist mir bewusst, dass die Erde nur eine Durchgangsstation ist? – Halte ich immer wieder inne und denke an das kommende, wunderbare Reich des VATERS, an den Himmel?

Gebet: In den Himmel will ich kommen. Fest hab ich’s mir vorgenommen: Mag’ es kosten was es will, für den Himmel ist mir nichts zuviel! Amen.

– Lass dich nicht verwirren! – Joh 14,1-2

     Lass dich nicht verwirren!      Joh 14,1-2

„Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?“

Katechese: Jesus warnt uns vor Verwirrung und Unglauben. Die Menschenseele ist unsterblich. Der Tod ist nicht das Ende. Er ist Beginn des neuen, ewigen, glücklichen Lebens im Reich des Himm­lischen Vaters.

Überlegung: Die Verwirrung ist heute voll im Gange: Die einen glauben an die Reinkarnation und kehren zu heidnischen oder esoterischen Selbsterlösungspraktiken zurück. Andere meinen, mit dem Tod sei alles aus und verdrängen den Gedanken an ihren Tod bis ins hohe Alter. – Glaube ich Jesus und Seinem Wort? – Vertiefe ich meinen christlichen Glauben durch gute Vorträge und Schriften?

Gebet: VATER, stärke unseren Glauben und bewahre das einst christ­liche Europa davor, wieder ins Heidentum zurückzufallen! Amen.

– Unsere Heimat ist im Himmel – Phil 3,20-21

     Unsere Heimat ist im Himmel     Phil 3,20-21

„Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dorther erwarten wir Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt Seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann.“

Katechese: Die ersten Christen glaubten daran, dass sie nur Fremde und Pilger auf Erden sind. So verkauften sie Hab und Gut, lebten in christlicher Gemeinschaft und warteten täglich auf das Kommen Jesu.

Überlegung: „Wir sind die Welt – wir sind ihre Kinder!“ ist der Text eines bekannten Schlagers. Durch den Wohlstand haben viele den Blick auf den Himmel verloren und leben als richtige Weltmenschen. Andere bekriegen sich gegenseitig um die Güter dieser Welt. – Ist mir bewusst, dass meine Heimat im Himmel ist? Könnte ich zu einem Wallfahrtsort pilgern, um mir bewusst zu machen, dass ich als Pilger unterwegs in die Ewige Heimat bin?

Gebet: Herr, hilf uns, dass die Sorgen des Alltags uns nicht verwirren und Dein Kommen uns nicht plötzlich überrascht! (vgl. Lk 21,34) Amen.

– Geburtsstunde für den Himmel – Joh 14,3

     Geburtsstunde für den Himmel      Joh 14,3

„Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu Mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.“

Katechese: Mit diesem Wort verspricht Jesus, uns in der Sterbestunde in das Reich des Himmlischen Vaters heimzuholen. Es steht uns Menschen nicht frei, diese Stunde selbst herbeizuführen. Wir sollen geduldig auf das Kommen Jesu warten und jederzeit dazu bereit sein.

Überlegung: Die Gedenktage der Heiligen fallen auf ihren Sterbetag. Denn wir feiern ihre Geburtstunde für den Himmel. Der hl. Cyprian meint dazu: „Wie verkehrt und ungereimt ist es, wenn wir beten, der Wille Gottes möge geschehen, dann aber nicht sogleich dem Gebot Seines Willens folgen, wenn er uns aus dieser Welt herausruft und wegholt.“

Gebet: Jesus, schon jetzt freue ich mich, wenn Du kommst, um mich ins Reich des VATERS heimzuholen. Nimm von mir alle Angst und schenke mir eine tiefe Sehnsucht nach Dir und Deinem Reich! Amen.

– Das Friedensreich – Offb 20,4-6

     Das Friedensreich      Offb 20,4-6

„Ich sah die Seelen aller, die enthauptet worden waren, weil sie an dem Zeugnis Jesu und am Wort Gottes festgehalten hatten. … Sie gelangten zum Leben und zur Herrschaft mit Christus für tausend Jahre. ... Das ist die erste Auferstehung. Selig und heilig, wer an der ersten Auferstehung teilhat.“

Katechese: Schon jetzt sind unsere Verstorbenen, die mit Christus gelebt haben, in der Herrlichkeit des Himmels, wenn auch noch ohne ihren verklärten Körper. Es ist das 1000-jährige Friedensreich. Die Zahl 1000 ist dabei symbolisch zu verstehen. Es beendet sich am Letzten Tag, wenn Jesus als Weltenrichter wiederkommt.

Überlegung: Jesus versprach dem guten Schächer, der seine Sünden be­reute, dass er noch am selben Tag mit Ihm im Paradies sein wird (vgl. Lk 23,43). – Bitte ich die Heiligen im Himmel um ihre Fürsprache bei Gott? Bete ich für die Verstorbenen, die noch im Fegefeuer leiden müssen?

Gebet: Herr, viele Heilige sind schon jetzt bei Dir in Deinem Reich. Lass auch uns einst zu ihrer Zahl gehören und Dich mit ihnen ewig anbeten und lobpreisen! Amen.

– Das Wiederkommen Jesu – Apg 1,9-11

     Das Wiederkommen Jesu      Apg 1,9-11

„Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr Ihn habt zum Himmel hingehen sehen.“

Katechese: Bei der Himmelfahrt Jesu verkündeten die Engel den Jüngern, dass Jesus wiederkommen wird. Bei Seinem ersten Kommen kam Jesus verborgen, in der Gestalt eines kleinen Kindes. Er kam, bildlich gesprochen, wie ein König, der sich als Bettler verkleidete, um die Menschen kennenzulernen und ihnen mitzuteilen, was sie tun müssten, um in Sein wunderbares Reich zu kommen. Doch nur die Demütigen erkannten ihn. Bei Seinem letzten Kommen zeigt sich Jesus in der Macht Seiner Gottheit, um allen zu vergelten, wie es ihre Taten verdienen.

Überlegung: Nach Seiner Himmelfahrt weilt Jesus unter uns, diesmal verborgen unter der Gestalt der hl. Hostie im Tabernakel in der Kirche. Nur die Demütigen finden ihn dort. Denn den Stolzen ist Gott fern, „den Demütigen aber schenkt er Seine Gnade.“ (1 Petr 5,5)

Gebet: Jesus, lass uns stets bereit sein für Dein Kommen und Dir mit brennenden Lampen entgegengehen! Amen.

– Das Zeichen des Menschensohnes – Mt 24,29-30

     Das Zeichen des Menschensohnes      Mt 24,29-30

„Das Zeichen des Menschensohnes wird am Himmel erscheinen; dann werden alle Völker der Erde jammern und klagen, und sie werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen.“

Katechese: Das Zeichen des Menschensohnes ist das Kreuz. Es ist das Zeichen der Christen und erinnert uns an die Erlösung in Jesus Christus.

Überlegung: Jesus sagte der hl. Sr. Faustina: „Noch bevor ich als gerechter Richter kommen werde, komme ich als König der Barmherzigkeit. Bevor der Tag der Gerechtigkeit anbricht, wird den Menschen folgendes Zeichen am Himmel gegeben werden: Alles Licht am Himmel erlischt und große Finsternis wird auf der ganzen Erde sein. Dann erscheint das Zeichen des Kreuzes am Himmel, und es sind Öffnungen, wo die durchbohrten Hände und Füße des Erlösers waren, und durch diese Öffnungen werden große Lichter fluten, die eine Zeitlang die Erde beleuchten. Es wird kurz und am Jüngsten Tag geschehen.“

Gebet: Jesus, Dein Kreuz lädt uns ein, die Erlösungsgnade anzunehmen. Lass uns dieses Siegeszeichen gläubig und dankbar verehren! Amen.

– Zeitpunkt des Kommens Jesu – Mt 24,36

     Zeitpunkt des Kommens Jesu      Mt 24,36

„Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der VATER.“

Katechese: Den Tag der Wiederkunft Jesu kennt nur der Himmlische VATER. Alle menschlichen Vorhersagen des Weltendes sind erfunden. Wir sollten ihnen nicht glauben, egal von welcher Person oder Institution sie stammen. Jeden Tag aber sollten wir für das Kommen Jesu bereit sein.

Überlegung: Im Jahre 2007 haben Wissenschaftler den Zeiger der Weltuntergangsuhr auf fünf vor zwölf gestellt. Sie behaupten: Die Menschheit befindet sich näher am Abgrund als in den vergangenen 20 Jahren. Verschärfend kommt nach ihrer Ansicht auch noch die Klimaerwärmung als Bedrohung für den Planeten hinzu.“ – Bin ich jeden Tag für das Kommen Jesu bereit und erwarte Ihn mit Sehnsucht?

Gebet: Jesus, bewahre mich vor allen Arten des Aberglaubens und lass mich immer so leben, dass ich für Dein Kommen bereit bin! Amen.

– Weltgericht – Mt 25,31-32

     Weltgericht      Mt 25,31-32

„Wenn der Menschensohn in Seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit Ihm, dann wird er sich auf den Thron Seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor Ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.“

Katechese: Die Erde ist nicht Endstation für uns Menschen. Sie ist nur Über­gang in das Reich des Vaters. Doch nicht jedem wird das Glück des Himmels zuteil, sondern nur dem, der das Wort Jesu ernst nimmt und danach handelt. Denn das Wort, das Jesus zu uns gesprochen hat, wird unser Maßstab sein. Nach ihm werden wir gerichtet werden (vgl. Joh 12,48).

Überlegung: Jesus sagte zur hl. Sr. Faustina: „Ich strafe nur, wenn man Mich dazu zwingt. Vor dem Tag des Gerichts schenke ich noch die Zeit des Erbarmens.“ All diese, welche ihre Sünden bereuen und Gott um Barmherzigkeit bitten, werden in das Reich Gottes eingehen. – Erforsche ich vor dem Schlafengehen mein Gewissen und bitte Gott um Vergebung für meine Sünden, Fehler und Unterlassungen?

Gebet: Jesus, hilf mir, Dein Wort ernst zu nehmen und zu befolgen! Bewahre mich vor Gleichgültigkeit und Lauheit! Amen.

– Die Gesegneten des Vaters – Mt 25,34

     Die Gesegneten des Vaters      Mt 25,34

„Der König wird denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von Meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.“

Katechese: Im Himmel gibt es keinen Platz für Hass, Streit und Unbarm­herzigkeit. Zu den Gesegneten des Vaters zählen diese, die bereits in ihrem Leben auf Erden die barmherzige Liebe geübt haben und in den leidenden Mitmenschen Jesus selbst gesehen und geholfen haben.

Überlegung: Die Barmherzigkeit deckt viele Sünden zu und triumphiert über das Gericht (vgl. Jak 2,13). Praktiziere ich die geistigen Werke der Barmherzigkeit: Zweifelnde beraten, Unwissende belehren, Sünder zurechtweisen, Trauernde trösten, erlittenes Unrecht verzeihen, Lästige geduldig ertragen, für Lebende und Verstorbene beten?

Gebet: Jesus, öffne meine Augen für die Not meiner Mitmenschen und erfülle mich mit barmherziger Liebe zu ihnen! Amen.

– Der neue Himmel – 2 Petr 3,10.13

     Der neue Himmel      2 Petr 3,10.13

„Der Tag des Herrn wird kommen wie ein Dieb. Dann wird der Himmel prasselnd vergehen … Dann erwarten wir, Seiner Verheißung gemäß, einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt.“

Katechese: Die Wiederkunft Jesu begleitet die Umwandlung der Erde und des Himmels. Gott als Schöpfer wird eine neue Erde und einen neuen Himmel erschaffen, ohne Verdorbenheit, Tod und Ungerechtigkeit. Durch Sein Wort bereitet Jesus uns darauf vor.

Überlegung: Die neue Erde und der neue Himmel werden ein Paradies sein ohne Mühsal und ohne Trauer. Ohne jegliche Anstrengung wird ein Gedanke genügen, um die neue Erde und den neuen Himmel zu verwalten. Deshalb können dorthin nur jene gelangen, die sich zuvor in der Liebe zu Gott und zu den Nächsten bewährt haben. – Bitte ich Gott um ein wahrhaft liebendes Herz?

Gebet: Herr, hilf uns, die Erde so zu verwalten, dass Du uns einst als gute Diener der neuen Schöpfung einsetzen kannst! Amen.

– Das himmlische Jerusalem – Offb 21,2

     Das himmlische Jerusalem      Offb 21,2

„Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen.“

Katechese: Der hl. Johannes durfte in einer Vision das himmlische Jeru­salem schauen. Er verglich die Herrlichkeit dieser Stadt mit dem Glanz von kostbarsten Edelsteinen und reinstem Gold. So wie Gott die Liebe selbst ist, so wird in diese Stadt niemand Eintritt haben, der unrein, das heißt, nicht von der göttlichen Liebe erfüllt ist.

Überlegung: Die himmlische Stadt deutet hin auf die Gemeinschaft der Menschen, die voll Freude um Gott versammelt sind. Im Himmel wird niemand einsam mit einer Harfe auf einer Wolke sitzen. Zusammen mit Jesus feiern alle und trinken köstlichen Wein (vgl. Mt 26,29). – Der hl. Augustinus unterscheidet die himmlische Stadt von unseren Erdenstädten durch die wahre Liebe, die unter den Bewohnern im Himmel geübt wird.

Gebet: Herr, hilf uns, in der echten, aufopfernden Liebe zu wachsen, damit auch wir im Lebensbuch verzeichnet, in die himmlische Stadt einst aufgenommen werden! Amen.

– Das Ewige Licht – Offb 21,23-24

     Das Ewige Licht      Offb 21,23-24

„Die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, die ihr leuchten. Denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. Die Völker werden in diesem Licht einhergehen.“

Katechese: Sonne und Mond werden nicht mehr scheinen. Eine herr­liche, neue Lichtquelle wird alles erleuchten. Sie ist Jesus Christus selbst. Bei Seiner Verklärung auf dem Berg Tabor leuchtete Sein Gesicht wie die Sonne und Seine Kleider waren blendend weiß wie das Licht. (vgl. Mt 17,2) Das Licht Jesu ist voller Wärme, Liebe und Güte.

Überlegung: Die klinisch Toten berichten, wie sie durch einen Tunnel auf ein wunderbares Licht zuschwebten. Es war so herrlich, dass niemand von ihnen auf die Erde zurück wollte. Doch in diesem Licht erkennen die Verstorbenen ihr Elend, den Schmutz all ihrer Sünden, und flehen um einen Reinigungsort, genannt Fegefeuer, um sich dort in tie­fer Sehnsucht nach diesem Licht zu bereinigen.

Gebet: Vater, Dein Licht leuchtet in der Finsternis der Welt. Lass uns dieses Licht aufnehmen und von ihm erfasst werden! Amen.

– Der neue Name – Offb 22,4-5

     Der neue Name      Offb 22,4-5

„Sie werden Sein Angesicht schauen, und Sein Name ist auf ihre Stirn geschrieben. … und sie werden herrschen in alle Ewigkeit.“

Katechese: Der Name JESU ist auf die Stirn der Geretteten geschrieben. Dazu erhält jeder von ihnen einen neuen Namen von Gott, den nur Gott und die Seele kennen (vgl. Offb 2,17). Er drückt die innige, persönliche, einmalige Liebesbeziehung Gottes mit dem Menschen aus.

Überlegung: Diese, die auf Erden den Namen, das Kennzeichen des Tieres (= Teufels) annehmen, finden keinen Einlass in den Himmel (vgl. Offb 13,16). Eine klinisch tote Frau bemerkte dieses Zeichen bei denen, die tief in esoterische Praktiken verstrickt waren. – Nütze ich gern und oft die Beichtgnade, die mich von Sünden befreit und mir die verlorene Gottes­kindschaft zurückschenkt?

Gebet: Herr, schon jetzt freue ich mich über den neuen Namen, den Du für mich vorbereitet hast und der Deine ganze Liebe zu mir in sich birgt. Ich liebe Dich und danke Dir! Amen.

– Das Reich Satans – Mt 4,8-9

     Das Reich Satans      Mt 4,8-9

„Der Teufel nahm Jesus mit sich und führte ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte Ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht und sagte zu Ihm: Das alles will ich Dir geben, wenn Du Dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.“

Katechese: Jesus wurde in der Wüste vom Teufel in Versuchung geführt. Er gab sich vor Jesus als Herrscher dieser Welt aus – was Jesus ihm nicht abstritt – und bot ihm sämtliche Reichtümer an. Er verlangte dafür nur die Huldigung als Gott dieser Welt. Jesus verzichtete auf die Pracht, wählte die Armut und begann somit, das Reich des Vaters auf der Erde wieder zu begründen und den Teufel zu besiegen.

Überlegung: Der Weg zu Reichtum und großem Besitz ist oftmals ein Weg voller fauler Kompromisse und Betrug, verbunden mir der Ausbeutung der Armen und Schwachen. – Bin ich bereit mit Jesus den VATER anzubeten und auf ungerechten Besitz zu verzichten?

Gebet: Herr, bewahre mich vor allen Intrigen der Hölle. Hilf mir, dass ich allein Dich, den wahren Gott, anbete und Dir allein diene! Amen.

– Der Sieg über Satan – Joh 12,31-32

     Der Sieg über Satan      Joh 12,31-32

„Jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden. Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.“

Katechese: Jesus spricht hier über die Macht Seines Erlösertodes am Kreuz. Seine durchbohrten Hände und Füße wurden zum Sieges­zeichen über den Satan. Der Lanzenstich, der Jesu Herz durchbohrte und Ihn töten sollte, wurde zur Quelle lebendigen Wassers und begründete endgültig das Gottesreich auf Erden. Satan, der mit seinem Hass in den Menschenherzen herrscht, wird besiegt durch die Liebe Christi in den Getauften.

Überlegung: Obwohl der Satan ein besiegter Feind ist, spielt er noch den Beherrscher dieser Welt. Doch im Namen Jesu nehmen wir am Sieg des Gottesreiches teil. – Weiß ich, dass ich mit dem Schild des Glaubens an Jesus alle Geschosse des Bösen auslöschen kann (vgl. Eph 6,16)? – Singe ich in Bedrängnis vertrauensvoll Loblieder zu Gott?

Gebet: Jesus, birg uns in Deinen hl. fünf Wunden und gib uns die Kraft, in Deinem Namen jeglichen Hass mit Liebe zu beantworten! Amen.

– Jesus befreit von Dämonen – Lk 11,20

     Jesus befreit von Dämonen      Lk 11,20

„Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen.“

Katechese: Die Sünde gibt den Dämonen das Recht, die Menschen zu quälen. Jesus aber ist gekommen, um die Menschen aus der Macht Satans zu befreien. Er nahm die Schuld auf sich und wurde zum Sühne­opfer für die Menschen. Als Sieger über Sünde und Tod kann er deshalb mit der Kraft des Hl. Geistes (= Finger der Rechten des Vaters) die Menschen aus dem Reich des Bösen befreien.

Überlegung: Mit der Vollmacht des Namens Jesu werden auch heute Menschen aus der Macht des Bösen befreit. Das neue Leben beginnt mit der Taufe, wo der Mensch Kind Gottes wird. – Suche ich in meinen Bedrängnissen Hilfe bei Priestern, die mich im Namen Jesu segnen?
– Bitte ich den hl. Josef um Hilfe, der unter dem Titel „Schrecken der bösen Geister!“ angerufen wird?

Gebet: Herr, Du beschirmst mich, rettest mich aus der Schlinge des Jägers und aus allem Verderben (Ps 91,3). Dir sei Preis und Ehre! Amen.

– Vollmacht im Kampf – Lk 10,17-19

     Vollmacht im Kampf      Lk 10,17-19

„Die Zweiundsiebzig kehrten zurück und berichteten voll Freude: Herr, sogar die Dämonen gehorchen uns, wenn wir Deinen Namen aussprechen. Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen. Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können.“

Katechese: Jesus sandte Seine Jünger aus, um in Seinem Namen Kranke zu heilen, Dämonen auszutreiben, ja sogar Tote aufzuerwecken. Mit dem Glauben an die Kraft des Namens Jesu nehmen sie teil an der Ausbreitung des Reiches Christi auf Erden und dem Sieg über Satan.

Überlegung: Jesus erteilte Seinen Jüngern die Vollmacht, das Böse zu überwinden. In Seinem Namen besiegen auch wir alle Versuchungen, jeglichen Fluch und jede Hinterlist des Satans. – Habe ich noch Angst vor dem Bösen oder vertraue ich fest auf die Macht des Namens Jesu? – Bitte ich den hl. Erzengel Michael um Seine Hilfe?

Gebet: Jesus, in Deinem Namen bin ich stark; mit Dir überspringe ich die Mauern des Feindes: Dank und Preis sei Deinem Namen! Amen.

– In Jesus beginnt das Reich – Mk 1,14-15

     In Jesus beginnt das Reich      Mk 1,14-15

„Jesus ging nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!“

Katechese: Gemessen an den Jahrmillionen, seit die Erde existiert, sind die letzten 2000 Jahre eine kurze Endzeit, in der Jesus das Reich Gottes auf die Erde bringt. Es breitet sich aus, wenn wir Jesu Wort annehmen, von jeglichem Hass ablassen und in Seiner Liebe leben. Gott lässt uns dabei nicht allein: Sein Geist gibt uns dazu Kraft.

Überlegung: Wo Gott ist – da ist bereits der Anfang des Gottesreiches. Es beginnt in unseren Herzen, wenn wir Sein Wort aufnehmen. Denn dann nimmt Gott selbst Wohnung in uns (vgl. Joh 14,23). – Wohnt Jesus bereits in meinem Herzen? Nehme ich mir jeden Tag Zeit, um Sein Wort zu betrachten und mich von Ihm leiten zu lassen?

Gebet: Herr, das Böse verführt und lockt uns jeden Tag. Kehre unsere Herzen um zu Dir und schenke uns Glauben an Dein Wort! Amen.

– Gleichnis vom Sämann – Mt 13,19-23

     Gleichnis vom Sämann      Mt 13,19-23

„Immer wenn ein Mensch das Wort vom Reich hört und es nicht versteht, kommt der Böse und nimmt alles weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurde; hier ist der Samen auf den Weg gefallen. … Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt dann Frucht, hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach.“

Katechese: Jesus ist der Sämann, der durch Sein Wort das Reich der Liebe Gottes in unsere Herzen säen will. Doch Sein Wort trifft oft auf taube Ohren und kann so keine Frucht bringen. Es ist das Werk des Bösen, der alles unternimmt, dass das Wort Gottes von den Menschen missachtet, nicht verstanden und auch nicht gelebt wird.

Überlegung: „Die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen!“ (hl. Hieronymus) Die Hl. Schrift ist das Lebensbuch. Es schenkt unserem Leben einen tiefen Sinn und lässt es fruchtbar werden für alle Ewigkeit. – Ziehe ich die Bibel allen anderen Büchern vor? Lese ich gerne in ihr?

Gebet: Herr, hilf uns, dein Wort zu verstehen, es wie ein Kind gläubig anzunehmen und Früchte der Liebe hervorzubringen! Amen.

– Gleichnis vom Unkraut – Mt 13,24-30

     Gleichnis vom Unkraut      Mt 13,24-30

„Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während nun die Leute schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging wieder weg.“

Katechese: Der Böse ist aktiv und sehr raffiniert. Er und seine Handlanger kommen unter dem Schein des Guten, verwerfen die Ordnung Gottes (vgl. 2 Kor 11,14f) und verbreiten das Reich der Finsternis. Gott lässt sie gewähren bis zu einer gewissen Zeit, doch am Ende wartet auf sie das ewige Reich der Finsternis.

Überlegung: „Wachet und betet!“ (Mt 26,41) Oft ist es schwer, das Böse vom Guten zu unterscheiden. In manchen Staaten werden sogar die Zehn Gebote Gottes außer Kraft gesetzt und das Unrecht gutgeheißen. Bete ich um den Geist der Unterscheidung und der Klarheit, damit das Böse nicht das Gute erstickt? – Halte ich mich an die Zehn Gebote?

Gebet: Herr, schenke uns das Licht Deines Hl. Geistes, damit wir alles prüfen können und nur das Gute behalten (vgl. 1 Thes 5,21). Amen.

– Gleichnis vom Senfkorn – Mt 13,31-32

     Gleichnis vom Senfkorn      Mt 13,31-32

„Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte. Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; sobald es aber hochgewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum, so dass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.“

Katechese: Wie das Senfkorn und der Sauerteig ist das Gottesreich klein in seinen Anfängen, aber groß in seiner Entfaltung. Jede kleinste gute Tat zählt. Jedes Wort Gottes ist vergleichbar mit diesem Senfkorn.

Überlegung: Für die hl. Mutter Teresa war das Senfkorn ihres Lebens das Wort Jesu: „Mich dürstet!“ (Joh 19,29) Es ließ ihr keine Ruhe mehr. In jedem Sterbenden und Bettler sah sie den dürstenden Jesus. Aus diesem Senfkorn wuchs in ihrem Leben der große Baum der Missionarinnen der Nächstenliebe. – Welches Wort Gottes könnte ich zum Leitsatz meines Lebens wählen und in meiner Seele wachsen lassen?

Gebet: Herr lass uns nicht müde werden das Senfkorn Deines Wortes in uns aufzunehmen und wachsen zu lassen! Amen.

– Gleichnis vom Schatz – Mt 13,44

     Gleichnis vom Schatz      Mt 13,44

„Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker.“

Katechese: Jesus vergleicht das Himmelreich mit einem wunderbaren Schatz. Er selbst ist dieser Schatz. Wie irdische Schatzsucher aufs Ganze gehen, um den Schatz zu heben, so gibt der Mensch, der Jesus entdeckt, alles dran, um Jesus und Seinen Frieden zu gewinnen.

Überlegung: „Gott allein genügt!“ (hl. Teresa v. Avila)Maria, die Mutter Jesu, hat in Gott ihren Schatz entdeckt und durch ihr Ja-Wort sich Ihm ganz zur Verfügung gestellt. – Bin auch ich bereit, mich Gott ganz für Seine Pläne der Liebe zur Verfügung zu stellen? – Vertraue ich mich dabei der Immerwährenden Hilfe der Muttergottes an?

Gebet: Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu Dir. Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich fördert zu Dir. Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen Dir!
(hl. Klaus v. Flüe) Amen.

– Gleichnis vom Fischernetz – Mt 13,47-50

     Gleichnis vom Fischernetz      Mt 13,47-50

„Weiter ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Netz, das man ins Meer warf, um Fische aller Art zu fangen. Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer; sie setzten sich, lasen die guten Fische aus und legten sie in Körbe, die schlechten aber warfen sie weg. So wird es auch am Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen von den Gerechten tren­nen und in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.“

Katechese: Jesus hat Seine Jünger beauftragt, Menschenfischer zu werden. Das „Meer“ ist der Geist dieser Welt, das durch Gottlosigkeit und Egoismus verdorben ist und den Seelen den ewigen Tod bringt. Das „Netz“ ist das Evangelium Jesu, mit dem wir herausgezogen werden aus den falschen Gewohnheiten der Welt. Es lehrt uns, zur Ehre Gottes zu leben und den Mitmenschen aufrichtig zu lieben.

Überlegung: „Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken!“ (Röm 12,2a), mahnt der hl. Paulus. Auf welche weltlichen Gewohnheiten sollte ich verzichten um des Himmel­reiches willen? – Welche guten Gewohnheiten, auch Tugenden genannt, sollte ich mir angewöhnen?

Gebet: Herr, hilf uns, damit wir prüfen und erkennen können, was Dein Wille ist, was gut und vollkommen ist! (vgl. Röm 12,2b) Amen.

– Erfüllt vom Heiligen Geist – Apg 2,1-4

     Erfüllt vom Heiligen Geist      Apg 2,1-4

„Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist
erfüllt.“

Katechese: In Jesus ist das Reich Gottes auf die Erde gekommen. Jesus war erfüllt vom Geist Gottes, dem Hl. Geist. Nach Seiner Auferstehung und Himmelfahrt sandte er vom VATER den Hl. Geist all Seinen Jüngern und begründete somit die Kirche, die Gemeinschaft der Kinder Gottes auf Erden. Zu ihr zählen alle, die in der Taufe dem Reich der Finsternis abgeschworen und sich für das Reich der Liebe Gottes geöffnet haben. 

Überlegung: „Gott ja – Kirche nein!“ so tönt es aus vieler Menschen Munde. Sie meinen damit die Institution der Kirche, die auch nur aus Menschen besteht. Die Kirche jedoch ist mehr. Sie ist Jesus Christus selbst, der unter uns mit Seiner Liebe gegenwärtig ist. – Könnte ich meinen Glauben an Jesus erneuern und mich Ihm ganz hingeben? 

Gebet: Jesus, in Deinem Namen widersage ich dem Satan und all seinen Werken. Ich glaube an Dich und gebe mich Dir ganz hin! Amen.

– Erbaut auf dem Felsen – Mt 16,18-19

     Erbaut auf dem Felsen      Mt 16,18-19

„Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“

Katechese: Jesus erbaute das Reich Gottes auf Erden auf dem Felsen des Petrusamtes. Damit sichert er Seinen Beistand jedem Papst zu. Niemand wird die Kirche zerstören können. Der Schlüssel des Himmelreichs symbolisiert die Vollmacht Gottes zur Leitung der Kirche. „Binden und lösen“ bedeutet die Macht, von Sünden loszusprechen, Lehrurteile zu fällen und disziplinarische Entscheidungen zu treffen. (KKK 553)

Überlegung: Der Papst ist der Stellvertreter Jesu Christi auf Erden. Er hat die verantwortungsvolle Aufgabe die Jünger Jesu den Weg in die Ewige Heimat zu weisen. – Bete ich für den Papst um Licht, Kraft und Mut? – Bete ich um die Einheit der zerrissenen Christenheit?

Gebet: Herr, Du hast Deine Kirche auf dem Felsen Petri gegründet. Segne, stärke und leite unseren Papst und unsere Bischöfe! Amen.

– Unfehlbarkeit des Papstes – Gal 2,1-2

     Unfehlbarkeit des Papstes      Gal 2,1-2

„Ich ging (nach Jerusalem) hinauf aufgrund einer Offenbarung, legte der Gemeinde und im besonderen den ‚Angesehenen’ das Evangelium vor, das ich unter den Heiden verkündige; ich wollte sicher sein, dass ich nicht vergeblich laufe oder gelaufen bin.“

Katechese: Der hl. Paulus unterwarf seine neuen Ideen der Entscheidungs­gewalt des ersten Papstes, um sicher zu sein, dass er wirklich das Reich Gottes auf Erden aufbaue. Denn dem Petrus übergab Jesus die Leitung. Seine Aufgabe und die seiner Nachfolger ist es, den Menschen den Willen des Vaters zu vermitteln.

Überlegung: Die Unfehlbarkeit des Papstes betrifft nicht seine menschliche Person. Als Mensch begeht auch er Fehler. Aber wenn er „ex cathedra“ (= in der Funktion seines Hirtenamtes) feierlich Glaubenssätze verkündet, bewahrt der Hl. Geist ihn vor jeglichem Irrtum. – Höre ich auf die Stimme des Papstes?

Gebet: Herr, Dein Reich steht nur den Demütigen und Kleinen offen. Lass uns stets auf Deinen Stellvertreter auf Erden hören! Amen.

– Priester der Kirche – Apg 14,22-23

     Priester der Kirche      Apg 14,22-23

Paulus und Barnabas sagten: „Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen. In jeder Gemeinde bestellten sie durch Handauflegung Älteste und empfahlen sie mit Gebet und Fasten dem Herrn, an den sie nun glaubten.“

Katechese: Jesus setzte die Apostel ein, um das Reich Gottes auf Erden auszubreiten. Die Apostel wiederum weihten durch Handauflegung Priester, die als Stellvertreter Christi an Seiner Vollmacht teilhaben, der Gemeinde vorstehen und das Reich Gottes verkünden.

Überlegung: Der hl. Pfarrer von Ars sagte: „Ohne den Priester würden der Tod und das Leiden unseres Herrn zu nichts nützen. Der Priester ist es, der das Werk der Erlösung auf Erden fortführt.“ – Weiß ich, dass der Priester den Schlüssel zu den Schätzen der Erlösungsgnaden Jesu hat? – Bete ich für die Priester, damit sie sich ihrer großen Berufung als Stellvertreter Christi bewusst werden und nicht versagen?

Gebet: Herr, in allen Drangsalen unseres Lebens brauchen wir die Hilfe Deiner Stellvertreter. Schenke uns viele heilige Priester! Amen.

– Leiden für die Kirche – Kol 1,24

     Leiden für die Kirche      Kol 1,24

„Jetzt freue ich mich in den Leiden, die ich für euch ertrage. Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich in meinem irdischen Leben das, was an den Leiden Christi noch fehlt.“

Katechese: Bei der Ausbreitung des Reiches Gottes auf Erden, der Kirche Christi, wurde Paulus dreimal ausgepeitscht, einmal gesteinigt, dreimal erlitt er Schiffbruch, eine Nacht und einen Tag trieb er auf hoher See (vgl. 2 Kor 11,24). Aber er ließ sich dadurch nicht davon abbringen, das Reich Gottes auf Erden zu verkünden und auszubreiten.

Überlegung: Jesus ist in Seiner Kirche gegenwärtig. Er lädt uns ein, unsere Leiden mit Seinen Leiden zu verbinden und sie aufzuopfern für den Sieg des Reiches Gottes auf Erden. Wir sollen die Leiden aber nicht suchen. Zur hl. Gertrud sagte Jesus: „Wenn du die alltäglichen Widerwärtigkeiten annimmst und bejahst, das ist mir das Liebste.“

Gebet: Jesus, oft habe ich Angst vor den Leiden. Lass mich jedoch alle Schwierigkeiten und Leiden gerne annehmen und Dir aufopfern, damit dadurch viele Menschen zu Dir finden und Dich lieben lernen! Amen.

– Angst vor Gottes Willen – Mt 6,10

     Angst vor Gottes Willen      Mt 6,10

Vater unser im Himmel, „Dein Wille geschehe…“

Katechese: Jesus erwähnt die Gebetsbitte, den Willen des VATERS zu erfüllen erst, nachdem er unseren Blick auf den uns liebenden VATER gelenkt und uns das Ziel unseres Lebens gezeigt hat, nämlich die Verherrlichung Gottes und das Kommen des Gottesreiches.

Überlegung: Viele Menschen haben Angst, für die Erfüllung des Willens des Himmlischen VATERS zu beten oder überhaupt zu sagen: „O Gott, Dein Wille geschehe!“ Die Ursache für diese Angst steckt in einem falschen Gottesbild. Gott ist kein Diktator, kein Tyrann, sondern ein liebender VATER, der nur unser Bestes will. Da er alles weiß und aus der Perspektive der Ewigkeit auf uns schaut, verstehen wir Seine Pläne der Liebe oft erst viel später.

Gebet: Himmlischer VATER, oft haben wir Angst vor Deinem Willen. Lass uns immer mehr erfahren, wie unendlich Du uns liebst und dass Du nur das Beste für uns willst. Amen.

– Die Vorsehung Gottes – Mt 10,29-31

     Die Vorsehung Gottes      Mt 10,29-31

„Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also nicht!“

Katechese: Wenn schon die Spatzen für Gott so wichtig sind, um wie viel mehr dann jeder Mensch! Es gibt keinen Menschen, den Gott nicht liebte, den er vergäße oder dem er das Unheil wünschte. Der Wille Gottes für jeden Menschen besteht aus Plänen des Heils, nicht des Unheils.

Überlegung: Im selben Gebet lehrt Jesus uns beten: VATER unser, erlöse uns vom Bösen! Das Böse, Schlechte, ja überhaupt die Leiden sind nicht von Gott gewollt. Gott will uns davor bewahren. Sie kommen vom Satan, der Gott und uns Menschen hasst. – Bitte ich Gott vertrauensvoll um Seinen Segen und Schutz für all meine Unternehmungen?

Gebet: VATER, Du weißt sogar, wie viel Haare auf meinem Kopf sind. Bewahre und beschütze mich vor allem Unheil. Amen.

– Der freie Wille des Menschen – Mt 23,37-38

     Der freie Wille des Menschen      Mt 23,37-38

„Jerusalem, du tötest die Propheten und steinigst die Boten, die zu dir gesandt sind. Wie oft wollte ich deine Kinder um mich sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt; aber ihr habt nicht gewollt. Darum wird euer Haus (von Gott) verlassen.“

Katechese: Jesus klagt über die Ablehnung von Seiten des Volkes. Gott wollte ihnen Hilfe bringen, doch sie lehnten es ab. Die traurige Folge war die Zerstörung der Stadt Jerusalem durch die Römer. Das Unheil hat seinen Ursprung nicht im Willen Gottes. Denn Gott will, dass es allen gut geht. Schuld sind wir selbst, wenn wir mit unserem freien Willen Gottes Hilfe ablehnen.

Überlegung: Jesus steht vor der Türe eines jeden von uns und klopft an. Wenn wir Ihm öffnen und Ihn einlassen, bringt Er uns und unserem Haus Segen und Heil. – Ist es mir bewusst, dass Gott niemanden zum Guten zwingt, sondern auf unsere freie Entscheidung wartet? – Öffne ich gerne mein Herz auf Sein lebendiges Wort?

Gebet: Herr, wir wollen nicht von Dir verlassen sein. Komm zu uns! Lehre uns, was wir tun müssen, um Deinen Segen zu erhalten. Amen.

– Das Ewige Leben – Joh 6,40

     Das Ewige Leben      Joh 6,40

„Es ist der Wille meines VATERS, dass alle, die den Sohn sehen und an Ihn glauben, das ewige Leben haben und dass ich sie auferwecke am Letzten Tag.“

Katechese: Jesus definiert haargenau, was der Wille des Himmlischen VATERS ist: Die glückselige Ewigkeit im Himmel! Der Weg dorthin ist Jesus Christus selbst. Ihn hat der VATER zu uns gesandt, damit er uns alles genau vermittle, was wir tun müssen, um gerettet zu werden.

Überlegung: „Gesund sein, das ist das Wichtigste!“ wünschen sich viele zum Geburtstag. Unser Interesse gilt oftmals nur dem, was unsere Augen sehen: Ein schönes Leben auf Erden in Wohlstand und Gesundheit. – Bin ich bereit, Jesus als meinen Herrn anzunehmen und Ihm mit meinem täglichen Kreuz nachzufolgen, um so mit Ihm zur Auferstehung von den Toten zu gelangen?

Gebet: Herr, Du willst, dass niemand verlorengeht. Wandle unseren widerspenstigen Willen, damit wir auf Jesus hören, der uns den Weg zum Ewigen Leben im Himmel zeigt. Amen.

– Kleine Herde – Lk 12,32

     Kleine Herde      Lk 12,32

„Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn euer VATER hat beschlossen, euch das Reich zu geben.“

Katechese: Der Wille des Himmlischen VATERS stößt auf großen Widerstand. Jesus selbst ist ein „Zeichen“, dem widersprochen wird (vgl. Lk 2,34). Auch Seine Jünger werden gehasst und verfolgt. Trotzdem macht Jesus dieser kleinen Schar, die Ihm nachfolgt, Mut: Die Mühe lohnt sich! Am Ende wartet für die Geretteten das herrliche Reich des VATERS.

Überlegung: „Sind es nur wenige, die gerettet werden?“ (Lk 13,23), wurde Jesus gefragt. Obwohl die Rettung für den Himmel der eindeutige Wille des VATERS ist, nehmen es nur wenige Menschen ernst. Man müsste dazu auf den eigenen Willen verzichten und den engen und schmalen Weg der Nachfolge Christi gehen. – Bin ich dazu bereit? – Höre ich gerne auf die Stimme Jesu, des Guten Hirten?

Gebet: Herr, lass uns unter denen sein, die den Willen des VATERS hören und erfüllen, damit wir Ihn einst ewig schauen dürfen. Amen.

– Taten statt schöne Worte – Mt 7,21

     Taten statt schöne Worte      Mt 7,21

„Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines VATERS im Himmel erfüllt.“

Katechese: Diese Worte richtete Jesus an die Pharisäer, eine Gruppe von Menschen, die sich in ihrer Scheinheiligkeit äußerlich an viele Gesetzes­vorschriften hielten, aber innerlich nur auf ihre eigenen Vorteile bedacht waren. Jesus deckte ihre Heuchelei und Falschheit auf, dass es ihnen nicht um die Erfüllung des Willens des VATERS ging, sondern um rein irdischen Gewinn. Weil sie von Jesus die Wahrheit nicht hören wollten, lehnten sie Ihn mit Hass ab und planten Seine Ermordung.

Überlegung: „Wenn der da Christ ist, will ich kein Christ sein!“ empören sich manche Leute über bestimmte Menschen, die zwar in die Kirche gehen, aber sonst unerträglich und böse sind. – Stimmt mein Glaube mit meinem Leben überein? Wie kann ich in der Liebe Jesu wachsen?

Gebet: Herr, befreie uns von Heuchelei und Unbarmherzigkeit und lass uns von Dir lernen, der Du gütig und von Herzen demütig bist. Amen.

– Der Wille Gottes bleibt in Ewigkeit – 1 Joh 2,15-17

     Der Wille Gottes bleibt in Ewigkeit      1 Joh 2,15-17

„Wer die Welt liebt, hat die Liebe zum VATER nicht. Denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches, die Begierde der Augen und das Prahlen mit dem Besitz, ist nicht vom VATER, sondern von der Welt. Die Welt und ihre Begierde vergeht; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit.“

Katechese: Die Menschen verwechseln oft ihre egoistischen Begierden und Leidenschaften mit Liebe. Doch diese haben nichts mit dem Willen des VATERS zu tun. Die wahre Liebe zeigt sich in der Ehrfurcht vor Gott und in der Achtung des Mitmenschen, bis zur Hingabe des eigenen Lebens.

Überlegung: Am Sarg eines Verstorbenen kommen die echten Werte zum Vorschein. Hier zählen nicht mehr die ausgelebten Begierden und Leidenschaften, sondern nur das Gute, das man im Leben getan hat. – Ist mir bewusst, dass ich den VATER im Himmel nicht liebe und Seinen Willen nicht erfülle wenn ich meinen schlechten Begierden nachgebe?

Gebet: Herr, lass uns nicht wie Tiere leben, die nur blind ihren Instinkten und Trieben folgen, sondern hilf’ uns, das Leben auszurichten nach Deinem Göttlichen Willen der wahren Liebe! Amen.

– Nachfolge Jesu – 1 Thes 4,3

     Nachfolge Jesu      1 Thes 4,3

„Das ist es, was Gott will: eure Heiligung.“

Katechese: Der Wille Gottes besteht in einem Leben der Nachfolge Jesu Christi. Es ist ein Leben nach den Geboten der Liebe Gottes. Der hl. Paulus nennt dazu Beispiele: „Das bedeutet, dass ihr die Unzucht meidet, dass jeder von euch lernt, mit seiner Frau in heiliger und achtungsvoller Weise zu verkehren, nicht in leidenschaftlicher Begierde wie die Heiden, die Gott nicht kennen, und dass keiner seine Rechte überschreitet und seinen Bruder bei Geschäften betrügt.“ (1 Thes 4,4-6)

Überlegung: Ehebruch, Abtreibung, Euthanasie sind Früchte einer Kultur des Todes, wo nicht mehr nach dem Willen Gottes gefragt wird.
– Informiere ich mutig die Unwissenden über die Ordnung der Liebe Gottes? – Strebe ich nach der Vollkommenheit in der Liebe?

Gebet: Herr, wir leben in einer neuheidnischen Welt und folgen immer wieder dem schlechten Beispiel der Masse. Schenke uns die Kraft zum Umdenken und hilf uns gegen den Strom zu schwimmen. Amen.

– Verantwortung – Lk 12,47

     Verantwortung      Lk 12,47

„Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt, der wird viele Schläge bekommen.“

Katechese: Mit diesen Worten will Jesus uns nicht einschüchtern. Aber es ist eine klare Weisung, den Willen Gottes kennenzulernen und danach zu leben. Denn den Bösen wird Gott ein böses Ende bereiten, so verlangt es Seine Gerechtigkeit. Die Mittelmäßigen erwartet nach dem Tod eine Reinigung von ihrer Lauheit, im sogenannten Fegefeuer. Die wahrhaft Liebenden gehen sofort in den Himmel ein.

Überlegung: „Er ist schon bei Gott!“ so hört man gerne bei Beerdigungen, egal ob der Verstorbene gut oder böse war. Jesus ruft uns hier zur Verantwortung für unser Tun. Wir können nicht leben wie wir wollen: in Argwohn und Neid, in Bitterkeit, Ablehnung und Unversöhnlichkeit und dann erwarten, dass Gott sofort die Pforten des Himmels öffnet. – Kümmere ich mich um den Willen des VATERS?

Gebet: Herr, wir bitten Dich für alle Verstorbenen, die wegen ihrer Lieb­losigkeiten noch im Fegefeuer leiden. Reinige sie von allem Schmutz der Sünde und Schuld und hole sie bald heim in Dein Reich. Amen.

– Keiner soll verlorengehen – 2 Petr 3,9

     Keiner soll verlorengehen      2 Petr 3,9

„Der Herr zögert nicht mit der Erfüllung der Verheißung, wie einige meinen, die von Verzögerung reden; er ist nur geduldig mit euch, weil er nicht will, dass jemand zugrunde geht, sondern dass alle sich bekehren.“

Katechese: Die ersten Christen warteten mit Ungeduld auf die Wiederkunft Christi. Doch Gott schenkt der Menschheit Zeit, damit alle die Möglichkeit haben, die Wahrheit des Evangeliums zu erkennen, Jesus als Erlöser anzunehmen und so gerettet zu werden.

Überlegung: „Ich weiß es genau, ich habe den Himmel verscherzt!“ sagte Marx. Doch auch der größte Sünder hat Anrecht auf die Barmherzigkeit Gottes und auf den Himmel, wenn er seine Sünden bereut, Gott um Vergebung bittet und sich bemüht, das angerichtete Übel wieder gutzumachen. – Bete ich für diese Menschen, die Gott noch nicht kennen, damit sie Jesus als ihren Erlöser annehmen? – Müsste ich in meinem Leben noch etwas in Ordnung bringen und jemanden um Verzeihung bitten, wo ich ihm Leid zugefügt habe?

Gebet: Jesus, wir bitten Dich heute für die ganze Menschheit. Tauche sie ein in den Ozean Deiner Barmherzigkeit und rette sie. Amen.  

– Alle sollen die Wahrheit erkennen – 1 Tim 2,4

     Alle sollen die Wahrheit erkennen      1 Tim 2,4

„Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen.“

Katechese: Gottes Wille ist, dass wir die Wahrheit erkennen. Es gibt also eine objektive Wahrheit. Diese Wahrheit ist Jesus Christus selbst, der von sich sagt: „Ich bin der Weg und die WAHRHEIT und das Leben.“ (Joh 14,6). Wenn wir Ihn und Seine Worte annehmen, erkennen wir die Wahrheit. Sie wird uns frei machen von allen möglichen Irrlehren, falschen Ideologien und Selbstbetrug. Sie zeigt uns den einzigen Weg zum Vater im Himmel.

Überlegung: „Lügen, lügen, irgendetwas bleibt immer hängen!“ war eine der Maximen Lenins. Die Welt ist voller Lüge und Betrug; der Vater der Lüge ist Satan selbst. Jesus dagegen ist die Wahrheit. – Wie kann ich dazu beitragen, dass andere Menschen die Wahrheit des Evangeliums kennenlernen? – Habe ich den Mut mich zur Wahrheit Jesu zu bekennen? 

Gebet: Jesus, Du bist in die Welt gekommen, um für die Wahrheit Zeugnis abzulegen. Lass uns stets in der Wahrheit bleiben. Amen.

– Jesus offenbart uns den Willen Gottes – Mt 17,5

     Jesus offenbart uns den Willen Gottes      Mt 17,5

„Noch während Jesus redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist Mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf Ihn sollt ihr hören.“

Katechese: Der Wille Gottes ist nicht irgendein Fatum oder etwas Unde­finierbares. Auf dem Berg Tabor zeigte sich Jesus Seinen Jüngern in der Herrlichkeit Seiner Gottheit. In diesem Augenblick hörten sie die Stimme des VATERS. Er bekundete Seinen heiligsten Willen, dass wir auf Jesus hören sollen. Denn Jesus ist der Weg zum VATER. Er ist die Wahrheit, die uns frei macht und Er schenkt uns das wahre Leben.

Überlegung: „Was Er Euch sagt, das tut!“ (Joh 2,5) sagte Maria zu den Dienern der Hochzeitstafel, als der Wein ausging. Die Diener hörten auf die Anordnungen, die ihnen Jesus gab und wurden dadurch zu Zeugen eines großen Wunders. – Glaube ich alles, was Jesus im Evangelium sagt und lebe danach, auch wenn ich es nicht immer sofort verstehen kann?

Gebet: Herr, Du zeigst uns den Weg zum VATER und zu einem glück­lichen Leben. Hilf uns, den Glauben an Jesus zu leben! Amen.

– Das Neue Gebot – Joh 13,34-35

     Das Neue Gebot      Joh 13,34-35

„Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.“

Katechese: Der Wille des VATERS besteht im neuen Gebot der Liebe: Wir sollen einander so lieben, wie Jesus uns geliebt hat. Der Himmel auf der Erde beginnt dann, wenn wir wie Jesus einander verzeihen, helfen, segnen, Gottes Liebe zeigen und füreinander beten.

Überlegung: Im Himmel wird nur die Sprache der Liebe gesprochen. Jesus ist vom Himmel gekommen, um das Feuer der wahren Liebe auf die Erde zu werfen und will, dass dieses Feuer unsere Herzen entzünde (vgl. Lk 12,49). – Bitte ich Gott täglich um Seine Liebe, damit ich niemandem Anstoß gebe durch ein liebloses Verhalten?

Gebet: VATER, wie oft kreisen wir nur um uns selbst und es fällt uns so schwer, wahrhaft zu lieben. Erfülle uns mit Deiner Liebe. Amen.

– Dienen statt Herrschen – Lk 22,24-26

     Dienen statt Herrschen      Lk 22,24-26

„Es entstand unter ihnen ein Streit darüber, wer von ihnen wohl der Größte sei. Da sagte Jesus: … der Größte unter euch soll werden wie der Kleinste, und der Führende soll werden wie der Dienende.“

Katechese: Diese Worte sagte Jesus Seinen Jüngern, als unter ihnen ein Streit ausgebrochen war um die ersten Plätze in Seinem Reich. Daraufhin offenbarte Jesus ihnen den Willen des VATERS, dass vor Gott diese groß sind, die sich klein machen und den anderen in Liebe dienen. Er selbst wusch Seinen Jüngern die Füße wie ein Sklave und übernahm sogar den Dienst am Tisch.

Überlegung: Herrschen heißt Dienen! Jesus sagt von sich: „Ich aber bin unter euch wie der, der bedient.“ (Lk 22,27) Nütze ich gern jede Gelegenheit, um anderen zu dienen? – Werde ich traurig oder gereizt, wenn niemand meinen Liebesdienst bemerkt und honoriert, oder mache ich alles als „unnützer Sklave“ (Lk 17,10), der seine Schuldigkeit erfüllt um Jesus zu gefallen und aus Liebe zu Ihm?

Gebet: Herr, wie oft fällt es uns schwer, anderen zu dienen. Öffne unsere Augen, damit wir ohne Aufforderung wie Maria die Not der Menschen sehen und ihnen sofort zu Hilfe eilen. Amen.

– Goldene Regel – Mt 7,12

     Goldene Regel      Mt 7,12

„Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.“

Katechese: Es ist der kürzeste Satz, der den Willen des VATERS zum Ausdruck bringt, der das ganze Gesetzeswerk in sich erhält. Er wird auch als Goldene Regel bezeichnet. Jesus beendete damit die lange Ausführung vom richtigen Verhalten in Seiner Bergpredigt.

Überlegung: Geh und handle genauso wie der barmherzige Samariter! (vgl. Lk 10,37) sagte Jesus einem Gesetzeslehrer, der Ihn nach der Nächstenliebe fragte. Wir sollen nicht an der Not des Mitmenschen vorübergehen, sondern anhalten und helfen. – Gibt es in meiner Umgebung oder Familie jemand, der in Not ist und auf meine kost­bare Zeit, helfende Hand, auf­munternden Worte oder Gebetshilfe wartet? – Denke ich daran, dass ich in den Notleidenden Jesus selbst zu Hilfe komme und Ihm diene?

Gebet: Herr, im Stress des Alltags übersehe ich oft, dass Du in der Not des Nächsten auf meine Hilfe wartest. Bitte hilf  mir! Amen.

– Barmherzigkeit – Lk 6,36-37

     Barmherzigkeit      Lk 6,36-37

„Seid barmherzig, wie es auch euer VATER ist! Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden.“

Katechese: Es ist der ausdrückliche Wille des VATERS, dass wir mit anderen genauso barmherzig verfahren, wie wir von Ihm Barmherzigkeit für uns erwarten. So sollen wir in Wahrheit zuerst auf unsere Fehler schauen, um uns vom „Balken im eigenen Auge“ (Mt 7,5) zu befreien, bevor wir uns pharisäerhaft daran machen, den anderen zu bekehren.

Überlegung: Mit der Lupe sehen wir die Fehler der anderen, aber die eigenen Versagen lassen wir durch ein großes Sieb fallen. – Wäre es nicht besser, wie der hl. Konrad den Rosenkranz in die Hand zu nehmen und für den anderen zu beten, anstatt ihn lieblos auszurichten? – Bitte ich Gott um Vergebung für all meine lieblosen Worte und Gedanken? – Bemühe ich mich Gutes bei anderen zu sehen?

Gebet: Herr, wir vergessen oft, dass wir durch unsere Unbarmherzig­keit unser eigenes Gerichtsurteil vorbereiten. Schenke uns ein de­mütiges und wahrhaft liebendes Herz zu allen Menschen. Amen.

– Feindesliebe – Lk 6,27-28

     Feindesliebe      Lk 6,27-28

„Euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen. Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.“

Katechese: Die Feindesliebe ist der schwerste Auftrag, den der VATER all Seinen Kinder gibt. Jesus selbst ging diesen Weg. Er harrte aus in der Liebe bis zum Tod, trotz allem Hass der aufgehetzten Menge. Sein erstes Wort sterbend am Kreuz galt Seinen Feinden: VATER, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Lk 23,34). Es war der Sieg der Liebe Gottes über den Hass der Welt.

Überlegung: „Ich vergebe ihm und will, dass er im Himmel bei mir ist!“ war die Antwort der sterbenden hl. Maria Goretti auf die Frage, ob sie ihrem Mörder Alessandro vergibt, der sie mit vielen Messerstichen niedergestochen hat. – Wem sollte ich heute noch vergeben, der mich verletzt oder beleidigt hat? – Wen muss ich um Vergebung bitten? – Wenn ich nicht sofort verzeihen kann, bitte ich Jesus um Seine Kraft dazu?

Gebet: Herr, wir leben jahrelang in Unversöhnlichkeit, gehen aber selbstverständlich zur Hl. Kommunion. Lass uns erst Frieden stiften, bevor wir Dich in der hl. Hostie empfangen. Amen.

– Gottesliebe – Mt 22,37

     Gottesliebe      Mt 22,37

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.“

Katechese: Jesus vermittelt uns den Willen des VATERS, dass wir Ihn nicht nur mit den Lippen ehren sollen, sondern mit ganzem Herzen. Denn wahre Gottesliebe besteht nicht in schönen Gefühlen, sondern in der Erfüllung Seiner Gebote der Liebe (vgl. Joh 14,15).

Überlegung: „Wir müssen darangehen, für Gott das Höchste zu leisten, in allem und jederzeit.“ (hl. Vinzenz Pallotti) Die Juden gaben Gott die Erstgeburt von Menschen (die sie durch Opfer auslösten) und Tieren, ebenso den zehnten Teil ihres Einkommens. – Sind all meine Gedanken auf Gott ausgerichtet, wie ich Ihm durch die gute Erfüllung Seines Willens am Besten dienen kann? – Weise ich alle schlechten und lieblosen Gedanken von mir ab?

Gebet: Mit freudigem Herzen habe ich Dir alles gegeben, Herr Du mein Gott. Lass mich Dir treu sein bis zum Ende! Amen.

– Kommt zu Jesus! – Mt 11,28

     Kommt zu Jesus!      Mt 11,28

„Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“

Katechese: Es gab niemanden, der sich Jesus mit kindlichem Glauben nahte, und von Ihm abgewiesen wurde. Alle, die sich an Ihn herandrängten, Kinder, Kranke oder von Dämonen Geplagte, alle fanden Heilung und Segen. Emanuel – Gott mit uns – ist sein herrlicher Name!

Überlegung: „Es freut mich aber außerordentlich, dass du mir deine Befürchtungen nennst!“ sagte Jesus zur hl. Sr. Faustina. Wir dürfen Gott alles sagen, das ist Sein Wille! So sagte Jesus weiter: „Sage mir alles so offen und menschlich. Du bereitest mir damit große Freude. Ich verstehe dich, denn ich bin Gottmensch, d.h. Gott und Mensch. Und diese offene Sprache deines Herzens ist mir lieber als Hymnen, mir zur Ehre gedichtet. Wisse, je aufrichtiger deine Sprache, desto mehr ziehst du mich zu dir.“ – Was könnte ich heute Jesus alles erzählen? – Nehme ich mir Zeit dafür?

Gebet: Jesus, alle Schwierigkeiten, die ich mit mir selber und anderen Menschen habe, will ich vor Dich bringen. Dank sei Dir! Amen.

– Folge Jesus nach! – Lk 14,27

     Folge Jesus nach!      Lk 14,27

„Wer nicht sein Kreuz trägt und Mir nachfolgt, der kann nicht Mein Jünger sein.“

Katechese: Jesus übermittelte Seinen Jüngern den Willen des Himm­lischen VATERS, Ihm auf dem Weg der Liebe nachzufolgen: Er gab Sein Leben hin für Seine Freunde; Er liebte alle Menschen, auch Seine Feinde. So sollen auch wir das Kreuz der Liebe tragen, d.h. uns keine Ruhe gönnen mit den eigenen egoistischen Schwächen und sogar die Feinde lieben.

Überlegung: „Was würde Jesus tun?“ war das Motto eines Mädchens, das sie um ihr Handgelenk trug. Bei einem Amoklauf in der Schule wurde sie von ihrem Mörder gefragt: „Glaubst du an Jesus?“ Als sie es mutig bejahte, sagte er: „Dann geh zu deinem Jesus!“ und erschoss sie. – Bin ich bereit, das Kreuz der Nachfolge Jesu immer zu tragen? Bin ich bereit, auch Spott, Hohn und Leid aus Liebe zu Jesus zu ertragen?

Gebet: Herr, hilf mir mit Christus meine bösen Begierden zu kreuzigen, damit nicht mehr mein Ich, sondern Jesus in mir lebt! Amen.

– Eucharistie – Joh 6,54-56

     Eucharistie      Joh 6,54-56

„Wer Mein Fleisch isst und Mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. … Wer Mein Fleisch isst und Mein Blut trinkt, der bleibt in Mir, und ich bleibe in ihm.“

Katechese: Es ist der Wille des VATERS, dass wir immer mehr in die Liebe, die Er selber ist, verwandelt werden. Jesus wählte dazu den Weg der Hl. Eucharistie: „Nehmt und esst, das ist Mein Leib!“ ist Seine Einladung an uns. In der Hl. Hostie kommt Er mit Seiner Liebe, nimmt in uns Wohnung und schenkt uns Sein Göttliches Leben.

Überlegung: „Bleibe bei mir bis zur nächsten Hl. Kommunion!“ war das Gebet der hl. Therese von Lisieux. Ohne Jesus können wir nicht wahrhaft lieben. Wir brauchen Ihn wie ein Kranker die Arznei! – Sehne ich mich nach Jesus in der Hl. Hostie, um von Ihm Kraft und Licht zu schöpfen? Bitte ich Ihn, dass Er bei mir bleiben möge?

Gebet: Jesus, ich grüße Dich und sehne mich nach Dir in der nächsten heiligen Kommunion. Komm bald, denn ich brauche Dich! Amen.

– Gebet um gute Priester – Mt 9,37-38

     Gebet um gute Priester      Mt 9,37-38

„Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für Seine Ernte auszusenden.“

Katechese: Jesus hatte Mitleid mit den vielen Menschen, die müde und erschöpft zu Ihm kamen, um das Lebendige Wort Gottes zu hören und gestärkt zu werden. Deshalb ist es der Wille Gottes, dass wir viele gute Priester erflehen, die sich nicht schonen, sondern die Liebe Gottes zu den Menschen tragen.

Überlegung: „Lasst eine Pfarrei 20 Jahre lang ohne Priester, und man wird dort die Tiere anbeten… Der Priester ist nicht Priester für sich selbst, er ist es für euch!“ rief der hl. Pfarrer von Ars. – Ist es mir ein großes Anliegen, um gute Priesterberufungen zu beten, damit wir immer Stellvertreter Christi haben, die uns die himmlischen Schätze der Gottesliebe aufschließen und schenken?

Gebet: Herr, lass die Priester wachsen in der Liebe und Treue zu Dir und gib ihnen mit der Wandlungskraft über Brot und Wein auch die Wandlungskraft über die Herzen der Menschen. (hl. Therese v. Lisieux) Amen.

– Aussendung – Joh 20,21

     Aussendung      Joh 20,21

„Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie Mich der VATER gesandt hat, so sende ich euch.“

Katechese: Der Himmlische VATER will, dass wir die frohe Botschaft über die Erlösung und den wahren Frieden nicht für uns behalten. Die Jünger Jesu gingen mutig hinaus in die ganze Welt, fürchteten weder Spott noch Tod und verkündeten allen Menschen das Evan­gelium. Mit der Kraft des Hl. Geistes führten sie viele zu Jesus.

Überlegung: „Gehet hinaus, und verkündet das Evangelium des Herrn!“ oder „Gehet hinaus, und verherrlicht den Herrn mit euren Leben!“ (Papst Benedikt XVI.) sind neue Entlassungsgrüße am Ende der hl. Messe. – Bin ich mir bewusst, dass ich ein Gesandter Jesu bin? – Legt mein Leben Zeugnis von der Liebe Jesu ab? – Nütze ich jede Gelegenheit, um Menschen zu Jesus zu führen?

Gebet: Jesus, so viele Menschen wissen noch nichts von Dir und von der Erlösung. Lass mich nicht ruhen, bis ich jemandem geholfen habe, Dir näher zu kommen und so gerettet zu werden. Amen.

Der Wille Gottes im Leben Jesu

– Im Leben der Mutter Jesu – Lk 1,38

     Im Leben der Mutter Jesu      Lk 1,38

„Maria sagte: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.“

Katechese: Maria sagte ihr „Ja-Wort“ zum Willen des VATERS, Mutter Jesu zu werden. Ihre Bereitschaft, den Willen Gottes ganz zu erfüllen, war begleitet von vielen Leiden und Schwierigkeiten, wie der Flucht nach Ägypten, dem Kreuzweg und schmählichen Tod ihres geliebten Sohnes am Kreuz und zuletzt Seine Grablegung. Obwohl sie nicht alles verstehen konnte blieb sie ihrer Hingabe an Gott treu.

Überlegung: Alles Wertvolle kostet viel. Das Mitwirken am Erlösungs­werk Jesu kostete Maria viel Selbstverleugnung und Schmerzen. Aber so trug sie bei zur Errettung der Menschheit und ist heute Königin des Himmels an der Seite ihres Sohnes. – Bin ich bereit, wie Maria immer mein „Ja!“ zu Gottes Willen zu sagen, auch wenn ich nicht alles sofort verstehen kann? – Bitte ich Jesus um ein starkes Gottvertrauen?

Gebet: VATER, wir danken Dir für die Bereitschaft Marias, mit Deinem Willen mitzuwirken. Voller Vertrauen übergeben wir auch unser Leben in Deine väterlichen Hände. Amen.

– Jesu Bereitschaft zur Menschwerdung – Hebr 10,7

     Jesu Bereitschaft zur Menschwerdung      Hebr 10,7

„Da sagte ich: „Ja, ich komme - so steht es über Mich in der Schriftrolle -, um Deinen Willen, Gott, zu tun.“

Katechese: Diese Worte drücken die Bereitschaft des Sohnes Gottes aus, den Himmel zu verlassen, um auf die Erde zu kommen und die Menschen von ihren Sünden zu erlösen. Es war nämlich Gottes Wille, die Menschen aus der Macht des Todes und der Sünde zu befreien. Doch dazu verlangte der Satan das Sühneopfer des Sohnes Gottes selbst. Und Jesus gab Sein Leben hin für unser Leben.

Überlegung: Durch jede Todsünde, die der Mensch bewusst und frei­willig in schwerer Materie gegen die Zehn Gebote begeht, ist die Seele tot, d.h. sie hat den Himmel verloren. Jesus selbst bietet sich aber an, unsere Sünden auf sich zu nehmen, uns davon zu befreien und den Himmel wieder zu öffnen. – Nehme ich die Einladung Jesu an und bekenne voll Reue meine Sünden vor Seinem Stellvertreter in der hl. Beichte? – Danke ich Ihm für Seine Liebe zu mir?

Gebet: VATER, wir danken Dir, dass Jesus den Fluch des Ungehorsams gebrochen hat. Lass uns treu Deinen Willen erfüllen. Amen.

– Speise Jesu – Joh 4,34

     Speise Jesu      Joh 4,34

Jesus sagte: „Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der Mich gesandt hat, und Sein Werk zu Ende zu führen.“

Katechese: Diese Worte sagte Jesus zu Seinen Jüngern, als er beim Jakobsbrunnen mit der Samariterin – einer großen Sünderin – redete, um ihr den Weg zum Heil zu zeigen. Es war der Wille des VATERS, dass Jesus den verlorenen Schäfchen nachgeht. So will Er uns alle, die wir in Sünde und Schuld verstrickt sind, von unserer Sündenlast befreien und die Gotteskindschaft neu schenken.

Überlegung: Jesus war auf Erden von der heiligen Leidenschaft erfüllt zu retten, was verloren ist (vgl. Lk 19,10). – Teile ich die Sorge Jesu um die Rettung der unsterblichen Menschenseelen? – Bin ich bereit, mich Ihm als Werkzeug zur Verfügung zu stellen? – Könnte ich mich dazu einer apostolischen Gruppe anschließen wie zum Beispiel der „Legio Mariae“?

Gebet: Jesus, Du hast am Kreuz gerufen: Mich dürstet! Es war Dein Durst nach der Rettung der unsterblichen Seelen. Lass niemanden von uns verlorengehen. Amen.

– Menschliche Denkart – Mt 16,23

     Menschliche Denkart      Mt 16,23

„Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.“

Katechese: Diese Worte sagte Jesus zu Petrus, nachdem er den Jüngern die Mission vom VATER offenbart hat, dass Er leiden und sterben müsse, dann aber auferstehen werde. Durch die menschlichen Gefühle des Petrus versuchte Satan Jesus von der Erlösung der Menschheit abzuhalten.

Überlegung: Die Juden zur Zeit Jesu suchten die politische Befreiung aus der Herrschaft der Römer. Jesus aber dachte an die geistige Befreiung aus der Macht des Todes und der Sünde. – Sehe ich Jesus nur als irdischen Glücksbringer an oder als meinen Erlöser, der mich zur Ewigen Auferstehung führen will? – Bekenne ich mich mutig zu Jesus, auch wenn die Menschen über mich spotten?

Gebet: Jesus, wir denken noch sehr menschlich und suchen ein schönes Leben auf der Erde. Doch Du willst uns ewig glücklich machen. Lass uns täglich Dir nachfolgen und treu sein. Amen.

– Gebet Jesu im Ölgarten – Lk 22,42-43

     Gebet Jesu im Ölgarten      Lk 22,42-43

„Vater, wenn Du willst, nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht Mein, sondern Dein Wille soll geschehen. Da erschien Ihm ein Engel vom Himmel und gab Ihm (neue) Kraft.“

Katechese: Jesus rang mit dem Willen Gottes, in der Liebe auszuharren bis zum Ende und die Schuld der ganzen Welt auf sich zu nehmen. Es war die letzte große Versuchung, mit der Satan an Ihn herantrat, um Ihn zum Aufgeben zu bewegen. Doch Er besiegte auch diese Versuchung durch mehrstündiges, inständiges Gebet und bekam Kraft und Mut.

Überlegung: Jesus sagte zur hl. Sr. Faustina: „Die lauen Seelen verwunden mein Herz am schmerzlichsten. Vor ihnen empfand Meine Seele am meisten Abscheu im Ölgarten und sie entrissen Mir die Klage: Vater, lass diesen Kelch an Mir vorübergehen! Für sie ist Meine Barmherzigkeit die letzte Rettung.“ – Bekämpfe ich die Versuchung zur Lauheit mit Gebet, Schriftbetrachtung und Fasten?

Gebet: Herr, wegen unserer Lauheit hast Du Blut geschwitzt. Hilf uns, zu den Werken der ersten Liebe zurückzukehren. Amen.

– Todesstunde Jesu – Lk 23,46

     Todesstunde Jesu      Lk 23,46

„Jesus rief laut: Vater, in Deine Hände lege ich Meinen Geist. Nach diesen Worten hauchte er den Geist aus.“

Katechese: Mit diesem Wort starb Jesus. Es sind insgesamt Sieben „Worte“, die Jesus als Sein Testament hinterlassen hat und die Erfüllung des Willens des VATERS zusammenfassen: VATER vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun! – Mein Gott, warum hast Du mich verlassen? – Mich dürstet! – Siehe deine Mutter! Siehe deinen Sohn! – Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein! – Es ist vollbracht. – VATER, in Deine Hände lege ich meinen Geist.

Überlegung: Im Testament denken wir an die Vererbung der materiellen Güter. Doch viel wichtiger ist es gut zu sterben: Versöhne ich mich mit Gott und den Menschen? – Nehme ich den Tod aus den Händen Gottes an und opfere mein Sterben auf für die Rettung der Welt? – Bete ich um eine gute Sterbestunde?

Gebet: Herr, schon jetzt empfehle ich Dir meine Sterbestunde. Lass mich nicht unvorbereitet und plötzlich sterben, sondern lass mich jeden Tag gut auf Dein Kommen vorbereitet sein. Amen.

– Auferstehung – Joh 10,17-18

     Auferstehung      Joh 10,17-18

„Deshalb liebt Mich der VATER, weil ich Mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen. Niemand entreißt es Mir, sondern ich gebe es aus freiem Willen hin. Ich habe Macht, es hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von Meinem VATER empfangen.“

Katechese: Jesus wurde nicht vom VATER zum grausamen Tod am Kreuz gezwungen. Es war der Satan, der von Gott dieses Lösegeld für die Erlösung der Menschen forderte. So gab Jesus Sein Leben freiwillig für uns hin. Nach drei Tagen stand er von den Toten auf und kehrte ins Leben zurück. Er schenkt das Leben allen, die Ihm folgen.

Überlegung: Einst werden alle auferstehen: „Die das Gute getan haben, werden zum Leben auferstehen, die das Böse getan haben, zum Gericht.“ (Joh 5,29) – Vereine ich mich mit Jesus, indem ich mich mit meinem Leben zu Ihm bekenne? Gebe ich mein Leben hin in selbst­losem Dienst am Nächsten, um so das Ewige Leben zu gewinnen?

Gebet: Herr, wandle unser Denken und lass uns verstehen, dass das Leid und Kreuz nur Durchgang zur Auferstehung ist. Amen.

– Jesus bekräftigt die Zehn Gebote – Mt 19,16-17

     Jesus bekräftigt die Zehn Gebote      Mt 19,16-17

„Es kam ein Mann zu Jesus und fragte: Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu gewinnen? … Wenn du das Leben erlangen willst, halte die Gebote!“

Katechese: Auf die erneute Frage des jungen Mannes an Jesus, welche Gebote er halten solle, erinnert ihn Jesus an die Gebote des Dekaloges. Es ist also auch im Neuen Testament der klare Wille Gottes, dass wir die Zehn Gebote Gottes halten sollen. Sie lehren uns die wahre Liebe und sind Einlassbedingung für den Himmel.

Überlegung: Manche Staatsparlamente erließen Gesetze, mit denen sie die Zehn Gebote Gottes teilweise aufhoben. Doch für uns Christen gelten weiterhin die Gebote Gottes, denn sie sind Ausdruck der Liebe Gottes zu uns und der wahren Liebe untereinander. – Lass ich mich von der öffentlichen Meinung zu einem lauen Leben entgegen den Geboten Gottes verleiten? – Erforsche ich regelmäßig mein Gewissen nach den Zehn Geboten Gottes und bemühe mich sie zu befolgen?

Gebet: Herr, Deine Gebote zu halten ist nicht schwer, wenn Du uns beistehst. Lass uns Dir treu sein bis in den Tod! Amen.

– Moses erhält die Zehn Gebote – Dtn 5,1-5

     Moses erhält die Zehn Gebote      Dtn 5,1-5

„Höre, Israel, die Gesetze und Rechtsvorschriften, die ich euch heute vortrage. Ihr sollt sie lernen, auf sie achten und sie halten. … Auge in Auge hat der Herr auf dem Berg mitten aus dem Feuer mit euch geredet. Ich stand damals zwischen dem Herrn und euch, um euch das Wort des Herrn weiterzugeben.“

Katechese: Auf dem Berg Horeb erhielt Moses von Gott zwei Steintafeln mit den zehn Geboten der Ordnung der Liebe Gottes. Das Volk Israel hielt sie in Ehren und bewahrte sie in der Bundeslade auf.

Überlegung: Gott offenbarte dem Volk Seinen Willen im Donner und im Feuer. Es sollte die Furcht vor Gott über das Volk kommen, damit sie nicht gegen Seinen Willen sündigen (vgl. Ex 20,20). Noch heute wird im Islam die Übertretung der Gebote Allahs mit harten Strafen belegt, um das Volk durch Angst vor den Strafen von der Sünde abzuhalten. – Haben wir Christen es schon gelernt, nicht aus Furcht, sondern aus Liebe zu Gott die Zehn Gebote einzuhalten?

Gebet: Herr, schenke uns Liebe zu Dir und zu Deinem Willen. Gib uns die Kraft, Deine Gebote treu zu beachten. Amen.

– 1. Gebot – Dtn 5,7.9

     1. Gebot      Dtn 5,7.9

„Du sollst neben Mir keine anderen Götter haben. Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen.“

Katechese: Das Volk Israel lebte unter Völkern, die Götzen verehrten. Immer wieder kam es dadurch in Versuchung, statt dem wahren Gott, anderen Götzen zu opfern. Wenn sie Gott treu blieben, brachte es ihnen Segen und Wohlergehen. Wenn sie jedoch anderen Götzen huldigten waren sie vielen Gefahren ausgeliefert.

Überlegung: Buddhastatuen und esoterische neuheidnische Praktiken sind der Modetrend der heutigen Zeit. Doch es führt zum Götzen­dienst und entfernt vom Glauben an den Dreifaltigen Gott. – Bin ich mir bewusst, dass sich hinter vielen Götzen Dämonen verbergen? – Bin ich abergläubisch? – Widersage ich allen esoterischen Praktiken und erneuere meinen Glauben an den wahren Gott?

Gebet: Herr, sei Du das Zentrum und der Wichtigste in meinem Leben und hilf mir, alle anderen Dinge Dir unterzuordnen. Amen.

– 2. Gebot – Dtn 5,11

     2. Gebot      Dtn 5,11

„Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht miss­brauchen; denn der Herr lässt den nicht ungestraft, der Seinen Namen missbraucht.“

Katechese: Der Name Gottes wurde im Volk Israel heilig gehalten. Es war strengstens verboten den Namen JAHWE auch nur auszuspre­chen. Ehrfürchtig nannte man Ihn den „Herrn“ oder den „Allmächtigen“.

Überlegung: Unehrerbietiges Aussprechen des Namens Gottes, Gotteslästerungen, sündhaftes Schwören und Brechen von Gelübden sind Sünden gegen das 2. Gebot. Wer den Namen Gottes und heilige Namen im Zorn oder als Fluchwort ausspricht, sündigt schwer und es fällt als Fluch auf ihn selbst zurück. – Achte ich darauf, dass ich in meinen Gebeten den Namen Gottes ehrfürchtig ausspreche? – Ist mein Kreuzzeichen und die Kniebeugung vor Gott wirklich eine Verherrlichung Gottes? – Gebe ich Gott in allen Dingen die Ihm schuldige Ehre?

Gebet: Herr hilf mir, dass mein Leben ein lebendiger Lobpreis Deines Heiligen Namens darstellt mit meinen Worten und Taten! Amen.

– 3. Gebot – Dtn 5,12-14

     3. Gebot      Dtn 5,12-14

„Halte ihn (den Sabbat) heilig, wie es dir der Herr, dein Gott, zur Pflicht gemacht hat. … An ihm darfst du keine Arbeit tun.“

Katechese: Zum Andenken an die Vollendung der Schöpfung, wo Gott am sechsten Tag ruhte, ist der Sabbat bei den Juden der Ruhetag. In Jesus Christus, durch Seinen Tod und Seine Auferstehung, geschah die Neuschöpfung. So ist bei den Christen der Sonntag der Ruhetag, an dem Jesus von den Toten auferstanden und den Hl. Geist gesandt hat.

Überlegung: Durch die Sonntagsruhe, das hl. Messopfer und gute Werke wird der Sonntag geheiligt. Knechtliche Arbeit ist am Sonntag nur dann erlaubt, wenn dringende Not sie erfordert oder die geistliche Obrigkeit sie gestattet. Die Entheiligung des Sonntags raubt uns jetzt den Segen Gottes und einst das Glück des Himmels. – Kenne ich das alte Sprichwort: „Wie dein Sonntag, so dein Sterbetag“? – Beichte ich es, wenn ich aus eigener Schuld die Sonntagsmesse versäumt habe?

Gebet: Herr, Du hast die Welt schön geschaffen und in Jesus noch wunderbarer erneuert! Dir sei Lob, Preis, Dank und Ehre! Amen.

– 4. Gebot – Dtn 5,16

     4. Gebot      Dtn 5,16

„Ehre deinen Vater und deine Mutter, wie es dir der Herr, dein Gott, zur Pflicht gemacht hat, damit du lange lebst und es dir gut geht in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.“

Katechese: Reichen Segen empfingen alle, die sich durch raschen und freudigen Gehorsam den Eltern gegenüber auszeichneten, so wie der ägyptische Josef oder der junge Tobias. Dagegen bringt die Nichtbeachtung des 4. Gebotes Fluch auf die Menschen (vgl. Dtn 27,16).

Überlegung: Die Kinder erweisen den Eltern Ehrfurcht, wenn sie ihnen gern gehorchen, ihnen Freude machen, für sie beten und im Alter für sie sorgen. Außer den Eltern sollen wir die Vorgesetzten ehren, nämlich die geistliche und weltliche Obrigkeit. – Kritisiere ich den Papst, die Politiker und die Eltern und schimpfe über sie? – Oder bete ich immer wieder ein „Vater Unser“ und „Ave Maria“ für sie, damit sie Kraft und Licht bekommen, um uns gut zu leiten?

Gebet: Herr, wir danken Dir für unsere Eltern, die uns das Leben geschenkt haben. Vergilt ihnen alles Gute und segne sie. Amen.

– 5. Gebot – Dtn 5,17

     5. Gebot      Dtn 5,17

„Du sollst nicht morden.“

Katechese: Dieses Gebot ist uns bekannt mit den Worten: „Du sollst nicht töten!“ Wie im Volke Israel, so ist auch heute die Tötung eines Menschen nur entschuldbar in der Notwehr oder zur Abwehr eines feind­lichen Angriffes auf das eigene Land.

Überlegung: Das 5. Gebot verbietet dem Nächsten oder sich selbst, an Leib und Seele zu schaden. Dazu zählt, wenn man den Nächsten schlägt, verwundet oder tötet (auch die Abtreibung); wenn man ihm durch Kränkung oder harte Behandlung das Leben verbittert oder abkürzt. Es verbietet auch Gedanken, Wünsche und Worte, die zur bösen Tat führen, z.B. Zorn, Hass, Rachsucht, Streit, Schimpfworte und Verwünschungen. – Bin ich mir bewusst, dass man zum „geistigen Tod“ der Menschenseelen beiträgt, wenn man als Christ durch seine schlechten Worte und Taten Ärgernis erregt?

Gebet: Herr, ich soll ein Segen sein für die Menschen, aber oft versage ich jämmerlich. Schenke mir ein Herz voller Liebe. Amen.

- 6. Gebot – Dtn 5,18

  -   6. Gebot      Dtn 5,18

„Du sollst nicht die Ehe brechen.“

Katechese: Im Alten Testament galt die Todesstrafe für die Sünde des Ehebruchs, sowohl für Frauen als auch Männer. Damit schützte Gott die Heiligkeit der Ehe und auch die Weitergabe des Lebens. Jesus bestätigte die Unauflöslichkeit der Ehe mit den Worten: „Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.“ (Mt 19,6)

Überlegung: Im katholischen Glauben gibt es keine Ehescheidungen. Die geschlossene Ehe bewirkt eine Einheit vor Gott. Erlaubt ist jedoch die örtliche Trennung, falls das Zusammenleben untragbar geworden ist. Es schließt aber jegliche Wiederverheiratung aus, solange der Ehepartner noch lebt. Eine eventuelle kirchliche Eheannullierung ist keine Scheidung, sondern nur die Feststellung, dass die Ehe nie gültig geschlossen wurde. – Ist mir bewusst, dass auch Selbstbefriedigung, voreheliche Beziehungen und Unzucht schwere Sünden sind und mich von Gottes Liebe trennen?

Gebet: Herr, helfe uns, treu zu sein in guten und schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis zum Tod. Amen.

- 7. Gebot – Dtn 5,19

  -   7. Gebot      Dtn 5,19

„Du sollst nicht stehlen.“

Katechese: Das 7. Gebot verbietet, dem Nächsten an Hab und Gut zu schaden. Jeder Mensch darf Eigentum besitzen. Er muss es aber nach dem Willen Gottes in Gerechtigkeit und Liebe verwalten und ist Gott dafür Rechenschaft schuldig. Die Reichen haben die Pflicht, mit ihrem Vermögen Gutes zu tun.

Überlegung: Man schadet dem Nächsten an Hab und Gut, wenn man raubt oder stiehlt, betrügt oder wuchert, Gefundenes oder Geliehenes zurückbehält, leichtsinnig Schulden nicht bezahlt und fremdes Gut beschädigt. Wenn man jemandem so geschadet hat, ist man verpflichtet, das ungerechte Gut so bald als möglich zurückzugeben und den angerichteten Schaden nach Kräften wieder gutzumachen. – Wie können wir den Menschen in armen Ländern, die durch unseren Wohl­stand ausgebeutet wurden, den erlittenen Schaden wieder gut­machen?
– Verschmutze, missbrauche oder zerstöre ich die Umwelt?

Gebet: Herr, lass uns gute Verwalter Deiner Güter auf Erden sein und verantwortungsvoll mit Deiner Schöpfung umgehen! Amen.

– 8. Gebot – Dtn 5,20

     8. Gebot      Dtn 5,20

„Du sollst nicht Falsches gegen deinen Nächsten aussagen.“

Katechese: Der Vater der Lüge ist der Satan, ein Lügner seit Anbeginn (vgl. Joh 8,44). Durch die Lüge verführte er Adam und Eva im Paradies und so kam der Tod in die Welt. Jesus dagegen ist die Wahrheit. Allen, die Ihm glauben und auf Ihn hören, zeigt Er den Weg zum Leben.

Überlegung: Das 8. Gebot verbietet das falsche Zeugnis, die Lüge und jede Sünde gegen die Ehre und den guten Namen des Nächsten. Dazu zählt falscher Argwohn, Verleumdung und üble Nachrede. Wer jemanden verleumdet hat, muss widerrufen; wer Übles nachgeredet hat, suche Gutes vom Nächsten zu reden; und beide müssen den zugefügten zeitlichen Schaden ersetzen. – Weiß ich, dass dem Herrn lügenhafte Lippen ein Gräuel sind? (Spr 12,22). – Stelle ich mich selbst in meinen Reden in ein besseres Licht und setze den Nächsten herab durch lieblose Kritik und beißenden Spott?

Gebet: Herr, bewahre mich davor, mich durch die kleinste Notlüge von Dir zu trennen und mache mir bewusst, dass ich für Dich leide, wenn ich zur Wahrheit stehe. Amen.

– 9. Gebot – Dtn 5,21

     9. Gebot      Dtn 5,21

„Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen.“

Katechese: Der Ehebruch beginnt bereits im Herzen des Menschen, wenn dieser der unreinen Begierde nachgibt und lüstern auf das andere Geschlecht schaut (vgl. Mt 5,28). So führte der lüsterne Blick auf die schöne Batseba den König David nicht nur zum Ehebruch, sondern auch zur Lüge und zum Mord an ihrem Ehemann Urija.

Überlegung: „Einen Bund schloss ich mit meinen Augen, nie eine Jung­frau lüstern anzusehen!“ (Hi 31,1) – Ist es mir bewusst, dass ich durch meine schlechte Begierde den anderen zum Objekt herabwürdige?
– Weiß ich, dass ich, um keusch zu bleiben, meine Sinne beherrschen und alles meiden muss, was mich in Gefahr bringen könnte, wie z.B. gefährliche Freundschaften und Partys, schlechte Bilder, Internetseiten, Kinofilme, Zeitschriften, Liebeleien, Trägheit und Trunk­sucht? – Kleide ich mich anständig, um nicht mitschuldig zu werden an Sünden, zu denen andere dadurch verleitet werden?

Gebet: O Maria, allein gelingt es mir nicht, in der Reinheit zu verharren. Bewahre Du mich vor jeglicher Sünde der Unreinheit. Amen.

– 10. Gebot – Dtn 5,21

     10. Gebot      Dtn 5,21

„Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren, nicht sein Feld, seinen Sklaven oder seine Sklavin, sein Rind oder seinen Esel, nichts, was deinem Nächsten gehört.“

Katechese: Das 10. Gebot lehrt uns, sich über das Glück und Wohlergehen des Mitmenschen zu freuen, auch wenn es ihm besser geht als einem selbst. Es warnt uns vor Gefühlen des Neids und der Eifersucht, was zu Streit, Hass, Feindschaften, Raub und Mord führen kann. Auf der anderen Seite mahnt es uns, sich vor Schadenfreude über das Unglück des a